Autor Thema: Recherche: Boon und Bane Dice hatten ihren ersten Auftritt ... wann?  (Gelesen 450 mal)

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Offline Curtis Newton

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Hallo,

mit einem Freund habe ich heute Abend darüber nachgedacht, wo eigentlich die Bane beziehungsweise Boon Dice das erste mal so richtig im Rollenspiel ihren Einsatz gefunden haben.

Welche Mechanismus meine ich? Ich meine den Mechanismus, in welchem eine Standardprobe durch einen Vorteilswürfel oder durch einen Nachteilswürfel modifiziert wird. Typische Beispiele dafür sind zum Beispiel die Rollenspiele Dungeons and Dragons 5, Mongoose Traveller 2nd, Call of Cthulhu 7E von Pegasus oder Barbarians of Lemuria (1.& 2. Edition), die allesamt diese Mechanik kennen. Wie funktioniert dieser Mechanismus? Bei den Vorteilswürfel wird ein zusätzlicher Würfel hinzugenommen, dann die Probe durchgeführt und schließlich das bessere Ergebnis genommen; es entfällt dabei der schlechteste Würfel aus dieser gewürfelten Probe. Bei den Nachteilswürfeln ist es genau andersrum.

Es ist hier also nicht die Rede von dem bunten System, wie man es zum Beispiel von Star Wars oder Warhammer Fantasy RPG von FFG kennt, die einen Würfelpool immer weiter ausdehnen.

Nun meine Frage: Weiß einer von euch, wann dieses System des Vorteils – und des Nachteilswürfels das erste Mal in der Rollenspielszene in einem Spielsystem offiziell angeboten worden ist? Barbarians of Lemuria stammt aus 2010. Ich gehe davon aus, dass die Erfinder von Barbarians diese Mechanik nicht als erste erfunden haben. Wer von Euch weiß hier zu mehr?

Edit Nachtrag [Präzisierung]: Es geht mir um die den Boon/Bane Würfel in der regelmässigen Anwendung während des Spiels bei Tasks/Fertigkeiten/Angriffe/Rettungswürfen/etc., dass also beide Würfel als jeweilige Kehrseite zur Anwendung kommen können.

Best wishes!
Cpt. Future
« Letzte Änderung: 8.10.2018 | 00:18 von Curtis Newton »
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Offline Curtis Newton

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Gamesworkshop hat dieses System beim Warhammer Fantasy Tabletop bei der Kaltblütigkeit der Echsen und bei der Lade der Verdammten schon in der 5. Edition verwendet. Was deren Inspiration war weis ich nicht.

Weisst Du, wann wurde dieses Produkt publiziert?
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Aus dem Bauch raus würde ich die "Erstverwendung" im Rollenspielsektor irgendwo Anfang bis Mitte der 80er vermuten; so exotisch ist das ja eigentlich nicht.
Irgendeiner der Vorsintflutlichen hier wird es wissen  ;D

Da muss man ggf. noch präzisieren, ob es im Grundmechanismus vorkommen muss oder ob auch irgendein obskures Subsystem reicht.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline Curtis Newton

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Mh. Grundsystem oder durch Ergänzung wäre mir jetzt erst mal gleich. Aber ja: Fokus auf Rollenspiel.
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Da muss man ggf. noch präzisieren, ob es im Grundmechanismus vorkommen muss oder ob auch irgendein obskures Subsystem reicht.

Bei der D&D-Charaktererschaffung: Würfle 4W6, nimm die drei höchsten. In welcher Edition kam das zuerst vor?

Offline Curtis Newton

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Bei der D&D-Charaktererschaffung: Würfle 4W6, nimm die drei höchsten. In welcher Edition kam das zuerst vor?
Ich kenne es aus der ADnD 2nd Ed. Würde mich nicht wundern, wenn es dann schon früher gab.

Ich würde gleichwohl meine Anfrage präzisieren: Würfelprobe-Mechanismus, nicht Charaktererschaffung. Denn bei der Charaktererschaffung würde ich jetzt einen Bane-Mechanismus eher nicht erwarten.

Siehe meine Beispiele aktueller Spielsysteme: Boon und Bane bei Fertigkeits-, Task-, Angriffs- oder weiteren im Spiel massgeblicher Proben (z.B. Rettungswurf, Moral, Wahrnehmung, whatever...).
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Bei der D&D-Charaktererschaffung: Würfle 4W6, nimm die drei höchsten. In welcher Edition kam das zuerst vor?

Wenn man dieser Seite Glauben schenken darf, dann in der 1. Edition von AD&D.