Autor Thema: Masks of Nyarlathotep 7e  (Gelesen 3963 mal)

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Offline Rhylthar

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #25 am: 1.01.2019 | 12:13 »
Werden nicht sinken. Altes Cthulhu-Zeug sind eine sichere Kapitalanlage.

Und hatte nicht vor, sie zu verkaufen.  ;D
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"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #26 am: 1.01.2019 | 21:04 »
Was unter den Cthulhu Veröffentlichungen steht z.Zt. im Kurs am höchsten, bzw. was wird am meisten gesucht?
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Offline Rhylthar

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #27 am: 1.01.2019 | 21:09 »
Kann ich nicht genau beziffern, aber Boxen sind immer teuer. Froschkönig-Fragmente geht auch immer für viel Geld weg.

Deutsches Cthulhu ist allerdings immer teurer als englisches.
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Offline Asathyr

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #28 am: 1.01.2019 | 21:31 »

Scheinbar gibt es bei dieser Deluxe Ausgabe massive Fuck-Ups was die Texte betrifft. (Ich kenne und spiele KEIN CoC, bin nur zufällig darüber gestolpert)


Siehe dazu das das Unboxing und den anschließenden Verriss: https://www.youtube.com/watch?v=DsaRGv2VoIk

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #29 am: 1.01.2019 | 23:52 »
Als ich in den 90ern mal die Kampagne mit einer frischen Gruppe geleitet habe, war direkt der erste Kritikpunkt, warum die Spieler bitteschön einen spontan eingeführten NSC (Jackson Elias) vertrauen sollten... Durch das Prolog-Kapitel wäre so ein Kritikpunkt schon ausgeräumt und siehe da: Durch eine Erweiterung hat sich die Kampagne verbessert (Nur mal als Beispiel).
Das ist m.M.n. die falsche Herangehensweise. Der Mann ist eine Berühmtheit. Ein Bestseller Autor. Es geht nicht darum, dass die Chars dem NSC vertrauen sollen.
Es geht darum, dass ein Mann, der über viele Jahre Wissen zu den unterschiedlichsten Kulten gesammelt hat, über die Chars Bescheid weiss und (dennoch?) Vertrauen in ihre Arbeit hat und sich nicht gleich an die Pinkerton Detektei oder das BOI wendet. Die Chars müssten sich geschmeichelt fühlen.

Das Peru Kapitel könnte m.M.n. leicht durch jedes andere Szenario ersetzt werden, wenn man einem hilfesuchenden NSC den Namen Jackson Elias gibt und alles leicht auf ihn zuschneidet. Ergo, kein Zusatz Kapitel nötig.

Im Übrigen stört es mich als SL massiv, wenn ein Autor mir vorschreibt, dass bzw. wen ich tunlichst schonen sollte, weil man ja später diesen und jenen im folgenden Kapitel noch braucht. Was soll das?
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Online Chiarina

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #30 am: 2.01.2019 | 00:20 »
Ja, was der Läuterer schreibt klingt stark nach der Video-Rezension. Ich bin zwar kein Call of Cthulhu Spieler, aber die Auseinandersetzung hier hat mich interessiert. Daher habe ich mir das Unboxing Video, das Asathyr im letzten Beitrag verlinkt hat, mal angesehen und ein paar Notizen gemacht. Vielleicht ist´s ja hilfreich für die Diskussion.

Das Video ist ca. 35 Minuten lang. 20 Minuten davon zeigt der Rezensent, was für eine hervorragende Qualität Verpackung, Schuber, Bindung, Druck, Sichtschirm etc. haben. Seinen Worten zufolge durchweg alleroberstes Niveau.

Dann kommt die Kritik und die bezieht sich auf den Text. 10 Minuten lang wird erst ein wenig um den heißen Brei herumgeredet, dann werden Schreibfehler bemängelt. Der Rezensent greift eine zufällige Passage heraus, behauptet, dass es sich infolgedessen nicht um ein besonders abschreckendes, sondern eben lediglich um ein zufällig ausgewähltes Beispiel handele, dann wird gezeigt, dass sich auf so einer zufällig herausgegriffenen Drittelseite drei oder vier Textmängel (Formulierungsschwächen, fehlendes Wort, schlechte Satzkontruktionen) befinden.

In den letzten 5 Minuten wird über Konzeptionsschwächen gesprochen. Insbesondere geht es um das Peru-Kapitel, in dem eine Nichtspielerfigur ("Jackson Elias") vorgestellt wird, die im weiteren Verlauf der Kampagne noch eine größere Rolle spielt. Die Kampagne ist in der neuesten Fassung so konzipiert, dass Jackson Elias und wenigstens eine Spielerfigur das Perukapitel überleben müssen. Der Rezensent ärgert sich darüber und behauptet: "Why play through it if you have to survive?"

Was dem ein oder anderen von uns in der Art der Kritik vielleicht etwas übertrieben vorkommt, wird im Folgenden anhand von zwei Textpassagen erläutert. Zunächst heißt es: "[...] the Keeper should work to ensure that Elias survives the chapter. Depending on the tastes of the Keeper and the group this may involve a little sleight of hand." In der zweiten Passage wird ein Argument geliefert, warum das alles wahrscheinlich zu überhaupt keinem Problem führen wird: "Many encounters in Peru are designed to appear more dangerous than they really are." Der strenge Rezensent kommentiert diese Passage mit dem Satz: "It´s an illusion that this part is difficult."

Am Illusionscharakter der Peru-Episode und der Aufforderung zum Railroading was das Überleben der zentralen Nichtspielerfigur angeht entzündet sich also die Kritik des Rezensenten. Seiner Meinung nach hätten derartige Probleme leicht umgangen werden können. Es gebe nämlich "no need for the Peru chapter to experience Jackson Elias in play and then not actually play it." Während im Abenteuer vorausgesetzt wird, dass die Spielerfiguren sich mit Jackson Elias anfreunden und auf diese Weise Informationen bekommen, führt der Rezensent aus, dass die Nichtspielerfigur bekannt für ihre parawissenschaftlichen Schriften sei und erforderliche Informationen leicht auch in Form einer entsprechenden Lektüre gewonnen werden könnten.

Der gestrenge Rezensent endet seine Besprechung mit folgendem niederschmetterndem Fazit: "[...] I take this part very serious, the creation of the text is the creation of the game and here is the reason why I am now finished with buying products from the new Chaosium until I get confidence that the text is going to be treated with the same respect that the physical products have been getting." Es folgt noch ein Hinweis darauf, wie aberwitzig diese Mängel gerade aufgrund der Luxusausgabe seien. Man nehme extrem hohe Herstellungskosten in Kauf, lasse sich sein Produkt teuer bezahlen, auf ein gründliches Editieren werde aber offensichtlich kein Wert gelegt.

Tja. In Wahrheit habe ich nach diesem Video natürlich keine Ahnung davon, wie repräsentativ die paar Textfehler sind, die uns da gezeigt wurden. Ich weiß auch nicht, ob das Railroading in Bezug auf Jackson Elias die einzige derartige Passage in der ganzen Kampagne ist. Wenn das alles gehäuft vorkommt, ist das in meinen Augen ein schlechtes Produkt. Wenn die Textmängel des gezeigten Abschnitts aber aufs gesamte Produkt gesehen Obergrenze bleiben und im Peru-Kapitel das einzige derartige Railroadingelement zu finden ist, dann finde ich die Kritik ziemlich überzogen.

Immerhin: Die Äußerungen des Rezensenten über hochwertig aussehende, teure Glitzerprodukte, die ein Heidengeld kosten, bei denen der Text dann aber stiefmütterlich behandelt wurde, kommen mir bemerkenswert vor. Das scheint mir ein wichtiger Hinweis für uns alle zu sein, sich von der äußeren Erscheinung eines Produkts nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.
« Letzte Änderung: 2.01.2019 | 09:45 von Chiarina »
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)

Offline Gilgamesch

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #31 am: 2.01.2019 | 08:51 »
Mit dem Peru-Kapitel hatte Chaosium wohl kaum eine Chance, es allen recht zu machen. Ein häufig gelesener und gehörter Kritikpunkt an der alten Kampagne war, dass die Investigatoren keine echte Beziehung zu ihrem guten Freund Jackson Elias aufbauen konnten, weil die Kampagne direkt mit seinem Tod begann. Darum haben einige Spielleiter (auch ich) einen Prolog hinzugefügt, in welchem Elias auftritt.

Jetzt hat Chaosium in der fünften Auflage ein solches Prolog-Kapitel ergänzt, um diesem Kritikpunkt zu begegnen. Daraufhin wird nun kritisiert, dass dieser Prolog für Elias und die Investigatoren nicht tödlich genug sei. Ja das ist halt jetzt so, wenn man das alte Einstiegskapitel (New York) nicht grundliegend verändern will. Da stirbt nunmal Jackson Elias, der gute Freund der Investigatoren. Also können im Prolog nicht Elias und alle, die ihn kennen, schon gestorben sein!

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #32 am: 2.01.2019 | 10:14 »
Es ist immer schwierig, eine fertige Kampagne nachbessern zu wollen. Da nehme ich mich mit meinen Ideen nicht aus.

Kritikpunkte zu setzen ist zudem einfach. Es jedem Recht zu machen dagegen unmöglich.
Das Ganze immer breiter und dicker zu machen ist m.M.n. jedoch der falsche Weg.

Verschiedene Lösungswege zu den Stolpersteinen aufzuzeigen ist dagegen der bessere Weg.
In meiner Rezension zu Masks habe ich mir bereits Gedanken gemacht und auch die Ideen anderer zusammengetragen.

Wie in der Kampagne angeführt, ist der NSC Jackson Elias ein alter Freund der Chars. D.h., die Chars haben mit ihm bereits viel erlebt und durchlitten. Sicherlich mehr als nur ein Mythos Szenario. Erneut ein Grund für die Sinnlosigkeit des neuen Kapitels.

Ich habe bei meiner Kampagne das für mich Naheliegendste gewählt und alle Beteiligten zu Kriegs Veteranen gemacht. Dann sind die Gemeinsamkeiten abgehakt. Alles ist Geschichte. Die Chars sind durch die Hölle gegangen und haben sich gegenseitig den Rücken freigehalten. Weitere Erklärungen sind unnötig.

Die Idee, Jackson Elias am Leben zu lassen, ist mir leider erst eingefallen, als unsere Kampagne bereits lief.
Denn wenn man es genau nimmt, ist sein Tod absolut unnötig. Sein Sterben bringt keinen Mehrwert. Im Gegenteil. Es kompliziert den Einstieg unnötig.
Der Mann wird gerettet. Verletzt oder unverletzt ist erst einmal nebensächlich. Alles, was die Chars als Papiere finden, ist auch das, was Jackson Elias bereits herausgefunden hatte. Er könnte den Chars die Handouts erläutern und ihnen einen glatten Einstieg ermöglichen.
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Offline Rhylthar

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #33 am: 2.01.2019 | 11:43 »
Zitat
Immerhin: Die Äußerungen des Rezensenten über hochwertig aussehende, teure Glitzerprodukte, die ein Heidengeld kosten, bei denen der Text dann aber stiefmütterlich behandelt wurde, kommen mir bemerkenswert vor. Das scheint mir ein wichtiger Hinweis für uns alle zu sein, sich von der äußeren Erscheinung eines Produkts nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.
Stimmt schon, leider kann man meist aber nur das Äußere betrachten und hat dann später die unliebsame Überraschung.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #34 am: 2.01.2019 | 12:08 »
Wie bereits geschrieben, bin ich ein langjähriger Fan der Kampagne.

Und aufgehübscht übt das Werk logischerweise eine höhere Anziehungskraft auf potentielle Käufer aus - alte wie neue. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden.

Es sollten jedoch immer Anwendung und Nutzen im Vordergrund stehen.

Textmängel sind immer unschön, jedoch sind sie bei solch einem Klops an Text fast unvermeidlich. Selbst bei guten Lektoren tritt irgendwann einmal Textblindheit auf. Solange sich das nicht übermässig häuft, sehe ich da gerne auch grosszügig drüber hinweg.
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Online kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #35 am: 2.01.2019 | 14:19 »
Ich muss zugeben, dass ich des englischen nicht mächtig genug bin, als dass mir massive Textmängel auch massiv auffallen. Insofern halte ich mich aus dieser Diskussion heraus.

Allerdings bin ich weiterhin der Überzeugung, dass das Peru-Kapitel nur Vorteile bietet:
1. Ist dieses Kapitel optional. Niemand wird gezwungen, das Kapitel so zu leiten (im übrigen wird dies auch deutlich gesagt, dass es ein optionaler Einstieg ist). Somit hätten wir, wenn dieses Kapitel nicht vorhanden wäre, eine Auswahl an (sagen wir mal) X Abenteuern zum Einstieg. Jetzt haben wir eine Auswahl an X+1 Abenteuern zum Einstieg.
2. Die Gängelung, das JE nicht sterben darf, ist insofern weit weniger dramatisch als hier dargestellt wird, da es Hinweise gibt, wie man dieses ohne Probleme erreichen kann. Wer also nach dem Spiel seinen Spielern nicht jedes Geheimnis verrät ("Der konnte eh nicht sterben"), wird damit wenig Probleme haben. Und eine ähnliche Gängelung hat man doch eh die halbe Kampagne (aufgrund ihres Alters ist sie halt im kleinen Maßstab sehr linear). Die moderne Sandbox-Kampagne ist halt doch erst später gekommen.
3. ich habe es immer für einen schlechten Stil gehalten (und da bin ich nicht der einzige), irgend einen Charakter einzuführen, bei dem man sagt: Der ist ein langjähriger Freund, vertraut ihm mal. In meinen Augen ist es immer besser, Charaktere auf natürliche Art innerhalb einer Szene oder eines Abenteuers einzuführen.
4. Die Kritik mit dem Illusionscharakter kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wenn die Spieler diese Illusion nicht durchschauen (und ein halbwegs vernünftiger SL wird das auch hinbekommen), dann sehe ich da wirklich nichts negatives dran. Der Spieler glaubt, es sei gefährlich und überlebt... Und er freut sich... Ist doch nun wirklich nix negatives.

Ich fasse mal kurz zusammen: Wir haben eine Kampagne, welche:
1. grafisch aufbereitet wurde (positiv)
2. ein Prolog-Kapitel enthält, welches man nutzen kann, weglassen kann oder sogar unabhängig von der Kampagne spielen kann (positiv)
3. Hinweise, wie sich die Kampagne auch mit Pulp Cthulhu spielen lässt (positiv)
4. Viele Hinweise, die das Leiten der Kampagne erleichtern (positiv)
5. Textliche Mängel (negativ) (wie stark, kann ich nicht beurteilen)

Unterm Strich macht die Kampagne doch wesentlich mehr richtig als falsch, und wenn man diese Kampagne besitzt, kann man die älteren Ausgaben getrost in die Tonne werfen (vllt höchstens als Sammler behalten)

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #36 am: 2.01.2019 | 14:55 »
Es bleibt schwierig.

Du bist ein Verfechter der neuen Auflage, kasi45. Das habe ich mittlerweile durchaus verstanden und es ist völlig okay für mich. Wer nach dem Buch spielen will, darf das gerne tun. Das ist mir Salami, um nicht zu sagen Wurst.

Dass Du das Ganze aber so vehement verteidigst, wie eine Löwin ihr Junges, kann ich schon nicht mehr ganz nachvollziehen.

Du gehst mit keinem Wort auf andere Ideen und Vorschläge ein, bewegst Dich keinen Zentimeter von Deinem Standpunkt weg und beharrst auf der neuen Auflage als einzig gangbare Möglichkeit.
Das bringt aber keine Diskussion voran. Das ist Dr. No.

Ich versuche andere Herangehensweisen aufzuzeigen, um möglichen SLs die Variabilität des Themas, abseits der Chaosium Version mit 'Man hätte es auch anders machen können.' zu vermitteln.

Ich meine auch nicht, dass meine Ideen besser sind. Nein (...doch eigentlich schon).
Es geht mir um die Möglichkeiten.

Ob das dann für gut befunden und umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #37 am: 2.01.2019 | 18:56 »
Okay, dann gehe ich auf eine Idee von dir ein:
Du gibst zu bedenken, dass das Peru-Kapitel überflüssig ist, um nicht zu sagen: Nach deiner Ansicht wär es ja besser gewesen, dieses Kapitel wegzulassen.
Wenn dieses Kapitel nicht vorhanden wäre, wäre dem Spielleiter eine Möglichkeit genommen, dieses Kapitel vor der eigentlichen Kampagne zu leiten (quasi als eine Einführung). Spielleitern Möglichkeiten zu nehmen, finde ich nicht so prickelnd, du aber offensichtlich schon. Die Variabilität für die Spielleiter bleibt doch bei der neuen Edition erhalten, nur wenn sie so wäre, wie du es gerne hättest, gäbe es wesentlich weniger Variabilität.
Du kannst mir ja mal erklären, welche Möglichkeiten der Spielleiter hätte, wenn man den Inhalt beschneidet.

Und ich verteidige es nicht wie eine Löwin ihr Junges. Aber du warst bisher nicht in der Lage, schlüssige Argumente darzulegen, warum diese neue Version verschlimmbessert wurde. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, liegt es eher an dir, dass keine produktive Diskussion zustande kommt. Also ist der Dr. No bei dir.

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #38 am: 2.01.2019 | 19:01 »
Und ich verteidige es nicht wie eine Löwin ihr Junges. Aber du warst bisher nicht in der Lage, schlüssige Argumente darzulegen, warum diese neue Version verschlimmbessert wurde. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, liegt es eher an dir, dass keine produktive Diskussion zustande kommt. Also ist der Dr. No bei dir.

Das einzige vorgebrachte Argument ist in der Tat, dass mehr Seiten [der Neuauflagen] schlechter seien als die Seitenzahl der Originale. Weil.. ist so. ;D
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Online kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #39 am: 2.01.2019 | 19:06 »
Genau das ist ja mein Problem mit der Kritik.

Wenn man das Prolog-Kapitel nicht mag, kann man es überspringen. Wenn man die Anmerkungen für Pulp Cthulhu nicht nutzen will, kann man sie überspringen. Und wenn man sich nicht an schönen Grafiken ergötzt, kann man sie überspringen. Wenn Chaosium dies alles jedoch weggelassen hätte, hätten diejenigen, denen das alles gefällt, dies nicht zur Verfügung.

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #40 am: 2.01.2019 | 21:55 »
Ich denke, aufgrund Deiner Reaktion, dass mein Post härter rüberkam, als es von mir beabsichtigt war.

Jetzt zu Deinem Punkt:
Die Kampagne kam jetzt weit über 30 Jahre ohne das Peru Kapitel aus.
Und auf einmal fällt den Autoren auf, dass sie den toten, guten, alten Freund der Chars gar nicht eingeführt haben? Das nenne ich eine prompte Reaktion. Es ging vorher ohne, jetzt nicht mehr?

Ich habe früher viel über Masks auf ysdc recherchiert. Dort gibt es manche gute Idee zu dem Thema, nebst einer Reihe von Vorschlägen, welches Szenario / welche Szenarien man dem Tod des Jackson Elias voranstellen kann / könnte.

Man kann sicher anderer Meinung sein, doch ich finde, wenn eine Kampagne auf einen immer längeren Spiel Zeitraum ausgelegt wird (gerade bei Cthulhu), desto unwahrscheinlicher wird es, dass sie auch abgeschlossen wird.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #41 am: 2.01.2019 | 22:00 »
Okay, jetzt muss ich aber auch fragen, ob du die neue Auflage überhaupt gelesen hast...

Natürlich geht es auch ohne Peru-Kapitel. Das Kapitel ist optional (wie vorher schonmal gesagt). Man kann es nutzen, muss es aber nicht. Ich möchte trotzdem nochmal wissen, wieso es deiner Meinung nach besser ist, wenn man den Spielern diese Möglichkeit (nicht Pflicht) nimmt.

Abgesehen davon: Weil 30 Jahre lang der Einstieg maximal suboptimal war, darf er jetzt nicht verbessert werden? Tut mir leid, aber weiterhin passt deine Argumentation einfach nicht.

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #42 am: 3.01.2019 | 09:17 »
Okay, jetzt muss ich aber auch fragen, ob du die neue Auflage überhaupt gelesen hast...
Die PDF Version.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #43 am: 3.01.2019 | 11:52 »
...Es ging vorher ohne, jetzt nicht mehr?...

Wenn du es also gelesen hast, ist dir auch bewusst, dass der meiste neue Stoff (wozu dann auch Peru gehört) rein optional ist und mitnichten verpflichtend ist? Dass also deine Aussage "Es ging vorher ohne, jetzt nicht mehr?" faktisch falsch ist?

Das bedeutet du plädierst dafür, Optionen, die angeboten werden, nicht mehr anzubieten, damit den Spielleitern weniger Möglichkeiten zur Verfügung stehen? Weil es früher ja auch so gemacht wurde?

Im Moment klingen deine Argumente wirklich nur danach, dass du krampfhaft die neue Edition schlechtreden willst, weil wir nicht mehr 1984 haben und die Rollenspielprodukte sich geändert haben. Zeit lässt sich nunmal nicht zurückdrehen...

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #44 am: 3.01.2019 | 12:10 »
Wenn du es also gelesen hast, ist dir auch bewusst, dass der meiste neue Stoff (wozu dann auch Peru gehört) rein optional ist und mitnichten verpflichtend ist? Dass also deine Aussage "Es ging vorher ohne, jetzt nicht mehr?" faktisch falsch ist?

Das bedeutet du plädierst dafür, Optionen, die angeboten werden, nicht mehr anzubieten, damit den Spielleitern weniger Möglichkeiten zur Verfügung stehen? Weil es früher ja auch so gemacht wurde?

Im Moment klingen deine Argumente wirklich nur danach, dass du krampfhaft die neue Edition schlechtreden willst, weil wir nicht mehr 1984 haben und die Rollenspielprodukte sich geändert haben. Zeit lässt sich nunmal nicht zurückdrehen...

...wobei ja auch nicht wegzudiskutieren ist, dass mehr Optionsvielfalt nunmal auch mit mehr Seitenanzahl verbunden ist. Zumindest in diesem Fall. Und da dürfen die Geschmäcker nun einmal doch wirklich auseinandergehen: möchte ich von den Autoren möglichst kompakt IHRE Idee wiedergegeben haben, die ich gegebenenfalls mit eigenem anreichere, wenn ich nicht völlig zufrieden bin ODER möchte ich einen Strauß an Optionen dargeboten bekommen und mich dafür auch durch entsprechend mehr Text arbeiten?

Die Hinzunahme von Optionen ist ja prinzipiell begrüßenswert. Ich verstehe aber auch den Wunsch, Informationen komprimierter zu erhalten.

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #45 am: 3.01.2019 | 14:35 »
Für jemanden, der die Kampagne zum ersten Mal leiten will, stellt sich m.M.n. die Frage, ob etwas 'optional' ist, gar nicht erst. Er/sie hat keine Ahnung, ob man dieses 'optional' braucht oder nicht, also wird er/sie versuchen alle Angebote, welche ihm die Kampagne bietet, auch einzusetzen.

Und jemand, der die Kampagne bereits geleitet hat, weiss worauf er achten muss; wo er etwas aufpolstern muss bzw. etwas weglassen kann. Für den ist dann die ganze Neuauflage optional.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #46 am: 3.01.2019 | 14:53 »
Meine Überarbeitung / Neuauflage hätte folgendermassen ausgesehen ...

Drei Bände SC / 1 Band HC.

Ersteres für jene, die es spielen wollen. Letzteres für jene, die es nur lesen oder ausstellen wollen. Manch einer würde sicherlich doppelt zuschlagen.

1. Band:
* New York und London werden zusammengefasst; vorzugsweise in London (was aber die Amis niemals machen würden). So erspart man sich das lästige telegrafieren von London aus und die Atlantik Überfahrt.
* Zwei unterschiedliche Kulte in einer Stadt stellen kein Problem dar - ich habe das ausprobiert.
* Jackson Elias bleibt am Leben. Die Chars und er haben sich zu einem Veteranen Treffen in London eingefunden. Seine Unterlagen können jetzt auch nicht mehr von den Kultisten gestohlen werden, weil JE diese nicht dabei hat und weil er überlebt. Das schiebt den Plot deutlich schneller an.
* Beide Rote Heringe in London streichen.

2. Band:
* Die Reise nach Alexandria würde ich mit ein oder zwei kurzen Szenarien würzen. Oder auch mit Kultisten an Bord.
* Kairo kann prinzipiell so bleiben wie gehabt.
* Den Roten Hering mit Bast würde ich dagegen positiver belegen als das im Original der Fall war. D.h. die Chars bekommen später in Kairo Hilfe, wenn sie in die Bredouille geraten.
* Ausserdem würde ich mehr innerhalb des Ägyptischen Museums und einer Pyramide passieren lassen, i.d.S. würde ich ein Szenario wie 'Begraben!' einsetzen.
* Und ich würde die Unstimmigkeiten wie i.B.a. die Knickpyramide oder die Clive Expedition beheben.

3. Band:
* Auf der Reise nach Kenia würde ich die Chars ein Flugzeug nehmen lassen. Etwas wie im Film 'Schlangen an Bord' oder im Szenario 'Falling' kann dann passieren.
* Nairobi bietet die Möglichkeit, die Chars etwas durch das Land zu schicken, um den richtigen Berg für das Ritual zu finden. Sein Standort ist alles ausser eindeutig.
* Auf der Reise durch den Busch sollten sie mit der Flora und Fauna in Berührung kommen; Nilpferde im Fluss z.B. und die Kultur der Einheimischen.
* Ausserdem sollten die Chars auf den Stamm treffen, deren Leute 1919 für die Morde an der Expedition hingerichtet wurden. Das bietet Möglichkeiten zum Guten wie zum Bösen.

Australien, Melbourne und China, Schanghai würde ich ersatzlos streichen.
Die Geschichte mit der Rakete war m.M.n. von Anfang an sehr seltsam und unpassend.
Zumal kommen ein weiteres Mal Kultisten und Konfrontationen vor, wie man diese bereits zuvor hatte. Das sind mir zu viele Ähnlichkeiten und Wiederholungen.

UND wenn die Chars eines der Rituale in Ägypten oder Kenia aufhalten oder unterbrechen, ist die gesamte Bedrohung ums Eck. Da die Spieler das aber nicht wissen, werden sie dennoch von Kairo nach Nairobi fahren wollen.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #47 am: 3.01.2019 | 15:23 »
Nur kurz:

Ich sehe es so, dass man die optionalen Elemente nicht zu lesen braucht. Ein Rollenspielbuch ist eben kein Roman, welchen man von Anfang bis Ende liest. Und wenn man weiß, das etwas optional ist, kann man es dann auch überspringen.

Ich glaube, dass ein Spielleiter, der einige Erfahrung mit Cthulhu hat, durchaus mit Hilfe des Kampagnenüberblicks entscheiden kann, welche optionalen Szenarien er benutzt. Einem Spielleiter, welcher kaum Erfahrung mit Cthulhu hat, würde ich diese Kampagne eh nicht empfehlen.

Bei deiner Überarbeitung fällt mir auf, dass du aus 6 Orten/Kapiteln 3 machst. Das ist insofern schade, als das unter anderem die beiden mMn besten Kapitel (Australien/China) wegfallen, da genau diese sehr unverbraucht sind und mal Gelegenheit bieten, abseits der Standardorte exotische Erlebnisse zu sammeln.

Und weiterhin bleibt das Argument (auf meiner Seite), dass all diese Überarbeitungen leichter sind, wenn der entsprechende Stoff vorliegt, welchen ich dann streichen kann als wenn man den Stoff nicht hat und sich dann selbst hinzudenken muss.


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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #48 am: 3.01.2019 | 15:38 »
Bei deiner Überarbeitung fällt mir auf, dass du aus 6 Orten/Kapiteln 3 machst. Das ist insofern schade, als das unter anderem die beiden mMn besten Kapitel (Australien/China) wegfallen, da genau diese sehr unverbraucht sind und mal Gelegenheit bieten, abseits der Standardorte exotische Erlebnisse zu sammeln.
Ich gebe Dir definitiv Recht. Beide Kapitel sind exotisch. Und unverbraucht.
Ob es allerdings auch die zwei Besten sind, möchte ich dahin gestellt lassen.

Aber sie sind mit Sicherheit auch die Unwichtigsten für die Kampagne.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #49 am: 3.01.2019 | 17:55 »
Nun dann möchte ich aber ernsthaft auch mal dahinstellen, ob sie die unwichtigsten sind.

Aber im Grunde ist es auch wumpe, du möchtest die Kampagne stark gekürzt veröffentlicht wissen und somit die Möglichkeiten potentieller Käufer stark beschneiden. Ich möchte die Kampagne ausführlich mit Hilfestellungen und zusätzlichen Optionen, so dass man die Kampagne an persönliche Bedürfnisse anpassen kann.

Mein persönlicher Liebling ist veröffentlicht, deiner nicht. Gewinner sind die, die gerne viel Material zur Verfügung gestellt bekommen.