Autor Thema: Figuren bei der Erschaffung miteinander verzahnen - aber wie?  (Gelesen 2055 mal)

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Offline Space Pirate Hondo

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Noch ein Gedanke:
Ich finde es völlig legitim, bei der Gruppenerstellung einen gemeinsamen Nenner als sine qua non vorzugeben. Eben entsprechend der geplanten Kampagne. Das können Ziele sein, die dem SC zu Spielbeginn noch gar nicht klar sein müssen -- aber dann muss es halt klick machen.

Beispiele anhand typischer D&D/PF Kampagnen etwa:
- Ihr seid die Dorfjugend und hegt Loyalität gegenüber eurer Heimat und Mitbürgern. (Lies: wenn es knallt, haut keiner ab und verkauft auch nicht das Dorf an die Orks)
- Piratenkampagne: ihr wollt Piraten sein. Gut, ihr hattet Pech dass ihr erstmal geschanghait wurdet, aber nach der Meuterei wollt ihr bitte eure eigene Operation aufziehen und nicht im erstbesten Hafen abmustern.
- Kingmaker: es geht darum, einen wilden Landstrich zu zivilisieren. Ihr seid als Herrscher vorgesehen und sollt Verantwortung tragen. Also macht euch einen SC der Geschmack an dieser Aufgabe findet.

Die wilden Gruppenzusammenstellungen sind mir auch irgendwann auf den Geist gegangen. Bei Star Wars hatte mal eine Diplomatengefolge vorgegeben, da konnte auch jeder die typischen Aufgaben einer Abenteuerergruppe ausfüllen. Diplomat (Sozialcharakter), Leibwächter (Kampfcharakter), Pilot (Schurke/Technikcharaker), Jedi-Padawan (Magiercharakter) bzw. Sith-Schüler (war die Alte Republik als Setting, daher konnte sich die Gruppe entscheiden, auf wessen Seite sie stehen).

Erbschwein

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Hallo,

man kann natürlich eine Kampagne vorgeben wo eine Gruppe von Rasse Gespielt wird. Da sollte es einfacher sein, ein miteinander verzahnen. Da können die Ziele und Motivation schon direkter Sein. Zumindest die Motivation könnte auf das eigene Volk schon ein Zusammen Gefühl geben. Es gibt auch eventuell schneller Optionen die man bespielen kann oder die Möglichkeit dieses noch zutun.
« Letzte Änderung: 20.07.2021 | 19:09 von Erbschwein »

Erbschwein

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Hallo,

eventuell wenn die Klassen auch Berufe haben und diese Nachgehen, dass man versucht eventuell die Berufe Zusammen zuführen. Eine Verbindung zu Schaffen. Da könnten Menschen zu dem Zwerg gehen der Schmiede arbeiten kann. Wenn es nun ein Handelsplatz gibt. Versuchen sie gute Qualität zubekommen und Gespräche eröffnen sich.
Genauso anders herum würden Priester und Kleriker die Kultur erfahren wollen, grade die in Jungen oder Jugend Alter damit sie wissen mit wem und mit was man zutun hat. Wenn die Kultur nicht weit sein sollte. Sollte es eine Verbindung geben.

-Edit:- Sollte auch möglich sein andere Kulturen zu Bespielen da man eventuell zugereist ist, also die Eltern sind zum Ort gereist da sie auf Wohlstand, Glück oder nur Ruhe haben wollen.-
« Letzte Änderung: 20.07.2021 | 19:34 von Erbschwein »

Offline Jiba

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Es gibt ein "Totally not a D&D Fiasco" Dokument von Dyson Logos mit Tabellen, u.A. die Tabelle "Relationships" die sich dazu eignet und sich bei uns mehrfach als tauglich erwiesen hat.

Zweimal nacheinander W6 würfeln und dann eine Geschichte zum Ergebnis überlegen. Bei 4+ Spielern hat es gut gepasst, wenn ein Charakter eine Beziehung zu zwei weiteren hat.

PDF File im Anhang.

Ziemliche Mogelpackung, diese "Family"-Kategorie in der Tabelle. Ein Eintrag "Actual family related by blood" (zum Beispiel "Parent/Child", "Married to each other" oder "Cousins") fehlt völlig. Stattdessen doppelt man Punkte aus der Friends-Kategorie. Ich frage mich nun, warum...  :think:
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Offline 1of3

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Ich weiß nicht viel über Vampire... vermutlich stimmt´s aber und es gibt tatsächlich Systeme, in denen die Figuren schon von der Anlage des Spiels her eigenständiger sind.

Jup. Das sieht man auch schön an Dungeonworld von Runenstahl und Monsterhearts, was Haukrinn zitiert hat. Denn bei Monsterhearts funktioniert das und alle DW-Adaptionen werfen das als nicht funktional raus.

Du kannst halt das schönste Vorbereitung haben, wenn dann nicht das Gameplay dahinter passt.

Offline Supersöldner

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sie waren alle an der selben Akademie.
Spielt doch mal die Bösen.

Online nobody@home

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Und ihre Erzfeinde ebenso. ;)

Gerade zu Kampagnenanfang ist ja "die Gegner von heute kennt ihr noch persönlich von früher" zumindest unter anderen auch keine ganz schlechte Methode, speziell schon mal ein paar SC/NSC-Beziehungen zu knüpfen. Schließlich stehen die SC da ihren Ursprüngen noch am nächsten.

Online Maarzan

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Und ihre Erzfeinde ebenso. ;)

Gerade zu Kampagnenanfang ist ja "die Gegner von heute kennt ihr noch persönlich von früher" zumindest unter anderen auch keine ganz schlechte Methode, speziell schon mal ein paar SC/NSC-Beziehungen zu knüpfen. Schließlich stehen die SC da ihren Ursprüngen noch am nächsten.

Ein Problem sehe ich bei vielen solcher Hintergründe, dass die Figuren und damit die Spieler dann auch so einiges an weiterem Hintergrundswissen haben sollten. Und da wird es eben oft mau.
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Erbschwein

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Ein Problem sehe ich bei vielen solcher Hintergründe, dass die Figuren und damit die Spieler dann auch so einiges an weiterem Hintergrundswissen haben sollten. Und da wird es eben oft mau.
Hallo,

vielleicht war es auch nur ein Schüler der Aufgefallen ist, aber Persönlich kannte man sich, aber aus irgend einem Grund dann doch von der Schule Verschwand.

Offline KhornedBeef

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Ein Problem sehe ich bei vielen solcher Hintergründe, dass die Figuren und damit die Spieler dann auch so einiges an weiterem Hintergrundswissen haben sollten. Und da wird es eben oft mau.
Das kann man mit Erzählrechten lösen, schätze ich. Klar, wenn ein bestimmter Plot vorbereitet ist, in dem die AntagonistIn bestimmte Sachen macht, braucht das Grenzen. Das macht man typischerweise so, dass man etwas lenkende Fragen vorbereitet, die man an passender Stelle bei Nachfragen den SpielerInnen an ihre Köpfe wirft. Das gleiche Prinzip wie bei den Bindungen in Dungeon World, bloß nicht zwangsläufig schon bei der Charaktererstellung.
« Letzte Änderung: 21.07.2021 | 15:53 von KhornedBeef »
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Wer Fehler findet...soll sie verdammt nochmal nicht behalten, sondern mir Bescheid sagen, damit ich lernen und es besser machen kann.

Offline aikar

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aikar, deine Liste ist bemerkenswert, Danke dafür. Wichtig ist mir aber, dass das nicht nur Werkzeuge sind, mit denen sich eine Gruppe zusammenbringen lässt. Das wäre mir etwas zu wenig. Ich würde mir wünschen, dass die Figuren einer Gruppe auch dann noch, wenn sie ein gemeinsames Anliegen erkennen, ein paar eigene Interessen behalten.
War bei uns eigentlich fast immer auch der Fall. Wenn ich eine Gruppe aus dem selben Dorf spiele, ist das Dorf (bzw. Bedrohungen des selbigen) auch Thema der Kampagne.

Wenn sie gemeinsam im Krieg waren, dann kommen NSCs oder Probleme aus der gemeinsamen Vergangenheit während der Kampagne hoch.

Wenn die ganze Kampagne eine Langzeitmission ist, für die die Gruppe angeheuert würde, ist der Antrieb ja schon gegeben.

Offline Don-Lope

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Wir machen es schon mal so, dass jeder bei der ersten Sitzung was zu seinem Charakter erzählt und dann haben wir ein paar Karten selbst gestaltet mit Beziehungsandeutungen. (Mentor, alter Freund, ewiger Rivale, mißtrausch ect.)
Dann schnappt sich jeder nach und nach ein bis drei Karten und erschaft damit eine Verbindung zu einem andern Charakter. Oft reagieren die anderen dann darauf und es kommen spontan einge interessante Ideen dabei heraus.


Erbschwein

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Hallo,

wenn ich ein Kampagne Vorbereite. Sollten die SPL sich Gedanken machen wie sie Ihre SC da hinein Fügen. Ach und, Sry- und wenn...
Ich eine Kampgange spielen möchte wo nur eine Rasse beherrschen soll, sollte würde Ich Das Gerne Begrüßen!!!!
« Letzte Änderung: 22.07.2021 | 09:37 von Erbschwein »

Offline Issi

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Bei uns schafft sich jeder seine Figur nach Wunsch, und die SL hilft dann die Figur ins Setting einzubinden.(Als SL kennt man auch die SC Ideen der anderen SPL und zudem das Setting)

Dass die SC sich schon vorher kennen, machen wir jetzt nicht. - Die Figuren lernen sich erst im Spiel kennen.

Die Verknüpfungen die vor dem Spiel erstellt werden, dienen dazu, das spätere Kennenlernen und die Zusammenarbeit sicherzustellen.

Vorteile (aus meiner Sicht):
1.Man muss keine gemeinsame Vergangenheit simulieren, die es nie gegeben hat.
2. Die Beziehungen fühlen sich natürlich an, und bauen sich natürlich auf.
3. Man kann sich überraschen lassen, was sich die Mitspieler für Figuren ausgedacht haben. Und selbst überraschen.
4. Wenig bis keine Einschränkungen/Vorgaben für SPL bei der Charakter Erstellung.


Dass es nicht zusammen passt habe ich selten bis nie erlebt. Solange die SL bei der Verknüpfung hilft, und die SPL zusammen spielen wollen, findet sich auch ein Weg.

Edit.
Die SL hat hier zumindest Anfangs die Aufgabe  des "Verknüpfens" und "Einfädelns".
Wobei das so schwer auch nicht ist.
Es geht im Prinzip darum sicherzustellen, dass alle
1. Aufeinander treffen
2. Zusammen arbeiten (müssen)



« Letzte Änderung: 22.07.2021 | 09:55 von Issi »

Erbschwein

  • Gast
Hallo,

glaube Ich auch. Es gibt immer Möglichkeiten die Glaubhaft sind und Realisierbar sind. Was Nur ist, man steht sich selbst auf den Füßen. Bekommt kein Bild, Verknüpft oder Bilderreihe zustande.
Das es gleich Klick macht.