Autor Thema: [Serie] Starfleet Academy  (Gelesen 4865 mal)

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #150 am: Heute um 09:34 »
Vor allem nicht bei TOS, lieber Swanosaurus. Da wurden jede Menge Schiff in Stücke geblasen. Und selbst Picard hat unter Zeitdruck Zerstotungsbefehle gegeben.

Mir fallen bei TOS nicht so viele ein ... In "Balance of Terror" wurde die Zerstörung eines Kriegsschiffs als tragisch dargestellt. In der "Organia"-Folge gab es m.E. kein Gefecht mit den Klingonen, mit den Romulanern in der Folge, in der sie die Tarnvorrichtung geklaut haben, auch nicht ... klar, das sind nur drei Beispiele, aber mir fällt gerade eben kein TOS-Beispiel ein, bei dem Feinde einfach so zerstört wurden. In Star Trek II fordert Kirk Khan noch zum Aufgeben auf und will die Überlebenden rüberbeamen. In Star Trek 3 - okay, er tötet die klingonische Crew, als er in die Ecke gedrängt ist, aber auch das wird als ernste Entscheidung dargestellt - und auch in Teil 4 ansatzweise thematisiert (der klingonische Botschafter bezeichnet das als "Mord" und macht damit zumindest deutlich, dass solche Aktionen nicht selbstverständlich sind). Star Trek 5 - keine zerstörten Raumschiffe. Star Trek 6 - Changs Schiff wird zerstört, aber das ist eindeutig ein reines Kriegsschiff auf einer Attentasmission und Enterprise und Excelsior nehmen hier die eine Chance war, diesen überlegenen Gegner auszuschalten.

Für TNG habe ich keine konkreten Beispiele auf dem Schirm - wobei sie da bei den Filmen auch schon die Killer-Tour gefahren haben, z.B. beim Mord durch unterlassene Hilfeleistung an Ru'afo (wenn sie Picard in Sicherheit beamen konnten, dann auch ihn).

Ich sehe da schon eine Tendenz beim "modernen" Star Trek. Mir fällt kein Beispiel aus einer der alten Serien ein, bei der so beiläufig nicht nur militärische Schiffe, sondern Schiffe mit haufenweise Zivilisten an Bord in die Luft gejagt wurden.
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #151 am: Heute um 09:41 »
Die Venari Ral sind die Bedrohung in STA, siehe Episode 2 und die Forderungen der Betazoids.

Das ist aber doch gerade einer der Punkte, die Star Trek im besten Sinne ausgemacht haben: Dass es nicht einfach einen Feind gibt, den man auslöschen darf, weil er der Feind schlechthin ist. Sogar bei den Borg haben sie das zu TNG-Zeiten noch entsprechend relativiert.

(Und in der Beziehung finde - ich so als Randbemerkung -, dass sie es mit den Gorn in SNW genau richtig gemacht haben: Die typische Fan-Kritk lautete da ja: "Ihr habt Arena nicht verstanden, die Botschaft der Folge war, dass die Gorn eben nicht unwiderruflich monströs und böse sind!", dabei haben die Macher in dem Fall die Folge ganz hervorragend verstanden, denn die Botschaft war, dass etwas, das monströs und böse erscheint, das bei näherem Hinsehen nicht sein muss bzw. eine Verständigung doch möglich ist. Und genau deshalb war es absolut richtig, sie in SNW über weite Strecken als monströs und böse darzustellen. Sonst wäre die Botschaft nämlich gewesen: "Oh ja, die Gorn sind eigentlich total in Ordnung, diese anderen da, die Xorn aus SNW, das sind die monströsen Bösen!")
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Offline Skaeg

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #152 am: Heute um 09:42 »
Das wäre in der Tat awkward, weil seine Mutter dann geholfen hätte, das Schiff auf dem ihr Sohn war zu vernichten.
Greifen wir hier ein wenig nach Strohhalmen? Die Mutter kann genauso gut auf dem Piratenschiff gewesen sein, a.) obwohl sie es nicht wollte und b.) ohne zu wissen, dass...

... moment, vernichten? Gehen wir jetzt davon aus, dass der Bösewicht genau so drauf ist wie die Sternenflotte und nachdem er wie gewollt den Warpantrieb geklaut hätte, noch schnell ein "pustet sie weg, HARHARHAR"* eingeschoben hätte?

Also, in der Folge gab es keinen Hinweis darauf, dass der irgend etwas anderes machen wollte, als sie zu beklauen, oder?

*Das ist es! An den erinnert er mich: Kater Karlo!
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #153 am: Heute um 09:47 »
@First Orko
Es war die erste Folge.
Viele Punkte werden in den folgenden Episoden aufgegriffen, wie z.B. die Nervigkeit des Hologramms oder das angebliche Triangel.

Davon gehe ich aus. Ich habe versucht, die Folge danach zu bewerten, wie man eine Pilotfolge elegant macht und persönlich finde ich, dass sie in einigen Punkten gegenüber alten Star Trek-Piloten abstinkt... aber wiederum Anderes auch besser macht. Nicht brilliant, aber auch nicht hoffnungslos. Ich habe eher das Gefühl, dass die heutigen, strukturellen Schwächen in Writer Rooms zu Entscheidungen führen, die man mit mehr Zeit und mehr kreativer Freiheit anders machen würde und das dies der Serie auf lange Sicht nicht gut tun wird. Das ist aber eine weiiit gestrechte Projektion, das ist mir klar  8)
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Offline Skaeg

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #154 am: Heute um 09:54 »
Das ist aber doch gerade einer der Punkte, die Star Trek im besten Sinne ausgemacht haben: Dass es nicht einfach einen Feind gibt, den man auslöschen darf, weil er der Feind schlechthin ist. Sogar bei den Borg haben sie das zu TNG-Zeiten noch entsprechend relativiert.
Exakt.
Menschen (oder äquivalente Wesen) großgruppenweise als zu vernichtende Feinde abzuklassifizieren, gegen die alle Mittel erlaubt sind und die an jedweden Kollateralschäden dabei halt selber schuld sind, ist für mich nicht das, was ich bei Star Trek (oder IRL, wo das schon häufig genug vorkommt) sehen will.

Selbst in ST2009 hat Kirk Nero - der viel schlimmere Dinge getan hat - zur Kapitulation aufgefordert, bevor er ihn "weggepustet" hat.
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Offline Sashael

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #155 am: Heute um 10:31 »
Um jemanden zur Kapitulation auffordern zu können, muss man in einer überlegenen Position sein.

Die Drohung des Piraten war eindeutig: Ihr lasst mich hier den Warpantrieb ausbauen (und ihn damit in die Hände der gefährlichsten Flotte des Quadranten fallen) oder deine Crew geht drauf.

Sich gerade so wieder betriebsbereit zu machen, ohne Kenntnis von den Möglichkeiten des Gegners zu haben, ist keine überlegene Position.

Wieso wird hier eigentlich postuliert, dass auf dem Venari Ral Schiff haufenweise Zivilisten waren? Das ist ein Kaperschiff mit Angriffsabsicht. Dessen Captain keine Probleme damit hätte, die Besatzung eines Schulschiffes zu erledigen.

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #156 am: Heute um 11:07 »
Um jemanden zur Kapitulation auffordern zu können, muss man in einer überlegenen Position sein.
Wovon ich bei Leuten, die dermaßen casual "pustet sie weg" sagen - was auch prompt und problemlos geschieht - während sie schon wieder gemütlich auf ihrem Sessel herumturnen, eher ausgehe. Der Rest der Brückencrew mit "Mit Vergnügen" und "Ein lehrreicher Moment (kicherkicher)" trägt ein Übriges bei.

Die ganze Szene war so geschrieben, dass sie als "Die überwundenen Bösen werden weggepustet"-Abschluss konzipiert war, das hat Swanosaurus schon richtig analysiert. Von Star Trek wünsche ich mir, dass sich die Autoren um das, was sie darstellen, mehr Gedanken machen als das.

Kleines Gedankenspiel:
Wäre die Szene nicht besser gewesen, wenn nach "Alles wieder einsatzbereit" direkt ein Schwenk auf den Kommunikationsoffizier mit "Captain, die Venari Ral bitten um Kapitulationsbedingungen" gefolgt wäre? Dann vielleicht noch ein kleines "Lassen Sie sie noch ein paar Sekunden zappeln!" und dann wieder "Mit Vergnügen" und "Ein lehrreicher Moment"?

Mit Leuten, deren Antwort "Nein! Es muss wer explodieren, sonst ist es langweilig!" ist, komme ich in Bezug auf Star Trek nicht auf einen Nenner, soviel ist klar.
« Letzte Änderung: Heute um 12:44 von Skaeg »
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #157 am: Heute um 11:28 »
Mir fallen bei TOS nicht so viele ein ... In "Balance of Terror" wurde die Zerstörung eines Kriegsschiffs als tragisch dargestellt.
Und es war eine Selbstzerstörung. Kirk hat auch da angeboten, die Romulaner als Gefangene an Bord zu beamen.

Zitat
Für TNG habe ich keine konkreten Beispiele auf dem Schirm - wobei sie da bei den Filmen auch schon die Killer-Tour gefahren haben, z.B. beim Mord durch unterlassene Hilfeleistung an Ru'afo (wenn sie Picard in Sicherheit beamen konnten, dann auch ihn).
Action-Captain John "Lucky" Pickert aus den Filmen ist eben eine andere Person als der diplomatische Captain Jean-Luc Picard aus der Serie...

P.S.: Die Plinkett-Verarsche zu der Szene ist immer noch köstlich:
https://www.youtube.com/watch?v=j7WDZWhMHBI&t=2003s
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #158 am: Heute um 11:38 »
P.S.: Die Plinkett-Verarsche zu der Szene ist immer noch köstlich:
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 ;D
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #159 am: Heute um 11:58 »
Ich habe gestern dann doch mit der Liebsten auch Folge 1 gesehen. Mein Fazit vorweg: Die Soundeffekte waren ganz cool.

Der Rest... muss man schauen, wo sie damit hinwollen.

...

Und dann so Kleinigkeiten. Calebs Frisur musste korrigiert werden! Aber...alle Anderen dürfen tragen, was sie wollen...? Echt jetzt? Ich mein, direkt dahinter waren zwei Frauen mit langen, teilweise offenen Haaren bzw frecher Strähne.. da musste nix gemacht werden. Und der Klingone.. nagut, wahrscheinlich traditionelle Haartracht, bei denen ist ja eh alles traditionell. Darf nicht angefasst werden, klar...  pfft. Wenn man sowas etablieren will, dann konsequent oder macht dann deutlich, das Nahla das macht, um Druck auf Caleb auszuüben. Wäre dann SO aber psychologisch kontraproduktiv.

Bis Folge 3 wird es leider nicht besser. Die Serie ist in sich nicht schlüssig. Die Figur der Kanzlerin ist weder Fisch noch Fleisch. Die von dir genannte Szene fand ich auch extrem unstimmig. Wenn die oberste Führung schon keinen Wert auf Schuhe, Protokoll oder Haarschnitt legt und eine provokante laziv fair Haltung an den Tag legt wenn sie kritisiert wird, warum brauchen Kadetten in der neuen Akademie dann Uniformen und einen sauberen Haarschnitt (mehr oder weniger)? Unis haben auch keine Uniformen warum braucht er Neustart dann Uniformen für Kadetten in Unterrichtsräumen?

Das Ganze verstärkt sich in Folge 3 nochmal, wenn die Kanzlerin darüber schwadroniert wie schwer "ihre Kinder (die Kadetten)" es gehabt haben und sie möchte, dass diese sich maximal wohlfühlen sollen und eigentlich alles dürfen. Verstöße werden eh nur am Auftreten der 1 gemessen die dann irgendwelche ominösen Strafen aufdrückt, welche aber keine Auswirkung auf die Handlung oder die Folge haben. 

Die dummen Sprüche gehen weiter, so bezeichnet Caleb, der wie er später sagt "es gewohnt war in Mülltonnen zu schlafen", ein Doppelzimmer (was später mit drei Kadetten belegt wird) als Faschismus. Bitte was???

Die 1 antwortet auf eine Frage der Kanzlerin tatsächlich mit "Ist das ein multiple Choice Test?" usw.

Um die Truppe von Schlingeln und Schlingelinen zusammenzuschweißen benutzt man den "Der Feind meines Feindes ist mein Freund Trick" und führt überzeichnet die Kadetten des War Collage als Haus Slytherin ein. Natürlich ist der schärfste Kritiker der Kanzlerin der Leiter des War Collage usw. und die „Pranks“ zwischen den Studentengruppen nehmen zu.

Andere Konflikte werden irgendwie unnötig überzeichnet, so wird sich darüber aufgeregt, dass die Schüler an den diplomatischen Verhandlungen mit Betazed teilnehmen dürfen. Am Ende stellt sich heraus, sie waren Zuschauer, kein Stimmrecht nix. Warum darüber so einen Aufstand machen? Die Szene diente mal wieder nur dazu das die Kanzlerin allen einen Vortrag halten durfte. Ein bisschen das Revier markieren.
« Letzte Änderung: Heute um 12:56 von Outsider »
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Offline Sashael

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #160 am: Heute um 12:54 »
https://memory-alpha.fandom.com/wiki/For_the_Uniform_(episode)

Dazu der abgesegnete Versuch von Section 31, die gesamte Spezies der Changelings zu vergiften.

Oder die Zerstörung eines romulanischen Diplomatenschiffes durch Garak, dessen Beteiligung Cisco verheimlicht, um die Romulaner im Krieg gegen das Dominion zu beeinflussen.

Zerstörte Schiffe der Klingonen und Romulaner in Gefechten mit Starfleet.

Ja, in den absolut meisten Fällen werden diplomatische Lösungen gesucht.
Aber eben auch nicht immer. Und teilweise wurden in Star Trrk Serien auch deutlich drastischere Dinge getan.
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #161 am: Heute um 12:58 »
https://memory-alpha.fandom.com/wiki/For_the_Uniform_(episode)

Dazu der abgesegnete Versuch von Section 31, die gesamte Spezies der Changelings zu vergiften.

Oder die Zerstörung eines romulanischen Diplomatenschiffes durch Garak, dessen Beteiligung Cisco verheimlicht, um die Romulaner im Krieg gegen das Dominion zu beeinflussen.

Klar ist das krass, aber es wird ja auch unmissverständlich klargestellt, dass beides den Werten der Protagonisten völlig zuwiderläuft. Bei der Section-31-Geschichte ist es ganz klar eine Aktion der Gegenspieler, die die Protagonisten wieder in Ordnung bringen müssen. Und bei dem romulanischen Schiff ringt Sisko ohne endgültigte Antwort mit der Frage, ob der Zweck hier die Mittel geheiligt hat.

Das ist doch was anderes als "pustet sie weg" zu sagen und noch darüber zu witzeln.
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #162 am: Heute um 13:03 »
Klar ist das krass, aber es wird ja auch unmissverständlich klargestellt, dass beides den Werten der Protagonisten völlig zuwiderläuft. Bei der Section-31-Geschichte ist es ganz klar eine Aktion der Gegenspieler, die die Protagonisten wieder in Ordnung bringen müssen. Und bei dem romulanischen Schiff ringt Sisko ohne endgültigte Antwort mit der Frage, ob der Zweck hier die Mittel geheiligt hat.

Das ist doch was anderes als "pustet sie weg" zu sagen und noch darüber zu witzeln.
Eben.
"In the Pale Moonlight" hat die moralischen Prinzipien der Sternenflotte bewußt in einer Extremsituation an eine Grenze gebracht und in der Folge postuliert: Ja, da würde sie auch ein Charakter wie Sisko überschreiten. Nicht die einzige Folge von DS9, wo sowas vorkommt. Noch nicht mal die fragwürdigste, da gibt es andere (die eine mit Eddington zum Beispiel).

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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #163 am: Heute um 15:37 »
Es ist doch jetzt nicht zielführend, sich klugscheißend irgendwelche beliebigen Szenen aus ST zu zeigen, wo ein Raumschiff in die Luft fliegt. Klar explodieren da auch mal Schiffe, klar ist die Föderation da auch mal Aggressor - aber es wurde meist(!) in einen Kontext gesetzt und der war immer: Die Föderation hat pazifistische Prinzipien, die immer wieder durch neue Herausforderungen an ihre Grenzen stoßen, hinterfragt und übertreten werden - und Leute müssen dann dazu Stellung beziehen.

Das beiläufig-süffisante "Pusten sie das Schiff weg" mit der Antwort "Mit Vergnügen, Captain"(*) steht dem kontextuell diametral entgegen! Man kann (und ACHTUNG liebe Klugscheißerchen: Das ist nur eine Sichtweise, deshalb steht da das Wörtchen "kann" bitte nachschlagen bevor der Hals schwillt, ja?) das Ganze in den folgenden Kontext setzen:

- Captain war mal Mutter und hat einen Sohn von seiner alleinstehenden Mutter getrennt, nachdem sie dieser Hilfe versprochen hat - für die Föderation
- Captain scheitert das erste Mal daran, diesen Sohn in die Föderation hinein zu manipulieren (dabei missbraucht sie sein Bedürfnis nach Bewältigung der Situation) Be- für die Föderation
- Captain presst den Sohn mit seiner Mutter, die sie selbst von ihm getrennt hat! in.... die Föderation
- Captain will, das der Sohn (jetzt ihr Ziehson) sein Aussehen gegen seinen Willen und anscheinend als Einziger innerhalb seiner neuen Peergroup sein Aussehen verändert und anpasst - für die Föderation (und falls sie das genau für ihn persönlich programmiert hat, wäre das maximal übergriffig und bloßstellend)
- Captain ballert gern ein Piratenschiff weg ..  für die Föderation

Und dann sieht die Föderation..hmmtja... gar nicht mehr so feinsinnig, pazifisch, ideal aus, wie sie damals (... als Nahla aufgrund ihres Scheiß hohen Alter verfickt noch eins selbst dabei war, genau der Grund weshalb sie den Job bekommt!) zur Blütezeit.

Man kann ganz offensichtlich die Folge auch ganz anders betrachten und anscheinend folgt ja auch Kontext für die ganzen Seltsamkeiten. Aber wie ich schon schrieb: Als Pilotfolge macht das nicht grad mega viel Lust auf mehr. Ich sag mal so: Für Strange New Worlds haben wir uns Paramount geholt. Für SFA reizt mich das nicht genug, um ein Abo abzuschließen.

* Für mehr Kontext: "Ich habe den Klingonen nie getraut und werde ihnen nie trauen. Ich kann und will ihnen den Tod meines Jungen nie vergeben" war Kirks persönlicher Logbucheintrag und wurde ihm vor einem klingonische Kriegsgericht angelastet. Dieses so stolze Kriegervolk, was so viel wert auf Familie legt, hat einer persönlichen, sehr gut nachvollziehbaren Rachegefühlen ein Problem.

Wie würden die wohl ein "Mit Vergnügen ballere ich ihnen das Piratenschiff weg" so bewerten? Wie würden die anhand dieser Aktion die Ideale der Föderation einordnen? DAS ist der Kontext, der alten Filme und Serien.
« Letzte Änderung: Heute um 15:56 von First Orko »
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Re: [Serie] Starfleet Academy
« Antwort #164 am: Heute um 15:43 »
Folge 4.

Die klingonische Aussprache hat sich deutlich verbessert. Durchgehend QeyliS und QonoS. Aaron Satie ist immer noch ne große Nummer.

Das Thema ist deutlich weniger putzig als die vorigen Folgen, die Auflösung dafür sehr wohl. Erinnert mich ein bisschen DS9 Sanctuary (Das Auge des Universums), nur unter genau umgekehrten Vorzeichen.