Autor Thema: Erträumen wir eine Vierte Welt  (Gelesen 2441 mal)

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Offline Infernal Teddy

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Erträumen wir eine Vierte Welt
« am: 22.08.2023 | 21:54 »
Wir wissen ja alle, Shadowrun ist die Sechste Welt, und Earthdawn war mal kanonisch die dazugehörige Vierte Welt. Aber durch die verschiedenen Rechtesituationen sind beide Welten mittlerweile vollständig voneinander losgekoppelt. Earthdawn hat mit 1879 sogar eine komplett neue kanonische Zukunft.

Deshalb meine Frage an euch: nehmen wir an ihr solltet jetzt ein neues Fantasyspiel entwickeln, mit einem neuen Setting. Einzige Vorgabe ist das dieses Spiel auf jeden Fall die neue Vorgeschichte zu Shadowrun sein soll, und alle bisher gesetzten Hinweise und Andeutungen zum 4. Zeitalter bzw der mystischen Vorgeschichte immer noch funktionieren sollen.
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Offline Smoothie

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #1 am: 22.08.2023 | 22:18 »
ich find Earthdawn so passend, ich tue mich echt schwer davon losgelöst was neues zu denken...
Inzwischen bin ich geneigt zu glauben, dass an der DnD Satanic Panic in den 80ern was dran war. Allein, es waren nicht die Inhalte. Es waren die Regeln, die aus der Hölle kommen...

KRIS

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #2 am: 23.08.2023 | 10:49 »
ich find Earthdawn so passend, ich tue mich echt schwer davon losgelöst was neues zu denken...

Ich hatte so irgendwie noch nie den Eindruck dass das Earthdawn Setting einen adäquaten Vorgänger für Shadworun darstellt. Allein schon wegen der Obsidianer und der Windlinge. Wo sind die beispielsweise bei SR hin?

Offline aikar

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #3 am: 23.08.2023 | 11:01 »
Ich hatte so irgendwie noch nie den Eindruck dass das Earthdawn Setting einen adäquaten Vorgänger für Shadworun darstellt. Allein schon wegen der Obsidianer und der Windlinge. Wo sind die beispielsweise bei SR hin?
Windlinge gibt es, heißen Pixies. Die waren zumindest damals in SR4 sogar spielbar, keine Ahnung wie es aktuell aussieht.
Obsidianer sind ein extremer Spezialfall, weil sie eigentlich Elementare sind und keine Metamenschen. Die einfachste Erklärung ist: Die Barrieren zu ihrer Ursprungs-Metaebene sind noch nicht offen.
T'SKrang fehlen ja auch, sind aber auch keine Metamenschen. Evtl. entwickeln sie sich noch aus irgendwelchen Echsen, wenn der Mana-Level hoch genug ist (der ist bei Earthdawn ja höher und schon deutlich länger hoch als bei Shadowrun) oder sie sind halt ausgestorben, ist ja auch nicht auszuschließen.

Aber man muss auch sagen: Spätestens seit SR4 wurde bei Shadowrun ja auch nicht mehr darauf geachtet mit Earthdawn kompatibel zu bleiben, auch wenn gewisse SR5-Kampagnen z.T. wieder angeknüpft haben.
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KRIS

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #4 am: 23.08.2023 | 11:06 »
Ich danke dir für deine Erklärungen - trotzdem klingt das für mich alles sehr halbherzig und auf Teufel komm raus gewollt.  :P

Offline aikar

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #5 am: 23.08.2023 | 11:33 »
Ich danke dir für deine Erklärungen - trotzdem klingt das für mich alles sehr halbherzig und auf Teufel komm raus gewollt.  :P
Es ist wie gesagt vor allem nicht mehr weitergepflegt worden. Seit knapp 20 Jahren kümmern sich die Shadowrun-Autoren nicht mehr darum, die Verknüpfungen mit Earthdawn fort zu führen. Es gibt höchstens ein paar Easter Eggs.

Aber:  :btt:
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Offline Flamebeard

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #6 am: 23.08.2023 | 18:39 »
Gesetzt wären ja:

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #7 am: 24.08.2023 | 21:02 »
Puh, ich geb's ja nur ungerne zu, aber da bin ich spontan echt unkreativ. :-\ Ein leeres Blatt mit allen Möglichkeiten auf der einen Seite und die Bedingung, eine alternative Vergangenheit unserere realen Welt zu erschaffen, die dann auch noch kompatiebel zur fiktiven Shadowrun Welt sein soll, ist schon ein ziemlicher Spagat. :think:
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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #8 am: 24.08.2023 | 21:48 »
Puh, ich geb's ja nur ungerne zu, aber da bin ich spontan echt unkreativ. :-\ Ein leeres Blatt mit allen Möglichkeiten auf der einen Seite und die Bedingung, eine alternative Vergangenheit unserere realen Welt zu erschaffen, die dann auch noch kompatiebel zur fiktiven Shadowrun Welt sein soll, ist schon ein ziemlicher Spagat. :think:



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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #9 am: 24.08.2023 | 23:02 »
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Okay, okay, is ja gut...



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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #10 am: 7.04.2024 | 12:21 »
Komme spät zur Party, aber ich hatte vor Jahren mal die dann nicht umgesetzte Idee für eine SR-Kampagne, bei der die vergangenen Welten eine Rolle spielen sollten. Die Vierte Welt wäre da die (historische) Zeit zwischen den ersten Zivilisationen & Großstädten gewesen (Sumerer, Entstehtung Alt-Ägyptens usw), und dem Ende der "dark ages" im alten Griechenland (ca die zeit, in der Homer lebte). Die Prämisse war eigentlich, die SR-Vorgeschichte mit der tatsächlichen Historie in Übereinstimmung zu bringen; soweit das eben geht...

Wenn das Thema noch in interessiert such ich mal, was ich davon noch auf der festplatte habe; ist aber nur ein sehr grober Überblick über den Zeitablauf aller Welten, von der "Nullten" bis zu sechsten.
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Offline Infernal Teddy

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #11 am: 7.04.2024 | 12:26 »
Das klingt tatsächlich interessant
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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #12 am: 7.04.2024 | 12:51 »
Habs gefunden. Dürfte so vor 8 bis 10 Jahren geschrieben worden sein. Ein Manko gleich vorne weg: Ich hab mich nicht mit dem Maya-Kalender beschäftigt, der ja den Beginn der 6. Welt vorhersagte. Die alten Mesoamerikaner scheinen da also einen Glückstreffer gelandet zu haben...

Jeder Zyklus dauert ungefähr 2.700 Jahre.

Zitat
Wir leben in der 6. Welt, und die Magie ist auf die Erde zurückgekehrt. Die Zeit, in der die Magie keine Rolle spielte, ist Vergangenheit; das war die 5. Welt. Doch was war vorher?

Schamanen werden nicht müde zu erzählen, dass das Leben und die Welt ein Kreislauf sind, dass alles wieder dahin zurückkehrt, wo es schon einmal gewesen ist. Wenn das auch auf diese Sache mit der Magie zutrifft (und immerhin erzählen das Schamanen), dann sollte es eine Zeit gegeben haben, in der die Magie schon einmal da war; und tatsächlich handelt jede zweite Folge jeder mehr oder minder glaubwürdigen "Mystery & Facts"-Infotainmentsendung der letzten dreißig Jahre genau davon...

Auch wenn man solchem Infotainment aus gutem Grund kein einziges Wort glauben sollte, haben sie doch mit einem Recht: Vor der 5. gab es eine 4. Welt, und in dieser Zeit war Magie genauso real wie heute. Was war davor? Und wer hat diese "Welten" eigentlich durchnummeriert?

Soweit zu den naheliegenden Informationen, die Spielern vor Beginn der Kampagne zur Verfügung stehen sollten.

Welt         Magie ja/nein     Zeit                                             Periode      
0. W.:       abwechselnd      vor 11.500 v. Chr.                         Paläolothikum
1. W.:       keine Magie       ca. 11.500 bis ca. 8.800 v. Chr.      Neolith. Revolut.
2. W.:       Magie                ca. 8.800 bis ca. 6.100 v. Chr.        Erste Kulturen   
3. W.:       keine Magie       ca. 6.100 bis ca. 3.400 v. Chr.        Neolithikum      
4. W.:       Magie                ca. 3.400 bis ca. 700 v. Chr.          Zeit der Sagen
5. W.:       keine Magie       ca. 700 v. Chr. bis 2012                 Historie
6. W.:       Magie                ab 2012                                       Shadowrun

In der Altsteinzeit (Paläolithikum) wurde der Mensch zum Menschen; Magie kam und ging im Laufe der Jahrtausende, und solange es sie gab konnte sie das Leben verbessern, schuf aber auch Probleme (Magie als Waffe, magische Bedrohungen, freie Geister etc.pp.). Gab es sie nicht mussten die Menschen halt so sehen, wie sie klar kamen. Mit der Zeit bildeten sich menschliche Subspezies heraus, die genetisch an diese Zeiten der Magie angepasst waren: Die Metamenschheit entstand. In Zeiten mit niedrigem Magie-Niveau waren diese Unterschiede nicht auszumachen, traten aber mit steigendem Magiepegel hervor. Dies galt und gilt natürlich auch für viele andere Spezies (Critters). Nur sehr mächtigen magischen Kreaturen (Drachen bspw) ist es möglich, sich in eine Art "Winterschlaf" zurückzuziehen und die magiefreie Zeit so zu überdauern.

Nach dem Ende der letzten Eiszeit aber führte das Verschwinden der Magie in einigen Gegenden nicht wie bisher zu einem Rückgang der Bevölkerung, sondern zur Entwicklung der Landwirtschaft und damit zu völlig neuen Lebensbedingungen.

Beim ersten erneuten Erscheinen der Magie und dem Beginn der 2. Welt fand etwas statt, was es bisher nicht gegeben hatte: Die Möglichkeiten der Magie wurden kombiniert mit den Möglichkeiten der ersten primitiven Zivilisationen, und dies führte zu einer Glanzzeit der Metamenschheit, wie es sie bisher nie gegeben hatte. Andere intelligente, aber magie-abhängige Kreaturen wie Drachen, Geister etc. waren plötzlich keine unbezwingbaren Monster mehr, sondern konnten von einer ganzen Stadt, einem großen Magier-oder Schamanenzirkel etc. durchaus überwunden. Dies führte zu einer Blütezeit, die heute in vielen menschlichen Mythen als "Schöpfungszeit" überliefert ist, also als die Zeit, wo die Welt von menschenfreundlichen Mächten in ihre endgültige Gestalt gebracht wurde, wo aber auch Zank und Hader in die Welt kamen. Bsp wäre die biblische Geschichte vom Garten Eden.

Mit dem Verschwinden der Magie begann die dritte Welt. Die Zeit der Helden und Märchen endete vorläufig, aber die Errungenschaften von Zivilisation und Technik blieben und verbreiteten sich.

Als die Magie vor über 3.000 Jahren erneut erschien mischte sie die statischen, neolithischen Kulturen gründlich auf. In diese Zeit fällt die Erfindung der Schrift und der Metallverarbeitung, und die alte, zumeist friedliche Lebensweise wich einer Zeit des Krieges und der Eroberung. Die 4. Welt ist die Zeit der Heldensagen, die Zeit, als indoeuropäisch-sprachige Menschen die halbe Welt eroberten, die Zeit, als die ersten Hochkulturen entstanden, die Zeit, als die Sternbilder benannt wurden, als die hohe Alchimie, Orichalkum und Kistallomantie entdeckt wurden. Auf dem Höhepunkt des Magieflusses wurden die mächtigen Monumente von Gizeh und Stonehenge geschaffen. Das Ende dieser Epoche wird vom Zerfall der meisten damaligen Großreiche markiert (im Mittelmeerraum), die allesamt ohne magische Hilfe nicht lebensfähig waren.

Auf das Verschwinden der Magie und den Zusammenbruch der damaligen Zivilisationen folgte eine dunkle Zeit. In griechischen Quellen folgte diesem dunklen Zeitalter das Aufblühen der Philosophie, ein Zeichen, dass die Menschheit sich in einer magiefreien Welt einrichtete. Die 5. Welt hatte begonnen.

Unsterbliche

Manche Elfen und Zwerge verfügen über die seltene Gabe der Unsterblichkeit, die selbst in Zeiten ohne Magie nicht verschwindet. Auch sonst handelt es sich um magisch sehr mächtige Individuen. (Viele Elfen und Zwerge würden nie auf natürliche Art und Weise sterben, wenn die Kraft der Magie nicht abnehmen würde.)

Die ersten dieser Metamenschen, die tatsächlich mehrere Zeitalter überlebten, wurden gegen Ende der Ersten Welt geboren (Spikebabys), und daher stammt auch der Name Erste Welt und überhaupt die Durchnummerierung. In der Sechsten Welt leben noch eine Reihe Unsterbliche, die am Ende der Dritten Welt geboren wurden und die Vierte und Fünfte Welt er- bzw überlebten, aber wer weiß, vielleicht gibt es auch noch ältere. Einige Großdrachen dürften jedenfalls älter sein, und könnten noch viel mehr über diese vergangenen Zeitalter erzählen, alleine: Sie tun es halt nicht...

Soweit. Viel weiter bin ich nie gekommen, was eine Verschriftlichung angeht, und viel konkreter ist es auch in Gedanken nie geworden.
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Offline Dr. Beckenstein

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #13 am: 7.04.2024 | 13:29 »
Das ist sehr interessant, aber wie erklärt sich, dass man nie Skelette von prähistorischen Metamenschen aus der Steinzeit oder schriftliche Berichte über Magie, Trolle oder Drachen aus der Zeit der Sagen ausgebuddelt hat?


Online Isegrim

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #14 am: 7.04.2024 | 13:41 »
Gute Frage, wird sich nie wirklich erklären lassen. Das Problem mit den Skeletten hat man immer, wenn man das mit den früheren Welte annimmt, und dass ist bei SR nun mal gegeben. Die Großen Drachen bspw sind nach 2012 erwacht, nicht entstanden. Da kann es keine gute Antwort drauf geben.

Das mit schriftlichen Quellen ist schwieriger (oder unlogischer...). Warum gibt es darüber keine Berichte aus Ägypten oder Mesopotamien? Keine Ahnung. Es gibt aber durchaus schriftliche Quellen, die sowas nicht unmöglich erscheinen lassen (also, für SR, nen echtes Geschichtsbuch würd ich nicht draus machen... ;) ). Goliath in der Bibel, Zyklopen bei den alten Griechen usw. Viele SR-Kreaturen basieren ja genau auf solchen Legenden.

Aber ganz wird sich das nicht erklären lassen. Selbst wenn man die Vierte Welt vor die (bekannte) Erfindung der Schrift vorverlagert, warum sind in den Höhlenmalereien der Altsteinzeit keine Drachen oä abgebildet? Weiß keiner außer den Drachen selbst, und die schweigen sich halt aus. ;)
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Offline Aedin Madasohn

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #15 am: 7.04.2024 | 14:00 »
Das mit schriftlichen Quellen ist schwieriger (oder unlogischer...). Warum gibt es darüber keine Berichte aus Ägypten oder Mesopotamien?

in den (nur schlecht überlieferten) Schriften der alten persischen Religon nach Zaratustra gibt es einen mystischen Palast aus grauer Vorzeit, aus dem man eine Fluchtburg gegen die Horrors zimmern könnte.
die irischen Elfen zogen auch in unterirdische Burgen.

und Gilgamesh zerschmetterte "die Steinernen" "Fährleute", so dass er dann selber nach Dilum staken bzw. hemdsärmelig Segeln musste

hat aber alles ein bissel von arg bemühter Däniken-herbei-schreiberei

Online Isegrim

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #16 am: 7.04.2024 | 14:27 »
hat aber alles ein bissel von arg bemühter Däniken-herbei-schreiberei

Naja, gegen das, was durch den SR-Hintergrund schlicht gesetzt ist und nicht verändert werden kann, ohne SR selbst grundlegend umzuschreiben, ist Däniken ein glaubwürdiger und über alle Zweifel erhabener Historiker. Passt doch. ;)

Ich mein, ich weiß nicht allzu viel über Earthdawn, aber das war mal die SR-Vierrte Welt, und ist noch viel weniger mit irgendwas aus der realen Welt kompatibel...

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Offline WeepingElf

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #17 am: 14.05.2024 | 16:58 »
Mir ist vor langer Zeit mal die Idee gekommen, das mit den nummerierten Zeitaltern von Tolkiens Mittelerde zu verbinden. Demnach ist die nichtmagische Fünfte Welt das Fünfte Zeitalter von Mittelerde, die Vierte Welt das Vierte Zeitalter, usw. Zwischen dem Vierten und dem Fünften Zeitalter liegt ein Kataklysmus, der die Geographie der Erde kräftig durcheinander brachte, und aus dem Mittelerde, das wir aus dem Herrn der Ringe kennen, eben unsere Welt formte.

Ich hatte diese Idee aber schon bald wieder aufgegeben, zumal wir nach Tolkien schon im Sechsten Zeitalter leben sollten, das mit der Geburt Jesu Christi begann - für den gläubigen Katholiken Tolkien war das ganz gewiss ein Anlass, ein neues Zeitalter von Mittelerde auszurufen. Der Kataklysmus zwischen dem Vierten und dem Fünften Zeitalter war für ihn die biblische Sintflut. Vor wenigen Tagen ist mir noch die verrückte Idee gekommen, dass es am Ende des Vierten Zeitalters schon mal moderne oder gar futuristische Technologie gab. Diese Idee hat natürlich nichts mit Shadowrun zu tun, obwohl man so ein High-Tech-Mittelerde auch als alternatives SR-Setting verwenden könnte ;)
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Offline AlucartDante

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #18 am: 14.05.2024 | 17:55 »
Ich fand Earthdawn auch nie passend. Das sollte unsere Welt von früher sein, häh? Fühlte sich null so an und null. Da fände ich Ars Magicka noch passender. Das Dogma ist doch, alte Sagen über Magie waren damals wahr.

Also sagen wir: ca. 3.400 bis ca. 700 v. Chr. spielt die Zeit der Sagen, Magie ist real, aber ohne Hermetiker geringer entwickelt. Es ist wie bei Ars Magicka, was die Leute damals (aus unserer nicht richtigen Rückschau) geglaubt haben, war damals auch wahr. Die Welt wird also historischen Karten benutzen mit Magie und Sagen.

Ich würde darauf achten, dass auch die Regeln ähnlich sind und die SR Regeln verwendet werden. So wie Cthulhu auch die Runequest Regeln benutzt. Hier geht es zwar um die Welt, aber Regeln sollten die Welt unterstützen...

Habs gefunden. Dürfte so vor 8 bis 10 Jahren geschrieben worden sein. Ein Manko gleich vorne weg: Ich hab mich nicht mit dem Maya-Kalender beschäftigt, der ja den Beginn der 6. Welt vorhersagte. Die alten Mesoamerikaner scheinen da also einen Glückstreffer gelandet zu haben...

Jeder Zyklus dauert ungefähr 2.700 Jahre.

Soweit. Viel weiter bin ich nie gekommen, was eine Verschriftlichung angeht, und viel konkreter ist es auch in Gedanken nie geworden.

Das ist mega gut, ich würde es ganz genauso übernehmen, bzw so in die Richtung habe ich auch immer gespielt.

Die 5. Welt von Shadowrun war ja nicht unsere 5. Welt. Genau wie bei Cthulhu gibt es in der 5. Welt doch erstens doch mehr Beweise für frühere Magie und zweitens Abweichungen in der Geschichte seit den 1990er Jahren.

Das Problem mit den Skeletten hat man immer, wenn man das mit den früheren Welte annimmt, und dass ist bei SR nun mal gegeben.

Naja ich habe verschiedene Erklärungen schon in Shadowrun erlebt: 1. Skelette von Elfen sind magisch, daher lösen sie sich auf, wenn sie in eine Zeitalter ohne Magie kommen. 2. Skellette von Elfen sind verwesen einfach schneller. 3. Area 51 war in den 90er Jahren schon voll von Elfenskelletten.

Das mit schriftlichen Quellen ist schwieriger (oder unlogischer...). Warum gibt es darüber keine Berichte aus Ägypten oder Mesopotamien? Keine Ahnung. Es gibt aber durchaus schriftliche Quellen, die sowas nicht unmöglich erscheinen lassen (also, für SR, nen echtes Geschichtsbuch würd ich nicht draus machen... ;) ). Goliath in der Bibel, Zyklopen bei den alten Griechen usw. Viele SR-Kreaturen basieren ja genau auf solchen Legenden.

1. Es gibt wie du schreibst Berichte von Zyklopen bei den alten Griechen und es gibt altägyptische Zauberbücher. 2. In der Shadowrunversion unserer Welt gibt es in den 1990er Jahren bereits viel mehr Funde solcher Schriften.

warum sind in den Höhlenmalereien der Altsteinzeit keine Drachen oä abgebildet?

In der Shadowrunwelt hat man solche Höhlenmalereien genauso gefunden, wie bei Cthulhu Malereien der großen Alten.

Offline aikar

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #19 am: 14.05.2024 | 18:39 »
Zumindest bei den Skeletten von Drachen hat Shadowrun eine Erklärung: Es ist Teil der Begräbnisriten, dass andere Drachen den Leichnam zu Asche verbrennen. Auch damit die (magisch hochpotenten) Überreste nicht misbraucht werden.

Und die paar, die nicht ordnungsgemäß eingeäschert wurden, wurden wenn sie überhaupt gefunden wurden, für Dinosaurierknochen gehalten.
« Letzte Änderung: 14.05.2024 | 19:17 von aikar »
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Offline WeepingElf

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #20 am: 14.05.2024 | 18:40 »
Ich fand Earthdawn auch nie passend. Das sollte unsere Welt von früher sein, häh? Fühlte sich null so an und null. Da fände ich Ars Magicka noch passender. Das Dogma ist doch, alte Sagen über Magie waren damals wahr.

Also sagen wir: ca. 3.400 bis ca. 700 v. Chr. spielt die Zeit der Sagen, Magie ist real, aber ohne Hermetiker geringer entwickelt. Es ist wie bei Ars Magicka, was die Leute damals (aus unserer nicht richtigen Rückschau) geglaubt haben, war damals auch wahr. Die Welt wird also historischen Karten benutzen mit Magie und Sagen.

Ja, das ergibt Sinn. Was der gute Isegrim da gebastelt hat, ist in meinen Augen stimmiger als Earthdawn als Vierte Welt.

Zitat
Die 5. Welt von Shadowrun war ja nicht unsere 5. Welt. Genau wie bei Cthulhu gibt es in der 5. Welt doch erstens doch mehr Beweise für frühere Magie und zweitens Abweichungen in der Geschichte seit den 1990er Jahren.

Ganz genau! Wir leben ganz offensichtlich mindestens seit 1990 (und nicht erst seit 2011!) nicht in der Welt von Shadowrun, und es mag schon davor subtile Unterschiede gegeben haben, die aber erst um 1990 auf die "große Weltgeschichte" durchschlugen, aus welchen Gründen auch immer. So ist doch immer wieder von "Mana-Spikes" die Rede, kleinen Enklaven in der Fünften Welt, in denen es Magie gab, und wo z. B. Elfen geboren werden konnten. (In irgendeinem Fan-Forum bin ich mal auf den Vorschlag gestoßen, dass David Bowie so ein "Spikebaby" gewesen sein könnte ;)) Diese Phänomene scheint es aber in unserer Welt nicht gegeben zu haben.

Zitat
Naja ich habe verschiedene Erklärungen schon in Shadowrun erlebt: 1. Skelette von Elfen sind magisch, daher lösen sie sich auf, wenn sie in eine Zeitalter ohne Magie kommen. 2. Skellette von Elfen sind verwesen einfach schneller. 3. Area 51 war in den 90er Jahren schon voll von Elfenskelletten.

1. Es gibt wie du schreibst Berichte von Zyklopen bei den alten Griechen und es gibt altägyptische Zauberbücher. 2. In der Shadowrunversion unserer Welt gibt es in den 1990er Jahren bereits viel mehr Funde solcher Schriften.

In der Shadowrunwelt hat man solche Höhlenmalereien genauso gefunden, wie bei Cthulhu Malereien der großen Alten.

Das sind alles Punkte, in denen die SR-Welt "immer schon" anders war als unsere. Außerdem sollte man das bei solchen Basteleien mit Fragen historischer Plausibilität nicht so genau sehen, wir wollen hier ja nicht den Tod unschuldiger Katzenmädchen verantworten ;)
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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #21 am: 19.05.2024 | 09:34 »
Das ist mega gut, ich würde es ganz genauso übernehmen, bzw so in die Richtung habe ich auch immer gespielt.

Was der gute Isegrim da gebastelt hat, ist in meinen Augen stimmiger als Earthdawn als Vierte Welt.

Danke.

Was kann man damit machen? Ich hatte mir das ursprünglich für die Verwendung in SR ausgedacht; für eine Kampagne, in der die vergangenen Welten eine Rolle spielen sollte. Infernal Teddy ging es um ein eigenes Setting in der Vierten Welt. Soweit hatte ich nicht gedacht.

Wenn ich drüber nachdenke, wärn mE die ersten Fragen:

Wo soll es spielen? Wenn man in den Vordergrund stellen will, dass das (im großen und ganzen) unsere Welt ist, bieten sich  natürlich der Nahe Osten + Umgebung an, mit den bekannten Hochkulturen (Ägypten, Mesopotamien, Anatolien etc). Da gibt es hierzulande die meisten Assoziationen und das meiste Wissen zu. Fänd ich naheliegend, aber es schränkt natürlich auch ein. Freier wär man, verlegte man es in Regionen, über die weniger bekannt ist.

Wann soll das spielen? 2.700 Jahre sind ein langer Zeitraum. Setzt man es eher an den Anfang, hat man den Vorteil, dass über die zeit wenig(er) bekannt ist als über die spätere Bronzezeit, man also mehr Freiheit hat. Ach wär das ganze Magie-Ding inkl Metamenschen, Monster etc eher neu für die Welt, wie es auch bei SR ist. Setzt man es später an, kann man mehr High Fantasy-Kram wie eine hochentwickelte Magie unterbringen. Oder man legt es in die „Endzeit“, zB den Kollaps der bronzezeitlichen Kulturen im östlichen Mittelmeer-Raum.

Wie hält mans mit den Metamenschen? Sollen die, wie bei SR, va Einsprengsel in va menschlichen Kulturen sein? Oder soll es Menschen-, Elfen- etc Kulturen geben, die von jeweils einem Metatyp geprägt sind?

Vermutlich sollte man zuerst klären, ob man wirklich eine starke Anlehnung an die reale Welt haben will (das war mein Hintergedanke), oder ob man, wie Earthdawn, eigentlich eine reine Fanatsy-Welt haben will.

Naja, nur ein paar Gedanken. Das wirklich auszuarbeiten hab ich eigentlich keinen Anlass, werd das auf absehbare Zeit eh nicht bespielen. Aber vielleicht bringts ja jemand auf Ideen.
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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #22 am: 19.05.2024 | 10:01 »
Ein Versuch (nahe an der realen Geschichte, das ist wie gesagt mein Ding):

Ort: Mittelmeerraum & Europa

Zeit: Mitte bis Ende des vorchristlichen 3. Jahrtausends (irgendwann zwischen 2.500 und 2.100 v. Chr.)

Stichworte zur historischen Anlehnung: Altes Reich in Ägypten (Pyramiden), Sumerer in Mesopotamien (Gilgamesch & so), Indoeuropäer beginnen sich auszubreiten (Vorfahren der Hethiter in Anatolien, Vorrücken in Europa), in Stonehenge werden die ersten Steinbauten errichtet (nachdem das schon jahrhundertelang ein wichtiger Kultplatz war

Fände ich eine interessante Zeit, in die man auch den ganzen Fantasy-Kram relativ gut integrieren kann. In den Hochkulturen könnte die eher "wissenschaftlich"-hermetische Magie eblühen, verbunden mit Astrologie und einer (für damalige Verhältnisse) hochentwickelten Metallverarbeitung, Archtektur und sonstigere Technik, abseits davon hätte man eher schamanistische Zauberer mit Geistern, Ahnenverehrung etc. Weite Teile der Welt wären noch ziemliche Wildnis, seltsame Tiere inkl magischer Kreaturen hätten also einen Lebensraum. In den meisten Kulturen würden wohl Menschen die größte Bevölkerungsgruppe sein, aber an manchen Orten könnten auch Metamenschen integrieren, oder auch einige metamenschlich-domnierte Regionen einpassen; Elfen in Irland, Trolle auf Sizilien, was weiß ich.
"Klug hat der Mann gehandelt, der die Menschen lehrte, den Worten auch der Anderen Gehör zu schenken."  Euripides

Offline Dr. Beckenstein

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #23 am: 19.05.2024 | 13:33 »
Weite Teile der Welt wären noch ziemliche Wildnis, seltsame Tiere inkl magischer Kreaturen hätten also einen Lebensraum.

Das stimmt. Wahrscheinlich wäre die gesamte Weltbevölkerung niedriger als die Einwohnerzahl eines Sprawls der 6. Welt.

Cyberpunk (und damit Shadowrun) ist ein urbanes Genre, das kann man in der vierten Welt knicken. Eine Stadt mit ein paar tausend Nasen wäre schon eine brodelnde Metropole - in der aber praktisch jeder jeden kennt.

Online Isegrim

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Re: Erträumen wir eine Vierte Welt
« Antwort #24 am: 19.05.2024 | 14:20 »
Uruk soll um die 50.000 Einwohner gehabt haben. Damals eine riesige Metropole, heute (oder bei SR) eine Kleinstadt...
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