Umfrage

Bereitet ihr wichtige Szenen intensiv vor, schafft nur den Rahmen oder improvisiert komplett?

Ich bereite wichtige Szenen intensiv vor
8 (17.4%)
Ich habe Notizen und Gedanken zu den wichtigsten Eckpunkten der Szene
25 (54.3%)
Mir genügt die Idee der Szene, alles weitere lasse ich geschehen und improvisiere dann
10 (21.7%)
Weiß nicht, mal so mal so
3 (6.5%)

Stimmen insgesamt: 46

Autor Thema: Wichtige Szenen vorbereiten, skizzieren oder improvisieren? Was macht ihr?  (Gelesen 1131 mal)

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Offline Mr. Ohnesorge

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Das könnte Absicht von der SL sein. ;D
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Das könnte Absicht von der SL sein. ;D

"...Bob der Baumeister war der große Oberschurke?!?"
"War er schon immer. Nur der Name stammt von euch."

>;D


Offline Issi

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Das wäre in der Tat eine meisterhafte Täuschung gewesen:
Der genervte Gesichtsausdruck a la: "Muss ich mir wirklich für jeden Honk einen Namen ausdenken?"
Plus das laute Seufzen.
Dann das Lachen, weil jetzt jedem klar ist, dass die Figur weniger Bedeutung hat, als eine Stubenfliege.

Da wäre nie jemand drauf gekommen
 ;D :d

Offline Luxferre

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Ich (also ICH!) würde ja den NSC gut vorbereiten, aber keinesfalls eine Szene fest in einen offenen Ablauf integrieren.
Deshalb auch mein take, dass ich gern Startszenen vorbereite, weil ich mir diese Freiheit/Macht/Hierarchie noch hernehme. Aber im für mich ergebnisoffenen Ablauf eine Szene für die Vorstellung eines NSC vorzubereite ... ist so DSAig, wie es nur geht  >;D

Ich weiß ja gar nicht, OB meine Spieler diese Situation überhaupt so anspielen oder zulassen.
Aber ich weiß, dass Borbel Baumeisteroni eine wichtige Rolle spielen wird.
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Offline Issi

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Deshalb auch mein take, dass ich gern Startszenen vorbereite, weil ich mir diese Freiheit/Macht/Hierarchie noch hernehme. Aber im für mich ergebnisoffenen Ablauf eine Szene für die Vorstellung eines NSC vorzubereite ... ist so DSAig, wie es nur geht  >;D

Jetzt mal für Dummies: "Was ist denn an NSC Vorstellungen nicht Ergebnis-offen?"

Beispiel: Die Figuren beobachten ein Gespräch
(Eine Rede, einen Auftritt, eine Auseinandersetzung etc.)?
Natürlich können Sie in manchen Situationen die "Szene " unterbrechen indem Sie auf die Bühne springen, ins Publikum schreien,  ihre Waffen ziehen, eingreifen whatever.
Aber bevor es soweit kommen könnte, bleiben doch zuweilen ein paar Sätze und Handlungen übrig um der ein oder anderen Figur Profil zu geben.
Um was anderes geht es dabei idR nicht.

Edit.
Ich saß auch schon in Runden, da musste man als Spieler über die NSC genau Buch führen, denn ohne Mitschrift, hätte sich die keiner gemerkt.
A la " Wer war das nochmal?"
- Oh Gott, hoffentlich habe ich mir wenigstens den Namen notiert. Aber selbst der sagt mir nix mehr. ;D

Bezüglich DSA kann ich leider nicht mitreden, nicht mein System.


« Letzte Änderung: Heute um 13:17 von Issi »

Offline unicum

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Das wäre in der Tat eine meisterhafte Täuschung gewesen:
Der genervte Gesichtsausdruck a la: "Muss ich mir wirklich für jeden Honk einen Namen ausdenken?"
Plus das laute Seufzen.
Dann das Lachen, weil jetzt jedem klar ist, dass die Figur weniger Bedeutung hat, als eine Stubenfliege.

Da wäre nie jemand drauf gekommen
 ;D :d

Ach, ich mache mir dann als SL zweimal eine Lustige Nummer draus:
1.) Ich lasse die Spieler den Namen festlegen.
2.) Wenn der Name einfach unpassend ist. beispielsweise "Heinz Ketchup" für einen Elfen in Lorien,... dann könnte das durchaus dazu führen das dieser Elf ein Choleriker ist vor dem selbst Zwerge zurückschrecken. (Und leider ist er auch der einzige Elf der die Rüssis der Abenteurer reparieren kann, natürlich für einen derben aufschlag).

Ich halte eigentlich nichts davon wenn ich als SL versuchen ihre Spieler zu "erziehen", aber ja wenn sowas passiert (und ja es ist mir schon passiert) dann reagiere ich eben auch mal so.

Aber das ist eben - 100% Improvisiert und 0 intensiv Vorbereitet,.... wobei also der obige Cholerische Elf in der Kampange dann immer wieder aufgetaucht ist,...

Soviel zu "nicht wichtig" - als SL hat man da immer möglichkeiten einen unbedarften NSC wichtig werden zu lassen, anderstrum können Spieler das ja auch - indem sie immer wieder den gleichen NSC anspielen. In einer anderen Kampange hatten die Spielerfiguren einen Ork gefangen genommen und keiner der Autoritäten wollte etwas mit dem zu tun haben "Dein Ork, Dein Porblem!" also schliesslich hatte "Gumlupf" dann auch irgendwann einen Characterbogen und kümmerte sich um das Lager seiner,... hm ja "Befreier? Sklavenhalter? ich glaub so richtig klar war das nie"

Offline Issi

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Soviel zu "nicht wichtig" - als SL hat man da immer möglichkeiten einen unbedarften NSC wichtig werden zu lassen
Selbstverfreilich
Man muss es halt wollen

Als Spieler kann man das zwar versuchen.
Aber wenn dich die SL dabei mehr oder weniger auflaufen lässt, weil sie keinen Bock drauf hat-
A la "Tut mir Leid, Heinz Ketchup ist auf unbestimmte Zeit mit Pommes und Steak untergetaucht "-
Verliert man über kurz oder lang die Lust

Offline Luxferre

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Jetzt mal für Dummies: "Was ist denn an NSC Vorstellungen nicht Ergebnis-offen?"

Beispiel: Die Figuren beobachten ein Gespräch
(Eine Rede, einen Auftritt, eine Auseinandersetzung etc.)?
Natürlich können Sie in manchen Situationen die "Szene " unterbrechen indem Sie auf die Bühne springen, ins Publikum schreien,  ihre Waffen ziehen, eingreifen whatever.
Aber bevor es soweit kommen könnte, bleiben doch zuweilen ein paar Sätze und Handlungen übrig um der ein oder anderen Figur Profil zu geben.
Um was anderes geht es dabei idR nicht.

Edit.
Ich saß auch schon in Runden, da musste man als Spieler über die NSC genau Buch führen, denn ohne Mitschrift, hätte sich die keiner gemerkt.
A la " Wer war das nochmal?"
- Oh Gott, hoffentlich habe ich mir wenigstens den Namen notiert. Aber selbst der sagt mir nix mehr. ;D

Bezüglich DSA kann ich leider nicht mitreden, nicht mein System.


Du kannst im Voraus antizipieren, wo die SC den NSC wann und in welchem Milieu und welcher Verfassung treffen?

Ich nicht.

Besuchen die Ermittler den Hafenarbeiter zu Schichtbeginn? Nach Feierabend im Gasthaus? Abends bei seinen Drogenkollegen? Nachts bei seiner Familie? Auf dem Abort? Bei Beladen eines Schiffes? Mit oder ohne Fluchtmöglichkeiten?

Ich weiß ja nicht ...
Bei mir sind NSC eben nicht wie in Computerspielen stets am gleichen Fleck anzutreffen.

Daher bereite ich wichtige NSC vor und NICHT eine Szene. Und da es hier ja um Szenen geht, mein Einwurf dazu  :)
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Offline Issi

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Du kannst im Voraus antizipieren, wo die SC den NSC wann und in welchem Milieu und welcher Verfassung treffen?

Ich nicht.
Wann und wo ein Treffen Zustande kommt, kann durch verschiedene Faktoren bestimmt werden.

1. Der Zufall (Würfel) entscheidet, zum Beispiel auf einer Begegnungstabelle wann jemand wo auftaucht.
(Hier sind zwar spontane Anpassungen notwendig aber nicht zwingend so sehr, dass sie ne Vorstellung versauen )
2. Die Gruppe entscheidet einen Ort aufzusuchen, der eine Begegnung wahrscheinlich macht
(Auch hier kann der Würfel zusätzlich befragt werden, ob die Figur gerade tatsächlich vor Ort ist)
3. Die SL entscheidet dass der NSC die Begegnung selbst sucht (Weil Beschattung, Botschaft whatever)

Wichtig ist es eine gut anpassbare Vorstellung zu wählen, die Flexibilität erlaubt, und dennoch Profil entwickelt


Edit.
Grob Zu wissen, wie sich eine Figur bei der ersten Begegnung verhält (Wann und wo die genau stattfindet- halbwegs flexibel), ist mEn. kein schlechtes Ding.

PS.
Solange eine Figur noch nicht eingeführt wurde, obliegt es idR der SL ihre Verfassung bei der Ersten Begegnung zu definieren.
(Ob sie jetzt abgebrannt, betrunken, bestohlen oder in aller bester Verfassung ist, hat mit Ergebnis offen erstmal nichts zu tun)
« Letzte Änderung: Heute um 15:11 von Issi »

Offline Namo

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Hm, wenn man das hier so liest, meint man, es wäre ein Unding, dass sich NSC an fest Ortschaften aufhalten. Das sehe ich allerdings überhaupt nicht so. Zumindest im Fantasygedankengang. Wozu haben wir denn z.B. die ganzen Lair Karten? Ein Drache wird sich die meiste Zeit in seiner Höhle aufhalten. Er kann auch mal unterwegs sein, aber grundsätzlich lässt sich da schon recht klar festhalten, wo ein "Treffen" stattfinden wird. Vom typischen Oberboss, der in seiner Höhle/Thronsaal etc. sitzt und alles seine Untergebenen machen lässt mal ab. Natürlich können die Spieler da immer irgendwelche Pläne schmieden etc. Aber ich finde schon, dass viele NSC Begegnungen sich schon gut "planen" lassen und auch mehrheitlich so stattfinden.

Aber verallgemeinern lässt sich das natürlich so einfach auch nicht. Da kommt es wieder auf die Spielart bzw. das Abenteuer an. Bei einem Stadtabenteuer, um mal einen Oberbegriff zu nennen, dürfte der Ort der NSC Begegnung viel fluider sein wie z.B. in einem "Die Orks haben das Dorf überfallen und die Jungfrau in ihre Höhle verschleppt" Abenteuer.

Ich meine den Namo-Chef-Antagonisten trifft man normalerweise von Montag-Freitag 8-18 Uhr immer an einer bestimmten Kanzlei Adresse an. Und den Rest der Zeit sitzt er zu Hause. Da sähe die Zufallstabelle recht langweilig aus.

Offline Issi

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Hm, wenn man das hier so liest, meint man, es wäre ein Unding, dass sich NSC an fest Ortschaften aufhalten.
Absolut nicht.
Und solange sie ,wie gesagt, noch nicht eingeführt wurden, ist es für die allermeisten Runden auch Ok, wenn der Drache in seiner Höhle ist, statt zufällig durch die Gegend zu fliegen.

Ergebnis offen bedeutet, dass das Ergebnis, sprich der Ausgang des Abenteuers nicht festgelegt, also offen ist.
Das hat mit der Einführung von wichtigen NSC mMn. erstmal wenig zu tun.
« Letzte Änderung: Heute um 15:19 von Issi »

Offline Luxferre

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Issi, mir geht es darum, dass Du als SL etweder hart sciptest (was okay ist) oder statt gescripteter Szenen, einfach NSC samt Motivationen und groben Abläufen vorbereitest. Deshalb mein take, dass ich viel lieber NSC vorbereite, als Szenen vorzuscripten. Meine Spieler lassen mich eh fast jede zu konkrete Vorbereitung unbespielt wieder mit nach Hause nehmen.
Und nimm's mir nicht übel, aber ich verstehe Deine Einwände zu meinen beiden von Dir kommentierten Beiträgen nicht.



Hm, wenn man das hier so liest, meint man, es wäre ein Unding, dass sich NSC an fest Ortschaften aufhalten. Das sehe ich allerdings überhaupt nicht so. Zumindest im Fantasygedankengang. Wozu haben wir denn z.B. die ganzen Lair Karten? Ein Drache wird sich die meiste Zeit in seiner Höhle aufhalten. Er kann auch mal unterwegs sein, aber grundsätzlich lässt sich da schon recht klar festhalten, wo ein "Treffen" stattfinden wird. Vom typischen Oberboss, der in seiner Höhle/Thronsaal etc. sitzt und alles seine Untergebenen machen lässt mal ab. Natürlich können die Spieler da immer irgendwelche Pläne schmieden etc. Aber ich finde schon, dass viele NSC Begegnungen sich schon gut "planen" lassen und auch mehrheitlich so stattfinden.

Aber verallgemeinern lässt sich das natürlich so einfach auch nicht. Da kommt es wieder auf die Spielart bzw. das Abenteuer an. Bei einem Stadtabenteuer, um mal einen Oberbegriff zu nennen, dürfte der Ort der NSC Begegnung viel fluider sein wie z.B. in einem "Die Orks haben das Dorf überfallen und die Jungfrau in ihre Höhle verschleppt" Abenteuer.

Ich meine den Namo-Chef-Antagonisten trifft man normalerweise von Montag-Freitag 8-18 Uhr immer an einer bestimmten Kanzlei Adresse an. Und den Rest der Zeit sitzt er zu Hause. Da sähe die Zufallstabelle recht langweilig aus.

Von einem Unding schreibe ich jedenfalls NICHT.
Jede/r SL bereitet anders vor.
Ich scripte wenige Szenen, und diese bevorzugt zum Start, und bereite dann Setting, Plot, Nebenplots, NSC samt Agenda und Abläufen vor. Ich weiß nie, wie sich meine Spieler verhalten und bereite zB auch Drachenhorte nicht unbedingt mit schlafendem Drachen vor, es sei denn, dass die Spieler explizit ansagen, dass ebendies das nächste Ziel sein wird. Und dann warten da sicherlich einige Überraschungen  >;D

Beispiel Oberboss im Thronsaal.
Ich bereits das Setting vor: Burg, Thronsaal, mögliche Wachen, den BBEG und was da sonst noch ne Rolle spielen kann.
Wenn ich jetzt die BBEG-Superduper-Rede und einundelfzig tolle NSC-Berater/-Wachen vorbereiten würde, dann verwette ich mein schönes Auto darauf, dass meine Spieler darauf einen Shit geben und ihren Plan durchziehen. Und ehrlicherweise agiere ich als Spieler auch oft so. Etwas disruptiv für manch eine/n, aber ich versuche doch das Beste aus jeder Situation für mich herauszuholen. Also eher Plotpoints, als Szenenspiel.

Zu Dir als Chef-Antagonisten: ich persönlich finde es charmant, wenn ich als SL verschiedene Möglichkeiten biete, Dich zu treffen. Ob jetzt im Office, beim Lunch, auf dem Weg von/zur Arbeit, bei der Familie, beim Drogenschmuggler im Hafen oder im Casino oder beim illegalen Autorennen in der Altstadt oder was Du sonst so treibst. Ich würde ungern die Szene auf dem Heimweg vorbereiten, wo die Spieler dann aber schon seit 12:30 fertig mit dir sind, weil sie Dich im Imbiß abgepasst haben.

Nochmal: ich erhebe hier GAR KEINEN Anspruch darauf, dass mein Stil DER BESSERE wäre.
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Offline Issi

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Issi, mir geht es darum, dass Du als SL etweder hart sciptest (was okay ist) oder statt gescripteter Szenen, einfach NSC samt Motivationen und groben Abläufen vorbereitest. Deshalb mein take, dass ich viel lieber NSC vorbereite,
Das lässt sich aber doch nicht wirklich trennen.
Wenn ich grobe Abläufe vorbereite, scripte ich bereits.

Wenn da nicht jemand seinen Text rausholt, und Wort für Wort abliest, kann ich schwer von hartem Skriptem sprechen, und das oben drauf noch als nicht Ergebnis-offen bezeichnen.

Statt von zwei Extremen, würde ich von fließenden Übergängen ausgehen
« Letzte Änderung: Heute um 15:47 von Issi »

Online Kurna

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Das mit dem NSC hängt ja auch stark davon ab, ob die Gruppe vorher von ihm weiß. Sich zu überlegen, wo man einen bestimmten NSC treffen könnte, macht für die Gruppe ja nur Sinn, wenn sie vorher etwas von ihm erfahren hat und klar ist, dass er für sie wichtig sein könnte. Es können also auch beide Ansätze Sinn machen.
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Offline Namo

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@Luxferre: So habe ich das auch nicht wahr genommen. Im Gegenteil, sich sehe da (allgemein) einen recht offenen und flexiblen Stil. Was ja auch toll ist und sich organisch anfühlt. Gerade für Gruppen die genauso spielen geht das ja auch kaum anders. Wie eine Gruppe agiert ist ja auch ein sehr weites Feld. Zwischen "wir wollen einfach nur das Abenteuer des SL zerstören"  zu "wir wollen bloß nichts individuelles machen und einfach der Geschichte folgen" ist ja eine verdammt große Spielwiese.

Und zu NSC Szenen(Vorbereitung) gibt es ja dann auch weitere Abstufungen. Ich hatte z.B. mal eine "Rede" relativ tief vorbereitet, da es in wichtiger Plotpoint war. Allerdings hatte die am Ende ein ganz anderer NSC vorgetragen wie eigentlich geplant. Insofern war meine Vorbereitung nicht umsonst und es konnte durch die Vorbereitung eine gewisse Wucht erzielt werden. Halt nur von jemanden anders.

Flexibilität in den Szenen gehört unbedingt und immer dazu. Ansonsten hätten die Spieler ja letzten Endes auch keinerlei Einfluss auf das was geschieht. Und das wiederum ist eine Grenze die im Rollenspiel nicht überschritten werden sollte. Doch normalerweise (außer vielleicht jetzt ein Kampfareal) kann man ja auch vorbereitete Szenen einigermaßen leicht versetzen und wo anders spielen lassen und dennoch greift die Vorbereitung mit allem drum und dran.

Offline Luxferre

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Das lässt sich aber doch nicht wirklich trennen.
Wenn ich grobe Abläufe vorbereite, scripte ich bereits.

Wenn da nicht jemand seinen Text rausholt, und Wort für Wort abliest, kann ich schwer von hartem Skriptem sprechen, und das oben drauf noch als nicht Ergebnis-offen bezeichnen.

Statt von zwei Extremen, würde ich von fließenden Übergängen ausgehen

Du hast doch das hier geschrieben:

Ich glaube solche Szenen, können nicht nur Abenteuer Start Momente sein, sondern auch NSC Vorstellungen in bereits länger laufenden Handlungen.
A la „Achtung: Wichtige Figur“
 
Um diese Figuren quasi eindrucksvoll vorzustellen.

Das wäre für mich hartes Scripting, weil Du Deine vorbereitete Szene leitest.
Später schreibst Du Weichzeichner, weil Du die Szenen im Kopf vorbereitest.
Oben steht aber, dass eine vorbereitet Szene einen NSC eindrucksvoll vorstellt.

Und so etwas mache ich eben nicht, bzw nur dann, wenn es eine Startszene wäre. Zum Beispiel Start in ein Abenteuer und die Mörderhobos Söldner Mordgesindel Helden sollen ihren Auftraggeber kennenlernen.

Jetzt eine kleine Wertung: wenn ein SL bei uns in der Gruppe mit seinem "Achtung! Wichtige Figur!" kommt, dann kräuseln sich bei mir schon die Fußnägel, weil alles wieder total beeindruckend (sorry, BE-EEEEEEIIIINDRUCKEND!) und superdupersonderwichtig daherkommt. Ich brauche dafür keine gesonderte Szene. Weder als SL, noch als Spieler.
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Offline Luxferre

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@Luxferre: So habe ich das auch nicht wahr genommen. Im Gegenteil, sich sehe da (allgemein) einen recht offenen und flexiblen Stil. Was ja auch toll ist und sich organisch anfühlt. Gerade für Gruppen die genauso spielen geht das ja auch kaum anders. Wie eine Gruppe agiert ist ja auch ein sehr weites Feld. Zwischen "wir wollen einfach nur das Abenteuer des SL zerstören"  zu "wir wollen bloß nichts individuelles machen und einfach der Geschichte folgen" ist ja eine verdammt große Spielwiese.

Und zu NSC Szenen(Vorbereitung) gibt es ja dann auch weitere Abstufungen. Ich hatte z.B. mal eine "Rede" relativ tief vorbereitet, da es in wichtiger Plotpoint war. Allerdings hatte die am Ende ein ganz anderer NSC vorgetragen wie eigentlich geplant. Insofern war meine Vorbereitung nicht umsonst und es konnte durch die Vorbereitung eine gewisse Wucht erzielt werden. Halt nur von jemanden anders.

Flexibilität in den Szenen gehört unbedingt und immer dazu. Ansonsten hätten die Spieler ja letzten Endes auch keinerlei Einfluss auf das was geschieht. Und das wiederum ist eine Grenze die im Rollenspiel nicht überschritten werden sollte. Doch normalerweise (außer vielleicht jetzt ein Kampfareal) kann man ja auch vorbereitete Szenen einigermaßen leicht versetzen und wo anders spielen lassen und dennoch greift die Vorbereitung mit allem drum und dran.

Ah, okay. Dann ist ja gut  :d

Mit vorbereiteten Reden habe ich so meine schlechten Erfahrungen gemacht. Wenn man das meta kurz ankündigt und laufen lässt, kann das super wirken. Kann ...

Ich leite sehr fluide. Fix ist bei mir: Setting, Grundgerüst, Startszene, NSC samt Motivationen und dann kanns losgehen.
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Aber verallgemeinern lässt sich das natürlich so einfach auch nicht. Da kommt es wieder auf die Spielart bzw. das Abenteuer an. Bei einem Stadtabenteuer, um mal einen Oberbegriff zu nennen, dürfte der Ort der NSC Begegnung viel fluider sein wie z.B. in einem "Die Orks haben das Dorf überfallen und die Jungfrau in ihre Höhle verschleppt" Abenteuer.

Ich meine den Namo-Chef-Antagonisten trifft man normalerweise von Montag-Freitag 8-18 Uhr immer an einer bestimmten Kanzlei Adresse an. Und den Rest der Zeit sitzt er zu Hause. Da sähe die Zufallstabelle recht langweilig aus.

Na ja, das andere Extrem wäre halt wieder das Old-Skool- oder auch Computerspieldungeon, wo die Gegner brav vierundzwanzig Stunden am Tag an ihren vordefinierten Plätzen abwarten und so überhaupt nichts tun, bis die Spielercharaktere eeendlich mal vorbeikommen und sie angemessen "triggern". Kann man ab und zu und mit genügend Suspension of Disbelief auf der Spielerseite auch schon mal mit durchkommen, aber der Ansatz hat halt mit einer plausiblen Spielwelt weniger zu tun als schlicht mit dem Wunsch der/des Designer/s, sich selbst nach dem Erstellen einer einigermaßen komplizierten Karte weitere Arbeit möglichst zu ersparen -- wenigstens ein bißchen mehr Bewegung in der Landschaft sollte also standardmäßig allemal erlaubt sein. :)

Offline Torsten (Donnerhaus)

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Ich bereite Szenen völlig unabhängig von Charakteren und Plot vor. Ich habe dutzende und aberdutzende Szenen im Kopf, die ich jederzeit passend abrufen kann. Komplikationen, Ablenkungen und andere Faktoren inklusive.
Für das laufende Abenteuer muss ich dann nur noch die Charaktere entsprechend vorbereiten, bzw. durchdenken. Wenn ich weiß, wer eine bestimmte Person ist und wie sie handelt, weiß ich ja auch in welche Szenen sie so passt.

Wenn dann die Spieler entscheiden, dem Barkeeper nach seiner Arbeit auf dem Heimweg aufzulauern, dann habe ich dafür entweder bereits eine passende Szene im Kopf, oder es die Aufgabe der Spieler die Szene selbst zu gestalten, wenn sie die maximale Kontrolle darüber haben wollen. Dann bin ich nur noch für die Unwägbarkeiten zuständig. Aber davon habe ich ja auch genug auf Halde.

Wichtig finde ich nur immer, dass die Entscheidungen der Spieler auch eine Rolle spielen und nicht entwertet werden durch ein fertiges Bühnenbild mit Handlungsablauf.

Offline Mr. Ohnesorge

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Für das laufende Abenteuer muss ich dann nur noch die Charaktere entsprechend vorbereiten, bzw. durchdenken. Wenn ich weiß, wer eine bestimmte Person ist und wie sie handelt, weiß ich ja auch in welche Szenen sie so passt.

Wenn dann die Spieler entscheiden, dem Barkeeper nach seiner Arbeit auf dem Heimweg aufzulauern, dann habe ich dafür entweder bereits eine passende Szene im Kopf, oder es die Aufgabe der Spieler die Szene selbst zu gestalten, wenn sie die maximale Kontrolle darüber haben wollen. Dann bin ich nur noch für die Unwägbarkeiten zuständig. Aber davon habe ich ja auch genug auf Halde.

Wichtig finde ich nur immer, dass die Entscheidungen der Spieler auch eine Rolle spielen und nicht entwertet werden durch ein fertiges Bühnenbild mit Handlungsablauf.

Das muss ich mal klauen. NSC bereite ich immer vor, aber Szenen ähnlich zu behandeln, kam mir gar nicht in den Sinn. Chapeau!

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Offline Issi

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Das wäre für mich hartes Scripting, weil Du Deine vorbereitete Szene leitest.
Später schreibst Du Weichzeichner, weil Du die Szenen im Kopf vorbereitest.
Oben steht aber, dass eine vorbereitet Szene einen NSC eindrucksvoll vorstellt.

Und so etwas mache ich eben nicht, bzw nur dann, wenn es eine Startszene wäre. Zum Beispiel Start in ein Abenteuer und die Mörderhobos Söldner Mordgesindel Helden sollen ihren Auftraggeber kennenlernen.

Jetzt eine kleine Wertung: wenn ein SL bei uns in der Gruppe mit seinem "Achtung! Wichtige Figur!"
Ich gewinne den Eindruck, du hast keine Idee wie ich das meine.
Ne anders: Du hast ganz bestimmte Erfahrungen gemacht  und überträgst die jetzt.

Mit eindrucksvoll meine ich: Im Gedächtnis der Spieler bleibend. (Sie sollen einen Eindruck von der Figur bekommen. Wie ist/wirkt die so?)


Wie bleibt eine Figur im Gedächtnis der Spieler?
Es gibt Dinge die ihr (in welcher Art auch immer )Profil geben.

Es geht schlicht um mit bisschen Mühe/Liebe dargestellt (statt lieblos hingeklatscht)

Also nicht um "Spieler beeindrucken a la: Boah
Ist die Figur eindrucksvoll!" (Oder boah bin ich toll!)
Sondern wirklich um einen Eindruck vermitteln.
(Welche Stimmung, Gemütslage? Welchen Fokus?
Welches Verhalten? Welche Auffälligkeiten etc.)

PS: Ja ich weiß,  irgendeinen Eindruck bekommt man immer.
Im worst case ist das dann das Gefühl, dass die SL selbst keine Ahnung hat, wie die Figur so ist oder sein soll.
Und dann bleibt der Gruppe eben das im Gedächtnis.

Wenn Du meine Beiträge anders liest, ist das Schade aber nicht zu ändern

Edit.
Vielleicht auch mein Fehler: Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass man meine Formulierung auch anders deuten kann.

« Letzte Änderung: Heute um 20:12 von Issi »

Offline Alexandro

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Ich skizziere grob, was die NSC sagen und tun werden, wenn die SC nicht eingreifen.
Manchmal überlege ich mir grobe "Rede-Fragmente" (sowas wie "Mir wurde im Leben nichts geschenkt, warum sollte ich es euch einfach machen?", oder "Du willst nicht wissen, was ich für meine Familie zu tun bereit bin"), mit denen die NSC ihre Position deutlich machen können (sowas fällt mir nicht so leicht zu improvisieren) und baue die dann in passenden Situationen ein.
Ohne Dramaturgie gibt es kein Drama.

Wer beim Rollenspiel eine Excel-Tabelle verwendet, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.