Autor Thema: Bericht zu einem Schnupperspiel mit Neulingen mit einem unfertigem System  (Gelesen 1493 mal)

Murphy, Ruhrpottspieler, gilborn, Metamorphose und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline flaschengeist

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Noch eine Ergänzung. Es klingt als wärst du ein richtig guter Spielleiter und würdest sicher 90% von uns Tanelornis abholen. Mich mit Sicherheit! Schon der kurz angerissene Plot ist MEGA.

Mich auch :d.


RPG-Verlage konzipieren RPGs für unterschiedliche Zielgruppen und zwar alt (uns) und jung (nicht uns). Die Bedürfnisse und Interessen sind da total unterschiedlich.

Wo siehst du entlang der Variable jung vs. alt die wesentlichen Unterschiede?
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

Offline Maarzan

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"Damals" hat Probespiel auch nicht bei allen gezündet, doppelt, wenn man nicht unter bereits hochinteressierten gefischt hat. Ich würde deine Beschreibung eher lesen: nur eine Rollenspielerin und einige Nieten getroffen. Gab's zu allen Zeiten.
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Offline Philipp.Baas

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Wo siehst du entlang der Variable jung vs. alt die wesentlichen Unterschiede?

Ein ganz zentraler Faktor sind Regeln: Die müssen möglichst leicht sein und schnell anwendbar. Regelanwendungen - wie Kämpfe - müssen sehr schnell gehen. Das hat aber nichts mit dem Bashing junger Leute zu tun (Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsschwäche etc.), sondern ist wirklich schlicht eine Vorliebe, die ich bei Jüngeren beobachte (Komm zum Punkt). Das ist so wie mir russische Autoren unerträglich sind und meine Mutter die ausgewalzte Erzählweise geliebt hat.

Dann sind die Lebenswelten und auch das schon erlebte Storytelling absolut unterschiedlich. Die modernen Helden und Figuren sind für meinen Geschmack viel zu edgy, fast ins Lächerliche überzeichnet und solche Helden und Storys sind dann auch gewollt.

Und anders als das bei uns war, muss irgendwo ein cosy-Faktor rein und spätestens da zerschießt es uns alten Säcke, weil wir das heroisch, edgy und cosy nicht zusammenbringen.

Aber nur meine Beobachtung...