Autor Thema: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?  (Gelesen 2106 mal)

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Online Samael

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Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« am: 28.04.2006 | 19:07 »
Was sind eurer Meinung nach die besten Zusatzbücher für D&D 3.5.
Ich spreche von Core - D&D WotC Produkten.

Begründung wäre klasse!
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Offline ragnar

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #1 am: 28.04.2006 | 19:57 »
Das letzte was mir so im Kopf als "gut" im Kopf geblieben ist, war das Dungeonmaster Guide II(290 Seiten). Während das normale DMG den "mechanischen" Aspekt des Leitens von D&D sehr gut abdeckt, behandelt dies dies mehr die "kreativen Seiten" des SL-lens(Abenteuer- und Kampangenbau, wie man am besten mit Vorgefertigten Abenteuern umgeht(sie individualisiert), wie man PRCs entwirft und wie man sie in die Welt einbaut(ansonsten sind sie ja eh nur eine Aneinanderreihung von Spezialfertigkeiten), Details und zur mittelalterlichen Gesellschaft(und vorschläge wo man vielleicht die Grenze zwischen Spielspaß und Authenzität zieht), und jede Menge Sachen die sich eigentlich hauptsächlich damit beschäftigen Setting und Spiel interessanter zu machen(z.B. Anpassungen von magischen Gegenständen die mehr Flair haben als das sie Effekt verursachen)), das "Robins Laws of Good Game Mastering" in etwas aktualisierter Fassung enthalten ist, könnte außerdem dafür sprechen sich dieses Buch mal näher anzuschauen.

Das einzige was mich stört ist die Tatsache das ich davon gerne mehr gesehen hätte als ich das Spiel noch gespielt habe(und nicht 3 Jahre später :)) und Einschübe wie "Hey man kann D&D auch mit dem Dazugehörigem Miniaturenspiel kombinieren"(2 Seiten), mehr Zufallbegegnungstabellen(6 Seiten, aber diese sind andererseits interessanter als der Schmu aus dem DMG1, weil ein paar Begenungen aus mehr als nur aus "X Viecher" bestehen) und letzten Ende das Kapitel "Saltmarsh" ein Kapitel(30 seiten) das zwar schön zeigt wie man die Anregungen die es zuvor gab schön umsezten kann(und das man sicherlich auch als schöne Start-location für sein Spiel benutzen könnte, genug Adventure Hooks gibt's eigentlich), aber das ganze wäre IMHO in einem Webenhancement besser aufgehoben/Hat in einem ansonsten so generischem Buch eigentlich nix zu suchen.
« Letzte Änderung: 18.05.2006 | 15:53 von ragnar »

Romaal

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #2 am: 28.04.2006 | 21:39 »
Also ich schwanke da zwischen zwei Büchern hin und her, die ich als die Besten erachte:
Und zwar zwischen dem Book of Vile Darkness und dem Libris Mortis. Beide Bücher bestechen durch wertvolle Tipps, ausgefeilte Regeln und natürlich dem Thema: das Böse!!!  >;D

Ich liebe es einfach bei D&D Untote, manische Massenmörder usw. zu spielen, bzw. als Meister darzustellen. Da kommen mir natürlich solche Bücher gerade recht.

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #3 am: 28.04.2006 | 22:04 »
Expanded Psionics Handbook
Die 3er Psiregeln sind endlich schön, so dass man sich nicht scheuen muss sie, insofern es zum Setting passt, ins Spiel einzubauen. In meinen Augen ist dies das Core Rulebook IV.
Du magst das Konzept von Psi nicht? Na dann ist es wohl eher nichts für dich.

Complete Warrior, Arcane, Divine, Adventurer, Psionic
Die Reihe erweitert dein Spiel um zusätzliche Grund- und Prestigeklassen sowie Feats. Ich habe die Bücher nach 4 Jahren des wöchentlichen D&D Spielens eingeführt und möchte die Optionen daraus nicht mehr missen. Vor allen Dingen werden die Feats aus den Grundregeln schnell allzu bekannt und hier findet man ein paar nette Varianten bzw. schöne neue Feats. Im Durchschnitt sind die neuen Grundklassen gut, ein oder zwei Rohrkrepierer sind dabei, aber das Gros passt gut ins Spiel und bringt neue Mischungen bzw. Impulse.
Klare Empfehlung für Leute, die aus den reinen Grundregeln rausgewachsen sind.

Unearthed Arcana
Ein Potpourri an zusätzlichen Spieloptionen. Hier kannst du, ohne dir groß Gedanken machen zu müssen, an den Variablen des Spiels drehen. Es gibt schlechte Abschnitte, ja, aber die guten Überwiegen in meinen Augen. Vor allen Dingen die Variant Classes gefallen mir so gut, dass ich sie in jedem Spiel erlaube.

Draconomicon, Libris Mortis, Lords of Madness
Optionen um Monster aufzumotzen und tiefer in ihre Hintergrundgeschichte einzusteigen. In meinen Augen eine gelungene Regelbuchreihe für jene, die um einen bestimmten Monstertypus eine Kampagne aufbauen möchten. Die Monster Manuals mag ich, außer dem ersten, eigentlich nicht, weil es nur eine Ansammlung kranker Monster ist, die man nie im Leben einsetzt. Dann lieber hier Geld investieren und die Basismonster ausschmücken, bzw. die Spieler mit fiesen Optionen überraschen. Vor allen Dingen das Libris Mortis empfehle ich, da es Regeln für untote SC enthält.

Book of Vile Darkness (3.0), Book of Exalted Deeds
Das göttlich Gute bzw. das teuflisch Böse als Thema zu einem Buch. Hier findet man entsprechende Geschoße. Gute Inspiration für Kampagnen, auch wenn es natürlich Regelbücher sind.

Manual of the Planes (3.0), Planar Handbook
Detaillierte (okay, nicht das Planescapeniveau, aber immerhin) Beschreibung der Ebenen und Planarer Erscheinungen für den Spielleiter. Optionen für Charaktere auf den Äußeren Ebenen für die Spieler. Wenn in der Kampagne Ebenenreisen eine Rolle spielen sollen: Die beiden Bücher einpacken!

Was ich nicht empfehlen kann (ohne Begründung):
Frostburn, Stormwrack und Konsorten (Environement - Reihe)
Fiend Folio, Monster Manual II und III
Races of the Wild, Stone, etc.
Heroes of Horror, Battle, ...
DMG II
Magic of Incarnum
Tome of Magic: Pact, Shadow & Truename Magic
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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #4 am: 28.04.2006 | 22:49 »
Erstmal Danke! für die Antworten.

MotP
Inwieweit ist der crunch Teil durch 3.5 obsolet geworden? Lohnt es sich trotzdem 25 Tacken dafür auszugeben? Ebenenreisen find ich prinzipiell ja cool.
Und das Planar Handbook ist hauptsächlich crunch, oder? Ist es ein Update des crunch aus dem MotP?

Psi mog I net. ;)

Mit Unearthed Arcana hab ich schon geliebäugelt, mal sehen. Bei den Completes zögere ich, weil die 3.0 Klassenbücher so schlecht waren. Ich werd mal nen Blick reinwerfen müssen.

Warum findest du die Heroes of... Bücher schlecht?

PS
Bestellt ist jetzt erst mal Libris Mortis... weil ich Untote schon immer am Liebsten gegen meine Spieler geschickt habe.
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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #5 am: 28.04.2006 | 22:58 »
Die Regeln, die im Manuals of the Planes präsentiert werden, sind so ebenenspezifisch und einzigartig, dass du keine Probleme beim Wechsel bekommen wirst, im 3.5er DMG sind einige davon bereits aufgeführt. Zauber, Prestigeklassen und Monster müssen evtl. leicht angepasst werden. Große Teile sind Beschreibungen, von daher lohnt sich der Kauf.

Die Complete - Reihe ist wesentlich besser als die 3.5 Splazbooks, aber schau ruhig mal rein, ob es was für dich ist.

Die Heroes of Reihe finde ich schlecht, weil das Konzept etwas schwammig ist und der Inhalt seltsam ist. Das Heroes of Battle ist noch halbwegs okay, es enthält halt Vorschläge und Regeln zum leiten von Schlachten mit Missionszielen, ein paar Feats und Prestigeklassen, die nicht erwähnenswert sind. Schau mal rein, wenn du einen großen Krieg in deiner Kampagne zum Zentrum machen willst. Das Heroes of Horros ist..ähm...speziell. Irgendwie viele Anleien an Cthulhu D20, der Horroraspekt will nicht so recht mit dem heroischen Aspekt von D&D, Tipps die untergrottig sind, nee, lass mal lieber. Aber wenn du im Rollenspielladen drüber stolperst, kannst du ja mal reinschauen. Du wirst sehen, was ich meine. Das Buch bringt halt auch keine neuen Impulse. Der Versuch zu beschreiben, wie ich eine Bohrmaschine als Hammer verwende.
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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #6 am: 28.04.2006 | 23:12 »
Ja, dann danke für die Warnung. Heroes of Battle habe ich aber gestern ersteigert (allerdings für 7,50 macht also nicht so viel wenn es Gülle ist).
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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #7 am: 28.04.2006 | 23:13 »
Nee, ist ja das bessere von den beiden. Einige Dinge sind okay. Für den Preis hätte ich es auch genommen.
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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #8 am: 18.05.2006 | 02:25 »
Ein Buch wollte ich hier auch mal beitragen: "Fury in the Wastelands" von Kenzer. Es handelt sich dabei um das Orkbuch zum Kalamarsetting, jedoch ist es meiner Meinung nach universell gehalten, man kann es also ohne weiteres auch in andere Settings übertragen. Die Orks werden schön beschrieben, mit allem was dazu gehört, also Gesellschaft, Religion, besondere Gegenstände etc. Ich finde es empfehlenswert.

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #9 am: 18.05.2006 | 07:26 »
Ich muss SdÄ in manchen Punkten widersprechen.

1) Ob das MM3 nötig ist, darüber kann man sich gewiss streiten - als ob die Monster im MM1 nicht ausreichen würden. Schon klar.
Jedoch finde ich, dass sie eine wundervolle Ergänzung sind und viele schöne Monster darin enthalten sind.

2) Magic of Incarnum ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk. Mit dem Warlock in Complete Arcane haben sie ja schon gezeigt, dass Wizards neue Konzepte aufweisen kann, die mit Magie zu tun haben anstatt die altbekannten Spells in irgendeiner Weise aufzubohren oder umzugestalten - jedoch irgendwo gleich bleiben.
Das Magic of Incarnum stellt ein völlig neues Konzept dar, dass von den Spells und Spellslots vollkommen weggeht.
Wenn du also nicht mehr die quälende Frage haben willst warum ein Magier seine Sprüche vergisst, dann würde ich in dieses Buch unbedingt reingucken. Es bringt einen ganz neuen Wind in das Spiel.

3) Tome of Magic verhält sich ähnlich.
Die Packtmagie bringt unerwartet viel Rollenspieltief in das Spiel.
Ein Charakter geht mit einem mächtigen Wesen einen Packt ein. Verpatzt er dabei seinen Packt-Check, bekommt er die Einstellung des Wesens aufgedrückt, die das Wesen in seinem früheren Leben hatte: Muss bedürftigen helfen, Elfen verkloppen, Machtvakuum ausfüllen. Also nichts was sich mit einem einzigen Würfelwurf erledigen lässt.
Meiner Meinung auch sehr schön konzipiert.

Magic of Shadow ist auch sehr vielseitig und überraschend gut konzipiert.

Truename Magic mag ich persönlich nicht so, ist aber bekanntlich geschmackssache ;)

Cheers, Evil DM
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Mein biete Thread - schau doch mal rein. :)

Ecowarmachine

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #10 am: 18.05.2006 | 07:53 »
das "Robins Laws of Good Game Mastering" in etwas aktualisierter Fassung enthalten ist, könnte außerdem dafür sprechen sich dieses Buch mal näher anzuschauen.
Wieviele Seiten hat der Abschnitt von Laws?

Offline Skele-Surtur

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #11 am: 18.05.2006 | 15:11 »
Och, ich finde MM2 & 3 und Fiend Folio eigentlich ganz niedlich. Das meiste hätte ich mir zwar genauso gut aus der Nase ziehen können und es steht auch ein Haufen Schrott drin, aber das eine oder andere hab ich schon mit großem Erfolg angewendet... ob das natürlich das komplette Buch für den nicht ganz so vernachlässigbaren Preis notwendig macht ist eine andere Frage.
Doomstone ist die Einheit in der schlechte Rollenspiele gemessen werden.

Korrigiert meine Rechtschreibfehler!

Offline CrazyDwarf

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #12 am: 18.05.2006 | 15:13 »
Was mir gut gefallen würde wäre sowas wie "The complete book of templates"... ;D Gibts sowas?
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Offline Selganor [n/a]

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #13 am: 18.05.2006 | 15:29 »
Du meinst das da? (Gibt's auch als Printversion)
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline CrazyDwarf

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #14 am: 18.05.2006 | 15:33 »
Cool, danke Selganor - genau das hat mir noch gefehlt...
"Nimmermehr"

Offline ragnar

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Re: Die besten Zusatzbücher für D&D 3.5?
« Antwort #15 am: 18.05.2006 | 15:44 »
Wieviele Seiten hat der Abschnitt von Laws?
Wieviel RDLaws insgesamt daran "verbrochen" hat, ist schwer zu sagen. Der Abschnitt der größtenteils die "Laws of Good GMing" in Bezug auf Spielertypen und das Umgehen mit/Einbringen von spielern wiedergibt (und erweitert), ist 31 Seiten groß. Darüber hinaus habe ich ihn[Laws] im Verdacht, auch noch an ein-zwei anderen Stellen die Hände im Spiel zu haben, aber das ganze ist halt nicht gekennzeichnet.
« Letzte Änderung: 18.05.2006 | 16:01 von ragnar »