Autor Thema: Unsichtbarkeit  (Gelesen 479 mal)

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Offline Tudor the Traveller

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Re: Unsichtbarkeit
« Antwort #25 am: 16.10.2020 | 10:20 »
Ich würde das von den Schlangen eher als Wahrnehmung denn als Sehen bezeichnen.

Das ist ja genau das, was ich meine (spezielle Diskussionen). Wenn man von den menschlichen Sinnen weggeht, wird es schnell komplex mit der Sinneswahrnehmung. Was ist "Sehen"? Kann man auch mit anderen Organen als den Augen "sehen"? Ist "Sehen" an einen bestimmten Wellenlängenbereich gekoppelt? Mit Chlorophyll "sieht" dann eine Pflanze auch etwas.
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Re: Unsichtbarkeit
« Antwort #26 am: 16.10.2020 | 11:15 »
Generell würde ich auf jeden Fall sagen, daß reine Unsichtbarkeit andere Sinne tatsächlich nicht behindert. Der Unsichtbare kann also nach wie vor beispielsweise durchaus gehört und gerochen werden (mit ein gutes Argument für Wachhunde in Welten, wo das öfter vorkommt), taucht möglicherweise auf Radar auf, wenn dieser Wellenlängenbereich nicht abgedeckt und die Anlage sensibel genug ist, und natürlich ist er auch rein körperlich immer noch vorhanden und irgendein Mook, der ihn ganz ohne eigenes Verschulden eben nicht gesehen hat und ihm entsprechend nicht ausgewichen ist, kann auch schnell mal mit ihm zusammenstoßen. (Vom Versuch, mit aktiver Tarnkappe eine stark befahrene Straße zu überqueren, wird dringend abgeraten...)

Bei "Ich-bin-nicht-da"-Effekten kann das für den Unsichtbaren teilweise bequemer ausfallen, weil beispielsweise das menschliche Gehirn ohnehin dazu neigt, Lücken zwischen seinen einzelnen Wahrnehmungsfetzen nach eigenem Gusto auszufüllen. Da läßt sich dann auch ein Ignorieren eventuell widersprechender Eindrücke (worin hier ja eh die Primärfunktion besteht) so ausweiten, daß wirklich kein Betroffener den Getarnten sieht, hört, riecht, oder sonst irgendwie wahrnimmt und ihm trotzdem gleichzeitig alle unbewußt sorgsam ausweichen...jedenfalls so lange, wie dazu genügend Platz vorhanden ist. (Auch hier wird das bei Autofahrern aber wahrscheinlich meist nicht so weit gehen, daß sie "reflexartig" auf die Bremse treten oder das Lenkrad herumreißen, obwohl es gar keinen erkennbaren Anlaß dazu gibt -- einfach, weil man das im normalen Straßenverkehr aus gutem Grund nicht macht.)

Offline Pyromancer

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Re: Unsichtbarkeit
« Antwort #27 am: 16.10.2020 | 16:00 »
Okay. Danke für die Hilfe.
Mit den Antworten kann ich etwas anfangen.
Dann bleibt es bei dem positiven Effekt ohne negative Auswirkungen.

By the way.
Andere Wahrnehmungen, als der optischen bleiben davon ja unbeeinflusst.
Geräusche und Geruch?
Lebensenergie Wahrnehmung bei Untoten?

Wieder Ars Magica: Da geht das pro Sinn, und die Sprüche werden entsprechend schwerer. Aber wenn der Gegner Hunde hat, dann sollte man sich vielleicht zumindest noch unriechbar machen. Und wer unhörbar ist, der hat halt auch das Problem, dass er nicht mehr sprechen kann - was neben den ganzen mundanen Problemen der Verständigung auch bedeutet, dass man keine ZAUBER mehr sprechen kann.
Gedöns.

Offline Selganor [n/a]

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Re: Unsichtbarkeit
« Antwort #28 am: 16.10.2020 | 16:23 »
Gibt es in irgendeinem Regelwerk eine Beschreibung des Zaubers 'Unsichtbarkeit', aus dem hervorgeht, ob der nun Unsichtbare sich selbst noch sieht oder eben auch nicht mehr?

Eigentlich dürfte der Unsichtbare sich ebenfalls NICHT mehr sehen können.

Und das hätte dann unabsehbare, negative Folgen auf seine Geschicklichkeit und seine Schnelligkeit.
Wenn man nämlich seine Hände und Füsse in Bezug zu Gegenständen und Hindernissen nicht sieht, ist das ziemlich übel...

In Aberrant (dem "Superhelden"-Prequel zu Aeon/Trinity) waere das ganz simpel. Da war jeder "Nova" (wie dort die Supers hiessen) gegen seine eigenen Powers immun. Der Flammenwerfer konnte den Kram also auch direkt auf sich zentrieren und der Unsichtbare waere von seiner Unsichtbarkeit eben nicht betroffen.

Aber hast du ein konkretes System im Kopf oder geht es erstmal zu sammeln wo Unsichtbarkeit wie gehandhabt wird?
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Offline KhornedBeef

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Re: Unsichtbarkeit
« Antwort #29 am: 16.10.2020 | 16:34 »
Kommst du da gerade mit Physik?

Dann muss ich dir sagen: eigentlich dürfte der Unsichtbare gar nichts sehen dürfen, nicht sich und auch nicht alles andere um sich herum - der Spruch wäre ziemlich "entschärft".
Warum?

Damit man etwas nicht sieht müssen Photonen (ich benutze sonst immer das Wellenmodell voin Licht, hier aber mal das Teilchending) durch etwas hindurch ohne sich irgendwie zu verändern. Im Auge treffen die Photonen aber auf Sinneszellen, werden dort zum Teil absorbiert und lösen etwas aus.

Würde man also unsichtbar, aber noch sehen können - so müsste man irgendwie etwas richtung "anderst sehen" dazumachen - oder man wäre eben "blind".

Die gleichen Geschichten betreffen auch solche SF Dinge wie "aus der Phase sein". Das Problem ist immer das der eigene Sensor dann auch aus der Phase ist.

Was gehen könnte wäre: Man ist im VIS Licht unsichtbar (also von violett bis rot) und kann aber mit den Augen im Ultraviolett oder Infrarot etwas sehen - kann dann aber in diesen Wellenlängen auch gesehen werden.

Aber naja "It's Magic".
Prinzipiell richtig... Außer man kann halt genau nur die Augen sehen (von beiden Seiten) solange diese geöffnet sind, und das Schließen vergisst vervollständigt auch die Unsichtbarkeit wieder. DAS fände ich spannend, und führt dann sogar zur Validierung des kindlichen "wenn ich die Augen fest zumache sieht mich auch keiner"
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