Autor Thema: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?  (Gelesen 6031 mal)

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Offline sindar

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #50 am: 27.01.2020 | 12:59 »
Ein Klassenkamerad hat mich in einer Hohlstunde am Schlaffittchen gepackt und in seine DSA-Runde geschleppt. War irgendwann Mitte der 80er. Ich war sofort angefixt, auch wenn wir damals nach meinen heutigen Anspruechen wuesten Mist zusammengespielt haben.
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Offline Rowlf

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #51 am: 27.01.2020 | 21:57 »
1993:

1. Die ersten Shadowrun-Romane von Heyne  gelesen, ständig über die Werbung zum "Rollenspiel" gelesen, das irgendwie dazu gehören soll. War irritiert, konnte mir nix vorstellen.
2. In der Zeitung vom Umzug eines "Rollenspielladens" in Ulm gelesen. An Shadowrun-Werbung gedacht...
3. In selbigen Laden gestiefelt, mir "Rollenspiel" erklären lassen. Händler riet mir aber von Shadowrun (2e) als Einstiegsprodukt aber und gab mir stattdessen die neu erschienene Einsteigerbox von Midgard (Klee-Verlag).
4. Regelwerk & Abenteuer gelesen, Freunde zusammengetrommelt (die auch noch nie was davon gehört hatten) und als Spielleiter gleich mal losgelegt.

Waren schöne, halbwegs regelmäßige Runden - wir waren chaotisch, hatten aber viel Spaß. Leider nahm ich nie Kontakt zu weiteren Rollenspielern in Ulm auf.

1994:

5. Studienbeginn in einer anderen Stadt. Rollenspieler en masse kennengelernt und intensivst gespielt. Hauptsystem natürlich Midgard, aber irgendwann noch in diesem Jahr kam dann doch Shadowrun dazu...

So fing es bei mir an. 27 Jahre ist hier ja nicht die Ewigkeit...

Offline General Kong

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #52 am: 27.01.2020 | 22:05 »
Ich kann da zwar nicht für die anderen sprechen, aber ich finde so Jungspunde wie du sollten hier gar nicht posten, sondern erst einmal zu Füßen der Alten sitzen und lauschen ... andächtig lauschen.

Und ob der Weisheiten in den Erzählungen mitschreiben.
Mit dem Stift! (Das ist so ein Dings, das macht Papier dreckig.)

1993? Hah!

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Online BBB

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #53 am: 27.01.2020 | 22:36 »
@Kong: Ich lausche und schreibe ehrfürchtig mit... ;)
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Offline DonJohnny

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #54 am: 27.01.2020 | 22:45 »
Sagaland Abenteuerspielebücher von Ravensburger, muss so um 99/00 gewesen sein. Im Klappentext stand, dass die Autoren auch "andere Rollenspiele" geschrieben hätten. Die Bücher fand ich ziemlich cool und als mir ein Klassenkamerad meinen ersten EMP-Katalog mitgegeben hat, hab ich dort entdeckt, dass man da DSA, das Rollenspiel bestellen kann. Hab mich ganz schön gewundert was "Gruppenabenteuer" sein sollen, da ich nur die Abenteuerspielebücher kannte, konnte ich mir da wenig drunter vorstellen. Grundbox bestellt, die ersten paar Seiten gelesen und gewusst: DAS IST ES, DANACH HABE ICH DIE GANZE ZEIT GESUCHT! GEIL! Ein bisschen mit meinen Brüdern und und Freunden gespielt und irgendwann, während meiner Mitarbeit im Ferienwaldheim von einem anderen Mitarbeiter (an dieser Stelle viele Grüße an Mike, wo auch immer du grad rumhängst) angesprochen worden, dass sich gerade vor ein paar Monaten in Biberach ein Rollenspielverein gegründet hätte. Der Rest ist Geschichte...
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Offline CaptainMorgan

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #55 am: 27.01.2020 | 22:46 »
Nachdem meine Rollenspiel-Karriere im Herbst 2019 die Volljährigkeit erreicht hat, geistert mir folgende Frage durch den Kopf:

Wie sind eigentlich die Tanelornies zu Ihrem Hobby gekommen? Und gibt es dort auch so merkwürdige Geschichten wie meine?

Gilt das nur für Pen & Paper und ähnliche Formen oder auch für Gaming?

Offline Rowlf

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #56 am: 27.01.2020 | 22:47 »
@Kong: Ich bin froh, dass ich noch nicht so alt ... weise ... hust ... bin. Dann dürfte ich noch eine ordentliche Weile länger leben und spielen können. ~;D

Äh, dazu natürlich: ...und vorher noch ein wenig sitzen und lauschen dürfen.

Offline Sphinx

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #57 am: 28.01.2020 | 13:40 »
Hatte nie was vom Rollenspiel gehört bis Mitte 20.
Meine Freundin die da noch 600km weit weg studiert hat, war dann in eine kleine Runde gerutscht, und hat schon sehr lustige Storys davon berichten können. Irgendwann war ich zu Besuch und es war ein Termin der Runde in der sie Spielt. Wurde eingeladen und hab einen NPC übernommen. Hat viel Spaß gemacht und ab da hab ich mich fürs Rollenspiel interessiert.

Es war also ein glücklicher Zufall. Einer der Grunde warum ich denke das Rollenspiel ein Bekanntheitsproblem hat. Und es noch viel mehr Rollenspieler geben würde, wenn mehr Menschen wüssten das es das gibt.

Offline Rhylthar

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #58 am: 28.01.2020 | 14:45 »
1988 bin ich dann mit dem Computerspiel The Bard's Tale in Berührung gekommen. Das Spiel hatte mich komplett in seinen Bann gezogen.
Hier muss ich nochmal einhaken:
1988 müsste Bard´s Tale III gewesen sein, dass ich (nach Bard´s Tale II) auch wie ein Verrückter gespielt habe (unvergessen: das Code Wheel). Ein Jahr später habe ich mir Ultima V für den C-64 (8 (!) 5 1/4 Zoll-Disketten...daher kommt der Begriff "Discjockey"!), was nochmal einen draufsetzte. Faszination pur (und meine Eltern bereuten schnell, mir einen C-64 geschenkt zu haben...).

Kurz danach ging es dann auch "richtig" los...und ich habe jetzt Bock auf Ultima V. :(
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Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Offline Yney

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #59 am: 28.01.2020 | 15:03 »
Und ob der Weisheiten in den Erzählungen mitschreiben.
Mit dem Stift! (Das ist so ein Dings, das macht Papier dreckig.)

1993? Hah!

Wenn ich das richtig nachgelesen habe, dann fand der Erstkontakt des werten Kong 1983 statt. Ist dann, da ich da noch gigantische vier Jahre drauf legen kann, der logische Schluss, dass du, Kong also erst mal bei mir lauschen und mitschreiben musst (wir hatten noch diese Wachstafeln), damit dann die mitteljungen Hupfer deiner Weisheit teilhabig werden können, um die gewonnenen Erkenntnisse dann den Jungen weiterreichen zu können (nur digital, versteht sich), die den Kiddies bescheid geben, damit die Noobs von denen lernen können? ;)

Aber zum Thema: Es ist spannend, wie unterschiedlich die Wege dann doch sein können. Aber irgendwie sind die meisten von uns da eher hinein gestolpert, als es bei der Suche nach einem neuen Zeitvertreib unter mehreren Alternativen zu erwählen.

Offline Huhn

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #60 am: 28.01.2020 | 15:06 »
Aber irgendwie sind die meisten von uns da eher hinein gestolpert, als es bei der Suche nach einem neuen Zeitvertreib unter mehreren Alternativen zu erwählen.
Ich glaube, die wenigsten Menschen sitzen tatenlos herum und denken sich plötzlich aus heiterem Himmel: "Ich brauche ein Hobby!" und suchen sich dann nach Probestunden beim Golfen, Kirchenchor und Rollenspiel das Rollenspiel als bestes Hobby aus. ;D
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Offline DonJohnny

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #61 am: 28.01.2020 | 16:42 »
@Huhn: Hätte ich bevor ich damit angefangen habe gewusst, dass es so was wie Rollenspiel gibt, hätte ich es gesucht. Im Prinzip habe ich mit meinen Brüdern oft etwas ähnliches schon gemacht, manchmal ging es eher in die "LARP-Richtung" manchmal haben wir schon mit Playmobil (Das Wild-West-Zeug haben meine Eltern und ich find das immer noch richtig geil) schon komplexere Geschichten gespielt. Als ich das erste mal in der DSA-Basisbox gelesen habe, habe ich mir gedacht: Cool, im Prinzip das, was wir irgendwie schon lange machen, nur jetzt endlich mit Regeln!
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Offline Ninkasi

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #62 am: 28.01.2020 | 17:17 »
vielleicht auch passend zumm Thema:
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,47588.25.html
ist zwar schon über Zehn Jährchen her, wie die Zeit verfliegt...

Offline General Kong

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #63 am: 28.01.2020 | 17:28 »
1. Was das Huhn sagt.
2. Klar ist auch Cowboy & Indianer spielen so etwas ähnliches wie LARP ohne Regeln ("Du bist tot!" - "Bin ich nicht!" - "Wohl! Ich habe dich erschossen!" - "Aber erst nachdem dich mein unsichtbares Messer traf!" - "Ihr seid all doof! Ich geh nach Hause! BÄH!" - "Selber bäh! Kommste morgen wieder?" - "Ja. Aber jetzt bin ich nicht tot, beleidigt und geh nach hause. Bäh!").
Und das Spielen mit Soldatenfiguren, Rittern oder Western-Playmobil eine frühe Form des Kosim bzw. Skirmish-Tabletop.
Und Märchenerzählen ist wie Rollenspielen-Railroading
Anknüpfungspunkte finde man überall.
3. Ich glaube, dass auch viele andere Leute in Hobbys hineinstolpern und z.B. mal einfach mit einem Freund zum Fußballverein oder auf die örtliche Skaterbahn gehen und sich nicht zu Hause an den Tisch setzen, eine Liste machen mit der Überschrift "Meine möglichen Hobbys" und die dann nach der Prioritätensetzung abarbeiten.

@ Sagadur:
Waren antediluvische Vampire nach Forenhausordnung nicht ausdrücklich von solchen Diskussion wie dieser hier ausgeschlossen? Weil Beiträge wie "Als mir Karl der Große meinen ersten W20 schnitzen ließ..." oder "Julius Caesar spielte einen Half-Elfen Kämpfer-Zauberer-Kleriker des Jupiter der Stufen 23/ 3/ 14 mit Vorpal Sword +3, +5 gegen Gallier und magischem Schild +3, kam dann aber nach den Iden des März nicht mehr zu den Sitzungen, der Arsch!" immer so ausarteten.
Ich meine, da gab es so einen Passus ...
« Letzte Änderung: 28.01.2020 | 18:48 von General Kong »
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Dioto

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #64 am: 28.01.2020 | 17:28 »
Ich habe mich seit jeher für Computerrollenspiele interessiert, aber wirklich auf die Idee gebracht, es mal am Spieltisch auszuprobieren, hat mich das Dragonstrike-Video von Spoony.

Offline Ninkasi

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #65 am: 28.01.2020 | 17:41 »
Es muß 1991 oder 1992 gewesen sein, als ich den Film Mazes and Monsters im TV gesehen habe. Den Streifen fand ich eher mäßig, aber dieses Spiel, nach dem Robbie Wheeling (gespielt von Tom Hanks) süchtig war, hatte es mir sofort angetan. Ich habe mich gefragt, warum es das nicht in Wirklichkeit gibt, habe angefangen Dungeons zu zeichnen, mir Monster auszudenken und einen Würfelmechanismus, um Konflikte abzuwickeln.

Also das dieser Film jemanden zum Rollenspiel gebracht hat ist großes Kino.  ~;D

Offline Talwyn

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #66 am: 28.01.2020 | 18:09 »
Mein Cousin hat anno '91 das Abenteuer-Basisspiel von Schmidt Spiele zum Geburtstag bekommen und konnte damit so gar nichts anfangen, bis ich in den Sommerferien eine Woche zu Besuch war. Ich glaube er selbst hat es nie wirklich gespielt, aber ich war von diesem Zeitpunkt an süchtig.
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Offline Weltengeist

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #67 am: 28.01.2020 | 18:13 »
Also das dieser Film jemanden zum Rollenspiel gebracht hat ist großes Kino.  ~;D

YMMD! ~;D
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Spielt derzeit: Wilde See (Savage Worlds), Eberron (Savage Worlds)
In Vorbereitung: -

Offline pan narrans

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #68 am: 28.01.2020 | 18:52 »
Also das dieser Film jemanden zum Rollenspiel gebracht hat ist großes Kino.  ~;D
Der Streifen ist zwar nicht ironisch gemeint, im Gegensatz zu Dark Dungeons https://www.youtube.com/watch?v=LADLv1803Vw , aber für mich war das schon überzogen genug, um die gleiche Wirkung zu entfalten.  >;D
And the Lord said unto John, come forth and ye shall receive eternal life. But John came fifth and won a toaster.

Offline Schlangengott

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #69 am: 28.01.2020 | 18:58 »
Durch meine Kumpelinen im Jugenclub und zwar das alte Star Wars Rollenspiel... :w6: :w6: :w6: :headbang:
"Die Menschen sterben und sind nicht glücklich"

Albert Camus

"Auf jeden Fall ist dieser "Auteur" (Schlangengott) ein echtes Phänomen. Eine Art Rollenspielentwickler-Kaspar-Hauser-Kaiser-Caligula-Chimäre. Da DARF, nein da MUSS man gespannt sein."

Zornhau

Offline Prisma

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #70 am: 28.01.2020 | 21:05 »
Es fing an als ich damals Einsamer Wolf und Battletech entdeckte. Ich wohnte damals in Dortmund und jemand aus meinem Umfeld erzählte von diesem kleinen Laden „Spiel und Fantasy II“. Es gab damals so eine flüchtige Idee selbst ein Abenteuerbrettspiel zu bauen (also für uns, nichts professionelles) und der Laden hatte einfach interessantes Material. Und die hatten wirklich alles. Battletech und Metal Magic Zinnfiguren, und so ziemlich alles an Rollenspielmaterial. Damals war ich etwas überfordert und hatte keine Ahnung was das alles für ein Kram war, aber er gefiel mir sehr. Dort kaufte ich auch mein aller erstes Hobby-Material: Es war ein W10 (damals nur ein ulkiger zehnseitiger Würfel den ich für Einsamer Wolf nutzen würde), eine Metal Magic Zinnfigur von einem Bogenschützen (Elf?) und ein Kampftitan Mech für Battletech. Ich habe alles noch. Bestimmt auch noch den Würfel, aber ich kann nicht sagen wo der ist.

Als Einsteigersystem hatte man den Kumpels zu MERS geraten, so kaufte auch ich das Einsteigerheft zu MERS. (Mein allererstes echtes Rollenspiel, yay! Aber bisher nie gespielt, ay...) Besonders viel anfangen konnte/n ich/wir damit aber nicht. Wer zum Teufel war Gandalf? Hobbit? Barde? Der Herr der Ringe? Wie man das spielen sollte wussten wir auch nicht. Aber man konnte „irgendwelche“ Werte in die Charakterbögen eintragen – was wir dann in unserer völligen Beknacktheit auch taten. Irgendwelche Werte eintragen, die irgendwie passten. :o Ja, wir verstanden wirklich nicht damit umzugehen. Wirkliche Mühe gaben wir uns wohl auch nicht.

Dann tauchte ich in Battletech und dessen Romanreihe ein. Obwohl wir es nur gelegentlich spielten (mit eigenen Szenarien, selbstgebastelten Handouts und so etwas wie Spielleitung, ohne zu wissen das wir begrifflich so etwas wie Spielleitung hatten), ließ es mich nicht los. Ich spielte die Einsamer Wolf Bücher, war hin und weg fasziniert, und las immer mehr Battletech und, ja, Dark Sun. Mit den seltsamen Büchern wo D&D oder AD&D, DSA, Shadowrun, etc. draufstand hatte ich aber nichts am Hut.

Ein guter Kumpel erzählte mir von einem „Rollenspiel“ bei dem er mitspielen durfte und das er es besser fand als nur Battletech. Ich hatte das Glück über seine Vermittlung auch eingeladen zu werden und wir spielten damals AD&D 2nd. Ed. „Against the Cult of the Reptile God/Gegen den Kult des Reptiliengottes“. Es war Liebe auf den ersten Blick! Es war das Spiel was ich schon immer gesucht hatte, ohne aktiv danach gesucht zu haben und es schlug ein wie eine Bombe. Es wurde mein allerliebstes Hobby. Wir spielten Samstag von 12 Uhr Mittags bis 4 Uhr morgens und waren 100% dabei. Wir wurden alle die besten Freunde und spielten noch Jahre lang genau so weiter, bis man sich durch Umzüge, etc. leider örtlich trennte.

Ich erfuhr dass es in meiner Nähe sogar einen anderen Fantasy-Laden gab. Im „Auenland“ kaufte ich damals mein erstes klassisches Würfelset (ich habs noch!). Aber ich blieb beiden FLGS treu. Und neue kamen hinzu. Spiel und Fantasy II schloss seine Pforten, Gamers Guide und Tellurian Games betraten die Bühne (zumindest in unserer Wahrnehmung). Ich kaufte mal dort, mal da. Allerdings doch wesentlich mehr im Auenland, weil es nur zwei Straßen weiter und zu dem Stammladen meiner Gruppe geworden war.

Das waren damals andere Zeiten. Ein Fanpro Katalog war kein bloßer Katalog, sondern einfach voller Magie. Jedes neue Rollenspiel war ein wenig wie ein unbekanntes Artefakt. Klingt doof, aber damals war die Welt noch in Ordnung. Heute, Dekaden später, liebe ich immer noch Rollenspiele, aber ob es noch so ist wie damals? Heute ist man erfahren, verwöhnt, anspruchsvoll, an Systemen übersättigt und sitzt auf einer riesigen Sammlung. Aber auch das ist in Ordnung. ;)
« Letzte Änderung: 28.01.2020 | 21:10 von Prisma »

Offline Niniane

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #71 am: 28.01.2020 | 23:28 »
Als ich klein (8-10 etwa) war, habe ich bei meinem Cousin die Abenteuerspielbücher durchgespielt. Ich weiß gar nicht mehr, was das für eine Reihe war, ich weiß nur, dass ich sehr viel gestorben bin und das irgendwie frustrierend fand. Aber ich fand die Fantasy- und Weltraumgeschichten in den Lustigen Taschenbüchern, die besagter Cousin gesammelt hat, immer sehr schön gemacht und ich glaube, ich habe mir auch viel fantastisch angehauchte Literatur aus der Stadtbibliothek ausgeliehen. War auch kein Wunder, irgendwie wurde mir der Kram ja praktisch in die Wiege gelegt, meine Mutter besaß eine (damals) komplette Tolkiensammlung inklusive "Frodos Reisen" und T.H. Whites "Der König auf Camelot" und die Artus-Romane von Gillian Bradshaw.

Nachdem ich dann mit 13 Star Wars gesehen habe und total begeistert von der alten Trilogie war (so sehr, dass ich sowas auch schreiben wollte, und es war astreine Fanfiction, obwohl ich den Begriff damals nicht kannte), hat sie mir dann den "Herrn der Ringe" in die Hand gedrückt. Tja. Damit hat sie dann mein Schicksal besiegelt, denn ich wollte noch mehr von dem Kram.

Von Rollenspiel habe ich dann das erste Mal in der 11. Klasse gehört, als mir eine Freundin von ihrer DSA-Runde erzählte. Da ich bis dato nur das Brettspiel dazu kannte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass Rollenspiel Spaß macht, in meiner Vorstellung war das eine Art Brettspiel und ich mochte keine Brettspiele. Aber so ganz losgelassen hat es mich nicht, denn kurz danach bekam ich "Neverwinter Nights" in die Finger - mein erstes richtiges Computerspiel - und das fand ich schon ganz cool.

2002 hat mein damaliger Freund mich dann gefragt, ob ich mal bei einer ADND-Runde eines Kommilitonen teilnehmen wolle, ich hätte ja mal Interesse an Rollenspiel geäußert (und zu dem Zeitpunkt wusste ich auch schon, dass das kein Brettspiel ist :D). Ich baute mir eine Halblingdiebin und tauchte ein in die Welt des SL. Der Mann ist Geschichte, die Runde sowieso, ADND würde ich jetzt auch nur noch mit der Kneifzange anfassen, aber das Hobby ist geblieben.
« Letzte Änderung: 28.01.2020 | 23:38 von Niniane »
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Offline Issi

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #72 am: 29.01.2020 | 10:29 »
Durch meinen viel älteren Bruder.
Ich war die Kleine, die sich wundert, was die großen Typen  da stundenlang in einem Zimmer machen.
Ich hab da logischerweise nur gestört. Als ich irgendwann groß genug war, durfte ich dann mal mitspielen.
Vorher hab ich mir die Zeit mit meiner ABF vertrieben. Und da hatten wir auch schon super cooles Rollenspiel. Nur halt ohne Regelsystem und Würfel.
Das war praktisch reines SL-loses Erzählrollenspiel.  ~;D
« Letzte Änderung: 29.01.2020 | 10:33 von Issi »

Offline KhornedBeef

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #73 am: 29.01.2020 | 11:20 »
Kurzfassung:Es war einmal, in einer GalaxieWAAAAAAAAAAAGGHH!!

Langfassung:
Akt 1: Versuchung
Ein ehemeliger Zivi-Kollege brachte den White Dwarf mit auf die Arbeit (und erzählt von seiner DnD-Runde, wovon ich mich nur daran erinnern kann, dass sein fliegender, unsichtbarer Feenkobold leuten auf den Kopf gepinkelt hat und die Gruppe irgendwelche Leute in einen See geworfen hat, aber das tut hier nichts zur Sache).
Der White Dwarf war zumindest damals ein Magazin, in dem erwachsene Männer erregte Schlachtberichte darüber schreiben durften, wie ihre Weltraum-Nazis von barbusigen Dämonenfrauen auf Straußenbeinen umgenietet werden, bis ihre panzermontierte Kirchenorgel/Artilleriewaffe das Blatt wendet. Wie hätte ich NICHT anbeißen können?
Akt 2: Anheimfall
In meiner Unistadt gab es einen Tabletop-Verein, der zu 60-70% Warhammmer 40000 spielte, plus WH Fantasy, Infinity, und Flames of War. Unversehens hatte ich mich ein paar gebrauchte "Dosen" gekauft und fand mich in den üppigen Weiten der vorhandenen Geländeteile wieder, die meine erfahreneren Gegner mit meinen Miniatur-Plastikkadavern dekorierten. Nice! Basteln war nie mein großes Interesse, aber im Codex Blättern und stimmungsvoll in Szene gesetzte Charaktermodelle fürs Gefecht Aussuchen hatte seinen Reiz.
Akt 3: Reformation
Weiterhin den Zeitaufwand für eine ordentliche Armee scheuend, stieß ich auf die Eisenhorn-Romane und Dark Heresy. Mehr Fluff, , mehr Geschichten über den Großen Papierkrieg der Archivwelt Prol IX, und man selbst darf mittendrin sein. Für den Imperator!!!!
Befreundete Arbeitskollegen ließen sich überzeugen, bei mir als völlig unerfahrenem SL in einen Abnett-esquen Verschwörungsthriller einzusteigen, gespickt mit dysteren Gangbossen und einem blutigen Showdown in einem Makropol-Reklamatorium. Die Runde ginge, das Hobby sollte bleiben.
Akt 4: Konsolidierung AKA Zeitalter des Tanelorn
Die Unizeit und die schnell besetzten Gelegenheitsrunden gingen vorbei, aber neue Horizonterweiterungen und die erste Runde mit neuen Mitspielern kamen. Der Rest ist Geschichte
"For a man with a hammer, all problems start to look like nails. For a man with a sword, there are no problems, only challenges to be met with steel and faith."
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Ich vergeige, also bin ich.

"Und Rollenspiel ist wie Pizza: auch schlecht noch recht beliebt." FirstOrkos Rap

Wer Fehler findet...soll sie verdammt nochmal nicht behalten, sondern mir Bescheid sagen, damit ich lernen und es besser machen kann.

Online die andere dame von der tanke

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Re: Wie bist du zum Rollenspiel gekommen?
« Antwort #74 am: 29.01.2020 | 12:40 »
Noch ein Jahr bevor die vierte Edition von DSA erscheinen sollte, hat ein Schulfreund von seinem großen Bruder "Mit Mantel, Schwert und Zauberstab" ausgeliehen bekommen. Einen Thorwaler, Magier und Streuner später war es um uns geschehen.