Autor Thema: [Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?  (Gelesen 696 mal)

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Offline Rumpel

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[Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?
« am: 27.08.2020 | 08:40 »
Die Zenith ist ja vor ca. 60 Jahren im dritten Horizont eingetroffen ... hat jemand von euch schon mal die Idee gehabt, einen der ursprünglichen Kälteschläfer zu spielen? Z.B. jemand, der mit 10 Jahren eingeschlafen ist/aufgetaut wurde? Der könnte dann ja noch Erinnerungen an eine Erde mitbringen, die der unseren gar nicht so unähnlich ist ...
Ich werde Coriolis ja eh leiten, aber wenn ich mir einen Charakter erstellen würde, fände ich das glaube ich die interessanteste Variante.
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Offline Sgirra

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Re: [Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?
« Antwort #1 am: 27.08.2020 | 08:56 »
Als SC habe ich daran noch nicht gedacht, aber als NSC. ;)

Da es eher schon fast 70 Jahre sind (die Zenith kam CZ -5 an), wäre es eine sehr betagte Figur, reizvoll finde ich es jedoch allemal. Zumal ja 1.000 Jahre dazwischen liegen und die Zenither trotzdem fortschrittlicher waren als die Erstsiedler nach 120 Jahren Langer Nacht.
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Offline Gumbald

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Re: [Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?
« Antwort #2 am: 27.08.2020 | 10:59 »
Wenn man nicht unbedingt einen alten Opa spielen will, kann man ja auch einen SC spielen, der aus irgendwelchen Gründen erst vor Kurzem "aufgetaut" wurde. Das könnte man direkt noch mit einem Kampagnenplot verknüpfen: Warum wurde seine Kälteschlafkapsel so lange im "Keller" von Coriolis verborgen und er nicht aufgeweckt?

Wenn man einen solchen Zenither spielt, ergeben sich aber immer direkt neue Herausforderungen: Wie die Erde vor 1000 Jahren aussah ist nämlich nirgendwo gesetzt. Man kann hier natürlich auch mit Gedächtnislücken arbeiten, die aus dem langen Kälteschlaf resultieren. Vielleicht kommt die Erinnerung auch in Bruchstücken zurück (das ersprart der SL, den Hintergrund vor 1000 Jahren am Anfang komplett auszuarbeiten).

Weiterhin gilt es zu bedenken, dass die Kolonisten ohne den Ikonen-Glauben aufgewachsen sind. Ein gerade erst Erwachter wird also vermutlich nicht zu den Ikonen beten, was aber einen wichtigen Regelmechanismus des Spiels darstellt. Der Effekt-Podcast hat sich dazu mal ein paar Gedanken gemacht und das Atheisten-Talent erstellt. Ich würde das vermutlich nicht nutzen, aber der Text kann eine gute Basis für eigene Überlegungen sein:
https://fictionsuit.org/2018/04/07/the-atheists-talent/

Offline Rumpel

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Re: [Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?
« Antwort #3 am: 27.08.2020 | 17:51 »
Wenn man nicht unbedingt einen alten Opa spielen will, kann man ja auch einen SC spielen, der aus irgendwelchen Gründen erst vor Kurzem "aufgetaut" wurde. Das könnte man direkt noch mit einem Kampagnenplot verknüpfen: Warum wurde seine Kälteschlafkapsel so lange im "Keller" von Coriolis verborgen und er nicht aufgeweckt?

Schöne! Wobei ich Opas spielen schon auch mag ... aber interessant wäre auch: Eltern sind mit ihrem todkranken Kind in den Kälteschlaf gegangen, in der Hoffnung, dass am Ziel die Medizin weit genug ist, um es zu retten. Das ist dann nach Ankunft erst mal nicht der Fall - aber dreißig, vierzig Jahre nach ihrem Erwachen im dritten Horizont finden die Eltern dann doch ein Heilmittel, und das Kind (also der SC) wird aufgetaut. Dann spielt man schon einen älteren Erwachsenen, wenn es an der Spielzeit ist, der aber trotzdem Erinnerungen an die alte Erde mitbringt und eine ein bisschen tragische Hintergrundgeschichte hat.


Wenn man einen solchen Zenither spielt, ergeben sich aber immer direkt neue Herausforderungen: Wie die Erde vor 1000 Jahren aussah ist nämlich nirgendwo gesetzt. Man kann hier natürlich auch mit Gedächtnislücken arbeiten, die aus dem langen Kälteschlaf resultieren. Vielleicht kommt die Erinnerung auch in Bruchstücken zurück (das ersprart der SL, den Hintergrund vor 1000 Jahren am Anfang komplett auszuarbeiten).

Bruchstückhafte Erinnerungen passen gerade bei Kindern ja auch eh!


Weiterhin gilt es zu bedenken, dass die Kolonisten ohne den Ikonen-Glauben aufgewachsen sind. Ein gerade erst Erwachter wird also vermutlich nicht zu den Ikonen beten, was aber einen wichtigen Regelmechanismus des Spiels darstellt. Der Effekt-Podcast hat sich dazu mal ein paar Gedanken gemacht und das Atheisten-Talent erstellt. Ich würde das vermutlich nicht nutzen, aber der Text kann eine gute Basis für eigene Überlegungen sein:
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Da das ein Aspekt ist, den ich eh eher meta-mäßig handhaben würde (bin nicht so der Fan davon, Meta-Spielmechanismen so explizit mit konkreten Handlungen in der Spielwelt zu verbinden), macht mir das keine Probleme. Ob man nun pusht oder betet, ist mir da regeltechnisch ehrlich gesagt ziemlich egal, das darf gerne jeder Spieler für seinen SC entscheiden.
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Offline Sgirra

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Re: [Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?
« Antwort #4 am: 28.08.2020 | 10:35 »
Zumal ich die Atheisten-Regel auch nicht so elegant bzw. unnötig kompliziert gelöst finde.

Ein einfacherer Vorschlag wäre, sich an Pushmechanismen anderer YZ-Spiele zu orientieren und einen Pusher Schaden nehmen zu lassen. Sprich: Kein Ikonentalent, dafür das Talent Atheist. Pushen gibt der SL keine Finsternispunkte, dafür erleidet man 2 Punkte Stress.

Bleibt so oder so aber unsauber. Schließlich profitiert man ebenso vom Gruppentalent und ggf. anderen Talenten, die ohne Gebet ebenfalls die Finsternis füttern. Außerdem können die Ikonen einen ja doch unterstützen, auch wenn man nicht an sie glaubt.  ;) Man betet bloß nicht in Kapellen und kann sich so keinen Bonus holen.
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Offline Sarastro

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Re: [Coriolis] Der SC, der aus der Kälte kam?
« Antwort #5 am: 28.01.2021 | 15:09 »
Die Zenith ist ja vor ca. 60 Jahren im dritten Horizont eingetroffen ... hat jemand von euch schon mal die Idee gehabt, einen der ursprünglichen Kälteschläfer zu spielen? Z.B. jemand, der mit 10 Jahren eingeschlafen ist/aufgetaut wurde? Der könnte dann ja noch Erinnerungen an eine Erde mitbringen, die der unseren gar nicht so unähnlich ist ...
Ersetze Zenith durch Nadir, die auf einmal auftaucht (z.B. Mercy of the Icons 3), und dann ergeben sich interessante Möglichkeiten. Siehe auch die bisherigen Antworten.
:d