Hmm, das hier hat dir nicht gereicht zwecks Unterscheidung?
...
Und dass das in vielen Systemen nicht unterschieden wird ist richtig. Das war ja genau mein Kritikpunkt, dass viele Spiele da nicht wissen was sie wollen und das dementsprechend durchmengen.
Es hat mir in dem Sinne nicht gereicht, weil ich da tatsächlich keine praxisrelevante Linie sehe. Und ich sehe es halt nicht so, dass die Systeme nicht wissen, was sie wollen, sondern eher die richtige Mischung gefunden haben. Als Beispiel gerade bei uns laufend: Kingmaker (PF2).
Faire Informationslage (ja, als SL weiß ich, wie die Kräfteverhältnisse sind), ausgeglichen (je nach Gebiet, von zu schwach bis zu stark - sind die Konflinkte jetzt gebalanced oder nicht? Die Charaktere mussten ihre Pferde opfern, damit sie fliehen können, denn sonst hätten sie keine Chance (in diesem Gebiet kein ausgeglichenes Kräfteverhältnis). "Der Konflikt ist ein Wettstreit der gewonnen werden will" und "Der eigentliche Konflikt kann oft umgangen werden" ist jedesmal wahr. Tatsächlich ist es sehr schwer eine saubere Linie zu ziehen. Bei einem Konflikt haben sie zum Beispiel Goblins nicht abgeschlachtet, sondern mit ihnen Pakt geschlossen, dass die Goblins für sie Steuer eintreiben sollen oder bei einem bevorstehenden Kampf ihre Infos genutzt haben, damit nicht gekämpft wird, sondern die Kobolde um einen fairen Prozess verhandeln lassen. Und der Fokus liegt nicht nur auf der Strategie der Vorbereitung, sondern auch auf der Taktik während des Konflikts. Wenn man eins (bei den schwereren Kämpfen) vernachlässigt, dann gerät man in Schwierigkeiten.
Und auch dieses geht Hand in Hand: "Gewinnen des Konflikts heißt dabei taktisch kluge Anwendung der Regeln" und "Aktionen der Spielenden können den Konflikt zu ihren Gunsten beeinflussen oder es zu erlauben, ihn komplett zu umgehen bzw. die gefährliche Situation in eine ungefährliche Situation umzuwandeln". Wenn es ungefährlich ist, dann ist es gewonnen. Aktionen der Charaktere, die die Spielenden nach den Regeln handeln lassen, beeinflussen den Konflikt zu ihren Gunsten. Und wie sollten die Konswquenzen nicht dauerhaft sein, verbrauchte Ressourcen sind verbraucht, schwerwiegend eigentlich auch nur bei schwerwiegenden Konflikten, aber das ergibt sich irgendwie von selbst.
Für mich persönlich ist es eigentlich unmöglich deine Punkte voneinander abzugrenzen, sie sind eigentlich viel zu vermischt. Bei einzelnen Konflikten könnte man davor gar nicht sagen, in welche Richtung sie sich entwickeln könnten. Und auch nachhinein könnte man nur bei einzelnen ausgewählten sagen, ob sie mehr zu CoS oder CoW tendiert haben, aber bei den meisten wäre die Unterscheidung nicht möglich.
Das ist halt die Praxis, wie ich es erlebe. Ich kann mir fast gar nicht vorstellen, wie man es nach den hier vorgestellten Vorgaben spielen könnte, ohne bei der anderen Gruppe zu klauen.