Autor Thema: Abenteuer mit Rückblenden (?)  (Gelesen 239 mal)

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Offline Niniane [n/a]

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Abenteuer mit Rückblenden (?)
« am: 10.10.2019 | 16:11 »
Mir schwebt ein ganz bestimmter Plot vor (für Masks, also Superheldensetting mit Teenies als Helden, es ist bekannt, dass es Superhelden gibt), aber ich weiß nicht, ob das so funktionieren kann, wie ich mir das vorstelle.

Timberwere, da du eine potentielle Mitspielerin bist: Bitte nicht mitlesen! :)


Grundidee ist, dass es in der Superheldenstadt Wahlen gibt zum Bürgermeister/Stadrat. Die Kandidaten sind natürlich unterschiedlich beliebt, mir schwebt auch ein Superhelden-hassender Kandidat vor. Während einer Wahlveranstaltung/bei der Einführung gibt es dann eine Explosion und die Helden werden voneinander getrennt.

Das ist der Ausgangspunkt, jetzt muss natürlich geklärt werden: Wie kamen die Helden hierhin und wer ist verantwortlich? Macht es Sinn, Szenen zu spielen oder zu erzählen, die zu dem Ausgangsereignis geführt haben oder kann ich von dem Ereignis aus das Feld bequem von hinten aufrollen? (Und habe ich vielleicht sogar einen Denkfehler in meiner Planung...?)
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Offline Iona

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Re: Abenteuer mit Rückblenden (?)
« Antwort #1 am: 10.10.2019 | 16:28 »
Eine Technik, die ich mal in einem Abenteuer erlebt habe und sehr cool fand:

Bereite kurze Rollen von Beobachtern/Beteiligten der Szenen und lass sie nachspielen.
So erfahren die Spieler, was in der Vergangenheit passiert ist. Selbst wenn einer davon seinen SC dabei spielt, dürfte das funktionieren.
Und macht vielleicht auch noch mehr Spaß als eine rein erzählte Geschichte.
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Online Seraph

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Re: Abenteuer mit Rückblenden (?)
« Antwort #2 am: 23.10.2019 | 12:54 »
Im eingeschränkten Maße kann das durchaus funktionieren. Die Frage ist eben nur immer: steht der Ausgang einer Situation bereits fest und die Spieler können nur das "Wie" und ein paar Details bestimmen oder lässt du ihnen (rollenspieltypisch) freie Hand, was passiert. Das bringt dich natürlich nach einer Rückblende in Erklärungsnot. Hierfür könnte man ja evtl. eine Liste mit Erklärungen anlegen, wieso die Gegenwart doch so und so ist, obwohl die Spieler in der Rückblende anders gehandelt haben. Letztendlich bist du dann aber wieder beim Railroading.

Als Anschauungsmaterial empfehle ich das Cthulhu-Abenteuer "Das verlorene Gestern".
Es setzt bei etwa 3/4 der Zeitlinie des Abenteuers ein - die SC wachen in einem Sanatorium auf und müssen klären, warum sie hier sind (Amnesie + gelegentliche Trigger-Flashbacks). Die ersten 3/4 werden dann quasi "von hinten aufgerollt" und das letzte 1/4 stellt das Finale dar, nachdem die SC wieder ihr volles Gedächtnis erlangt haben.
I had a dream, which was not all a dream.
The bright sun was extinguish'd, and the stars
Did wander darkling in the eternal space,
Rayless, and pathless, and the icy earth
Swung blind and blackening in the moonless air;
Morn came and went--and came, and brought no day,
And men forgot their passions in the dread

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Re: Abenteuer mit Rückblenden (?)
« Antwort #3 am: 23.10.2019 | 13:00 »
Macht es Sinn, Szenen zu spielen oder zu erzählen, die zu dem Ausgangsereignis geführt haben oder kann ich von dem Ereignis aus das Feld bequem von hinten aufrollen? (Und habe ich vielleicht sogar einen Denkfehler in meiner Planung...?)

Die Idee ist gut und die beste Lösung ganz einfach: Frag deine Mitspieler und baue auf den Antworten auf.

Also ich hatte für meine letzte Kampagne als Einstiegszene eine Anleihe an jene Young-Justice-Folge, wo das Team die Roboterteile transportiert. Ich habe also erklärt: "Ihr fahrt mit einem Lastwagen und geheimer Ladung auf einer Überlandstraße. Um euch herum Kornfelder. Wer hat euch den Auftrag gegeben, die Ladung zu transportieren?" Usw. Der Rest ist Geschichte.

Offline CK

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Re: Abenteuer mit Rückblenden (?)
« Antwort #4 am: 23.10.2019 | 13:05 »
Ich mach das ziemlich oft eigentlich und bin da noch nie in problematische Situationen gekommen. Klar - wenn man Spieler hat, die "nicht mitspielen", könnten sie sowas natürlich klar sabotieren, ein raumzeitkontinuumschädliches Massaker anrichten etc., aber in der Regel ist das - gerade bei kleinen Rückblenden, die nur einen bekannten Fakt besser beleuchten sollen - kein großes Ding.
Der atmosphärische Gewinn ist hingegen enorm.