Auch da - bevor wir das Fass aufmachen müsste man wissen was ein Assassine - im Sinne des Fasses - überhaupt ist und wie er sich etwa von anderen "Kämpfertypen" unterscheidet. Ist ja nicht so das etwa "Angriffe in den Rücken" allen anderen verboten wären.
Na ja...in so was wie der traditionellen D&D-Klassenschule, wo das eben nur bestimmte Klassen dürfen und andere nicht, irgendwie
schon.

Aber es ist schon richtig, daß das eine etwas künstliche Trennlinie ist. Im Prinzip sollte jeder, der darin geübt ist, sich im offenen Kampf mit mehr oder weniger professionellen Soldaten anzulegen, rein vom Können her kein großes Problem damit haben,
unvorbereitete Ziele (auf die es Assassinen und andere Mördertypen ja meist abgesehen haben) mit denselben Methoden umzubringen. Dafür zu sorgen, daß man dabei nicht erwischt wird oder zumindest nach der Tat trotzdem schnell flüchten kann, mag noch mal eine etwas andere Herausforderung sein, aber auch da gilt ja, daß Heimlichkeit und Schnelligkeit bereits auf dem Schlachtfeld öfters mal ausgesprochene Tugenden sind...die hat dann vielleicht nicht automatisch
jeder gleich gut drauf, aber mit annähernder Sicherheit doch immer noch ein brauchbarer
Teil der Truppe.
(Wobei zumindest dem Leumund nach die
historischen Assassinen ohnehin keine Probleme damit gehabt haben sollen, für einen hinreichend demonstrativen Anschlagserfolg den eigenen Tod in Kauf zu nehmen -- aber damit muß man bei hinreichend motivierten "normalen" Angreifern auch immer rechnen.)
Der klassische "Auftragskiller" unterscheidet sich vom Soldaten halt in erster Linie dadurch, daß er auch nach gesellschaftlichen Richtlinien eigentlich "verbotene" Ziele aufs Korn nimmt. Krieg folgt zumindest nominell immer noch ein paar Regeln, die ihn halbwegs berechenbar halten; "Ich geb' dir soundsoviel Geld, wenn du X umbringst und es wie einen Unfall aussehen läßt" tut das nicht und macht potentiell
jeden jederzeit und an jedem Ort zu X. Kein Wunder also, wenn sich die meisten Leute bei dem Gedanken unwohler fühlen.