Autor Thema: Drache vs Stadt  (Gelesen 3165 mal)

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Offline Feuersänger

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #25 am: 8.04.2026 | 12:56 »
Ooooh was bin ich vor ~12 Jahren hier schwach für angemacht worden, als ich postuliert habe dass in 5E ein Drache gegen ein Dorf - geschweige denn eine Stadt - keine Chance hätte. Immerhin scheint sich da inzwischen so langsam die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass ein Drache da nur ein fliegendes Nadelkissen wäre, wie ich mit leiser (okay nicht ganz so leiser) Genugtuung lese.

Da braucht man nichtmal Zauberer oder sonstwas. Stellst du auf die Dächer jeweils Bogenschützen, so viele wie man halt aufbringen kann. Davon werden viele der Furchtaura anheim fallen und dann 1 sagenhafte Minute lang mit Nachteil schießen. Einige werden aber auch ihren Save schaffen. Sicherlich wird der Drache auch im Schnitt alle 3 Runden ein paar Verteidiger mit seinem Odem abräumen. Lass ihn Resistenz gegen normale Waffen haben, scheißegal - hält er halt 200 Pfeile aus statt 100.
Es könnten vielleicht ein paar Häuser Feuer fangen (wenn es denn ein Roter Drache ist), aber in einer Welt mit bösartigen Drachen werden vermutlich die Feuerschutzbestimmungen eher noch strenger sein als in der realen Welt, und da waren sie schon streng. Kurz, die Dächer werden eher mit Schiefer als mit Stroh gedeckt sein.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #26 am: 8.04.2026 | 13:22 »
Nehmen wir eine Stadt von 52 Hektar  dann haben wir eine Seitenlänge bei Quadrat von grob 720m oder ungefähr 4 Schußweiten. Dann brauchst du 12 solcher Bogenschützengruppen um alle Außenfelder abdecken zu können. Und die mußt du innerhalb der Vorwarnzeit schussbereit haben.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #27 am: 8.04.2026 | 13:49 »
Ich denke, wenn ich einen Drachen haben will, der im Alleingang ungestraft wenigstens ein größeres Dorf in Schutt und Asche legen können soll, dann brauche ich zuallererst mal überhaupt ein größeres Format als nur den gängigen Siegfried-und-Heiliger-Georg-Verschnitt -- die machen das nämlich ihrerseits auch nicht. (Der Drache aus der Beowulferzählung mag dem allerdings schon näher kommen.) Mit anderen Worten, das "Ein Drache gegen eine Stadt"-Szenario braucht von vornherein einen Drachen mit mehr Oomph, als das Standardfolklore-und-fantasyexemplar normalerweise ins Spiel bringen kann.

Und im Fall von D&D, relativ unabhängig von "fünfte Edition oder nicht", kommt dann erschwerend noch hinzu, daß die typische Spielwelt ein so hohes Magieniveau aufweist, daß die rein körperlichen Attribute eines insbesondere Einzelgegners bald einigermaßen verblassen -- schlimmstenfalls mit ein, zwei Tagen Zeit zur Vorbereitung können ein, zwei Brabbler der richtigen Sorte und Stufe(n) viel davon durch geeignete Gegenmaßnahmen neutralisieren, während der Gegner ohne eigene Magie seine Taktik längst nicht so flexibel wiederum an diese anpassen kann.

Offline Namo

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #28 am: 8.04.2026 | 13:54 »
Die armen Drachen denken sich auch: Als Magic Resistance noch richtig was konnte! Wie schön war das noch in AD&D  ~;D

Denke auch, dass es wenn schon einen besonderen Drachen benötigen würde. Mit vielen schönen Sonderfähigkeiten. Aber ob es so ein Drache war, der Tudor bei seiner Fragestellung vorschwebte?

Offline Luxferre

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #29 am: 8.04.2026 | 14:00 »
Ein Drache in D&D ist NICHT mit einem Drachen aus Film, Literatur oder der eigenen, plausiblen Gedankenwelt zu vergleichen.
Wie Feuersänger schon schreibt und in jener längst vergangenen Zeit schrieb, sind drachen in D&D ein schreckliches Monster. Aber nicht mehr gefährlich für eine handvoll gut ausgebildeter Wachen mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics. Letztere wurden ja aus Feuersänders betrachtung gnädigerweise rausgelassen. Die Clerics heilen die verletzten Schützen, damit diese schnell weiterfeuern können. Die Mages kontrollieren das Schlachtfeld und feuern allerlei elementare Schäden hinterher. Reichweite und Fliegen würden in einem bodenständigen lowmagic/lowfantasy Rollenspiel (HârnMaster anyone) einen ganz anderen Schrecken verbreiten und Vorteil genießen. Dicke Schuppen ebenfalls.
In D&D, insbesondere in späteren Editionen, sind Drachen leider nur noch (coole!) Fleischsäcke mit einer Aura längst vergangener Zeiten.

PS die Verweise auf andere Welten/Systeme erlaube ich mir, um die Verhältnismäßigkeit klarer auszudrücken.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #30 am: 8.04.2026 | 14:30 »
Was mich überhaupt erst auf die Frage bringt: was versucht der Drache denn zu erreichen? Was würde er machen, wenn man ihn nicht beschießen würde? Nehmen wir an es handelt sich um eine Strafaktion, weil er Schutzgeld oder eine Jungfrau erpressen wollte und die Stadt nicht gezahlt hat.

Wenn es sich um strohgedeckte Holzhütten handelt, ja, dann kann er da großen Havoc anrichten. Dann dürfte es auch unmöglich sein, ihn runterzuholen bevor er einen Großbrand auslöst. Aber wenn genau aus diesem Grunde es eben keine strohgedeckten Hütten gibt, sondern nur ziegelgedeckte Steinhäuser, wie es IRL auch ab dem SpäMi in immer mehr Städten zur Pflicht wurde, obwohl es bei uns nichtmal marodierende Drachen gibt?

Gut, wenn man sich überhaupt nicht wehrt, könnte er zB auf einem Haus landen, das Dach abpellen wie ein Frühstückei und die sich darin versteckenden Bewohner rauslöffeln. Sobald aber Gegenwehr da ist, kann er das auch vergessen.

Kurzum, worauf ich damit hinaus will:
Zitat
Und die mußt du innerhalb der Vorwarnzeit schussbereit haben.

--> Ich kann nicht nachvollziehen, wieso das hier so zwingend sein soll.

Eher würde ich - wenn ich für den Verteidigungsplan einer Stadt zuständig wäre - mir überlegen, wieviele Schützen ich jeweils auf ein Dach stelle, daraus folgend wieviel Fläche eine Gruppe belegt, und wieviele Verteidiger der Drache mit einmal husten abräumen kann.

Dann kann man auch noch überlegen, ob der Drache tags oder nachts angreift. Nachts hat er freilich einen Vorteil, allerdings ist es dann auch statthaft darauf hinzuweisen, dass ein Drache auch nur 120ft = 36m Dunkelsicht hat und jenseits davon genauso blind ist wie die meisten Städter. Man könnte sogar argumentieren, dass er mit 36m Sichtweite die scheiss Stadt im Dunklen erstmal finden muss.  >;D Ich würde darum eher von einem Angriff in Morgen- oder Abenddämmerung ausgehen.

Und ja, Zauberwirker habe ich bis dahin noch ganz außen vor gelassen. Das ist dann immer noch für die Verteidiger On Top und dürfte den Gesamtprozess eher beschleunigen.

--

In 3.X schaut es da für Drachen noch deutlich günstiger aus: wenn sie erstmal eine Altersklasse haben die ihnen DR 10 oder besser gibt, sind sie für den normalen Miliz-Schützen (1d8+0 Schaden) praktisch nicht mehr zu verletzen (Chance 1:400 einen Crit zu würfeln und dann ist immer noch der Durchschnittsschaden nur knapp über der DR). Da kann man die ganze Miliz quasi komplett ignorieren und es kommt _nur_ darauf an, was die Zauberwirker und Berufskrieger machen.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #31 am: 8.04.2026 | 14:33 »
Aber ob es so ein Drache war, der Tudor bei seiner Fragestellung vorschwebte?

Ich möchte dann von hier aus gerne schauen, wo die Grenze ungefähr verläuft  an der ein Drache einer Siedlung gefährlich werden kann. Also so direkt höchstselbst. Ich denke  eon Dorf mit 10 Schützen wäre da eher wehrlos, aber eine Stadtmauer bringt da ja nun auch nichts.

Nehmen wir einen Roten an, der nicht genug Geduld aufbringt, um großartig zu planen, sondern der einfach angepisst ist und seine Wut an so einer Kleinstadt auslassen will. Mir geht es vor allen darum, welche Schutzmaßnahmen da für Siedlungen Standard wären. Sowohl baulich als auch organisatorisch.

Nachtrag: ich hab da u.a. auch das Videospiel Kingdoms & Castles im Kopf, wo man u.a. alle paar Jahre von einem oder später auch mehreren Drachen angegriffen wird. Die Abwehr ist im Prinzip ein paar Türme mit Schützen und Ballisten hochzuziehen.
Der Schaden durch die Drachen ist auch eher überschaubar. Das Schlimmste ist eigentlich der Ernteausfall durch die abgefackelten Felder.
« Letzte Änderung: 8.04.2026 | 14:47 von Tudor the Traveller »
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #32 am: 8.04.2026 | 15:09 »
...
Kurzum, worauf ich damit hinaus will:
--> Ich kann nicht nachvollziehen, wieso das hier so zwingend sein soll.

...

Runde 1: der Drache wird in einer Entfernung x - wohl am ehesten trotz relativem Tiefflug - entdeckt. Er nähert sich mit "Reisegeschwindigkeit" (wobei die Frage ist, ob 5e solche Feinheiten (noch) kennt.
Angenommen 30km/h Fluggeschwindigkeit bei 5 km Entfernung wären 10 Minuten von erkennen bis schußbereit auf dem vorgesehenen Platz - für alle, die dann in der 1 KR auch Schießen wollen.


Dann  müssen all die Bogenschützen in entsprechenden Schichten entweder alle bereits auf Posten sein oder aber erst alarmiert und in den 10 min positioniert werden. 
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #33 am: 8.04.2026 | 15:41 »
In einer D&D-Welt, wo neben anderen potentiellen Angreifern immer auch mit Monstern gerechnet werden muß, die außer über Land und Wasser auch mal durch die Luft kommen, sich aus der Erde wühlen, oder sich gar direkt aus einer anderen Ebene herübermaterialisieren können...würde ich zuallererst mal in praktisch jeder Siedlung mit einem einigermaßen disziplinierten und Tag und Nacht durchgehend aktiven Wachdienst rechnen. Der hat nicht unbedingt die Aufgabe, so was wie einen ausgewachsenen Drachen selbständig direkt anzugehen, wird aber dafür zuständig sein, so schnell wie möglich dorf- oder stadtweiten Alarm auszulösen, wenn er etwas hinreichend Bedrohliches bemerkt. Ab da tickt für den Angreifer die Uhr, bis er es mit potentiell dem kompletten wehrfähigen Anteil des Zweibeinerschwarms zu tun bekommt.

(Mir ist sowieso durch den Kopf gegangen, daß ein Drache so was wie Menschen vermutlich in etwa so betrachten würde wie ein Mensch Bienen oder Wespen -- eine oder zwei sind keine echte Gefahr, wenn wir uns nicht gerade ganz doof anstellen und keine Giftallergie haben, und haben wahrscheinlich ohnehin mehr Respekt vor uns als umgekehrt, aber die einmal auf Krawall gebürstete Belegschaft eines ganzen Nests ist eine andere Sache.)

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #34 am: 8.04.2026 | 15:49 »
Ooooh was bin ich vor ~12 Jahren hier schwach für angemacht worden, als ich postuliert habe dass in 5E ein Drache gegen ein Dorf - geschweige denn eine Stadt - keine Chance hätte.

Naja, die Zahlen haben sich ja seitdem nicht geändert. Kommt halt immer drauf an welches Szenario. Ein Dorf hat vielleicht keine 100 Bögen. Aber Baldur's Gate dass so etwa 100,000 Einwohner haben soll ist eine ganz andere Nummer.

Immerhin scheint sich da inzwischen so langsam die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass ein Drache da nur ein fliegendes Nadelkissen wäre, wie ich mit leiser (okay nicht ganz so leiser) Genugtuung lese.

Mit genug Bögen klar, aber eben nur wenn er als fliegende Zielscheibe unterwegs ist. Was ist wenn er in der Stadt landet und nur in den Strassen angegriffen werden kann? Dann sieht die Gleichung ganz anders aus. Und den Drachen zuhause aufsuchen ist noch was ganz anderes.

Es könnten vielleicht ein paar Häuser Feuer fangen (wenn es denn ein Roter Drache ist), aber in einer Welt mit bösartigen Drachen werden vermutlich die Feuerschutzbestimmungen eher noch strenger sein als in der realen Welt, und da waren sie schon streng. Kurz, die Dächer werden eher mit Schiefer als mit Stroh gedeckt sein.

Feuerschutzbestimmungen dienen vor allem dazu dass nicht eine umgeworfene Kerze die Stadt anzündet. Aber trotzdem sind immer
ganz(oder halbe) Städte abgebrannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbrand#Gro%C3%9Fe_Stadtbr%C3%A4nde

Der Drache der mit einem Odem ein Grossfeuer entfacht ist was ganz anderes, und eher mit Brandbombenangriffen zu vergleichen.
Da muss die Stadt schon komplett aus Stein oder sonstwie geschützt sein. Konsequenz wäre dass rote Drachen (und gff Blaue) bei weitem gefürchteter seien dürften.

Ein Drache in D&D ist NICHT mit einem Drachen aus Film, Literatur oder der eigenen, plausiblen Gedankenwelt zu vergleichen.

Wieso? Smaug hat ja auch nicht überlebt.

Wie Feuersänger schon schreibt und in jener längst vergangenen Zeit schrieb, sind drachen in D&D ein schreckliches Monster. Aber nicht mehr gefährlich für eine handvoll gut ausgebildeter Wachen mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics.

Also mit Fighter-Leveln oder gar midlevel Mages und Clerics hat man auch damals 50 Schaden gemacht...
Was jetzt genau ein fairer Kampf zwischen SC und Drachen ist mag sich leicht ändern, aber Drachen wurden schon immer verprügelt. Die Frage in 5E ist eigentlich nur ob/wann es ohne SC geht.

Die Clerics heilen die verletzten Schützen, damit diese schnell weiterfeuern können. Die Mages kontrollieren das Schlachtfeld und feuern allerlei elementare Schäden hinterher.

Also selbst wenn man Death Saves für No Names erlaubt: Bei 60-100 Breath Schaden sind die meisten Verteidiger sofort tot.
Und auch Caster bis ca. Stufe 10 sind sofort auf 0. Da muss man schon genug oder sehr hohe Stufen haben.
Das grösste "Problem" ist ja dass der Drache quasi "zu viel" Schaden macht: 60 Punkte im 60ft Kegel wo aber dann vielleicht nur 3 Leute mit 10 TP drin stehen.

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Alle Betrachtungen hier gehen davon aus dass die Miliz etc. Bögen oder Armbrüste hat. Ohne haben sie keine Chance.

Ich möchte dann von hier aus gerne schauen, wo die Grenze ungefähr verläuft  an der ein Drache einer Siedlung gefährlich werden kann. Also so direkt höchstselbst. Ich denke  eon Dorf mit 10 Schützen wäre da eher wehrlos, aber eine Stadtmauer bringt da ja nun auch nichts.

Wir hatten da mal recht konkrete Zahlen in einem alten Thread glaube ich: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,95764.0.html

Aber so grob: 100 Wachen (+3/d8+1) sollten auch mit Disadvantage durch Frightful reichen (in 5.5 haben nicht alle Drachen Frightful) wenn sie einigermassen verteilt sind so dass der Drache immer nur ein paar angreifen kann während alle den Drachen angreifen können. Aber sobald der Drache zwischen Häusern oder sonstwas Deckung bekommt ist das schnell vorbei.
Vereinzelte kleine oder mittlere Caster die der Drache identifizieren und eliminieren kann machen da fast keinen Unterschied.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #35 am: 8.04.2026 | 16:34 »
Der Drache der mit einem Odem ein Grossfeuer entfacht ist was ganz anderes, und eher mit Brandbombenangriffen zu vergleichen.
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:
Mich interessiert dabei die spielmechanische Betrachtung, kein Handgewedel.
Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #36 am: 8.04.2026 | 16:50 »
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?

Da müssten wir uns wohl die Regeln für Objektschaden ansehen und schauen, wieviel Feuerschaden so ein Haus / Turm / Gebäude abkann. Ich glaube aber, die 5e ist da relativ vage. Ohne Holzbalken zu bauen dürfte selbst in D&D die Ausnahme sein, und die wären natürlich anfällig für einige Odemwaffen. Plus der mechanische Schaden, den ein Drache an der Struktur anrichten kann. Da ist D&D allerdings physikalisch gesehen völlig unplausibel, Stichwort Masse.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #37 am: 8.04.2026 | 16:57 »
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?

Der Feueratem eines roten Drachens kommt in Kegelform daher und ist auf einer gegebenen Entfernung (bis einschließlich hin zum Maximum) jeweils so breit wie lang. Schon ein junger Roter mit seinen "nur" 30 Fuß Reichweite kann also prinzipiell aus geeigneter (niedriger) Höhe einen Kreis von bis zu neun Metern Durchmesser auf einmal erwischen und potentiell in Brand stecken, je nachdem, was sich da unten so an Entflammbarem findet -- das ist zwar noch lange nicht dasselbe wie bei einer B-17, die aus sicherer Höhe eine Ladung Brandbomben auf eine Stadt ablädt, aber eben auch nicht nichts, zumal der Drache schneller nachladen kann als der Bomber, der seinerseits ja erst mal wieder nach Hause fliegen und Treibstoff und Bomben aufstocken muß, bevor er wieder einsatzklar ist.

Gerade so was wie das Abfackeln von Feldern, Scheunen, Ställen und dergleichen, die sich leicht außerhalb der Reichweite des konzentrierten Feuers ganzer Bogenschützenbataillone befinden können und auf die die Leute unten trotzdem angewiesen sind, läßt sich so schon recht leicht bewerkstelligen.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #38 am: 8.04.2026 | 17:07 »
Was mir nebenbei noch so durch den Kopf geht: bisher bin ich reflexartig von einer "klassischen" Menschenstadt unter einigermaßen freiem Himmel ausgegangen, wie wir sie ja kennen. Das ganze Szenario ändert sich vermutlich schlagartig, wenn wir statt dessen Städte bestimmter anderer Völker postulieren -- insbesondere so was wie eine weitgehend oder komplett unterirdische Zwergenansiedlung, gegen die ein Drache dann gar keinen großen Flugvorteil mehr hat. >;D

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #39 am: 8.04.2026 | 17:09 »
Ich dachte, es ging um diese Vorgabe:Wie kann der Drache ein Brandbombenangriff in D&D5 simulieren?

Die Gebäude geben Deckung. Wenn der Drache die Verteidiger aus den Gebäuden oder sogar aus der Stadt zwingen kann hat er einen enormen Vorteil. Besonders wenn die Rauchentwicklung den Verteidigern auch noch die Sicht nimmt.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #40 am: 8.04.2026 | 17:13 »
Ich find das drollig, dass jetzt für den Drachen als valide Taktik diskutiert wird, freiwillig zu landen und sich zwischen den Häusern zu verstecken.  ;D
Also, mag ja sein dass das in 5E sogar mechanisch sinnvoll ist, aber es wäre halt ein völliger Paradigmenwechsel ggü früheren Eds, wo Drachen eigentlich _immer_ fliegen wollen und es echt schwierig ist, sie außerhalb ihrer Lair zu Fuß zu erwischen. Nicht dass sie zu Fuß jetzt besonders easy wären, aber irgendwie muss man ja an sie ran.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #41 am: 8.04.2026 | 17:18 »
Da müssten wir uns wohl die Regeln für Objektschaden ansehen und schauen, wieviel Feuerschaden
Es ist schon bisschen her und es war die 2014 Version, deshalb kann sein, dass mich mein alterschwaches Gedächtnis trügt oder es jetzt besser geregelt ist, aber ich glaube, als ich es damals versuchte nachzuvollziehen, war ich da ziemlich ernüchtert.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #42 am: 8.04.2026 | 17:24 »
Habt ihr euch mal gefragt warum man Drachen um sie zu besänftigen Jungfrauen opfern musste? Das war für mich immer oddly specific....was wollen die mit denen?
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #43 am: 8.04.2026 | 17:32 »
Zitat von: Tudor the Traveller  Waterdeep überhaupt Chancen?
[/quote
Er käme nicht mal rein oder darüber an der IIRC Stadtmauer ist Schluss und selbst wenn in Waterdeep gibt es ne Menge Zauberer, Abenteuerer usw und mindestens eine Chosen of Mystra(5 Minuten nach Eröffnung wahrscheinlich mindestens 2 mehr, Alustriel und Elminster) nämlich Lhaeral
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #44 am: 8.04.2026 | 17:33 »
Habt ihr euch mal gefragt warum man Drachen um sie zu besänftigen Jungfrauen opfern musste? Das war für mich immer oddly specific....was wollen die mit denen?
Warum nicht ne Kuh? oder ein Mann oder eine Frau?

In der Legende vom heiligen Georg hat's wohl mit Vieh angefangen und sind Menschen dazugekommen, als das Vieh knapp wurde. Da ging's auch gar nicht (!) primär um Jungfrauen, auch wenn der Drache wohl Jugendliche und Kinder schmackhafter fand als zähe Alte -- nur kam Schorsch halt zufällig (?) erst dazu, als das Los gerade auf die Prinzessin gefallen war, was das Klischee natürlich ein Stück weit erklären würde...

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #45 am: 8.04.2026 | 17:37 »
Ich handhabe es inzwischen so das ich großen Monstern einen Damage-Threshold wie bei großen Objekten gebe. Je nach Monster 10, 15 oder sogar 20
(bedeutet: jeglicher Schaden der unter dem Threshold liegt wird völlig ignoriert während Schaden der den Threshold erreicht oder übersteigt voll durchgeht).

Ergebnis: Selbst bei einem Threshold von nur 10 macht Stadtwache Herbert mit seiner leichten Armbrust und seinem (schon recht beachtlichen) +2 Geschickbonus nur noch in Ausnahmefällen Schaden (also wenn er maximalen Schaden würfelt oder einen Krit landet). Die Helden hingegen bemerken den Threshold meist gar nicht weil ihre Angriffe den eh immer erreichen oder übertreffen. Heißt also das normale Soldaten fast Nutzlos sind und es Zeit ist die Helden anzuwerben wenn ein Drache die Stadt Terrorisiert. Und genau so sollte es ja mMn auch sein !
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #46 am: 8.04.2026 | 17:44 »
Es ist schon bisschen her und es war die 2014 Version, deshalb kann sein, dass mich mein alterschwaches Gedächtnis trügt oder es jetzt besser geregelt ist, aber ich glaube, als ich es damals versuchte nachzuvollziehen, war ich da ziemlich ernüchtert.

Mir hat sich noch aus dem Playtest oder DnDNext oder wie immer das hieß eingeprägt, dass nach der damaligen Regelversion ein Erwachsener Roter Drache nichtmal mit einer einfachen Holztür fertig werden konnte.  ;D ;D Aber ja das haben sie dann bis zum endgültigen Release geändert, ganz so schlimm ist es in der 2014er Version nicht mehr.
« Letzte Änderung: 8.04.2026 | 22:07 von Feuersänger »
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #47 am: 8.04.2026 | 17:48 »
Was mir nebenbei noch so durch den Kopf geht: bisher bin ich reflexartig von einer "klassischen" Menschenstadt unter einigermaßen freiem Himmel ausgegangen, wie wir sie ja kennen. Das ganze Szenario ändert sich vermutlich schlagartig, wenn wir statt dessen Städte bestimmter anderer Völker postulieren -- insbesondere so was wie eine weitgehend oder komplett unterirdische Zwergenansiedlung, gegen die ein Drache dann gar keinen großen Flugvorteil mehr hat. >;D

Die Idee kam mir schon vor Längerem. Wenn man in so einer Gegend siedeln will, wo ständig fliegende Monster vorbei schauen, baut man vielleicht eher bunkerartig.

Die Elfen in ihren Baumstädten haben da aber vielleicht ein Problem.

Insgesamt scheinen Schützen ja dann eine wichtige Investition zu sein. Hilft generell auch gegen eine Vielzahl anderer Monster.

Wie ist das denn mechanisch: kann ein Red Dragon im Anflug seinen Odem als Ready Action bereithalten und die erste Salve Pfeile einfach wegbrutzeln? Müsste imo gehen. Die kommen ja tendenziell auch alle aus einer Richtung.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #48 am: 8.04.2026 | 17:53 »
Also, mag ja sein dass das in 5E sogar mechanisch sinnvoll ist, aber es wäre halt ein völliger Paradigmenwechsel ggü früheren Eds, wo Drachen eigentlich _immer_ fliegen wollen und es echt schwierig ist, sie außerhalb ihrer Lair zu Fuß zu erwischen.

Wieso? In 3E braucht er jede Runde eine move action um nicht abzustürzen. Entsprechend kann er jede Runde ohne Breath nur einen Angriff machen. Und wenn ich mich recht erinnere gaben in 3E Häuser auch schon Deckung gegen Pfeile  :)
Das Nadelkissen funktioniert halt nur gegen Gegner die sich Massen von Fernkampfangriffen aussetzen.

Gegen SC Gruppen wo oft der meiste Schaden vom Nahkämpfer kommt ist das natürlich etwas anderes.

Der 5E Adult Red ist zwar deutlich zerbrechlicher, erledigt die Gegner aber auch deutlich schneller.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Hereagain

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #49 am: 8.04.2026 | 18:15 »
Naja das Grundproblem ist, dass hier die Vorstellung eines bedrohlichen Drachens auf ein System trifft, in welchem ein ausbalancierter Kampf nach drei Runden vorbei ist.