Jein.
Magische Gegenstände bei PF2 fallen ja eh in mehrere Kategorien, aber nehmen wir mal magische Rüstungen und Waffen - dann ist das erst einmal eine normale Waffe oder eine normale Rüstung in die spezifische Runen reingedengelt wurden. Die kann man auch einfach wechseln, also wenn man den tollen Bogen findet, der einem Opfer Blutungsschaden macht, dann kann man die magischen Runen auch auf ein Schwert transferieren. Das ist etwas, das - aus meiner Sicht - zu einer High Fantasy Welt passt, in der jeder und seine Mama magisch begabt sein kann. Entsprechend ist auch weniger Neid vonnöten, weil man als Party einfach anpassen kann.
Und dann gibt es halt noch Relics, die mehr Story Driven sind.
Ich als Spielleitung möchte mir von dem System nicht vorschreiben lassen, wieviele Gegenstände ich zu verteilen habe, oder anders formuliert: Ein System muss für mich auch in Zeitaltern, Regionen oder Spielleitungsstilen funktionieren, in denen magischen Gegenstände seltener sind.
EDIT: Es wird natürlich nie was
vorgeschrieben (wie sollte es auch), sondern empfohlen - das Regelbuch spricht hier immer von
should. Soviel sei dahingestellt, wir sind ja alle in der Lage mit jedem Regelwerk so zu spielen wie wir wollen.
Aber deinen Einwand verstehe ich. PF2 umgeht das, indem man statt der Ausrüstung eine feste "Bonus Progression" vornehmen kann, also die Charaktere haben dann zu gewissen Leveln zusätzliche Boni, die normalerweise durch die Ausrüstung abgebildet wird. Das sind dann vielleicht magische Blutlinien, oder einfach Training oder oder oder. Egal, aber halt dann keine magischen Gegenstände.
Ich will gar nicht sagen, dass PF2 das Beste seit geschnitten Brot sei oder dass das die Beste Lösung sei, um deinen Wunsch zu berücksichtigen,
es hat eben nur diesen Einwand im Spektrum der mathematischen Berechnungen im Hintergrund versucht mit abzubilden.Damit verbunden eine ernst gemeinte Frage - wenn du dir nicht vorschreiben lassen willst, wie du magische Gegenstände zu verteilen hast: Wie ist es dann mit Encounter Building? Die Frage musst nicht nur du beantworten, sondern sie ergänzt aus meiner Sicht die grundlegende Frage des Threads. Ich sehe nämlich hier dasselbe "Problem". Jedes komplexe und durchstrukturierte System, das Encounter Building "mathematisiert" (D&D 4, D&D 5, PF2, PF1, etc) wird doch solche magischen Gegenstände auf eine gewisse Art und Weise berücksichtigen müssen, um die Balance am Ende beim Encounter Design zu halten, oder? Und machen diese encounter das Spiel nicht auch fade, weil ich als Spieler/in davon ausgehen kann, dass ich immer ein gewisses Spektrum haben sollte.
Oder anders gefragt: Schränken dann mathematisch durchorganisierte Systeme nicht sowieso immer so ein, dass es langweilig wird?
(Ich bin mir bewusst, dass harte Anhänger der OSR jetzt sofort ja schreien würden, das Argument ist aber bewusst zugespitzt)