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Autor Thema: Der Feind meines Feindes ...  (Gelesen 262 mal)

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Offline Shao-Mo

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Der Feind meines Feindes ...
« am: 29.11.2018 | 20:06 »
Hallo zusammen,

in einem der nächsten Abenteuer werden meine Spieler nicht nur gegen das Imperium, sondern auch gegen "böse" Piraten kämpfen und die Piraten sind weit in der Übermacht.
Die Spieler sind inoffiziell Rebellen, aber werden sicherlich den Imperialen helfen.

Jetzt kann man sich als Spielleiter das natürlich so schönreden, wie man das haben möchte.
Aber Imperiale werden in den Abenteuern oder Source-Büchern als schwarz-weiß-denkendes Kanonenfutter dargestellt.

Hierbei wird aber Rollenspiel betrieben und jeder einzelne Soldat hat ein persönliches Interesse - NICHT - zu sterben.
Meiner Meinung nach, wenn ein einzelner Sturmtruppler überlebend auf die Gruppe trifft, würde er sich alleine auf den Weg machen, um seine Kameraden zu finden, auch wenn alle um ihn herum tot sind und kein Kontakt zu anderen Truppen besteht?
ODER würde er sich zweckdienlich den offiziellen Zivilisten (Spielern) anschließen, welche bewaffnet sind und versuchen diese zu führen?

Die Spieler werden sich auch denken, hey ein Soldat mit Waffe ist einer mehr als wir haben ...

Was wäre, wenn der Sturmtruppler jetzt noch wüsste das es Rebellen sind ...
Der Feind meines Feindes ... oder Waffenstillstand bis die Piraten als gemeinsamer Feind besiegt sind?

Wenn die Imperialen in der Übermacht wären, würde ich erwarten, dass sie die Spieler gefangen nehmen und dann gegen die Piraten kämpfen. Taktisch wäre das aber total unklug. Man könnte die Rebellen auch vor schicken als Kanonenfutter. ...



Aber wie ist das wirklich bei den Sturmtruppen?
Wie verhalten sich Sturmtruppler im Rollenspiel?
Gibt es einen Kodex, bei dem man sich als SL orientieren kann?
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Online Lichtschwerttänzer

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Re: Der Feind meines Feindes ...
« Antwort #1 am: 29.11.2018 | 20:15 »


Hierbei wird aber Rollenspiel betrieben und jeder einzelne Soldat hat ein persönliches Interesse - NICHT - zu sterben.
Gilt das auch für Sturmtruppen?

MMn nicht, die sind bereit für den Imperator zu sterben.

Zitat
wenn ein einzelner Sturmtruppler überlebend auf die Gruppe trifft,
kommt auf die Situation und den STler


Zitat
... oder Waffenstillstand bis die Piraten als gemeinsamer Feind besiegt sind?
aber nicht einen  Aigenblick länger, ausser die Überzeugungen des STlers wurden erschütttert
Zitat
Taktisch wäre das aber total unklug.
Nein, ein Problem weniger, den Abschaum brauchen wir nicht, Prestige des Imperiums...

Gurk zum anderen Gurk :" Was soll denn das für`ne Schlacht sein?
Wir sind 5000 und die sind zu acht!"
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Offline Isegrim

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Re: Der Feind meines Feindes ...
« Antwort #2 am: 29.11.2018 | 20:47 »
Ich erinnere mich dunkel an eine Rebels-Folge, wo die auf ein paar übrig gebliebene Kampfdroiden aus den Klonkriegen treffen; ähnliches Szenario.

Ich denke, ich würde mir mehrere Optionen offenhalten, schon um es spannend zu halten. Wenn die SCs begeistert mit Imps zusammen arbeiten wollen, etwas mehr... Zurückhaltung von deren Seite. Wenn sie gar nicht auf die Idee kommen* probiert ein innovativ denkender imperialer Leutnant, eine Zusammenarbeit zu intitiieren. Wenn es nur ein einzelner Sturmtruppler ist, der auf die SCs trifft, kann der auch den Finn machen, das Imperium Imperium sein lassen und sich den Rebellen anschließen. Sturmtruppler sind immer noch Menschen, wenn auch indoktriniert, und keine Roboter.

* Ich kenn deine Spieler nicht, aber als ich Star Wars gespielt hab, wären wir Imps gegenüber immer vorsichtig gewesen (miindestens...), während ein SC aus der Gruppe früher selber Raumpirat war, glaub ich. ;)

Wenn es zu einer Zusammenarbeit kommt, und die beteiligten Imperialen nicht in einer viel schwächeren Position sind, fänd ich es absolut passend, wenn die probieren, die SCs auszunutzen oder nach getaner Arbeit einzukassieren (wenn sie spitz gekriegt haben, dass das Rebellen sind). Der Feind meines Feindes ist vielleicht kurzfristig ein hilfreiches Werkzeug, aber sicher wird Rebellen-Abschaum niemals zum Freund des Imperiums. Auch der Wannabe-Finn kann sich natürlich später als Maulwurf heraus stellen, oder es sich einfach anders überlegen und mit ein paar wertvollen Informationen/Ausrüstung nen Schuh machen.

Spannend könnte es auch werden, wenn sich die SCs mit einer kleinen Gruppe Imps auf i-was einigen... und dann später (vielleicht auch, nachdem die Piraten-Sache abgearbeitet ist) die imperiale Kavallerie einreitet und wissen möchte, was das alles zu bedeuten hat. Wenn die SCs dann nicht schon weit weg sind haben sie vielleicht die Chance, ner ganzen Gruppe Ex-Imps eine neue Heimat zu bieten, auf die ihr bisheriger Arbeitgeber plötzlich gar nicht mehr gut zu sprechen ist, so wegen "Fraternisierung mit dem Feind"...

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Online Sashael

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Re: Der Feind meines Feindes ...
« Antwort #3 am: 29.11.2018 | 20:59 »
Gilt das auch für Sturmtruppen?

MMn nicht, die sind bereit für den Imperator zu sterben.
Verwechselst du die nicht mit den Space Marines aus WH40K? ;)

Ich würde schon eher dafür sorgen, dass es sich bei den "verbündeten" Imperialen um eine kleinere Untereinheit handelt und wenn die großen Schiffe auftauchen eine Verschwinden der Rebellen angesagt ist.
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Online nobody@home

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Re: Der Feind meines Feindes ...
« Antwort #4 am: 29.11.2018 | 21:36 »
Na ja, aus den Filmen alleine kann man über die Sturmtruppen nicht allzu viel ableiten, da sind sie ja meistens nur schlecht bezahlte Statisten ohne Sprechtext oder bestenfalls mal Stichwortlieferanten. ;) Und mit den diversen späteren Serien kenne ich mich nun nicht unbedingt so aus...

Allerdings scheinen sich nach kurzem Durchlesen sowohl Wiki- als auch Wookiepedia einig zu sein, daß Sturmtruppen durchaus auch über das "normale" Maß des imperialen Militärs hinaus indoktriniert und strikt auf Disziplin und Gehorsam gedrillt sowie auf den Imperator eingeschworen sind. (Da gab's auf letzterer Website sinngemäß eine Anmerkung, daß die meisten von ihnen durchaus wissen, daß sie entbehrlich sind, und ihnen das nicht das Geringste ausmacht -- das "persönliche Interesse, nicht zu sterben" ist bei solchen Leuten dann natürlich für die Füße.) Ich bin mir ein bißchen darüber im unklaren, wieviele von ihnen nun laut Kanon genau noch Klone, wieviele schon praktisch seit ihrer "normalen" Geburt zum Sturmtruppler erzogen, und wieviele eventuell doch nur einfache Quereinsteiger mit vergleichsweise regulärem Militärhintergrund sind...aber insgesamt könnte ich mir schon vorstellen, daß zumindest der Versuch, sich mit dem falschen Sturmtruppler anzufreunden, durchaus darin enden mag, daß man an das Star Wars-Gegenstück eines fanatischen HJ-Mitglieds gerät, das dann entweder sofort das Feuer eröffnet oder aber mit etwas mehr Geduld und Tücke bestenfalls auf die erste Gelegenheit wartet, das Rebellenpack ans Messer zu liefern. Und gerade in der beschriebenen Situation könnte auch ein etwas "moderaterer" Typ in weißer Rüstung leicht schlicht entscheiden, daß es zwischen Piraten und Rebellen nun wirklich keinen großen Unterschied gibt und einfach beides gleichermaßen Feinde des Imperiums sind -- der hat ja keinen Einblick auf sein Universum von außen, wie wir es tun, und kann also gar nicht wissen, daß die Rebellen laut Anweisung der Regie eigentlich "die Guten" sein sollen.

Offline Shao-Mo

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Re: Der Feind meines Feindes ...
« Antwort #5 am: 4.12.2018 | 17:51 »
Also das für mich informativste der "offiziellen" Quellen auf *pedia ist, das Sturmtruppen ausgebildet werden, ihre verletzten Kameraden liegen zu lassen.
Das sagt mir persönlich am meisten über das Verhalten von Sturmtruppen aus. Falls ihr noch mehr findet, gerne her damit.


Für den Spielstil würde ich mich dann wohl ähnlich deinen Beschreibungen verhalten. Hat man als SL auch mehr von.
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Ich denke, ich würde mir mehrere Optionen offenhalten, schon um es spannend zu halten. Wenn die SCs begeistert mit Imps zusammen arbeiten wollen, etwas mehr... Zurückhaltung von deren Seite. Wenn sie gar nicht auf die Idee kommen* probiert ein innovativ denkender imperialer Leutnant, eine Zusammenarbeit zu intitiieren. Wenn es nur ein einzelner Sturmtruppler ist, der auf die SCs trifft, kann der auch den Finn machen, das Imperium Imperium sein lassen und sich den Rebellen anschließen. Sturmtruppler sind immer noch Menschen, wenn auch indoktriniert, und keine Roboter.

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Wenn es zu einer Zusammenarbeit kommt, und die beteiligten Imperialen nicht in einer viel schwächeren Position sind, fänd ich es absolut passend, wenn die probieren, die SCs auszunutzen oder nach getaner Arbeit einzukassieren (wenn sie spitz gekriegt haben, dass das Rebellen sind). Der Feind meines Feindes ist vielleicht kurzfristig ein hilfreiches Werkzeug, aber sicher wird Rebellen-Abschaum niemals zum Freund des Imperiums. Auch der Wannabe-Finn kann sich natürlich später als Maulwurf heraus stellen, oder es sich einfach anders überlegen und mit ein paar wertvollen Informationen/Ausrüstung nen Schuh machen.

Spannend könnte es auch werden, wenn sich die SCs mit einer kleinen Gruppe Imps auf i-was einigen... und dann später (vielleicht auch, nachdem die Piraten-Sache abgearbeitet ist) die imperiale Kavallerie einreitet und wissen möchte, was das alles zu bedeuten hat. Wenn die SCs dann nicht schon weit weg sind haben sie vielleicht die Chance, ner ganzen Gruppe Ex-Imps eine neue Heimat zu bieten, auf die ihr bisheriger Arbeitgeber plötzlich gar nicht mehr gut zu sprechen ist, so wegen "Fraternisierung mit dem Feind"...
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Offline KhornedBeef

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Re: Der Feind meines Feindes ...
« Antwort #6 am: 4.12.2018 | 18:06 »
Egal wie du es machst, es muss glaubwürdig werden. Du brauchst einen Souffleur!
Du brauchst eine erkennbar opportunistisch oder sonstwie motivierte Person, die den kommandieren der Truppe überredet. Ein Alter Trick: du kannst den Charakter und die Einstellung des Kommandanten gegenüber den SC durch seine Reaktion darstellen. Und der Einflüsterer kann die Stimme der Vernunft sein, damit er out-of-character Handeln darf.
Es bieten sich an: Untergebenen mit eigenen Plänen, gefangengenommene Schmuggler die auf Flucht hoffen,.etc. 
"For a man with a hammer, all problems start to look like nails. For a man with a sword, there are no problems, only challenges to be met with steel and faith."
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