Autor Thema: Masks of Nyarlathotep 7e  (Gelesen 4187 mal)

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Offline Der Läuterer

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Masks of Nyarlathotep 7e
« am: 29.12.2018 | 22:35 »
Wir schreiben das Jahr 2018. Es geht zu Ende. Dies sind die letzten Tage...

...bevor das nächste Jahr beginnt.

Mitte diesen Jahres kam bei Chaosium eine Cthulhu Kampagne heraus.
Eine neue Kampagne? Nein. Wohl kaum.
Es ist mittlerweile die 7e Version der alten Kampagne von 1984.

Und? War das nötig?
Nein. Denn es ist mittlerweile der Xte Aufguss.

Masks war nicht die erste RPG Kampagne.
Und Masks war auch nicht die erste Cthulhu Kampagne.
Auch ist Masks sicherlich nicht die beste Kampagne. Aber das ist Geschmacksache.

Chaosium spielt hier mal wieder den alt-bekannten Dire Straits Song 'Money for Nothing'!

Denn Masks hat mittlerweile eine lange Historie:
1984 2e Box mit 5 Heften und 144 Seiten
1987 3e Terror Australis mit 136 Seiten
1989 4e SC Reprint mit 160 Seiten
1996 5e SC Complete Ed mit 224 Seiten
2001 5e SC Reprint mit 224 Seiten
2001 dt. Box mit 3 Büchern und 368 Seiten
2006 6e HC Reprint mit 224 Seiten
2007 6e Secrets of Kenya mit 248 Seiten
2010 6e HC / SC Reprint mit 248 Seiten
2017 6e HC Bloody Tongue Ed mit 740 Seiten
2018 7e HC mit 2 Büchern und 670 Seiten

Im RPG.net's comprehensive Game Index steht Masks unter 19.856 bewerteten Rollenspielabenteuerprodukten auf Rang #10.
Unter 7.459 bewerteten Abenteuer Modulen steht Masks, mit einem Rating von 7.78/10, auf Rang #1.

Wer die Kampagne leiten möchte, der sollte sich hier mal einlesen.
https://jmhauser.wordpress.com/roleplaying-games/the-complete-masks-of-nyarlathotep/

Mit der 7e Version sieht Nyarlathotep mittlerweile aus wie Giger's Alien. Aber was soll's.

Die neue Ed. bietet heftige 60 Handouts. Und wer bei der Super Deluxe Limited Edition zugeschlagen hat, der hält sogar 135 Handouts für seine Spieler in Händen.

Braucht man Masks? Hm... Irgendwie. Eigentlich schon.
Braucht man die 7e Version? Mit Sicherheit nicht!
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Offline Antariuk

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #1 am: 30.12.2018 | 21:12 »
Die neue Ed. bietet heftige 60 Handouts. Und wer bei der Super Deluxe Limited Edition zugeschlagen hat, der hält sogar 135 Handouts für seine Spieler in Händen.

Was zum Henker :o Wie soll man das denn alles vernünftig benutzen? Geschweige denn Spieler finden die das mitmachen? Und ich dachte die aufgeblähte KS-Version von Mountains of Madness, die ich mal angeblättert habe, wäre schlimm...
"Ein Zauberer mag noch so raffiniert sein, ein Messer im Rücken wird seinen Stil ernsthaft versauen." - Steven Brust

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #2 am: 30.12.2018 | 21:28 »
Wie bereits geschrieben, reichen die 4e oder 5e problemlos aus.

In der neuen Version gibt es vorab noch ein Peru Kapitel, wo die Chars auf Jackson Elias treffen, um ihn in New York dann gleich wieder begraben zu müssen.


Unser Spielbericht zu Masks.
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,109161.msg134700686.html#msg134700686
« Letzte Änderung: 18.03.2019 | 17:51 von Der Läuterer »
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Offline kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #3 am: 30.12.2018 | 22:40 »
Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen:
Die aktuelle Version von MoN ist die 5. Edition. Die Liste macht hier tatsächlich ein wenig den Eindruck, als hätte Chaosium jedes zweite Jahr die Kampagne neu herausgebracht. Jedoch sollte man die Liste auf die reinen MoN-Veröffentlichungen beschränken:
1984 1st Edition Box Set (144 Seiten)
1989 2nd Edition Softcover (160 Seiten)
1996 3rd Edition Softcover (224 Seiten)
2006 3rd Edition Hardcover (224 Seiten)
2010 4th Edition Softcover (248 Seiten)
2010 4th Edition Limited Release Hardcover (248 Seiten)
2018 5th Edition Slipcase Hardover Edition (892 Seiten)

Zusätzlich zu dem Prolog-Kapitel in Peru gibt es viele (sehr viele) Hinweise, wie diese Kampagne mit Pulp Cthulhu zu leiten ist (und diese Hinweise beschränken sich bei weitem nicht darauf, einfach mehr Monster reinzupacken).

Die ganze Kampagne ist optisch extrem hochwertig aufpoliert (und, ich glaub kaum das zu sagen, aber: nach dem Wegfall der französischen Edition sind die Chaosium-Publikationen qualitativ und optisch an der Spitze der Wertigkeit, wenn es um Call of Cthulhu Produkte geht).

Nur mal als Ergänzung....

Gruß,
Kasi

P.S.: Meiner Meinung nach braucht man die Kampagne nur bedingt... Wer es gerne pulpig mag, sollte sie sich anschauen, aber: Wenn man diese Kampagne kauft, sollte man zur aktuellen 5. Edition greifen, da diese wirklich weit wertiger ist als die älteren Versionen.

Offline Gilgamesch

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #4 am: 31.12.2018 | 08:36 »
Wenn man die Kampagne leiten möchte, empfehle ich auf jeden Fall die aktuelle fünfte Auflage für die 7. Edition. Ja, sie ist aufgeblähter als die alten. Aber sie ist auch wesentlich besser. Die vierte Auflage war eine Katastrophe zu leiten, da sie unglaublich schlecht aufbereitet und voller Fehler war. Und wenn ich die Spieler schon mit Handouts und NSCs bombardiere, dann lieber mit den schöneren aus der aktuellen Auflage, als den furchtbar hässlichen aus den alten! ;)

Nachtrag: Es gibt in der fünften Auflage auch inhaltliche Veränderungen der Abenteuer, die sie meiner Meinung nach deutlich verbessern und aufwerten!

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #5 am: 31.12.2018 | 10:24 »
Absolut, Gilgamesch. Es steht ausser Frage, dass die neue Version gefälliger ist, als alle anderen Versionen zuvor.

Mit 'Blendwerk', wie Schubern, Hardcovern und bunten Bildchen fängt man Kunden ein. Das ist auch keine neue Masche. Das Konzept der Präsentation ist ein Marketing Trick und steigert so die Verkaufszahlen. Das Gehirn des potentiellen Käufers schaltet ab und man fängt an zu sabbern. Da nehme ich mich nicht aus.

Masks hat jedoch zugelegt... ich nenne es jetzt mal eine kritische Masse erreicht.

Zusätzliches Gewicht durch drastisch mehr Seiten - ähnlich wie zuvor bei der Bloody Tongue Edition.
Dass das nicht sein muss, hat man an der 84er Masks gesehen; rank, schlank und spielbar.

Kampagnen stehen und fallen für mich schon mit der Vorbereitung. Viele hundert Seiten zu lesen und durchzuarbeiten kosten Aufwand und eine Menge Zeit. Oftmals ist der zusätzliche Text nur aufgeblasen und ohne Mehrwert. Dass das bei Chaosium nicht so war, hat mir immer gefallen. Es war... knackig. Nicht hübsch aber knackig. Zumeist wenigstens.


100€ für die Kampagne sind viel Geld, aber heutzutage auch beinahe schon Standart.
Die dt. Version wird vielleicht schon 1500 Seiten haben, verteilt auf 8 HC Bücher zum Einzelpreis von 30€ - 40€ pro Band + einen Karton, um alles zu verstauen. Nur so ein Gedanke. Sei es drum.

Wer auf grosse farbige Bildchen seht, wird bei Chaosium mittlerweile bestens bedient.
« Letzte Änderung: 31.12.2018 | 10:28 von Der Läuterer »
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Online Tegres

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #6 am: 31.12.2018 | 11:26 »
Die dt. Version wird vielleicht schon 1500 Seiten haben, verteilt auf 8 HC Bücher zum Einzelpreis von 30€ - 40€ pro Band + einen Karton, um alles zu verstauen. Nur so ein Gedanke. Sei es drum.
Das denke ich nicht, denn Heiko hat selbst im Cthulhu-Forum geschrieben, dass er Kampagnen nur noch in einem Buch rausbringen möchte. Er schrieb zum Beispiel, dass er "Die Bestie" heute in einem Buch herausbrächte.

Offline General Kong

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #7 am: 31.12.2018 | 12:15 »
"Secrets of Kenya" würde ich nicht als "Masken"-Inkarnation werten. Ich habe das Buch und es ist ein Quellenbuch zu (Überraschung!) Kenia in den 20er und 30er Jahren.

Es mag da Infos geben, die in der Kampagne günstig sein können, es sit aber mitnichten die Kampagen mit anderem Namen.

Dafür aber ein wirkliche gutes Quellenbuch, dass ich jedem ans Herz legen möchte.
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Offline kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #8 am: 31.12.2018 | 13:04 »
....
Mit 'Blendwerk', wie Schubern, Hardcovern und bunten Bildchen fängt man Kunden ein. Das ist auch keine neue Masche. Das Konzept der Präsentation ist ein Marketing Trick und steigert so die Verkaufszahlen. Das Gehirn des potentiellen Käufers schaltet ab und man fängt an zu sabbern. Da nehme ich mich nicht aus.

Masks hat jedoch zugelegt... ich nenne es jetzt mal eine kritische Masse erreicht.

Zusätzliches Gewicht durch drastisch mehr Seiten - ähnlich wie zuvor bei der Bloody Tongue Edition.
Dass das nicht sein muss, hat man an der 84er Masks gesehen; rank, schlank und spielbar.

Kampagnen stehen und fallen für mich schon mit der Vorbereitung. Viele hundert Seiten zu lesen und durchzuarbeiten kosten Aufwand und eine Menge Zeit. Oftmals ist der zusätzliche Text nur aufgeblasen und ohne Mehrwert. Dass das bei Chaosium nicht so war, hat mir immer gefallen. Es war... knackig. Nicht hübsch aber knackig. Zumeist wenigstens.

...

Leider ist das so nicht ganz richtig....

Eine gute Aufmachung ist kein Blendwerk sondern erhöht sowohl die Lesbarkeit als auch bei Rollenspielpublikationen die Vorbereitung. Es hat halt schon seinen Grund, warum Mediengestalter sich so viel Gedanken über Schriftart, Schriftfarbe und Hintergrundfarbe machen.
Bilder stellen Szenen bzw. Momente aus der Kampagne dar, durch die man sich die Situationen besser vorstellen kann. Und bei dieser Kampagne ist der zusätzliche Text bzw. die zusätzlichen Informationen durchaus mit viel Mehrwert verbunden. Z.B. befindet sich zu Beginn jedes Kapitels ein Schaubild, welches die Spuren verbildlicht, die zu diesem Kapitel führen bzw. die in andere Kapitel führen. Insofern haben die zusätzlichen Infos sehr viel Sinn.

Die Vorbereitung einer solchen Kampagne kann nur kapitelweise erfolgen und nicht an einem Stück...

Achso und noch ein Nachtrag: Die Bloody-Tongue-Edition ist doch meines Wissens nach überhaupt keine neue Version der Kampagne sondern reines Zusatzmaterial, welches noch nicht mal von Chaosium sondern von dem Yog-Sothoth-Verein rausgebracht wurde, oder irre ich mich da?

Ansonsten wünsche ich natürlich allen einen guten Rutsch!

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #9 am: 31.12.2018 | 13:08 »
Secrets of Kenya beinhaltet 4 Szenarien auf ca. 100 Seiten.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #10 am: 31.12.2018 | 13:27 »
Stimmt, und die sind richtig gut und binden sich prima in den Quellenteil ein - so wie es sein soll. Aber mit "Masks" hat "Secrets of Kenya" nicht viel zu tun. Beide funktionieren unabhängig voneinander, nur darum ging es mir.
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Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #11 am: 31.12.2018 | 14:29 »
Bedingt, kasi45. 1984 wurde eine Kampagne nur gemacht, um bespielt zu werden.
Heutzutage wird sie gemacht, um besonders gut in der Vitrine auszusehen.
Insbesondere für solche Veteranen wie mich, die gut Geld verdienen und sich mit einer Neuauflage die alten Zeiten zurückholen wollen, aber häufig weder die Zeit haben, das ganze vorzubereiten, noch Leute gleichen Alters finden, die sich dafür regelmässig Zeit nehmen; neben Beruf, Familie und diversen anderen Verpflichtungen und Hobbies.
Ich kann mir auch ein neues Bonanza Fahrrad in die Wohnung stellen, die Zeit, als ich 12 war, hole ich damit nicht zurück.
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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #12 am: 31.12.2018 | 15:25 »
Tut mir Leid, aber was genau du damit sagen willst, erschließt sich mir noch nicht so richtig.

Tatsache ist nunmal, dass die Kampagne jenseits von der guten Optik (die ja nun nicht nur dafür da ist, dass man sie in die Vitrine stellt sondern die einem auch das "Lesegefühl" erleichtert) eine Menge an Unterstützung zur Vorbereitung bietet. Dies war in den 80ern nicht so. Und wenn jetzt eine Neuauflage der Kampagne erscheinen würde, wie sie in den 80ern erschienen ist, wäre mit Sicherheit die Kritik sehr groß. Denn Rollenspiel hat sich nunmal weiterentwickelt (sowohl äußerlich als auch innerlich). Die Zeiten, wo man irgendwas den Kunden hingeworfen hat und gesagt hat: Musst sehen wie du damit klarkommst... diese Zeiten sind vorbei. Der Spielleiter wünscht sich Unterstützung. All das erkenne ich in der neuen Auflage von der Kampagne, insofern muss ich zurückwerfen: Wenn man Sachen so auflegt wie man es in den 80ern gemacht hat, werden Nostalgiker vllt sagen: "Achja das waren noch Zeiten" aber diese Zeiten sind trotzdem vorbei. Deshalb absolute Daumen nach oben von mir für diese wunderbare Neuauflage, die wirklich alles richtig macht, was man hier noch richtig machen kann.

Offline General Kong

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #13 am: 31.12.2018 | 15:37 »
Ich glaube, der Läuterer meint damit, dass solche Prachtkampagnen inzwischen in der Regel von leuten gekauft werden, die
1) die Kohle dafür erübrigen können
2) kaum noch die Zeit haben, das gute Stück zu bespielen, aber
3) das auch nicht so wichtig ist, da sie es eh eher kaufen um es zu haben, zu lesen und "Ach, wei schön ..." zu sagen.

Das nimmt der eigentlichen Qualität der Kampagne in der Neuauflage nichts. Aber die Zielgruppe sind nostalgische Sammler und Wenigspieler mit Geld und ohne Zeit und nicht so sehr Teens und Twens, die sich nach dem Kauf wochenlang von tagaltem Brot und Fertigpizza ernähren, aber dabei die Kampagen in 10-15 12-Stunden-Sitzungen durch zocken.
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Offline kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #14 am: 31.12.2018 | 16:12 »
Ich behaupte mal, dass die Mehrheit der Cthulhu-Spieler nicht in den Bereich der Teens fällt. Wenn dann eher Twens oder noch ältere Generationen. Ich glaube allerdings auch nicht, dass sich Personen älteren Semesters (abseits von Teens und Twens) und Personen mit Zeit, längere Kampagnen zu spielen, ausschließen. Diese Darstellung der Rollenspieler ist mir doch zu stark vereinfacht.

Offline General Kong

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #15 am: 31.12.2018 | 16:28 »
Also, ich spiele recht häufig mit meiner Stammgruppe - in der Regel jeden Sonntag, tatsächlich eher 2-3 im Monat (über das Jahr gerechnet). Unsere Sitzungen sind so 4, manchmal 5 Stunden lang.
Und ich bin ein alter Grorilla.

Aber wenn ich mich umhöre, dann ist das die Ausnahme. Die meisten sind froh, wenn sie es regelmäßig und de facto so alle 14 Tage oder einmal im Monat hinbekommen. Eine Starfinder-Runde, an der ich mich beteiligen wollte und habe, sollte einmal im Monat stattfinden und im Juli starten. Tatsächlicher Start war dann im August - und dann nie wieder, weil immer irgendwer aus welchen Gründen auch immer nicht konnte: krank, keine Zeit, was anderes.

Und nun schau dir an, wie lange man an solch einer Kampagne spielt, wenn wenn die einigermaßen regelmäßig bespielen und auch irgendwann einmal beenden will. Bei einmal im Monat zu 6 Stunden bist du bestimmt 2 Jahre am Ball, wenn du einrechnest, dass da nie etwas dazwischen kommt.
Und viele Gruppen halten so lange nicht.

Bin da wieder die Ausnahmen - meine Gruppe gibt es seit 1983 (PRAHL!) und in der jetzigen Zusammensetzung seit 2000 (letzter dauerhafter Spielerzugewinn, zwei gehören noch zur Anfangsbesetzung). Und selbst unter diesen guten Bedingungen brechen bei uns Kampagnen zusammen.
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Offline kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #16 am: 31.12.2018 | 17:20 »
Sorry aber überzeugt mich nicht... Ich kenne genug ältere, die eine feste Runde haben (und das mind. 2x im Monat) und auch genug jüngere, bei denen es immer wieder heißt: krank, keine Zeit, was anderes. Insofern stimmt es vllt. dass die Kampagne nicht für jederman ist aber aus Einzelfällen auf die Allgemeinheit zu schließen, ist für mich trotzdem immer noch zu einfach.

Trotzdem einen guten Rutsch!

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #17 am: 31.12.2018 | 18:21 »
Kasi45, ich habe mich sicher ungeschickt ausgedrückt.

Es geht mir nicht darum, den Xten Aufguss der Kampagne zu kritisieren. Oder darum, die neue Edition schlecht reden zu wollen. Ich würde mich i.d.T. als echten Fan der Kampagne outen.
Ich liebe Masks. Und in meinem Nerdtum besitze ich das gute Stück in 4-facher Form. Das 1989 Reprint, die dt. Box von 2001, das HC von 2010 und die Bloody Tongue HC Ed von 2017.

Überarbeiten heisst für mich aber auch immer anpassen, verändern, weglassen und verbessern.
Überarbeiten heisst nicht, dass man etwas ständig weiter auswalzt, immer mehr hinzu packt und somit alles unnötig verkompliziert. Und ganz sicher heisst es nicht, die anfänglich 150 Seiten auf 650 zu verfünffachen. So etwas nenne ich verschlimmbessern.

Ich könnte lang und breit dozieren was mich stört und was ich anders gemacht oder weggelassen hätte.

Aber mal ehrlich. Die 150 Seiten auf den neuesten Stand gebracht, geordnet mit Schaubildern und Flussdiagrammen versehen, dazu noch passende Fotos und Bilder (am liebsten in s/w), den Australien Teil wieder rausgeschmissen und ab geht die Luzie. Und das kriegt man auf unter 200 Seiten locker hin.

Aber das ist nur meine Meinung.
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Offline kasi45

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #18 am: 31.12.2018 | 19:05 »
Deine Meinung sei dir unbenommen, allerdings ist meine Meinung auch, dass die alte Kampagne aus den 80ern stark verbesserungswürdig ist. Und es ist nunmal nicht einfach nur mehr hinzugekommen sondern es wurde wirklich deutlich überarbeitet (das ist eine Tatsache und keine Meinung). Du kannst halt die Kampagne mit 150 Seiten nicht auf den neusten Stand bringen ohne die Seitenzahl deutlich zu vergrößern, weil es meiner Ansicht nach dann nur ein nostalgischer Aufguss der 80er wird. Es ist nunmal so, dass die 80er Jahre Produkte absolut nicht mehr zeitgemäß sind und der durchschnittliche Spielleiter heute mehr Hilfen zur Vorbereitung und zum Leiten erwartet als damals in den 80ern (wo alles noch relativ neu war). Und diesen Anspruch bekommt man auf 150 Seiten (nicht bei der Thematik) einfach nicht hin.

Als ich in den 90ern mal die Kampagne mit einer frischen Gruppe geleitet habe, war direkt der erste Kritikpunkt, warum die Spieler bitteschön einen spontan eingeführten NSC (Jackson Elias) vertrauen sollten... Durch das Prolog-Kapitel wäre so ein Kritikpunkt schon ausgeräumt und siehe da: Durch eine Erweiterung hat sich die Kampagne verbessert (Nur mal als Beispiel).

Abschließend noch: ausgerechnet das Kapitel, welches meiner Meinung nach total unverbraucht ist (Australien) sollte man nicht wieder entfernen. New York, London, Ägypten... Tausendmal schon bereist, bespielt und wer weiß was.... Aber Australien bisher kaum....

Offline Rhylthar

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #19 am: 31.12.2018 | 19:09 »
Hab ja so keine Ahnung, aber ist...

Zitat
2001 dt. Box mit 3 Büchern und 368 Seiten

..."In Nyarlathoteps Schatten"?
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #20 am: 1.01.2019 | 10:24 »
..."In Nyarlathoteps Schatten"?
Exakt die ist gemeint.
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Offline Rhylthar

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #21 am: 1.01.2019 | 10:43 »
Exakt die ist gemeint.
Gut, die habe ich. Kann ich mir Geld sparen.  ;)
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #22 am: 1.01.2019 | 11:20 »
Du kannst halt die Kampagne mit 150 Seiten nicht auf den neusten Stand bringen ohne die Seitenzahl deutlich zu vergrößern, weil es meiner Ansicht nach dann nur ein nostalgischer Aufguss der 80er wird.
Man muss es nur wollen. Mit etwas gutem Willen geht so manches.

Aber zur Sache. Man kann eine Regel, die in den 80ern, mit einer Seite Erklärung nicht funktionierte, auch auf aktuell zwanzig Seiten erklären, nur um sich als Leser zu fragen 'Wie war das doch gleich im Mittelteil?'

Ausserdem stellt man als Leser beider Versionen fest, dass jetzt zwar alles anders, aber keineswegs besser geworden ist. Wenn z.B. immer der Langsamste der Chars gefressen wird, dann kann ich das auch in einem Satz erklären.

Aus lang macht kurz, deshalb sage ich es jetzt auf Elbisch. Da sehe ich keinen Sindarin.
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Offline Coltrane

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #23 am: 1.01.2019 | 11:37 »
Gut, die habe ich. Kann ich mir Geld sparen.  ;)
Dann pass mal gut drauf auf. Ich hab nachgeschaut, was die so kostet. Sie ist ziemlich RAR. Preise variieren so zwischen 250 und 800 Euro.  ~;D Die Menschen sind bekloppt.

Offline Der Läuterer

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Re: Masks of Nyarlathotep 7e
« Antwort #24 am: 1.01.2019 | 11:59 »
Dann pass mal gut drauf auf. Ich hab nachgeschaut, was die so kostet. Sie ist ziemlich RAR. Preise variieren so zwischen 250 und 800 Euro. Die Menschen sind bekloppt.
Verlangen kann man viel. Für den Preis wird sicher kaum jemand niemand zuschlagen.
Ich persönlich halte Preise zw. 80€ - 110€ für realistisch.
Und wenn die neue deutsche Version 2020? erscheint, werden die Preise sicher sinken.
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