Autor Thema: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?  (Gelesen 6026 mal)

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Offline Little Indian #5

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #25 am: 23.01.2020 | 07:24 »
Ich war bereits Fan von Abenteuerspielbüchern und habe dann irgendwann die erste DSA-Box in einer Bahnhofsbuchhandlung liegen sehen.
Es hat etwas gedauert, bis ich das Geld dafür zusammen hatte, aber dann habe ich zugeschlagen, die Regeln gelesen, ein paar Freunde zusammengetrommelt und der Rest (wie man so schön sagt) ist Geschichte.
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Offline SiWi

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #26 am: 24.01.2020 | 02:19 »
Mein Bester Freund hat es lange gespielt und mich dann mal Eingeladen.

Offline Turning Wheel

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #27 am: 25.01.2020 | 04:45 »
...
Es hat etwas gedauert, bis ich das Geld dafür zusammen hatte, aber dann habe ich zugeschlagen, die Regeln gelesen, ein paar Freunde zusammengetrommelt ...

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Online 1of3

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #28 am: 25.01.2020 | 05:36 »
Auf verschiedenen Jugendfreizeiten waren Leute mit sehr großen, dicken Büchern. Auf die Frage, was das sei, hieß es: "Spielregeln". Ich musste mit das dann mal kurz ausleihen.

Offline Klingenbrecher

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #29 am: 25.01.2020 | 08:43 »
Alles begann mit meiner besten Freundin aus Kindheitstagen. Sie brachte mir nicht nur  „Blackfötchen“ sondern auch unwissend DSA bei. Sie war sehr oft auf diese Jugenfahrten im Frühjahr oder Sommer mit. Bei einer dieser Ausflügen 87/88 lernte sie ein Spiel kennen dass mit Papier, Stiften, Würfel und Wachsmaler gespielt wurde. Es MUSSTEN Wachsmaler sein betonte sie mehrfach.  ;D Nur dann geht die Karte nicht kaputt. Sprich meine beste Freundin baute sich selbst eine DSA Kiste. Da es bei uns in Duisburg noch keinen wirklichen Handel mit diesem Spielzeug gab und wir als Kinder auch nicht das Geld hatten.

Unsere erste Spielsitzung bestand daraus das sie meinem Cousin und mir erklärte wie die Welt aussah und das wir nun auf ihre gemalte Karte tippen sollten und sie würde uns sagen was wir finden würden. Da dies Jahre her ist nimmt es mir nicht böse das ich mich nur noch an fetzen erinnere.

Sie erzählte von blauen und roten Fläschchen. Wer jetzt an Heil und Manatränke denkt von wegen. Der blaue Trank sorgte dafür dass man Eiszapfen spuckte und der rote rief eine Fledermaus die sich einem in die Haare setzte. XD

Leider weiß ich nicht mehr was sie alles erzählte aber diese Tränke werde ich niemals vergessen. Besonders da ich später auf dem NES auf rote und blaue Tränke gestoßen bin. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie enttäuscht ich war das sie nicht so wirkten wie die von meiner Freundin.

Dies war meine erste Begegnung mit dem Hobby. Jedoch sollte es ca Mitte der 90er erst mein richtiges festes Hobby werden. Da die frühen 90er, zumindest für mich, stark von Nintendo sowie Comics beeinflusst waren. Erst mit Magic habe ich wieder Rollenspieler getroffen. So begann dann meine Zeit mit AD&D2 sowie Dark Sun.
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Offline Weltengeist

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #30 am: 25.01.2020 | 08:58 »
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Ach so? Ich dachte, bei einem "real adventurer" müsste die Story irgendwie so gehen: "Ich saß mit ein paar Freunden in einer Kneipe, als ein alter Mann mit langem, weißen Bart an unseren Tisch trat..."
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Offline Blizzard

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #31 am: 25.01.2020 | 10:07 »
Das war damals Mitte der 90iger (lang,lang ist's her :korvin:). Geburtstagsfeier bei einem Klassenkameraden. In seinem Zimmer auf dem Schreibtisch lagen so vereinzelte, schwarze Heftchen rum, mit Fantasy-Cover. Ich habe gefragt, was das wäre, und die Antwort war: DSA. Damit konnte ich nix anfangen, hab' es mir erklären lassen...und dann mitgespielt. In einer sehr,sehr großen Runde mit teilweise mehr als 10 Spielern, die an zwei großen Wohnzimmertischen saßen und (damals) DSA-Soloabenteuer gespielt haben. Ja, ihr habt richtig gelesen, wir haben damals die Soloabenteuer von DSA als große Runde gespielt...
Natürlich wollten alle spielen und keiner leiten und da sind wir dann auf die tolle Idee gekommen, dass jedes Mal, wenn wir uns treffen, einfach jeder einen Platz weiterrutschen muss, und wer am Kopfende sitzt, muss leiten.  Hat natürlich in der Praxis nicht so funktioniert wie gedacht, aber hey, wir fanden das damals eine tolle Idee. ~;D
Das ging dann knappe 3 Jahre so und dann hat sich die Runde aufgelöst, aus verschiedensten Gründen.

Tja und dann war erstmal Pause, bis es mich 2002 zum Studium woanders hin verschlagen hat. Da kam ich dann über einen ehemaligen Mitbewohner erst zu Magic: The Gathering und geraume Zeit später wieder zum Rollenspiel, als er nach Mitspielern für eine 7teSee (1stEdition)-Runde gesucht hat...und dann war es endgültig um mich geschehen.  ;D Ich habe dann irgendwann angefangen, mir auch andere Regelwerke zu kaufen und zu lesen...und irgendwann auch zu leiten. Bin dann auch 2004 in den ersten RPG-Verein eingetreten...und habe im Laufe der Jahre gemerkt, dass mir das Leiten viel mehr liegt und viel mehr Spaß macht, als das Spielen. Und daran hat sich auch nichts geändert in den letzten 15 Jahren. Die Begeisterung und das Interesse für das Hobby sind trotz zwischenzeitlicher Rückschläge (Runden-bzw. Spielermangel) nach wie vor ungebrochen.
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Offline Bruenor

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #32 am: 25.01.2020 | 20:50 »
Den ersten Kontakt mit dem Genre hatte ich durch Computerrollenspiele im Stile von „Eye of the Beholder I und II“ (die mein bester Kumpel und ich damals immer zu zweit vor dem Computer spielten) und den guten, alten Brettspielen "Heroquest" und „Starquest“.

Pen&Paper-Rollenspiele habe ich zum Ende meiner Realschulzeit im Jahr 1991 durch einen Schulkameraden kennengelernt. Der hat mir damals das D&D-Grundregelwerk, die klassische alte deutsche „Red Box“, ausgeliehen. Wir haben es dann zwar nie geschafft zusammen ein Spiel auf die Beine zu stellen, aber das war definitiv der Auslöser für meine immer noch anhaltende Begeisterung für das Hobby. Ich kann mich noch erinnern wie schwer es mir fiel, ihm die Box wieder zurückzugeben.

Daraufhin habe ich auch meinen ersten Fantasy-Roman, Salvatores Der gesprungene Kristall aus der D&D-Rollenspielwelt Forgotten Realms gekauft und spätestens da war es um mich geschehen. Nach den "Chroniken der Drachenlanze" gab es dann sowieso kein Zurück mehr. Da war ich etwa 17, also ein echter Spät-Einsteiger ins Hobby, sowohl was Pen&Paper, als auch Fantasy/Science-Fiction Literatur betrifft.
 
Meine erste Rollenspielrunde hatte ich dann kurze Zeit später in der Oberstufe, aber nicht mit D&D wie man nun meinen könnte, sondern mit DSA 2, da dies im Gegensatz zu D&D in den meisten Spielwarengeschäften vorrätig war. Schnell waren in der Klasse Gleichgesinnte gefunden bzw. andere Freunde zum Mitspielen überredet. So bildeten sich schnell 2-3 feste Rollenspielrunden, die jahrelang Bestand hatten.

Offline Yney

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #33 am: 25.01.2020 | 21:06 »
Ich war in der 5. Klasse, als wir (Bruder, Schwester und ich) mit unseren Eltern Freunde in Amerika besuchten. Auf dem Heimflug erzählte mir mein Bruder von einem Spiel, das so sei als würde man Herr der Ringe (den wir beide natürlich geliebt haben) selbst erleben und spielen. Das erschien mir zu dem Zeitpunkt ähnlich glaubhaft wie UFOs aber dann ließ sich mein Bruder aus Amerika die roten D&D Regeln schicken (zumindest in unserem Umfeld war das hier in Deutschland nirgends zu bekommen) und schwupps ging es los.

Zu Beginn noch ich mit einer ganzen Gruppe, die ich alleine spielte (auch Mitspieler waren schwer aufzutreiben). Und am Anfang hat uns natürlich das Englisch hier und da trotz aller Bemühungen immer wieder mal zum Stolpern gebracht. Ich erinnere mich voll Scham daran, einen "Mad Hermit" erschlagen zu haben, weil das irgendwie nach einem gefährlichen Monster klang (das Bild mit dem Kerl in seinem einsamen Baumstamm sah auch nicht zwingend nach einem Menschen aus).

Nicht all zu viel später kamen dann doch Freunde dazu und es wurde zum wöchentlichen Hobby (manchmal auch öfter).

Offline pan narrans

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #34 am: 25.01.2020 | 21:23 »
Es muß 1991 oder 1992 gewesen sein, als ich den Film Mazes and Monsters im TV gesehen habe. Den Streifen fand ich eher mäßig, aber dieses Spiel, nach dem Robbie Wheeling (gespielt von Tom Hanks) süchtig war, hatte es mir sofort angetan. Ich habe mich gefragt, warum es das nicht in Wirklichkeit gibt, habe angefangen Dungeons zu zeichnen, mir Monster auszudenken und einen Würfelmechanismus, um Konflikte abzuwickeln. Dann hat mir eine Klassenkameradin aus der Berufsschule erzählt, daß es sowas tatsächlich gibt und daß man das Rollenspiel nennt. Ich bin echt aus allen Wolken gefallen und am nächsten Wochenende habe ich das erste Mal DSA2 gespielt.
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Offline Waldschrat

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #35 am: 25.01.2020 | 21:35 »
Weihnachten 1990 oder 1991, es war jedenfalls in der 5. Klasse, hatte ich HeroQuest bekommen und damit begann die klassische Karriere  ;D

Auf dem PC - es müsste ein 386er gewesen sein - spielten wir Spiele wie Eye of the beholder (macht heute sogar noch mega Spaß) und ultima underworld.

Dann kamen die Jahre in denen wir Warhammer 40.000 spielten, damals nach der 2. Edition. Damlas floss jede Mark in meine Eldararmee  ~;D

Dann wurde Warhammer Fantasy gezockt bis ein Kumpel mit DSA ankam. Von der Idee des Pen&Paper Rollenspiels war ich so begeistert, dass ich keine Lust auf TableTop mehr hatte und ich glaube, wir haben dann auch nicht mehr wirklich gespielt. Verkauft wurde die Armee allerdings nicht, wenn ich die Figuren heute ansehe, kommen unheimlich viele tolle Erinnerungen an diese Zeit hoch  :)

Wir spielten lange nur DSA 3. Edition und ich würde sagen, dass es auch heute noch die WEIT beste Edition ist. Es kamen in dieser Zeit auch die besten Abenteuer heraus, aber das ist natürlich Geschmacksache. Für mich persönlich, aber das mag jeder für sich beurteilen, war die ZEit von 1990 bis 1997 die goldene Zeit für DSA und Shadowrun!

Shadowrun spielten wir dann von ca. 1995 an parallel zu DSA, Shadowrun 2.01d natürlich - und wer hätte es gedacht  ~;D - es ist natürlich die beste aller Editionen. Es ist einfach so viel Nostalgie dabei  :d

Also ein relativ klassischer Einstieg.....
Dem Dummen fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schreck in die Glieder

Offline Huhn

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #36 am: 25.01.2020 | 22:08 »
Alle so alt hier. o__o

Ich glaub, ich hab meine Origin-Story hier schonmal irgendwo erzählt, aber ich plausche auch gerne nochmal. Mich hat meine Huhn-Mama zum Rollenspiel gebracht. Sie hatte irgendwo so ein steinaltes Fighting-Fantasy-Spielbuch ausgegraben und wir haben als "Familienevent" das Buch durchgespielt. Sie las vor und übersetzte, ich und meine Geschwister durften entscheiden, wo es langgeht. Da war ich... keine Ahnung... 13 oder 14 oder so? Und dann erzählte sie, dass sie früher auch mal Rollenspiel spielte und das sei so ähnlich, bloß dass man ganz frei entscheiden kann. Da waren wir Feuer und Flamme! Ich hab noch eine interessierte Freundin aufgetrieben und wir haben unseren eher mäßig begeisterten Stiefvater belabert und los ging es mit dieser absolut nutzlosen Gauklertruppe, die Rudolf den Strolch fangen sollte, es aber irgendwie nicht hinbekam. Regeln hatte meine Mutter sich ausgedacht, die waren grob an Fighting Fantasy angelehnt. Von der Runde erzählen wir heute noch. Wir haben zweimal gespielt und dann schlief das Ganze leider ein. Ich hatte leider keine Freundinnen (außer dieser einen, die sich aber wiederum mit den anderen nicht vertrug), die Lust auf Rollenspiel gehabt hätten und damit war das Thema dann für mich erstmal bis zum Abi durch. Internet war ja auf dem Land auch eher keine Option.

Ich hab das Thema aber im Hinterkopf behalten und 2009, einige Monate vor Studienbeginn, auf Studi-VZ (ach ja ::)) auf meinem Profil vermerkt, dass ich ab diesem und jenem Semester als Neuling auf der Suche nach einer Rollenspielgruppe bin. Und wundersamerweise hat sich tatsächlich jemand bei mir gemeldet! Der graste, wie er mir hinterher gestand, offenbar systematisch Ersti-Gruppen auf der Suche nach Rollenspielnachschub ab. :D Er führte mich dann in einem langen E-Mail-Kontakt liebevoll in D&D 3.5 ein. Schickte mir auch Regeln zu und eine suuuperdetallierte Anleitung zum Charakterbau, mit deren Hilfe ich das tatsächlich alleine hinbekam! Allerdings hab ich nach wie vor den Eindruck, dass der mich auch hat auf die Schippe nahm (Huhn ist super-naiv, wie hier wohl alle wissen dürften ;D). Hat mich dazu gebracht, meinen Charakter im Kerzenschein zu bauen und irgendein merkwürdiges Würfelritual durchzuführen, von wegen beim ersten Charakter müsse man das so machen.  ;D ;D ;D Der wird sich zuhause bepisst haben vor Lachen. :D Naja die Runde selbst war ok, allerdings mir viel zu regellastig und irgendwann auch zu voll (zwischendrin waren wir acht Leute). Zudem war der SL, neben der Tatsache, dass er privat ein sehr netter Mensch war, Burschenschaftler und die Runde fand in diesem Burschenschaftsgebäude statt und das war mir, zusammen mit negativen Erlebnissen mit seinen Mit-Burschenschaftlern, dann irgendwann sehr suspekt. Die Runde löste sich auch relativ schnell auf, als der SL wegzog.

Hab dann aber, völlig unabhängig vom Rollenspiel, den gar wundervollen Hellstorm kennengelernt, der zu meiner großen Begeisterung nicht nur eine Schwatztüte, sondern auch Rollenspieler war. Der wies mich darauf hin, dass es (damals) in Leipzig einen Rollenspielladen gab, in dem jeden Dienstagabend ein freier Rollenspielabend stattfand. Und überredete mich, dort mal hinzugehen. Beste Entscheidung meines Lebens. Hab dort sehr viele liebe Menschen kennengelernt, mit denen ich zum Teil immer noch befreundet bin. Hab viele Systeme und SL kennengelernt. Und die nWoD. Und das war ja, im Gegensatz zu D&D 3.5, das mich beinahe wieder aus dem Hobby vertrieben hätte, meine erste große Rollenspielliebe. Erzählspiel mit überschaubaren Regeln! Dystere Gestalten mit gar schröcklichem Hintergrund! :-* Ich war absolut begeistert!

Bin ja dann auch recht steil eingestiegen - ich glaube, so seit 2010 oder 2011 bin ich Mitglied im Rollenspielverein und ich hab auch relativ schnell mit dem Leiten angefangen. Mit Cthulhu, auf irgendner Messe, wo ich Schnupperrunden für den Verein angeboten habe, meine ich. Seit 2013 bin ich hier im Forum. Wer mein Profil ausführlich genug stalkt, kann meinen alten Vorstellungsthread noch finden. :D

Ich bin bis heute den eher regelarmen Spielen treu geblieben, handwedele viel und mit Wonne und betreibe auch immer noch Systemhopping, weil ich so gerne Neues kennenlerne. :) Meine Mutter spielt übrigens nach wie vor kein Rollenspiel. Hat mich angefixt und es dann gleich wieder bleiben lassen. Ich glaube, es ist ihr schlicht zu zeitaufwendig. ::)
Wer gackert, muss auch ein Ei legen.

Offline Urias

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #37 am: 25.01.2020 | 23:34 »
Die Ursprünge liegen wohl so im Jahr 1998 herum. Ich war damals acht Jahre alt und hatte einen Klassenkameraden der Heroquest hatte (ich glaub er hat es von seinem Onkel geschenkt bekommen, inklusive aller deutschen Erweiterungen). Irgendwann war ich dann bei ihm zuhause und sein älterer Bruder hat DSA ausgepackt. Wir haben uns Charaktere gemacht (glaub mein erster Char war ein Torwaller) und dann irgendwie herumgedödelt. Viel regelkonformes Rollenspiel gab es aber irgendwie nie, zum Teil wurden von unserer doch sehr jungen Crew auch Regeln von Armalion (dem DSA-Tabletop) und DSA vermischt und es kam nix sinnvolles heraus. Ich war aber angefixt und hab mir bei jeder Gelegenheit DSA-Zeug kaufen lassen und bei uns im Hort Runden geleitet - auch total Random und so überhaupt nicht regelkonform. Jetzt wo ich drüber schreibe fällt mir aber ein, dass das wohl nicht unbemerkt blieb weil eine unserer Hortpädagoginnen mal mitgespielt hat und sich nen Charakter namens Falballa gemacht hat. Witzig an was man sich so erinnert...

Als ich dann in die Unterstufe kam ging das weiter aber wirklich unorganisiert und sehr random (200 Seiten lesen? Das war mir als 12jähriger ja doch unzumutbar), etwa mit nem Freund in der Nachmittagsbetreuung. So for real gings erst los als ich im Internet auf nen Rollenspielverein in der Nähe gestoßen bin. Der hat halt ca. 30 Autominuten entfernt gespielt. Aber meine Eltern waren da lieb zu mir und haben mich regelmäßig hingefahren und auch spätnachts wieder abgeholt. Im Rückblick behaupt ich jetzt einfach mal, dass der Grund dafür nicht zuletzt die Scheidung meiner Eltern war und sie sich gedacht haben das hilft mir ein wenig das zu verarbeiten. Hat es ziemlich wahrscheinlich auch. Dem Verein hab ich dann auch lange die Treue gehalten bis ich dann zum Studium nach Wien bin. Da hat sichs dann länger erledigt bis ich in jüngerer Vergangenheit mal versucht habe ne Runde auf die Beine zu stellen. Ging bei meinem Freundeskreis auch recht gut, nur mit der Kontinuität hats immer mal wieder gehapert. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf.

Btw: Ich mag den Thread. Da kommen schöne Geschichten raus  :)
Ohne Gott ging es nicht weiter, und so hab ich mich entschieden, / meiner ist jetzt der Alkohol. / Ich trank ein paar Schlücke und ich fand meinen Frieden / und ich fühlte mich kurzfristig wohl. - Joint Venture, Der trinkende Philosoph

Cynom

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #38 am: 26.01.2020 | 00:03 »
Der große Bruder eines Freundes hatte das alte Star Trek Rollenspiel im Schrank, damit fing es erstmals an, allerdings ohne wirklich einen Begriff für Rollenspiel zu haben und inwieweit sich das von anderen Spielen / Brettspielen unterscheidet. Wir haben Charaktere gebaut und größtenteils phantasiert, ohne langwierige Geschichten zu spielen. Das müsste Ende der Grundschule gewesen sein.

Anfang der weiterführenden Schule spielte ein anderer Freund DSA. Mit ihm und seinen Eltern waren wir auch die ganze Zeit auf Mittelaltermärkten, Bogenschießen usw. Daraus entstand die erste tatsächliche Runde. Mein erster Charakter war ein Moha, der am Ende des Abenteuers Besitzer eines Schiffes und einer Burg war, weiß nicht mehr wie es dazu kam. Die Runde hielt aber nicht lange, waren nur ein paar Sitzungen.

In der 8. oder 9. Klasse kam ich dann an die richtigen Nerdfreunde. Einstieg waren regelmäßige Magic-Runden in den Schulpausen, abends dann irgendwann D&D im Keller eines Freundes aus der Gruppe. Man hing zusammen im lokalen Rollenspielladen oder später im Games Workshop ab. Aus D&D wurde irgendwann Shadowrun, dann mal Storytellerkram.

Im Studium dann neue Leute, neue Gruppen. D&D, Cthulhu, Pathfinder.. einige Freunde sind seither geblieben.
« Letzte Änderung: 26.01.2020 | 00:05 von Cynom »

Offline Magdalena

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #39 am: 26.01.2020 | 18:24 »
Irgendwann in der Oberstufe (lang ist's her) setzte ich Mal wieder beim Schulsport aus (Mädchen-Probleme) und ein Klassenkamerad hatte ein DSA3 Heftchen dabei, dass ich da las. Am Anfang fing mich das Spiel selbst gar nicht wirklich ein. Aber ich liebte es, die Weltbeschreibung zu lesen...
Mein erstes eigenes Rollenspiel Produkt war folgerichtig die "Welt des Schwarzen Auges"-Box. Mühsam vom Taschengeld zusammen gespart, schwänze ich an einem Tag die Schule und fuhr statt dessen nach Bremerhaven um sie im örtlichen Spieleläden zu kaufen... Ich musste mich beeilen, damit ich auch pünktlich nach Schulschluss wieder in Nordenham war.  ::)

Wirklich mit dem regelmäßigen Spielen begann ich dann erst mit dem Studium. Und erst ein paar Jahre drauf weckte ein Freund bei mir die Lust zum Spielleiten - und das dann natürlich mit Cthulhu.  8) Und dabei bin ich bis jetzt auch geblieben - nicht nur bei Cthulhu, sondern generell bei der SL.  ;D

Offline McMolle

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #40 am: 26.01.2020 | 18:53 »
Es muss 2001 gewesen sein, als ich im Media Markt das Spiel "Gothic" für 10DM sah. Ich hatte darüber schon einiges bei Giga TV gehört, und dachte, für das Geld gebe ich ihm eine Chance. Ich war sofort angefixt...

Etwas später bin ich dann auch zu Baldurs Gate gekommen, und trotz zähem Start (mein erster Charakter war doch tatsächlich Magier  ::)) fand ich auch daran Gefallen.

Allerdings gab es in meiner Stufe niemand, der auch P&P zockte; davon hörte ich immer nur von einigen Mitspielern aus der Theater-AG. Da die aber a) in der entgegengesetzten Richtung wohnten, b) die Anbindung an die Öffentlichen eine Katastrophe war und ich c) auch noch 2 Jahre jünger war (WELTEN waren das zu Schulzeiten) blieb es erst mal beim Zaungast. (Okay, LARP durfte ich so 2003 rum mal mitmachen, das war zwar ganz nett, hat mich aber nicht so angefixt...)

Im Studium traff ich dann auch erst mal keine Leute, die so was zockten, daher blieb ich erst mal bei PC-Rollenspielen. Bis dann gegen 2010 (+/- 2 Jahre) einer der ehemaligen Theater-Kollegen sein Studium an meinem damaligen Wohnort fortsetzte und mich zu einer (oldschool  8)) AD&D-Runde einlud. Da war es um mich geschehen  ;D
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Offline Blanchett

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #41 am: 26.01.2020 | 22:52 »
Ihr erzählt Interessante Geschichten!!! Und ich dachte schon, das ich eine der wenigen bin, die mehr als einen Satz dazu zu sagen haben

Offline Luxferre

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #42 am: 27.01.2020 | 07:01 »
Ich war schon immer ein sehr phantasievoller Mensch. Als Kind habe ich in der 2. Klasse schon Karl May gelesen und mit meinen Kumpels mit Lego Gefechte und "Rollen" gespielt.
Als dann irgendwann "Der Hexenmeister vom Flammenden Berg" erschien war ich so ... mittelbegeistert.
Aber HeroQuest hat mich dann so 1989 gepackt. Es war auf einem Campingplatz kurz nach meinem 11. Geburtstag, als Sommerferienfreunde von mir dieses Spiel auspackten. Wir zockten jeden Tag, dachten uns eigene Helden aus und neue Missionen, neue Erweiterungen und alles, was das kindliche Hirn noch so erdachte.
Und zwei oder drei Jahre später standen meine Sommerferienfreunde mit einer Box mit 4 Helden drauf vor mir und erzählten mir von noch mehr, gar unendlich möglichen Abenteuern ... es war sofort um mich geschehen. Darauf hatte ich nur gewartet. Wir hatten sowas auch schon selbst erdacht, aber hat auf Recycling-Karopapier und die Regeln waren so HeroQuest ohne Brett  >;D
Ich habe diese Sommerferien auf dem Campingplatz noch immer in allerbester Erinnerung!
Diese besagte Box war natürlich DSA
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...und ich wollte natürlich den schneidigen Kerl links spielen.
Mir wurde gesagt, das sei ein Thorwaler, ein Wikingerpirat. Fand ich cool und habe ihn ausgewürfelt und gleich losgespielt, während die anderen noch ihre Charaktere erschufen  ~;D
Einige Zeit später habe ich das dann meinen AMIGA-Kumpels in der Schule erzählt, die mir dann Eye of the Beholder zeigten. Ich war Feuer-und-Flamme. Aber am Tisch haben wir trotzdem DSA gespielt. Nicht oft und irgendwie nur zu zweit. Daran erinnere ich mich nur noch sehr undeutlich. Aber als dann plötzlich andere undere Schulhof-Nerd-Gespräche mitbekamen, hatten wir plötzlich Leute, die uns zu AD&D einluden und zur gleichen Zeit eine Rollenspiel AG am Gymnasium anboten. Das war ja EoB auf dem Spieltisch o.O wir waren nochmals mehr angefixt und es gab über einige Jahre keine anderen Themen. Leider litt da auch die schulische Leistung. Zum Glück hatte ich dann meine erste Freundin (die war echt schlau!) und zack, habe ich mich schulisch wieder auf ein erträgliches Niveau gehoben und trotzdem gespielt, wie ein Großer. DSA, AD&D und RoleMaster. Richtung Abi habe ich dann Ältere kennen gelernt, mit denen ich zu Silvester 97 eine neue Gruppe gründete. RoleMaster sollte es sein und wir spielten bis zur Ohnmacht. Bis zu 16 Stunden am Stück, einige waren bereits eingeschlafen und irgendwie war es luzide und unwirklich, aber total cool.
Ganz nebenbei auch im RL haften geblieben - glücklicherweise!
Aber RSP hat sich neben Sport zu meinem Hobby Nr.1 gemausert.

Ergo:

Spielbuch -> HeroQuest -> DSA -> AD&D -> RoleMaster -> die GroßeweiteweltTM in Foren kennengelernt ...

Campingplatz -> Zuhause -> Schule -> Zuhause


Spannend, das nochmals so runterzuschreiben. Und doch so banal eigentlich.


PS ich habe mir demletzt DSA2 gekauft. Was für ein Nostalgietrip  :headbang:
‘Consider the seed of your generation:
You were not born to live like animals
But to pursue virtue and possess knowledge.’

Offline Grubentroll

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #43 am: 27.01.2020 | 07:05 »
Mein sehr guter Freund Simon hat mir am Ende der Sommerferien 1986 das Buch der Regeln von DSA 1 mitgegeben zum durchlesen. War noch die schöne allererste Edition mit allen Bryan Talbot Bildern und dem Holitzka-Cover.

War schon auf dem Weg nach Hause total geflasht, und es hat mich nie wieder los gelassen.
« Letzte Änderung: 27.01.2020 | 08:08 von Grubentroll »

Offline Clagor

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #44 am: 27.01.2020 | 07:35 »
Nachdem ich zuerst auf dem Amiga Ultima III und IV gespielt hatte und auch dem Herr der Ringe gelesen habe war es schon fast vor bestimmt. Es begab sich das im Kino der DSA Werbespot lief und zwar vor dem Film Conan der Zerstörer. Das war mal Werbung die bei mir perfekt funktioniert hat. Nicht viel später dann in der Buchhandlung die DSA 1 BOX gesehen und gekauft und dann erst Silvanas Befreiung und dann unterm Nordlicht gleich geleitet. Die Box bzw. die Hefte habe ich immer noch und zwar die nicht zensierte Version.

Nachdem wir eine Weile DSA 1 und DSA 2 gespielt hatten sagt uns jemand he spielt Midgard, das ist um Längen besser. Also wieder in die Buchhandlung die Migard 2 Regeln bestellt und dann bis in die 90 nur noch Midgard gespielt.

Gesamt ist das alles schon lange her.

LG
Clagor

Offline Nodens Sohn

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #45 am: 27.01.2020 | 10:25 »
Mein Einstieg in das Thema Rollenspiel war so gegen 1983. Ich war gerade bei meiner Tante zu Besuch und hörte aus dem Wohnzimmer so Sätze wie: "Mein Magier spricht jetzt Hammerwand!" oder "Nimm dies du Strolch!", "Mein Zwerg spaltet dem Ork mit seiner Doppelblattaxt den Schädel!".

Was für ein Blödsinn, dachte ich, war aber doch neugierig genug und stellte mich mal dazu um das Ganze zu beobachten. "Schwerter und Dämonen" (Tunnels and Trolls) hieß dieses seltsame Spiel. Kurzerhand schnappte mich mein Cousin, verpasste mir einen vorgefertigten Charakter - Eine Fee. Ich glaube eigentlich wollte er mich ärgern, doch fand ich es ziemlich cool herumzufliegen und mit meinem Zahnstocher fies und hinterrücks zustechen zu können.

Naja, ab da hatte es mich. Bin nie mehr davon losgekommen.

Offline unicum

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #46 am: 27.01.2020 | 10:35 »
frühe 80er (?)
Ich hatte im Spielefachgeschäft zwar schon die rote Box von D&D gesehen, aber die war mir zu teuer um sie so einfach zu kaufen.

Aber ich spielte aktiv Schach (Kreisliga),... und da hatte jemand die rote Box,... ich fragte etwas nach und hab sie mir dann mal ausgeliehen.
Am nächsten Tag stand ich dann in der Schule vor dem Kopierer (10 Pfennig eine Seite) und es kahmen Klassenkameraden dazu.
K: Was ist das?
Ich: Ein Rollenspiel!
K: Wie spielt man das?
Ich: keine Ahnung.
K: Wir haben 2 Stunden frei jezt - wir spielen!

Als danach noch festgestellt wurde "man braucht einen Spielleiter" - war auch klar wer das macht, und dann war in dem einsteigerdungeon dieser passus als man in den 2ten Level hinuntergeht "Ab hier kann der GM dann weitermachen - wir haben ja gezeigt wie das geht (oder so ähnlich).
« Letzte Änderung: 27.01.2020 | 10:39 von unicum »

Offline Vigilluminatus

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #47 am: 27.01.2020 | 10:48 »
War purer Zufall. Bin im Studium 2005 aus meinem Einzel-Studentenzimmer geflogen und musste in ein anderes Heim ziehen, da dann natürlich wieder im Doppelzimmer. Mein Kollege dort war ein amerikanischer Austauschstudent, der in mir sofort den Nerd erkannt und mich in seine D&D-Runde eingeladen hat. Kannte bis dahin nur computerbasierte RPGs wie Neverwinter Nights und mochte die sehr (besonders das Charakterbauen), war also absolut dafür, das mal am Tisch auszuprobieren. Also hat er ein paar andere Amis zusammengetrommelt und wir haben Age of Worms begonnen. War nicht glorreich, weil ich mich mehr darauf konzentrieren musste, dem schnellen Englisch zu folgen, sodass mein Char eher der "hört alles, spricht selten"-Typ war, aber das Spiel selber hat mich nie mehr losgelassen.

Der DM und ich sind immer noch gut befreundet - und ich hab bereits zweimal meinen Urlaub genutzt, um ihn einmal in Ohio, wo er aufgewachsen ist, und einmal in Tokyo, wo er jetzt lebt, zu besuchen.

Offline Grubentroll

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #48 am: 27.01.2020 | 11:10 »
Was für ein Blödsinn, dachte ich, war aber doch neugierig genug und stellte mich mal dazu um das Ganze zu beobachten. "Schwerter und Dämonen" (Tunnels and Trolls) hieß dieses seltsame Spiel. Kurzerhand schnappte mich mein Cousin, verpasste mir einen vorgefertigten Charakter - Eine Fee. Ich glaube eigentlich wollte er mich ärgern, doch fand ich es ziemlich cool herumzufliegen und mit meinem Zahnstocher fies und hinterrücks zustechen zu können.

Bei den heutigen Rollenspielen müsstest du erstmal einen Tag dich hinsetzen und Charakterbauen mit 20 Splatbooks.

Das war schon einfach damals neue Leute zum Spiel zu kriegen.

Online Crimson King

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #49 am: 27.01.2020 | 11:25 »
Die älteste Erinnerung, die ich habe, ist, dass ich an meinem vierten Geburtstag eine Ritterburg geschenkt bekommen habe. Ich habe keinen Plan, ob ich entsprechende Interessen bereits vorher hatte oder ob sie damit entstanden sind. Ich hatte aber seit meiner Kleinkindzeit ein Faible für Abenteuergeschichten im Fantasy- und pseudohistorischen Gewand, Drachen, Ritter, Piraten, Musketiere, Western, Star Wars etc. Dementsprechend gab es auch jede Menge Spielzeug mit solchen Themen.

1988 bin ich dann mit dem Computerspiel The Bard's Tale in Berührung gekommen. Das Spiel hatte mich komplett in seinen Bann gezogen. Ein paar Monate später kam ein Schulkollege an und meinte, das gibt es auch als Brettspiel und kam mit der D&D Red Box um die Ecke. Er hat ironischerweise schnell wieder davon abgelassen, aber ich war für den Rest meines Lebens angefixt von diesem Hobby. Dabei waren die Sachen, die wir um 1990 gespielt haben, ziemlich furchtbar, weil ich als einizge SL sowohl von Spielleitung als auch von Abenteuerdesign kaum Plan hatte. Aber das Konzept war wie für mich gemacht.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe