Autor Thema: Reading Challenge 2021  (Gelesen 6279 mal)

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Offline Menthir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #125 am: 12.05.2021 | 12:00 »
#20

Hans Kelsen - Vom Wesen und Wert der Demokratie

Hans Kelsen ist ein Rechtswissenschaftler und Theoretiker, dessen Name wahrscheinlich nicht jedem bekannt ist, obwohl er u.a. an der österreichischen Verfassung mitgeschrieben hat und einer der Vordenker der Verfassungsgerichtsbarkeit ist.

Obwohl ich mich mit Demokratietheorie befasst habe in meinem Studium, wenngleich eher aus philosophischer Sicht, bin ich vorher nie wirklich über Kelsen gestolpert, was sicher eher mir als Herrn Kelsen anzulasten ist.
So war es eher Zufall, der mich damit in Kontakt brachte, als ich es eher willkürlich und nach dem Titel kaufend erwarb.

Das kleine Büchlein ist 1929 in der vorliegenden Fassung erschienen und wurde 2018 vom Reclamverlag nochmal aufgelegt. Es hat 164 kurze Seiten und dementsprechend ein eher kurzes, monographisches Werk.
Allerdings liegt darin auch der Zauber des Ganzen.

Kelsens Werk zeichnet sich durch eine prägnante, wissenschaftliche Nüchternheit aus, die hilft, seine Vorstellung von Demokratie herauszuschälen. Keine blumigen Phrasen, keine ideologischen Zuschreibungen, sondern eine umfassende, durchaus kritische Betrachtung der Demokratie, die er lediglich als Rahmen der sozialen Ordnung kennzeichnet, und absichtsvoll so darstellt, dass sie nicht den Inhalt vorgibt.
Hans Kelsen verzichtet dabei mitnichten darauf, auch die Schattenseiten, die Verwirrungen und Irrungen zu kennzeichnen und hangelt sich vielfach an einem Vergleich zwischen Autokratie und Demokratie entlang, und bekennt, dass Demokratie als Herrschaftsart auch seine bewussten Grenzen hat, die hier und da autokratisch zu untermauern sind oder zu untermauern sein könnten, vor allem in Hinblick auf die "Vollziehung" - für Kelsen also das Umsetzen demokratischer Beschlüsse und die Akte der Verwaltung der Demokratie, die in ihrer Effizienz gehindert wären, wenn jede Ebene demokratisch bestimmt wäre und zur Meinung finden müsste.

Letztendlich beschreibt Kelsen ein Stückweit in den 20er Jahren bereits das repräsentative, gewaltengeteilte Modell, was wir dieser Tage weitestgehend noch nutzen, und mit dieser Rückschau liest sich Kelsens Werk freilich mit einigem Gewinn, denn der gegenwärtige Zustand ist nicht zwangsläufig, gleichwohl auch nicht zufällig.

Ohne auf die einzelnen Buchkapitel in dieser Kurzbewertung einzugehen, fasst Kelsen zusammen, dass die Demokratie letztlich vom Wesen des Widerspruches, vom Aushandeln von These und Antithese, und letztlich vom Kompromiss zwischen Majorität und Minorität lebt. Dass Demokratie besonders dort lebt, wo Wertevorstellungen relativistisch sind, also Wissen auch von Generation von Generation neu verhandelt wird, wo Moral von Generation von Generation neu verhandelt wird, wo Gesellschaft von Generation von Generation neu verhandelt wird. Hier verbindet Kelsen verblüffend einfach und nachvollziehbar positivistische Wissenschaft mit einem demokratischen Weltbild.

Insgesamt eine sehr empfehlenswerte, in diesem Fall wunderbar nüchterne Lektüre.

8,5 von 10 Punkte
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Offline Huhn

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #126 am: 16.05.2021 | 11:45 »
#8
Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Feuerkelch

Ich bin mir sicher, dass ich mir bei diesem Buch die Inhaltsangabe sparen kann. Der vierte Harry-Potter-Band eben. ;)

Aktion Wohlfühllektüre läuft weiter! Ich weiß auch nicht, was diese Buchreihe richtig macht, aber zum ersten Mal seit Wochen bin ich wieder ganz in meiner Lektüre versunken. Nachdem jahrelang immer der dritte Band mein Liebling war (der erste läuft eh außer Konkurrenz) muss ich sagen, dass mir der vierte mittlerweile auch außerordentlich gut gefällt. Ich mag die Quidditch-Weltmeisterschaft und das Trimagische Turnier als Settings. "Moody" ist ne coole Socke. Und dieser Band ist der erste, der so richtig in die übergreifende Handlung einführt, wobei aber noch viel Zeit für die kleineren Alltagsprobleme bleibt, wo der fünfte dann schon ganz in Größeres eintaucht und doch eher düster wird. Ach und ich mag einfach den Humor. ;D

Hab jetzt nur ein Problem ... hatte mir von meinen Eltern vor zwei Jahren unsere alten Potter-Bücher gewünscht. Und aus einem mir nicht ersichtlichen Grund haben die mir, statt mir einfach alle Bücher, die sie eh nie lesen, zu überlassen, stattdessen die Bände 1-4 auf Deutsch und die Bände 6 und 7 auf Englisch geschenkt. Band 5 besitze ich jetzt gar nicht. Werde also demnächst wohl mal in die Stadtbibliothek huhnen, um mir den auszuleihen. Mal schauen, ob ich meinen Eltern die restlichen Bände dann zum nächsten Geburtstag aus den Rippen geleiert bekomme. :D "Aber Huhn, du hast die doch alle schon gelesen!"  :o Wtf! Ich hab die sogar alle mehrfach gelesen! Das hindert mich aber an nichts!
Wer gackert, muss auch ein Ei legen.

Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #127 am: 19.05.2021 | 08:42 »
Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. -
12. -



Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. -
11. -
12. -
13. -



Epochen:

Aufklärung:
Sturm und Drang:
Weimarer Klassik:
Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik:
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Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter
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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #128 am: 21.05.2021 | 14:33 »
#21

Steven Erikson - Der Tag des Sehers - Spiel der Götter 5

Der bisher zugänglichste Band der Serie, und sicher auch in seiner Darstellung der bisher epischste Band. Für die Gesamterzählung weicht Erikson allerdings ein wenig von den unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere ab. Er versucht zwar immer noch diese darzustellen, vor allem durch gedankliche Introspektiven, doch er ist methodisch längst nicht mehr so abwechslungsreich wie in den ersten Bänden.

Allerdings hat es dafür den Vorteil, dass die Handlung sich deutlich verdichtet, es sich im Ganzen flüssiger liest und als gesamtes Buch zusammenhängender ist. Das ist dem epischen Finale angemessen.

Ungewöhnlicherweise verbringt Erikson nach der Auflösung der Plotlinie ungewöhnlich viel Zeit damit, seine Erzählung aufzuräumen, zu ordnen, Fäden aufzulösen und Erzählungen auch mal zu Ende zu bringen, sodass das Buch durchaus einen guten Break darstellt, wenn man sich von der Reihe trennen will oder eine Pause einlegen möchte.
Außerdem hilft das, die Geschehnisse etwas in Perspektive zu setzen.

Mir haben zwar die historisch unterschiedlichen Blickwinkel etwas gefehlt, aber ich fühlte mich nach wie vor gut unterhalten. Ein Stück weit fühlte ich mich aber in der großen Konvergenz und ihrer Aufklärung doch ein wenig an Dragonball bzw. Dragonball Z erinnert, dennoch schmälert es nicht den würdigen Abschluss der Storyline um den pannonischen Seher bis zu diesem Punkt.

9 von 10 Punkte

#22

Malcolm Gladwell - The Tipping Point - How Little Things Can Make a Big Difference

Das war mein zweiter Versuch, dieses Buch zu lesen. Im Jahr 2015 bin ich an diesem Werk gestrandet, weil es mich damals wenig reizte. Diesmal ist es mir gelungen, es zur Gänze zu lesen.

Worum geht es? Der Titel sagt es recht gut aus, und Gladwell versucht seine Punkte in wiederkehrenden und sehr wechselnden Beispielen zu illustrieren, anhand von Rauchern, der Sesamstraße, der amerikanischen Revolution, anhand der Kriminalitätsrate in New York oder dem Erfolg von Hush Puppies (gemeint sind die Schuhe, nicht das Nahrungsmittel oder die Waffe Mk22 von Smith&Wesson).
Dabei versucht er zu illustrieren, dass solche Situationen letztlich eine Spielart sozialer Epidemien sind und entsprechend dieselben Verhaltensweisen wie Krankheiten haben.

Er versucht anhand unterschiedlicher Gesetzmäßigkeiten (Law of the Few - quasi eine Mischung aus Qualitätssicherern, Verkäufern und Netzwerkern, die Ideen entscheidend sozial voranbringen oder eben große Ansteckungsherde sind; Stickiness Factor - quasi die Fähigkeit oder der Zufall, der Dinge durch Repetition oder Wiederkennungswert (meist eine Mischung) in unseren Gedanken hinterlässt; und The Power of Context - also quasi der Nachweis, wie sehr menschliches Verhalten von der Umwelt abhängig ist) diese sozialen Epidemien zu beschreiben und zu kategorisieren.
Dabei versucht er die Erzählungen so zu drehen, dass Word of Mouth-Propaganda und konsequent verfolgte Kleinigkeiten, die anhand der oben genannten Gesetzmäßigkeiten umgesetzt werden, größere Erfolge zeitigen als ein holistischer Ansatz.

Der Vorteil seines breiten Ansatzes ist, dass er die Wirkungsweisen in sehr unterschiedlichen Kontexten andeuten kann. Der Nachteil seines Ansatzes ist, dass er seine Gesetzmäßigkeiten nicht gezielt auf seine Beispiele vergleichend anwenden kann.
Gladwell schreibt sehr gefällig und es macht Spaß, seinen Ideen zu folgen, allerdings bleiben sie sehr deskriptiv und sind nur bedingt analytischer Natur. D.h. Gladwell arbeitet vor allem mit Zuschreibungen, die er nicht immer ausreichend erklärt und herleitet, obwohl er die eine oder andere Studie oder das ein oder andere psychologische Experiment heranzieht. Allerdings dienen sie nur zur Illustration, aber nicht zur kritischen Betrachtung seiner eigenen Schlüsse, sodass die tatsächliche Aussagekraft seiner Schlüsse wage bleibt.

Der Grundgedanke des Buches ist dennoch spannend, und die Erzählungen darin gefällig, sodass ich dieses Werk ein Stück weit als gutes Infotainment-Werk charakterisieren möchte. Er regt zum Denken an, ist aber doch mit einer gewissen, kritischen Haltung zu lesen, und wissenschaftlich mindestens in Teilen fragwürdig.

6 von 10 Punkte
„Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen“ - Johann Gottfried Frey

Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #129 am: 22.05.2021 | 17:31 »
Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. -



Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. -
13. -



Epochen:

Aufklärung:
Sturm und Drang:
Weimarer Klassik:
Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik:
Vormärz:
Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter
« Letzte Änderung: 30.05.2021 | 09:52 von Swafnir »
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Offline aingeasil

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #130 am: 31.05.2021 | 18:51 »
Ich vernachlässige dank Homeoffice das Lesen aufs Schändlichste (bin bekennende Bahn-Leserin).

#7 William Sleator: Das Haus der Treppen
Irgendwann in der Zukunft: Fünf sechzehnjährige Waisenkinder finden sich in an einem nur aus Treppen und kleinen Plattformen bestehenden Ort wieder. Es entwickelt sich eine Gruppendynamik im täglichen Kampf um Essen / Überleben.

Insgesamt fand ich die ersten 2/3 des Buchs sehr stark, auch da in jedem Kapitel immer die Sicht eines Jugendlichem im Zentrum steht. Die Entwicklung ist vorhersehbar, dadurch aber nicht weniger gut. Das Ende bzw. die Auflösung finde ich aus heutiger Sicht - der Roman erschien 1974 - etwas schwach und teilweise auch unbefriedigend.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Beim Lesen habe ich mir mehrfach gesagt, dass ich die ein oder andere Szene oder auch nur die Szenerie gerne mal in einem Film oder einer (Mini-)Serie sehen würde.

Insgesamt wohl eher 3,5 / 5 Zukunftsvisionen

#8 Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown: Dache, dass du nicht tot bist
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Der erste Band mittlerweile 31 Bände umfassenden Abenteuer von Mrs. Murphy, Tucker und ihrer Menschin Harry. Man merkt diesem Roman noch deutlich das "Erstlingswerk" im Bereich Kriminalromanan, obwohl die Autorin schon weit davor publizierte. Hier findet Rita Mae Brown noch ihren Stil abseits ihrer feministischen, lesbischen und auch gesellschaftskritischen Romane. Der Roman weiß schon, kurzweilig zu sein (etwas anderes will er auch gar nicht), aber es fehlt ihm noch an Finesse.

Nostalgische 2,5 / 5 Leckerli

Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #131 am: 1.06.2021 | 11:06 »
Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. -



Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. John Moore - Hauen und Stechen
13. -



Epochen:

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Sturm und Drang:
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Hoch/Spätromantik:
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Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #132 am: 3.06.2021 | 09:27 »
Da ich mein zu erreichenden Pensum schon fast hatte (und noch nicht mal das halbe Jahr rum ist), hab ich meine Challenge ein bisschen angepasst.
Insgesamt möchte ich jetzt bei 40 Büchern und 7 Werken aus literarischen Epochen lesen. Davon entfallen 15 fürs Hirn, 15 fürs Herz und 10 auf den Anhang N nach Gary Gygax.

Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. Margret Bechler - Warten auf Antwort: Ein deutsches Schicksal
13. -
14. -
15. -


Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. John Moore - Hauen und Stechen
13. -
14. -
15. -



Epochen:

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Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik: ETA Hoffmann - Der Sandmann
Vormärz:
Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter

Anhang N:

1. J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe
2. -
3. -
4. -
5. -
6. -
7. -
8. -
9. -
10. -


Edit: Hab gemerkt, dass ich in der Arbeit nicht in HdR-Stimmung komme. Daher lese ich gerade parallel.
« Letzte Änderung: 10.06.2021 | 20:46 von Swafnir »
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Offline Sindaja

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #133 am: 4.06.2021 | 10:57 »
Durch Homeschooling, komische Wechselunterrichtkonzepte, Online-Unterrichten und so fehlende Zeiten am Abend und Morgen ist das Lesen auch bei mir gerade etwas ausgebremst, aber ein paar Bücher sind doch hinzu gekommen:
26. Iain M. Banks: The State of the Art
Einige Kurzgeschichten und eine Novelle in der Welt der „Culture“. Bei den Kurzgeschichten hatte ich etwas Probleme reinzukommen, die Novelle war interessant. Ein Subjektiver Bericht eines Beobachters aus der Culture, der die Erde erkundet – teils philosophische Betrachtungen. Die Romane, die ich im Culture-Setting gelesen habe, waren aber bisher für mich gefühlt stärker.
27. Dave Gross: Prinz der Wölfe
Der Roman war in meinem HeinzCon Paket. Da ich immerhin auf Golarion mal „Wir sein Goblins“ geleitet habe, fand ich es nett einen Pathfinder-Roman zu lesen. Leider setzt bei mir langsam die Altersweitsichtigkeit ein, weshalb die sehr kleine Schrift das Lesen etwas mühsam machte. Für einen Rollenspielroman Ok. Die Hauptcharaktere nett, die Storyline mit ausreichenden Twists. Manche Passagen hatten etwas viel Beschreibungen, die ich in den überfliegenden Karl-May Modus meiner Jugend lesenderweise schickten. Aufhänger ist die Suche nach einer vermissten Kundschafterin. Diese wird aber schnell eher eine Hintergrundhandlung ob der ganzen sonstigen Geschehnisse. So hätte ich das Buch vielleicht nicht gekauft, aber um ein Gefühl für die Pathfinderwelt zu bekommen fand ich es kurzweiliger als Quellenbücher zu wälzen.
28. Victor Lavalle: The Changeling
Ein poetischer Horroroman mit Elementen der Mythologie. Die Geschichte spielt in New York und ich fand sie recht fesselnd. Vieles ist anders als es scheint. Der Titel lenkt aber natürlich schon zu Beginn auch auf das Thema Wechselbalg.
29. Pat Kerr: The Wild Swans
Eigentlich zwei Geschichten. Einerseits das Märchen der wilden Schwäne in einem puritanisch bis märchenhaft fantastischem Setting, andererseits die Geschichte junger Männer in der homosexuellen Szene New Yorks der 80ger in bitterer Realität. Natürlich bestehen auch Verbindungen zwischen den Geschichten, aber die Welten „interagieren“ nicht wirklich, sondern Themen resonieren. Berührendes Buch. Sehr lesenswert.

Offline Menthir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #134 am: 9.06.2021 | 16:30 »
#23

K.J. Parker - How to Rule an Empire and Get Away with it

Ähnlich wie das Vorgängerwerk (Sixteen Ways to Defend A Walled City) offenbart sich ein Buch aus der Egoperspektive, welches von einem notorischen Lügner und Aufschneider erzählt wird, der sich selbst darstellt und die Geschichte, die sich um ihn entwickelt.

K.J. Parker setzt hierbei wieder auf einen witzigen, teils sarkastischen Erzähler, der eher über Umwegen zu seinem Posten als Kaiser des Reiches kommt. Notker nämlich ist Schauspieler, die sich seine Brötchen mit dem Verkörpern politischer Prominenz verdient und der tatsächliche Kaiser geht tatsächlich zugrunde und so soll Notker ihn ersetzen, als Marionette.

Jetzt entspinnt sich eine Geschichte, in der jeder versucht, den armen Notker als Marionette zu nutzen. Der Senat, die militärischen Usurpatoren, die Straßenkrieger, seine ehemalige Chefin und halbwegs Geliebte, die zu allem Übel noch mit dem BBEG verheiratet ist.

Letztlich ein Werk in münchhausenscher Tradition und mit witzigen Elementen und wenig Tiefgang, wie eben der erste Band. Im ersten Band hat mir jedoch die technisch-strategische Betrachtung gefallen, die der Ingenieursheld des Werkes getätigt hat. Notker versucht auch Dinge zu reflektieren, vor allem das Schauspielhandwerk und die Theorie der Lüge, doch er wirkt noch so überzeugend wie sein Vorgänger.
Das Buch nimmt immerhin direkt Bezug auf Teil 1.

Insgesamt ist es ein ganz angenehm zu lesendes Buch, mit ganz vielen, wenn auch deus ex machina-artigen Änderungen, in dem sich der unfreiwillige Held und notorische Lügner Notker von allen Strippen befreit, auch die seiner Liebe, die ihn ebenso zu manipulieren sucht, und dann mit einer Tatkraft wie die des Helden von Band 1 (Orhan) die Geschichte der Stadt leitet und sie mehr oder weniger rettet. Die meisten Charaktere bleiben jedoch flach oder sehr eindimensional, das Philosophieren ist nur bedingt spannend und die Geschichte selbst ist jetzt nichts, was man noch nicht gehört hätte. Lediglich die Mineurskämpfe unter der Mauer stechen positiv heraus. Man kann es gut weglesen, man vermisst aber auch nichts, wenn man es nicht tut.

5,5 von 10 Punkte.

#24

J.R.R. Tolkien - Die Kinder Húrins

Ich bin angetan. Ich bin selten wirklich überrascht und noch seltener Feuer und Flamme für eine Sache, aber die Kinder Húrins haben mich tief beeindruckt. In der erzählerischen Konsequenz der Geschichte, in den wunderschönen Beschreibungen, in der der Verbindung elbischer Sprache und allgemeiner Geschichte. Das enzyklopädische Wesen von Tolkiens Werk ist hier nicht beliebig angewendet und ausgespien, sondern die Namensbedeutungen, die sich im Werk auftun, tragen zur Stimmung und zur Geschichte bei.

Und das Werk ist wundervoll traurig.

Zurecht haben Kritiker angemerkt, dass die Kinder Húrins dem Grunde nach nichts Neues aus Mittelerde bringen. Aber wie so häufig, ist nicht das Neue das Spannende. Nicht immer ist es daran, das Rad neu zu erfinden. Das ist nämlich etwas, was Tolkien definitiv nicht getan hat, weder der Alte, noch der Junge. Aber es ist die formschöne Aufarbeitung bekannter Bilder (ich habe zumindest die Völsunga und Kalevala identifizieren können), die hier wirklich zieht. Es ist die vertiefende Beschäftigung mit dem Stoff, die dem ganzen Reiz verleiht. Und es ist - ich betone es nochmal - die erzählerische Konsequenz, mit der die Tolkiens die Geschichte begleiten und beenden, die dem ganzen Tragweite gibt.

Ein Fluch, der seine Wirkung entfaltet. Die wirklich niederträchtigen Entwicklungen, die sich in Turins Geschichte ergeben, mit dem Mord am besten Freund, das Verraten von ganzen Völkerschaften und Freunden, das Leid, dass er über die eigene Familie bringt und am Ende das Inzest-Motiv erzeugt doch eine deutlich dunklere Atmosphäre, als man mithin trotz Mordor gewohnt ist. Denn das Böse wirkt hier subtil und gut verwoben in den Menschen und Elben.
Die Andeutung, das Anschwellen, das Bewähren gegen das Böse, und dann doch das letztendliche Scheitern ist gut eingefangen. Glaurung als Drache ist im Übrigen sehr überzeugend für mich.

Insgesamt war ich also schwer angetan. Die Sprache ist nichts für das schnelle Überfliegen, doch wer sich darauf einlässt, wird in bewährter Weise in eine abenteuerliche, sprachlich schöne Tragödie geführt.
Ein beeindruckendes Werk!

9 von 10 Punkte

#25

Kai O'Connal - Shadowrun - Fire & Frost

Und da ist es geschehen. Ich habe meinen ersten Shadowrun-Roman gelesen. Trotz jahrelanger Erfahrung mit dem Rollenspielsystem und obwohl ich in den 90ern als Jake Armitage auf dem SNES unterwegs gewesen bin, und obwohl ich die Neuauflage der PC-Spiele mit Shadowrun Returns, Shadowrun: Dragonfall und Shadowrun: Hong Kong sogar mit einiger Freude gespielt habe, habe ich mich von den Romanen ferngehalten. So wie ich mich eigentlich immer von Romanen zu Spielserien, TV-Serien, Filmen oder PC-Spielen fernhalte. Aus gutem Grund meist, auch wenn es Ausnahmen gibt.

Dieses Buch ist keine.

Die Geschichte von Fire & Frost ist die eines relativ gewöhnlichen Runs, in dem es um magische Artefakte, die Einmischung von Großkonzernen und die Intrigenspiele von Elfen und Drachen geht. Wirklich bemerkenswert ist lediglich, dass O'Connal einen Gutteil der Handlung in die Wildnis (Amazonien und Antarktis) verlegt, und dass er die Verstrickungen und die für Shadowrun typischen Verratsszenen eher auf persönlicher Ebene abhandelt. Wirklich überzeugt hat mich das nicht, weil er seine Charaktere zu wenig beschreibt. Er nutzt viel Dialog und zwischen den Zeilen ergibt sich sowas wie eine Charakterisierung, die ist aber nicht stark genug, um wirklich zu bewegen. Das Foreshadowing auf diese Verratsszenen ist sehr deutlich und der Prozess auf dem Weg zum Verrat nicht spannend genug, dass es überraschend oder bewegend wäre.
Das ist schade. Denn tatsächlich hat das Werk seine Stärken, wenn es zu sozialen Interaktionen kommt. Die Actionszenen waren eher einfach beschrieben, aber eben sehr häufig. Die Beschreibungen der Matrix waren wieder recht gut, während die Beschreibungen des Astralraums wieder vereinfacht waren. Das Runner-Team mit u.a. einem Troll, einer Elfin und einer Goblin-Riggerin ist sehr bunt.

Hervorheben möchte ich noch, dass die Rolle des Trollstraßensamurais "Pineapple" außergewöhnlich ist. Denn dieser erweist sich an vielen Stellen als das Herz und als der Metamenschenkenner in dem Runnerteam, und bleibt trotz seiner typischen Gewaltbereitschaft und seiner archetypischen Pantherkanone noch der sympathischste und tiefste Charakter des Buches. Gerade der eigentlich Protagonist - Elijah - ist fast eindimensional. Seine Gewissensbisse, dass er seine Missionen über das Wohl der anderen Runner stellt, und sich in diesem Punkt der Verrat spiegeln soll, ist ein vielversprechender Ansatz, aber spielt einfach keine so große Rolle, dass es den stumpfen Aufhänger des eigentlichen Verrats überspielt.

Insgesamt ist es eher seichte Unterhaltung mit einem an manchen Stellen ungewöhnlichen Setting, in dem es den ein oder anderen Lichtblick gibt. Aber die Oberflächlichkeit und Konstruiertheit ist hier und da so groß, dass auch Pineapples breite Schultern nicht das ganze Werk tragen können.

4 von 10 Punkte
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« Antwort #135 am: 10.06.2021 | 21:39 »
#9
Die unheimlichsten Gespenster Geschichten (TOSA Verlag 1994)

Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Gespenstergeschichten für Kinder und Jugendliche, darunter bekannte Klassiker wie "Das Gespenst von Canterville" oder "Der Horla" aber auch unbekanntere Geschichten.

Ich habe das Buch vor allem wegen einer Geschichte erneut in die Hand genommen: "Wenn wir gestorben sind" von Frédéric Boutet. Die ist sowas von witzig-spritzig geschrieben! Ein unglücklicher junger Mann bricht bei Nacht auf dem Friedhof ein, um dort gebrochenen Herzens über dem Grab seiner verstorbenen Verlobten zu trauern, als er dort auf eine überaus illustre Gesellschaft von Toten trifft, unter denen er dann die Nacht verbringt. Schnell ist der Weltschmerz vergessen. Glaubt mir, am Ende dieser Geschichte werdet auch ihr die Schönheit eines zarten Schlüsselbeinknochens zu schätzen wissen! Ich habe, als ich mich daran zu erinnern versuchte, wo ich diese Geschichte nur gelesen haben könnte, online mehrere Suchanfragen gefunden, wo Leute genau nach dieser Story suchten und sie alle in genau diesem Buch gelesen hatten. :D Wenn ihr das Buch irgendwie in die Finger bekommen könnt - lest diese eine Geschichte daraus, die ist top!

Da ich bei der Gelegenheit das ganze Buch noch einmal gelesen habe, würde ich sagen, dass zu den stärkeren Geschichten im Band außerdem "Der Mantel" von Dino Buzzati gehört. Recht kurz, hat mich aber damals wie heute sehr mitgenommen. Lesenswert, einfach weil ich die Art der Erzählung mag, fand ich außerdem "Die offene Tür" von Margaret Oliphant. "Das Neujahrsgespenst" von E. von Adlersfeld-Ballestrem hat eine herrlich unkomplizierte Erzählerin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und gerade deswegen die Geschichte schön glaubhaft erzählen kann.

Bin jetzt jedenfalls mit Gespenstergeschichten versorgt, das nächste Zeltlager kann kommen! :D
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Offline Sindaja

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #136 am: 27.06.2021 | 13:22 »
Bei einem reinen Jugendbuchprogramm geht das Lesen auch noch in einem stressigen Monat. Und auch das baut Bücherstapel ab  :D (und auf. Vor allem bei mehrbändigen Sachen, von denen mir der erste Band gefällt...)
30. Lynne Reid Banks: The Mystery of the Cupboard
Ich lese ja als Mama viele Kinderbücher (vor). Dabei merke ich, daß manche auch für mich als Erwachsene spannend sind, manche mich auch  sehr berühren, aber viele doch klar nur Kinder als Zielpublikum haben. Bei den Mythopoetic Award Finalisten fallen viele Kinderbücher in die erste/zweite Kategorie. Dieses für mich nicht. Ein nettes Kinderbuch, die Bände davor muß man als Erwachsener nicht gelesen haben. Es geht um Abenteuer mit Plastikfiguren, die in einem magischen Schrank lebendig werden  und Personen aus anderen Zeiten sind. In diesem Band  wird das Geheimnis dieses Schranks gelüftet. Lesbar und glücklicherweise mit wenig zum Leben erweckten Plastikfiguren. Aber so recht mitgenommen hat mich die Geschichte nicht.
31. Roshani Chockshi:Aru Shah and the End of time
Gerade ist bei mir nicht die rechte Zeit für zu tiefgründige Literatur. Aber ich hatte wieder etwas Lust auf „Kinder von Göttern“. Und da ich mich in der indischen Mythologie wenig auskenne war diese Reihe für mich besonders attraktiv. Die Hauptprotagonistin ist ausreichend facettenreich. Bisher gibt es nur Heldinnen, was auch wieder ein schöner Twist ist – vor allem in diesem kulturellen Zusammenhang. Ich würde sagen Humor und Action stehen im Vordergrund, auch wenn es nachdenkliche Momente gibt. Gewalt ist in diesem Buch selten eine Lösung, sonder eher Köpfchen. Hätte Potential für einen Disney-Film.
32. Roshani Chockshi: Aru Shah and the song of death
Wie der erste Band eine unterhaltsame Lektüre. Indische Mythologie meets Popkultur. Die Gruppe der Pandavas wird um zwei Mitstreiter erweitert und die Protagonistinnen müssen beweisen, daß sie keine Diebe sind, indem sie das Diebesgut zurückerlangen. Während ich selbst ein paar Bücher indischer Autoren gelesen habe, die sehr gut waren (z.B.The God of small things, The White Tiger, Between Assasination und The Inheritance of loss), habe ich viele mir völlig unbekannte Mythen in diesem Buch kennengelernt, die mir bestimmt auch für literarischere Werke  ein gutes Hintergrundwissen bieten.
33. Rebecca Roanhoarse: Race to the Sun
Ein weiteres Buch aus der Rick Riordan presents Reihe. Hier geht es um Legenden und Götterwelten der Diné bekannter unter dem Begriff Navajo und auch hier steht wieder ein Mädchen im Mittelpunkt. Es scheint mir, als versuche die Reihe hier ein ausgeglicheneres Verhältnis zu präsentieren – ca. halb/halb Protagonistin/Protagonist. Schön, weil das Abenteuergenre mit Lösen verzwickter Aufgaben und Kämpfen gegen Monster etc. leider noch sehr männlich dominiert ist. Aber auch beim Mythopoetic Award finden sich inzwischen viele Bücher mit starken Protagonistinnen. Und gleich nehme ich mal meine Sammlung „indianischer“ Märchen in die Hand und schaue, was ich da finde...

Offline Huhn

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #137 am: 5.07.2021 | 19:48 »
Hmpf, irgendwie ist das mit diesen ellenlangen Sammelbänden ein bisschen unbefriedigend. Schon durch drei der Dying-Earth-Romane durch, aber im Sammelband ist noch ein vierter drin. Und am Ende zählts dann nur als ein Buch. Hab ich mir nicht gut überlegt. Lese schon seit Wochen da dran rum.
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Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #138 am: 6.07.2021 | 13:48 »
Hmpf, irgendwie ist das mit diesen ellenlangen Sammelbänden ein bisschen unbefriedigend. Schon durch drei der Dying-Earth-Romane durch, aber im Sammelband ist noch ein vierter drin. Und am Ende zählts dann nur als ein Buch. Hab ich mir nicht gut überlegt. Lese schon seit Wochen da dran rum.

So gehts mir grad beim Herr der Ringe. Ich hab ihn als einbändige und als dreibändige Ausgabe. Also hab ich es als einen gewertet.
Wobei ich mittlerweile beim letzten Band bin.
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Offline Blanchett

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #139 am: 8.07.2021 | 14:03 »
Meldung Mai & Juni:

#21 Andrea Sawatzki - Ein allzu braves Mädchen
Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Man findet die junge Frau verstört
und frierend in einem Waldstück. Was Sie der Psychiaterin zu erzählen hat, lässt niemanden
kalt. Aber entspricht das, was Sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit?

Fazit: absolut fesselnd und fast in einem Atemzug durchgelesen. Durch die relativ kurzen
Kapitel habe ich auch mehr den Drang verspürt immer weiter zu lesen (mag vielleicht daran
liegen, das ich normalerweise bei nem neuen Kapitel nen Cut mit lesen mache, wenn ich
merke ich kann mich nicht mehr auf den Inhalt konzentrieren oder das ich müde werde)


#22 Ken Follett - Der Schlüssel zu Rebecca
Monatelang brauchte Rommels Armee die Engländer in Nordafrika in größte Bedrängnis. In
dieser für die Alliierten bedrohlichen Situation war Kairo eines der wichtigsten
Spionagezentren.
Rebecca, Daphne du Mauriers berühmter Roman, dient dem deutschen Agenten Wolff als
Code. Die Briten kommen ihm jedoch auf die Schliche und setzen einen Lockvogel auf ihn
an. Aber Wolff wittert die Gefahr. Eine tödliche Verfolgungsjagd beginnt...

Fazit: Ein toller Roman der einem den 2ten Weltkrieg recht eindrucksvoll vor Augen führt.
Wieder ein sehr gut recherchierter Follett.


#23 John Katzenbach - Der Psychiater
Die Spur des Bösen
Timothy Warner, Spitzname "Moth", 24 Jahre alt, studiert Geschichte an der University of
Miami - und hat ein massives Alkoholproblem. Seit hundert Tagen ist er nun clean, doch das
hat er nur mit Hilfe seines Onkels Ed geschafft, eines prominenten Psychiaters. Als Ed tot in
seiner Praxis aufgefunden wird, stürzt Moth ins Bodenlose. Doch eines ist ihm klar: Dies war
kein Selbstmord, auch wenn die Polizei noch so sehr davon überzeugt ist. Die Jagd nach
dem Mörder gibt Moth neuen Halt im Leben.

Fazit: Ein typischer Katzenbach. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite


#24 Ken Follett - Nacht über den Wassern
September 1939 +++ Der Pan-American-Flying-Clipper hebt vom Wasser ab +++
Transatlantikflug, Kurs: Westnordwest +++ 40 Menschen auf der Flucht +++ Vor dem Krieg
und vor sich selbst +++ Nur einer kennt die tödliche Gefahr, die auf Sie wartet +++ wenn es
Nacht wird über den Wassern, wird sich Ihr Schicksal entscheiden +++

Fazit: Auch hier wieder ein toller Follett. Absolut spannend geschrieben. Mich hat dieses Buch
mit den Charakteren mitfühlen lassen

Offline Raiden

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #140 am: 12.07.2021 | 14:48 »
#10 Ice Station von Matthew Reilly
Ein solider Thriller, hab schon ein paar Kurzgeschichten von dem Autor gelesen und fand die ganz cool, dies war jetzt der erste richtige Roman von ihm den ich gelesen hab, ein Actionfilm in Buchform.

#11 Der Nordirlandkonflikt von Fran Otto
Ein bisschen politische Bildung, ganz Interessant, wenn man sich für das Thema interessiert.

#12 Todeswanderer ein DSA Roman von Yvonne Gees
War ganz gut, aber ich fand den Twist sehr vorhersehbar, trotzdem hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen.

#13 Marlene lebt ein Shadowrun Roman von David Grade
Reiht sich bei mir in die Kategorie von SR Roman ein "Wurde nur gelesen weil ich alle SR Romane lese" Unnütze Handlungsstränge die nicht zur Story beitragen und das "spannende" Ende wurde auf 10 Seiten hingeklatscht.
For he today that sheds his blood with me shall be my brother, be he ne´er so vile, this day shall gentle his condtion.

Offline Swafnir

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Re: Reading Challenge 2021
« Antwort #141 am: 16.07.2021 | 10:27 »
Lesen fürs Hirn:

1. Roger Caillois - Die Spiele und die Menschen
2. Johan Huizinga - Homo Ludens
3. Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren
4. Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen
5. Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn
6. Günter Grass - Die Blechtrommel
7. Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
8. Anton Szandor LaVey - Die Satanische Bibel
9. Max Frisch - Homo faber
10. Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues
11. Heribert Illig - Das erfundene Mittelalter
12. Margret Bechler - Warten auf Antwort: Ein deutsches Schicksal
13. -
14. -
15. -


Lesen fürs Herz:
1. R.A. Salvatore: Brüder des Dunkels
2. R.A. Salvatore: Die Küste der Schwerter
3. Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker & Der Verdacht
4. Gustav Wiederkehr - Mannheim in Sage und Geschichte
5. Erich Kästner - Drei Männer im Schnee
6. Bernhard Schlink - Der Vorleser
7. Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
8. Stanislaw Lem - Sterntagebücher
9. Noah Gordon - Die Erben des Medicus
10. Dean Koontz - Trauma
11. Philip K. Dick - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
12. John Moore - Hauen und Stechen
13. -
14. -
15. -



Epochen:

Aufklärung: Gotthold Ephraim Lessing - Emilia Galotti
Sturm und Drang:
Weimarer Klassik:
Frühromantik: Ludwig Tiek - Der gestiefelte Kater
Hoch/Spätromantik: ETA Hoffmann - Der Sandmann
Vormärz:
Realismus: Theodor Storm - Der Schimmelreiter

Anhang N:

1. J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe (komplett)
2. H.P. Lovecraft - The Best of H.P. Lovecraft
3. Jack Vance - Herrscher von Lyonesse
4. -
5. -
6. -
7. -
8. -
9. -
10. -
« Letzte Änderung: 20.07.2021 | 14:51 von Swafnir »
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