Autor Thema: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?  (Gelesen 958 mal)

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Offline TEW

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #25 am: 12.09.2020 | 00:01 »
Savage Worlds wäre jetzt auch mein Vorschlag gewesen.

Es gibt doch eine Zauberliste. Oder hab ich da irgendwas missverstanden. Es ist natürlich nicht so umfangreich, wie bei D&D oder Rolemaster, aber es gibt schon einiges an Zaubern.

Offline Der Nârr

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #26 am: 12.09.2020 | 01:19 »
Da gab's ein Missverständnis. Ich habe Savage Worlds absolut nicht aussortiert, ich habe nur meine Bedenken äußern wollen. Viel schwerwiegender als die Pulpigkeit, die ich für in den Griff zu bekommen halte, finde ich die fehlende Zauberliste. Denn das ist mindestens einer Spielerin wichtig.
Es gibt eine Zauberliste, aaaaber in oft abstrakter Form. Z. B. anstatt einen Feuerball, einen Eisball usw. gäbe es nur einen Zauber und du würdest dafür das Element als "Trapping" festlegen und entsprechend interpretieren, was sich daraus ergibt (z. B. kann ein Feuerball auch Dinge entzünden). Theoretisch kannst du das alles auch vorgeben und ausformulieren und neue Zauber aus anderen Spielen lassen sich auch leicht integrieren. Entweder gibt es schon einen passenden Zauber oder man schreibt einfach einen. Und man lernt in Savage Worlds rein quantitativ relativ wenige Zauber (eine Hand voll halt). Man kann auch Zauber verschiedenen "Schulen" zuordnen oder das über Trappings machen. Wenn du z. B. einen Illusionisten möchtest, kannst du sagen, dass der alles lernen kann, aber immer nur mit dem Trapping "Illusion", oder du legst fest, wenn bestimmte Zauber überhaupt nicht erlernbar sind usw. Das ist alles machbar, erfordert nur ein wenig Anpassung/Hausregeln. Die Grundlagen sind da. Wenn es aber darum geht, Dutzende Zauber zu lernen, geht das nicht so gut.

Zu DSA hinsichtlich Regelkomplexität: In den 90ern war DSA um einiges regelleichter als heute, viele Regeln gab es da in der Tat nicht und tatsächlich wäre so eine alte Regelversion auch sehr passend zu dem, was du suchst. Man muss sich nur darauf einstellen, dass Kämpfe mehrere Stunden dauern können und praktisch nichts passiert (Attacke, Parade, Attacke, Parade) und es insofern regelleicht ist, als dass es für vieles einfach keine Regel gibt. Also wenn man Midgard mit 90er-Jahre-DSA vergleicht, macht das schon Sinn.
« Letzte Änderung: 12.09.2020 | 01:22 von Der Nârr »
Spielt aktuell Arcane Codex, Traveller (MgT2)
Spielleitet gelegentlich MgT2
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Offline Auribiel

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #27 am: 12.09.2020 | 05:30 »
@90er Jahre DSA:

Kämpfe lassen sich sehr leicht mit dem QVAT-System verkürzen. Minimale Rechnerei, großer Effekt. Fand ich super damals.
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Offline Der Läuterer

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #28 am: 12.09.2020 | 07:05 »
von den Spieler*innen ist ein System ohne Player Empowerment und Erzählspielanteile gewünscht.
Womit begründen Deine Spieler die Ablehnung?
Was stört sie?
Power Gamer: 38%  |  Butt-Kicker: 8%  |  Tactician: 67%  |  Specialist: 38%
          Method Actor: 96%  |  Storyteller: 83%  |  Casual Gamer: 13%

Offline Matterich

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #29 am: 12.09.2020 | 09:48 »
Was ist diese mysteriöse Zauberliste?

Savage Worlds zählt nicht, weil man den Zaubern selbst Trappings dazuzimmern kann?
Sorry, mein Fehler, war falsch in meinem Hirn abgespeichert. Hab gerade mal ins Buch geschaut. Lag wahrscheinlich daran, dass ich nie zaubernde Chars in SW spielte und als ich mal für Kinder SW Hogwarts leitete, haben wir eben eine Zauberliste mit auf's Setting zugeschnittenen Zaubern aus der Community verwendet.

Man muss sich nur darauf einstellen, dass Kämpfe mehrere Stunden dauern können und praktisch nichts passiert (Attacke, Parade, Attacke, Parade)
Das ist die Form von Horrorrollenspiel, die ich nicht mag. :D

Womit begründen Deine Spieler die Ablehnung?
Was stört sie?
Willst du das aus reinem Interesse wissen, oder hoffst du uns da auf einen Nenner bringen zu können? Letzteres kann ich ausschließen.

Offline Marduk

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #30 am: 12.09.2020 | 10:44 »
Womit begründen Deine Spieler die Ablehnung?
Was stört sie?

Ich kann es mir denken, was aber ich bin da auch mal auf die Antwort gespannt.
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Offline Matterich

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #31 am: 16.09.2020 | 18:56 »
Soweit ich das verstanden habe, wollen sie sich nur auf den Char konzentrieren und wollen das Gefühl einer konsistenten Welt.
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Offline Weltengeist

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Re: Welches Fantasysystem passt am besten zu unserer Gruppe?
« Antwort #32 am: 16.09.2020 | 19:43 »
Ich bin ja auch immer geneigt, Savage Worlds vorzuschlagen, würde aber deine Bedenken teilen, dass der Spielstil eher pulpig ist - wenn ihr das nicht wollt, müsst ihr verhausregeln.

Was mir aber ganz gut zu deinem Profil zu passen scheint, ist Runequest / Mythras:

  • Es sollte eine Spruchliste haben, oder mit dem Rolemaster Zauberbuch kombinierbar sein. Freie Magie als Zusatz ist aber kein Problem.

Mythras bringt mehrere eigene Magiesysteme mit, ich sehe aber kein Problem darin, die Zauber gegen etwas anderes auszutauschen.

  • Es soll keine ewig langen Kämpfe geben.

Mythras-Kämpfe gehen nach meiner Erfahrung nur über wenige Runden - sie sind relativ gefährlich und daher schnell zu Ende.

  • Die SCs sollen nicht immer krassere tanks werden, denen ich immer größere Monster entgegenschleudern muss, damit die Gefahr des Besiegtwerdens besteht. Progression ja, aber weit entfernt von D&D.

Die Progression bei Mythras ist eine der realistischsten (sprich: langsamer Fortschritt), die ich kenne. Außerdem lernen die SC am ehesten die Sachen, die gerade im Abenteuer vorgekommen sind, was sich ebenfalls sehr organisch anfühlt.

  • Es muss so regelleicht (bespielbar) sein, dass wir nicht andauernd irgendwo nachblättern müssen, nur weil wir keine system mastery haben.

Das Regelwerk gehört mMn in die mittlere Komplexitätsklasse - deutlich entspannter als DSA, Splittermond & Co, aber schon mehr Fleisch auf den Knochen als Dungeonslayers, Barbarians of Lemuria etc.

  • Die Charerstellung darf ruhig kompliziert sein, die Spieler*innen machen sich gerne viel Gedanken vor dem Spiel zu den Chars.
  • Spezialfertigkeiten/Talente/whatever dürfen für die Chars ruhig viele vorhanden sein, ich werde das alles allerdings nicht für die NSCs lesen und beherrschen. Daran darf das System dann nicht scheitern.

Talente im klassischen Sinne gibt es nicht, was eine Figur kann, definiert sich über ihre Skills und ggf. ihre magischen Fähigkeiten. Von Systemen mit komplizierter Charaktererschaffung rate ich in Anbetracht deiner übrigen Wünsche ab - sie führen eigentlich immer auch zu komplizierten Regeln am Spieltisch, und die willst du ja gerade nicht (sonst wäre Splittermond meine Nummer-1-Empfehlung gewesen).
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Spielleitermotto: Ein Plot ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

Spielt derzeit: Die Türme von London (Savage Worlds), Wilde See (Savage Worlds)
Bereitet vor: -