Autor Thema: Reading Challenge 2021  (Gelesen 8310 mal)

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Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #150 am: 28.08.2021 | 23:00 »
Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. Margret Bechler - Warten auf Antwort: Ein deutsches Schicksal
13. Robert Marc Lehmann - Mission Erde
14. -
15. -


Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. John Moore - Hauen und Stechen
13. -
14. -
15. -



Epochen:

Aufklärung: Gotthold Ephraim Lessing - Emilia Galotti
Sturm und Drang: -
Weimarer Klassik: Friedrich von Schiller - Wilhelm Tell
Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik: ETA Hoffmann - Der Sandmann
Vormärz: -
Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter

Anhang N:

1. J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe (komplett)
2. H.P. Lovecraft - The Best of H.P. Lovecraft
3. Jack Vance - Herrscher von Lyonesse
4. Jack Vance - Die grüne Perle
5. -
6. -
7. -
8. -
9. -
10. -

Edit: Mission Erde in einem Rutsch durchgelesen. Jetzt wirds klassisch.
Edit2: Wilhelm Tell hab ich auch durch. Der Chuck Norris der Weimarer Klassik  >;D
« Letzte Änderung: 31.08.2021 | 12:21 von Swafnir »
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Offline aingeasil

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #151 am: 6.09.2021 | 22:22 »
Hab ein wenig nachzutragen :)

#9 Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown: Ruhe in Fetzen
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#10 Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown: Virus im Netz
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

#11 Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown: Herz Dame sticht
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

#12 Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown: Da beißt die Maus keinen Faden ab
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ich hab 'nen ganzen Stapel der Mrs.-Murphy-Krimis überlassen bekommen und habe sie jetzt durch. Ich sehe die Reihe eher mit gemischten Gefühlen. Die Charaktere sind sympatisch gezeichnet - Menschen wie Tiere - aber am Ende lassen mich die Krimis immer etwas unbefriedigt zurück. Wahre Spannung kommt kaum auf, richtige Detektivarbeit kann man als Leser auch nicht leisten. Es sind ziemlich rgadlinige Geschichten, bei denen man im Prinzip zwei Welten - die der Menschen und die der Tiere - erliest, die wegen Kommunikationsgrenzen kaum miteinander agieren können. Daher wird einem fast alles auf dem Silbertablett serviert.

Weitere Bände würde ich mir nicht holen (es sei denn, mann wirft sie mir zu :))

Insgesamt je nach Buch 2-3 von 5 Katzenminzen


#13 Ernest Cline: Ready Player Two
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Es geht weiter in der Oasis. Nachdem die verbleibenden 4 der High Five eine neue Technologie für die Welt freigeben, erwartet sie eine neue Questreihe des berüchtigten Schaffers der OASIS: Halliday.
Das Buch ist wieder mit sehr viel Liebe zum Detail an Nerdkultur beschrieben - für meinen Geschmack aber diesmal zu viel. Die Beschreibungen werden einfach zu lang, die Quests wirken dagegen trotzdem fast zu gehetzt / beliebig, und das Ende ist auch nicht wirklich spannend, sodass sich das Buch eher zieht. Auch der Epilog verliert sich in Erklärungen. Sehr schade, gerade da ich den ersten Band sehr gerne gelesen habe.

2,5 von 5 Zukunftsvisionen
« Letzte Änderung: 6.09.2021 | 22:25 von aingeasil »

Offline Sindaja

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #152 am: 7.09.2021 | 20:11 »
Challenge geschafft (48, davon 8 nicht SF/Fantasy-Bücher) :)
Es war aber auch viel leichte Kost dabei... z.B. im Jugendbuchbereich. Aber das lese ich ja gerne.

#42 Alice Hoffman: The Rules of Magic
Das Prequel zu „Practical Magic“, was ich aber noch nicht kenne, auch wenn es wesentlich älter ist als die Rules of Magic. Drei Geschwister, deren Mutter ihr Hexenerbe verneint, die aber wissen, daß sie anders sind und über eine quasi nicht umgehbare Einladung zur „Hexentante“ mit dem, was sie sind und was es bedeutet  langsam Wege finden müssen, mit ihrem Erbe und ihrem Lebenslos klarzukommen. Auch dieses Buch machte mir Spaß zu lesen,wobei es auch ein bißchen von Popcorn-Kino hat.
#43 Yoon Ha Lee: The Ninefox Gambit
Ich hatte mit dem Buch etwas Startschwierigkeiten, weil man quasi ohne Information in eine Kultur geworfen wird, die recht fremd ist und viele Begriffe nicht einzuordnen sind. Das gibt sich aber nach und nach, auch wenn mir manches bis zum Schluß nicht ganz verständlich blieb, was aber auch Konzept zu sein scheint. Trotz allem wurde das Buch immer spannender. Military Science Fiction mit psychologischer Komponente. Längerfristig werde ich mir die Folgeromane wohl auch zulegen, aber brauche vielleicht ein bißchen konventionellere Kost zwischendurch. Ich fand es wesentlich interessanter als die „Ancillary...“ Romane.
#44 Stephen Donaldson: Lord Foul's Bane
Mit dem Buch habe ich mich sehr schwer getan und werde etwas warten bis ich den 2. Teil lese. Ich fand den Protagonisten extrem unsympathisch und uninteressant, was das Lesen sehr erschwerte. Vielleicht ist es so, wenn man Lepra hat, aber er denkt immer nur an seine Befindlichkeit, vergewaltigt (!) und versumpft weiterhin bis zum Schluß in Selbstmitleid. Sagt anderen, sie sollen was tun, tut selbst quasi nie was, möchte überleben auf Kosten der Leben anderer. Und ist auch nicht konsequent. Wenn die Fantasy-Welt der Traum ist für den er sie hält – er hat hier ja auch quasi keine körperlichen Beschwerden – könnte er ja wenigstens hier aktiv werden. Tut er aber nicht, weil er ja als lepröser das nicht tun kann etc. Bezeichnend kurz vor Schluß eine Szene, in der er jemanden, der zu seiner Rettung kommt auch nur fragt, weshalb er so lange gebraucht hätte... Ich hoffe, daß er im zweiten Teil erträglicher wird. Ist ja eigentlich so ein Klassiker den man kennen sollte. Mit den Mordant's Need Büchern von Donaldson hatte ich als Teenager keine Probleme und auch ein Elrik-Antiheld ging mir nicht so auf die Nerven wie Thomas Covenant.
#45 Patricia C. Wrede: Searching for Dragons
Wieder ein witziges, schönes Kinderbuch, das Klischees auf den Kopf stellt. Nun erzählt der junge König, der Prinzessinnen dumm und anstrengend findet seine Geschichte. Inhaltlich keine Überraschungen, aber wieder viele nette Charaktere. Anspielungen auf Jack and the Giant Beanstalk, Rumpelstielzchen etc. Sehr nette Lektüre.
#46 Margaret Atwood: Strange Things (#8„Nicht SF/Fantasy“)
Zusammenschrieb von 4 Vorlesungen über kanadische Literatur. Ihr „Report der Magd“ war denke ich im dystopischen Bereich auch vor seiner Verfilmung recht bekannt. Meine erstes Atwood-Buch war als ich zum Studium nach Kanada ging aber „Wilderness Tips“ - sehr passend zu diesen Vorlesungen. Spätestens mit dem „Blind Assassin“ wurde sie zu einer meiner Lieblingsautorinnen, die ich immer wieder gerne lese. In den Vorlesungen geht es um 4 Themen: Die Franklin Expedition (die Vorlesungen wurden geschrieben bevor Terror und Erebus gefunden worden waren) bzw. die Wildnis als „Gegner“, Grey Owl bzw. die Wildnis als Rückzugsort und der Traum mancher Kolonialisten „nativ“ werden zu wollen (Grey Owl war Europäer) – im krassen Gegensatz zu der gleichzeitigen Behandlung der „Indianer“ (was ja inzwischen in ganzer Schrecklichkeit ans Licht kommt, aber auch schon von Atwood ohne die Leichenfunde kritisiert wird), den Wendigo bzw. der Selbstverlust und zu guter Letzt  kanadische Autorinnen. Viele interessante Aspekte. Nach idyllischem Anne of Green Gables - Kanada wird man hier aber vergebens suchen. Sprachlich locker und gut zu folgen mit einem gewissen Humor.
#47 Patricia C.Wrede: Calling on Dragons
Der dritte Band, aber zuletzt geschrieben. Bildet die Brücke zum letzten Band, der aber als erstes geschrieben wurde und hat deshalb sozusagen einige Cliffhanger. Prinzipiell auch gut, aber auch als Katzenfan vielleicht etwas zu viele Katzen und dann das alberne Kaninchen... Ich fand Band 1 & 2 deshalb stärker.
#48 Patricia C. Wrede: Talking to Dragons
Letzter Band, der als erstes geschrieben wurde. Wieder eine hübsche Geschichte und man merkst sozusagen, wie die Prequels das Ganze abrunden. Erzählt aus der Perspektive de Sohns der Protagonistin des 1.Bandes. Kein albernes Kaninchen.

Offline Weltengeist

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #153 am: 7.09.2021 | 20:24 »
#44 Stephen Donaldson: Lord Foul's Bane
Mit dem Buch habe ich mich sehr schwer getan und werde etwas warten bis ich den 2. Teil lese. Ich fand den Protagonisten extrem unsympathisch und uninteressant, was das Lesen sehr erschwerte. Vielleicht ist es so, wenn man Lepra hat, aber er denkt immer nur an seine Befindlichkeit, vergewaltigt (!) und versumpft weiterhin bis zum Schluß in Selbstmitleid. Sagt anderen, sie sollen was tun, tut selbst quasi nie was, möchte überleben auf Kosten der Leben anderer. Und ist auch nicht konsequent. Wenn die Fantasy-Welt der Traum ist für den er sie hält – er hat hier ja auch quasi keine körperlichen Beschwerden – könnte er ja wenigstens hier aktiv werden. Tut er aber nicht, weil er ja als lepröser das nicht tun kann etc. Bezeichnend kurz vor Schluß eine Szene, in der er jemanden, der zu seiner Rettung kommt auch nur fragt, weshalb er so lange gebraucht hätte... Ich hoffe, daß er im zweiten Teil erträglicher wird. Ist ja eigentlich so ein Klassiker den man kennen sollte. Mit den Mordant's Need Büchern von Donaldson hatte ich als Teenager keine Probleme und auch ein Elrik-Antiheld ging mir nicht so auf die Nerven wie Thomas Covenant.

Das lag bis eben ziemlich weit oben auf meinem "zu lesen"-Stapel. Und Mann, hast du mir den Zahn gezogen - danke für deine Eindrücke! :d
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

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Offline Sindaja

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #154 am: 8.09.2021 | 18:02 »
Das lag bis eben ziemlich weit oben auf meinem "zu lesen"-Stapel. Und Mann, hast du mir den Zahn gezogen - danke für deine Eindrücke! :d
Gern geschehen! Da das Buch aber doch als "wichtiger" Fantasy-Roman gilt, würde ich eine Zweitmeinung empfehlen. Was ich schreibe ist sehr subjektiv und was mir auf die Nerven fällt ist für andere vielleicht auch eine realistische und facettenreiche Darstellung eines Charakters...

Offline Weltengeist

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #155 am: 8.09.2021 | 20:23 »
Gern geschehen! Da das Buch aber doch als "wichtiger" Fantasy-Roman gilt, würde ich eine Zweitmeinung empfehlen. Was ich schreibe ist sehr subjektiv und was mir auf die Nerven fällt ist für andere vielleicht auch eine realistische und facettenreiche Darstellung eines Charakters...

Schon klar. Aber was du schreibst, ist ja nicht einfach nur ein "Buch ist doof", sondern du beschreibst bestimmte Aspekte, die auch bei mir rote Tücher sind und beispielsweise dazu geführt haben, dass ich mit dem vielgelobten Cugel nicht warm geworden bin. Aber versprochen - bevor ich es weghaue, schaue ich mir zwar noch die eine oder andere Rezi auf Goodreads an! :d
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #156 am: 8.09.2021 | 20:33 »
Covenant soll im ersten buch auch gar nicht sympathisch sein, er ist ja als gegenentwurf zum heros angelegt. Er soll ja erst in seine rolle hineinwachsen. Ich mag die bücher, verstehe aber das sie sehr problematisch sind. Was aber absicht des autors war. Die zweite trilogie ist besser.
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Offline Lyris

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #157 am: 11.09.2021 | 07:30 »
Lang, lang ists her...
Da ich jetzt nicht die letzten paar Monate nachholen möchte meine Highlights:

Naomi Novik: Das Herz des dunklen Waldes
Da wir es hier schon einmal hatten, weswegen ich es überhaupt gelesen habe, danke auch dafür.  :)
#2: Naomi Novik - Uprooted
Eine Fantasygeschichte mit starken Märchen-Motiven: Der Zauberer "The Dragon" (ja, wirklich) beschützt ein Tal vor dem anliegenden Wald, der nicht nur gefährlich ist, sondern ein echtes Eigenleben führt. Der Preis dafür ist ein junges Mädchen alle zehn Jahre, die er mitnimmt. Die Protagonistin Agnieszka ist dann natürlich die nächste, die auserwählt wird, und das Leben im Turm des Zauberers ist dann doch ganz anders, als sie (und ich) erwartet hatte. Sprachlich fand ich Uprooted sehr schön zu lesen, der Stil ist eigenwillig und nicht die normale 0815-Prosa, die man aus vielen anderen Fantasygeschichten kennt. Die schwierige Entwicklung der Dynamik zwischen "Dragon" und Agnieszka war unterhaltsam, der spätere Twist in der Geschichte ebenfalls. Es geht nicht um das Schicksal der ganzen Welt (oder eines Reiches, einer Nation), und das weiß zu gefallen. Wer mit Märchen und Phantastik mehr anfangen kann als mit epischer Fantasy, wird Uprooted wahrscheinlich mögen :)

8 von 10 Dornenranken.
Kann mich nur anschließen, Sprachstil ist übrigens auch auf Deutsch schön.

Leah Fleming: Das Schiff der tausend Träume
"Zwei ungewöhnliche Frauen. Eine schicksalshafte Nacht. Ein ganzes Leben voller Geheimnisse.
Als sie an Bord der ›Titanic‹ gehen, sind sie durch Stand und Herkunft getrennt: die Auswanderin May und die reiche Celeste. Als das unsinkbare Schiff sinkt, kann Celeste May und, wie sie glaubt, deren Kind aus den eisigen Fluten retten. In jener Nacht erwächst zwischen May und Celeste eine Freundschaft, die ihren weiteren Lebensweg auf immer verbindet - ebenso wie das Geheimnis des geretteten Kindes, das die Zukunft dreier Generationen prägen wird: von New York über England bis zu den Hügeln der Toskana…" (Amazon)
Erst hat mich der Umfang abgeschreckt, aber das Buch ist ein echter Page-Turner. Das sogar obwohl man kaum überrascht wird. Klar weiß man als Leser, dass das Schiff untergehen wird, der 1. und 2, Weltkrieg ausbrechen werden etc., aber auch wer dieses gerettete Kind wirklich ist, da auch die Geschichte des Vaters und dessen übriger Familie erzählt wird. Aber gerade dieser Wissensvorsprung hat mich oft besonders reingezogen und mitfiebern lassen a la "Oh, wenn du wüßtest...". Auch die wechselnden Perspektiven (May, Celeste, der Vater, später deren Kinder) und Schauplätze (England, USA, Italien), sowie die der zeitliche Hintergrund (1912 bis 1959) bieten sehr viel Abwechslung.

Meine "Pflichtlektüre" steht somit bei 53 von 72 Büchern.

Bei Liv sind es 78 Bücher und 5 erfüllte Leveln.

Offline Huhn

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #158 am: 22.09.2021 | 12:58 »
Hab ein neues Puzzle und mir in den Ferien darüber ein paar Stündchen gegönnt und flockige Hörbücher aus dem Online-Angebot der Stadtbibliothek gehört (das leider für den Bereich Fantasy zwar umfangreich, aber größtenteils merkwürdig gurkig ist). :)

#16
Royce Buckingham - Dämliche Dämonen
Nathan Grimlock muss, eigentlich noch gar nicht fertig ausgebildet, nach dem Ableben seines Lehrmeisters plötzlich die vollen Pflichten eines Dämonenhüters übernehmen. Jetzt tanzt ihm ein Haus voll wild gewordener Möbel auf der Nase herum und im Keller lauert ein Ungeheuer. Vielleicht nicht die Situation, in der er sich zu einem Date mit der hübschen Sandy aus der Bibliothek verabreden sollte. Natürlich läuft alles aus dem Ruder, als zwei junge Tunichtgute in Nathans Abwesenheit ins Haus einbrechen, versehentlich das kinderfressende TIER aus dem Keller lassen und das Dämonenhüterhandbuch klauen. Die Lage nutzt der schurkische Exlehrling von Nathans Lehrmeister, der die Macht über die Dämonen an sich reissen will. Nathan muss endlich lernen, mit dem Chaos schwimmen, statt dagegen angehen zu wollen.

Joar war ganz witzig, aber gleichzeitig auch recht belanglos. Ich schließe mich der verlinkten Rezension an - es erinnert ein wenig an Bartimäus, ohne jedoch ansatzweise in derselben Liga zu spielen.

#17
Cornelia Funke - Die wilden Hühner auf Klassenfahrt

Die wilden Hühner fahren auf Klassenfahrt! Mit dabei leider auch die blöden Jungs von den Pygmäen, mit denen das Verhältnis etwas komplizierter wird - während Fred und Willi den Mädchen Juckpulver auf die Kissen streuen, schreibt Torte Frieda Liebesbriefe. Alles nicht so einfach. Mit dem angehenden Neu-Huhn Wilma haben die Mädchen jedoch eine fähige Spionin, da werden die Jungs nicht viel zu lachen haben. Naja und dann gibt es da noch dieses Gespenst, das nachts sein Unwesen treibt. Ob die wilden Hühner den Spuk vor den Pygmäen aufklären können?

Cornelia Funke liest das Hörbuch selbst und das ganz famos. Die Geschichte habe ich tatsächlich noch nie komplett gehört, irgendwie bin ich vom ersten Band immer gleich in den dritten gesprungen. Sicher hätte sie mich etwas mehr mitgerissen, als ich 10 oder so war - so war der Spuk doch zu offenkundig^^ Aber viele Inhalte altern auch ganz wunderbar und machen das Buch auch für Erwachsene zu einem schönen Lese- bzw. Hörerlebnis - die Freundschaft innerhalb der Gruppe, die ganzen Erinnerungen an Klassenfahrten (die Enttäuschung der Hühner über die langweiligen Grabhügel - ich fühle so mit ihnen xD) und auch die ernsteren Themen (die Trennung von Trudes Eltern etwa). Alles ganz nahbar und irgendwie echt.
Wer gackert, muss auch ein Ei legen.

Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #159 am: 29.09.2021 | 20:08 »
Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. Margret Bechler - Warten auf Antwort: Ein deutsches Schicksal
13. Robert Marc Lehmann - Mission Erde
14. Gerhard Schoenberner - Der gelbe Stern: Die Judenverfolgung in Europa 1933 bis 1945
15. -


Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. John Moore - Hauen und Stechen
13. -
14. -
15. -



Epochen:

Aufklärung: Gotthold Ephraim Lessing - Emilia Galotti
Sturm und Drang: -
Weimarer Klassik: Friedrich von Schiller - Wilhelm Tell
Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik: ETA Hoffmann - Der Sandmann
Vormärz: -
Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter

Anhang N:

1. J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe (komplett)
2. H.P. Lovecraft - The Best of H.P. Lovecraft
3. Jack Vance - Herrscher von Lyonesse
4. Jack Vance - Die grüne Perle
5. Jack Vance - Madouc
6. -
7. -
8. -
9. -
10. -
« Letzte Änderung: 1.10.2021 | 13:36 von Swafnir »
Rollenspielverein Kurpfalz - aleam inter seria exercemus

Die Bedürfnisse vieler sind wichtiger als die Bedürfnisse weniger oder eines einzigen. (Mr. Spock)

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Offline Blanchett

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #160 am: 30.09.2021 | 15:36 »
Meldung Juli, August & September:

#25 Ken Follett - Mitternachtsfalken
Europa im Jahr 1941. In England fragt sich Hermia Mount, Agentin im MI6, woher die hohen
Verluste der britischen Fliegerstaffeln kommen. Im besetzten Dänemark stößt Harald Olufsen,
ein 18-jähriger Oberschüler, auf eine geheime Radarstation der Deutschen. Diese Information
könnte dem Krieg eine entscheidende Wende geben. Doch zwischen den beiden jungen
Menschen liegt eine Welt voller Feinde - und die endlose Weite des Meeres...

Fazit: wieder mal ein fesselnder und gut recherchierter Follett. Absolut lesenswert (vorallem
wenn einen die Zeit des 2ten Weltkrieges interessiert)


#26 Deon Meyer - Weisser Schatten
Er heisst Lemmer, sein Job ist es, Bodyguard zu sein. Als Emma, eine weiße Südafrikanerin, ihn
anheuert, hofft Lemmer auf einen harmlosen Job. Sie meint, ihren verschwundenen Bruder in
den Nachrichten gesehen zu haben. Angeblich hat er skrupellos vier Wilderer getötet. Kaum sind
sie im Kruger-Park angekommen, muss Lemmer den ersten Anschlag auf Emma vereiteln. Er
beginnt zu begreifen, dass er einer Sache auf der Spur ist, die etliche Nummern zu groß und zu
gefährlich für ihn ist.

Fazit: Sehr gut und packend geschrieben. Ein Buch das "nur" durch das aussortieren meiner
Arbeitskollegin in meinen Besitz gelangt ist, trotzdem wäre es kein "Fehlkauf" gewesen.


#27 Florian F. Marzin - Das Voynich Rätsel
Warum musste Alexander der Große in Babylon sterben? War er in Persien auf etwas gestoßen,
was er nicht hätte finden dürfen? Ein Werkzeug, um die Welt aus den Angeln zu heben?
Mehr als 2000 Jahre später stoßen Archäologen bei Ausgrabungen im Süd-Iran auf die Rest
einer Tempelanlage. Doch das Unternehmen endet im Fiasko, zurück bleiben nur Tote und eine
Mauer des Schweigens.
Eines der überlebenden Mitglieder, Dr. Sandra Neubert, wird von der Vergangenheit eingeholt, als
sie an der Yale Universität einen Blick auf das Voynich Manuskript wirft. Die unbekannten Zeichen
der Handschrift gleichen denen in der persischen Tempelanlage.
Ein altes Notizbuch scheint der Schlüssel zum Voynich Rätsel zu sein, doch mit diesem öffnet sie
unwissentlich die Büchse der Pandora ... denn in dem Manuskript geht es um nichts weniger als
den Bestand der Welt so wie wir sie kennen.

Fazit: Dieses Buch war irgendwann einmal Inhalt meiner "FeenCon-Tüte" und lag mehrere Jahre
auf meinem Stapel der Schande. Zwischendrin war ich mehrfach versucht das Buch abzubrechen
weil es sehr langwierig zu lesen war. (Für ca. 150 Seiten haben ich 6 Wochen gebraucht) Dann
plötzlich machte alles einen Sinn und ich habe die restlichen 350 Seiten innerhalb einer Woche
gelesen. Ab diesem Punkt eine sehr schöne und spannende Geschichte. Gekauft hätte ich mir das
Buch wahrscheinlich nicht, weil es mir nicht ins "Auge" gesprungen wäre


#28 John Boyne - Der Junge im gestreiften Pyjama
"Ein ungeheurer Text" Christine Knödler, Die Welt
"Eine atemberaubend spannende Spurensuche." Focus
"Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst." Anke Maren Koester, Brigitte
"'Der Junge im gesteiften Pyjama', die Prognose sei gewagt, wird ein klassiker werden."
Wilfried von Bredow, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Fazit: Auch wenn das Buch nur 266 Seiten hat und ich es innerhalb eines Nachmittages durchgelesen
habe, handelt es sich um keine leichte Kost. Wobei damit nicht der Schreibstil sondern die Geschichte
gemeint ist. Mich hat das Buch nicht völlig kalt gelassen, aber erst die Verfilmung hat mich zu tränen
gerührt. (und das obwohl ich die Handlung kannte)


#29 DSA-Roman Nr. 1 - Ulrich Kiesow - Der Scharlatan
Als Selissa, die beste in der Eliteeinheit der Ferdoker Lanzenreiterinnen, des Verrats und des Mordes
bezichtigt wird, wenden sich selbst ihre Freunde und Kampfgefährtinnen von ihr ab. Einzig ein Junker
aus dem Bornland und ihre Stallmagt halten noch zu ihr - und der Scharlatan, ein alter Jahrmarktszauberer,
den das Leben verbittert hat. Mit Schwert und Magie zieht die seltsame Schar tapfer in den ungleichen
Kampf um Selissas Ehre und Erbe.

Fazit: Ein sehr schöner und spannend geschriebener DSA-Roman. Wenn ich das System noch nicht kennen
würde, wäre es eine schöne Einstiegsdroge gewesen.


#30 Otfried Preußler - Krabat
Neugier lockt Krabat zur Mühle am Koselbruch, vor der alle warnen, weil es dort nicht ganz geheuer sei. Ein
leichtes und schönes Leben wird Krabat hier versprochen. Doch der Preis dafür ist hoch. Und aus der
Verstrickung mit dem Bösen kann ihn nur die bedingungslose Liebe eines Mädchens retten.

Fazit: Eigentlich ein Jugendbuch, trotzdem sehr schön geschrieben und eine klare Leseempfehlung

Offline Sindaja

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #161 am: 2.10.2021 | 09:16 »
#49: Mishell Baker: Borderline
Ich fragte mich, ob die Autorin Changeling the Lost gespielt hat. Es ist ein Urban-Fantasy Krimi, der mir Spaß gemacht hat. Die Protagonistin ist Borderliner mit vielen Problemen nach einem mißglückten Suizidversuch. Mit dem Arkadia-Projekt, das sie anheuert, lernt sie das andere LA kennen. Auch wenn der Grundton düster und der Umgangston harsch ist, hat es mich doch sehr gefesselt und ich freue mich schon auf den zweiten Band, der auf meinem Stapel der Schande wartet.
#50: Mishell Baker: Phantom Pains
Der Reiz des Neuen fehlte in diesem zweiten Teil zwar, aber dafür lieferte auch dieser Plot einiges an Spannung und Unterhaltung. Die Protagonistin wird in Probleme zwischen dem Seelie und Unseelie Hof verwickelt. Geheimnisse werden gelüftet und auch hier wird wenig schwarz-weiß gezeichnet. Wieder eine prima Inspiration für Changeling the Lost. Und tatsächlich eher the Lost als the Dreaming, weil auch die Traumatisierung von entführten Menschen ein Thema ist.
#51: Berhard Hennen/Robert Corvus: Elfenkrieg
Eigentlich mag ich die Reihe, aber sie wird mit der Zeit doch etwas langatmig. Das Highlight sind für mich meist die ersten ca. 100 Seiten, in der oft nur die Geschichte einer Person als Prolog beleuchtet wird. Gerafft und auf das Wichtige beschränkt mit etwas Raum, den Charakter zu beleuchten. Der Hauptteil wird für mich immer langatmiger zu lesen. Ich erwische mich dabei, wie ich immer großräumiger die Story eher scanne und wie bei Karl May das was mir irrelevant scheint überfliege (und im weiteren Verlauf das Gefühl habe, nichts verpasst zu haben). Ein Problem ist die inzwischen sehr große Zahl der Protagonisten, ein anderes doch sehr detaillierte Beschreibungen – seien es im Kampf die Position der einzelnen Personen oder auch die vielen Gedanken und Sätze, die die Charaktere beleuchten sollen, es nicht so recht schaffen und dem Gesamtgeschehen wenig beitragen. Irgendwie hätte ich es mir kondensierter gewünscht. Wie der Titel sagt, lernt man hier viel elfische Geschichte. Aber leider eben auch zu verzettelt... Wahrscheinlich hat die Phileasson-Saga das Problem, daß man beschloss, sie in 12 Bänden zu erzählen, 6 Bände (oder 12 mit 300 statt 700+ Seiten) der Geschichte besser getan hätten. Irgendwie erinnert mich das Lesen gerade ans Rad der Zeit (die Mitte hing auf anderer Art ziemlich durch – im Rad der Zeit gelang das Ausarbeiten der Charaktere besser, aber dafür wurden auf 60-1000??? Seiten gefühlt gerade mal ein Tag erzählt...dachafft Phileassonimmerhin mehrere Monate oder Wochen in einem Band). Und ich hoffe, daß es wie letzteres zum Ende hin an Fahrt aufnimmt...

Offline Huhn

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #162 am: 14.10.2021 | 15:27 »
#51: Berhard Hennen/Robert Corvus: Elfenkrieg
Eigentlich mag ich die Reihe, aber sie wird mit der Zeit doch etwas langatmig. Das Highlight sind für mich meist die ersten ca. 100 Seiten, in der oft nur die Geschichte einer Person als Prolog beleuchtet wird. Gerafft und auf das Wichtige beschränkt mit etwas Raum, den Charakter zu beleuchten. Der Hauptteil wird für mich immer langatmiger zu lesen. Ich erwische mich dabei, wie ich immer großräumiger die Story eher scanne und wie bei Karl May das was mir irrelevant scheint überfliege (und im weiteren Verlauf das Gefühl habe, nichts verpasst zu haben). Ein Problem ist die inzwischen sehr große Zahl der Protagonisten, ein anderes doch sehr detaillierte Beschreibungen – seien es im Kampf die Position der einzelnen Personen oder auch die vielen Gedanken und Sätze, die die Charaktere beleuchten sollen, es nicht so recht schaffen und dem Gesamtgeschehen wenig beitragen. [...]

Diese ausufernden Kampfbeschreibungen haben mir schon Hennens alte Elfenromane verleidet. Ich mochte die Romane eigentlich sehr, aber ich erinnere mich, dass ich in einem Band mit vielen Seekämpfen irgendwann gefrustet ein Kapitel komplett übersprungen habe, weil es mir wirklich absolut egal war, wer da genau wie sein Schiff mit welchem Segel wendet und welcher Ork da jetzt wie mit dem Säbel rasselt. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich ein vom Autor für gut befundener Stil ist oder ob diese Kapitel nicht vielmehr mit der vorgeschriebenen Länge der Romane zu tun haben. Auf mich wirken solche Kapitel bzw. Abschnitte wie Füllmaterial. Aber ist ja auch möglich, dass andere sowas mögen?

Edit: Robert Corvus hat eine Videoreihe zu seiner Arbeit an einem Perry-Rhodan-Doppelroman gemacht, der ich entnehme, dass er solche Szenen unter "Action" summiert und sie bewusst nutzt, um sie zwischen eher ruhige Plot- und Gesprächsszenen zu setzen. Bei den Planungen zu diesen Romanen ging es aber auch ganz viel um Seitenzahlen. Unabhängig vom Ergebnis muss man es ihm schon lassen, dass es einigermaßen beeindruckend ist, wie er Romane durchplant und schreibt und sich dabei konsequent an Zeitpläne, inhaltliche und organisatorische Vorgaben hält. Dass bei dieser Auftragsarbeit nicht der geilste shice (tm) bei rauskommt, ist ja irgendwie vorprogrammiert und eher nicht Schuld des Autors. Markus Heitz scheint, wenn ich Interviews mit ihm richtig in Erinnerung habe, auch so zu arbeiten und dessen Bücher folgen auch alle demselben Schema.
« Letzte Änderung: 14.10.2021 | 15:40 von Huhn »
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Offline JS

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #163 am: 14.10.2021 | 15:32 »
Das ist mMn so eine kleine (und erbärmliche) erzählerische Pest geworden, wie auch die ausufernden Actionszenen mit Bumm Bumm in heutigen (Superhelden-)Filmen. Als das damals schon bei Salvatore immer mehr aufkam, entzog ich mich diesen Szenen durch Vorblättern oder Lektüreende. Drizzt kämpfte z.B. mal auf 16 Seiten gegen blöde Schneemonster. Ja, super... wie endet das wohl in einem Drizzt-Buch? Mit dem Tod des Protagonisten? LOL. Ich legte das Buch dann weg und las ein besseres. Der olle Malory zeigt am besten, wie man Kampfszenen darstellt: schnell und dreckig.
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Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #164 am: 14.10.2021 | 15:34 »
Das ist mMn so eine kleine (und erbärmliche) erzählerische Pest geworden, wie auch die ausufernden Actionszenen mit Bumm Bumm in heutigen (Superhelden-)Filmen. Als das damals schon bei Salvatore immer mehr aufkam, entzog ich mich diesen Szenen durch Vorblättern oder Lektüreende. Drizzt kämpfte z.B. mal auf 16 Seiten gegen blöde Schneemonster. Ja, super... wie endet das wohl in einem Drizzt-Buch? Mit dem Tod des Protagonisten? LOL. Ich legte das Buch dann weg und las ein besseres. Der olle Malory zeigt am besten, wie man Kampfszenen darstellt: schnell und dreckig.

Oh ja, ist noch nicht lange her, dass ich das gelesen habe. Die Stellen bei salvatore lese ich auch nur noch quer.
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #165 am: 14.10.2021 | 15:35 »
So sehr ich über ihn meckerte - aber Jack Vance' Kampfbeschreibungen in den Cugel-Romanen mochte ich sehr, die waren auch immer sehr flott und folgenreich vorbei ... wenns denn überhaupt zu Kämpfen kam, denn Cugel ist ja eher so von der kampfvermeidenden Sorte^^
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #166 am: 14.10.2021 | 15:46 »
So sehr ich über ihn meckerte - aber Jack Vance' Kampfbeschreibungen in den Cugel-Romanen mochte ich sehr, die waren auch immer sehr flott und folgenreich vorbei ... wenns denn überhaupt zu Kämpfen kam, denn Cugel ist ja eher so von der kampfvermeidenden Sorte^^

Bei Jack Vance stören mich die Vergewaltigungen. Bei Cugel gibts ja wohl auch so eine Szene (wie mir erzählt wurde), mir reicht das schon in der Lyonesse-Trilogie.
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Von daher weiß ich nicht ob ich von Vance nochmal was lesen möchte.
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #167 am: 14.10.2021 | 17:46 »
Bei Cugel gibts ja wohl auch so eine Szene (wie mir erzählt wurde),

Ja. Das war genau der Punkt, an dem ich das Buch weggelegt und Jack Vance auf meine rote Liste gesetzt habe. Ich bin bestimmt der letzte, der für political correctness in der Fantasy kämpft, aber Vergewaltigung (plus soweit ich mich erinnere anschließenden Mord durch Ertränken) durch den Protagonisten geht für mich überhaupt nicht. Und es ist mir auch völlig egal, ob das nun dazu dient, die moralische Ambivalenz Cugels zu unterstreichen oder was auch immer.
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #168 am: 14.10.2021 | 20:55 »
Ich hab die Lyonesse-Trilogie gerade fertig gelesen. Gut gefallen haben mir die Teile, die mich an Beyond The Wall erinnert haben. Das märchenhafte mit Feen, Elfen und, wie sie da heißen, "Halblinge".
Das liest sich alles gut. Was Vance allerdings total abgeht ist eine kompositorische Tiefe, eine Erzählstruktur, ein roter Faden. Die ganze Trilogie wirkt wie eine Aneinderreihung von Kurzgeschichten, weil Vance zwar viele interessante Ideen hat, diese aber nicht stringent zu Ende bringt. Da wird über Seite und Seite Aillas' Entführung von Tatzel erzählt, aber letztlich hat es storymäßig null Relevanz.
Dafür wird der ganze Krieg mit den Ska dann auf zwei Seiten abgehandelt.
Der letzet Band hat mir am besten gefallen. Lässt man die zwei Bände davor außer acht, haben wir wenigstens da eine halbwegs stringente Geschichte einer jungen Frau, die ihre Herkunft erkundet. Dafür hätte ich aber jetzt nicht unbedingt knapp 1500 Seiten lesen müssen.

So hinterlässt die Trilogie bei mir nicht das Gefühl eine runde Sache gelesen zu haben. Alles in allem fand ich die Bücher zwar interessant (vor allem weil ich ja die Autoren des Anhang N kennen lernen möchte), aber letztlich unbefriedigend.

Aktueller Stand:

Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. Margret Bechler - Warten auf Antwort: Ein deutsches Schicksal
13. Robert Marc Lehmann - Mission Erde
14. Gerhard Schoenberner - Der gelbe Stern: Die Judenverfolgung in Europa 1933 bis 1945
15. -


Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. John Moore - Hauen und Stechen
13. -
14. -
15. -



Epochen:

Aufklärung: Gotthold Ephraim Lessing - Emilia Galotti
Sturm und Drang: -
Weimarer Klassik: Friedrich von Schiller - Wilhelm Tell
Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik: ETA Hoffmann - Der Sandmann
Vormärz: -
Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter

Anhang N:

1. J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe (komplett)
2. H.P. Lovecraft - The Best of H.P. Lovecraft
3. Jack Vance - Herrscher von Lyonesse
4. Jack Vance - Die grüne Perle
5. Jack Vance - Madouc
6. Fred Saberhagen - Das gespaltene Land
7. -
8. -
9. -
10. -
« Letzte Änderung: 14.10.2021 | 22:58 von Swafnir »
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #169 am: 15.10.2021 | 09:37 »
Bei Jack Vance stören mich die Vergewaltigungen. Bei Cugel gibts ja wohl auch so eine Szene (wie mir erzählt wurde) [...]
Ja, die ist der Gipfel. Das schlimmste ist nichtmal die Vergewaltigung als solche, auch wenn die für die Handlung völlig unnötig ist - das schlimmste fand ich das Framing der Szene. Die Frau ist die einzige (!), die sich Cugel nicht instant an den Hals wirft und sie hat ihn vorher ausgetrickst. Die Vergewaltigung und Tötung soll wohl sone Art verdiente Strafe / Cugels Rache darstellen. Diese Szene ist wirklich das hinterletzte. Aber auch ansonsten ist insbesondere 60er-Jahre Vance ein richtig ekliger Misogynist und ich habe mich durch den ersten Cugel-Roman richtig durchgequält deswegen. Die Geschichte macht echt Spaß und steckt voller Ideen ... solange keine Frau durchs Bild tanzt, denn sobald eine auftaucht, kannste den Müll in der Pfeife rauchen. Die Frauen werden eingeteilt in "hübsch und fickbar" sowie "hässlich und nicht-fickbar" und haben darüber hinaus auch keinerlei Persönlichkeit. Dass die Szenen mit Ihnen darüber hinaus nichts zur Handlung beitragen und selbige sogar regelmäßig aufhalten, machts nicht besser.

Mein Eindruck war allerdings auch, dass der zweite Cugel-Roman, der ja aus den 80ern stammt, diesbezüglich deutlich entschärft ist. Cugel vögelt nicht mehr alles, was nicht bei drei aufm Baum ist, nicht wenige Frauen haben auch tatsächlich gar kein Interesse an ihm. Wo es überhaupt zu Sex kommt, passiert der Offscreen und ohne konkret angesprochen zu werden. Die Frauen haben auch sowas wie ne Persönlichkeit und nutzen Cugels Schwäche, sich andauernd in Titten zu vergucken, teils zu ihrem Vorteil, was stellenweise einigermaßen unterhaltsam ist. Richtige Vergewaltigungsszenen gibts keine, allerdings würde ich bei der Schiffsreise den tatsächlichen Consent der Damen, die zwar freiwillig, aber in einer Zwangslage zu Cugel kommen, doch hart anzweifeln.

Ich bin durch den Sammelband mit den Dying Earth-Romanen noch nicht ganz durch, daher hatte ich noch keine ausführliche Review geschrieben. Ich würde die älteren Jack Vance-Romane aber niemandem ans Herz legen. Die gehören meiner Meinung nach auf den Müllhaufen der Geschichte  - abgesehen von den einzeln betrachtet tollen Ideen einigermaßen langweilig und inkonsistent geschrieben und dazu eine Art und Weise der Frauendarstellung, die jedenfalls für mich unleserlich war. "Cugel's Saga" hingegen fand ich ganz nett. Kann man aber auch lesen, ohne sich den Schund davor anzutun.

Nichtsdestotrotz mochte ich die Art und Weise, wie Vance Kämpfe abgehandelt hat. Und nur darum ging es mir in meinem Post oben. ;)
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #170 am: 15.10.2021 | 10:09 »
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #171 am: Gestern um 19:10 »
Ich hole langsam wieder auf (Bahnfahren sei Dank), auch wenn ich mein gestecktes Ziel dieses Jahr nicht erreichen werde.

#14 Tom Hillenbrand: Der Kaffeedieb
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Auf Tom Hillenbrand bin ich durch seine Xavier Kieffer Romane, Drohnenland und natürlich durch Drachenväter aufmerksam geworden. Der Kaffeedieb ist sein Versuch, einen historischen Roman zu schreiben. Ich fand es ganz amüsant, die Briefe des Geheimdiensts an Louis XIV zu lesen, der versucht, dem Protagonisten Obediah zu folgen, den sie für einen Aufwiegler halten. Ebenso hat mir die Beschreibung des Coup ausgesprochen gut gefallen. Dennoch können die mitunter fast brillianten Einstreuungen nicht verschleiern, dass in diesem Buch vieles wie eine ex machina Lösung scheint. Ebenso kann man sich auf die ein oder andere Länge einstellen.

Insgesamt 4 von 5 wohlwollenden Kaffeebohnen

# 15+16 Alexandra Bracken: The Darkest Mind + Never Fade
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Die ersten zwei Bände der mittlerweile Quattrologie reihen sich nahtlos ein zwischen The Hunger Games und Divergent. In einer Dystopie liegt es an Teenagern, einen Unterschied zu machen. Dabei erinnert mich die Schreibweise lustigerweise sehr an die Harry Dresden Reihe: Die Protagonistin hat häufig keine Verschnaufpause zwischen allem, was sie mental und physisch in die Knie zwingt und muss dauernd schwere Entscheidungen treffen, die sie natürlich nur alleine bewältigen kann. Gleichzeitig entwickelt sie einen äußerst starken Beschützerinstikt gegenüber ihren Freunden.
Insgesamt halte ich die Bücher für nicht ganz so gelungen wie die Hunger Games, aber wesentlich besser alles von Divergent (spätestens ab Band 2). Sie lassen sich auf alle Fälle sehr schön runterlesen.
Die Bücher lohnen auf jeden Fall mehr als der Film. Dieser umfasst den ersten Band und nimmt viel von Rubys Angst und der Widerwilligkeit vor ihren eigenen Fähigkeiten raus - und dass vieles, was sie bis zum Treffen mit Clancy tut, deshalb auch reiner Zufall (oder Instinkt) ist.

3,5 von 5 Teenager-Endzeitszenarios
« Letzte Änderung: Gestern um 19:15 von aingeasil »

Offline Huhn

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #172 am: Gestern um 21:33 »
So, ich bin fertig, 100 von 100 erreicht.
Toll, du bist ja fix dieses Jahr!  :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: :cheer:

Bei mir gehts auch langsam weiter. :)

#18
Die gruseligsten Gruselgeschichten (Tosa-Verlag 1987)
Ich hatte vor einer Weile ja schon die Gespenstergeschichten-Sammlung gelesen und jetzt eben die andere Grusel-Anthologie des Verlags. In den "Gruselgeschichten" finden sich im Vergleich zur Gespenster-Sammlung mehr zeitgenössische Geschichten aus den 70ern und 80ern, dazu drei ältere, u. a. von Poe und Lovecraft. Eine Geschichte - die vom Neujahrsgespenst - doppelt sich mit der Gespenstersammlung, keine Ahnung, wieso sie ausgerechnet die noch einmal untergebracht haben. Insgesamt gefiel mir die Gespenstersammlung mit ihren älteren Geschichten vorwiegend aus dem 19. und früghen 20. Jahrhundert deutlich besser. In der Grusel-Sammlung fand ich die Geschichten allesamt mittelmäßig bis uninteressant und nicht wenige sind - sicherlich leider dem Zeitgeist der 70er und 80er geschuldet - von mehr oder weniger offenkundigen rassistischen Stereotypen durchzogen, die mir irgendwann total auf den Nerv gingen. Neee, da bleib ich lieber bei meinen Gespenstern.


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