Autor Thema: [Serie] Rick & Morty  (Gelesen 4092 mal)

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Offline Alexandro

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[Serie] Rick & Morty
« am: 6.12.2019 | 14:05 »
Zitat
Rick and Morty kommt mir nicht besonders gewalttätig vor ^^;

Ich habe nur ein paar Folgen gesehen (der Humor war mir dann doch zu infantil), aber da wurden Körperteile abgerissen, Köpfe explodiert und auch psychische Gewalt ausgeübt. Würde es sogar als noch gewalttätiger als HQ einordnen, aber evtll. waren diese Folgen nicht repräsentativ für die Serie.
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Ich habe nur ein paar Folgen gesehen (der Humor war mir dann doch zu infantil), aber da wurden Körperteile abgerissen, Köpfe explodiert und auch psychische Gewalt ausgeübt. Würde es sogar als noch gewalttätiger als HQ einordnen, aber evtll. waren diese Folgen nicht repräsentativ für die Serie.
Rick & Morty hat für mich den überzeichneten Cartoon-Charakter.
Bei Harley Quinn wirkten die eingetretenen Knochen die sich aus dem Blut und Muskeln lösten irgendwie realistischer bzw. eindrucksvoller. Mehr wie die Szene bei "The Boyz".
Zumal es die konstanter gab. Bei Rick & Morty ist es eher "ab und an" mal der Fall das gesplattert wird.
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Offline Alexandro

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Die Zeichnungen mögen realistischer sein, aber die Darstellung ist bei HQ deutlich cartoonhafter.

Bei R&M habe ich dagegen gesehen, wie die beiden durch eine Explosion sterben, die Leichen danach noch minutenlang in einer Blutlache liegend gezeigt werden und am Ende von ihren Doppelgängern hinters Haus geschleift und im Garten vergraben werden. Das ist schon ziemlich weit weg von dem, was ich als "überzeichneten Cartoon-Charakter" verstehe.
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Online Sashael

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Würde es sogar als noch gewalttätiger als HQ einordnen, aber evtll. waren diese Folgen nicht repräsentativ für die Serie.
Doch doch, das waren sie. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Macher sich sagten "Ach, wir haben doch ein tatsächlich unendliches Multiversum, da sind milliarden Gefolterte, Tote und Verstümmelte im Gesamtkontext einfach total irrelevant. Ausser für die Betroffenen selbst, also lasst uns doch mal ein bißchen reinzoomen, das wird interessant."
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Doch doch, das waren sie. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Macher sich sagten "Ach, wir haben doch ein tatsächlich unendliches Multiversum, da sind milliarden Gefolterte, Tote und Verstümmelte im Gesamtkontext einfach total irrelevant. Ausser für die Betroffenen selbst, also lasst uns doch mal ein bißchen reinzoomen, das wird interessant."

Nein, ich glaube nicht, dass die Macher sich das sagen. Die Gewaltdarstellung in Rick & Morty ist, wie eigentlich alles in der Serie, cartoonisch überzeichnet, aber eigentlich hyperrealistisch gemeint. "R&M" ist eine zynische Serie, die, zumindest bei mir, immer wieder Momente erzeugt, bei denen ich mich frage "Wie abgef***t ist das jetzt?!?"

"Wir haben Milliarden Tote, so what?" ist die Sichtweise von Rick, aber nicht die Sichtweise der Serie. Ricks Verhalten übt nämlich immer mehr Druck auf die Familie aus, die irgendwann darunter zerbricht. Ja, Rick zerbricht ja selbst in schöner Regelmäßigkeit daran. Und selbst wenn sich seine Taten am Ende als die praktikabelste und logisch richtigste Lösung herausstellen, macht sie das nicht moralisch richtig. "Rick & Morty" zeigt eigentlich: Schaut Leute, auch schlaue Menschen können Arschlöcher sein. Auch die vermeintlich Erwachsenen haben keinen Schimmer, was sie da eigentlich tun.

Auch der "infantile Humor", den man letztlich nicht in Abrede stellen kann, ist eigentlich nur ein Symptom von Rick's Psyche, von diesem Typen, der nie für irgendwas Verantwortung übernehmen will und der sich niemals zugehörig fühlt. Morty hingegen übernimmt sehr oft Verantwortung für seine Mitmenschen und wächst daran, hat aber selber natürlich auch einen Hang zur Infantilität, weil er noch ein Teenager ist. Die Infantilität liegt also mehr als ein dünner Film über einer eigentlich existenzialistischen bis nihilistischen Serie.

Das muss nicht jedem gefallen und tut es sicher nicht, aber "Rick & Morty" ist, finde ich, nicht einfach "Family Guy" (ganz furchtbare Serie!) oder "American Dad", wo auf Teufel komm raus auf den Lacher optimiert wird. Ich glaube R&M nähert man sich wirklich am Besten, wenn man die mit dem Mindset guckt "Es ist eine Comedy-Serie, aber nicht alles, was hier passiert ist ein Gag." Und die Serie konstruiert das mit Absicht so, dass das manchmal schwer zu unterscheiden ist, einfach weil in realitas in unserer sozialmedialen Öffentlichkeit tatsächlich Humor und Ressentiment ineinander übergehen. R&Ms Herrangehensweise an das Animated-Comedy-Genre reflektiert das oder spult das zumindest ab.

Um zum eigentlichen Punkt zurückzukommen: Die Gewaltdarstellung von R&M zähle ich zum Heftigsten, was ich im Animationsbereich bisher gesehen habe. Aber nicht wegen der Darstellung der Gewalt, sondern des Kontextes, in dem die Gewalt stattfindet. Ich meine, in einer Folge setzt das Sicherheitssystem von Ricks Raumschiff den Befehl, Summer zu beschützen, mit einer solchen Skrupellosigkeit um, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. In der Folge, wo Rick sich in eine Gurke verwandelt, tötet er all diese Menschen im Grunde nur, damit er sich nicht mit seinen eigenen Fehlern auseinandersetzen muss – purer Egoismus führt zu entgrenzter Gewalt.

Deshalb ist selbst die casual violence in anderen Serien für mich nicht auf demselben Heftigkeitsniveau wie bei R&M. In R&M ist sie halt Ausdruck eines vollkommen gleichgültigen Universums. Und das kontrastiert eben ihre cartoonhafte Überzeichnung.
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Online Sashael

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Ich nehme mal an, dass wir das tatsächlich sehr ähnlich sehen.

Die KI, die Summers beschützt, ist ja nicht selbst skrupellos. Sie ist ein Beispiel, was passiert, wenn man jemandem mit reiner Logik einen Auftrag gibt, ohne ethische Parameter einzubauen. Die ersten "Angreifer" sind ja auch typische Belästiger, die man in unserer Welt im Dutzend billiger findet. Die kommen auch nur damit durch, weil sie in den allerseltensten Fällen Konsequenzen zu befürchten haben. Bei R&M eskaliert das Ganze total, weil die Leute der Dimension das total Scheiße finden, dass eine (einzelne) "schwache Person" über die Mittel verfügt, der gesamten Welt zu sagen "FUCK you and LEAVE me ALONE!"  Summers ist ja selbst vollkommen entsetzt, wie mächtig ihr Fahrzeug ist und wie konsequent es den Auftrag, sie zu beschützen durchsetzt. Was wäre ohne die KI passiert? Hätten die Typen sie vergewaltigt? Sie womöglich umgebracht, um ihr Verbrechen zu verschleiern? Oder wären sie nach wüsten Beschimpfungen einfach weitergegangen, um wieder der "liebende Familienvater" zu sein? Wäre hierzudimensional leider beides im Bereich des Möglichen. Die KI geht offensichtlich vom worst case aus und handelt entsprechend.

Ansonsten sieht man in meinen Augen in der Zitadelle der Ricks ziemlich deutlich, was passiert, wenn Ricks nicht zum zynischen Alkoholiker werden. Und die Zitadellenfolgen finde ich die mit Abstand grusligsten und düstersten der ganzen Serie.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob Rick z.B. wirklich die ultimative Entscheidungsfreiheit sucht und deshalb emotionale Bindungen meidet und sich aufführt wie das vorletzte Arschloch (die Letzten sitzen in der Zitadelle), oder ob er sich "nur" weigert, sich mit den Konsequenzen auch nur kleinerer Entscheidungen zu befassen, weil er Angst hat, was passiert, wenn er damit anfängt. Wenn man sich vor Augen führt, was er alles getan oder auch nur zugelassen hat, dürfte eine Aufarbeitung ohne sich in Zynismus zu flüchten ihn wahrscheinlich zerstören.
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Die KI ist eine KI so handelt sie auch. Rick hat auch viel ,,Gutes,, getan oder wie Vogelmensch es ausdrückte wir haben unzählige Gräueltaten im Nahmen der Freiheit begannen . Doch alles in allem ist Rick natürlich Total- Kaputt. Was die Zitadelle angeht so sind das zwar meine Absoluten Lieblingsfolgen aber ja sie setzen neue Maßstäbe des Wahnsinn der Grausamkeit und des Todes. Es ist wohl keine Gute Idee RuM Leute aus verschieden Universen am selben Ort zu stapeln .
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Die KI ist eine KI so handelt sie auch.
Nope.
Summers setzt ja immer neue "ethischen" Parameter und die KI handelt danach entsprechend. Dass sie am Anfang blind tötet und verstümmelt ist eine Folge der fehlenden Angaben zur Handlungsweise. Das einfach auf die Aussage "handelt halt wie eine KI" zu reduzieren ignoriert völlig die Verantwortung des Programmierers.
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Ja schon irgendwie. Aber es ist denke ich nicht so das Rick der Typ ist der an so was denkt. Wahrscheinlich hat er tatsächlich einfach keinen gedenkend daran ,,verschwendet ,,. Also dem Schiff werte ein zu programmieren. Moment das war doch die Folge mit dem Sklaven Planten in der Künstlichen Mini Dimension . Die er erschaffen hat um das Auto mit Strom für den Antrieb zu versorgen. Über diese vor der Gewalt wird hie offenbaren geschwiegen .
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Ich persönlich finde Family Guy wesentlich amüsanter als Rick & Morty.
Letzteres halte ich mehr für medium amüsante, nicht sehr tiefe, Popcorn Unterhaltung; welches die Herausforderung hat das es den Protagonisten trotz allem letztlich idolisiert. Etwas das Family Guy, auch angesichts des sehr erratischen Stil der Serie, nicht macht.
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sicher das du die beiden Serien nicht verwechselst ?
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Sehr sicher. Ich mag Family Guy recht gern.
Rick & Morty pendelt für mich da deutlich irgendwo drunter, so vom Humor und Anspruch her.
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Äh das ist die Größte weiß nicht mal wie ich das nenne soll ...Ketzerei ? die ich im Bezug auf diese Art von Serien je gehört habe. Family Guy hatte Gute Zeiten  in den es zb Schwarzen Humor und Satire auf die Gesellschaft zu bieten hatte. Und witzig war. Das sind aber ausnahm. Es ist Geistlos und Seelenlos.   RuM ist hingegen immer so Gut wie FG zu seinen Besten Zeiten . 
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Ich sehe Rick and Morty nicht als sehr geistvoll.
Die Moral wird einem fast so dick reingedrückt wie bei einem HeMan Cartoon und es führt dazu das viele Leute Rick vergöttern.
Letzteres weil die Serie es nicht hinkriegt der Idee der Macher zu folgen das Rick kein erstrebenswerter Charakter ist (The Problem with Rick and Morty | Renegade Cut).
(Wobei die letzte oder vorletzte Folge mit der Toilette dahingehend ein paar Fortschritte zu machen)

Family Guy verkneift sich soweit direkte politische Aussagen respektive schleudert schneller von links nach rechts als Southpark mit der Klimamörderbär-Entschuldigungsfolge.
Stattdessen ist der Humor bei Family Guy recht konsequent darauf konzentriert einfach zu zeigen was die Macher gerade lustig finden und dann weg zu springen.
Wobei keiner von der Cast als besonders sympathisch weg kommt. Das heißt, danach hat man keine Deppen Horde die Fastfood Läden stürmt weil sie Peter, Lois, Brian, Meg, oder irgendeinen Charakter sympathisch finden.
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Du findest die Moral dick aufgetragen ? Und Natürlich ist Rick nicht erstrebenswert. Er ist der Klügste man im Multiversum und ein ehemaliger Held im Kampf für die Freiheit der Totall kaputt ist und zur Größten Gefahr für die Normalen Leute wurde die er in seiner Jugend verteidigt hat. Verrückt und versoffen .
« Letzte Änderung: 7.12.2019 | 17:14 von Supersöldner »
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Offline Alexandro

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Family Guy war mal gut, bevor sie sich ausschließlich auf Peter eingeschossen haben. Der ist einfach eine beschissene Figur, ohne Bindungen oder Ziele - und damit für mich komplett uninteressant. Ich schaue gerade The Orville und das erinnert mich daran, wie gut Seth McFarlane sein kann, wenn er mit richtigen Figuren (Stewie, Brian, Meg...) arbeitet.

Bei Rick & Morty war die Serie dagegen schon vom Anfang an kaputt: Morty kann noch so sehr wachsen und Verantwortung übernehmen, das nützt alles nichts, wenn die Macher am Ende doch wieder Ricks infantilen Nihilismus (eigentlich eine Dopplung, denn Nihilismus ist per definitionem infantil) als die korrekte Antwort framen.
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Ja, die Moral der Folge bzw. das Thema finde ich ziemlich fett und aufdringlich aufgetragen.
Die einzige andere Serie auf dem Level der "Nicht Subtilität" ist für mich Supergirl.

Wegen Family Guy, ich habe es später angefangen, kann aber keine besondere Konzentration finden.
Wobei sich die Charaktere auch soweit konsequent nicht entwickeln sondern als Hintergrund für die jeweiligen Scherze herhalten.

Orville wiederum mag ich wegen der Geschichten, nicht so sehr wegen des Humors, der für mich da eher nicht zündet.
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Online Jiba

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Bei Rick & Morty war die Serie dagegen schon vom Anfang an kaputt: Morty kann noch so sehr wachsen und Verantwortung übernehmen, das nützt alles nichts, wenn die Macher am Ende doch wieder Ricks infantilen Nihilismus (eigentlich eine Dopplung, denn Nihilismus ist per definitionem infantil) als die korrekte Antwort framen.

Dem kann man auch andere Stimmen entgegensetzen...

Aber was bringt dich dazu, zu denken, dass es die "korrekte Antwort" ist? Weil Rick den Scheiß überlebt, den er selbst anrichtet? Weil es Idioten im Internet gibt, die Arschigkeit mit Intelligenz verwechseln?

Ich meine, wir dürfen uns keine Illusionen darüber machen, dass Teile der R&M-Fanbase einfach toxisch sind (und Kommentare, die Kritik an R&M von vornherein pauschal als "Ketzerei" verdammen auch nicht hilfreich sind). Aber das geschieht nun einmal, wenn eine Serie eben keine moralische Richtung vorgibt. Ich sehe nicht, wo bei R&M fingerdick die Moral aufgetragen würde. So ziemlich alle Figuren sind auf die ein oder andere Weise moralische Heuchler, selbst Morty stolpert da ab und an rein.

R&M bricht eben radikal mit der ungeschriebenen Regel der Unterhaltungsmedien: "Und am Ende gewinnt das Gute" (das ist es ja, was der Rezensent aus Renegade Cut wohl gerne von der Serie hätte). So läuft aber dummerweise die Welt nicht. Ich meine, schaut euch doch nur einmal um. "R&M" ist gerade deshalb eine so gute Serie, weil sie eben aufzeigt, dass die Arschlöcher irgendwie doch immer gewinnen. Dass Intelligenz nicht unbedingt mit Vernunft oder Menschlichkeit einhergehen muss. Das lässt sich auf allen politischen Schlachtfeldern der Welt beobachten.

Rick reiht sich damit in eine Riege von Protagonisten ein, die egoistische Arschlöcher sind und damit ebenfalls durchkommen: Walter White, Toni Soprano, Rick Grimes, Frank Underwood, der halbe Cast von Game of Thrones. Gut, die Serie dreht diesen Typus dann eine Lautstärke höher, aber letztlich werden die vorherigen Figuren von der Popkultur genauso verehrt wie Rick es wird.

Ich habe den Hype um so einen Pisser wie Walter White auch nicht verstanden und finde er ist viel zu glimpflich aus der Nummer rausgekommen. Und auch Rick Sanchez gilt meine Sympathie nicht. Das ist aber eben das Los solcher Serien: Dass sie Leute anzieht, die eben nicht in der Lage sind, zwischen der Moral des Protagonisten und der Moral der Serie zu entscheiden. Sie entschuldigen Rick genauso wie z.B. Beth Rick ständig entschuldigt. Und das ist das, was in R&M eben passiert. Rick gewinnt deshalb, weil seine Familie ihn gewinnen lässt. Die Arschlöcher regieren deshalb die Welt, weil wir sie gewinnen lassen. Weil wir denken: Naja, ist halt schon schlau und gewieft und technologisch fortschrittlich, was die tun, also kann's ja moralisch gar nicht so schlecht sein.

Dass ein Teil der Community von R&M toxisch ist, ist dem geschuldet, dass R&M mit uns eben auch dieses Experiment macht. Dass die Serie uns eben genau diese Frage stellt. Wie man Rick & Morty versteht, sagt eben eine Menge über uns als Menschen aus. Wenn wir Rick unreflektiert verehren, dann sind wir eben genau die Beths und Jerrys, über die wir uns in der Serie gerne so lustig machen. Es gibt bei R&M keine klare Moral: Sie lässt uns damit allein. Sie präsentiert uns das Outcome und den Fallout. Und sich hat Morty, der immer wieder deutlich macht: Hey, nur weil etwas funktioniert, muss es noch lange nicht moralisch richtig sein.

Und es gibt eine ganze Menge Folgen, in denen Rick moralisch verliert und die entblößen, was wirklich in ihm vorgeht und was er sich nicht eingestehen will und wieviel Schwäche und Unsicherheit in ihm steckt:
- Die Folge, in der Birdperson uns erklärt, was Rick's Signature-Spruch in seiner Sprache bedeutet
- Die Folge, in der Rick ein Hive-Mind datet, und ihn das verlässt
- Die Folge, in der sich seine Familie von ihm abwendet, auf diesem Zwergplaneten
- Die Folge, in der er sich in eine Gurke verwandelt, um der Familientherapie zu entgehen
Diese Folgen zeigen ein differenziertes Bild von Rick. Man kann jetzt argumentieren, dass die irgendwie keine Rolle spielen oder ihr Ziel verfehlen, aber sie sind da.

Aber so ist es ja mit allen Medienprodukten: Man darf die Reflexionsebene nicht ausklammern. Die Frage: Verherrlicht ein Medienprodukt einen Umstand oder stellt sie ihn nur dar? Da kann man durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, das zeigt bereits die Killerspieldebatte (die vonseiten der Videospiel-Community IMHO genauso undifferenziert geführt wird, wie aufseiten der Gegner).

Klar, auch bei R&M ist noch Luft nach oben, aber sicher nicht beim Humor, der ist nämlich genau da, wo er sein muss: Borderline unangenehm. Nicht einer, wonach man ein gutes Gefühl hat oder irgendwie ein erleichterndes Lachen serviert bekommt.

Teylen hat es gut beschrieben: "Family Guy" springt dahin wo es die Macher grade lustig finden und dann wieder davon weg. Das ist für mich deutlich oberflächlicher, als R&M, die einen Haufen erzählerische Tropen nehmen, und stilistisch in ihr Gegenteil verkehren. R&M ist ambitioniert, ganz im Gegensatz zu "Family Guy", wo alle Figuren quasi die Jerkass-Versionen der "Simpsons" sind (ich meine, hat Lois überhaupt sowas wie eine Persönlichkeit?!? Marge hat eine! Aber gut, ich verehre die frühen Staffeln Simpsons auch mit einer gewissen Inbrunst als das beste Stück TV meiner gesamten Jugend). Ob R&M seiner Ambition auch gerecht wird, darüber können wir uns streiten. Aber nicht darüber, ob diese Ambition existiert.

Im Grunde ist das alles eine Frage der eigenen Rezeptionshaltung. Und ich würde eben sagen: "R&M" dürfen wir nicht als reine Comedy-Serie begreifen. Ein Freund von mir hat mir gestern noch erzählt, dass er es zum ersten Mal, die ersten zwei Staffeln der Serie geschaut hat und ziemlich überrascht war, wie bitter und finster Rick&Morty war und ihm oft genug das Lachen im Halse stecken geblieben ist. Er schaut sie sich genau deswegen weiter an. 

Ich behaupte, genau das will R&M. Ob die Serie das bei einem auslöst, das darf jeder für sich selbst bewerten. Aber bei R&M ist der Humor nicht der eigentliche Faktor, der die Serie (in my book) so außergewöhnlich gut macht.
« Letzte Änderung: 8.12.2019 | 09:11 von Jiba »
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Natürlich gibt es eine Moral aber ich sehe sie mehr in dem Bereich das man darüber Nachdenken muss um sie zu verstehen oder sogar zu finden. Den Supergirl vergleiche finde ich tatsächlich noch weiter hergeholt als den Family Guy Vergleich. Nehmen wir die Zitadellen folgen so viel Gut gemachte Schwarzhumor  Kritik an ,Politik,Wirtschaft,Medien  und Gesellschaft  kriegt man heute zu Tage bei andern solcher Serien in einer Staffel was die Menge angeht und nie was die Qualität angeht. Was die Rick verehren angeht so sollten Leute die das tun das D und D Rick und M Comic Lesen das es auf den Punkt bringt sogar Wörtlich. Rick ist nicht Cool er kann nur Coole Sachen was das Normaleiweiße überdeckt.  Oder nehme wir die Scheinbar vollkommen sinnlose Folge wo Rick einem Killer Waffen verkaufe damit er mit dem Geld in eine Spielhalle gehen kann. Und Morty will den Killer aufhalten was zu einer Jagd über mehrere Sonnensysteme Führt. Scheinbar sinnloses Chaos. Doch eine so Gute Kritik an der Westlichen Welt die Krieg ,Völkermord und Terror erst Möglich macht in dem sie die Waffen Liefert und das Geld dann für Spaß und Schoppen ausgibt habe ich noch nie gesehen.(Verhalten von Rick ) Grade in dem Mangel an Supergirl Keule. Morty Tötet wiederum durchs eine Endscheidung  Dutzende Leute die er gar nicht kennt um eine Person zu retten die er gar nicht kennt und die er am ende Töten muss weil es sonnst zum Völkermord gekommen wehre. Hätte er sich nicht eingemischt hätte es weniger als 10 Prozent tote gegeben wahrscheinlich sogar nur den Typ den er später selber Töten musste. Hier sehen wir die Gefahren des Gutmenschen Tumdas zwar Gut Klingt aber in Realen leben zwangsläufig scheitern muss  zum Preis des Lebens der Unschuldigen. Was Supergirl angeht es Gibt eine Folge in der Morty Superhelden Anbetet was Rick dazu treibt mit den Mächtigsten Superhelden und Superschurken der Galaxie ab zu Rechnen. Nicht nur in dem er sie Bricht und Tötet sondern vor allem in dem er zeigt wer sie wirklich sind. Nämlich nicht besser als er. Eine Klare Abrechnung mit solchen Serien. Windrum so Chaos und verrückt mäßig das man es nur Kapiert wen man nachdenkt.
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Ich habe den Hype um so einen Pisser wie Walter White auch nicht verstanden und finde er ist viel zu glimpflich aus der Nummer rausgekommen. Und auch Rick Sanchez gilt meine Sympathie nicht. Das ist aber eben das Los solcher Serien: Dass sie Leute anzieht, die eben nicht in der Lage sind, zwischen der Moral des Protagonisten und der Moral der Serie zu entscheiden. Sie entschuldigen Rick genauso wie z.B. Beth Rick ständig entschuldigt. Und das ist das, was in R&M eben passiert. Rick gewinnt deshalb, weil seine Familie ihn gewinnen lässt. Die Arschlöcher regieren deshalb die Welt, weil wir sie gewinnen lassen. Weil wir denken: Naja, ist halt schon schlau und gewieft und technologisch fortschrittlich, was die tun, also kann's ja moralisch gar nicht so schlecht sein.
Walter White hat denke ich den Vorteil, das er das kaputte US-Sozial- und Gesundheitsystem kritisiert. Rick legt sich wenn ich mich recht erinnere auch gerne mal mit Figuren an die der Durchschnittsgucker auch gerne mal zum Mond schießen würde.
"Haben Sie Bücher zu Pawlows Hunden und Schrödingers Katze?"
"Da klingelt was bei mir, aber ich kann nicht sagen ob sie da sind oder nicht"

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Aber bei R&M ist der Humor nicht der eigentliche Faktor, der die Serie (in my book) so außergewöhnlich gut macht.
Jup.
Die besten Folgen von R&M sind imo größtenteils auch überhaupt nicht zum Lachen.

Aber mal ne Frage zum Ende von Staffel 3:
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Offline Teylen

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Aber was bringt dich dazu, zu denken, dass es die "korrekte Antwort" ist? Weil Rick den Scheiß überlebt, den er selbst anrichtet? Weil es Idioten im Internet gibt, die Arschigkeit mit Intelligenz verwechseln?
Weil Rick bei dem Scheiß den er mit einer Scheißhaltung anrichtet nicht nur überlebt sondern im Rahmen der Story sowohl als Intelligent als auch "im Recht" gezeigt wird.
Das heißt, während sich bei Serien wie Breaking Bad noch stärker im Text der Serie der Hinweis findet das Walter White ein Arschloch mit Größenwahn ist, fehlt das bei Rick und Morty fast komplett. Bei den wenigen Folgen die es ansprechen und wo Rick einmal keinen Erfolg mit seiner rücksichtslosen Ego-Tour hat, bleibt oftmals ein "Höhöhöööö, Pickle Rick ist der voll krasse Rambo" übrig.

Was meines Erachtens von Renegade Cut sehr gut aufgezeigt wird.
Was für mich ähnlich Augen öffnend war, wie Jack Saint's Erklärung weshalb Leute Skylar White hassen.
Etwas das ich, ganz ehrlich, davor nicht einmal Ansatzweise verstand:
Why Do You Hate Skyler White? | Jack Saint

Zitat
Aber das geschieht nun einmal, wenn eine Serie eben keine moralische Richtung vorgibt. Ich sehe nicht, wo bei R&M fingerdick die Moral aufgetragen würde. So ziemlich alle Figuren sind auf die ein oder andere Weise moralische Heuchler, selbst Morty stolpert da ab und an rein.

Nur weil die Serien Charaktere keine moralische Richtung vorgeben, heißt das nicht das es keine gibt zum dick auftragen.
Das heißt, Themen wie die Ausnutzung der Armen mit dem Themenpark im Bauch eines Penner waren meines Erachtens jetzt nicht dezent in den Raum gestellt.
Respektive zieht meines Erachtens Rick & Morty jeweils ein Thema so willkürlich abwechselnd von Folge zu Folge in den Vordergrund wie die Frotzeleien bei Famliy Guy wechseln.

Zitat
R&M bricht eben radikal mit der ungeschriebenen Regel der Unterhaltungsmedien: "Und am Ende gewinnt das Gute" (das ist es ja, was der Rezensent aus Renegade Cut wohl gerne von der Serie hätte).
Was Renegade Cut gerne von der Serie hätte, oder vielleicht auch nicht, immerhin mag er sie, wäre das die Serie öfter (und deutlicher) mal zeigt das Rick nicht das eiskalte Logikgenie ist was immer richtig liegt und kein "Arschloch, hat aber recht" vermittelt wird. Was nun imho mit der Klo-Folge sogar mal gelungen ist. Imho zum ersten mal.
Zumal Renegade Cut durchaus aufzeigt wo die Darstellung von bspw. Walter White abweicht. Der in der einen Szene sagt "I am the man who knocks" und in der nächsten aber zusammen getreten wird. (Wobei es da ein Amalgam aus Renegades und Jacks Video sein kann XD) Nun und Breaking Bad hat auch das Problem, dass es damit endet das Walter seine Familie das Geld gibt und dann eine Runde Nazis niedermäht um Jessy zu retten bevor er selbst abtritt.

Zitat
Teylen hat es gut beschrieben: "Family Guy" springt dahin wo es die Macher grade lustig finden und dann wieder davon weg. Das ist für mich deutlich oberflächlicher, als R&M, die einen Haufen erzählerische Tropen nehmen, und stilistisch in ihr Gegenteil verkehren. R&M ist ambitioniert
Ich halte Family Guy vom Konzept her für eine Art Standup-Comedy mit der Behauptung pro Folge eine Geschichte zu haben.
In dem Rahmen ist es meines Erachtens sinnig das die Figuren eine einfache Persönlichkeit haben und diese resettet wird.
Im Grunde gibt es aber daher auch eher weniger Gemeinsamkeiten mit Rick & Morty und nur konzeptionelle mit den Simpsons. Welche beide Charaktere haben die sich entwickeln können. Etwas das bei Family Guy jenseits von Mini-Arks absolut unmöglich ist, und mitunter selbst in einer Folge nicht auf recht erhalten wird.

Die einzige größere parallele, außer das ich Family Guy lustiger und besser finde, ist das wäre Family Guy mehr wie Rick und Morty, einer oder zwei der Charaktere bei Family Guy als "im Recht" gezeigt wird, jenseits von einer handvoll Folgen. Was Family Guy wiederum nicht bekommen würde. Selbst wenn es ein Charakter trifft den ich eher mag (Brian und Meg). Nun, und ich würde durchaus behaupten das Lois eine Persönlichkeit hat. Eher eine neurotische und nicht sehr tief ausgearbeitete, aber es ist imho eine da.
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Aber mal ne Frage zum Ende von Staffel 3:
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Mein Biete-Thread

Online Sashael

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Weil Rick bei dem Scheiß den er mit einer Scheißhaltung anrichtet nicht nur überlebt sondern im Rahmen der Story sowohl als Intelligent als auch "im Recht" gezeigt wird.
Sehe ich zumindest gar nicht so.

Er überlebt. Das Universum ist Scheiße. Das sind so die Aussagen, auf die das immer hinausläuft. Da Überleben oft in R&M das Beste ist, was die Protagonisten noch bekommen können, kann man das vielleicht als "er hat Recht" interpretieren. Allerdings ist Rick eine verdammt einsame Person, deren Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten auch immer wieder thematisiert werden.

Es ist zumindest mir klar, dass er ein weitaus friedlicheres und unkomplizierteres Leben führen könnte, wenn er sich einfach mal in manchen Dingen anpassen oder unterordnen könnte. Stattdessen geht er ausschließlich auf Konfrontation und bringt sich und seine Familie immer wieder in Gefahr. Eine Idolisierung kann ich da nicht erkennen. So wie Rick seine eigene Familie kaputt macht, wird er für mich doch recht eindeutig als echter Antiheld dargestellt.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


Leitet Itras By mit Battlemap. ;D

Offline Supersöldner

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Wie schon gesagt Rick ist als Person nicht Cool er kann nur Coole Sachen und das überdeckt es für viele zunächst. Und Natürlich Übertreibt er es oft. Bis fast immer. manchmal werden die Ricktigen Leute zum ziel (der Teufel,Die Föderation ) Machtmal dreht er totall durch was die Ziele angeht  und Manchmal geht er gegen Leute vor die Prügel verdienen (Superhelden ,Obama der Kindersoldaten im Weißen Haus hält) aber oft aus dummen oder Selbstsüchtigen gründen. Doch entscheidend dabei finde ich wir diskutieren hier über die Moral von Rick und Morty .Das Könnten wir bei FG Gar nicht weil die Serie keine hat. Was die Frage nach dem Klon angeht ich würde sagen.Ja. Aber die Antwort werden wir kaum vor ende Staffel 4 oder Staffel 5 Offiziell bekommen.  Ähnlich wie bei Präsident Morty. Oh es gibt auch Gute Rick s im Multiversum zb den Cop .Aber das zeigt nur noch mehr das C-137 Erde Dimension Rick  halt nicht bereit ist sich anders zu verhalten obwohl er es könnte. Aber nach und nach vor allem Staffel 3 ende und was man so von 4 hört beginnt seine Familie ihm ja auch Grenzen zu setzen.
Spielt doch mal die Bösen.