Autor Thema: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?  (Gelesen 419 mal)

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Offline Namo

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Das geht raus an Spieler und Spielleiter zugleich. Wir spielen unsere Runde mit mir als Spielleiter im Abstand von etwa 4 Wochen. Als Spielleiter mit Familie und Job finde ich den Rhythmus inzwischen richtig angenehm, da ich das Gefühl habe, dass er mich davor bewahrt diesbezüglich auszubrennen.

Interessanterweise habe ich bei mir die letzten paar Mal ein gewisses Muster entdeckt. In der Woche vor dem Spielabend beginnt die Aufregung oder eher Vorfreude, verbunden mit intensiven Vorbereitungen. Am Spieleabend ist es dann zumeist richtig toll und macht Spass. Ein bis zwei Tage danach befinde ich mich in der gedanklichen Nachlese. Reflektiere den Abend und Blicke auf etwaige Konsequenzen des Abends für die Zukunft. Dann in der Woche danach erstmal Freude etwas von der Runde Abstand zu gewinnen und mich gedanklich anderen Themen zu widmen. Quasi Rollenspielauszeit, damit mein gedanklicher Kosmos sich nicht nur um Arbeit und Rollenspiel - und ein bißchen  ~;D Familie - dreht. Zweite Woche "ach wie schön das mal ist Gedankenpause zu haben. Aber ich glaube ich bekomme gerade eine Idee. Gehe ich nächste Woche an - ich mache mir nur schonmal ne Notiz. Und noch eine". Dann Beginn Woche drei "Mann hab ich gerade viele coole Ideen. Dauert noch viel zu lange, bis wir wieder spielen. Wäre toll wenn das schon diese Woche wäre!" In der Phase Woche 3 befinde ich mich gerade. Scheinbar liegt mein sweet spot irgendwo bei Woche 3. Ab dem Punkt habe ich wieder übermäßig Lust aufs Rollenspiel als Spielleiter und kann es kaum erwarten.

Als Spieler würde mir wohl eine Runde alle 2 Wochen Spaß machen. Als Spielleiter wohl wegen Vorbereitungszeit eher 3 Wochen.

Wie ist der Zyklus bei euch? Wann kribbelt es so, dass ihr es kaum noch erwarten könnt?

Offline bolverk

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #1 am: 10.09.2026 | 14:32 »
Spielleiter. Es beginnt praktisch sofort nach dem Ende der allwöchentlichen Runde.

Genauer: Wir spielen wöchentlich Shadowrun, Freitagabend, online. Da springen leider oft nur so drei, dreieinhalb Spielstunden raus, aber immerhin fällt selten eine Runde komplett aus. Meist finden wir einen Ersatztermin, wenn es am Freitagebend nicht klappt. Wenn ich das Gefühl habe das es gut läuft, könnte ich am Samstagmorgen direkt weitermachen. Das liegt natürlich auch daran, dass ich Shadowrun sehr mag (Szenario, nicht Regeln) und ich auch wirklich, wirklich gerne mit meiner Gruppe spiele. Ich freue mich schon immer die ganze Woche darauf, meine Familie weiß, dass sie Freitags ab 20:00 Uhr außer in Notfällen nicht mehr mit mir rechenen kann. Sind die Kinder nicht im Bett? Pech, ich bin in Seattle.

Bei weniger als vier Stunden Spielzeit pro Woche hält sich der Vorbereitungsaufwand auch in Grenzen und ich habe bislang keine Angst, auszubrennen. Ich bin dann am Ende einer Spielsitzung nie wirklich "satt" aber immer bestens motiviert, in der nächsten Woche weiterzumachen.
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Offline Zanji123

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #2 am: 10.09.2026 | 14:35 »
seit an die 20 Jahren immer zweiwöchentlicher Rythmus am Samstag. Vorher von 18 - open end, mittlerweile erst ab 20 Uhr wenn der kleine der Gastfamilie im Bett liegt

Daher ja bei mir geht's in der Woche wieder los wenn am WE gespielt wird mit Gedanken machen und Notizen aufschreiben.
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Offline Luxferre

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #3 am: Gestern um 09:36 »
Ich saß als SL gerade für knappe 10 Jahre auf der Ersatzbank. Kurze Episoden oder One-/Few-Shots mal außen vor gelassen.
Mich kribbelt es stetig, endlich wieder zu leiten. Ich habe so (zu) viele gute Ideen und Motivation, Antrieb und auch Umsetzungswillen.
Leider kollidiert da mein Privatleben gerade mal wieder volle Kante und diese viele Energie verpufft. Was mich unendlich ärgert. Schaffe ja gerade nichtmal meine FewShot OnlineRunde (die es mehr als verdient hätte) zu Ende zu leiten. Mich macht das kirre.

Was die Tischrunde meiner Altherrenrunde angeht, da bin ich ab demnächst wieder am Zuge. Und ich liebe es, meine freien Minuten mit der Vorbereitung zu füllen.
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Offline gilborn

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #4 am: Gestern um 09:40 »
Bei mir ist der Zyklus stark davon abhängig, wie der Alltag reinhaut.

Wenn ich entspannt bin, geht Wöchentlich locker - da schwelge ich im Tag nach der Runde noch im erlebten. Die nächsten zwei Tage komme ich dann runter, lande wieder in der wirklichen Welt und dann kommen die Ideen.

Momentan, zwei kleine Kinder + Hausbau mit Eigenleistung: Da wäre wohl 1 Monat oder so etwas angesagt - wöchentlich ist mir definitiv zu viel geworden und ich bin froh dass ein anderer Spieler in die Bresche gesprungen ist.

Offline Namo

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #5 am: Gestern um 09:47 »
Ich saß als SL gerade für knappe 10 Jahre auf der Ersatzbank. Kurze Episoden oder One-/Few-Shots mal außen vor gelassen.
Mich kribbelt es stetig, endlich wieder zu leiten. Ich habe so (zu) viele gute Ideen und Motivation, Antrieb und auch Umsetzungswillen.
Leider kollidiert da mein Privatleben gerade mal wieder volle Kante und diese viele Energie verpufft. Was mich unendlich ärgert. Schaffe ja gerade nichtmal meine FewShot OnlineRunde (die es mehr als verdient hätte) zu Ende zu leiten. Mich macht das kirre.

10 Jahre nicht SL trotz stetigem Rollenspiel? Das ist heftig.

Das verdammte Berufsleben und natürlich das (nicht verdammte) Privatleben zieht da natürlich extrem rein. Gerade das Berufsleben hatte 2004 dazu geführt, dass ich mit Rollenspiel aufgehört habe. Ich musste mich da eben entscheiden - was eben jedes Wochenende Fortbildung neben dem Berufsalltag bedeutet hat. Ich bin froh, dass ich mich damals für diesen Weg entschieden habe. Dem Rollenspiel habe ich allerdings alle die Jahre nachgetrauert. Aber heute ist das vergessen wie man weiß.

Bei mir ist der Zyklus stark davon abhängig, wie der Alltag reinhaut. Wenn ich entspannt bin, geht Wöchentlich locker - da schwelge ich im Tag nach der Runde noch im erlebten. Die nächsten zwei Tage komme ich dann runter, lande wieder in der wirklichen Welt und dann kommen die Ideen.

Momentan, zwei kleine Kinder + Hausbau mit Eigenleistung: Da wäre wohl 1 Monat oder so etwas angesagt - wöchentlich ist mir definitiv zu viel geworden und ich bin froh dass ein anderer Spieler in die Bresche gesprungen ist.

Genau das. Wobei ich das total faszinierend finde, wie man nach so langer Zeit neben allem für jede Woche SL Futter hat. Aber gut, da spielen natürlich andere Faktoren rein die ich leider nicht beherrsche. Thema zu viel Wunsch nach intensiver Vorbereitung meinerseits.

Spielleiter. Es beginnt praktisch sofort nach dem Ende der allwöchentlichen Runde.

Genauer: Wir spielen wöchentlich Shadowrun, Freitagabend, online. Da springen leider oft nur so drei, dreieinhalb Spielstunden raus, aber immerhin fällt selten eine Runde komplett aus. Meist finden wir einen Ersatztermin, wenn es am Freitagebend nicht klappt. Wenn ich das Gefühl habe das es gut läuft, könnte ich am Samstagmorgen direkt weitermachen. Das liegt natürlich auch daran, dass ich Shadowrun sehr mag (Szenario, nicht Regeln) und ich auch wirklich, wirklich gerne mit meiner Gruppe spiele. Ich freue mich schon immer die ganze Woche darauf, meine Familie weiß, dass sie Freitags ab 20:00 Uhr außer in Notfällen nicht mehr mit mir rechenen kann. Sind die Kinder nicht im Bett? Pech, ich bin in Seattle.

Bei weniger als vier Stunden Spielzeit pro Woche hält sich der Vorbereitungsaufwand auch in Grenzen und ich habe bislang keine Angst, auszubrennen. Ich bin dann am Ende einer Spielsitzung nie wirklich "satt" aber immer bestens motiviert, in der nächsten Woche weiterzumachen.

Und das ist herrlich zu lesen. Richtig schön. Das liest sich nach Genuss! Nimm das mit so lange es währt. Darauf bin ich ein wenig neidisch. Ich nehme an, dass meine Spieler um eine höhere Spielfrequenz nicht traurig wären bzw. die auch terminlich möglich machen würden. Du lebst den Traum  ~;D

Offline Luxferre

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #6 am: Gestern um 10:09 »
10 Jahre nicht SL trotz stetigem Rollenspiel? Das ist heftig.

Das verdammte Berufsleben und natürlich das (nicht verdammte) Privatleben zieht da natürlich extrem rein. Gerade das Berufsleben hatte 2004 dazu geführt, dass ich mit Rollenspiel aufgehört habe. Ich musste mich da eben entscheiden - was eben jedes Wochenende Fortbildung neben dem Berufsalltag bedeutet hat. Ich bin froh, dass ich mich damals für diesen Weg entschieden habe. Dem Rollenspiel habe ich allerdings alle die Jahre nachgetrauert. Aber heute ist das vergessen wie man weiß.

Wir sind aus der Gruppe von vor 30 Jahren noch immer zu Viert übrig und wir alle 4 lieben es zu Spielleiten.
Da haben wir also einen Turnus eingeführt.
Der eine SL hatte 4,5 Jahre auf der Uhr, die beiden danach jeweils gute 2,5 Jahre.
Mein letztes Experiment war den Schlangenschädel-Abenteuerpfad von PF zu HARP zu konvertieren. Wir haben dann nach der Erkundung und Säuberung der Oberstadt Schluss gemacht, weil das SetUp der APs einfach scheiße ist. Hatte dazu auch mal einige längere Posts verfasst.

Dann habe ich in Coroni-Zeiten etwas online mit meinen Jungs quasi "zwischendrin" ausprobiert und mein RQ6/BRP-Heimgebräu ausgetestet, was erstaunlich resistent lief und dazu jetzt meine weiterführenden Ideen ausgebaut. Wenn man sich mit sowas beschäftigt, dann kostet das auch gut und gerne einige Monate kontinuierliche Arbeit. Also war die Zeit an sich gut gefüllt, aber mir fehlte das Leiten dennoch total.


Eine reglerechte Rollenspielpause hatte ich in den letzten 30 Jahren gar nicht. Mal ein halbes Jahr weil einer eine harte Depri hatte oder ich gerade in akademischen Abschlüssen gefangen war. Aber das gildet ja noch nicht als "Pause"  ~;D
« Letzte Änderung: Gestern um 10:10 von Luxferre »
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Offline schneeland

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #7 am: Gestern um 11:28 »
Ähnlich wie bei gilborn (auch wenn die konkreten persönlichen Umstände anders sind): die Grundmotivation für Rollenspiel hängt merklich daran, wie stark mich Arbeit und sonstiges Privatleben gerade in Anspruch nehmen und wo mein allgemeines Fitness- und Energielevel gerade ist. Historisch betrachtet gab's auch mehrere längere Phasen, in denen ich nicht gespielt habe. Wenn wir das aber mal rausrechnen, dann war alles zwischen "mehrmals die Woche gespielt und trotzdem noch Lust auf eine Extrarunde am Wochenende" (frühe Coronazeit) und "wenn wir mal 'nen Monat nicht spielen, ist das auch ok" (jetzt gerade) dabei.
Das gilt aber zunächst mal für die Spielerseite. Was die Spielleiterrolle angeht, sind längere Pausen eher der Standard und ich fand's sehr angenehm, dass ich über Runden, die sich hier im :T:-Umfeld ergeben haben, ab 2019 erstmal hauptsächlich Spieler sein konnte. Die Motivation auch wieder was zu leiten, kam dann nach einer Weile (=eher Jahre als Monate) auch wieder, aber tendenziell strengt mich Spielleiter sein mehr an (auch wenn's durchaus Spaß macht). Wobei ich festgestellt habe, dass das überproportional mit der Abenteuer-/Kampagnenlänge ansteigt - entsprechend leite ich mittlerweile lieber One/Few Shots oder Kurzkampagnen als längere Sachen. Dann ist auch die SL-Batterie schneller wieder voll.
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Offline Tintenteufel

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Re: Rollenspielpause - wann kribbelt es bei euch wieder?
« Antwort #8 am: Gestern um 11:35 »
Ich spiele seit 1998 mehr oder weniger durchgehend. Es gab mal ein Auslandssemester, in dem ich nur via PBP gespielt habe. Ja, das bevor online-Spiel wirklich ein Ding war. Es gab mal ein paar Wochen oder wenige Monate (1-2) wegen schwierigen RL-Situationen, aber eine echte Pause gab es nicht.

Also spätestens nach 1-2 Monaten wird der Spielwunsch bei mir so groß, dass wieder würfel rollen.
Spiele/leite derzeit Cairn, Mausritter, und Mythic Bastionland.
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