Issi, mir geht es darum, dass Du als SL etweder hart sciptest (was okay ist) oder statt gescripteter Szenen, einfach NSC samt Motivationen und groben Abläufen vorbereitest. Deshalb mein take, dass ich viel lieber NSC vorbereite, als Szenen vorzuscripten. Meine Spieler lassen mich eh fast jede zu konkrete Vorbereitung unbespielt wieder mit nach Hause nehmen.
Und nimm's mir nicht übel, aber ich verstehe Deine Einwände zu meinen beiden von Dir kommentierten Beiträgen nicht.
Hm, wenn man das hier so liest, meint man, es wäre ein Unding, dass sich NSC an fest Ortschaften aufhalten. Das sehe ich allerdings überhaupt nicht so. Zumindest im Fantasygedankengang. Wozu haben wir denn z.B. die ganzen Lair Karten? Ein Drache wird sich die meiste Zeit in seiner Höhle aufhalten. Er kann auch mal unterwegs sein, aber grundsätzlich lässt sich da schon recht klar festhalten, wo ein "Treffen" stattfinden wird. Vom typischen Oberboss, der in seiner Höhle/Thronsaal etc. sitzt und alles seine Untergebenen machen lässt mal ab. Natürlich können die Spieler da immer irgendwelche Pläne schmieden etc. Aber ich finde schon, dass viele NSC Begegnungen sich schon gut "planen" lassen und auch mehrheitlich so stattfinden.
Aber verallgemeinern lässt sich das natürlich so einfach auch nicht. Da kommt es wieder auf die Spielart bzw. das Abenteuer an. Bei einem Stadtabenteuer, um mal einen Oberbegriff zu nennen, dürfte der Ort der NSC Begegnung viel fluider sein wie z.B. in einem "Die Orks haben das Dorf überfallen und die Jungfrau in ihre Höhle verschleppt" Abenteuer.
Ich meine den Namo-Chef-Antagonisten trifft man normalerweise von Montag-Freitag 8-18 Uhr immer an einer bestimmten Kanzlei Adresse an. Und den Rest der Zeit sitzt er zu Hause. Da sähe die Zufallstabelle recht langweilig aus.
Von einem Unding schreibe ich jedenfalls NICHT.
Jede/r SL bereitet anders vor.
Ich scripte wenige Szenen, und diese bevorzugt zum Start, und bereite dann Setting, Plot, Nebenplots, NSC samt Agenda und Abläufen vor. Ich weiß nie, wie sich meine Spieler verhalten und bereite zB auch Drachenhorte nicht unbedingt mit schlafendem Drachen vor, es sei denn, dass die Spieler explizit ansagen, dass ebendies das nächste Ziel sein wird. Und dann warten da sicherlich einige Überraschungen

Beispiel Oberboss im Thronsaal.
Ich bereits das Setting vor: Burg, Thronsaal, mögliche Wachen, den BBEG und was da sonst noch ne Rolle spielen kann.
Wenn ich jetzt die BBEG-Superduper-Rede und einundelfzig tolle NSC-Berater/-Wachen vorbereiten würde, dann verwette ich mein schönes Auto darauf, dass meine Spieler darauf einen Shit geben und ihren Plan durchziehen. Und ehrlicherweise agiere ich als Spieler auch oft so. Etwas disruptiv für manch eine/n, aber ich versuche doch das Beste aus jeder Situation für mich herauszuholen. Also eher Plotpoints, als Szenenspiel.
Zu Dir als Chef-Antagonisten: ich persönlich finde es charmant, wenn ich als SL verschiedene Möglichkeiten biete, Dich zu treffen. Ob jetzt im Office, beim Lunch, auf dem Weg von/zur Arbeit, bei der Familie, beim Drogenschmuggler im Hafen oder im Casino oder beim illegalen Autorennen in der Altstadt oder was Du sonst so treibst. Ich würde ungern die Szene auf dem Heimweg vorbereiten, wo die Spieler dann aber schon seit 12:30 fertig mit dir sind, weil sie Dich im Imbiß abgepasst haben.
Nochmal: ich erhebe hier GAR KEINEN Anspruch darauf, dass mein Stil DER BESSERE wäre.