Danke für eure Rückmeldungen, das ist sehr hilfreich

Weiß nicht, für mich klingt das nach einem easymode für Rogues. Sagen wir du hättest ne 50% Chance, das schleichen zu schaffen. Dann müssten da ja 6 Proben passieren bevor du ne ernsthafte Chance hast entdeckt zu werden. Wobei ich gerade nicht sicher bin, wie oft kritische und überkritische Ergebnisse für Gegner sind.
Beziehungsweise man müsste dann auch für Schleichaktionen ziemlich viel würfeln.
Das ist ein valider Punkt!
Die Wachsamkeisstufen wären eher für die Wachmannschaft des gesamten Heists / das komplette Dungeon gedacht.
Beim heimlichen Meuchelversuch eines Einzelnen, müsste dies bei misslungener Heimlichkeitsprobe sofort auf "Entdeckt" springen, sonst dürften geradezu slapstickartige Momente rausspringen.
Wenn man es so macht, sollte auch der easymode für den Rogue, so hoffe ich, nicht mehr das Thema sein: Ist der gesamte Keller auf Wachsam, sprich keiner mehr Arglos, wird es auch gegen keinen einzigen Gegner mehr die Option geben ihn arglos vorzufinden und den Schadensbonus in Anspruch zu nehmen.
Was du hier auf jeden Fall aufzeigst, ist, dass man noch sehr genau definieren muss, für wen diese Stufen gelten und für wen nicht - wenn eine misslungene Schleichenprobe in Lichtgeschwindigkeit das komplette Dungeon auf wachsam setzt, passt das auch nicht ganz.
Wüsste ich jetzt spontan noch nicht, was da Sinn macht, Galateas Formulierung von Sektoren und Handlungsorten in dem Zusammenhang gefällt mir eigentlich ganz gut

Ich verstehe hier aber den Sinn/Zusammenhang der Aussagen nicht so ganz. Ja, man kann das ganze als Alarmzustand/-ticker für einen Handlungsort oder einen Sektor benutzen, aber mehr Schaden? Das klingt für mich nach der sehr spezifischen Situation eines Hinterhalts/Schleichangriffs. In den meisten Fällen, wenn man eine Probe auf Schleichen/Heimlichkeit ablegt, ist das Ziel aber ja gerade NICHT mit Gegnern zu kämpfen, sondern diese so gut es geht zu vermeiden.
Richtig erfasst, in dem
Artikel zu realistischen Schaden von YY, das über zwei Ecken auch hier Inspiration ist, gibt es die Aussage, dass gegen ein überraschtes Ziel, prinzipiell eine Schadensstufe höherer Schaden gemacht wird.
Aus diesem Grund gibt es den Zustand "wehrlos", den ich im ersten Schnellschuss erstmal hier reingepackt habe, in der Hoffnung ihn elegant zu "verwursten".
Vielleicht ist es gut ihn hier wieder rauszunehmen, denn es bringt einen schnell auf die "Meuchelfährte", obwohl es, wie von dir richtig erkannt, eher um Gegnervermeidung geht.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob es generell eine gute Idee ist Erfolgsstufen für defensive Handlungen einzuführen. Bei offensiven/aktiven Handlungen okay, das ist wie Schaden, aber gibt es dann auch Erfolgsstufen für Verteidigung im Kampf? Kann meine Verteidigung (über)kritisch sein? Das kann schnell sehr kompliziert werden, ohne wirklichen Mehrwert abzuwerfen.
Beim Kampf gibt es halt sowohl für die offensive Probe Erfolgsstufen, als auch für die defensive: Im Angriff will ich Schaden machen, in der Verteidigung Schaden vermeiden. Das heißt hier haben im Offensiven Teil Erfolge Abstufungen, im Defensiven Teil Fehlschläge.
Bei Überlegungen, alles zu vereinheitlichen habe ich dann auch Erfolgsstufen für das Schleichen und deren Konsequenzen überlegt, und so bin ich auf die Wachsamkeitsstufen gekommen.
Aber du legst den Finger in die Wunde - Ist das wirklich nötig oder macht es das Ganze unnötig kompliziert? Würde ein Schwarz Weiß Ergebnis reichen mit ggf. improvisierten Zusatzeffekten bei kritischen Erfolgen?
Ich bin hier durchaus Unschlüssig, wenn du (oder jemand der mitliest) weitere Gedanken / Meinungen hat, wäre ich interessiert.
Wobei es hier eigentlich schon eher um Zustände von Personen und Dingen geht, weniger um Ereignisse/Ergebnisse einer Handlung.
Die nächste Frage wäre dann auch, wie könnte man das verallgemeinern, also eine generell gültige Mechanik entwickeln, die nicht nur für diesen ganz speziellen Fall von 'sich an jemanden/-m vorbei-/anschleichen' gilt?
Das ist eine gute Frage. Bis jetzt war ich auf folgendem Vereinheitlichungs Trichter:
- Es gibt immer vierstufige Systeme
- Stufe 1 verursacht keine Erschwerung, Stufe 2 Erschwerung 2, Stufe 3 Erschwerung 4 und bei Stufe 4 ist es obsolet weil sich der Zustand ändert.
Aber bereits bei Abständen von Verfolgungen würde es, außer in ein paar Sonderfällen, nicht mehr passen mit den Erschwerungen.
Oder meinst du noch grundsätzlicher?
(Wehrlos ist zudem in den seltensten Fällen eine realistische Option, wenn man nicht gerade Korporal Kleptovitsch erschlagen möchte, während er irgendwo in Sibirien Kupferkabel aus einem eingemotteten T-72 zieht. Gut bezahlte/motivierte Wachleute dürften im Dienst eigentlich so gut wie nie auf Zustand 1 sein.)
Danke für diesen Hinweis

Genauso wie du es beschreibst ist es gedacht: der Spielleiter kann in jeder Situation evaluieren wo der Gegner startet.
Ist man zum Beispiel am Maskenball zu Baliri, könnten gute Wachen bei "wachsam" starten, die dem Luxus frönende Adelsgesellschaft jedoch auf "arglos".
Die kaum entlohnte Miliz die einen Schlagbaum im nirgendwo bewacht und mit dem Schlaf kämpft, könnte ohne Plausibilitätsprobleme wieder "arglos" sein.
Der gegnerische Wurf erschwert oder erleichtert den eigenen Schwierigkeitsgrad? Ich finde, die Idee hat großes Potenzial. Ich mag, dass beide Proben Einfluss aufeinander nehmen. Dadurch wird das Würfeln dialogischer.
Das Ganze auszubalancieren wird sicher nicht trivial, sollte aber nicht unmöglich sein.
Hier liegt ein leichtes Missverständnis vor:
Grundsätzlich ist das Beschleichen von Wachen ein Vergleichender Test, insofern nehmen sie großen Einfluss aufeinander:
Sprich: Man würfelt 2W8 + Heimlichkeit des Charakters, und vergleicht das Ergebnis von 9 + Wahrnehmung der Wache (Die 9 kommt vom Mittelwert von 2W8). Je nachdem wer einen höheren Wert hat, gewinnt die Probe.
Der gegnerische Wurf geht von einem Mittelwert der 2W8 aus, und
ist somit die Schwierigkeit.
Auch waren im ersten Schnellschuss lediglich Erschwerungen angedacht für den Schleichenden (um es den Abzügen durch Wunden anzugleichen):
2 bei Wachsam
4 bei Alarmiert.
Wenn ich das von dir so lese, bzgl. Erleicherung: Wäre es eventuell sinniger, wenn Arglos 2 Erleichterung für das Schleichen bringen würde, Wachsam neutral wäre und Alarmiert 2 Erschwerung bedeutet?
Gerade wenn Wachen manchmal schon auf "Wachsam" starten, wäre das vermutlich nicht so falsch...