Autor Thema: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte  (Gelesen 322 mal)

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Offline RackNar

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[SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« am: 6.04.2021 | 12:48 »
Moin,

ich versuche gerade mit SWADE warm zu werden und finde es beim Durchlesen durch aus gelungen, jedoch nicht perfekt. ABER, mir fehlt im Moment die Praxis Erfahrung als SL um es endgültig zu beurteilen. Ich kann mir jedoch durch aus vorstellen, damit ein Fantasy-Homebrew anzugehen. Da ich an verschieden Stellen gelesen hatte, dass bei SWADE die falschen Dinge verändert wurden, frage ich mich, welche das sind. Ich weiß das dies teilweise auch mit verlieben zu tun hat, aber eine Sammlung von Punkten, die in eurem Spiel sich als suboptimal dargestellt haben, hätte für mich einen gewissen Mehrwert.

Ich habe für mich schon eine Liste von Punkten, die ich aus o. g. Gründen vorerst zurückstelle.

Offline Ninkasi

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #1 am: 6.04.2021 | 17:26 »
Hast du schon SaWo Erfahrung? Also ältere Editionen als SL oder Spieler?
Geht´s dir speziell nur um die SWADE und die Veränderungen oder allgemein um Savage World als System?

Offline foolcat

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #2 am: 6.04.2021 | 19:00 »
Da ich an verschieden Stellen gelesen hatte, dass bei SWADE die falschen Dinge verändert wurden, frage ich mich, welche das sind. I
Ich fragte mich beim Lesen auch gerade, welche das sein sollen. Ich hab die Deluxe Edition lang und breit in verschiedenen Settings gespielt (u.a. Deadlands, Sundered Skies). Meiner Meinung nach stellt die Adventure Edition insgesamt eine behutsame und sinnvolle Verbesserung zum Vorgänger dar.

Ich habe für mich schon eine Liste von Punkten, die ich aus o. g. Gründen vorerst zurückstelle.
Ich bin interessiert zu hören, welche das sind.
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Offline RackNar

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #3 am: 6.04.2021 | 19:49 »
Hast du schon SaWo Erfahrung? Also ältere Editionen als SL oder Spieler?
Geht´s dir speziell nur um die SWADE und die Veränderungen oder allgemein um Savage World als System?

Ich habe es schon als Spieler getestet. Wie geschrieben plane ich es gerade als SL zu nutzen. Ich habe SWADE angeführt da ich es habe und es die aktuelle Version ist. Mir geht es aber grundsätzlich um SW als System, die Kommentare zu den  Veränderungen habe mich nur neugierig gemacht.

Offline RackNar

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #4 am: 6.04.2021 | 20:09 »
Ich bin interessiert zu hören, welche das sind.

- der Battlemap-Fokus (wobei ich glaube, den kann ich als SL umgehen)
- der Wilddice ist für meinen Geschmack zu gewichtig im Verhältnis zum Skill
- ich mag es nicht, wenn ein explodierender Würfel nicht sein Maximum erwürfeln kann
- es werden zu wenig Würfel (weil zu kleine Würfel) bei Wurf verwendet
- alles ist Schießen bis auf werfen, das ist Athletik
- es hat eine Todesspirale
- die Bennies wirken auf mich sehr handgewedelt
- die Attribute habe so gut wie keine Funktion. (Ich weiß, welche Auswirkungen sie haben, aber die finde ich irgendwie mau)
- Die arkanen Hintergründe wirken nicht, als wären sie alle aus einem Guss, sondern jedes für sich entworfen.
- Die Regel der goldenen Stunde finde ich merkwürdig
- ich finde es schade, das die Karten nur zu Initiative genutzt werden und sonst keine Auswirkungen haben.

Wie gesagt, alles aus Sicht des Spielers und mit meinen Vorlieben gespickt.


 

Offline foolcat

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #5 am: 7.04.2021 | 00:05 »
Ich versuch mal zu antworten ohne Zitat, ansonsten wird das zu zerpflückt. Und das möchte ich nicht, weder optisch, noch sachlich. Ein paar Gedanken zu den Punkten:

  • Die Benutzung von Battlemaps in SW ist hochgradig optional. Pinnacle preist es gern als Feature an, dass die Regeln dafür vorhanden sind, wenn man sie benutzen will, aber wirklich brauchen tut man sie nicht. SW lässt sich prima nur als theatre of mind spielen, habe ich jahrelang so gemacht (eventuell mit einer ad-hoc Skizze der Szenerie zur besseren Visualisierung für die Spieler).
  • Thema Würfelmechanismus: Ich war anfänglich auch skeptisch, wie das mit explodierenden Würfeln so funktioniert. Nach etlicher gemachter Erfahrung mit dem System kann ich sagen: Es funktioniert gut und es ist konsistent. Gerade im Zusammenspiel mit den Bennies (s.u.) ergeben sich viele Möglichkeiten. Die Lücke beim Maximum stört nicht wirklich in der Praxis und ist vernachlässigbar. Ich finde es lediglich etwas kontraintuitiv, dass selbst bei mehreren Raises eines Trefferwurfs nur +1d6 Schaden dazukommt
  • Das mit den zu wenig/zu kleinen Würfeln hab ich nicht verstanden, da bitte ich um weitere Erklärung.
  • Skills: Ob und wie man die Skillzusammenfassungen mag oder anwendet, ist Geschmacksache. SW will „fast,  furious, fun“ sein, da kommt man um Vereinfachungen schlecht herum. Throwing wurde wie Swimming in Athletics zusammengerollt. Da, wo‘s passt und angebracht ist, könnte man es wieder aufdröseln. Ich denke, der Ansatz „so viel Skills wie nötig, so wenig Skills wie möglich“ ist für 99% der Situationen am Tisch ausreichend. Und ich komme von GURPS...
  • “Todesspirale“: Es gibt die Settingregel Wound Cap, „nicht mehr als vier Wounds aus einer Schadensquelle“, von der ich ein großer Anhänger bin. Shaken kann man jederzeit mit einem Bennie loswerden. Und Soak-Würfe werden ohne die Abzüge der gerade erlittenen Wunden gemacht. Aber das SW Kampfsystem ist tödlich, keine Frage. Selbst Legendäre Charaktere können, wenn’s richtig blöd für sie läuft, in wenigen Runden außer Gefecht sein. Meines Erachtens eine Stärke (ich hasse übrigens Systeme mit HP-Progression).
  • Bennies: In SW ist das für mich „meta-gaming done right“. Bennies bringen viel Spaß, zumindest aber viel Interaktion an den Tisch, und sind für mich ein integraler Bestandteil des Systems. Als GM gehöre ich zur Schule „gib viel und gib oft“, weil dann die Spieler nicht knauserig damit umgehen und mit Bennies im Rücken gerne mal kreativere Herangehensweisen ausprobieren (meine Erfahrung; unerfahrene Spieler müssen an ihre neuen Möglichkeiten erstmal behutsam herangeführt werden... )
  • Attribute: Spirit braucht man für Shaken und Vigor zum Soaken, von daher sind die nicht unwichtig im Spiel. Das jeweilige Attribut wird als Gegenspieler im einem Test durch ein jeweiliges Skill benutzt. Agility braucht man, um Flächenschaden oder ausweichbaren Angriffen auszuweichen.
  • Die Arkanen Hintergründe greifen alle auf Teilmengen desselben Portfolios an Effekten/Kräften zurück, diese unterscheiden sich je nach Hintergrund lediglich in ihren Trappings, also dem Aussehen. Das Skill zum Wirken einer Kraft heißt zwar jeweils anders, funktioniert aber überall gleich. Die wilde Mischung an Hintergründen im GRW liegt daran, dass SW ein universelles System ist und alle Genres bedienen kann; einzelne Settings treffen da eine engere und passendere Auswahl.
  • Die Regel der Goldenen Stunde ist, so wie es erklärt wird, aus Spielbalance-Gründen da. Damit will man wohl  verhindern, dass sich eine Gruppe draußen in weiter Feld und Flur beliebig lange nur mit Feldmitteln wieder auf insgesamt 0 Wunden heilen kann (eine Anwendung des Healing-Skills dauert 10 Minuten pro Charakter). Alles weitere bedarf natürlicher Heilung, oder eben magischer, göttlicher oder technischer Unterstützung.
  • Das Action Deck wird neben den neuen Chase Rules auch noch für Fluff wie Encountern gebraucht. Je nach Setting gibt es auch noch weitere Verwendungen. Ja, es ist nicht mehr so wie beim ursprünglichen Deadlands, wo alles über die Karten abgedeckt wurde. Aber es kommt noch oft genug zum Einsatz, nicht nur für die Initiative.
Die Initiative war übrigens das, womit ich am Anfang als Spieler die meisten Probleme hatte; durch das zufällige Ziehen kann man nicht planen, wann man das nächste Mal wieder dran ist. Aber dafür lernt man, sich besser spontan auf wechselnde Situationen einzustellen.
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Offline Dread Pirate Robespierre

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #6 am: 7.04.2021 | 00:41 »
Die Attribute werden auch alle für Fluff-Skills (Dinge, die der Charakter von seinem Hintergrund her können müsste, die aber für das Setting zu unwichtig sind, um darauf Skillpunkte zu verbraten) verwendet.

Also würde ein junger Adliger auf Agility werfen um einen höfischen Tanz möglichst elegant auszuführen oder auf Smarts, um sich an das Wappen eines bestimmten Hauses zu erinnern (ggflls. mit Bonus oder Malus, je nachdem wie der Spieler den Charakter angelegt hat).

Diese Herangehensweise hat mir sehr gut gefallen und ich verwende sie inzwischen auch in anderen Rollenspielen.
« Letzte Änderung: 7.04.2021 | 00:51 von Dread Pirate Robespierre »
“I really believe what we experienced the night before can be turned into a game for creating stories” -- Gary Gygax, 1972 (talking about a game of "Blackmoor", run by Dave Arneson)

Offline RackNar

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #7 am: 7.04.2021 | 21:54 »
Ich will jetzt gar nicht auf die einzelnen Punkte eingehen, da sie zum Großteil mit sehr subjektiven Vorlieben zu tun haben und ich keine Diskussion über SW grundsätzlich anfangen möchte. Wenn ich es als SL nutzen werde, dann mache ich es unabhängig von den mir genannten Punkten :-)

Mich interessieren eher konkrete Erfahrungen von Problemen im Spiel bei anderen. Z. B. Punkte, Die aus welchen Gründen per Hausregel geändert wurden usw.

Offline Galotta

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #8 am: 7.04.2021 | 22:02 »
Shaken.

Zurück zur alten Regel. Oder Quick fix:
"Angeschlagen:
Am Ende ihres Zugs müssen Charaktere, die
Angeschlagen sind, versuchen, sich zu erholen, indem sie
eine Willenskraftprobe schaffen. Diese Erholungsprobe
gegen Angeschlagen ist eine freie Aktion.
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https://www.spielerverzeichnis.org/profil/galotta/

Offline Marask

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #9 am: 7.04.2021 | 22:34 »
Ich will jetzt gar nicht auf die einzelnen Punkte eingehen, da sie zum Großteil mit sehr subjektiven Vorlieben zu tun haben und ich keine Diskussion über SW grundsätzlich anfangen möchte.

Eigentlich ist der Großteil objektiv erläutert, wie es eben im Regelwerk steht.

Mich interessieren eher konkrete Erfahrungen von Problemen im Spiel bei anderen. Z. B. Punkte, Die aus welchen Gründen per Hausregel geändert wurden usw.

Tatsächlich habe ich überhaupt keine Hausregeln entwickelt. Braucht es für uns nicht.
Shaken.

Zurück zur alten Regel. Oder Quick fix:
"Angeschlagen:
Am Ende ihres Zugs müssen Charaktere, die
Angeschlagen sind, versuchen, sich zu erholen, indem sie
eine Willenskraftprobe schaffen. Diese Erholungsprobe
gegen Angeschlagen ist eine freie Aktion.

Darf ich fragen, weshalb? Ich sehe zudem keinen Nutzen in dieser Regelung. Auch in der SWGER musste zu Beginn des Zuges die Erholungsprobe abgelegt werden. Ich bin verwirrt.
« Letzte Änderung: 7.04.2021 | 22:35 von Marask »
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Offline RackNar

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #10 am: 7.04.2021 | 22:38 »
Eigentlich ist der Großteil objektiv erläutert, wie es eben im Regelwerk steht.

Erlaubst Du mir trotzdem, dass ich andere Vorlieben haben darf?

Offline Marask

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #11 am: 7.04.2021 | 22:59 »
Ich sehe keinen Grund, dir das zu verbieten.
Habe es nur nochmal verdeutlicht, nicht dass du da was verwechselst.
« Letzte Änderung: 7.04.2021 | 23:02 von Marask »
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Offline RackNar

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #12 am: 7.04.2021 | 23:09 »
Und was genau sollte ich da den verwechseln?

Offline Marask

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Re: [SWADE] Fallstricke und Knackpunkte
« Antwort #13 am: 7.04.2021 | 23:39 »
Obwohl, eine Hausregel (wenn es denn überhaupt als eine solche gesehen werden kann) die wir verwenden:

Abenteuerdeck

Wir spielen mit dem Abenteuerdeck. Dies ist einfach herrlich um noch mehr Würze in eine Session zu bringen. Manchmal kann die ein oder andere Karte zwar nicht gespielt werden, aber es ist wirklich ein Spaß.
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