Autor Thema: Influencer Systeme - Bereicherung der Systemlandschaft oder nur Geldmacherei?  (Gelesen 6155 mal)

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Offline Luxferre

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OSRICTM und damit auch ALRIK ist doch "derivativ" im Wortsinne.
Von Kapitalisierung getriebener Konsum hingegen ist schon kritikwürdig. Und da sehe ich DEN Punkt für mich. Da kommen Leute in die Szene, um sich daran zu bereichern, zu melken und ihren Reibach damit zu machen.
Mir persönlich ist dieses Verhalten höchst suspekt. Egal ob im Rollenspiel oder bei ehedem entlegenen Naturplätzen oder Restaurants und so weiter. Die billige Argumentation: "ist doch Werbung" zieht für mich nicht.
Um mal einen Bezug zur Management-Praxis zu ziehen:
Influencer = Intensität
RSP-Schaffende = Konsistenz
Und Konsistenz schlägt Intensität. Inhaltlich und beizeiten auch (nicht immer) moralisch.
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Das ist für mich der Knackpunkt:

Da kommen Leute in die Szene, um sich daran zu bereichern, zu melken und ihren Reibach damit zu machen.

Ich muss da an die Rocketbeans denken mit ihrem Nicht-DSA-aber-doch-irgendwie-schon-System. Ich weiß noch wie irritiert ich war als ich das seinerzeit mitbekommen hatte. Es mag sein, dass ich den Leuten jetzt Unrecht tue (ich hab da vielleicht 1-2h Lebenszeit mit den Videos verbracht um mir zumindest einen kleinen Einblick zu verschaffen) - aber ich hatte da ganz stark den Eindruck, dass  hier Leute von außerhalb der Szene, die früher mal DSA und/oder Chtulhu gespielt und danach sich nie wieder mit Rollenspiel beschäftigt haben, jetzt eine neue Contentlinie für ihren Kanal entdeckt haben. Ich will ihnen nicht absprechen, dass sie da ehrlich Spaß dran haben - aber da imho wurde da entweder Null Recherche in Hinblick auf "Was gibts denn noch für Rollenspiele/Regelnsets?" gesteckt, Kontakt zur Szene gesucht - oder man hat das sehr bewusst genauso umgesetzt um die größtmögliche Zugänglichkeit zu bewahren (Wer RB guckt kennt vermutlich wenn überhaupt nur DSA, wollen wir sie mal nicht überfordern). Damit ist die Gewichtung pro kommerzieller Interessen und Kontra Szene. Es hätte ja genug frei nutzbare Systeme gegeben, die deren Spielstil rein regelmechanisch viel besser unterstützen könnte und damit vielen Rollenspiel-Interessieren mal etwas neben der Welt von DSA zeigen können. Stattdessen: Lass ma eigenes System als DSA-Ripoff machen, scheißegal die Leute kaufen es uns eh ab!  :q

Das ist für mich so das Negativbeispiel. Auf der anderen Seite: Die frühen 2000ern waren doch geprägt von Blog-Kultur. Jeder Hans und sein Mudder hat nen Rollenspielblog aufgemacht und erst über die eigenen Hausregeln, dann über das eigene Regelsystem geschrieben.. und sehr bald ein Rollenspiel rausgebracht. Ist nicht LofFP auch so gewachsen damals bei playingdndwithpornstart?  :think: Dazu dann der gegenseitige Austausch in Foren, Kritik und Überarbeitung - und Werbung machen für das eigene System.
Was Anderes war das denn als Influencing? Was Anderes ist denn zBsp der ganze Werkstattbereich hier im Tanelorn?

Also nein, es spricht im Grunde nix dagegen, sich als Spielender aus dem Kreis der Spielenden zu engagieren und zu Autor·in zu werden - UND sich darüber mitzuteilen. Kritisch wird es dann, wenn die Schnittmenge zwischen aktiven Austausch mit Anderen und der Herausgabe von Produkten immer kleiner wird. Da kann man dann die Qualität per se erstmal anzweifeln. Wer nur DSA kennt wird nix Anderes als einen DSA-Klon bauen - Legenden von Hearbreakern und T.E.A.R.S. belegen das.
« Letzte Änderung: 28.09.2026 | 10:50 von First Orko »
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

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Ich habe ja schon einen -für mich elementaren!- Unterschied von Autoren/Designern/Liebhabern versus Influencer aufgeschrieben.

Influencing ist reines Marketing. Da geht es um Generierung von Einnahmen. Manche würden sagen "Durchkommerzialisierung unseres Hobbys". Und ganz von der Hand zu weisen ist das nicht.

Ich staune ja auch nicht schlecht, wenn ich in Videos "Professionelle Damen" in Cosplays sehe ... scheint ja auch finanziell zu klappen ... und Lichtjahre von dem entfernt, wie wir (edit: meine Gruppen und ich) unser Hobby betreiben.
« Letzte Änderung: 28.09.2026 | 12:13 von Luxferre »
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Influencing ist reines Marketing. Da geht es um Generierung von Einnahmen. Manche würden sagen "Durchkommerzialisierung unseres Hobbys". Gruppen und ich) unser Hobby betreiben.

Und den zwingenden Zusammenhang zwischen den drei Sätzen sehe ich eben nicht. Hier im Forum sind User, die bei jeder sich bietenden (dabei aber immer inhaltlich passenden) Gelegenheit ihr System oder eines, wo sie aktiv beteiligt sind, bewerben. Mitunter in einer Weise, die ich schon fast als unangenehm wahrnehme - aber solange es zur Fragestellung passt: Warum nicht.
Etwas im luftleeren Raum schaffen ist immer unbefriedigender als es mit Anderen zu teilen. Das ist ja die Essenz dieses Ortes  ;)

Im Endeffekt ist es aber Werbung. Nur halt -erstmal- ohne finanzielle Interessen. Aber der Weg dahin ist kein binärer, kein Schritt den man macht von der "guten" zur "bösen" Seite.
Aus  "Ich stell im Tanelorn mein Eigenbrau vor" wird dann vielleicht ein Designblog. Oder ein YT-Kanal. Und dann biete ich es zum Download als Beta. Und dann als PWYW auf itch.io. Und dann mach ich nen Kicktstarter. Dafür nehm ich mich mit meiner Heimrunde auf, wie wir es spielen. Und das sieht ein bekannter RPG-Youtuber. Und der spielt mit und bewirbt das Video auf seinem Kanal. Und dann spielen die das und bewerben den Kickstarter. Und daraus zieh ich mir kleine Videoschnipsel und lad sie auf Tiktok hoch... usw.

An welcher Stelle ist jetzt der eine Schritt erfolgt von Szene-Designer zum Influencer?  :think: Ich finde das gar nicht so eindeutig.
« Letzte Änderung: 28.09.2026 | 12:23 von First Orko »
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Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Luxferre

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Jemand, der unentgeltlich und aus der reinen Euphorie, Liebe zum Spiel und Spaß an der Sache in Foren, YT oder sonstwo bewirbt, ist aber kein Influencer. Der macht Werbung, vielleicht sogar Marketing. Vielleicht hat er sogar eine Handvoll Dollares an Einnahmen. Von dem, was Influencer ausmacht, ist das -in meiner Wahrnehmung- weit, weit weg.

Und ich kann gar nicht verstehen, warum dir hier so HârnMaster oder RoleMaster Fans auf den Senkel gehen ...  ~;D
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Offline Jiba

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Ich glaube, was Orko meint ist: Du hast schlicht keine Ahnung, aus welcher Motivation heraus ein beliebiger YouTuber Rollenspielcontent macht und aus welcher nicht. Gerade bei den "Cosplay-Damen" ist das doch lediglich eine Verbindung von Hobbies. Ginny Di hat wahrscheinlich einfach weniger sündhaft teure Kickstarter-Limited-Deluxe-Editionen von Uralt-Rollenspielen im Schrank stehen, dafür dann aber halt die Kohle für ein zusätzliches Paar Tiefling-Hörner. So what?
« Letzte Änderung: 28.09.2026 | 12:34 von Jiba »
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Prisma

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Ich habe ja schon einen -für mich elementaren!- Unterschied von Autoren/Designern/Liebhabern versus Influencer aufgeschrieben.

Influencing ist reines Marketing. Da geht es um Generierung von Einnahmen. Manche würden sagen "Durchkommerzialisierung unseres Hobbys". Und ganz von der Hand zu weisen ist das nicht.

Ich staune ja auch nicht schlecht, wenn ich in Videos "Professionelle Damen" in Cosplays sehe ... scheint ja auch finanziell zu klappen ... und Lichtjahre von dem entfernt, wie wir (edit: meine Gruppen und ich) unser Hobby betreiben.
Ich sehe das ähnlich. Dein letzter Satz trifft für mich auch deutlich auf z.B. Critical Role zu.



Aus  "Ich stell im Tanelorn mein Eigenbrau vor" wird dann vielleicht ein Designblog. Oder ein YT-Kanal. Und dann biete ich es zum Download als Beta. Und dann als PWYW auf itch.io. Und dann mach ich nen Kicktstarter. Dafür nehm ich mich mit meiner Heimrunde auf, wie wir es spielen. Und das sieht ein bekannter RPG-Youtuber. Und der spielt mit und bewirbt das Video auf seinem Kanal. Und dann spielen die das und bewerben den Kickstarter. Und daraus zieh ich mir kleine Videoschnipsel und lad sie auf Tiktok hoch... usw.

An welcher Stelle ist jetzt der eine Schritt erfolgt von Szene-Designer zum Influencer?  :think: Ich finde das gar nicht so eindeutig.
Dein Beispiel wäre für mich kein Influencer-Rollenspiel. Selbst wenn der Autor den Influencer bezahlt hätte. Dann wäre das Influencermarketing.

Bei z.B. TEARS usw. wurde der Weg umgekehrt gegangen. Das ist in erster Linie entstanden, um Content für den Kanal herzustellen. Dann hat man gesehen (vielleicht auch insgeheim gehofft), dass es die eigenen Fans kaufen wollen. Der eigentliche Spieler, sowie die eigentliche Rollenspielszene, war nie die Zielgruppe. Natürlich wird das dann auch, zumindest einmal, ein finanzieller Erfolg, der so manchen Rollenspielverlag schwindeln lässt, weil es mehr Influencer-Fans als Rollenspieler gibt. Aber es ist nicht dasselbe. Das ist eine Devotionalie. Das ist ähnlich wie bei einem Roman von einem bekannten Schriftsteller und das Buch von einem Influencer, z.B. von Montana Black, wobei der das gar nicht geschrieben hat. Zwar super erfolgreich bei seinen Fans, aber eben nur eine Devotionalie, kein Beitrag zur Literatur.

Ich bin sicher, dass dies der einzige Grund ist, warum Ulisses mit den RBs überhaupt was macht. Am Ende des Tages ist es egal was rauskommt, Hauptsache der Influencername lässt die Kasse klingeln. Wobei hier die Zielgruppe sowohl aus den Influencer-Fans als auch den DSA-Fans besteht. Kann man ja machen, ist nicht verboten, aber ich bezweifle aus o.g. Gründen dass dies substanziell auf Augenhöhe mit Spielen mitreden kann, die fürs Spielen geschrieben wurden. Das ist immer der Verdacht, der mitschwebt.

Aber wer weiß, kann ja trotzdem sein, dass etwas gutes dabei rauskommt. Vielleicht gibt es ja eine Überraschung, die Respekt verdient.
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

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Ich staune ja auch nicht schlecht, wenn ich in Videos "Professionelle Damen" in Cosplays sehe ...

Also der Begriff "Professionelle Dame" ist bei mir (und nicht nur mir) anders belegt - ich lese das als Codierung für Erotik-Milieu. Ich gehe nicht davon aus, dass das gemeint ist.
Du meinst damit professionell gemachtes Cosplay? Oder Youtube-Profis?
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Ich meinte Escort/Prostituierte. Die räkeln sich tausendfach in Fantasy-Kostümen im teuren Bezahlinternet, gehen auf Conventions um zu "arbeiten" und sind auf eine schräge Art und Weise auch auf der durchkommerzialisierten Seite unseres Hobbys zu verorten.
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Wir reden hier doch von INFLUENCERN, oder? Der Begriff ist klar definiert und abgegrenzt. Bei denen habe ich eine grobe Ahnung, warum die Rollenspielcontent erstellen ;)
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Online Mr. Ohnesorge

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Und von wem sprechen wir da konkret?
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Offline Eismann

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Online Mr. Ohnesorge

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Na ja, bislang gibt es zu Influencern hier viel Geraune, aber wenig Konkretes.

(Die Escorts interessieren nicht)
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Offline Eisenmeile

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Bei z.B. TEARS usw. wurde der Weg umgekehrt gegangen. Das ist in erster Linie entstanden, um Content für den Kanal herzustellen.

In erster Linie waren die Macher Fans, die ihre Fankampagne auch online machen wollten. Aufgrund der speziellen Gegebenheiten einer deutschen Rundfunkzulassung (Rocket Beans war bis 2021 nicht nur ein YT-Kanal, sondern ein Sender) war es sinnvoller das mit einem Spiel zu machen, welches ihnen selbst gehört, statt mit einem "Fremdprodukt" (genau wie Orkenspalter für ihre BR/ARD-Kooperationen auch ein eigenes System verwenden). Mehr steckt nicht dahinter.

Zitat
Dann hat man gesehen (vielleicht auch insgeheim gehofft), dass es die eigenen Fans kaufen wollen. Der eigentliche Spieler, sowie die eigentliche Rollenspielszene, war nie die Zielgruppe. Natürlich wird das dann auch, zumindest einmal, ein finanzieller Erfolg, der so manchen Rollenspielverlag schwindeln lässt, weil es mehr Influencer-Fans als Rollenspieler gibt. Aber es ist nicht dasselbe. Das ist eine Devotionalie. Das ist ähnlich wie bei einem Roman von einem bekannten Schriftsteller und das Buch von einem Influencer, z.B. von Montana Black, wobei der das gar nicht geschrieben hat. Zwar super erfolgreich bei seinen Fans, aber eben nur eine Devotionalie, kein Beitrag zur Literatur.

Ich denke du unterschätzt da den Zufluss an Neuspielern durch die RB-Systeme. Die werden tatsächlich gespielt, und verstauben nicht im Schrank. Und sie werden von Spielern gespielt, die (mehrheitlich) vorher nicht Teil der Szene waren, wodurch sie neue Ideen und Impulse in die Szene bringen (sofern man sie lässt - ich habe auch schon erlebt, dass sich junge Spieler zum ersten Mal auf einen Rollenspieltreff getraut haben, und ihre "Begrüßung" war ein Möchtegern-Torwächter, der ihnen erstmal zu erklären versuchte, dass ihr System total scheiße wäre, und sie lieber was anderes spielen sollten - die hat man dann natürlich beim nächsten Treff nicht mehr gesehen).

Das System mag recht simpel sein, und (für erfahrene Rollenspieler) keine besonders originellen Regeln beinhalten, aber wenn ich mir mal überlege, mit welchen Systemen wir damals angefangen haben... (bei mir war es AD&D1: ein System dessen Regeln sich Gygax damals bei diversen Gruppen (nicht nur) aus seinem Umfeld zusammen"geborgt" hat, oft ohne die entsprechenden Regelkomplexe ausreichend zu verstehen, oder wenigstens mal testzuspielen) - da ging es mehr um Leidenschaft und Ausprobieren, als darum sich mit idealen Startvoraussetzungen auszustatten.

Und Leidenschaft sehe ich bei diesen "Influencern" (ob es jetzt wirklich welche sind, oder nicht) durchaus. In den 90ern habe ich noch Leute gesehen, welche in LARP-Gewandung zu Pen&Paper-Conventions gekommen sind, einfach weil ihnen das Verkleiden Spaß machte - die empfand ich immer als Bereicherung, weil sie gezeigt haben, wie "bunt und granatenstark" unser Hobby ist. Irgendwann in den 2000ern hat das abgenommen (entweder haben sie sich nicht mehr getraut verkleidet zu erscheinen, oder sie sind nicht mehr auf P&P-Cons gegangen, sondern haben nur noch LARP gemacht), insofern finde ich es schön, dass der Trend wieder in die andere Richtung schwingt.
« Letzte Änderung: 29.09.2026 | 00:13 von Eisenmeile »

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 :o What? Das ist ein Ding? Also nachgewiesenermaßen? Tausendfach?! Ich bekomm sowas ja nicht mit... und bin da grad glaub ich auch ganz froh drüber :P
Also Onlyfans mit Spitzohr und Leder"rüstung" ja? Tja. Da wurde wohl einfach eine neue Zielgruppe erschlossen  >;D

Wir reden hier doch von INFLUENCERN, oder? Der Begriff ist klar definiert und abgegrenzt. Bei denen habe ich eine grobe Ahnung, warum die Rollenspielcontent erstellen ;)

Und da gehen wir auseinander. Mein Take ist: Die Dichotomie von Influencer und Hobbyist halte ich für die Grenzfälle einer Skala, den Mechanismus "Influencing" für die zeitgemäße Variante von "Ich erzähle Leuten davon, was ich Cooles gemacht habe". Es gibt Fälle von schamloser Kommerzialisierung (die ja von Großverlagen wie WOTC mit ihren Abomodellen auch noch vorgemacht wird!) durch szenefremde Selbstinszenierer und AI-Scammer. Es gibt aber auch Grenzfälle, wo die Begeisterung für ein (immer schon aktives oder wieder aktiviertes) Hobby zusammenfällt mit einem hinreichend gut aufgebauten Socialmedia-Kanal. Und alles dazwischen und außerhalb.

Alles, was ich sage: Es ist im Einzelfall zu prüfen. Die Abozahl eines Streamers und die Qualität eines Regelwerkes mögen in Grenzfällen eine Relation aufweisen - aber es ist kein Automatismus, der irgendwas Fundiertes aussagt.
« Letzte Änderung: 29.09.2026 | 06:56 von First Orko »
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Offline Settembrini

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Ach das ist nun aber albern, an der Stelle Begriffe aufzuweichen. Influencer sind Leute, die von Werbeeinnahmen leben. Das ist ja nun wirklich in keiner Weise ein Graubereich oder eine ganz schwierig zu differenzierende Kiste.
caveat lusor, sie befinden sich in einer Gelben Zone - Der PESA RHD warnt!

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Offline Jiba

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Also sind Leute, die ihre Videos finanziert durch Patreon o.ä. machen, keine Influencer? Was ist mit solchen, die neben ihrer Social Media-Tätigkeit noch einen Day Job haben und primär von dem leben? Keine Influencer?
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Torsten (Donnerhaus)

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Es gibt da schon eine enorme Spanne im Bereich der "neuen Medien". Sowohl bezüglich der Persönlichkeiten, als auch in Bezug auf Motivation, Monetarisierung und Umsetzung.

Es gibt Influencer-Systeme, die Hacks bestehender Systeme sind, Influencer-Systeme die de facto nichts groß anderes als ein T-Shirt oder ein Basecap sind (in sofern als das sie als Spiel nichts taugen und nur fürs Regel gedacht sind), Systeme die lediglich zusammen mit Influencern vermarktet werden, und und und… Und Influencer ist nicht gleich Influencer. Manche wollen Content für ihren Kanal, andere wollen einfach selbst Rollenspiele spielen, wieder andere wollen Content daraus machen sich über das Medium Rollenspiel lustig zu machen und so weiter.

T.E.A.R.S. von den Rocket Beans (Und später HTBAH), das H.O.R.D.E. Spiel von Gronkh/Grimm, Das ALRIKS Rollenspiel, Daggerheart oder unsere Spiele ("Freude, schöner Götterfunken", "Im Schatten der Zweiten Sonne" und "Krawall im Kiez") sind alle für sich völlig unterschiedlich. Bezüglich der Spielkomplexität, bezüglich der Zielsetzung, der Motivation der Beteiligten, der Monetarisierung, Entwicklungszeit und so weiter. Alle haben aber direkt oder indirekt irgendwas mit Influencern zu tun. Allerdings auf völlig unterschiedliche Arten. Dementsprechend haben sie auch alle unterschiedlichen Impact in ganz unterschiedlichen Demografien.

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Der Begriff Influencer wird heutzutage deutlich weiträumiger gebraucht. Im wesentlichen reden wir über populäre unabhängige Ersteller von Inhalten (Content Creator), im Gegensatz zu traditionellen Systementwicklern. Aber da man ja ein System entwickeln muss um es zu verkaufen, und man Inhalte erstellen "muss" um es zu bewerben (jaaaa, ganz theoretisch geht es auch ohne) sind Systemanbieter quasi immer beides.

Die Frage ist dann halt wer deutlich mehr Content Creator und wer deutlich mehr Spieldesigner ist. Insofern würde ich Neon Odyssey, Daggerheart, und Deathbringer eindeutig in der ersten Kategorie (also "Influencer Systeme") einordnen, Shadowdark aber in der zweiten.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Prisma

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Tatsächlich würde ich den Content Creator vom Influencer grundsätzlich trennen. Ein Content Creator wäre jemand der einen Fachinhalt herstellt. Ein Influencer wäre jemand der seine Bekanntheit nutzt, um sein Publikum für kommerzielle Zwecke zu benutzen, es also zu "influencen", also zu beeinflussen oder zu überreden. Es gibt aber Leute die machen beides, so das die Grenze durchlässig ist.

Ein Influencer ist also jemand der einen für Geld verarscht, in dem er einen glauben lässt, er sei ein Freund oder seine "Empfehlung" wäre ein Freundschaftsdienst - und du machst da auch selber, im Zweifel unbewusst, mit.
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

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Tatsächlich würde ich den Content Creator vom Influencer grundsätzlich trennen. Ein Content Creator wäre jemand der einen Fachinhalt herstellt. Ein Influencer wäre jemand der seine Bekanntheit nutzt, um sein Publikum für kommerzielle Zwecke zu benutzen, es also zu "influencen", also zu beeinflussen oder zu überreden. Es gibt aber Leute die machen beides, so das die Grenze durchlässig ist.

Ein Influencer ist also jemand der einen für Geld verarscht, in dem er einen glauben lässt, er sei ein Freund oder seine "Empfehlung" wäre ein Freundschaftsdienst - und du machst da auch selber, im Zweifel unbewusst, mit.
Das Wort das Du eigentlich beschreibst gibt es im Englischen und nennt sich "Grifter".
Die Begriffe Influencer und Content Creator sind heutzutage synonym. Du kannst kein Content Creator sein (Aus Kostengründen), ohne die Follower zu beeinflussen entweder direkt Geld zu geben oder ihnen etwas zu verkaufen und wenn es nur das eigene Buch oder die eigentliche Arbeit, die Du ausserhalb des Content-Geschäftes machst. Das ist schliesslich nicht umsonst auch eine sehr effektive Werbung für den eigenen Laden.
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
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Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern
Gewinn.

Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist