Autor Thema: Anime-Serien die man gesehen haben sollte  (Gelesen 121539 mal)

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Offline MakoChan

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #425 am: 27.06.2021 | 12:30 »
+1 für Serial Experiments Lain, das in dem Thread schon genannt wurde.

Ansonsten mach ich mich jetzt mal für die Josei-Abteilung stark:

Nana
Erzählt die Geschichte von Nana Komatsu und Nana Osaki, die beide nach Tokyo ziehen, sich das erste mal im Zug treffen und anschließend zusammen eine WG gründen.

Kuragehime
Erzählt die Geschichte von einer weiblichen Otaku-Wohngemeinschaft in Tokyo.

Paradise Kiss
Von der gleichen Autorin wie Nana. Erzählt die Geschichte von Yukari Hayasaka, die von den Mitgliedern des Modelabens Paradise Kiss angesprochen wurde um für sie als Model zu arbeiten.

Offline Isegrim

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #426 am: 10.12.2021 | 08:40 »
Hab das Anime-Genre erst in letzten beiden Jahren für mich entdeckt (Corona sei dank...) und war mehr als überrascht, dass es mir, der sonst va Fantasy, SF & Historisches konsumiert, gerade die slice of life-Geschichten angetan haben. Ein paar meiner Highlights (meist ein paar Jahre alt):


Non Non Biyori

Bisher noch nicht erwähnt? ME der slice of life-Anime überhaupt: Ein paar  Mädchen mitten im japanisch-ländlichen Nirgendwo tun... eigentlich nichts weltbewegendes, außer halt Kinder auf dem Land zu sein...

Drei Staffeln*, die alle am Anfang eines Schuljahres im Sommer beginnen und im nächsten Sommer enden... und es ist immer das gleiche Jahr. Passenderweise heißt die 2. Staffel auch Non Non Biyori Repeat... Es ist also nicht mit viel Charakter- (oder sonstiger) Entwicklung zu rechnen, aber das ist auch nicht der Punkt.

* + ein 70-min-Film, der eine Urlaubsreise der Truppe nach Okinawa zeigt

Neben den simplen, aber zu Herzen gehenden Geschichten (und dem heimlichen Star der Show, der Erstklässlerin Renge) besticht der Anime durch die wundervollen Backgrounds. Jede einzelne Szene des ländlichen Japans könnte man sich ausdrucken und als impressionistisches Gemälde an die Wand hängen.


My Roommate is a Cat

Ein eigenbrötlerischer junger Autor (i-was im autistischen Spektrum, würd ich sagen) zieht sich nach dem Unfalltod seiner Eltern völlig zurück und will mit der Welt eigentlich nichts mehr zu tun haben... bis ihm am Grab seiner Eltern eine junge streunende Katze über den Weg läuft, die es auf die von ihm mitgebrachten Speiseopfer abgesehen hat*. In dem Moment kommt ihm die Inspiration für eine neue Geschichte, bei der eine Katze im Zentrum steht, also nimmt er das Tier mit. Und dadurch verändert sich sein Leben wie das des Kätzchens...

* Ja, (Fr)essen ist hier sehr wichtig; wie sich herausstellt für beide Protagonisten...

Der Witz an dem Anime (leider nur eine Staffel mit 12 Folgen) ist, dass (meistens) die Hälfte jeder Episode zuerst aus der Sicht des Mannes, und dann nochmal aus der Sicht der Katze erzählt wird; wie sehr die Perspektive der beiden voneinander abweicht, und sie sich dennoch zu einer Stütze und Inspiration für den anderen entwickeln, ist einfach hübsch anzusehen, zumindest wenn man Katzen mag. Und nach diversen Kommentaren zu urteilen, für Dosenöffner Katzenbesitzer besonders sehenswert...


Konohana Kitan (Fox Spirit Tales)

Süße Fuchsmädchen tun süße Dinge... In einem Onsen-Hotel zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Götter... Das ganze ist aufgeladen mit japanischer Mythologie (soweit ich das beurteilen kann), und behandelt trotz dem süßen Aussehen und den simpel gestrickten Charakteren ziemlich schwere Themen, denn ein Hotel zwischen der Welt der Menschen und der Götter liegt (für Menschen) auch zwischen der Welt des Lebens und der des Todes; Suizid, Eltern, die um ihre verstorbenen Kindern trauern, die Gefahr, sich selbst zu verlieren... an ziemlich existentiellen Dingen wird hier nicht gespart...

Auch nur eine Staffel mit 12 Folgen zu 25 Minuten, und manche Folgen sind auch noch zweigeteilt und erzählen zwei unabhängige Geschichten. Aber was man in weniger als einer Viertelstunde an Geschichten erzählen kann, hat mich teils echt vom Hocker gerissen und zu Tränen gerührt.
"Klug hat der Mann gehandelt, der die Menschen lehrte, den Worten auch der Anderen Gehör zu schenken."  Euripides

Offline Flamebeard

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #427 am: 11.12.2021 | 16:11 »
Gerade gesehen, dass wir

Cells At Work!

Eine Anime-Serie über die Vorgänge im menschlichen Körper, wobei es hauptsächlich um die Abwehr von Fremdkörpern geht. Entsprechend blutig geht es da teilweise zur Sache. (daher auch FSK 16) Die bildlichen Erklärungen von diversen Abläufen sind wohl recht anständige Analogien zu den realen Vorgängen. (ich muss mich dabei auf die Aussagen diverser Ärzte verlassen, die da schon mal rein geguckt haben. So gut ist mein Biologie-Verständnis nicht.) Es lohnt sich auf alle Fälle, nach dem ersten Gucken mal eine der einschlägigen Anime-Wikis zur Serie anzugucken. Und dann gleich nochmal von vorn mit der Serie anzufangen. Die Macher haben da teils echt nette Sachen in Nebensächlichkeiten versteckt.
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Offline KhornedBeef

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #428 am: 11.12.2021 | 17:20 »
Und ich habe gerade noch von einem "Es war einmal das Leben"-Remake geträumt! Gut, ist dann eher ein gritty reboot, egal.
Danke für den Tip!
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Offline Alexandro

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #429 am: 11.12.2021 | 18:27 »
I spent 300 years killing Slimes and maxed out my level sehr schöne "slice of life" Isekai-Serie, über eine überpowerte Protagonistin, welche einfach nur ein ruhiges Leben führen will, aber immer wieder in welterschütternde Abenteuer hereingezogen wird (im Grunde die Antithese zu "One Punch Man").

Usagi Drop Ruhig erzähltes Familiendrama im Stile von (den ruhigen Passagen von) "Summer Wars".

The Saint's magic power is omnipotent Weiteres "slice of life" Isekai Anime, beim Schauen fühlte ich eine sehr starke Assoziation zu Gesellschaftsromanen alá Jane Austen.

Ascendance of a bookworm Und noch ein Slice of Life/Isekai Anime, diesmal über eine junge Buchliebhaberin, welche in einen kränklichen Kinderkörper in eine Welt geboren wird, in der Bücher nur ein Privileg des Adels sind (und die trotzdem versucht ihre Freude am Lesen allen Menschen zugänglich zu machen). Wunderschön und emotional, mit tollem Worldbuilding (eine westliche Serie die am ehesten mit "Bookworm" zu vergleichen ist, wäre "Hilda").

hab ich mir fast gedacht ~;D aber bald soll laut meinem bruder ne bombe in dem genre einschlagen. namentlich Mushoku Tensei

hab den manga vor ewigkeiten mal angefangen gehabt, aber dann iwie aus den augen verloren, und bin dann halt umgestiegen. hab den aber als light novel auch mal kurzzeitig verfolgt, wollte dann warten bis nen haufen kapitel fertig sind oder der abgeschlossen ist um den dann zu bingen. soll dieses jahr noch kommen, und hat mir damals als manga adaption richtig gut gefallen. und der trailer verspricht viel ;)

https://www.youtube.com/watch?v=1TiBoHQUj3I

Ja, der ist wirklich gut. Fängt als "slice of life" an, wird dann aber zunehmend epischer (am Anfang habe ich nicht gemerkt wieviel Worldbuilding in den ersten Folgen reingepackt wurde, welches dann später von Bedeutung ist).

Etwas was man anfangs leider mitnimmt, ist dass der Hauptcharakter Anfangs... wie sage ich das jetzt am Besten... ein kleiner Perversling ist. Das ist leider im Anime-Sektor sehr häufig (z.B. bei 7 Deadly Sins, Rokka, Shield Hero), selbst bei Serien die anfangs ohne dieses Element auskamen, hat sich das mit fortschreitender Folgenzahl eingeschlichen (z.B. One Piece). Anfangs hätte ich Mushoku Tensei aus diesem Grund fast abgebrochen - dann merkte ich allerdings, dass dieses Element (im Gegensatz zu 90% der Shonen-Serien zur Zeit) nicht verharmlosend oder fetischisierend dargestellt wird, sondern als Charakterschwäche des Protagonisten. Eine Schwäche, welche er im Verlauf der Serie nach und nach versucht zu überwinden, nachdem er merkt welche Auswirkungen dieses Verhalten auf die Menschen in seinem Umfeld hat.
« Letzte Änderung: 11.12.2021 | 18:38 von Alexandro »
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Offline Talasha

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #430 am: 11.12.2021 | 19:24 »
Und ich habe gerade noch von einem "Es war einmal das Leben"-Remake geträumt! Gut, ist dann eher ein gritty reboot, egal.
Danke für den Tip!
Es gibt auf Youtube erschreckend viele Ärzte die Reaction-Videos zu der Serie gemacht haben, mein Favourit ist Dr. Hope ein Britischer Assistenzarzt.  Cells at Work ist recht harmlos als Gritty würde ich die Nebenserie Cells at Work: Code Black  ansehen.
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Offline Flamebeard

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #431 am: 11.12.2021 | 19:40 »
Und ich habe gerade noch von einem "Es war einmal das Leben"-Remake geträumt! Gut, ist dann eher ein gritty reboot, egal.
Danke für den Tip!

Ist halt alles recht gut erklärt und jede Folge behandelt eine andere medizinische Kondition. Ich freue mich schon auf die Veröffentlichung von Staffel 2, die wohl Mitte 2022 bei uns auf Disc kommt. (gerade gesehen, wie der Titel 2.Staffel notiert wird: Anzahl der Ausrufezeichen = Staffelnummer :-D )

 Und wenn du's richtig 'gritty' willst: dann sieh' dir Cells At Work!: Black an, sobald das bei uns raus ist. Selbe Prämisse, aber der Körper, in dem es spielt, pflegt einen ungesunden Lebenswandel. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Protagonisten.

Außerdem bisher als Manga veröffentlicht:

Cells At Work!: Bacteria! - Gute und schlechte Bakterien im Körper
Cells NOT At Work! - Über Rote Blutkörperchen, die nicht arbeiten (wollen)
Cells At Work And Friends! - Über Killer T-Zelle, der heimlich Freundschaften schließen will
Cells At Work!: Platelets! - Über die Blutplättchen
Cells At Work!: Baby! - Was geht in einem ungeborenen Kind ab der 40.Schwangerschaftswoche vor?
Cells At Work!: Lady! - Was geht im Körper einer erwachsenen Frau vor?
Cells At Work!: White Brigade -
Cells At Work!: Neo Bacteria! -

Kann gut sein, dass die als OVA oder integriert in die reguläre Anime-Serie auch noch kommen werden.


===

Es gibt auf Youtube erschreckend viele Ärzte die Reaction-Videos zu der Serie gemacht haben, mein Favourit ist Dr. Hope ein Britischer Assistenzarzt.  Cells at Work ist recht harmlos als Gritty würde ich die Nebenserie Cells at Work: Code Black  ansehen.

Darüber bin ich auch auf die Serie gestoßen. Bei mir war's Doctor Mike.
« Letzte Änderung: 11.12.2021 | 19:44 von Flamebeard »
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Offline Alexandro

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Re: Anime-Serien die man gesehen haben sollte
« Antwort #432 am: 27.12.2021 | 18:22 »
Kürzlich über Ranking of Kings (王様ランキング, Ōsama Rankingu) gestolpert, ein sehr feiner Anime.

Handelt von einem erstgeborenen Thronfolger in einer Feudalmonarchie, welcher taubstumm und "schwächlich" ist und daher nach gängiger Meinung nicht die Voraussetzungen für die Nachfolge seines Vaters erfüllt. Die Themen sind ziemlich hart und reichen (bereits in den ersten Folgen) vom Umgang mit Menschen mit körperlichen Einschränkungen (und der systematischen Verschiebung von "goalposts", um deren Beiträge zur Gesellschaft abzuwerten), bis hin zu institutionalisierten Rassismus.

Aber sehr gut geschrieben und dargestellt, ohne Beschönigung oder Kitsch - sehenswert.
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