Umfrage

Sind Kampagnen noch zeitgemäß?

Ja!
81 (86.2%)
Ja, aber nur ohne Metaplot.
10 (10.6%)
Nein. Ihre Zeit ist abgelaufen.
3 (3.2%)

Stimmen insgesamt: 72

Autor Thema: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?  (Gelesen 10853 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Vash the stampede

  • KEN-SL
  • Titan
  • *********
  • Love & Peace! König der Kackn00bier!
  • Beiträge: 13.590
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Vash the stampede
Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« am: 21.08.2006 | 20:13 »
Hi!

Diese Umfrage ist eine Nachwehe des Sommertreffens. Dabei äußerte ein Forumsmitglied die Aussage, das für ihn eine Kampagne, nicht eine übergeordnete Storyline braucht, sondern einfach eine Reihe von Abenteuern mit den selben Charakteren bedeutet. Wenn ich mir nun neuere Rollenspiele, insbesondere die mit Forgehintergrund anschaue, dann fällt mir auf, das Kampagnen die über Wochen, Monate oder gar Jahre gehen dafür gar nicht ausgelegt sind. Zumindest meiner Meinung nach.

Und noch etwas spielt hierbei eine Rolle. Die Zeit des Einzelnen. Wer hat denn heute noch die Zeit, eine Geschichte über einen langen Zeitraum zu spielen? Flexible Arbeitszeiten und -orte sind schwere Prüfungen für jede Runde. Ist da nicht die einzige Kampagne die man problemlos spielen kann, jene die sich einem bei WoW bietet?

Stellt sich also die Frage: Sind Kampagnen noch zeitgemäß?

Gruß,
Vash the stampede
Machen
-> Projekte: PDQ# - FreeFate - PtA Zapped - Fiasko - FateCore - Durance - SRAP (mit Diary)
-> Diaries 212 (nWoD) - Cypher Suns (Fadings Suns/Cypher) - Anderland (Liminal) - Feierabendhonks (DnD 5e)

Ich sitze im Bus der Behinderten und Begabten und ich sitze gern darin.

Offline Bitpicker

  • /dev/gamemaster
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.506
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: bitpicker
    • Nyboria - the dark side of role-playing
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #1 am: 21.08.2006 | 20:30 »
Mir kommt der pikareske Stil (Aneinanderreihung von Stories ohne thematischen Zusammenhang und roten Faden) eigentlich eher altmodisch vor als der Kampagnengedanke. Ich lege jedenfalls meine Szenarien immer noch als Kampagnen an. Spiele, die sich für Kampagnen nicht eignen, sollen andere spielen.

Robin
Wie heißt das Zauberwort? -- sudo

(Avatar von brunocb, http://tux.crystalxp.net/)

Nightsky

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #2 am: 21.08.2006 | 20:33 »
Kampangnen sind eine feine Sache um langfristig mit denselben Leuten etwas zu spielen, das eine gewisse Kontinuität mit sich bringt. Dazu noch Charakterentwicklung, etwas komplexere Plots (oder auch nicht ;) )

Der Nachteil liegt auf der Hand, es ist zu unflexibel, Kampangnen ziehen sich sehr lang, weil man zumindest als Arbeitnehmer nicht mehr die Zeit hat und man morgen noch dabei ist.

Dennoch mag ich sie, denn man weiß worauf man sich freut.

Offline Smendrik

  • Das Monster über dem Bert
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 5.638
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: DeadRomance
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #3 am: 21.08.2006 | 22:51 »
Kampangnen sind eine feine Sache um langfristig mit denselben Leuten etwas zu spielen, das eine gewisse Kontinuität mit sich bringt. Dazu noch Charakterentwicklung, etwas komplexere Plots (oder auch nicht ;) )

Der Nachteil liegt auf der Hand, es ist zu unflexibel, Kampangnen ziehen sich sehr lang, weil man zumindest als Arbeitnehmer nicht mehr die Zeit hat und man morgen noch dabei ist.

Dennoch mag ich sie, denn man weiß worauf man sich freut.

Eigentlich kann ich das Wort für Wort übernehmen.

Ich würde zu gerne mal wieder eine richtig epische Kampagne spielen, von Stufe 1 bis 20 inkl. Erznemesis, Drachen, Göttern... *seufz*
Was nützt alle Magie der Welt, wenn man damit nicht mal ein Einhorn retten kann?

Sleep is like the unicorn - it is rumored to exist, but I doubt I will see any

Offline Quaint

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.776
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Quaint
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #4 am: 21.08.2006 | 23:06 »
Also Kampagnen auf jeden Fall noch. Die Frage ist halt wie langwierig. Ich tendiere mittlerweile dazu eher kurze aber knackige Kampagnen zu spielen - Wochen, manchmal Monate, aber normalerweise keinesfalls Jahre.
Ich spiele vielleicht 3mal im Monat an einer Kampagne(1x die Woche ist angepeilt, aber bißchen Schwund ist immer). Das macht bei mir dann vielleicht eine durchschnittliche Länge von ca. 10 Sitzungen. Vielleicht auch mal bis zu 20 (selten bis garnicht).
Besucht meine Spielkiste - Allerlei buntes RPG Material, eigene Systeme (Q-Sys, FAF) und vieles mehr
,___,
[o.o]
/)__)
-"--"-

Wolf Sturmklinge

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #5 am: 21.08.2006 | 23:11 »
Auf jeden Fall für Kampagnen!
Was genau ist ein Metaplot?

Offline Smendrik

  • Das Monster über dem Bert
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 5.638
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: DeadRomance
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #6 am: 21.08.2006 | 23:15 »
Ein Metaplot ist die Hintergrundhandlung die sich als roter Faden durch sämtliche Abenteuer oder ein Setting zieht.

In V:tM war es die androhende Gehenna, in ED I war es der sich anbahnende Krieg gegen Thera usw
Was nützt alle Magie der Welt, wenn man damit nicht mal ein Einhorn retten kann?

Sleep is like the unicorn - it is rumored to exist, but I doubt I will see any

Offline avakar

  • Adventurer
  • ****
  • Gelegenheitsspieler
  • Beiträge: 818
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: avakar
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #7 am: 21.08.2006 | 23:35 »
Richtige Kampagnen, so mit einem Charakter ein großes Abenteuer über viele Monate oder gar Jahre hinweg, hab ich noch nie gespielt.

Früher war es eine lange Reihe von durchaus auch langen Abenteuern, die ein Charakter von Stufe 1 bis Stufe 20 durchleben durfte, bevor er in den Ruhestand ging. Natürlich nahmen einige der Abenteuer Bezug auf vorangegangene, aber ein großer roter Faden oder Metaplot steckte nicht hinter dem Charakterleben. Es waren vielemehr lauter kleine Fäden, verwoben zu einem Netz :)

Heute sind die Abenteuer kürzer und zusammenhangloser. Hauptgrund dafür ist der schon angesprochene Zeitfaktor. In meiner Gruppe sind alle berufstätig und/oder haben Familie. Wenn man sich dann einmal im Monat trifft, dann erinnert sich eh kaum einer noch an die vormaligen Spielsitzungen, zumindest nicht mit einer Intensität, die man für eine längere Kampagne oder längere Abenteuer bräuchte. Der Trend geht da zu mehreren Kurzabenteuern (so ca. 2x5 Stunden) pro Charakter und die Charaktere und Settings wechseln auch häufiger.

OneShots sind absolute Ausnahme.


Offline Funktionalist

  • Kamillos Erfindung
  • Mythos
  • ********
  • Klatuu Veratuu..... äh
  • Beiträge: 10.916
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: DestruktiveKritik
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #8 am: 21.08.2006 | 23:48 »
bei uns:
ganz klar: Kampagnen
ein char=eine Kampagne=eine große Geschichte
meistens ein Aufstieg in eine höhere gesellschafts ebene, oder das finden einer Wahrheit....
oder auch ein spielerabhängiges ziel: (SL möchte eine Welt verkaufen...)
manchmal auch einfach eine gute alte oldschool high-Fantasy Metzelrunde....

aber wir spielen keine One-shots und die abenteuer haben alle Kausalzusammenhänge, ein metaplot existiert immer, aber sie sind meist nicht von anfang an geplant...

naja,
sers,
Alex

Offline Psycho-Dad

  • Ulkbeitrag
  • Mythos
  • ********
  • Beiträge: 8.864
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: psycho-dad
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #9 am: 22.08.2006 | 00:03 »
Natürlich sind die noch Zeitgemäß  :)
Sowohl die form "Held->Geschichte" als auch die Form "Geschichte->Helden"

Erstere ist die Beschriebene aneinanderreihung von Abenteuern (mit oder ohne roten faden) und den gleichen SC, die im laufe der Kampagne Wachsen. Die ist in der Tat ein wenig Zeitaufwändig und wenig Flexibel, aber dennoch meine erste wahl  :D

Leztere ist mehr die Geschichte aus den Blickwinkeln verschiedener Helden. Die ist etwas Freier und läst sich auch aus X Oneshots zusammenschrauben. Man muss nur dafür sorgen, das jeder Teilnehmer genug vom "Roten Faden™" mitbekommt, das sich am ende ein Schlüssiges Bild ergibt.

Nur mit Einzelabenteuern und One-Shots würd ich in meinem Hobby nicht glücklich  ;)

Offline Falcon

  • HvD
  • Titan
  • *********
  • Raise Your DICE !
  • Beiträge: 12.009
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Tiamat
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #10 am: 22.08.2006 | 01:25 »
richtige Kampagnen mit durchgehender Handlung, über Jahre hinweg, haben wir auch noch niemals gemacht.

Unsere längste Runde ist ED, die läuft seit über 3Jahren mit denselben Charakteren aber es reihen sich nur einzelne Abenteuer aneinander mit gelegentlichen Subplots von ca. 4Abenteuern.

Dasselbe bei DSA, ca 3Jahre, NUR einzelne Abenteuer, aber das jetzt ohne mich.

Ansonsten ist die kurze knackige Kampagne mit Hanldung ist bei uns eher etwas neues und nichts altmodisch (Einzelabenteuerreihen sind altmodisch) deswegen werden wir jetzt bestimmt nicht damit aufhören wo es gerade los geht!  :d

p.s.:
das Berufsargument kann ich meisst nicht nachvollziehen. Jeder hat irgendein Hobby und jeder schafft es irgendwie dem nachzuhängen, sonst würde man vermutlich wahnsinnig werden. Nur beim Rollenspiel (ja, und ein paar anderen) ist es selbstverständlich es hinten an zu hängen weil es ja "nicht so wichtig" ist.

Vielmehr erlebe ich es, daß Leute keine Zeit fürs Rollenspiel haben, weil sie eben nebenher andere Freizeitaktivitäten haben (die seltsamerweise kaum unter der Arbeit leiden oder diese dafür sogar kalkuliert vernachlässigen, denn es sind ja "wichtige" Hobbys) und das natürlich beim RPG abzwacken, hat aber nix mit Job zu tun.
Ernsthafte RPG Hobbyisten schreckt das nicht, ich erlebe auch superbeschäftige Leute, die sich wöchentlich einfach eine Runde Zeit nehmen (Das geht. wie bei jedem anderen Hobby) oder sogar Verrückte Vielbeschäftigte, die 3Runden pro Woche haben aber wo da die Energie herkommt kann ich auch schon nicht mehr sagen ;)
« Letzte Änderung: 22.08.2006 | 01:37 von Falcon »
Roll and ROCK! GetSavaged!
             still counting: "... dieses EINE Mal stimme ich Falcon zu..."
hoch ist gut Sowas wie'n Blog

Offline 8t88

  • Mr. Million
  • Titan
  • *********
  • The only true 8t
  • Beiträge: 16.950
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: 8t88
    • 8t88's Blog
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #11 am: 22.08.2006 | 01:27 »
Ich habe seid jahren keine Feste Gruppe mehr...
Darum kann ich garnichts anderes Als One-Shots leiten!
Live and let rock!

Klick den Spoiler Button!!
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline Selganor [n/a]

  • Moderator
  • Titan
  • *****
  • Beiträge: 34.244
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Selganor
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #12 am: 22.08.2006 | 08:44 »
Ein Metaplot ist die Hintergrundhandlung die sich als roter Faden durch sämtliche Abenteuer oder ein Setting zieht.

In V:tM war es die androhende Gehenna, in ED I war es der sich anbahnende Krieg gegen Thera usw

Dieser Metaplot ist aber der des Settings und nicht notwendigerweise der Kampagne.

@DeadRomance: Ganz einfache Sache... Spiel' D&D. Da hast du 2 (demnaechst 3) Adventure Paths, Ptolus, die Drow-Kampagne von Mongoose (von Stufe 1-30?) uvam. ;D
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline Jens

  • Mimimi-chaelit
  • TechSupport
  • Mythos
  • *****
  • Beiträge: 10.754
  • Username: Jens
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #13 am: 22.08.2006 | 08:48 »
Schade @ 8t, Kampagnen sind auch mein liebster Spielstil, abgesehen davon haben meine Abenteuer meist so viel Plot, dass die Spieler doch schon einige Zeit dran sitzen. So spiele ich allerdings auch fast am liebsten.

Offline Bitpicker

  • /dev/gamemaster
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.506
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: bitpicker
    • Nyboria - the dark side of role-playing
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #14 am: 22.08.2006 | 08:52 »
Auch wenn's OT geht, aber m.E. kann nur ein Setting einen Metaplot haben, eine Kampagne hat einen Plot. Der Meta- (also Über-) Plot ist ein (nicht notwendiger) Teil des gekauften Settings und kommt somit von außen. Die Struktur der Kampagne kommt vom Autor der Kampagne, also in der Regel vom SL; das ist ein Plot. Wenn eine Serie von Abenteuern einen inneren Zusammenhalt hat, also einen roten Faden, ist das ein Plot.

Robin
Wie heißt das Zauberwort? -- sudo

(Avatar von brunocb, http://tux.crystalxp.net/)

Offline Vash the stampede

  • KEN-SL
  • Titan
  • *********
  • Love & Peace! König der Kackn00bier!
  • Beiträge: 13.590
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Vash the stampede
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #15 am: 22.08.2006 | 09:00 »
Auch wenn's OT geht, aber m.E. kann nur ein Setting einen Metaplot haben, eine Kampagne hat einen Plot. Der Meta- (also Über-) Plot ist ein (nicht notwendiger) Teil des gekauften Settings und kommt somit von außen. Die Struktur der Kampagne kommt vom Autor der Kampagne, also in der Regel vom SL; das ist ein Plot. Wenn eine Serie von Abenteuern einen inneren Zusammenhalt hat, also einen roten Faden, ist das ein Plot.

Robin

OK, ich gebe zu, die Wortwahl war etwas unglücklich. Ich bitte daher um Entschuldigung.
Was ich meinte, war ein Plot, der die einzelnen Abenteuer miteinander verbindet und neben den gleichbleibenden Charakteren eine Kampagne auszeichnet.
Machen
-> Projekte: PDQ# - FreeFate - PtA Zapped - Fiasko - FateCore - Durance - SRAP (mit Diary)
-> Diaries 212 (nWoD) - Cypher Suns (Fadings Suns/Cypher) - Anderland (Liminal) - Feierabendhonks (DnD 5e)

Ich sitze im Bus der Behinderten und Begabten und ich sitze gern darin.

Offline Jens

  • Mimimi-chaelit
  • TechSupport
  • Mythos
  • *****
  • Beiträge: 10.754
  • Username: Jens
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #16 am: 22.08.2006 | 09:07 »
Oh verflucht in dem Fall müsste ich meine Stimme um eins nach unten setzen, denn ein Kampagnenplot ist natürlich was feines!

Preacher

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #17 am: 22.08.2006 | 09:20 »
Ich hab Kampagnen auch immer gemocht. Schritt für Schritt neue Umtriebe der Gegenseite aufdecken, vereiteln, immer wieder feststellen daß der Gegner auf eine höhere Ebene gestiegen ist, nachfolgen, Beinarbeit leisten, NSC's die am Anfang sehr archetypisch sind nach und nach immer besser kennenlernen, mit immer mehr Persönlichkeit ausstatten und liebgewinnen, die Hauptschauplätze kennenlernen bis man sich dort fast schon zuhause fühlt...ja, ich mag Kampagnen.

Aber ich hab keine Zeit dafür - wenn man sich nur alle 3 Monate mal trifft, hat es echt wenig Zweck eine Epische Geschichte von 100 oder mehr Spielabenden zu spielen - da wird man ewig nicht fertig, weiß nicht mehr, was letztes mal passiert ist, etc...
Kampagnen kann man machen, wenn man eine feste Runde hat mit der man regelmäßig zumindest alle 2 Wochen spielt. Wenn das nicht der Fall ist lohnt es sich nicht. Leider.

Offline 8t88

  • Mr. Million
  • Titan
  • *********
  • The only true 8t
  • Beiträge: 16.950
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: 8t88
    • 8t88's Blog
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #18 am: 22.08.2006 | 09:24 »
Ich hab viele Kampagnien geleitet...
eine hat knap 4 Jahre gedauert, und keiner der Spieler hat es mit bekommen... War so geplant.
Sie war Spieler und Charakter übergreifen... Hätte in einem Wochenende mit 15 Mann gegipfelt.
Dann waren jedoch meine "ersten 7 Jahre als DSA-ler" rum, und unsere Runden brachen auseinander... Ich werde diese Kampagnie niemals beenden können :(

Ich würde schon gerne öfter zusammenhängende Sachen leiten, würde mir schon reichen.
Aber ich spiele ja eine zusammenhängende Runde 7te See mit meiner Freundin, Fire und 2 Kumpels! :)

Vielleicht bald mit Kamillo und anderen nWoD-CoreRules.
Live and let rock!

Klick den Spoiler Button!!
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline Don Kamillo

  • Hass auf alle & kein Steak.
  • Helfer
  • Mythos
  • ******
  • Beiträge: 11.112
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Bubba
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #19 am: 22.08.2006 | 09:43 »
Kampagnen sind immer gut... ich darf/ habe mich aus Versehen freiwillig gemeldet, weil ich zwar gerne spielen würde, der Meister zwar gut ist, aber nicht so sehr bei ED...  jetzt eine ED-Kampagne in meiner Montagsrunde leiten ( und bald noch eine ED-Runde mit noobs, muahahaha - ED-Overkill, yiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie-Har! ) und mal sehen, was ich mir da zusammenbasteln werde... Aber zumeist werden es auch relativ unzusammenhängende Abenteuer werden, damit die Chars auch ja die Story dahinter nicht sehen...  >;D
Awesomeness ist eine Krankheit, bei mir chronisch!
---
"I greet you as guests and so will not crush the life from you and devour your souls with peals of laugther. No, instead, I will make some tea." - Toll the hounds - page 282 )
---
Der Don zockt gerade: nWoD Crossover, D&D5e Homebrew mit Monsterrassen, D&D5e Wildemount, D&D5e Moonshaes, D&D 5e Hoard of the Dragon Queen & Conan 2D20

Offline Vanis

  • Famous Hero
  • ******
  • Courage is found in unlikely places
  • Beiträge: 2.560
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Vanis
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #20 am: 22.08.2006 | 10:14 »
Ein eindeutiges JA von mir. Kampagnen machen mir persönlich nur mit Metaplot Spaß. Ohne sind es einfach nur ein paar aneinander gereihte Abenteuer. Die Frage stellt sich bei mir allerdings, ob Kampagnen noch in mein reallife reinpassen. Wenn man viel Zeit hat, kann man natürlich Kampagnen über Jahre hinweg spielen. Aber wenn man nunmal wenig Zeit zum Rollenspiel hat, dann machen kurze Abenteuer, um ein System mal kennenzulernen, einfach mehr Sinn.
“The board is set, and the pieces are moving.”

“Home is behind, the world ahead,
And there are many paths to tread“

Spiele gerade: Der Eine Ring - Abenteuer am Rande der Wildnis

wjassula

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #21 am: 22.08.2006 | 10:36 »
Nein, ich spiele keine langen Kampagnen mehr. Gerne eine zusammenhängende Story, die sich über mehrere Spielabende erstreckt, aber längstens 5-10. Der Grund liegt weniger im Zeitmangel, als im Wandel meiner Spielvorlieben.

Ich bin in meiner festen Gruppe als SL praktisch gesetzt, habe aber mittlerweile keinen Bock mehr, mich umständlich vorzubereiten. Ich will keine Karten zeichenen, keine NSC auswürfeln, keine Musik zusammensuchen, kein gar nix. Ich will mich mit maximal 10 Minuten Vorbereitung hinsetzen und spielen ("Was ham wa letztes Mal noch ma gemacht? Achja. Och, der Typ da war doch interessant, der kommt heute wieder. Und ich will mal sehen, was Niklas Char mit seiner Frau macht. O.k.")  Hinzu kommt, dass mich am Spiel mittlerweile die Charakterentwicklung im Wechselspiel mit den realen Spielenden interessiert, und ich steuere gern direkt auf die interessanten Konflikte los, ohne langes build up. Da ist nach 5, 6 Sitzungen spätestens alles gesagt.

Meist ergibt sich so eine Serienstruktur: jeden Abend ein etwas anderer Schwerpunkt, eine kleine, in sich abgeschlossene Story, die durch das gleiche Personal und ein übergreifendes Thema zusammengehalten wird.

Ich habe auch manchmal so nostalgische Anfälle, und denk mir: Boah, einmal die Woche spielen und dann so Charaktere von der Wiege bis zur Bahre...aber dann fällt mir ein, wie nervig und anstrengend das ist und ich denk schon wieder: Och nö, lass ma stecken.

Ein knackiger One Shot oder ein paar Spielabende, bei denen jede Sekunde die Luft brennt und nicht stundenlang Ermittlung gespielt wird und "Atmosphäre" verbreitet wird sind mir echt 1000x lieber.

Die einzige Ausnahme, die ich mir vorstellen kann, wäre eine sehr wettbewerbsorientierte Kampagne - D&D am besten- wo es wirklich ums Schnetzeln geht. Wenn sich da jemand (nicht ich) als SL die Mühe machen würde, ein vorgewürfeltes AB mit uns durchzugehen, wäre ich auch länger dabei. 

Offline Gwynnedd

  • Hero
  • *****
  • The sum of human intelligence is constant.
  • Beiträge: 1.706
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: gwynnedd
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #22 am: 22.08.2006 | 13:31 »
ein definitives Ja zur Kampagne, alles andere ist für mich zwar nett, aber ich freu mich auf keinen RPG-Abend so sehr wir auf unsere ED-Kampagne, die seit insgesamt denk ich über 10 Jahren läuft.
Ich kämpfe um zu töten, nicht weil ich Spaß daran finde!
Hast Du Spaß zu sterben?
- Gil-Estel - Elfischer Kriegstänzer -

Tritt niemanden der am Boden liegt!
... mach Downstrike, das macht mehr Schaden.

Cycronos

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #23 am: 22.08.2006 | 14:13 »
Ich spiele auch viel lieber Kampagnen. Die Spannungsbögen sind einfach intensiver, beziehungsweise man hat die Möglichkeit viel längere und intensivere Spannungsbögen aufzubauen, als beispielsweise in one-shots.
Außerdem finde ich die Atmosphäre in einer Kampagne viel dichter.

Offline Blizzard

  • WaWiWeWe²
  • Titan
  • *********
  • Fade to Grey
  • Beiträge: 20.423
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Blizzard
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #24 am: 22.08.2006 | 14:38 »
Ja, auch ich mag Kampagnen. Ich spiele sie lieber als das ich sie leite, aber ab & zu leite ich auch mal -allerdings nur kleinere Kampagnen.
Die Handlung, Atmosphäre und Story sind bei einer Kampagne oftmals viel dichter/intensiver als bei einem One-Shot oder einem Abenteuer das sich über 2 Sitzungen erstreckt.
Beim Stichwort Kampagne freu ich mich, und egal, ob kleine oder grosse Kampagne , man freut sich, das man was hat woran man knabbern äh lange spielen kann.
Und Kampagnen müssen nicht immer notwendiger Weise mit dem Metaplot verbunden sein oder sonst was damit zu tun haben-warum auch?


Stellt sich also die Frage: Sind Kampagnen noch zeitgemäß?


Ja, sind sie.
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Offline Ingo

  • Adventurer
  • ****
  • Na dann PROST!
  • Beiträge: 630
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Wurzelgnom
    • Primäres ROllenspiel SysTem
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #25 am: 22.08.2006 | 14:45 »
Gerade eine Kampagne ist zeitgemäß. Ich habe sie am besten, wenn es eine große Geschichte ergibt, die man auf den ersten Blick gar nicht erkennt, vielleicht sogar in eine größere Geschichte eingebunden ist, aber auch die Charaktere immer wieder einbindet, mit Bekannten, Beziehungen und vielen kleinen roten Fäden - also eine große Geschichte, die alles überdeckt (und ich weigere mich dafür das Kunstwort Metaplot zu mißbrauchen).

Eine Kampagne ist sicherlich zeitgemäßer als nur kleine unzusammenhängende Abenteuer zu spielen - aber das ist ja, wie immer, Geschmackssache  ;D

Viele Grüße,
Ingo
Kann Spuren von Wahrheit enthalten
---
Primäres ROllenspiel SysTem - Das universelle Rollenspiel Forum
Autoren für Pyramos gesucht (mitarbeit@rollenspiel.in)!

Offline Asdrubael

  • Grufti-, Nerd- und Frauenversteher
  • Mythos
  • ********
  • Beiträge: 8.873
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Asdrubael
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #26 am: 22.08.2006 | 15:00 »
ich hab mit Ja gestimmt... aber mehr, weil ich mir wünsche, dass Kampagnen zeitgemäß sind.
Zeitgemäß sind sie aber nicht mehr denn ....
... sie sammeln sich an, wie Geschwüre. Wieviele One-Shots, wurden ausgewalzt durch den satz "Ach komm, lass uns das mal weiterspielen!"
... sie verstopfen den Weg für neues. Obiger Punkt führt dann zu folgender Situation: "Hey ich hab mir mal Setting XY durchgelesen, das ist klasse. Lass es uns mal spielen!" "Au ja, aber leider haben wir keine Zeit, denn wir müssen auch mal wieder gk, ij und mn spielen!"
... sie passen nicht in bewegte Zeiten und das bewegte leben der Spieler. An der aktuellen Kampagne haben in Summe 15 Leute mitgespielt, von der aktuellen Runde stammen einer oder zwei noch aus den ersten Tagen

Leute findet ein Ende!




auf der anderen Seite, sind kampagnen ganz toll, denn ...
... nirgends ist die Identifikation mit dem Charakter höher
... sind die Geschichten heldiger
... es wirkt der Charakter und Settinginflation entgegen ("Kämpfer, sind langweilig, ich hab schon 20 gespielt im letzten Jahr" "Setting xy ist öde, das hab ich schon hundertmal gespielt!")
... obiger Punkt verringert auch die Zahl der Charaktere, mit deren Geschichten Standmitarbeiter auf kons die ohren abgekaut bekommen
... Die Spieler können durch einflussnahme auch mal längerfristig was bewegen
... es schweißt die Spieler auch zusammen
... (junge) SLs können mehr lernen
... aus keinem anderen Grund lohnt es sich für einen SL mal eigene Kreativität in ein Setting selber zu stecken.
Und ein Paladin ist nun mal ein Krieger und kein Therapeut.

Misantropie ist halt in der Gruppe lustiger  ;D

Offline Daffy58

  • Survivor
  • **
  • Beiträge: 84
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Daffy58
    • Miniaturenland
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #27 am: 22.08.2006 | 15:01 »
Ich sage ein definitives JA zu Kampagnen!  :d
Wenn immer ich irgendwo mitgespielt habe und es gab nur einzelne Abenteuer oder ein Dungeon nach dem anderen ohne wirklichen Zusammenhang hat mir immer was gefehlt.
Wenn ich leite, versuche ich immer einen übergeordneten Plot zu entwickeln, auch wenn die Charakter bzw. Spieler es am Anfang gar nicht mitkriegen. Es ist dabei auch möglich, ein oder zwei Abenteuer einzuchieben, die mit dem Plot nichts zu tun haben.
Dark Sword Miniatures in Deutschland: Miniaturenland

Offline גליטצער

  • Tageszeitprophet
  • Famous Hero
  • ******
  • Transzendente Lichtgestalt
  • Beiträge: 2.195
  • Username: Glitzer
    • Glitzer´s Basteltisch
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #28 am: 22.08.2006 | 21:18 »
Ohne Kampagnien koennten wir ja gleich Computerspiel spielen...

Metaplot? Ein bedingtes Ja, wenn er so lieb und zurueckhaltend ist wie in den Forgotten Realms find ich das OK, bei zu viel Metaplot geht der Spielspass verloren...
-X-"Der Kluegere gibt nach" fuehrt nur zur Herrschaft der Dummen -X-

Unterschätzt niemals die Macht des Glitzers!!!11

Offline Visionär

  • Unten ohne
  • Mythos
  • ********
  • Free hugs!
  • Beiträge: 8.800
  • Username: sohn_des_aethers
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #29 am: 22.08.2006 | 21:25 »
Ein bedingtes Ja, wenn er so lieb und zurueckhaltend ist wie in den Forgotten Realms find ich das OK, bei zu viel Metaplot geht der Spielspass verloren...
Äh, nee du. Der Metaplot in den FR ist ziemlich stark vorhanden und auch Kampagnenverändernd. Time of Troubles, Banes Rückkehr, Zerstörung von Immerdar, Cormyr ohne König, die Sache mit Lolth, etc. nur um ein paar Ereignisse der letzten 20 Ingame-Jahre zu nennen.
« Letzte Änderung: 22.08.2006 | 21:27 von Sohn des Äthers »
Stop being yourself! You make me sick!

Offline Dash Bannon

  • Sultan des Cave of Wonders
  • Titan
  • *********
  • Was würde Dash Bannon tun?
  • Beiträge: 14.072
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Dorin
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #30 am: 22.08.2006 | 21:35 »
Kamapgne ist okay..Metaplot brauchts nur bedingt
es sei den
die Spieler sind der Metaplot ;)
Es gibt drei Arten etwas zu tun. Die richtige Art, die falsche Art und die Dash Bannon Art.

Preacher

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #31 am: 23.08.2006 | 09:02 »
Öhm, liebe Metaplot-Leute:

OK, ich gebe zu, die Wortwahl war etwas unglücklich. Ich bitte daher um Entschuldigung.
Was ich meinte, war ein Plot, der die einzelnen Abenteuer miteinander verbindet und neben den gleichbleibenden Charakteren eine Kampagne auszeichnet.

Verwirrung bei Begrifflichkeiten. Er meinte also nicht den Metaplot im Sinne von "fortlaufende Geschichte der Spielwelt" sondern den übergeordneten Kampagnenplot. Das ist also was ganz anderes.

Offline Dash Bannon

  • Sultan des Cave of Wonders
  • Titan
  • *********
  • Was würde Dash Bannon tun?
  • Beiträge: 14.072
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Dorin
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #32 am: 23.08.2006 | 09:24 »
da sind wir schon wieder bei der Definitionsgeschichte...

egal meine Aussage behält ja ihre Gültigkeit ~;D
Es gibt drei Arten etwas zu tun. Die richtige Art, die falsche Art und die Dash Bannon Art.

Offline Joerg.D

  • Foren-Gatling a.D.
  • Titan
  • *********
  • Beiträge: 20.998
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Juhanito
    • Richtig Spielleiten
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #33 am: 23.08.2006 | 09:36 »
Ich liebe Kampanjen.
Ohne einen vernünftigen Metaplott und eine entsprechende Relationship Map können sich IMHO keine stimmigen Abenteuer ergeben.

Dabei sollten aber die Spieler und Ihre Charaktäre im Vordergrund stehen.

Szenarien, die sich nur um Charaktäre drehen sind mir zu eindimensional, ich möchte eine Geschichte mit Ihren Protagonisten erzählen.
Wer schweigt stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

Offline Boba Fett

  • Kopfgeldjäger
  • Titan
  • *********
  • tot nützt er mir nichts
  • Beiträge: 37.893
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Mestoph
    • Internet-Trolle sind verkappte Sadisten
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #34 am: 23.08.2006 | 12:53 »
Was für eine Frage...!
Rollenspiel baut für mich darauf auf, dass ich eine Rolle in einer fiktiven Welt spiele und das die Handlungen auch Konsequenzen haben.
Wenn ich in Abenteuer 1 etwas mache, will ich in Abenteuer 2 auch die Konsequenzen spüren - positiv wie negativ.
Rollenspiele ohne Kampagne ermöglicht dies nicht.
Mit Oneshots spielt es keine Rolle, was ich mache, beim nächsten ist alles neu.
Als Spielleiter versuche ich, eine Kampagne um ein Thema zu spinnen.
Nicht alle Spiel-Sitzungen drehen sich um das Thema, aber das Thema ist schon zentrales Element.
Das ist für mich auch etwas, was ich als interessant und wichtig empfinde.

Ohne die Möglichkeit, Rollenspiel mit Kampagnen zu spielen, würde Rollenspiel gewaltig an Qualität für mich verlieren.
Denn dann wäre es nur ein Mensch-Ärger-Dich nicht, oder Heroquest-Tabletop, das ich als Casual-Gamer ab und zu mal zocken würde.
Kampagnen sind (für mich) sehr wichtig!
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Bad Horse

  • Erste Elfe
  • Titan
  • *********
  • Zimt macht die Gedanken weich!
  • Beiträge: 32.544
  • Username: Leonie
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #35 am: 23.08.2006 | 13:33 »
Ich bin auch definitiv ein Kampagnen-Spieler und -Spielleiter. One-Shots sind ja ganz nett, aber mehr so was für zwischendurch, wie ein Snack oder was von McDoof. Aber essen will ich was richtiges, mit Fleisch und Kartoffeln und am liebsten mit Vorsuppe und Nachspeise...  ;)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline Megan

  • Fhernhache der Spielleiter
  • Legend
  • *******
  • Warum lügen!
  • Beiträge: 4.392
  • Geschlecht: Weiblich
  • Username: Megan
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #36 am: 23.08.2006 | 13:37 »
Ich habe mit Kampagnen angefangen und spiele auch derzeit in zwei Kampagnen mit. Eine davon läuft schon seit über drei Jahren. Ich bin an dem Punkt, wo ich sagen muss - danke, langsam ists genug.

Das liegt unter anderem daran, dass ich noch keine einzige dieser Kampagnen jemals zuende gespielt hätte - wenn ein Ende überhaupt angedacht war. Man sammelt über Jahre Plotstückchen, bemüht sich um eine interessante Entwicklung des Charakters - wozu?

Unsere eine Kampagne haben wir auf Wunsch fast aller Spieler abgebrochen, weil die mal was neues machen wollten, bei der anderen haben wir den Höhepunkt, das worauf alles hinsteuerte, längst überschritten und überlegen jetzt krampfhaft, wie wir unseren Charakteren eine neue Richtung geben könnten (etwa wie: was hätte Frodo machen können, wenn er es nicht geschaffte hätte, den Ring zu vernichten und trotzdem überlebt hätte?). Wäh!

Ich kann Endloskampagnen nicht ausstehen. Charakterentwicklung geht auch schneller und klarer. Wer hat sich schon die vierte Staffel von Akte X reingezogen? Wer will schon immer und ewig den selben Charakter spielen? Was bringt mir ein toller Metaplot, wenn ich nach zwei Jahren alles vergessen habe, was ich irgendwann mal vor endlosen Zeiten darüber erfahren hab und erstmal nen Stapel vergilbter Zettel durchforsten muss, in der Hoffnung, dass ich irgendwann mal was darüber notiert hab? Und zuletzt: Wo ist die Spannung?

Nee, also ich sag mal 10 Abende (das ist auch schon fast ein Jahr für Berufstätige) - dann muss die Sache gelaufen sein. Ich meine, es gibt soviele tolle Sachen, die man ausprobieren kann. Ich spiel RP doch nicht, um einen Zweitcharakter neben meiner eigenen Persönlichkeit ein Leben lang zu führen.

wjassula

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #37 am: 23.08.2006 | 14:24 »
Ich stimme Megan noch mal zu  :), und ausserdem spricht sie noch einen weiteren wichtigen Punkt an: ich will ja neue Spiele ausprobieren! Und nach einem richtig coolen Spielerlebnis mit einem Spiel will ich ein anderes...und zwar eines, dessen Regeln ein merklich anderes Ergebnis produzieren.

Offline Thora

  • richtig cool!
  • Adventurer
  • ****
  • Beiträge: 633
  • Geschlecht: Weiblich
  • Username: Thora
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #38 am: 23.08.2006 | 14:35 »
Ich mag Kampagnen, aber auch One Shots, letztere aber eher um mal in neue Systeme reinzuschnuppern und zu gucken ob einem das wohl gefallen könnte.


Preacher

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #39 am: 23.08.2006 | 14:36 »
Das liegt unter anderem daran, dass ich noch keine einzige dieser Kampagnen jemals zuende gespielt hätte
[...]
bei der anderen haben wir den Höhepunkt, das worauf alles hinsteuerte, längst überschritten und überlegen jetzt krampfhaft, wie wir unseren Charakteren eine neue Richtung geben könnten
Urghs - das klingt allerdings frustrierend. Wir haben zum Glück unsere Kampagnen immer beendet, früher oder später. Und eigentlich auch immer mit einem gebührend dramatischen, bombastischen oder schrecklichen Abschluss.

Charakterentwicklung geht auch schneller und klarer.
Das stimmt allerdings. Der Charakter entwickelt sich nicht wegen der langen Zeit, in der man ihn gespielt hat sondern aufgrund der bedeutsamen Entscheidungen, die er treffen muss.

Wer will schon immer und ewig den selben Charakter spielen?
Ewig nicht. Aber so lange bis er ausgereizt ist, bis seine Geschichte erzählt ist schon gerne.

Was bringt mir ein toller Metaplot, wenn ich nach zwei Jahren alles vergessen habe, was ich irgendwann mal vor endlosen Zeiten darüber erfahren hab und erstmal nen Stapel vergilbter Zettel durchforsten muss, in der Hoffnung, dass ich irgendwann mal was darüber notiert hab?
DAS Problem kenn ich auch. Dem kann man aber durch ein "Kampagnenbuch" abhelfen. Oder durch einen SL, der dem Gedächtnis gerne wieder auf die Sprünge hilft ;)

Und zuletzt: Wo ist die Spannung?
Naja, DAS müsst Ihr schon selber wissen ;)

Nee, also ich sag mal 10 Abende (das ist auch schon fast ein Jahr für Berufstätige) - dann muss die Sache gelaufen sein.
10 Abende sind bei mir inzwischen schon zu viel - das wären bei meiner Spielfrequenz mal mindestens 2 Jahre :(

Ich meine, es gibt soviele tolle Sachen, die man ausprobieren kann.
Yup, das auf jeden Fall. Ich hab mich inzwischen aber damit abgefunden, daß ich nicht alles austesten kann, was ich gerne möchte - aus Mangel an Zeit und Gelegenheit. Deswegen hab ich mir Kampagnen auch geknickt: Lohnt nicht. Kurz, knackig und auf den Punkt muss es sein. Aber Spaß gemacht hat's mir trotzdem immer.

Offline Wawoozle

  • Sultan des Unterwasser-Kingdoms
  • TechSupport
  • Mythos
  • *****
  • would you kindly
  • Beiträge: 10.620
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Wawoozle
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #40 am: 23.08.2006 | 14:40 »
Nee, also ich sag mal 10 Abende (das ist auch schon fast ein Jahr für Berufstätige) -

Das kann ich so nicht unterschreiben, ich spiele/leite wöchentlich in zwei Runden (Montag und Mittwoch) und in beiden sind es hauptsächlich berufstätige (mich eingeschlossen).
Letztlich ist das nur eine Frage von Prioritäten.
« Letzte Änderung: 23.08.2006 | 14:42 von Wawoozle »
Ihr wollt doch alle den Nachtisch zuerst !

Offline Raphael

  • SCHOKOLADENTERRORIST!
  • Legend
  • *******
  • D&D4 Anwender, Star Wars Saga Kultist (Level 15)
  • Beiträge: 4.464
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Autarkis
    • DouglasN on deviantART
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #41 am: 23.08.2006 | 14:57 »
Wieder mal dürfte das Optimum in der Mitte liegen.

Zusammenhanglose Abenteuer sind auf dauer schal, oberflächlich und die Charakterentwicklung besteht nur in der erhöhung von Zahlen auf dem Charakterblatt.

Unter Kampagne verstehe ich Abenteuer vor einem grösseren Hintergrund.

Kampagnen dürfen auch zu Ende gehen, das ist klar. Meiner Erfahrung nach geht der Satz "Hier wäre die  Kampagne eigentlich zu Ende ..." oft einer Zugabe voraus ;); Spieler und SL meist sehr hoch motiviert dazu.

Am Metaplot der Spielwelt, wie er vom Hersteller des Spiels vorgegeben ist, scheiden sich die Geister. Mich berührt er selten, da ich ihn meist (!) ignoriere. Die Spieler machen parallel dazu ihre eigenen Veränderungen an der Spielwelt.
| Nulla salus bello te pacem poscimus omnes. Vergil, Aeneis |
| Sometimes, I amaze even myself! -Han Solo |
| Chance favors the prepared mind. -Louis Pasteur |
| Str 12, Dex 13, Con 15, Int 14, Wis 13, Cha 10 |
| @GMRaphi auf Twitter für Englischsprachige RPG Tweets |

Offline Megan

  • Fhernhache der Spielleiter
  • Legend
  • *******
  • Warum lügen!
  • Beiträge: 4.392
  • Geschlecht: Weiblich
  • Username: Megan
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #42 am: 23.08.2006 | 15:08 »
DAS Problem kenn ich auch. Dem kann man aber durch ein "Kampagnenbuch" abhelfen.
Und einer muss es führen. Ich hab das mal ein Jahr gemacht. Das Ergebnis war toll, aber während der Spielrunde ist es supernervig, wenn man auch noch mitschreiben muss.

Das kann ich so nicht unterschreiben, ich spiele/leite wöchentlich in zwei Runden (Montag und Mittwoch) und in beiden sind es hauptsächlich berufstätige (mich eingeschlossen).
Letztlich ist das nur eine Frage von Prioritäten.
Stimmt, deswegen sind lange Kampagnen für Leute, bei denen Rollenspiel nicht Priorität genug ist, um zweimal die Woche spielen zu können (z.B ich) wohl eher weniger geeignet.  ;)

Offline Aeron

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.844
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Aeron
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #43 am: 23.08.2006 | 17:40 »
Ich finde Kampagnen auch zeitgemäß und spiele sie gern. Es hindert ja nicht zwischen einer Kampagne mal einen One-Shot rein zu schieben, wenn man mal was anderes möchte.
Der einzige Punkt, von was eine Kampagne abhängig ist, ist die eigene Zeit. Als Schüler hat man sicher mehr Zeit für große Kampagnen als Student bzw. Berufstätiger. Insofern kann beim Älter werden der subjektive Eindruck entstehen, dass Kampagnen veralten, einfach weil man persönlich nicht mehr soviel Zeit hat.

Offline Funktionalist

  • Kamillos Erfindung
  • Mythos
  • ********
  • Klatuu Veratuu..... äh
  • Beiträge: 10.916
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: DestruktiveKritik
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #44 am: 23.08.2006 | 17:56 »
Hehe, das erinnert mich ja ganz stark an einen "Rant" eines Philosophie-Profs auf DLF neulich! Er hatte sich so über Verantwortungsbewusstsein usw. ausgelassen und dann ist er auf das Beziehungsverhalten in Deutschland eingegangen...
Fazit:
weniger Kampagnen, mehr One-shots ^^, da wenig Zeit und wenig Wille, sich auf etwas längerfristiges einzulassen, da man ja eh nur suggerierten traumbildern nachhängt...

Und siehe da, es gibt sogar heute noch leute, die heiraten!
Vielleicht gibt es ja ein Genre, das für die eine Gruppe sehr stabil und interessant genug ist, um auch mal ein Jahr geführt zu werden...
Außerdem gibt es ja noch die.. hihi...Möglichkeit...hehe...zwei Kampagnen gleichzeitig laufen zulassen, damit es abwechslungsreicher wird.

sers,
Alex

Offline Wodisch

  • Der graue Wortwitzwolf!
  • Legend
  • *******
  • Wortwitze für alle!
  • Beiträge: 5.624
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Wodisch
    • www
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #45 am: 23.08.2006 | 19:22 »
Hm, was soll ich denn jetzt schreiben?
Die Midgard-Runde, in der ich immer noch spielle, läuft seit über zwanzig Jahren (mit denselben Spielern und denselben Characteren), wir hatten Abenteuer, Kampagnen, die in in lange Kampangnen übergingen und zur Zeit sind wir wohl seit über zehn Jahren bei einer Kampgange über praktisch alle Kontinente, um die Welt zu retten (was sonst?). So in spätestens fünf Jahren werden wir das wohl auch geschafft haben (oder unsere SCs sind daran gestorben).

Muß ich jetzt noch sagen, daß ich Kampagnen mag?
;D

Ein

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #46 am: 24.08.2006 | 10:31 »
Klar ja zu Kampagnen. Aber keine Endloskampagnen, nach 10-15 Sitzungen sollte die Kampagne gegessen sein. Danach darf man aber gerne mit den gleichen Charakteren eine neue Sache spielen. Also quasi Serienstruktur.

Offline Lord Verminaard

  • Gentleman der alten Schule
  • Titan
  • *********
  • Dreiäugiger Milfstiefel
  • Beiträge: 14.357
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Lord Verminaard
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #47 am: 24.08.2006 | 11:26 »
„Kampagne“ im herkömmlichen Sinne ist doch meistens eine von zwei Sachen:

1) Wir spielen einfach Abenteuer für Abenteuer mit denselben Charakteren, um die Charaktere von Stufe 1 auf Stufe 20 hochzuspielen, und hoffen, dass sich dabei so was wie ein Thema oder eine persönliche Geschichte entwickelt. Irgend wann bei Stufe 14 kapitulieren wird dann. „Charakterentwicklung braucht ihre Zeit“, heißt es dann. Wobei ich schon Runden mit mehr Charakterentwicklung an einem Abend gesehen habe, als in meiner letzten solchen Mammutkampagne insgesamt.

2) Wir spielen eine elend lange zusammenhängende Geschichte. Der SL hat Tonnen von Hintergrund vorbereitet, sodass wir die ersten 10 Abenteuer nur an der Oberfläche kratzen, bis wir irgendwann vielleicht mal mächtig genug sind, wirklich was zu bewegen. Wenn wir nicht ohnehin gerailroadet werden. „Eine episches Story braucht ihre Zeit“, heißt es dann. Wobei ich schon Runden gesehen habe... na ja.

Beide Sachen finde ich doof. Das heißt aber nicht, dass ich nur noch One Shots spielen möchte. Ich würde gerne mal wieder eine kleine Kampagne spielen, wo ich Zeit habe, mich ein bisschen an meinen Charakter zu gewöhnen, ein bisschen was aufzubauen, auf einen großen Höhepunkt hinzuarbeiten. Wie Jasper und Megan und andere schon gesagt haben: So 5-10 Sitzungen erscheint mir dafür eine gute Zahl. Ob es da eine übergeordnete Handlung gibt (wie etwa bei Sorcerer, PtA) oder nur einen losen Zusammenhang (wie etwa bei Dogs, Randpatrouille), ist mir relativ wurscht.
We are all just prisoners here, of our own device
Danger Zone Blog - Vermi bloggt über Rollenspiel und Blood Bowl

Ein

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #48 am: 24.08.2006 | 12:04 »
Ich denke das Problem ist dabei einfach der mangelnde Fokus. Allerdings ist das eher ein technisches Problem seitens der Spieler, denn ein generelles Problem von Kampagnen. Man sollte sich eben nicht mit dieser Kommt Zeit, kommt Rat Masche dran begeben, sondern ganz klare Ziele stecken, die man nach einer bestimmten Zeit erreichen will. Es muss also ein greifbarer Roter Faden vorhanden sein, an dem man sich strikt entlang hangelt. Wenn das gewährleistet ist, ist es vollkommen egal, was man um den Roten Faden drum herum nun genau macht.

Offline Boba Fett

  • Kopfgeldjäger
  • Titan
  • *********
  • tot nützt er mir nichts
  • Beiträge: 37.893
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Mestoph
    • Internet-Trolle sind verkappte Sadisten
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #49 am: 24.08.2006 | 13:37 »
„Kampagne“ im herkömmlichen Sinne ist doch meistens eine von zwei Sachen:
1) Wir spielen einfach Abenteuer für Abenteuer mit denselben Charakteren...
2) Wir spielen eine elend lange zusammenhängende Geschichte...
An der Stelle klebte ich auch mal mit meiner Runde, vor einiger Zeit und inzwischen ist uns klar geworden, dass dazu auch sehr gute Alternativen gibt:

1. Seasons (wie in TV Serien)
Eine Mischform von dem, was oben beschrieben wurde.
Es gibt eine große Kampagne. Diese wird aber in kleine Seasons aufgeteilt. Jede Season hat ein bestimmtes Thema, einen klaren Abschluss und damit auch ein Ziel. Darauf folgt die nächste Season, die wieder so aufgebaut ist.
Theoretisch könnten die Spieler Rollen wechseln. Die gesamte Kampagne kann ein umspannendes Thema haben, muss aber nicht.
Die einzelnen Seasons könnten auch durchaus von "anderen Serien" unterbrochen werden. Erst eine Season Star Wars, dann Buffy, dann wieder Star Wars. oder so.

2. Es gibt kein vom Spielleiter vordefiniertes Thema.
Es wird zunächst losgespielt - voneinander unabhängige Abenteuer - die dazu dienen, die Spieler mit der Welt und ihren Rollen vertraut zu machen.
Irgendwann entwickelt man auf dieser Basis dann eine Kampagne - gemeinsam!
Die Spieler sagen, was ihnen interessant erscheint, was sie mit ihren Charakteren erleben oder worum sie sich kümmern wollen.
Vielleicht resultiert der Wunsch sogar aus dem bisher gespielten. Ganz wichtig ist, dass in der Anfangsphase kein Railroading irgendeine Richtung vorgibt. Diese Abenteuer sollten möglichst viel zeigen, viele Wege öffnen und eben auch sehr flexibel in der Entwicklung sein.

Auf letztere Basis habe ich meine aktuelle Star Wars Kampagne gesetzt und die ist ein voller Erfolg gewesen.
Es gibt dazu bestimmt noch mehr Ideen, wie man da alternative Arten des Spiels einer Kampagne hinbekommt.
Vielleicht dazu ein anderer Thread?
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Bad Horse

  • Erste Elfe
  • Titan
  • *********
  • Zimt macht die Gedanken weich!
  • Beiträge: 32.544
  • Username: Leonie
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #50 am: 24.08.2006 | 17:49 »
Ich habe bisher in jede meiner Kampagnen immer wieder Kurzabenteuer eingestreut - kurze Sidetracks, die mit dem Hauptthema nichts zu tun hatten.

Okay, in meiner längsten Kampagne (13 Jahre und counting) ist erst vor kurzem klar geworden, worum der epische Hauptplot eigentlich geht, aber wir hatten zwischendurch immer wieder Kurzkampagnen (teilweise auch von anderen SLs) und haufenweise Einzelabenteuer, die aber dann teilweise wieder Hinweise verteilt haben. Die Charaktere wurden immer mal wieder ausgewechselt (Ars Magica halt, da spielt man nicht immer denselben Char  ;)) - Selganor hat seine ganze Belegschaft einmal durchgetauscht -, aber generell spielt das Ganze immer vor demselben Hintergrund. Und ich habe nicht den Eindruck, als wäre das alles ausgelutscht und die Chars mit ihrer Entwicklung fertig...  ;)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline Lord Verminaard

  • Gentleman der alten Schule
  • Titan
  • *********
  • Dreiäugiger Milfstiefel
  • Beiträge: 14.357
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Lord Verminaard
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #51 am: 24.08.2006 | 17:53 »
Du bist eben hardcore.
We are all just prisoners here, of our own device
Danger Zone Blog - Vermi bloggt über Rollenspiel und Blood Bowl

Offline Bad Horse

  • Erste Elfe
  • Titan
  • *********
  • Zimt macht die Gedanken weich!
  • Beiträge: 32.544
  • Username: Leonie
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #52 am: 24.08.2006 | 17:55 »
Aber sowas von...  ;)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline Selganor [n/a]

  • Moderator
  • Titan
  • *****
  • Beiträge: 34.244
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Selganor
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #53 am: 24.08.2006 | 20:51 »
Solange der Kern nicht Wurst wird ;D
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Hurle Vents

  • Gast
Re: Kampagnen - Relikte einer vergangenen Zeit?
« Antwort #54 am: 24.08.2006 | 21:50 »

... obiger Punkt verringert auch die Zahl der Charaktere, mit deren Geschichten Standmitarbeiter auf kons die ohren abgekaut bekommen

LOL Auch ein gutes Argument...

Ich habe keine neuen Argumente, deshalb nur ein schlichtes "Ja zur Kampagne". Sie sind kein Relikt und immer zeitgemäß, nur halt nicht immer das, was für jeden das Richtige ist.
Ich spiele in meinen beiden festen Runden eine Kampagne und will auch nichts anderes. One-Shots kenne ich fast nur von Cons und dauernden System- und/oder Settingwechsel brauche ich nicht.

...wobei ich zugeben muss, dass ich öfters denke, schade, dass ich das und das nicht auch mal ausprobieren kann. Ein gelegentlicher Wechsel hätte also auch was, käme aber für mich höchstens in einer Zweitrunde in Frage, die Kampagne geht vor. Aber Kampagnen dürfen auch mal enden, so ist das nicht!

Außerdem wird kein Wort im Rollenspiel so oft und so nett falsch geschrieben, das darf nicht aussterben.  ;)