Autor Thema: [SdDF] - Knight & Sage  (Gelesen 34150 mal)

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Offline Tintenteufel

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Re: Knight & Sage
« Antwort #225 am: 14.01.2023 | 10:01 »
Ich freue mich drauf!

Vielen Dank für dein anhaltendes Interesse!

Ich bin aber ehrlich wenn ich sage, dass ich meine laufenden Runden weiter mit D&D 5 betreibe, weil ich die Konstanz mag.

Vollkommen verständlich. Was ich da mit meinen verkorksten Gehirnwindungen mache ist ja auch gut extremistisch und macht rational nur bedingt Sinn. Wobei ich WotC's D&D (5e oder OneDnD etc.) wirklich 0 Raum geben will. Bis auf die verstaubende Regalfläche in meinem Arbeitszimmer natürlich!
 
Was zukünftige Sachen angeht, da bin ich mal gespannt, was da so daherkommen wird.

Hey! Wir leben in spannenden Zeiten. Es gibt viele tolle Systeme und wird demnächst sicher noch einige mehr geben!!
Wir halten es uns auch offen nur Abschnitte der Kampagne mit dem nächsten System zu spielen und dann ggf. wieder zu wechseln.
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Offline Tintenteufel

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Re: Knight & Sage
« Antwort #226 am: 14.01.2023 | 11:15 »
Bin gespannt, wie es bei euch weitergeht.

Dann bedanke ich mich natürlich auch für dein anhaltendes Interesse!  :-*

Wie meine DnD 5 Runde (aktuell mitten in CoS aber seit einiger Zeit auf Pause) weiter geht, ist noch fraglich. Ich bin versucht, das Spiel erst einmal fertig zu machen und danach auf 13th Age oder so umzusteigen, aber die Spieler müssen da natürlich mitziehen.

Verstehe ich. Als SL muss das schon mit ganzem Herzen getragen werden, sonst ist das irgendwie schwierig. Also für mich.

Aber ich muss mal mit ihnen drüber reden, vielleicht wagen wir den Sprung gleich :-D

Knight & Sage haben sich beide auch zunächst geziert. Wir haben viel geredet und geschrieben. Ich habe sie hoffentlich nicht überredet, aber wir sind nun voll beisammen und freuen uns sehr auf einen Neuanfang sowie das Weiterstricken unserer geliebten Kampagne.
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Offline Tintenteufel

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Re: Knight & Sage
« Antwort #227 am: 16.01.2023 | 12:22 »
PLATZHALTER: Spin-off II Session 1

Hier entsteht ein Spielbericht!
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Offline Tintenteufel

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Re: Knight & Sage
« Antwort #228 am: 16.01.2023 | 12:22 »
PLATZHALTER: Spin-off II Session 2

Hier entsteht ein Spielbericht!
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Offline Tintenteufel

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Re: Knight & Sage
« Antwort #229 am: 16.01.2023 | 12:25 »
Habe den Schnellzugriff auf die einzelnen Spielberichte überarbeitet und thematisch mehrere Sessions zu "Kapiteln" zusammengefasst. Im Zuge dessen musste ich ausserdem noch zwei weitere Platzhalter einfügen.  ;)
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[SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #230 am: 17.01.2023 | 22:09 »
Und die Entscheidung ist gefallen.
Noch bevor wir das System am Spieltisch testen konnten, aber es liest sich einfach zu gut:
Der Schatten des Dämonenfürsten von System Matters bzw. Shadow of the Demon Lord von Schwalb Entertainment (Robert J. Schwalb).
Wir machen justamente die Anfänger-SCs fertig und spielen noch zwei Testrunden (Missetat und vermutlich Ihre Augäpfel), dann wartet das kalte Wasser:
ein 10-stufiger Campaign Arc von "Knight & Sage" mit SdDF!  :headbang:
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Offline klatschi

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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #231 am: 18.01.2023 | 05:02 »
Und die Entscheidung ist gefallen.
Noch bevor wir das System am Spieltisch testen konnten, aber es liest sich einfach zu gut:
Der Schatten des Dämonenfürsten von System Matters bzw. Shadow of the Demon Lord von Schwalb Entertainment (Robert J. Schwalb).
Wir machen justamente die Anfänger-SCs fertig und spielen noch zwei Testrunden (Missetat und vermutlich Ihre Augäpfel), dann wartet das kalte Wasser:
ein 10-stufiger Campaign Arc von "Knight & Sage" mit SdDF!  :headbang:

Viel Spaß damit, ich lese dann gerne mit ☺️

Offline Tintenteufel

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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #232 am: 18.01.2023 | 07:51 »
Viel Spaß damit, ich lese dann gerne mit ☺️

Sehr cool! 8)
Vielen Dank!!

Musste natürlich schon ordentlich nachdenken, ob SdDF ein geeigneter Ersatz für unsere dann doch auch recht generische D&D-Kampagne ist. Habe deshalb mal ein paar Stellen für meine Spieler rausgesucht die quasi schon 99% SdDF waren:

Spielbericht Nr. 20:
...
Hier tobte noch immer der Kampf zwischen den Wachsoldaten der Schwanenburg und den mysteriösen Angreifern, die kurz nach dem Eingreifen des Paladins die Herausgabe der “dunklen Prinzessin” verlangten. Mit Waffengewalt, Mord und Totschlag versuchten sie die Auslieferung von Galynda Belram zu erzwingen! Ganz offensichtlich in einer Art von Wahn, forderten sie darüber hinaus den Tod der jungen Frau, angeblich um die Rückkehr von Arzul und den Einmarsch des Dämonenkönigs nach Eralion zu verhindern.

Krachend brachen sie das Portal auf, doch die heilige Halle war leer. Die dunklen Streiter waren geflohen und selbst die giftgrünen Nebelschwaden hatten sich verflüchtigt. Es gab nur noch einen klaren Hinweis auf die Eindringlinge, denn am Gemäuer hinter dem Altar prangte eine übergroße schwarze Sonne.
...
Ich habe sogleich Nachrichten an unsere Augen und Ohren in der Weißen Festung versandt und um einen Bericht zu den jüngsten Aktivitäten des sinistren Geheimbundes zu Ehren Azraels gebeten.


Spielbericht Spin-off I Nr. 1:
...
Vex Glutwurm soll ein Halbling mit beachtlichen Zauberkräften gewesen sein. Er soll die sieben Zirkel der Ourobi, während der ursprünglichen Beschwörung der Weißen Festung, mit seiner angeborenen Magie gegen den Dämonenkönig Arzul und seine Horde verteidigt haben. Eine alte Weise des fahrenden Volkes berichtet davon wie Solani selbst den Halbling dafür zum Aasimar erhob. Eine Gunst die er an alle seine Nachfahren weitergegeben haben soll.Woher die Zauberkräfte von Vex stammten ist ungeklärt. Manche glauben in seinen Adern wäre das Blut der Söldnerdrachen geflossen, andere vermuten den Einfluss der Dschinn und böse Zungen behaupten er wäre bereits als Kind der Verderbnis von Scheusalen zum Opfer gefallen.
...

Spielbericht Spin-off I Nr. 3:
...
Die Ritter der Schwarzen Sonne gehören keinem edlen Stand an, wie es die Ritter des Drachenkönigs tun. Sie alle vereint nur der Glaube an Azrael, den gefallenen Erzengel des Todes. Das höchste Ziel der finsteren Ordensgemeinschaft ist der endgültige Sieg über den Dämonenkönig Arzul und die Vasallen des Scheusals. Ein Sieg zu jedem Preis, koste es was es wolle.

Darüber hinaus spiel(t)en ja auch die beiden dämonischen Gottheiten Vaprak und Ramenos eine gewisse Rolle in unserer Kampagne.

SdDF arbeitet letzten Endes auch nur mit Bestandteilen mehr oder weniger klassischer Fantasy. Der Fokus liegt einfach stärker auf den düsteren Aspekten!
« Letzte Änderung: 18.01.2023 | 07:54 von Tintenteufel »
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Offline Tintenteufel

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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #233 am: 24.01.2023 | 15:50 »
Nachspiel

Schloß Sommerwind, Markgrafschaft Gareth 
am ersten Tag der Mutter 
im Jahr 1504 nach Bahamut

Es war ein wunderschöner Sol, ein Tag der Weißen Göttin mit blauem, wolkenlosem Himmel und einer angenehm warmen, goldenen Sonne. Zahlreiche Edelleute hatten sich auf Schloß Sommerwind eingefunden, um die Vermählung von Galynda Belram und Orthan Lamorak zu feiern.

Nach vergnügsamen Stunden im Schloßgarten und seinem kühlenden Labyrinth aus dunklen Blauschatteneiben, leutete die Abendämmerung den Empfang im großen Saal ein. Die hochwohlgeborenen Herrschaften strömten also, vom eiskalten Schaumwein aus den allgegenwärtigen Kristallkelchen angeheitert, plump scherzend und unverschämt kirchend ins Innere.

Das Schloß bestand aus himmelblauem Marmor, der von nahezu weißem Silber geädert war. Angeblich hatten vor Jahrtausenden Wolkenriesen die Grundfeste des prächtigen Gebäudes in den westlichsten Ausläufern der Feuerwallberge errichtet, was den Ort noch märchenhafter machte als er es ohnehin schon war. Viele Besucher betraten zum ersten Mal den Sommersitz von Haus Lamorak oberhalb der schmucklosen Stadt Noskor.


Ynhes von Yslark empfing die Hochzeitsgesellschaft mit sanften Lautenklängen in einem langen Saal aus schimmerndem, blauem Gemäuer und atemberaubenden, silbrigen Glasflächen. Im Gegensatz zu den feinen Damen und Edelmännern, trug die blonde Bardin ihre schlichte Reisekleidung. Ihre kunstvolle Musik vermochte es dennoch die Feiernden in einen kurzen Moment der Stille zu fesseln.

Als der letzte Ton verklungen war, und noch bevor der wohlverdiente Applaus einsetzen konnte, ergriff der sichtlich gut gelaunte Gastgeber das Wort. Orthan Lamorak bewegte sich mit erhobenem Kelch sowie überschwänglich redend durch die Menge. Er bewegte sich auf den eigentlichen Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, die hübsche Lautenspielerin Ynhes, zu.



Orthan Lamorak

Die Bardin hörte nicht zu, was der angetrunkene Aristokrat mit den roten Wangen von sich gab. Ihr Blick schweifte indes durch das bezauberte Publikum. Sie erkannte Baron Vapren, Saer Wynfreth Pelias und seine Tochter, Baron Forkys, Fürstin und Fürst Morganth, Baron Unkenrath, den Waldgraf, Hohepriesterin Maelina, Nimir von Leira, Abt Claderus und Arlyna von Noskor.



Baron Vapren - Haus Vapren
Haus Pelias - Saer Wynfreth




Sera Ludmylla - Haus Pelias
Haus Forkys - Baron Forkys




Fürstin Morganth - Haus Morganth
Haus Morganth - Fürst Morganth




Baron Unkenrath - Haus Unkenrath
Haus Blaumond - Waldgraf Blaumond




Hohepriesterin Maelina - Nimir von Leira
Abt Calderus - Arlyna von Noskor

Saer Anskar Fengrin und seinen Berater Moryn suchte sie jedoch vergebens. So reisten ihre Gedanken in die Vergangenheit; in jenen finsteren Keller unter dem Gasthof Zum Weißen Hirsch, aus dem sie der Paladin damals befreit hatte; an das Licht in Peredur, nachdem der junge Fengrin ihr die eiserne Maske hat abnehmen lassen; an die gemeinsamen Turniere in denen der Ritter so glorreich triumphierte. Von seiner Stellvertreterin, Sera Ludmylla, hatte Ynhes im Schloßgarten erfahren, dass Saer Anskar als im Unterreich verschollen galt.

Unerwarteter Applaus riss die Bardin aus ihren Wachträumen. Die Braut hatte, wie aus dem Nichts, den Saal betreten und sah so ganz anders aus, als damals in Leira. Zu jener Zeit hatte Prinzessin Galynda Belram in düsteren Trauergewändern gesteckt, da sie ihrem ermordeten Vater gedachte, dem Herzog von Lys. Heute feierte sie in leuchtenden Kleidern ihre Hochzeit mit dem Markgrafen des Ostens.



Galynda Belram

Braut und Bräutigam schlossen sich neben Ynhes in die Arme, gaben sich einen Kuss und die Menge jubelte erneut. Orthan Lamorak hauchte der Lautenspielerin eine alkohlschwangere Bitte nach ein paar fröhlichen Klängen ins Ohr, welche sich dankbar in ihre Musik flüchtete.
Sogleich wurden die hohen, doppelflügeligen Türen zur großen Halle aufgestoßen und Schausteller kamen herein. Sie gingen jedoch nicht auf ihren eigenen Füßen, sondern wurden auf langen Stangenwaffen aufgespiest in den Raum getragen. Die einzelnen Hakenspieße wurden jeweils von zwei schwer gepanzerten Soldaten mit geschlossenen Helmen getragen, deren Visir eine drakonischen Fratze darstellte.

Das einheitliche Marschieren der furchteinflößenden Krieger übertönte das helle Klimpern vereinzelter Schellen an den blutgetränkten, bunt karierten Kleidern der Toten. Der rote Lebenssaft der ermordeten Artisten, Musikanten und Feuerschlucker sprenkelte den himmelblauen Marmorboden, bis der makabre Zug auf einen gebrüllten Befehl Halt machte. Es bemächtigte sich eine Totenstille des Saales, die nur von den plätschernden Blutströmen aus den leblosen Körpern angefochten wurde. Schnell bildeten sich kleine Pfützen zwischen den finsteren Soldaten.

Plötzlich spuckte eine vermeintliche Leiche einen gurgelnden Blutschwall und eine Edeldame musste sich übergeben. Die Miene von Galynda Belram glich einer kühlen Porzellanmaske, während Orthan Lamorak hämisch lachen musste. Er bat dann jedoch mit einem ungeduldigen Handzeichen seine Livrierten der beschämten Frau zu Hilfe zu kommen. Anschließend erhob er mit fester Stimme erneut das Wort:

"Lasset diese Vorstellung eine Abschreckung für all jene sein, die meiner Frau, ihrem ehrenwerten Haus und unserer gemeinsamen Zukunft Böses wollen. Ja, als neuer Herzog der Herzlande, werde ich es nicht zulassen, dass dahergelaufene Attentäter und Terroristen die braven Bürger Eralions in Angst und Schrecken versetzen! Diese ruchlosen Männer und Frauen gehörten einem gesetzlosen Kult an, der sich selbst als Ritter der Schwarzen Sonne bezeichnet. Sie dienen jedoch keinem anderen als dem Todesengel Azrael und hatten noch vor unserer Ehelichung den Mord an meiner geliebten Galynda geplant. Dank den umfangreichen Kenntnissen meiner treuen Beraterin Arlyna konnte die Gefahr jedoch rechtzeitig durch die legendären Wyvernenreiter von Haus Lamorak gebannt werden."

Der Markgraf von Gareth und Herzog von Lys schlug seine geballte Rechte hörbar in seine andere, schwarz behandschuhte Hand, um seinen letzten, unheilschwangeren Worten noch mehr Nachdruck zu verleihen.



Herzogin und Markgräfin - Haus Lys
Haus Lamorak - Herzog und Markgraf

Niemand wagte ein Geräusch von sich zu geben.

Dann wurde außerhalb des Festsaals, hoch über dem Schloß, das durchdringende Kreischen eines Drachen laut. Die Bestie näherte sich. Auf den erschreckten Gesichtern der Hochzeitsgesellschaft machte sich ausgewachsene Furcht breit.

Gelassen versuchte Orthan Lamorak seine Gäste zugleich zu beruhigen wie einzuschüchtern: "Habt keine Angst, meine Lieben. Es ist nur mein ruhmreicher Vorkämpfer, der soeben mit seiner Wyverne auf der Aussichtsplattform gelandet ist. Er wird von nun an in den gesamten Herzlanden Eralions für Ruhe und Ordnung sorgen, nicht nur in der Ostmark, wie bisher. Begrüßt also mit mir den Kommandanten der tapferen Wyvernenreiter: Saer Dulzun Xerk.“
« Letzte Änderung: 25.01.2023 | 11:25 von Tintenteufel »
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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #234 am: 30.01.2023 | 11:28 »
Vorspiel

Königreich Eralion, Peredur
an einem der ersten Tage des Ungeheuers 
im Jahr 1504 nach Bahamut

Seit dem Zwischenfall im Turm der königlichen Magiergilde, wollte Peredur einfach nicht zur Ruhe kommen. Der niedergeschlagene Stadtschreiber Wendelyn bewegte seinen leise ächzenden Rollstuhl über den obersten Wehrgang der Turmburg. Auf Höhe des ausgebrannten, ruinierten Magierturms blieb er stehen. Zerklüftete, rußgeschwärzte Mauerreste waren alles, was von dem erhabenen Bauwerk geblieben war. Die umliegenden, deutlich niedrigeren Gebäude, waren von der arkanen Explosion ebenfalls zerstört worden und hatten um die Turmruine einen schwarzen Fleck in Peredurs Dachlandschaft hinterlassen.

Zusammen mit dem Magierturm hatte das Städtchen an der Vika nicht nur seinen Großteil an Zauberkundigen eingebüßt, sondern auch seine fähigsten Ordnungshüter mitsamt ihrem Gerichtshof. Ja, der Blaue Gott hatte sich offenbar von Peredur abgewandt.

Wieder verfluchte Wendelyn jene Krötenscheusale, deren Überfall Chaos und Verwüstung über die Stadt der Türme gebracht hatte. Zudem quälte es den königlichen Herold noch immer, dass es bis zum heutigen Tage ungeklärt blieb, wie die Slaadi - als was sie der überlebende Gildenmagier Undanitor identifiziert hatte - in den magisch geschützten Turm hatten eindringen können. Es half nichts sich zu ärgern und es gab dringendere Angelegenheiten, die seiner Aufmerksamkeit bedurften.

Wendelyn bewegte seinen müde tönenden Rollstuhl weiter. Der Arkadengang war zwar überdacht, aber der kalte Herbstwind wehte den feinen Nieselregen dennoch in sein bärtiges Gesicht.

Um effektiv arbeiten zu können, brauchte er seine Augen und Ohren in den Straßen unter ihm. Jetzt! Nicht in Tagen oder gar Wochen. Denn in jeder Nacht verloren Unschuldige ihr Leben an einen gesichtslosen Mörder. Der Pöbel nannte ihn nur „den Schlitzer“, weil er seinen Opfern grässlich lange Schnittwunden beibrachte und sie völlig ausbluten ließ.

Der Herold hatte seine Leute bereits nach Peredur gerufen, doch Zahide, Fortu und Deval befanden sich noch im Herzogtum Lys. Silaqui von Rosenwinter hingegen, galt mit ihrem heldenhaften Ritter und dessen geheimnisvollen Berater noch immer als verschollen.

Es gab allerdings einen Bericht aus Kluftheim, der eine andere Schlussfolgerung nahelegte. 
So berichtete Schultheiß Scheppen persönlich vom Fund einer gnomischen Patrouille in Garogs Hügeln. Demnach sei das Streitroß von Saer Anskar schwer verwundet nahe dem Tiefen Tor der Gnomenenklave aufgegriffen worden. Die blutigen Hufspuren des Tieres hätten seine Soldaten dann angeblich zu den Pferden von Moryn, Silaqui und Litrix Blutzahn geführt. Alle vier Reittiere hätten jedoch schreckliche Verletzungen durch Raubtiere aufgewiesen und bedauerlicherweise durch einen Gnadenstoß vom Leid an ihren Wunden befreit werden müssen. Scheppens Fährtenleser beschuldigten an jenem Unglück einen zu angriffslustigen Goldfraß und machten die magische Bestie zudem für den wahrscheinlichen Tod des jungen Fengrin verantwortlich.
Der königliche Herold wusste aber, dass der Herrscher von Kluftheim wahrscheinlich nur keine weiteren Nachforschungen zum Verbleib von Saer Anskar wünschte.

Wendelyn hatte von seiner Agentin nämlich tatsächlich von einer Begnung mit einem Aurumvorax erfahren, doch diese hatte lediglich zu einem Treffen mit der von Scheppen gesuchten "Terroristin" Tana Turen geführt; nicht zum Tod des Ritters und seines Gefolges. Anschließend war Saer Anskar der Gnomin, auf der Suche nach Beweisen gegen den korrupten Schultheiß von Kluftheim, unter die Erde gefolgt. Gemeinsam begegneten sie Elementarwesen, gnomischen Konstrukten, Feen und Feuermagiern sowie einem Hydralisken, der den jungen Fengrin schließlich versteinerte.

Der Knappe des Ritters teilte jenes harte Schicksal, doch Moryn und Silaqui konnten von Tana gerettet werden. Sie flüchteten sich in einen unterirdischen Pilzwald, wo sie zahlreiche Abenteuer erlebten, um dem Unterreich zu entkommen und ein Gegenmittel für die Versteinerungen aufzutreiben. Am befremdlichen Hof eines Pilzkönigs wurden sie bezüglich Letzterem fündig. Unugh II. knüpfte jedoch eine Bedingung an die Herausgabe des Elixirs, das einen der beiden versteinerten Krieger retten konnte. Er verlangte von den Oberflächenbewohnern in den Kristallkavernen von Mütterchen Nacht, den Runenstein der alterehrwürdigen schwarzen Vettel zu zerstören.

Tana blieb am Hof des Pilzkönigs zurück. Moryn heuerte in der Siedlung der Mykoniden zwei Söldnerinnen aus Balderks Brücke an und bahnte sich unter der anhaltenden Berichterstattung von Silaqui erneut einen Weg durch den widerspenstigen Pilzwald. Seitdem die kleine Expedition die Kristallkavernen jedoch betreten hatte, hatte Wendelyn keine weiteren Nachrichten mehr von seiner treuen Agentin erhalten.

Aber auch mit dieser äußerst beunruihigenden Tatsache konnte sich der königliche Herold jetzt nicht befassen. Er hatte die Turmburg weit genug umrundet, um die wütenden Bürger von Peredur deutlich hören zu können, die sich unter ihm auf dem Marktplatz versammelt hatten. Lautstark forderten sie die Obrigkeit auf „den Schlitzer“ zu fassen. Wendelyn gab den Rädern seines Stuhls einen weiteren Schwung und rollte nah genug heran auch den feurigen Fackelschein der aufgebrachten Leute zu bemerken. Dann konnte er endlich durch eine Schießscharte den Platz einsehen. Der aufmüpfige Pöbel hielt Spieße und Forken in den bedeckten Abendhimmel! 

Immer öfter vernahm der Stadtschreiber den Namen „Unkenrath“ aus der lärmenden Menge. Die hitzige Stimmung dort unten wurde zu einer Gefahr für den Baron und das Wenige was von der Sicherheit Peredurs geblieben war. Der königliche Herold wendete seinen Rollstuhl und bewegte ihn zurück in die Turmburg. Baron Unkenrath hatte sich bereits vor Tagen in seine Gemächer zurückgezogen. Es war an Wendelyn die Wachen zu befehligen. Und dieser Marktplatz musste geräumt werden. Jetzt!
« Letzte Änderung: 31.01.2023 | 09:12 von Tintenteufel »
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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #235 am: 30.01.2023 | 12:42 »
Schöne Überleitung zum kommenden Abenteuer und schöne Zusammenfassung des bereits Geschehenen  :d

Offline Tintenteufel

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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #236 am: 30.01.2023 | 18:57 »
Schöne Überleitung zum kommenden Abenteuer und schöne Zusammenfassung des bereits Geschehenen  :d

Vielen Dank, klatschi!

Nachdem ich ja eigentlich noch die letzten 4 bzw. 6 Spielberichte schulde, war das das Mindeste das ich tun konnte, um alle auf Stand zu bringen.  :)
« Letzte Änderung: 31.01.2023 | 08:44 von Tintenteufel »
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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #237 am: 30.01.2023 | 19:02 »
Ach, und es gibt Bonuspunkte für alle die mir sagen können wie die Slaadi in den Magierturm gekommen sind!



Kleiner Tipp: die Antwort findet sich in den Spielberichten. ;)
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Re: [SdDF] - Knight & Sage
« Antwort #238 am: 3.02.2023 | 11:47 »
Session 70

Sha, 5. Tag des Ungeheuers 1504 n. B.

In der vergangenen Nacht geschah etwas sehr ungewöhnliches. Ihr erinnert Euch sicher an den Serienmörder, der seit Mitte Herbst in Peredur sein Unwesen treibt. Das einfache Volk nennt ihn "den Schlitzer", weil er seine zahlreichen Opfer mit langen Schnitten tötet und stark ausbluten lässt. Gestern mordete er wieder und das ungewöhnlich oft: zunächst einen Akolythen der Kirche des Lichts, kurz darauf eine Söldnerin aus Balderks Brücke und gegen Mitternacht noch einen jungen Gardisten am Flusstor.



Vier unbescholtene Bürger hefteten sich jedoch an seine blutverschmierten Fersen!

Laut meinen verbliebenen Augen und Ohren handelte es sich dabei um Kylian, einen ehemaligen Seesoldaten vom Nivian, den Fährmann Magnus, die Köchin Tess und Jorick, einen einsiedlerischen Halbling aus dem Shalunha.

Im Licht des heutigen Tages gelang es ihnen dann aus einem unscheinbaren Hinweis, entscheidende Rückschlüsse auf das Versteck des Mörders zu ziehen. Es war das neue Sägewerk, das die Gnome Funkelstein und Schnitterteller erst im vergangenen Sommer erbaut hatten, wo sie den Schlitzer dann tatsächlich auch stellen konnten.
Hinter all den Morden steckte eine gemeine Rotkappe*! Aber das Schwert von Kylian bereitete jenem Blutvergiesen ein jähes Ende, indem es den bärtigen Kopf des Feenwesens mit einem einzigen Hieb von seinen knorrigen Schultern trennte.

Ich hätte den Kopf des Schlitzers gerne auf eine lange Lanze gespießt, um ihn auf dem Marktplatz auszustellen, aber der Körper des Feenwesens zerfiel angeblich noch im Sägewerk zu rotbraunem Matsch, wie es manche Pilze nach ihrer Lebensdauer tun.
Und die widerliche Zipfelmütze aus zusammengeflickter Menschenhaut, die der Schlitzer immer wieder mit Blut rot färben musste, übergab die gläubige Tess den läuternden Flammen der Weißen Göttin.

Nun hoffe ich, dass Kylian, Magnus, Tess und Jorick hingegen keine Eintagsfliegen sind und, dass ich schon bald über weitere Heldentaten der vier berichten kann!

Ich warte nämlich noch immer auf gute Nachrichten von Saer Berthil, der den Wiederaufbau von Burg Isenwaid im Namen seines Herren - Saer Anskar - weiter vorantreibt. Denn so lange der junge Fengrin und sein Berater Moryn nicht zurückkehren, müssen wir in der Stadt der Türme wohl oder übel mit einfacher gestrickten Helden auskommen.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Die Priesterschaft Nymias konnte mich darüber aufklären, dass Rotkappen zur Gattung der Feenwesen gehören. Jene mordenden Scheusale wachsen aus unscheinbaren Pilzen mit roten Kappen, wenn diese mit dem Blut von Sterblichen in Berührung kommen. Ist eine Rotkappe auf diese Weise in unsere Welt gelangt, muss sie eine Zipfelmütze aus der Haut ihres ersten Opfers fertigen und sie mit Blut feucht halten. Trocknet die Mütze aus, stirbt die Rotkappe.
Im Übrigen gibt es die Vermutung, dass jene Pilze mit den roten Kappen insbesondere von Vetteln gezogen werden, um Unglück und Elend über die sterblichen Völker Avalons zu bringen.
« Letzte Änderung: 3.02.2023 | 14:50 von Tintenteufel »
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