Autor Thema: Eigenes Fantasy-Rollenspielprojekt "Legends of the Thieves" - Feedback willkomme  (Gelesen 1407 mal)

AndreJarosch, flacki-wirbeltier, Murphy und 8 Gäste betrachten dieses Thema.

Online klatschi

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Nach dem kolossalen Gebashe kommt der sicher nicht mehr wieder. ;)

Ich verstehe nicht, warum hier von "kolossalem Gebashe" die Rede ist.
Kritik ist hart aber begründet. Niemand greift die Person an, sondern setzt sich mit dem Produkt auseinander und macht sich die Arbeit, das anzuschauen. Der Threadersteller hat geschrieben: "Feedback willkomme [sic!]"
Wenn Kritik - so direkt sie formuliert sein mag - sofort als "Gebashe" abgetan wird, findet kein Austausch und keine Diskussion mehr statt, sondern nur noch Lobhudelei, die genau niemanden einen Schritt weiter bringt.

Nehmen wir mal als Beispiel diesen Post von Vinter, der vom Tonfall her definitiv der "härteste" ist.

Ich sehe da nichts, was mich dazu bewegen könnte, Geld in das Projekt zu investieren. Viel eher sieht das nach einem Scam-Versuch aus. Einem schlampig gemachten Scam-Versuch noch dazu. Infos zu Regeln? Nope. Infos zum Setting? Nope.
Der Präsentationstext ist generisch und hat die Qualität von drei Jahre alten KI-Texten. Ähnliches gilt für die Bilder und das Filmchen. Da ist nix einheitlich oder wirkt interessant. Und dann auch noch in schlechter Qualität.
Und richtig übel ist, dass Präsentation und Inhalt(?) so gar nicht zueinander passen. Da ist von Städten, Diebesgilden und Intrigen die Rede. Aber die schlecht gemachten Filmchen und Bilder zeigen Drachen. Wtf?
Nee, das ist nix und wäre schon Anfang der 2000er nicht überzeugend gewesen.
Sollte es Dir entgegen meiner Vermutung wirklich um die Realisierung eines Herzensprojekts gehen, kann ich Dir nur empfehlen, Deinen Pitch einer aktuellen KI vorzulegen. Alles, was ChatGPT oder Claude Dir in kürzester Zeit ausarbeiten würden, wäre 100x überzeugender.   

edit
Nachtrag, ich habe aus Interesse mir die Website von Blackwords angesehen. Wahrscheinlich ist "Legends of the Thieves" doch kein Scam, da andere Projekte, ein paar Romane im Selbstverlag, bereits umgesetzt wurden. Das macht es allerdings nicht wirklich besser und die übrige Kritik bleibt bestehen.

Alles von mir fett hervorgehobene Zeit, dass es mitnichten Bashing ist, sondern dass sich der Nutzer die Mühe gegeben hat, sich die Informationen durchzulesen. Das ist Feedback, das der Threadersteller gewünscht hat und das er direkt nutzen könnte, sich über die Texte und Darstellung Gedanken zu machen. Ja, es ist hart formuliert und da wurde sicherlich keine "Sandwich-Taktik" o.ä. verwendet, aber es ist kein Gebashe.
« Letzte Änderung: Heute um 10:00 von klatschi »

Offline Grashoffer

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Ich verstehe nicht, warum hier von "kolossalem Gebashe" die Rede ist.

Ironie ist nicht Dein Ding? Macht nichts.

Offline flaschengeist

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Ich verstehe nicht, warum hier von "kolossalem Gebashe" die Rede ist.

"Kolossales" Gebashe mache ich mir als Formulierung nicht zueigen, ich finde das Feedback stellenweise aber (ohne Ironie) unnötig hart. Freundlichkeit und Klarheit gehen sehr gut zusammen, ich muss mich also nicht für eines von beidem entscheiden.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

Offline Vinter

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"Kolossales" Gebashe mache ich mir als Formulierung nicht zueigen, ich finde das Feedback stellenweise aber (ohne Ironie) unnötig hart. Freundlichkeit und Klarheit gehen sehr gut zusammen, ich muss mich also nicht für eines von beidem entscheiden.
Warum sollte man freundlich sein, wenn eigentlich kein wirkliches Interesse an ernsthaftem Feedback besteht? Das Crowdfunding stand unmittelbar in den Startlöchern. Es ging hier ausschließlich darum, Werbung zu machen, Aufmerksamkeit zu generieren. Für ein Projekt, das dazu noch außerordentlich schlampig präsentiert wird. Persönlich finde ich das ziemlich frech.
In diesem Falle sehe ich zumindest für mich keinen Anlass, ein freundliches Feedback zu geben. Die inhaltliche Kritik wurde ja trotzdem klar formuliert.

Offline Herr Moin

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... ich finde das Feedback stellenweise aber (ohne Ironie) unnötig hart. Freundlichkeit und Klarheit gehen sehr gut zusammen, ich muss mich also nicht für eines von beidem entscheiden.

Der Ton macht die Musik. Genau.

Offline Tudor the Traveller

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Warum sollte man freundlich sein, [...]

Einfach aus Prinzip, z.B.?

Der Rest ist Mutmaßung, tut aber nichts zur Sache. Er zeichnet aber auch ein Bild.
NOT EVIL - JUST GENIUS

This town isn’t big enough for two supervillains!
Oh, you’re a villain all right, just not a super one!
Yeah? What’s the difference?
PRESENTATION!

Offline flaschengeist

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Warum sollte man freundlich sein, wenn eigentlich kein wirkliches Interesse an ernsthaftem Feedback besteht? Das Crowdfunding stand unmittelbar in den Startlöchern. Es ging hier ausschließlich darum, Werbung zu machen, Aufmerksamkeit zu generieren. Für ein Projekt, das dazu noch außerordentlich schlampig präsentiert wird. Persönlich finde ich das ziemlich frech.
In diesem Falle sehe ich zumindest für mich keinen Anlass, ein freundliches Feedback zu geben. Die inhaltliche Kritik wurde ja trotzdem klar formuliert.

1. Mirt Freundlichkeit beginnen (!) ist imho nie verkehrt sondern fördert vielmehr ein gesellschaftlich schöneres Miteinander.
2. Frech wäre es aus meiner Sicht, wenn der TE sich eben nicht selbst überschätzen würde und damit bewusst versuchte, mit halbgarem "Schrott" Geld abzugreifen. Falls er sich aber wirklich selbst überschätzt, hält er es ja für ein tolles Produkt.
3. Du kannst selbstverständlich so freundlich oder unfreundlich sein wie du möchtest. Und auch ich finde deine inhaltliche Kritik klar formuliert, da könnte der TE was rausziehen.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
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Online Zouan81

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Sehe ich genauso.

Wenn deutliche Kritik angebracht ist, darf man auch deutlich werden.

Angriffe gegen die Person sehe ich hier auch nicht, jegliche Kritik richtete sich an das Projekt selbst.

Vielleicht sind die Ideen des TEs gar nicht mal so schlecht, man wird es aber nie erfahren, da der TE sich scheinbar nicht die Mühe gemacht hat, sich Wissen über das Marketing oder das Crowdfunding anzueignen.

Finde ich ehrlich gesagt schade, da ich mir schon vorstellen kann, dass der TE auch echtes Herzblut in sein Projekt gesteckt hat. Schade ist natürlich, wenn ein vermeintlich gutes Produkt einfach durch schlechte Werbung kaputtgemacht wird.

Und da sich der TE auch nicht den vielen Fragen stellt, die sich verständlicherweise aufgetan haben, wirkt auch dieses "Feedback erwünscht" eher nur wie eine Floskel.

Ich schätze, dass viele sich auch ein Feedback vom TE wünschen. Denn immerhin soll dieses Projekt auch finanziert werden.

Ansonsten muss er sich mit dem Finanzierungswunsch an eine Bank wenden, eben mit entsprechenden Konditionen.
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Offline Zed

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Ich bin auch auf der Seite „Der Ton macht die Musik.“

Ja, als der Eröffnungspost eingestellt wurde, gab es darin viele Leerstellen. Wichtige Infos fehlten. Bei Einigen entstand wohl der Eindruck, dass der Threadersteller sagt: „Macht doch bitte mit, aber ich sag Euch noch nicht wobei.“

Die darauffolgende Emotionalität, die aus einigen Rückmeldungen herauszulesen ist, macht es dem Threadersteller sicherlich nicht leicht, sich hier zu stellen.

„Fehlende Infos“ sind vielleicht ungeschickt, aber an Empörung grenzende Beiträge kann man sich doch für die Themen aufsparen, in denen jemand Quatsch anstatt zuwenig erzählt, finde ich.

Offline Vinter

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Ja, als der Eröffnungspost eingestellt wurde, gab es darin viele Leerstellen. Wichtige Infos fehlten. Bei Einigen entstand wohl der Eindruck, dass der Threadersteller sagt: „Macht doch bitte mit, aber ich sag Euch noch nicht wobei.“
Nein, der Eindruck war:"Gebt mir Geld, hier ist der Link"...und die Leerstellen und fehlenden Infos wurden nie vom Threadersteller geschlossen.   

Die darauffolgende Emotionalität, die aus einigen Rückmeldungen herauszulesen ist, macht es dem Threadersteller sicherlich nicht leicht, sich hier zu stellen.
Das ist doch Unsinn. Weder wurde es emotional, noch ist der Threadersteller das Opfer einer Hetzkampagne. Sein Pitch ist einfach schlecht. Das kann man freundlich umschreiben oder klar sagen.

„Fehlende Infos“ sind vielleicht ungeschickt, aber an Empörung grenzende Beiträge kann man sich doch für die Themen aufsparen, in denen jemand Quatsch anstatt zu wenig erzählt, finde ich.
Der grundlegende Unterschied ist, dass hier jemand mit seinem Projekt umgehend Geld verdienen möchte. Und wenn der Pitch schlecht ist, insbesondere wenn essentielle Informationen fehlen, dann sollte man das auch benennen.

Es gibt unzählige Rollenspielprojekte hier, Heartbreaker, die in der Community vorgestellt wurden und werden. Diese Projekte mögen auch nicht perfekt sein, aber sie werden den Nutzern hier kostenfrei und häufig umfassend vorgestellt.
Flaschengeist hat sogar sein persönliches Herzensprojekt in der Signatur verlinkt. Auch wenn es nicht meinem persönlichen Spielstil entgegenkommt, sehe ich wie viel Herzblut in sein Projekt geflossen ist. Wäre das ein Crowdfunding Projekt könnte ich das nachvollziehen. Aber der Threadersteller hingegen war nicht wirklich an einem Feedback interessiert. Ihn jetzt also als Opfer von einigen Kommentatoren hier darzustellen, ist dann doch ziemlich drüber.

Online Zouan81

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Wobei man auch sagen muss, dass (ich hab mal ins Profil des TE geguckt) der TE auch seit 2 Tagen nicht mehr hier war.

So hat er die "Feedbacks" wahrscheinlich noch nicht mal gelesen.

Wirkt auf mich dann auch, dass es hier nur ums Geld ging.
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Offline Seba

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Ich finde es ja sehr nachvollziehbar, dass man sein erstes Projekt direkt crowdfunden will. So wird es ja von allen deutschen Verlagen und zig amerikanischen Creators vorgelebt.
Trotzdem stoßen mich solche Dinge direkt ab. Ich würde gerne erstmal ein oder zwei Projekte von jemandem sehen, bevor ich blind crowdfunde. Also völlig unabhängig von diesem Ding hier im Speziellen.

MfG,
Seba

Online Skyrock

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OP ist wohl parallel auf Kickstarter tätig: https://www.kickstarter.com/projects/legendsofthethieves/legends-of-the-thieves-starter-box/description?lang=de

Zitat
Da die Inhalte der Starter-Box bereits entwickelt und physisch vorliegen, bestehen keine größeren Produktionsrisiken.
Da wurde ein Haufen Bücher gedruckt, ohne einen Plan zu haben wie man die an den Mann bringt und wie man sein Fantasyrollenspiel aus der Masse hervorhebt. An dem Punkt würde unser Feedback auch nichts mehr helfen, da hätte man schon viel früher einen Plan entwickeln müssen.
Aus der Höhle des Schwarzwaldschrates - Mein Rollenspielblog

Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
- Ludwig von Mises

Offline Luxferre

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Da wurde ein Haufen Bücher gedruckt, ohne einen Plan zu haben wie man die an den Mann bringt und wie man sein Fantasyrollenspiel aus der Masse hervorhebt.
... [ohne] Feedback ...
... [ohne] Plan ...

Also quasi der Goldstandard in der Branche  >;D  würde ich ihm jetzt nicht so vorwerfen, nur weil es einige Verlage mit einigen Rollenspielen mittlerweile anders handhaben.
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
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"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Online Eismann

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Ich find sowas schon ein wenig tragisch. Da steckt jemand sicher in seinem Rahmen viel Arbeit und sicher auch Herzblut in ein Projekt, und dann geht es an die Wand, einfach weil ein paar grundlegende Kenntnisse fehlen.
Es dürfte vermutlich hunderte Rollenspiele geben, die hauptsächlich aus vollgestopften Kartons in Kellern und Garagen bestehen, weil jemand 100 (oder 1000) Bücher hat drucken lassen, die niemand haben will.

Offline Zed

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Nein, der Eindruck war:"Gebt mir Geld, hier ist der Link"...und die Leerstellen und fehlenden Infos wurden nie vom Threadersteller geschlossen.

Ich lese die mögliche Ursache-Wirkung-Kette etwas anders:

• Zuerst hat der ThreadErsteller auf eine A n k ü n d i g u n g zu einem StartNext-Projekt hingewiesen.
• Dann sammelten sich hier kritische bis schon fast emotionale Nachfragen und Beurteilungen.
• Dann hat der TE nicht geantwortet und auch zum Start seines Projektes gestern Abend hier keine Ausführungen gedroppt.
• Da sind wir jetzt.

Ob der TE zwischenzeitlich auf unsere Fragen geantwortet hätte, wenn wir uns hier weniger auf den Schlips getreten gefühlt hätten, werden wir wohl nicht erfahren. Dass der TE sein System und sein Anliegen besser hätte kommunizieren können - geschenkt. Dass wir gelassener und mit etwas mehr Guten-Willen-Vorschuss hätten reagieren können - das wäre schön gewesen, finde ich. Denn wie gesagt: Sein "Fehler" war bislang nur, dass wir kaum etwas über seine Arbeit wissen und nicht, dass er ein unwuchtiges System gebastelt hat, das er überteuert unters Volk bringen möchte. Das kann zwar sein, aber wir wissen es ja nicht.

Ich find sowas schon ein wenig tragisch. Da steckt jemand sicher in seinem Rahmen viel Arbeit und sicher auch Herzblut in ein Projekt, und dann geht es an die Wand, einfach weil ein paar grundlegende Kenntnisse fehlen.
Es dürfte vermutlich hunderte Rollenspiele geben, die hauptsächlich aus vollgestopften Kartons in Kellern und Garagen bestehen, weil jemand 100 (oder 1000) Bücher hat drucken lassen, die niemand haben will.

Das fühle ich ebenso wie Du, Eismann.

Online Skyrock

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Geringe Stückzahlen im klassischen Offset-Druck würden auch den hohen Preis pro gedrucktem Buch erklären, besser jedenfalls als Geldgier. (Ich kenne ein mehrere Dutzend Pläne die schneller zum Reichtum führen als Rollenspielbücher, angefangen bei Straßenmusik und Regale einräumen.)
Solche gedruckten Heartbreaker erscheinen auch heute noch immer wieder, und schaffen es manchmal sogar auf unser Radar wie im Fall von "Brüderkrieg" vor ein paar Jahren.

Da fehlt auch Kenntnis von alternativen, risikoärmeren Distributionskanälen wie Kauf-PDFs oder PoD. Oder von Erfolgsgeschichten wie die von Kevin Crawford (Stars Without Number / Sine Nomine), der seine Grundregeln verschenkt und damit über die Jahre eine Fangemeinde aufgebaut hat, die bereitwillig für seine käuflichen Ergänzungen bezahlt.
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