Autor Thema: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020  (Gelesen 849 mal)

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Offline Sashael

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Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« am: 18.01.2020 | 23:14 »
Um mal meine Runden eines Jahres aufzuzeichnen erstelle ich diesen Thread. Und bin gespannt, wie voll er am 31.12.2020 sein wird.

Heute ging es mit der ersten Runde des Jahres los.

Runde: Die Monsterjäger
System: D&D 5
Dabei gewesen als: Spieler

Dies war die Einführungsrunde für unsere neue lose Oneshot-Kampagne mit einem Monster of the Week Thema und wechselnden SL.
Zunächste haben wir die Charaktere vorgestellt.
Gronak, Goliath Fighter (Champion)
Si'Shin, Waldelf Waldläufer (Monsterjäger)
Gloria, Mensch Klerikerin (Talos, den wir allerdings als CN definiert haben, weil Naturgewalten ubMn nicht Böse sind)
Vorcryn, Hochelf Magier (Kriegsmagier)
River (Eigentlich: Bold Beast of the River Clan), Tabaxi Rogue (Ermittler)

Das Abenteuer war eine Suche nach vermissten Landvermessern, die auf der Suche nach einer verschollenen Zwergenmine in der größeren Umgebung von Niewinter waren.
Währenddessen hatten wir noch einen Kampf mit ein paar Worgen und Hobgoblins, die ein abgestürztes russisches Kampfflugzeug attackierten und von der überlebenden Copilotin mit dem Maschinengewehr dezimiert wurden. So richtig verstanden habe ich diese Zwischenszene nicht, da sie sonst auch nichts zum Abenteuer beitrug. Anyway, wir fanden natürlich die Mine, dort einen Steinriesen, der uns sehr ungeschickt hinterhältig überfallen wollte und dafür schlussendlich mit dem Leben bezahlte. Von dem Landvermesserteam waren leider nur noch die beiden Wachen am Leben. Allerdings bezahlten unsere Auftraggeber uns gutes Gold für den Standort der Mine und einige "Dokumente", die wir dort mitnahmen.

Als kleines Einführungsabenteuer und zum Kennenlernen der Charaktere genau richtig.
Interessanterweise hatten alle Charisma als Dumpstat benutzt. Also, Team Diplomatie sind wir definitiv nicht. ;D
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #1 am: 26.01.2020 | 08:59 »
Nummer Zwei.

Runde: Sharktank
System: City of Mist
Dabei gewesen als: MC (aka SL ;))

Diese Runde entstand aufgrund eines Mißverständnisses. ;D
Eine Freundin hatte mich gefragt, ob wir mal wieder was zusammen spielen wollen und sie hätte ein paar Interessierte an einem Spieleabend. Da wir mit einer anderen Freundin schon mal über City of Mist gesprochen hatten, dachte ich, dass sie die geplante Runde endlich mal starten wollte. Stimmte gar nicht. :D

City of Mist mit dem Startset kam auf den Tisch. Fünf Spieler waren dabei, keiner von denen hatte schon mal etwas wie Fate oder PbtA gespielt, immerhin vier hatten RP-Erfahrung mit den klassischen Systemen. Leider hatte ich in der Vorzeit sehr viel Streß um die Ohren und konnte mich nicht ordentlich auf die Runde vorbereiten, was bei einem Location+NSC-basierten Abenteuer doch  ziemlich suboptimal ist. Die Spieler hatten das System relativ schnell begriffen, aber es kamen immer wieder regeltechnische Detailfragen, welche Tags man für eine bestimmte Aktion benutzen kann. Ich selbst bin ebenfalls noch nicht so firm in CoM, daher zogen sich manche Szenen doch etwas hin.
Die anfängliche Ermittlungsarbeit leitete die Gruppe etwas in eine Sackgasse, da das Szenario doch vorsieht, dass man sich am Startpunkt mit ALLEN Locations und NSCs beschäftigt, um genügend relevante Informationen zu Situation zu bekommen. Da die Gruppe sich nach ein, zwei Infos sofort auf diese Fäden stürzte, entgingen ihnen einige Ermittlungsoptionen, was sich später darin äußerte, dass sie zu zögerlich bei der weiteren Ermittlung waren und "schlimme Dinge" passierten.
Die Zeit reichte dann auch nicht, um das Abenteuer zu beenden und die Spieler entschieden sich nach einer Diskussion, dass ich ihnen den Rest der Story erzählen soll. Ein neuer Termin würde wahrscheinlich länger auf sich warten lassen und sie waren recht realistisch in ihrer Einschätzung ihrer Fähigkeit, sich nach mehreren Wochen noch an die Geschehnisse des Abends zu erinnern. ;)

Alles in allem hatten sie viel Spaß, was ich gut finde. Ich habe meine schlechte Vorbereitung leider deutlich bemerkt und war mit dem Ergebnis der Runde etwas weniger zufrieden. Aber solange die Spieler sich freuen, irgendwann mal wieder einen Spieleabend mit mir zu machen, kann ich ja noch glücklich sein. ;D
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #2 am: 17.02.2020 | 15:56 »
Nummer Drei.

Runde: Ein Traum von Blut und Feuer
System: Tales of Entropy
Dabei gewesen als: Gemischt

Diese Runde war eine spontane Ausweichmöglichkeit, nachdem es mir gleich zwei Runden an einem Wochenende zerschossen hatte.

In elfischen Ruinen schläft seit tausend Jahren der Drache Eisenhorn, im Schlummer gehalten durch das magische Lied der letzten Elfe von Aanui, Eäruwil. Doch die Zeiten ändern sich und die Menschen haben ihren Weg in die Länder gefunden.
Fritz ist der Bastardsohn des alten Grafen von Waldburg, der von seinem Halbbruder Alfred, dem legitimen Erben, um die Grafenwürde gebracht wurde. Nun ist er mit seiner Gruppe von Abenteurern unterwegs, um der Legende über einen Elfenschatz auf den Ländereien seines Vaters nachzugehen.
Alfred, der sich bei seinen Jagden und Wanderungen durch die Wälder in die Elfe und ihr Lied verliebt hatte, schließt sich mit seinen Getreuen der Gruppe an, um zu verhindern, dass seiner heimlichen Liebe ein Leid geschieht.
Der Drache versucht sich immer wieder aus dem magischen Schlaf zu befreien und nutzt seine uralten Gaben, um die Menschen mit Träumen in die Elfenruinen zu locken, damit seine alte Widersacherin abgelenkt sei.
Die Gruppe um Fritz und Alfred lagert des abends im Wald und vernehmen die Sangesstimme der Elfe. Fritz will dem geheimnisvollen Gesang auf den Grund gehen, was Alfred verhindern möchte. Es kommt zu einer unschicklichen Rauferei, die beinahe in einen großen Kampf der Abenteurer und Grafenleute eskaliert, bis Fritz und Alfred sich darauf einigen, gemeinsam und ohne ihre Anhänger loszuziehen. Der ungeduldige und ungestüme Fritz wird schnell gelangweilt und Alfred findet schließlich die Elfe allein auf einem Felsen sitzend. Seine Versuche, sich ihr zu nähern und seine Liebe zu offenbaren, scheitern kläglich und seine menschliche gewalttätige Natur bricht sich ihre Bahn. Doch die Elfe kann entkommen und Alfred bleibt nur ein Stück Stoff, dass er bei der Verfolgungsjagd von ihrem Kleid abgerissen hat.
Währenddessen wird Fritz von Träumen über Schätze heimgesucht, die jedoch auch eine Scham vor der Grabräuberei bewirken. Als er erwacht, ist er hin- und hergerissen ob seiner Pläne. Die Elfe und der Drache haben ihre Macht genutzt, um sich in seinen Schlaf zu schleichen, doch keiner konnte sich ihm wie erhofft offenbaren.
Die Menschen erreichen schließlich die Ruinen und steigen hinab in die Katakomben der Grabkammern der Elfenkönige.
Eisenhorn nutzt die Gelegenheit und erreicht sein lang gehegtes Ziel, sich aus dem Griff des Zaubers der Elfe zu befreien, doch dabei zerstören seine schlaftrunkenen Zuckungen die Stützpfeiler seines Gefängnisses und er wird unter Schutt begraben. Nur ein kleines Hindernis für den nahezu unsterblichen Drachen.
Fritz findet die Kreatur als Erster und schlägt dem Drachen einen Deal vor: Wenn der Drache den Grafen Alfred tötet, wird er ihn mit seinen Getreuen befreien.
Als er die anderen Menschen in die Drachenkammer lockt, greift Alfred ihn mit dem Ruf "Verräter!" an. Doch im Duell muss sich der legitime Graf von Waldburg geschlagen geben und stirbt durch das Schwert seines Halbbruders.
Der Drache entkommt aus seiner mißlichen Lage und fliegt fort, um Tod und Angst in die Welt der Menschen zu bringen.

Tales of Entropy ist ein finnisches Indie-Rollenspiel mit wechselndem Spielleiter. Die Charaktere haben Beziehungen untereinander, die zu Konflikten führen. Zu jeder Szene wird die Rolle des Narrators gewechselt, der dann bestimmt, welche Charaktere in seiner Szene auftreten. Eine Regel dabei ist, dass der Charakter mit den bisher wenigsten Einsätzen zwingend in der Szene vorhanden sein muss. In der Szene sollte es dann idealerweise zu einem Konflikt kommen, in dem die Beteiligten ihre Ziele formulieren, entsprechend ihren Eigenschaften (ähnlich wie Aspekte in Fate) einen Würfelpool formen, der durch den Spieler, der die Grains (Storyaspekte) in der Szene beaufsichigt, noch erweitert werden kann. Dann würfeln beide Spieler ihre Pools, wonach jeder Spieler entscheiden kann, noch einmal zusätzliche Würfel in Höhe seines Shadow-Wertes zu werfen. Wer bis jetzt gewonnen hat, kann durch den Spieler, der den Nemesis-Bogen in dieser Szene beaufsichtigt, noch dazu gebracht werden, Erfolgswürfel in Höhe eines seiner Hindrances neu zu würfeln. Schließlich kann ein Spieler noch Flame ausgeben, um beliebig viele Würfel neu zu werfen. Der Sieger beschreibt den Ausgang der Szene, muss aber neue Hindrances auf sich nehmen, die der Höhe seines Erfolglevels (Seine Erfolge minus Gegnererfolge) entsprechen. Wer also richtig gut beim Duell abschneidet, kriegt dafür ordentlich eins reingewürgt. Sollte allerdings im Endergebnis noch eine bestimmte Anzahl an 1en liegen, die durch den Shadow-Wert des Charakters bestimmt wird, dann scheidet der Charakter aus dem Spiel aus.
Nach der Szene entscheiden die anderen Spieler für jeden Charakter, ob er für seine Aktionen in der Szene Flame und/oder Shadow bekommt.

Es handeltes sich bei der Session um ein Testspiel. Das Abenteuer hatte zwar theoretisch gute Ansatzpunkte, aber die Charaktere waren unzureichend verknüpft. Bis kurz vor dem Finale gab es trotz der Traumwandelfähigkeit der Elfe und des Drachen deutlich zwei Formationen, die wenig miteinander agierten (Drache+Elfe und Fritz+Alfred). Es war gelegentlich schwierig, sich einen Konflikt für eine Szene aus den Fingern zu saugen und ohne Konflikte geht das Spiel einfach nicht voran. Die Konfliktsaaten zwischen den Charakteren waren auch zu soft, es fehlte die Schärfe, sodass die Spieler auch mal Lust hatten, ihre dunklen Seiten auszuleben und dafür Shadow zu kassieren. Dann waren wir bei der abschließenden Wertung auch immer zu nett. Es gab zviel Flame und selbst bei der versuchten Überwältigung der Elfe kein Shadow. Leider wirkte sich das deutlich auf den Endkampf aus, da dieser meiner Vermutung nach doch sehr viel interessanter wird, wenn der Shadow-Wert 3 oder höher (noch besser 5+) beträgt, da dann die bei uns aufgetretene Taktik, einfach so lange Flame zu verbrennen, um Würfel neu zu werfen, um einiges gefährlicher gewesen wäre. Ab einem Shadow-Wert von 5 reicht nämlich eine einzige 1, um den Charakter aus dem Spiel zu nehmen.

Vielleicht war unsere Spielzeit von knapp 4 Stunden etwas zu kurz, vielleicht fehlten in den Grundlagen der Beziehungen die scharfen Geschütze. Die Runde hinterließ einen leicht fahlen Geschmack von "Da müsste doch deutlich mehr kommen". Bestimmt ein prinzipiell interessantes System, das Geschichtenerzählen wie in z.B. Fiasco einfach anders macht als in klassischen Systemen, aber imo benötigt man dafür doch die "richtigen" Leute und das "richtige" Setting, um dabei die volle Leistung von Tales of Entropy auszukosten.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #3 am: 18.03.2020 | 13:55 »
Nummer Vier

Runde: You´re going to school, Harry!
System: PbtA, Zauberschule
Dabei gewesen als: Spieler (als Auron Rockbottom)

Die Runde von 1of3 beim Blinddate auf dem Tanelorn-Treffen. Mit dabei waren noch Don Kamillo (als Rodrigo Feystalker) und der Chief Sgt. Bradley (als Ruby McPherson).

Eine großartige, spaßige und ziemlich alberne Runde. Dinge wie Schulleiter Rufus Fumblemore auf seiner schwebenden Gandalfiere, Erznemesis Archer Doomraven, die unterschiedlichen Absperrmaßnahmen vor tödlichen Bereichen der Schule (Kampfgolems vs. Samtkordel mit Hinweisschild), der nahezu unsichtbare Mitschüler Dave Noteworthy passten wie die Faust aufs Auge und brachten mir einen fantastischen Schultag an der Magierakademie.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #4 am: 18.03.2020 | 14:22 »
Du hast auf dem :T:reffen nur eine Runde gespielt? Aber ja, hat mir auch viel Spaß gemacht.

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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #5 am: 18.03.2020 | 14:38 »
Du hast auf dem :T:reffen nur eine Runde gespielt? Aber ja, hat mir auch viel Spaß gemacht.
Natürlich nicht!

Nummer 5! ;D

Runde: Cyberpunk R.E.D. - Never fade away
System: Cyberpunk Red
Dabei gewesen als: Spieler

Die zweite Runde auf dem Tanelorn-Treffen mit Brian, Blechpirat und Azzu.
Cyber-Opas in der Cyberpunk-Welt. Zurückgezogen leben wir in einem Sarghotel mit Blick auf Ground Zero der Bombe von Night City, als auf einmal unsere Vergangenheit vorbeikommt und unser Leben will.
Angedacht war die Runde eigentlich als dark, grim and gritty, aber bereits die erste Szene ging so over the top, dass die Story sich in ein episches und fulminantes Finale steigerte. Wenn auch mit leichten Hängern für meinen Charakter, der als Fahrer von hochgezüchteten Killerautos irgendwann dem Rest der Gruppe in einem Elektro-Ei hintersummen musste. Aber unser Ziel, auf der Todesliste von Arasaka von den mittleren Hundertern in die oberen zwei- bis einstelligen Ränge aufzusteigen, hat voll geklappt. Und für die Schlussszene, in der wir die letzten DNA-Proben vom alten Arasaka, die er für seine überlebenswichtigen Verjüngungskuren brauchte, in einer Bong auf der Bühne von einem live übertragenen Rockkonzert rauchten (Ja, genau SO! ;D), während sich die Gatlingguns einer Kriegsdrohne mit uns als Ziel warmliefen, gibt es tatsächlich nur einen Kommentar: NEVER FADE AWAY!

Eine sehr spaßige Runde mit tollen Mitspielern.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #6 am: 18.03.2020 | 15:01 »
Nummer 6

Runde: Die Höhlen der Zeit - Der Fall von Maraudon
System: Savage Worlds of Warcraft
Dabei gewesen als: Spieler

Die dritte und letzte Runde vom Tanelorn-Treffen mit Timberwere, Deagol, ByC und Christian.
Dieses Experiment mit einem Fluff- und einem Crunch-SL (Lord Verminaard und Chief Sgt. Bradley) war episch geplant und episch geleitet.
Mitglieder von Horde und Allianz mussten sich im Auftrag des Zirkels des Cenarius zusammenraufen, um ein Eingreifen des ewigen Drachenschwarms zu verhindern.
Die Runde lief wirklich grandios, die Charaktere waren sehr WoWig und das Abenteuer fühlte sich an wie eine echt WoW-Instanz in den Höhlen der Zeit. Absolut episch.

Es war ein echtes Rollenspielhighlight mit jeder Menge denkwürdiger Momente.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #7 am: 16.04.2020 | 23:14 »
Nummer 7

Runde: Nur ein kleines Ding ...
System: Genesys - Android
Dabei gewesen als: SL, online

Meine erste Onlinerunde seit Anno Zwieback v.u.Z. und über Discord. Reines Audio.
Der Würfelbot D1-C3 kann auch die Genesys/StarWars Würfel von FFG, was ich ziemlich gut fand, da er auch immer gleich das Endergebnis auswarf und das Verrechnen der Symbole am Spieltisch wegfiel.
Eine bunt gemischte Truppe an Freien Spezialisten will für einen Großrun gegen einen der Major Players eine Backdoor über ein wenig gesichertes System in einem Lagerhaus des Konzerns in den Aussenbezirken von New Angelos installieren. Den ältlichen Wachmann zu überlisten ist noch eine ganz einfache Aktion und auch die Installation scheint reibungslos zu klappen. Allerdings tauchen auf einmal Konzerntruppen auf und im Lagerhaus befindet sich nur eine einzige große Containerkiste mit einem Prototypen eines Kampfroboters. Das Ganze war also eine Falle, aus der die Jungs und Mädels nur knapp entkommen können.

Soweit, so kurz. Die Runde war zum einen für das Ausprobieren von Discord als Onlinerollenspielmodul gedacht und zum anderen als Vorstellungsrunde des Systems. Der Würfelbot hat großartig funktioniert, die Spieler haben gut gespielt und die Runde war zumindest für mich ein Erfolg. Von den Spielern hat sich auch keiner beschwert, also ... ;D
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #8 am: 16.04.2020 | 23:40 »
Nummer 8

Runde: Zurück zur Coriolisstation
System: Coriolis
Dabei gewesen als: SL, online

Meine Coriolisrunde auf Discord. Diesmal mit dem Sidekick-Würfelbot, der die Mechanik von YZ-System nutzbar machen kann. Auch wieder schön: Die Anzahl der Erfolge wird direkt ausgegeben.
Die Crew der Alhambra war gerade auf dem Weg von Kua zur Coriolisstation, als sie von einem Schiff des Syndikats angegriffen werden. Trotz fehlendem Sensorbediener schaffen sie es allerdings, das gegenerische Schiff soweit ausser Gefecht zu schießen, dass sie mit nur wenigen Schrammen davonkommen können.
Auf der Station selbst versuchen sie, ihre auf Kua gefundenen Artefakte zu verkaufen, was ihnen gelingt, allerdings haben sie das Gefühl, bei dem Geschäft übers Ohr gehauen worden zu sein (Anmerkung des SL: Aber SOWAS von! Die Ikonen waren nicht mit den Crewwürfeln!). Ihr Gönner Abdel Nassr, der für gewöhnlich immer ein offenes Ohr und einen Auftrag für sie hat, ist allerdings nicht erreichbar. Als sie in einem Kaffeehaus die vergangenen Begebenheiten Revue passieren lassen, bemerken sie allerdings Nassr, der sich offensichtlich ohne jeden Begleitschutz zu einem der öffentlichen Fahrstühle begibt. Sie beschließen, ihm zu folgen und können ihn sogar konfrontieren, müssen aber feststellen, dass er sie nicht erkennt und unbedingt in den Keller will. Als sie sein Büro anrufen, um seine Assistentin über sein merkwürdiges Verhalten zu informieren, erfahren sie zwar, dass man sich schon Sorgen machte und auch bereit ist, Wachleute zu schicken, die ihn wieder in die Sicherheit seiner Räume geleiten werden, aber sie müssen auch feststellen, dass sie sich wohl von dem Gespräch zu sehr haben ablenken lassen und dass Nassr die Gelegenheit nutzte, um mit einem der Fahrstühle nach unten zu verschwinden. (Anm.: Ich liebe ja Finsternispunkte.)
Es ist für sie nicht besonders schwer, seine Spur aufzunehmen, aber in den verwahrlosten Gängen des Kellers finden sie trotzdem zunächst nur eine Halbintelligenz mit wolfsähnlichen Zügen und einem schweren Kater. Man entscheidet sich, die Kreatur ihren Rausch ausschlafen zu lassen und findet dann schließlich Nassr in einem verlassenen Gemeinschaftsraum, wo er die schwarzsteinerne Statuette anbetet, die sie ihm vor einigen Tagen besorgt haben. Allerdings stellen sie fest, dass es sich wohl um eine weitere Version handeln muss, da diese Statuette eine andere Tanzhaltung zeigt als das Exemplar, das sie ihm besorgt haben.
Man schafft Nassr und die Statuette in seine Büroräume zurück, wie seine Assistentin Aisha schon auf sie wartet. Sie übergeben Nassr und Statuette und ziehen sich auf die Alhambra zurück.
Am nächsten Morgen begibt man sich wieder zu Aisha, die sich sehr besorgt über den Geisteszustand ihres Chefs zeigt und die Crew bittet, die Statuette einem Experten für Portalbauerartefakte vorzulegen. Dabei stellt die Crew fest, dass die Statuette ihre Tanzhaltung entgegen aller Logik leicht verändert hat.
Man beschließt, so schnell wie möglich den Experten aufzusuchen.

Nach einem ziemlich desaströsen Versuch, meine ander Runde (D&D5) für eine Onlinesession zu gewinnen, lief diese Runde einfach fantastisch. Die Spieler waren sehr aufmerksam und haben effizient gespielt. Kaum OT-Kommentare, sehr viel IC-Gespräche, fast besser als offline. Zwischendrin war ich zwar sehr unaufmerksam, da ich unter einem Konditionstief durch Schlafmangel litt, aber das scheint zu stark nicht aufgefallen zu sein. ;D
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #9 am: 17.04.2020 | 00:26 »
Nummer 9

Runde: Die Finsternis zwischen den Sternen
System: Coriolis
Dabei gewesen als: SL, online

Wieder meine Coriolisrunde auf Discord.
Die Crew lässt sich von Aisha die Adresse des Experten geben und macht sich mit der Ringbahn auf den Weg auf die andere Seite der Station. Während der Fahrt hört der Maschinist Hamza, der die Tasche mit dem Köfferchen mit der Statuette trägt, seltsame und unverständliche flüsternde Stimmen. Er übergibt die Tasche ohne weiteren Kommentar an Dubar, den vierschrötigen Söldner. Die Pilotin Sil erreicht kurz vor der Fahrt ihren alten Kontakt Fennik, einen Computerexperten auf Jobsuche, um ihm die offene Stelle des Sensorbedieners auf der Alhambra anzubieten. Sie machen als Treffpunkt eine Haltestelle der Ringbahn aus, wo Fennik zur Crew stößt. Captain Dhana beginnt sogleich ein Einstellungsgespräch mit ihm. Dass Hamza sich einige Meter von der Gruppe entfernt hat, hat niemand bemerkt.
Schließlich erreicht man den Zielort und begibt sich mit einem öffentlichen Fahrstuhl zwei Ebenen nach unten, um den Experten zu treffen. Als sie an der beschriebenen Adresse ankommen, stellen sie fest, dass es sich um einen unscheinbaren Nebengang handelt. Dubar realisiert, dass die unordentlich abgestellten Putzutensilien mit sorgfältiger Planung aufgestellt wurden, um zufälligen Passanten einen extrem uninteressanten Ort vorzugaukeln. Dhana findet in dem Gang nach sorgfältiger Suche eine nachträglich installiert Kamera. (Anm.: Nur eine. Muahaha! ;D)
Sie klopfen und müssen ein mißtrauisches "Verhör" über sich ergehen lassen, bis sie schließlich eingelassen werden. Hamza stellt dabei fest, dass spätestens nach dem Vorraum dieser Teil der Station schwer befestigt wurde und äußert leise die Vermutung, dass dieser Raum nach einer Zerstörung von Coriolis allein und unbeschädigt durch den Raum schweben würde.
Sie müssen feststellen, dass der Bewohner dieser Räumlichkeiten auf einem Dutzend Monitore Datenanalysen über Station und Fraktionen ablaufen lässt, die in dieser Masse nicht an einem Ort zu finden sein sollten. Ausserdem ist seine Behausung merkwürdig ... rund gebaut. Dhana muss an die Legende der Hunde von Tirides denken.
Der Mann erklärt sich bereit, die Statuette einer Untersuchung zu unterziehen. Die Crew verabschiedet sich bis zum nächsten Morgen. Hamza geht zum Tempel der Ikonen und betet dort wegen des furchteinflößenden Erlebnisses in der Bahn. Er spricht einen der Akolyten an und erzählt ihm von dem Artefakt. Dieser überredet ihn, mit dem Artefakt zum Tempel zu kommen und die Kirche der Ikonen das Problem lösen zu lassen.
In der Nacht erwacht Sil von Stimmen aus der Messe und sucht nach dem Ursprung. Sie findet einen sehr dunkelhäutigen, schwarzhaarigen Mann in schwarzer Kluft, den sie auf dem Schiff noch nie gesehen hat, der dort eine Schüssel mit Müsli isst und ihr beim Eintreten dankt, dass sie ihn hergebracht haben. Als er sie anschaut, kann sie seine Augen sehen, bei denen es sich um Flammen handelt. Dann wacht sie schweißgebadet auf.
Beim Frühstück erzählt Hamza der Crew von seiner Begegnung im Tempel und dass er das Artefakt gerne der Kirche übergeben würde. Dubar rastet daraufhin komplett aus und muss von Dhana beschwichtigt werden. Er zieht sich in seine Kabine zurück und beginnt, seinen Karabiner zu reinigen. Er wird auf die Schwierigkeiten mit der Crew angesprochen und schimpft eine Weile vor sich hin, bis er schließlich aufblickt und einen ihm unbekannten Mann mit dunkler Haut, schwarzen Haaren udn Flammenaugen sieht. Ohne zu zögern oder hinzugucken greift er nach seiner Pistole und richtet sie auf den Unbekannten. Er blafft ihn an, wo er herkomme, was die Person mit "Das weißt du doch" beantwortet und sich in Rauch auflöst.
Dubar ruft die Crew in der Messe zusammen und berichtet von seiner Begegnung, was bei Sil einen Nervenzusammenbruch verursacht, der einige Arbeit von den anderen verlangt, um sie halbwegs wieder herzustellen. Nach einiger Beratung kommt die Crew zu dem Schluss, dass sie durch das Artefakt einen Dschinn an Bord gebracht haben. Sie beschließen, den Experten um Rat zu fragen und machen sich auf den Weg zu ihm.
Dort angekommen stellen sie fest, dass der Experte das Artefakt in einem sicheren Behältnis untergebracht hat und sie darüber informiert, dass man in dieser Statuette Erinnerungen speichern kann. Allerdings hat das Artefakt einen eigenen Willen und kann bei einem unvorsichtigen Nutzer durchaus weit mehr als die beabsichtigten Erinnerungen abziehen. Dies scheint zu dem merkwürdigen Verhalten von Abdel Nassr zu passen. Der Experte erklärt, dass seine Kontakte nur eine Möglichkeit sehen, die Erineerungen wiederherzustellen. Durch ein Ritual, das nach der Meinung einiger in einem uralten Tempel auf Menkar als Relief zu finden ist.
Die Crew stellt Kontakt zu Aisha her und informiert sie über die Situation. Diese beauftragt sie, die nötigen Informationen über das Ritual zu beschaffen und gibt ihnen einen Vorschuss, damit ihre Spesen für die Reise gedeckt sind. Fennik überschlägt im Kopf die Kosten für die Sprünge bis Menkar und stellt fest, dass der Vorschuss erschreckend niedrig ausgefallen ist.

Man beschließt, die Reise nach Menkar mit der Annahme weiterer Lieferaufträge zu finanzieren.

Damit wurde die Session erst einmal geschlossen.
Auch diesmal war es eine wahre Freude. Die Spieler und Spielerin waren wieder von der ersten Minute an IC und spielten ganz großartig. Diesmal gab es zwar ab und zu leichte technische Schwierigkeiten wie Verbindungsabbrüche, aber die waren immer schnell behoben. Sidekick macht weiterhin seinen Würfeljob super.
Ich habe die Wirkung des Artefaktes aus dem Einstiegsabenteuer im GRW noch verstärkt und ihm eine eigene nicht so nette Agenda gegeben. Allerdings hat der Dschinn damit erstmal nichts zu tun. Der hat noch seine ganz eigene Geschichte.
Ausserdem leite ich meine eigene Version des Dritten Horizonts und werde mich von der Abgesandtenkampagne erst einmal fernhalten, bis die Spieler mit dem Spielplatz und seinen Eigenheiten vertraut sind.
Beim nächsten Mal geht es dann hinaus in die große weite Finsternis zwischen den Sternen und in die Randgebiete am Rand des Dritten Horizonts.
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Online schneeland

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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #10 am: 17.04.2020 | 00:35 »
Liest sich spannend  :d
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #11 am: 20.04.2020 | 12:28 »
Nummer 10

Runde: Djinn und Sinnlichkeit
System: Coriolis
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Leider eine extrem kurze Runde.
Die Crew berät, was sie als nächstes tun möchte. Ihre zwei dringlichsten Probleme sind a) der Djinn und b) Geld für die Reise nach Menkar zu beschaffen, da der Vorschuss von 10k Birr wahrscheinlich nicht reichen wird.
Als Fennik den Crewmitgliedern eröffnet, dass ein Exorzismus gegen einen Djinn keinen Erfolg haben wird, berät man sich über geeignete ander Maßnahmen. Da Sil mit dem Djinn schon einmal in einem Traum gesprochen hat, überredet man sie, sich schlafen zu legen um zu schauen, ob sie mit dem Djinn in Kontakt treten und ihn überreden kann, das Schiff wieder zu verlassen.
Währenddessen sucht Fennik die Computerprotokolle der Alhambra nach unerlaubten Zugriffen ab, da er wegen des Experten mißtrauisch wurde. Wenn der so ein umfassendes Spionagenetzwerk hat, wieso sollte er vor der Alhambra halt machen? Hamza checkt noch einmal Maschinen und Frachtraum für die bevorstehende Reise. Dubar setzt sich vor Sils Kabine und passt auf sie auf.
Dhana hatte sich bereits auf den Weg zu den Märten gemacht, um nach einem möglichen Auftrag für die Sadaal-Route Richtung Menkar zu suchen.
Sil schläft tatsächlich bald ein und trifft im Traum den Djinn auf der Brücke der Alhambra, die durch einen brennenden kosmischen Nebel fliegt. Er stellt sich ihr als Majid, der Prächtige vor und erklärt ihr, dass die Crew der Alhambra dabei war, als eine verrückte Wissenschaftlerin ihn aus einem vieltausendjährigen Gefängnis befreit hat. Da er die andere Crew nicht so interessant fand wie die bunt gemischte Truppe der Alhambra, sei er mit ihnen mitgekommen. Auf die Bitte, sie doch bitte zu verlassen, lachte der Djinn und meinte, dass er sowieso nicht für lange mit ihnen zusammenbleiben kann. Schließlich würden sie ja sehr schnell alt werden und sterben. Er prophezeite ihnen noch viel spannende Abenteuer und epische Kämpfe. Die Frage, ob sie das Schiff irgendwann abbezahlt haben werden, konnte er allerdings nicht beantworten. Danach machte er Sil noch darauf aufmerksam, dass das Schiff jerade auf einen Planeten zurase. Sil schaffte es in letzter Sekunde, die Alhambra hochzuziehen und über eine Vulkanlandschaft zu dirigieren, ohne in Stücke gesprengt zu werden. Dann wachte sie auf.
Sowohl Fennik als auch Hamza hatten bei ihren Überprüfungen keine Auffälligkeiten gefunden, was möglicherweise aber nicht an ihren überragenden Fähigkeiten lag.

Sil war duch die erneute Begegnung mit dem Djinn am Rande eines Nervenzusammenbruchs und Hamza entschied sich, mit ihr in den Dom der Ikonen zu gehen, damit sie im gemeinsamen Gebet wieder Mut fassen werde. Dort begegneten sie einem Prediger, dem sie sich allerdings nicht weiter anvertrauten und nach einem gemeinsamen Gebet und ein paar Opfergaben an Den Boten machten sie sich wieder zurück zum Raumhafen. Auf dem Weg dorthin trafen sie noch Dhana, die Hamza zu einem Händler schickte, für den sie etwas Fracht nach Aiwaz A bringen sollen. Hamza nahm die erstaunlich kleine Truhe (etwas wie ein große Tiefkuhltruhe) in Empfang und schob sie durch die Straßen und Gänge von Coriolis bis zur Alhambra. Dhana hatte zudem noch einen anderen Captain gefunden, der einen Konvoi durch das Portal zur Sadaal-Route organisierte und am nächsten Morgen aufbrechen wollte.
Mit insgesamt 10 Schiffen flogen sie nun nach einem zweieinhalbtägigen Flug durch das Portal und teilten sich die Kosten. Im Aiwaz-System angekommen, trennten sich allerdings ihre Wege schon wieder, da ein Teil des Konvois in eine andere Richtung wollte und die anderen sofort weiterreisten. Die Alhambra flog etwa anderthalb Tage zum Planeten Aiwaz A und Sil setzte das Raumschiff mit souveräner Eleganz mitten in einem heftigen Sandsturm am Raumhafen ab. Dort wurde ihnen ihre Fracht zwar sofort abgenommen, aber die Empfängerin vermittelte ihnen gleich noch einen Folgeauftrag über 80 Tonnen Erze und eine Passagierin. Dafür mussten sie nur über Land zu der mehrere Dutzend Kilometer entfernt liegenden Mine fahren. Dubar erinnerte sich an das letzte Mal, als sie hier waren und das ganze in einer ... interessanten Barschlägerei endete.

Leider klappte zu dem Zeitpunkt der Würfelbot ab und benötigte 5-10 Minuten, um ein Ergebnis anzuzeigen. Wir haben dann beschlossen, an dieser Stelle abzubrechen und nächste Woche weiterzumachen.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #12 am: 27.04.2020 | 10:34 »
Nummer 11

Runde: Ärger im Horizont
System: Coriolis
Dabei gewesen als: SL, online

Die Crew der Alhambra fuhr in die Minensiedlung, um über die Modalitäten für den Transport von 80t Erz und einer Passagierin zu verhandeln. In der Kantina angekommen, erkannte die Wirtin sie sofort und begab sich vorsorglich zu der unter dem Tresen versteckten Waffe.
Dhana stellte sich Mahmoud vor, der mit einem Leibwächter (offensichtlich) und einer jungen vollverschleierten Frau an einem der Diwane saß. Mahmoud erklärte, dass Zhakia, der Stern seiner Nächte, zum Dziban-System gebracht werden müsse. Man einigte sich auf einen stattlichen Beförderungspreis für die sichere Ablieferung der jungen Dame. Allerdings erklärte Mahmoud auch, dass Zhakia eine große Furcht vor der Finsternis zwischen den Sternen hatte und deshalb dringend darum bat, die komplette Reise im Kälteschlaf zu verbringen und nicht nur die Portalsprünge.
Danach machte Dhana noch einen Deal mit dem Sekretär der Minengesellschaft, Badur Subedar, über die Lieferung von 80 Tonnen Erz ins Sadaal-System. Sie mussten zwar dann einen Umweg machen, aber Dhana handelte einen guten Preis aus und so schlossen sie auch diesen Handel ab.
Um nicht in der spartanischen Kantina der Minensiedlung übernachten zu müssen, nahmen sie den Spätbus zum Raumhafen. Hamza bemerkte diverse Objekte in einem gewissen Radius um den Landeplatz, die er als Selbstschussanlagen identifizierte. Die Ansage, dass zur Dunkelheit alle Gebäude verriegelt werden und niemand zu dieser Zeit mehr hinausgeht, nahm er mit Besorgnis zur Kenntnis.
Ein Sandsturm wehte schon den ganzen Tag über die Gegend und nach Einbruch der Dunkelheit checkte Hamza noch die Verriegelungen am Schiff, bis der Tower Dhana darauf aufmerksam machte, dass eine frei herumlaufende Gestalt die "Biester" veranlassen könnte, einen Durchbruch durch die Sicherheitsperimeter zu wagen. Als Hamza die Rampe zum Schiff hinauflief, begann tatsächlich eines der Autogeschütze auf eine Meute von undefinierbaren Schatten zu schießen. Das wummernde Stakkato hörte schnell auf, nachdem er sich in die Sicherheit der Alhambra zurückgezogen hatte.
Dubar schaute sich das Spektakel vom Arboretum aus an. Als die schattenhaften Gestalten sich dem Raumhafen näherten, hörte er die Stimme des Dschinn "Es ist keine gute Idee von ihm, da draußen herumzulaufen", was er mit trockenem Lachen quittierte.
Am nächsten Morgen kamen die Raumhafenarbeiter und lagerten mit Hamza die Erze in der Alhambra ein.
Kurz danach tauchte auch Mahmoud auf und führte Zhakia zu den Kälteschlafkammern. Dhana stellte fest, dass die junge Dame schüchtern jedem ihrer Blicke auswich. Nachdem die Schlafkammer verschlossen und aktiviert wurde, legte Mahmoud noch großen Wert darauf, sie mit altmodischem Siegelwachs und einem Wappenring zu versiegeln. Nur damit am Zielort klar war, dass seine Zhakia nicht berührt wurde. Dhana wurde mißtrauisch.

Der Start und die anderthalbtägige Reise zum Portal verliefen zunächst sehr ruhig. Dann entdeckte Dubar, der überlegte, ob man das Siegel irgendwie entfernen konnte, ohne es zu zerbrechen, einen kleinen zusammengeknüllten Zettel am Boden neben der Schlafkammer. Auf diesem stand "Weckt mich auf!".
Dubar brachte den Zettel zu Dhana, die eine Crewsitzung einberief. Sie überlegten, was sie jetzt machen sollten. Dhana wollte die junge Frau zur Befragung aufwecken, doch Hamza gab zu bedenken, dass Kältschlafkammern daraufhin gebaut waren, dass ihre Insassen sie ohne Problem von innen öffnen können. Er versprach, sich um dieses Problem zu kümmern. Am Portal mussten sie feststellen, dass nur zwei weitere Schiffe warteten und die Kosten für die Koordinaten in astronomische Höhen geschnellt waren. Man beschloss, einen weiteren Tag zu warten und auf neue Schiffe zu hoffen.
Hamza fand nach einiger Recherche und etwas Basteln einen Weg, die Kälteschlafkammer zu deaktivieren und gleichzeitig den Deckel geschlossen zu halten. Die Crew weckte die Frau auf, die sich etwas irritiert zeigte, weil sich die Schlafkammer nicht öffnete. Sie stellte sich als Zhakia vor, Angehörige einer Kurtisanengruppe, deren Chefin einigen korrupten Männern im Dritten Horizont gefährlich geworden war, sodass sie eine Intrige spannten, um sie aus dem Verkehr zu ziehen. Die Kurtisanen waren an diverse Leute im Horizont verkauft worden und die Chefin saß nach den Informationen von Zhakia auf einem ikonenverlassenen Planeten fest. Die junge Frau machte der Crew den Vorschlag, ihr zu helfen, die Mädchen zu befreien und die Männer, die dafür verantwortlich waren, auszunehmen und in den Ruin zu treiben. Laut ihrer Aussage würden die Männer über ein Gesamtvermögen von mehreren Millionen Birr verfügen.
Die Crew zog sich zur Beratung zurück. Sil war hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch zu helfen und der Angst, sich mit mächtigen Männern im Dritten Horizont anzulegen. Hamza machte ebenfalls deutlich darauf aufmerksam, dass man sich möglicherweise mit Leuten anlegen würde, die über beträchtliche Ressourcen zur Vernichtung ihrer Feinde verfügen würden. Dhana zeigte ebenfalls große Bedenken und sagte, dass ihr der Spatz in der Hand lieber wäre als die Taube auf dem Dach. Sie stimmte dafür, die Schlafkammer wieder zu aktivieren und die Frau einfach an ihrem Zielort abzuliefern. Dubar ging nach vielem Hin und Her entnervt zur Schlafkammer und hebelte den Deckel auf, wobei er das Wachssiegel zerstörte. "Ich mache wirklich viel Scheiss, aber bei Sklavenhandel hört es für mich auf."
Dhana war zwar überhaupt nicht amüsiert, musste sich der Situation aber nun notgedrungen stellen. Man befragte Zhakia, wo sich die anderen Kurtisanen befinden könnten und sie wies auf einen Zollbeamten im Ghodar-System hin, der die Verteilung der Frauen überwacht hatte: Davood Abdessalam.
Danach suchte sie sich eine der freien Kabinen aus und die Crew begab sich zur Nachtruhe.

Am nächsten Tag waren ihnen die Ikonen wirklich wohlgesonnen und ein Großraumfrachter machte seinen Weg durch das Portal. Sie hängten sich an ihn dran und sparten die Kosten für die Koordinaten. Beim Frühstück fragte Zhakia noch, ob die Crew sich auch bewusst wäre, dass sie einen Dschinn an Bord hätten. Sie schien eine interessante Unterhaltung mit ihm gehabt zu haben.

Der Aufenthalt im Errai-System dauerte etwa anderthalb Tage, während sie auf mehr Schiffe für die Portaldurchquerung warteten. Die verlangten Kosten waren hier nur minimal geringer als beim letzten Sprung und die bereits anwesenden zwei Schiffe fanden den Preis noch zu hoch. Es kam zu kleineren Spannungen zwischen Sil und Zhakia, da erstere Anzeichen von Eifersucht auf die Kurtisane zeigte, was durch Zhakias Flirten mit Dubar noch verstärkt wurde.
Schließlich erreichten noch weitere Schiffe die Portalstation und der Preis pro Schiff konnte auf ein annehmbares Niveau gedrückt werden. Die Station sandte ihnen die Koordinaten und der kleine Konvoi machte sich auf den Weg nach Sadaal.

Im Sadaal-System angekommen verglichen sie ihre Liefer-Koordinaten mit dem System und bemerkten, dass der Sekretär der Minensiedlung sie doch ein wenig über den Tisch gezogen hatte. Die Erze waren nämlich für die Schiffswerften des Konsortiums nahe des Stern Bahram bestimmt, 50 AE vom Portal entfernt, was ihnen vorher nicht so ganz bewusst gewesen war.

Dhana seufzte tief und setzte Kurs auf die Werften. Eine 25-tägige Reise dorthin stand ihnen bevor. Aber zumindest würde es ihnen durch den starken Schiffsverkehr nicht langweilig werden.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #13 am: 8.05.2020 | 00:13 »
Nummer 12

Runde: Gefahr in den Wolken
System: Fate
Dabei gewesen als: Spieler, online

Erste Spiel-Session einer neuen Fate-Runde mit einem Pulp-Setting á la Crimson Skies/Sky Captain.
Die Meisterpilotin Ariane Waldvogel (illegitime Tochter von Manfred von Richthofen) steuert im Auftrag von Mr. Churchill einen Zeppelin in Richtung Ägäis. Mit an Bord sind der schottische Mechaniker extraordinaire Angus MacGraw und der amerikanische Ex-Soldat Byron K. Vigil, ehemaliges Mitglied der AEF (American Expeditionary Forces).
Als sich der Zeppelin über Österreich einer Sturmfront nähert, wird er von einer Gruppe merkwürdiger Wesen angegriffen, die leichte Ähnlichkeit mit riesigen Feldermäusen haben. Ariane versucht, das Luftschiff um den Sturm herumzumanövrieren, während Angus und Byron die MGs bemannen. Angus treibt die Angreifer mit  mehreren Salven vor der Mündung von Byrons Waffe zusammen, der den Schwarm mit tödlicher Präzision beinahe halbiert. Die Kreaturen sind jedoch nicht willens, von uns abzulassen und fliegen in einem Bogen hinter das Schiff. Ariane entscheidet sich spontan, mitten in den Sturm zu fliegen und die Giganto-Fledermäuse dort loszuwerden.
Auch wenn Angus seine Zigarre zerkaut und sich mühsam an seinem Sitz festklammern muss, schafft es die Draufgängerin tatsächlich, den großen Zeppelin unbeschadet durch die Luftwirbel des Sturms zu steuern. Eine Leistung, die die Verfolger nicht für sich beanspruchen konnten.
Leider waren wir vom Kurs abgekommen und mussten auch feststellen, dass der Kampf deutlich mehr Sprit gekostet hat, als uns lieb sein konnte. Auf der Suche nach einer Auftankmöglichkeit kamen wir nach Zagreb, wo wir am Hafen niedergehen wollten. Allerdings wurden wir von einem Begrüßungskommando aus sechs Booten empfangen, deren Besatzungen zu paramilitärischen Gruppen gehörten und Anstalten machte, uns zu kapern oder vom Himmel zu schießen.
Ariane drehte dabei völlig durch und attackierte die Boote mit dem Zeppelin, wobei sie drei von ihnen zum Kentern brachte. Die Leute feuerten zwar wild auf unser Luftschiff, aber die Schäden verursachten bei Angus nicht einmal ein Stirnrunzeln. Als er mit den Notreparaturen fertig war, hatte das Schiff sogar ein paar Verstärkungen bekommen.
Byron empfahl allerdings, die Gastfreundschaft der Zagreber nicht zu strapazieren und weiterzufliegen. Mit einigen gekonnten Flugmanövern und dem Ausnutzen diverser Windströmungen schaffte es Ariane sogar, uns nahe genug an unser Zielgebiet zu fliegen, dass wir auf unser Bei-Flugzeug umsteigen konnten.

Wir suchten die "Last Hope", ein großes Wasserflugzeug, das in der Ägäis verschwunden war und möglicherweise gesunken ist.
Dort sollten wir eine Schatulle des Flugkapitäns bergen.
Nach einiger Zeit des Herumfliegens und Suchens in der Nähe der letzten bekannten Koordinaten entdeckte Angus schließlich die "Last Hope". Ebenfalls entdeckte er zahlreiche messerscharfe Riffe und Stein-"Zähne", die eine Landung erschwerten. Das kommentierte Ariane nicht weiter und ging in den Sturzflug über. Sie und Byron lernten in den nächsten Minuten eine große Menge schottischer Flüche. Wahrscheinlich konnten sie sich davon aber keinen merken.

Angus hatte bereits auf dem Zeppelin einen leichten und flexiblen Taucheranzug zusammengebastelt und Byron ging ins Wasser, um im Wrack der "Last Hope" die Schatulle zu suchen. Derweil entdeckten die Anderen am Horizont ein Dampfschiff, das sich ihnen näherte.
Leider wurde Byron im Wrack von einem Octopus angegriffen und verlor beim Kampf gegen das Biest zuviel Zeit. Er verschätzte sich auch noch gründlich bei seinem Auftauchmanöver und verlor das Bewusstsein.
Ariane und Angus bemerkten, dass das Dampfschiff noch beschleunigt hatte, um an ihre Position zu kommen. Wahrscheinlich wussten die Leute auf dem Schiff, warum das kleine Flugzeug hier im Wasser dümpelte. Die Beiden fanden eine Konfrontation mit der kompletten Besatzung eines großen Dampfschiffes zu risikoreich und zogen Byron an der Sicherungsleine hoch. Dabei stellten sie fest, dass er bewusstlos war.
Während Angus Byron aus dem Taucheranzug schälte und wieder ins Reich der Lebenden zurückholte, startete Ariane die Maschine und sie hoben unverrichteter Dinge ab.

Die Schatulle aus den Fängen der fiesen Finsterlinge zu befreien, dürfte ein spannendes Abenteuer werden.



Da SL und ein Spieler noch nie Fate gespielt hatten, ging auch eine Menge Spielzeit für Regelerläuterungen drauf. War aber sehr spaßig. :)
« Letzte Änderung: 11.05.2020 | 20:24 von Sashael »
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #14 am: 11.05.2020 | 20:24 »
Nummer 13

Runde: Das Finstere Schiff (als Steinbruch: Das Sterbende Schiff)
System: Coriolis
Dabei gewesen als: SL, online

Die Crew der Alhambra fliegt auf der Sadaal-Bahram-Route in Richtung der Schiffswerften und "genießt" den recht langweiligen Flug, der nur gelegentlich durch Funksprüche eines Frachterkapitäns names Arib aufgelockert wird, der aus den umliegenden Schiffen eine Art Schicksalsgemeinschaft machen möchte. Klappt halt so lala.

Auf einem anderen Schiff wird Farida, seit kurzem EX-Chefin eines Kurtisanenrings, abrupt aus dem Kälteschlaf geweckt, in den sie von Mava Halaby, einem hochrangigen Beamten von Ahlams Tempel, und Hamza Karra, Judikator auf Coriolis, gezwungen wurde.
"Komm mit mir, wenn du leben willst!" sagt er zu ihr.
All ihrer Habseligkeiten beraubt, entführt und von ihren Mädels getrennt, hat sie eigentlich keinen Grund, dem Chef-Maschinisten Athalla zu vertrauen, allerdings stehen in diesem Frachtraum noch ein paar andere Kältesärge und um einen davon wabert eine schwarze Wolke, was sie dann doch überzeugt, zum jetzigen Zeitpunkt keine große Wahl zu haben.
Im Maschinenraum angekommen, unterrichtet Athalla sie, dass der Kapitän von einem Dschinn besessen wurde und er, Athalla, die Versorgung des Schiffes unterbrochen hat, bevor der Kapitän das Schiff zurück nach Sadaal bringen konnte.

Nach fast einer Woche Flug durch die Finsternis zwischen den Sternen empfängt Dhana wieder einmal einen Funkspruch von Arib. Eines der Schiffe, das mit ihnen auf den Route unterwegs ist, hat seinen Kurs geändert und driftet leicht vom geplanten Ziel ab. Wenn niemand etwas unternimmt, landet der Großfrachter sonstwo, aber nicht bei Bahram. Auf Funksprüche reagiert die andere Crew anscheinend gar nicht.
Dhana gibt Anweisung, sich das Ganze mal näher anzusehen. Sil fliegt einen eleganten Korkenzieher um die Oruun II, wobei die Crew bemerkt, dass die vorderen Luftschleusen deaktiviert wurden. Vom Heck des Schiffes kommen Morsesignale, die allerdings nach einer halben Message wieder stoppen. Das Andockmanöver klappt leidlich und ein Ruck geht durch das Schiff. Das bekommen auch Farida und Athalla im Maschinenraum mit.
Nachdem die Crew die Oruun II betreten hat, sehen sie ein Gestalt, die sich von ihnen entfernt. Da sie nach Besatzungsmitgliedern suchen, folgen sie der Person. Sie finden einen Mann in altertümlicher Kleidung an den Türen zu den Fahrstühlen zum Bug des Schiffes. Als sie ihn ansprechen, dreht er sich um und springt sie mit gezücktem Schwert an. Die Geräusche des folgenden Kampfes dringen auch zu den Beiden im Maschinenraum, die sich mit großen Werkzeugen provisorisch bewaffnen und zur Crew stoßen.
Der Gegner zeigt sich unnatürlich zäh und kampfstark. Selbst eine klaffende Wunde am Hals scheint ihn nicht zu stoppen, obwohl sein Blut in großen Schwälle auf den Boden fließt. Es erfordert die geballte Kampfkraft von Dubar, Hamza, Sil und schließlich auch Farida, um die Kreatur soweit niederzuringen, dass Captain Dhana ihr den Rest geben kann.

Die Crew und Farida tauschen Informationen über die Situation aus. Der Chefmechaniker erzählt ihnen, dass ein böser Djinn im Körper eines Passagiers in einem Kältesarg an Bord genommen wurde und den Kapitän des Schiffes besessen hat. Das Schiff hat daraufghin den Kurs geändert, was Athalla durch eine Abkopplung des Maschinenraums von der Brücke vorerst gestoppt hatte. Sie beschließen auf Bitte von Athalla, auf der Brücke der Oruun II den Kapitän auszuschalten und die Kontrolle über das Schiff zurückzubekommen. Zunächst suchen sie noch nach einem weiteren Besatzungsmitglied, Ayda. Sie fanden die junge Matrosin schließlich in den Lüftungsschächten des Hecks.

Der Fahrstuhl in Richtung Bug war quälend langsam. Als sie im Mittelteil des Schiffes ankamen, wo die Werkstatt untergebracht war, bot sich ihnen ein ziemlich verwahrloster Anblick. Dieser schien jedoch weniger mit der aktuellen Djinn-Krise zu tun zu haben, als mit der Unordentlichkeit des zuständigen Technikers. Als sie sich umsahen, bemerkten sie die Luke zur oberen Ebene, die sich allerdings nicht öffnen ließ. Anscheinend wúrde sie von der anderen Seite her zugeschweißt.
Der Techniker Kolb reagierte aggressiv auf Kontaktversuche, allerdings gelang es Dhana, ihn soweit zu beruhigen, dass er sich bereit erklärte, die Luke zu öffnen und sich der Crew anzuschließen.
Während er damit beschäftigt war, erreichte sie ein Funkspruch von Fennik, der zu Überwachung auf der Alhambra geblieben war. Ein schwer bewaffnetes Schiff näherte sich der Oruun II. Captain Dhana befahl den sofortigen Rückzug auf die Alhambra. Sie ließen Kolb ohne zu Zögern allein zurück, während er noch versuchte, die Luke wieder zu öffnen.
Während der Rückfahrt mussten sie mit ansehen, wie ein Azuk Kanonenboot an der Oruun II andockte. Kaum aus dem Fahrstuhl ausgestiegen, hatten sie Kontakt mit einer bewaffneten Gruppe Söldner. Deren Anführerin verhandelte kurz und schmerzlos mit Dhana, dass sie die Crew in Ruhe lassen würden, wenn sich ihnen niemand in den Weg stellt. Die Jungs und Mädels von der Alhambra ließen sie passieren, holten Athalla und Ayda aus ihrem Versteck und begaben sich zur Andochsckleuse.

Dort mussten sie allerdings feststellen, dass der Djinn der Oruun II nicht die Absicht hatte, sie gehen zu lassen.
Die Schleusentür war verhüllt von einem schwarzen wabernden Nebel.
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #15 am: 22.05.2020 | 00:15 »
Wann geht's weiter mit der Coriolis-Runde? Ich bin neugierig, was der neue Djinn so im Schilde führt ;)
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Re: Sashaels Rollenspielsessiontagebuch 2020
« Antwort #16 am: 25.05.2020 | 11:02 »
Nummer 14

Runde: Das Finstere Schiff (als Steinbruch: Das Sterbende Schiff), Teil 2
System: Coriolis
Dabei gewesen als: SL, online

Die Crew berät sich über das weitere Vorgehen. Vorsichtige Versuche, die Finsternis zu untersuchen, bringen keine Resultate. Weder das Hineinwerfen von Gegenständen noch ein Schuss lösen irgendeine Reaktion aus. Sie untersuchen die Andockschleuse auf der gegenüber liegenden Seite, wo das Söldnerschiff angedockt ist. Dort bietet sich ihnen das gleiche Bild. Etwas oder jemand möchte nicht, dass man das Schiff verlassen kann.
Hamza hält sich weit von den Flecken tiefster Schwärze zurück. Sie überlegen, was sie wegen der Finsternis tun könnten und entschließen sich, Fennik zu kontaktieren und über das Problem zu informieren. Dieser erzählt ihnen, dass soeben ein Funkspruch von Arid herein kam, dass die Oruun II nur noch eine knappe Stunde vom Raumschiff-Friedhof entfernt sei und dass Mahjid Zakhia mitgeteilt hätte, dass sich auf dem Raumschiff ein Wesen von großer Macht befinden würde.
Dubar und Dhana entschließen sich, den Kältesärgen im Unterdeck einen Besuch abzustatten. Als sie sich dem Lagerraum nähern, wird die Luft so schneidend kalt, dass sie sich entschließen, zuerst die Raumanzüge aus dem Maschinenraum zu holen. Bis sie allerdings die von dickem Raureif bedeckte Tür öffnen können, müssen sie tatsächlich extreme Kälte erdulden, die ihnen sogar Schaden zufügt.
Fennik kontaktiert sie und erzählt ihnen, dass Mahjid das Angebot gemacht hätte, ihnen zu helfen, wenn sie den Namen des Wesens herausfinden würden.
Im Lagerraum angekommen, finden sie 5 Kältesärge, von denen nur einer ein aktuelles Standardmodell ist, während die anderen merkwürdig alt aussehen und aufwändig dekoriert sind. Nur ein Sarg im ganzen Raum ist noch verschlossen und über diesem tanzen seltsame Lichter wie kleine Glühwürmchen. Dubar wischt das Eis vom Sichtfenster und sie erblicken eine schwarzhaarige gutaussehende Frau in einem roten Seidenkleid. Als sie noch überlegen, wie sie die Frau aus Sarg und Kälte heraus bekommen, formt sich über dem Sarg eine schwarze Finsternis und eine tiefdunkle Stimme "spricht" zu ihnen: "Was wollt ihr von Khoudour? Ihr gehört mir! Geht nun!"
Beunruhigt gehen die Beiden wieder zurück. Dhana ruft Fennik und teilt ihm mit, dass die Kreatur wahrscheinlich Kudor, Zador oder Tutor heißt.
Dann machen sich alle wieder auf den Weg Richtung Brücke, nachdem Athalla sie daran erinnert hat, dass man den Kapitän ausschalten müsse, damit dieser (und damit der Djinn) nicht wieder die Kontrolle über das Schiff bekommen könne.
Im Zwischensegment finden sie die Leiche von Kolb, dem Lagerarbeiter, den sie überredet hatten, sich aus seinem Versteck zu schweißen und den sie ohne jede Info zurückgelassen hatten, als das Söldnerschiff an der Oruun II andockte. Wie es aussah, hatte er sich gegen die Söldner zur Wehr gesetzt und dafür mit seinem Leben bezahlt.

Fennik kontaktierte Dhana und teilte ihr mit, dass es anscheinend ein Problem gäbe.
Wie es aussieht, hatten Mahjid und Khoudour vor sehr langer Zeit eine Auseinandersetzung und können sich nicht ausstehen. Dummerweise scheint Mahjid so etwas wie ... Angst ... zu haben.
Dhana fiel ein, dass sie einmal darüber gelesen hatte, dass die Vernichtung eines Wirtes einen Djinn zerstören könnte.

Sie holten den zweiten Aufzug Richtung Bug. Als dieser ankam, fiel ihnen das flackernde Licht auf und dass die Fenster sehr trüb aussahen. Wie sich herausstellte, war das "Trübe" das Blut eines der Söldner, der mit klaffender Brustwunde tot im Fahrstuhl saß. Die Fahrt verlief ereignislos. Im Bugsektor war ebenfalls nur die Notbeleuchtung an. Die Crew erkundete die Mannschaftsquartiere und fand eine weitere Leiche eines Lagerarbeiters. Dann stiegen sie die Leiter Richtung Brücke empor. Als Dubar seinen Kopf aus der Luke streckte, wurde auf ihn gefeuert. Er wartete einen günstigen Moment ab und zog sich auf die Brücke. Er bemerkte noch zwei weitere Personen auf den Kommandostühlen, von denen eine von zwei Figuren bewacht wurde. Doch Dubar kümmerte sich zunächst um den Söldner, der hinter der großen Konsole der Raumschiff versteckt war und auf ihn feuerte. Er packte den Mann und rang mit ihm um die Waffe. Währenddessen kamen auch Farida und Sil auf die Brücke. Sil eilte Dubar zur Hilfe und erledigte den Söldner mit ihrem Betäubungsstab. Farida begutachtete die Szene. Die sitzenden Personen waren Besatzungsmitglieder, anscheinend der Kapitän und eine tote Frau, deren Hals durchschnitten wurde. Hinter dem Kapitän standen zwei Männer in altertümlicher Kleidung mit silbernen Masken. Keiner rührte sich oder schien Notiz von dem Kampf Dubars mit dem Söldner zu nehmen. Farida dachte sich, dass die Gelegenheit günstig wäre, einen der seltsamen Kerle heimlich auszuschalten, aber als sie gerade zuschlagen wollte, sprang die Kreatur mit einem Satz mehrere Meter von ihr weg und aktivierte ihr Merkuriumschwert. Dubar vermutete, dass der Kapitän der Wirt des Djinn war und schoss auf ihn. Der zweite Wächter sprang aus dem Stand auf Dubar zu und aktivierte ebenfalls sein Merkuriumschwert. Der Kapitän versuchte sich in Deckung zu begeben, während der Kampf in der Brücke tobte. Mehrmals hatten die Crewmitglieder der Alhambra und Farida großes Glück und ein paar Mal überlebten sie nur mit Hilfe der Ikonen. Dhana griff in den Schwertkampf zwischen Farida und dem ersten Wächter ein und erzielte dank ihres ikonengegebenen Glücks einen kritischen Treffer, der die Maske der Kreatur zerstörte und eine verzerrte hasserfüllte Fratze zum Vorschein brachte, deren Augen pure tiefschwarze Kugeln waren. Dann ging sie zum Kapitän, der schwer verwundet hinter seinem Kommandosessel hockte. Als sie eine tiefschwarzen Augen sah, hob sie ihre Waffe und erschoss den Mann.
Dubar, Sil und Farida konnten schließlich mit vereinter Anstrengung und nach einigen Wunden die beiden Wächter erledigen.

Als sich die Lage beruhigt hatte und alle tief aufgeatmet hatten, formte sich auf einmal in der Luft ein Fleck tiefster Finsternis und eine dunkle Stimme "sprach" zu ihnen: "Ihr habt keine Chancen gegen Khoudour! Ihr gehört mir! Ihr seid nur niederes Gewürm! Und nun ... KNIET VOR MIR!"
Eine geradezu fühlbare Welle von Hass schlug ihnen aus der Finsternis entgegen, aber sie schafften es, der Macht zu widerstehen und aufrecht zu bleiben.


Meine Spieler schaffen es perfekt, sich solange mit dem Abenteuer zu beschäftigen, dass solche Cliffhanger zum perfekten Zeitpunkt kommen, um die Runde abzubrechen und einen neuen Termin zu machen. ;D
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