Autor Thema: Arcane Codex - Iluans Schicksal  (Gelesen 22047 mal)

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Arcane Codex - Iluans Schicksal
« am: 15.09.2008 | 18:32 »
One on One Arcane-Codex-Kampagne von Battlemönch (Mr. Life) und Iluan

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #1 am: 16.09.2008 | 20:11 »
Irgendwie fehlt da was. ;)
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Offline Iluan

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #2 am: 16.09.2008 | 21:10 »
???

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #3 am: 17.09.2008 | 14:32 »
Iluans bisheriges Leben

Xyra'is (oder Iluan, wie ihre Mutter sie genannt hat) ist die Tochter einer Sidhe-Sklavin in Xirr Nagesh namens Myria und eines Dämonen, mit dem der Sith-Hexer Syroxor Thong Daigun einen Pakt geschlossen hat.
Syroxor hat den Dämonen, einen Heerführer von Asmodeus, im direkten Auftrag seiner Herrscherin Markrendra beschworen, um einen Krieg zu beginnen, der dem Haus Thong Daigun eine bessere Position in Xirr Nagesh verschaffen soll. Der Preis des Dämonenfürsten bestand darin, dass er ein Kind mit einer Sidhe zeugen wollte, die das Haus Thong Daigun innerhalb kurzer Zeit beschaffen konnte. Dieses Kind sollte bis zu seiner Volljährigkeit aufgezogen werden und ihm dann zur Verfügung stehen. Xyra'is ist nun 39 Jahre alt.

In Xyra'is ersten Lebensjahren war es ihrer Mutter Myra erlaubt, sich um sie zu kümmern. In dieser Zeit waren Myras Sinne zwar oft von Drogen und Giften benebelt, aber sie gab sich alle Mühe, ihrer Tochter trotz der Dämonenmerkmale, die Xyra'is trägt, eine liebevolle Mutter zu sein und sie nach den Vorstellungen ihrer Heimat zu erziehen.
An Xyra'is fünften Geburtstag wurde es Myra jedoch verboten, ihre Tochter wiederzusehen. Zwar gelang es Myra noch von Zeit zu Zeit, sich zu ihrer Tochter zu schleichen, doch als Xyra'is elf Jahre alt war, wurde dieser heimliche Kontakt entdeckt, was Syroxor dazu veranlasste, Myra schrecklich zu bestrafen und seitdem unter magischer Kontrolle zu halten.
Von ihrem fünften Lebensjahr an war Xyra'is also weitgehend sich selbst überlassen. Syroxor verbat ihr den engeren Kontakt zu anderen Sklaven, duldete jedoch, dass sie sich Sith-Kindern näherte. Die Sith-Kinder des Hauses Thong Daigun waren daher außer Syroxor Xyra'is einzige Anlaufstelle und sie ertrug, um nicht ganz allein zu sein, alle Grausamkeiten, die die kleinen Sith sich für das weniger abgehärtete, aber aufgrund ihres Dämonen-Erbes sehr schnell regenerierende Sklavenmädchen ausdachten. Hat doch Syroxor zumindest verboten, dass ihre Jungfräulichkeit beschädigt werde.
Syroxor selbst war Xyra'is einziger Fixpunkt. Da er wegen ihres dämonischen Erbes immer wieder Experimente an ihr durchführte, war sie regelmäßiger Gast in seinem Labor und durfte bald auch niedere Hilfstätigkeiten ausführen.
Syroxor ist ein launischer Herr. Manchmal kommt es Xyra'is so vor, als wäre auch er einsam und das sei der Grund, warum er von Zeit zu Zeit ruhig und freundlich mit ihr spricht und ihr erzählt, was ihn, den obersten Hexer des Hauses Thong Daigun, beschäftigt, der so gerne der Geliebte von Xalessa, der ersten Tochter von Markrendra wäre, diese Position aber nie hat erobern können.
Zu anderen Zeiten ist Xyra'is jedoch das zufällig anwesende Ziel, auf das sich Syroxors Zorn und seine Frustration entladen. Schon oft hat Xyra’is zugesehen, wie sich grässliche Wunden, die für andere Elfen nach kurzer Zeit tödlich gewesen wären, sich an ihrem Körper innerhalb ebenso kurzer Zeit spurlos geschlossen haben.
Die meiste Zeit jedoch ist Xyra'is für Syroxor nicht mehr als eine Lastenträgerin und vor allem ein Versuchsobjekt. Xyra’is’ Fähigkeit, sich zu heilen, hat es Syroxor erlaubt, sich ein umfassendes Bild ihrer Anatomie zu erarbeiten. Zwar spürt Xyra’is durchaus den Schmerz seiner Vivisektionen, doch das stört Syroxor wenig.
« Letzte Änderung: 13.11.2008 | 00:31 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #4 am: 17.09.2008 | 14:34 »
Personen

Xyra'is kennt die meisten Mitglieder des Hauses Thong Daigun, da sie sich weitestgehend frei im Haus bewegen darf und immer wieder zu diversen Diener-Tätigkeiten herangezogen wird.
Am meisten fürchtet Xyra'is Xafir, den zweiten Sohn der jüngsten Schwester Markrendras. Er ist nur wenig älter als Xyra'is und gehörte zu den Kindern, mit denen Xyra'is gespielt hat, Er ist ein vielversprechender junger Mann, der zwar erst vor wenigen Jahren seine Mannesprüfung bestanden hat, aber bereits mit großem Erfolg an zwei Sklavenjagden teilgenommen hat und mit seinem Mut und seinen Kampffähigkeiten sogar die Aufmerksamkeit von Markrendra persönlich auf sich gezogen hat. Seitdem Xyra'is ihn im Spiel einmal versehentlich verletzt hat, ist es ihm ein Anliegen, sie bei jeder möglichen Gelegenheit dafür bezahlen zu lassen.
Das beste Verhältnis zu einem gleichaltrigen Sith hat Xyra'is zu Kazzor, einem Enkel von Markrendra. Die meiste Zeit beachtet Kazzor Xyra’is nicht, aber von Zeit zu Zeit hat er ein nettes Wort für sie übrig, und einmal hat er sie sogar gegen seine kleine, tyrannische Schwester Namandra verteidigt.
Eine weitere Sith, die gelegentlich ein Lächeln für Xyra’is übrig hat, ist Lyzzira, Markrendras zweite Tochter und eine begabte Hexerin. Sie fragt Xyra’is dann meistens nach dem, woran Syroxor arbeitet, was Xyra’is überrascht, denn Lyzzira und Syroxor mögen einander nicht.




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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #5 am: 17.09.2008 | 15:00 »
Iluan Charakterbogen

Eigenschaften

Stärke  3
Geschick  6
Konstitution  7
Wahrnehmung  6
Intelligenz  5
Willenskraft  8
Charisma  5


Fertigkeiten

Aufmerksamkeit  4
Ausdauer  7
Ausweichen  3
Empathie  5
Etikette  4
Giftkunde  1
Horchen  5
Lesen und Schreiben   
Schauspielern  3
Schleichen/Verstecken  3
Sprache Sidhain   
Sprache Xirr   
Tanzen  5
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #6 am: 18.09.2008 | 14:41 »
Iluans Aussehen

Für eine Sidhe ist Iluan relativ groß und untersetzt, so dass sie unter den grazilen Sith beinahe grobschlächtig wirkt. Ihre Haut ist bleich, aber bei genauerem Hinsehen verraten die silbernen Einschüsse, dass sie keine Sith ist.
Iluns Augen sind als Ergebnis ihres dämonischen Erbes vollständig schwarz. Das eigentlich silberne Haar, das ihr bis auf die Hüfte fällt, und die Augenbrauen trägt sie schwarz gefärbt.
Ihr Gesicht ist eher kantig, die Nase relativ breit und flach, ihr Mund geschwungen aber mit schmalen Lippen.
Insgesamt wird sie oft für eine Sith gehalten, aber etwas Untypisches und Fremdartiges haftet ihr an, dass ihren Anblick für die meisten Sidhe zu etwas wenig Angenehmem macht.
« Letzte Änderung: 13.11.2008 | 00:32 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #7 am: 18.09.2008 | 15:18 »
Illuans Alltag

Ich erwache mit einem leisen Schrei in meiner kleinen Höhle. Seit ein paar Tagen habe ich jede Nacht Alpträume, aber wenn ich aufwache, kann ich mich nicht daran erinnern, was ich geträumt habe. Trotzdem erwache ich schweißgebadet und mit einer vagen Furcht, die mich in den Morgen begleitet. Mir ist, als würde sich etwas nähern und als wäre ich heute schon fast in der Lage, es zu greifen und mich zu erinnern.
Für ein paar Momente sitze ich auf meiner dünnen Schlafmatte und versuche, den Nebel des Vergessens zu durchdringen. Ich habe gelernt, dass es einfacher ist, einer Bedrohung ins Auge zu sehen und sie durchzustehen, als tagelang voller Furcht darauf zu warten, dass etwas passiert. Es gelingt mir jedoch nicht, herauszufinden, was es ist, das mich jede Nacht so erschreckt.
Also rappele ich mich schließlich auf, denn von draußen sind auch schon die Schritte anderer Sklaven zu hören. Die meisten von ihnen schlafen in der großen Höhle ein Stück weiter den Gang hinunter, aber Syroxor hat darauf bestanden, dass ich alleine schlafe.
Gebückt trete ich in den grob behauenen Gang, der von den Sklavenquartieren zu den Wohnbereichen führt. Meine Höhle ist zu niedrig, als dass ich aufrecht stehen könnte, aber die Decke des Ganges ist hoch über mir und ich strecke mich. Die anderen Sklaven, die an mir vorbeikommen, schauen in eine andere Richtung. Zu oft hat Syroxor sich daran gestört, dass andere Sklaven sich mit mir abgegeben haben.
Heute jedoch scheint irgend etwas anders zu sein. Ich habe das Gefühl, dass die anderen Sklaven beginnen zu tuscheln, als sie mich sehen. Doch vielleicht ist dieser Eindruck nur eine Nachwirkung des Alptraums.
Kein anderes Haus in Xirr Nagesh hat Sklaven so vieler Rassen wie das Haus Thong Daigun. Die meisten, die in der großen Höhle wohnen, sind Menschen und Krask, aber auch Halblinge und Trolle sind darunter. Die wenigen Elfen und Dunkelelfen werden in anderen Quartieren gehalten, sie gelten als wertvoller. Ich weiß, dass ich auch wertvoll bin, aber meinem Wert schadet es wohl nicht, bei den Arbeitssklaven zu wohnen.

Mein erster Weg führt mich zu den unterirdischen Teichen, die in einer großen natürlichen Tropfsteinhöhle vor den Wohnquartieren liegen. Hier sind viele Sklaven zu Werke. Ich wasche mich sorgfältig, obwohl das Wasser eiskalt ist.
Dabei trifft mein Blick den von Faruk. Faruk ist ein junger Troll, der erst seit einem halben Jahr in Xirr Nagesh ist. Ich weiß, dass er sich noch schwer tut damit, sich den Regeln seiner neuen Herren zu unterwerfen. Oft sehe ich an ihm die Spuren von Schlägen. Einmal, als er zusammengesunken und offensichtlich verletzt in einem der Gänge zu den Sklavenquartieren saß, habe ich ihm Wasser gebracht. Ein anderes Mal, als ich es mit tiefen Wunden nicht ganz bis in meine Höhle geschafft hat, sondern kurz davor lag und darauf wartete, dass meine Wunden sich schlossen, hat er die Freundlichkeit erwidert. Gesprochen haben wir noch nicht miteinander. Für einen Moment erwidere ich seinen Blick. Ich mag das Feuer in seinen roten Augen.
Dann mache ich mich daran, Wasser für Syroxors Labor in zwei große Eimer zu füllen, die ich am Vorabend hier abgestellt hat.
Das Wasserjoch lastet schwer auf meinen Schultern, als ich es zum Labor bringt. Hinter der Höhle der Teiche beginnt der Wohnbereich der Dunkelelfen, wo der Boden mit kunstvollen Mosaiken gepflastert ist und Leuchtkristalle in regelmäßigen Abständen fein geschliffene Edelsteine in den Wänden beleuchten. Hier muss ich aufmerksam sein, um rechtzeitig jedem Sith auszuweichen, der an mir vorbeikommen könnte.
Heute begegnet mir nur Deixus, ein Sklavenjäger in den besten Jahren. Mit seinen leuchtenden roten Augen und seinen vollen, auffälligen dreifarbigen Haaren, in denen sich weiße, schwarze und graue Strähnen mischen, ist er sehr beliebt bei den Frauen. Schnell drücke ich mich gegen die Wand des Ganges und senke respektvoll den Kopf. Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass Deixus mir ein seltsames böses Lächeln zuwirft, während er vorbeieilt. In der Hand trägt er eine Pergamentrolle, von der das Große Siegel des Hauses Tyrannor hängt.
Wenig später komme ich im Labor an. Wie üblich ist Syroxor noch nicht da. Meine erste Aufgabe ist es, die vielen Kreaturen, die Syroxor in Käfigen und Gläsern hält, zu füttern. Es ist eine Aufgabe, die ich gerne mag. Inzwischen weiß ich, bei welchen Kreaturen ich vorsichtig sein muss, die Hand nur ganz langsam bewegen, damit sie sie nicht als Beute sehen, oder wo ich im Gegenteil die Hand ganz schnell zurückziehen muss, bevor sie ihre Krallen, Zähne oder Stacheln hineingeschlagen habe. Es gibt auch die, die ich streicheln kann und die es zu genießen scheinen.  Besonders mag ich das kleine Äffchen, das immer gleich an die Vorderseite des Käfigs kommt, wenn es mich sieht und sein Köpfchen in meine Hand schmiegt, wenn ich sie zu ihm hineinhalte, selbst wenn kein Futter darin ist. Aber ich mag auch das Insekt mit den langen Beinen, das ich mit lebenden Käfern füttere, die ich in der geschlossenen Hand in das Glas hineinhebe, damit das Insekt ihre Bewegungen erst sieht, wenn ich meine Hand zurückziehe, denn es reagiert sofort auf jede rasche Bewegung und schnellt voll zielgerichteter Grazie auf sein Opfer zu, das es dann mit seinem Giftschwanz betäubt und aussaugt. Gift ist für mich schwieriger zu verwinden als Wunden, daher ist Syroxor sehr wütend, wenn ich mich von seinen giftigen Kreaturen beißen oder stechen lasse. Zum Glück ist das schon lange nicht mehr vorgekommen.
Heute finde ich eine Kreatur in einem Käfig, die ich noch nicht kenne. Es wirkt auf mich eher wie ein Dämon als wie ein Tier, denn es stinkt nach Schwefel und seine Augen folgen mit heimtückische Funkeln allen meinen Bewegungen. Es sieht ein wenig aus wie eine Fledermaus, aber es sitzt aufrecht auf seiner Stange und hat beinahe elfische Gesichtszüge, wenn es auch keine Nase hat, sondern nur zwei feine Löcher und nur einen Schlitz als Mund, in dem kleine, nadelspitze Zähne funkeln. Ich betrachte es eine Weile und es scheint meinen Blick zu erwidern.
„Bleib weg davon!“
Ich zucke zusammen, denn Syroxors Stimme ist anzuhören, dass er schlechte Laune hat. Er stürmt herein, den Arm voller Papiere, die er auf einem seiner Tische ablädt. Er murmelt etwas vor sich hin, von dem ich aber nur die Namen Markrendra und Tyrannor verstehe. Ich halte den Kopf gesenkt, um bloß keine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.
Syroxor würde als schön gelten unter den Dunkelelfen mit seinem hochgewachsenen Wuchs, seinen glänzend-schwarzen Haaren und den feingezeichneten Gesichtszügen, wenn sein Körper nicht so auffallend dürr wäre und nicht eine große rote Narbe seine linke Wange entstellen würde.
Den Blick auf einen seiner schweren Beschwörungs-Kodizes geheftet, den er vor sich aufgeschlagen hat, weist Syroxor mich an: „Hol das Opfermesser, Mädchen, und eine Schale.“ Sofort folge ich dem Befehl und bringe ihm das schwarze Obsidianmesser sowie eine schwere goldene Opferschale. Ohne mich anzusehen, fasst Syroxor nach meinem Arm, der die Schale neben ihm abgestellt hat, hält ihn über die Schale und zieht mit einer schnellen Bewegung das Messer über mein Handgelenk. Ich zucke zusammen, kann aber verhindern, dass ich einen Laut von mir gebe. Noch während mein Blut in die goldene Schale tropft, spüre ich die Hitze in meiner Haut, die mir verrät, dass die Wunde bereits dabei ist, sich zu schließen. Als der Blutstrom versiegt, lässt Syroxor meinen Arm los und schickt mich weitere Ritualbestandteile holen.
« Letzte Änderung: 8.10.2008 | 23:20 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #8 am: 5.10.2008 | 15:28 »
Du läufst schnell durch die Gänge der Zitadelle Thong Daigun. In den Hallen, die für repräsentative Zwecke genutzt werden hälst Du gerne einen Moment inne, um die Lichtfiguren anzuschauen, die dort auf magische Weise leuchten. diese Schönheit kann man hier im Dunkelreich von Xirr´Nagesh selten genießen, denn Farben werden selten genutzt. Nur da, wo man mit Licht rechnen kann. Ansonsten nutzt man eher interessante Formen in hellen und dunklen Tönen, die sich in der Sicht der Morai stark voneinander absetzen. Interessanterweise führt das dazu, dass sich Dir meißt der selbe Anblick bietet, wie den anderen, auch wenn Du immer Farben wahrnimmst. Aber wenn alles in Grau-, Weiß- und Schwarztönen gehalten ist, gibt es auch für Dich keinen Unterschied.
Nur die roten Augen, die mancher der Morai hat, leuchten auch für Dich in ihrer Farbe.

So hastest Du weiter, denn Du weißt, dass Syroxor nicht gerne wartet.
Als Dein Weg Dich über einen Balkon an der Außenseite der Zitadelle entlangführt blickst Du einen Moment über die Höhlenstadt. Hinter den hohen Verteidigungsanlagen der Thong-Daigun-Feste erstreckt sich die gigantische Höhle, die deine Haimat und gleichzeitig Dein Gefängnis darstellt. An vielen Stellen, an jedem der Domizile der anderen Familien und an einigen der anderen Gebäude sind Lcihter angebracht, meißt stellen sie das Hauswappen dar.
Du siehst Gebäude, die in riesige Stalaktitin und Stalakmiten gebaut sind, die nach oben zu wachsen scheinen oder von der Decke hängen. Bauwerke, die in die Wände und Decke hineingebaut sind, oder aus ihnen zu entspringen scheinen. Und am Grunde der Höhle die gebauten Strukturen, alle in ihrer eigenen Schönheit. Denn auch wenn die Morai ein Volk mit einer verderbten Seele sind, ein Volk, dem es Vergnügen und Befriedigung verschafft, andere leiden zu sehen, so sind sie doch ein Volk mit einem ausgeprägten Schönheitssinn. Jede Säule und jede Wand ist mit Reliefen geschmückt. Jede Ecke mit einer Statue verziert. Gargylen, Spinnen und wunderschöne weibliche Morai sind die beliebtesten Motive, aber auch andere Muster werden gerne genutzt. Die Innenseiten der Thong Daigun-Außenmauer zum Beispiel sind mit Bildern von Sklavenkaravanen verziert, die Opfer aller Kreijorischen Rassen zeigen.
Bei diesem Anblick wendest Du dich ab, denn Dir fällt wieder ein, mit wessen Blut die Schönheit im Reich der Dunkelelfen erkauft wird...
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #9 am: 5.10.2008 | 15:51 »
ALs Du eben den Balkon wieder verlassen willst, um die Ritaulzutaten zu holen, nach denen Syroxoer Dich geschickt hat, siehst Du einige Wachen und Diener auf den Hof laufen. Irgendetwas scheint dort zu passieren. Du drückst Dich in die Deckung zwischen zwei Säulen und beobachtest den Hof.
Die Tore schwingen auf und Ein Zug junger Adliger und ihres Gefolges reiten auf ihren Echsen herein. An ihrer Spitze erkennst Du Xafir. Seine glatten, unauffälligen Züge, sein schwarzes Haar, das auffliegt, als er sich lachend zu einem der anderen herumdreht.
Ein Gesicht, das Dich immer und imemr wieder in Deinen Alpträumen verfolgt!
Obwohl Du hier oben gut versteckt bist und sicher, dass Dich keiner sehen wird, drückst Du Dich weiter zwischen die Säulen in Deckung. Du weißt, dass er Dir mehr Aufmerksamkeit schenkt, als jeder andere im Haus mit Außnahme Syroxors. Und Du weißt, dass seine Aufmerksamkeit Schmerz bedeutet. Schmerz, Schmach, Erniedrigung.

Während er abspringt und ein Sklave nach den Zügeln seines nervös tänzelnden Reittieres greift starrst Du wie gebannt hinab zu ihm. Du kannst Deinen Blick ebensowenig lösen wie eine Höhlenratte den ihren vom Blick einer Viper. Wie erstarrt stehst Du da, angespannt, erstarrt.
Du musst unwillkürlich die gleitenden, fließend-eleganten BEwegungen Xafirs bewundern. Er bewegt sich wie ein Tänzer. Wenn man ihn betrachtet, fällt gar nicht auf, dass sein Gesicht eher druchschnittlich ist, alles andere als schön.
Wer ihn nur kurz gesehen hat stellt ihn sich in der Erinnerung immer als wunderschönen Morai-Prinzen vor, denn seine Präsenz überstrahlt sein einfaches Gesicht.
Natürlich ist der Umhang, den er über der Blutrankenrüstung trägt auch nach der letzten Mode geschnitten. Denn gerade weil Haus Thong Daigun nicht ganz an der Spitze der Häuser steht geben sich die meisten Mitglieder größte Mühe, ein besonders herausragendes Erscheinungsbild zu bieten. Kleider machen Leute.

Du atmest mehrmals tief durch. Du bist Dir sicher, dass er Dich nciht sehen kann. Er ist beschäftigt, unterhält sich mit einem der anderen jungen Männer. Der Sykophanten und Stiefellecker, die ihn immer umgeben.
Du weißt, dass Du sicher bist, aber dennoch duckst Du dich unter die Brüstung des Balkons und verlässt ihn fast fluchtartig.
Es war eine lange und schmerzhafte Schule, die Dich gelehrt hat, von Xafir Thong Daigun alles zu erwarten. Vor allem das unerwartete. Du glaubst, dass er ein SPiel damit spielt, Dich in SIcherheit zu wiegen, nur um dann um so unvermuteter zu zu schlagen...
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #10 am: 10.10.2008 | 22:41 »
Ich eile also weiter durch die Gänge der Zitadelle. Je weiter ich mich dem Eingang nähere, desto prunkvoller werden die hoch gewölbten Gänge und Hallen.
Kurz vor der großen Eingangshalle führt ein Gang in den äußeren Garten, wo die Spinnenthrone wachsen, flache Pilze mit großen Hüten, die für Dämonen eine Spezialität zu sein scheinen, aber nur, wenn sie frisch gepflückt sind. Ich kann das gut nachvollziehen. Allein der Geruch der Pilze lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Während ich einen Stein, der dicht mit Spinnenthronen bewachsen ist, abernte, stecke ich mir schnell einen in den Mund und kaue genüsslich.
Dann mache ich mich auf den Rückweg. Als ich an den Balkon komme, werde ich jedoch langsamer. Vorsichtig luge ich durch den Torbogen, doch Xafir ist nirgends im Hof zu sehen. Dafür ist eine Karawane mit neuen Sklaven eingetroffen. Wahrscheinlich Xafirs neuester Erfolg. Als ich Sidhe unter den Gestalten sehe, die im Hof angekettet sind, trete ich fasziniert an die Brüstung des Balkons. Das Volk meiner Mutter lässt sich so gut wie nie von den Morai fangen, und mein Herz blutet für diejenigen, die es in die ewige Finsternis von Xirr Nagesh verschlagen hat. Bevor ich mir ein genaueres Bild davon verschaffen kann, wie viele Sidhe in die Fänge der Sith geraten sind, blickt eine der grazilen, silberhäutigen Gestalten auf, als hätte sie meinen Blick gespürt. Strahlen blaue Augen tasten über die Zitadellenmauer, bis sie mich entdecken. Da ergreife ich die Flucht.
« Letzte Änderung: 13.10.2008 | 15:26 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #11 am: 13.10.2008 | 16:29 »
Eben hetzt Du durch die Tür, die vom Balkon aus wieder ins Haus führt, als ein Zischen Dich zurückfahren lässt.
"Xssyra`isss"
Du erstarrst. Er hat Dich also doch gesehen und ist extra hier herauf gekommen, um sich an Deinem Schmerz zu weiden. Den Blick zu Boiden gesenkt stehst Du zitternd aber ansonsten bewegungslos da.
Aus dem Augenwinkel siehst du, wie Xafir aus einem Alkoven gleitet. Geräuschlos setzt er seine Echsenlederstiefel auf. Dein Blick ist gebannt auf seine linke Hand gerichtet, die auf dem Griff seines Dolches liegt, der im Gürtel steckt. Diesen Dolch kennst Du. Du kennst ihn nur zu gut.
"Deinen persönlichen Freund, der ihn immer an Dich erinnert" hat Xafir diese Waffe genannt. Dieses Folterinstrument. Sein Daumen streicht sanft über den Knauf. Du weißt, dass er weiß, worauf sich Deine Angst konzentriert.
"Xyra´is, so schön, Dich zu sehen!" Seine rechte Hand streicht Dir sanft und verführerisch über das Kinn und schiebt eine Haarsträhne hinter Dein Ohr zurück.
"Freust Du Dich auch so sehr, mich zu sehen?" Ein leises, kaltes Lachen.
Mit einer Bewegung, die so schnell ist, dass Du sie kaum wahrnimmst, und bei der Du Dich zusammenreißen musst, um nicht zurückzuzucken, was seinen Zorn entfachen würde, preest sich die Spitze seines Dolches in die weiche Grube unter Deinem Kiefer.
"Xyra´is, Dein silberner Freund hier in meiner Hand hat eine Nachricht für Syroxor. Willst Du mir nicht den Gefallen tun, und sie ihm überbringen?"
Du kannst nicht nicken, ohne Dir den Dolch weiter ins Fleisch zu drücken, so ist das minimalste Zucken deines Kopfes für Xafir Antwort genug.
Er gleitet um Dich herum, der Dolch zieht eine heißkalte Spur an Deinem Hals entlang. Deine Haare werden von Xafirs Hand über Deine Schulter nach vorne gestrichen.
"So freundlich von Dir, dass Du mir ein Pergament mitgebracht hast, auf das Dein Freund seine Nachricht schreiben kann" flüstert Dir Xafir ins Ohr, während er die Klinge in deinen Ausschnitt schiebt und mit einem schnellen Schnitt Dein Kleid am Rücken auftrennt.
Es bracuht all Deine Beherrschungskunst, nciht zu zucken. Aber Beherrschung ist etwas, was Du in deinen 39 Jahren gelernt hast. Bis zur Perfektion. Vielleicht Deine ausgeprägteste Fertigkeit. Xafir bringt Dich spielend und immer wieder an ihre Grenzen.
Der Dolch ist so scharf, dass Du den ersten Schnitt kaum spürst. Das erste Gefühl ist die Wärme Deines Blutes, das Dir den Rücken hinabläuft. Dann erst kommt der Schmerz.
Mit schnellen, sicheren Bewegungen schneidet Xafir Schriftzeichen in Deinen Rücken. Über Deine Schulterblätter, die Wirbelsäule hinab, in die Haut Deiner weichen Flanken.
Du klammerst Dich an Dein zerschnittenes Kleid, presst es auf Deine Brüste, und wartest ergeben darauf. Dass er fertig wird. Der Schmerz der sauberen Schnitte ist vernachlässigbar gegenüber dem, was Du von Xafir gewöhnt bist.
Der letzte Schnitt ist getan als er Dich anschreit: "Lauf, Xyra´is! Wenn die Schrift verheilt ist, bevor Du bei Syroxor bist, werde ich dafür sorgen, dass es Dir Leid tut!"
Ein Tritt stößt Dich taumelnd vorwärts den Gang entlang.
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #12 am: 14.10.2008 | 20:53 »
Ich fliehe, taumle fast vor Erleichterung, Xafir hinter mir lassen zu können. Doch kaum sind zwei Ecken zwischen ihm und mir, sein leises Lachen hinter mir verklungen, steigt ein anderes Gefühl in mir hoch, ein brodelnder Zorn, ein brennender Hass, der mich beinahe stolpern lässt, so sehr zittern meine Glieder unter dem Wunsch, meine Fäuste in sein Fleisch zu graben. Ich sehe ihn fast vor mir, wie ich ihm die Finger breche, rieche förmlich sein Blut, während ich seinen Hals aufreiße. Ein Knurren dringt aus meiner Kehle.
Und zugleich schrecke ich zurück vor diesem gewalttätigen Sturm in mir: Ich kenne diesen Zorn, der meine Sicht rot vernebelt, und doch ist er mir fremd, so dass ich nur annehmen kann, dass er etwas Dämonisches ist, das in mir schlummert – meistens schlummert, und nur in bestimmten Situationen, von bestimmten Personen geweckt wird und mich überwältigt.
Als ich wieder klar denken kann, finde ich mich auf den Knien nieder, meine Handballen blutig, so fest habe ich meine Nägel hineingegraben, ohne es zu merken.
Erschrocken springe ich auf, ziehe mein zerrissenes Kleid wieder gegen meine Brust und spüre erleichtert noch immer frisches Blut auf meinem Rücken.
Ich lege die restliche Distanz zum Labor in vollem Lauf zurück, reiße die Tür auf und fahre erneut zusammen, als nicht nur Syroxor vor mir steht, sondern auch die Augen von Kazzor und Markrendra persönlich auf mich gerichtet sind. Ich wage kaum zu atmen, während ich auf die Knie falle, die Stirn fast auf den Boden gepresst als Geste der Unterwerfung und um Syroxor ungehinderten Blick auf meinen Rücken zu geben.

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #13 am: 14.10.2008 | 22:31 »
Einen Moment herrscht Stille. Unter den Blicken von Kazzor fühle ich mich besonders nackt. Ich kann nicht sagen, warum, aber ich will nicht, dass er mich so sieht.
Dann läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken, denn mir wird klar, dass der Korb mit den Pilzen, die ich ausgesandt war zu holen, nicht mehr in meiner Hand ist, sondern in einem Gang auf dem Boden liegt, wo er mir entglitten ist, als ich Xafirs Stimme hinter mir gehört hab.

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #14 am: 17.10.2008 | 15:52 »
Eine Erinnerung

Nach einer Jagdexpedition hat Kazzor, ein schlaksiger junger Sith, dessen Glieder zu lang und dünn für seinen Körper scheinen, für mutigen Einsatz bei einem Scharmützel gegen Höhlenschrecken von Trakent, dem Partner von Markrendra, einen Dolch verliehen bekommen, eine wundervolle, kunstvoll gearbeitete Waffe. Er sieht vor Stolz zwei Fingerbreit größer aus.
Xafir ist eifersüchtig. Er ist ein paar Jahre älter als Kazzor, seine Brust ist breiter, seine Glieder bereits muskulös, und unter seinen Gleichaltrigen ist er der Liebling von Markrendra, derjenige, der am meisten gelobt und gefördert wird. Dass ihm diesmal Kazzor vorgezogen wird, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen.
Dann verschwindet Kazzors Dolch. Kazzor ist nahe an der Panik, bedeutet der Verlust doch einen gefährlichen Gesichtsverlust. Beherrscht wie immer ist Kazzor nur wenig anzumerken, aber Xafirs bösem Grinsen ist anzumerken, dass er sehr wohl mitbekommt und genießt, wie Kazzor schwitzt.
Einen Tag später höre ich ein Gespräch von Xafir und Araxxa mit an. Araxxa gehört zu einem unwichtigen Zweig des Hauses Thong Daigun, doch ihr unvergleichlich graziler Körper, ihre anmutigen Bewegungen und ihre strahlend weißen Haare, die fein und weich sind wie Spinnenseide, haben ihr unter den jungen Sith einen hohen Stand eingebracht. Eine Hand auf ihre schmale Hüfte gestützt, spricht sie mit Xafir darüber, dass sie Yakkrea gesehen hat, eine Nichte Markrendras, wie sie seinen Dolch entwendet hat. Xafir bestätigt, dass er einen Dolch bei ihr gesehen hat, der dem von Kazzor auffällig ähnlich war. Sowohl Xafir als auch Araxxa blicken immer wieder zu mir herüber, doch ich begreife nicht.
Mein nächster Weg führt mich zu Kazzor, dem freundlichsten unter den Jugendlichen, bei denen ich mich aufhalten darf, um ihm zu berichten, was ich gehört habe. Ich erschrecke, als Kazzors Gesicht sich in einem Zorn verzieht, den ich von diesem ernsten, beherrschten Jungen nicht kenne.
Er stürmt davon und mir bleibt nichts übrig, als ihm zu folgen. Er stellt Yakkrea in einem belebten Innenhof des Hauses und geht sofort auf sie los. Er brüllt sie an, wo sein Dolch sei, und - ich ziehe entsetzt die Luft an - legt Hand an ein Mädchen, um sie zu schütteln. Die Erwachsenen, die sich der Situation amüsiert zugewandt haben, erstarren.
Im Hintergrund entdecke ich Xafir. Er steht an den Felsen gelehnt, als habe er dort schon länger erwartet. Sein Grinsen und der Ausdruck völliger Überraschung auf Yakkrea Gesicht lassen in mir endlich die Erkenntnis dämmern, dass ich das Gespräch zwischen Xafir und Araxxa nicht zufällig mitangehört habe.
Ich falle Kazzor in den Arm, will ihn von Yakkrea fortreißen, aber er beachtet mich nicht, stößt mich mit einer beiläufigen Bewegung zur Seite, die mich zu Boden wirft, und hebt dann die Faust, um Yakkrea zu schlagen. Von den umstehenden Erwachsenen ist grimmiges Gemurmel zu hören, aber Kazzor scheint es nicht einmal zu merken.
Es ist Xafir, der Kazzor in den Arm fällt. Er fängt seine vorschießende Faust auf und versetzt ihm seinerseits einen Fausthieb in den Unterleib. Kazzor klappt zusammen, rappelt sich aber sofort wieder auf und greift nun Xafir an.
Der Kampf ist kurz. Trotz der Wut, die Kazzor treibt, hat er keine Chance gegen Xafir und muss aufgeben, als ihm in Xafirs Würgegriff die Luft ausgeht.
Den versammelten Erwachsenen erklärt Xafir daraufhin, dass Kazzor gelogen habe, dass Yakkrea den Dolch sicher nicht gestohlen habe, sondern Kazzor ihn wahrscheinlich nur verlegt habe.
In der Tat findet sich der Dolch noch am selben Tag unter Kazzors Sachen wieder. Doch Markrendra ist wenig angetan vom würdelosen Verhalten ihres Enkels und fordert den Dolch zurück. Kazzor übergibt ihn mit zusammengebissenen Zähnen und schamgerötetem Gesicht unter den feixenden Augen der anderen Jungen und Mädchen.
Ich folge ihm danach in den hintersten Garten der Zitadelle, obwohl ich ahne, dass er allein sein will, weil ich mich unbedingt entschuldigen will. Als er mich sieht bleckt er die Zähne und ich bleibe stehen, stottere meine Entschuldigung und eine Erklärung. Sein Schlag schleudert mich gegen einen Steinpfeiler, und ich schmecke Blut. Zusammengekrümmt bleibe ich liegen, schütze Gesicht und Bauch in der Erwartung weiterer Schläge und Tritte, aber von ihm kommt nur ein gepresstes: "Steh auf! Hau ab!"

Am nächsten Tag steckt der Dolch in Xafirs Gürtel und er streichelt immer wieder wie ein Liebhaber über den Knauf. In einem Seitengang fängt er mich ab, drückt mich gegen die Wand und setzt mir den Dolch an die Kehle. er erzählt mir, wie sehr er ihn sich verdient hat, dass er nicht nur stärker, sondern auch schlauer ist als Kazzor. Dabei streicht er fast liebevoll mit der Spitze des Dolches über meine Haut. Obwohl es kaum weh tut, bin ich erstarrt vor Angst. Ich traue Xafir durchaus zu, jederzeit zuzustechen.
Doch während Xafir sein eitles Loblied auf sich selbst daherschwafelt, kommt Wut in mir auf. Dieser hinterhältige, aufgeblasene Günstling von Markrendra, dem alles auf einem silbernen Tablett serviert wird und der mit einem schadenfrohen Grinsen zugesehen hat, als Kazzor unter den strengen Blicken Markrendras die letzten Reste seiner Würde zusammengekratzt hat. Mit einem unartikulierten Schrei, packe ich Xafirs Messerhand, reiße sie von mir fort und stoße sie in seine eigene Schulter.
Wir erstarren beide. Ich weiß im gleichen Moment, dass ich für diesen einen Moment, in dem er sich durch meine unerwartete Gegenwehr hat überraschen lassen, teuer bezahlen werde. Mit verzerrtem Gesicht, aber ohne einen Laut zieht er das Messer aus seiner Schulter, den Blick fest auf mein Gesicht geheftet mit einer undefinierbaren Mischung aus Zorn und Befriedigung.
Ich rühre mich nicht und vergesse zu atmen. Meine Wut ist wie weggewischt.
Dann sticht Xafir zu, erst in meine Schulter, dann in meinen Bauch. Ich sacke zusammen. Er beugt sich zu mir herunter, und während sein Blut auf mein Gesicht tropft und meines über meine Knie fließt, flüstert er beinahe zärtlich in mein Ohr: „Dafür wirst Du bezahlen, jeden Tag.“
« Letzte Änderung: 13.11.2008 | 00:33 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #15 am: 21.10.2008 | 21:41 »
Gegenwart:

Für einen moment, der sich über Äonen zu dehnen scheint, herrscht Stille in dem Raum, die nur von dem leisen Blubbern einer alchemistischen Mixtur unterbrochen wird.
Dann peitscht Syroxors Stimme hinein: "Xyra´is, wo sind die Pilsze, die ich Dich zu holen schickte, und was, bei den Niederhöllen, soll dieser Zustand in dem Du bist?"
Du holst Luft, um ihm genau zu berichten, was geschehen ist, doch dann hälst Du inne, denn auch die anderen beiden hören zu, und Du bist Dir nciht sicher, wie Markrendra auf Anschuldigungen gegen Xafir reagieren wird. Und obwohl die Zeit drängt, denn Du spürst schon, wie sich die Schnitte in Deinem Rücken langsam schließen, wählst Du Deine folgenden Worte mit Bedacht...
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #16 am: 21.10.2008 | 22:07 »
"Meister, Xafir befahl mir, Euch eine eilige Botschaft zu überbringen. Ihr könnt sie auf meinem Rücken lesen." Bei diesen Worten beiße ich die Zähne zusammen und muss die Wut herunterschlucken, die wieder in mir hochwallt, aber ich kann meine Stimme ruhig halten. Nur ein Hauch von Angst ist zu hören, als ich fortfahre: "Ich musste die Pilze unterwegs zurücklassen. Ich werde sie sofort holen gehen, Meister."

Ich halte den Kopf gesenkt, aber ganz kann ich mich nicht daran hindern, seitlich einen Blick auf Kazzors Gesicht zu werfen...

« Letzte Änderung: 21.10.2008 | 22:24 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #17 am: 23.10.2008 | 13:48 »
Während Syroxor, und auch Markrendra, hinter Dich treten, blickst Du unauffällig zu Kazzor hinüber und verscuhst Dir über deine Gefühle klar zu werden, als Du bemerkst, dass er gelangweilt eine kleine Phiole betrachtet, die er vom Tisch genommen hat, an dem er lässig lehnt.
Hinter Dir scheint Syroxor die Nachricht zu lesen, denn er murmelt immer wieder "Hmhm" vor sich hin. Dann sticht der Schmerz wie Nadeln in Deinen Rücken als er die Haut glattzieht, um eine Stelle, die schon am Verheilen ist, besser lesen zu können.
Er tritt wieder vor Dich und sagt über die Schulter hinweg: "Ja, ist gut, nun geh die Pilze holen. Und wenn die Blutung nachgelassen hat, mach Dich sauber und zieh Dir was sauberes an. Beeil Dich." Dann nimmt er mit einem Stirnrunzeln Kazzor die Phiole aus der Hand.
Du bewegst Dich in der Hocke um Markrendra herum, die immer noch hinter Dir steht.
Als Du aus der Tür eilst hörst Du noch ihr kaltes Lachen als sie zu den beiden Männern sagt: "Kreativ, mein Neffe, nicht wahr?" Und beide ihr zustimmen.
Du eilst zu dem Balkon, bei dem Xafir Dich abgefangen hat, doch als Du in die Nähe kommst wirst Du langsamer und huschst von Deckung zu Deckung, denn DU weißt nicht, ob er nicht noch da ist. Du lauschst, kannst aber ncihts hören, und zu sehen ist er auch nicht. Stattdessen findest Du den Korb mit den Pilzen ordentlich in einer Ecke stehen.
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #18 am: 23.10.2008 | 17:17 »
Trotzdem habe ich Angst, dass er im nächsten Augenblick hinter einer Säule hervortreten wird, und verlasse den Gang im Laufschritt, den Korb mit den Pilzen fest an mich gedrückt.
Lautlos öffne ich die Tür zum Labor, und diesmal beachtet mich niemand, als ich eintrete. Syroxor, Markrendra und Kazzor sind über eine Karte gebeugt und sprechen leise miteinander, als ich den Korb gut sichtbar auf einen Tisch stelle und mich gleich wieder zurückziehe.
Auf dem Weg zu der Höhle der Teiche nehme ich mir die Zeit, um tief durchzuatmen und meine Gefühle wieder unter Kontrolle zu bringen. Meine heutige Begegnung mit Xafir war vergleichsweise harmlos, und es gibt keinen Grund, davon auszugehen, dass er es jetzt, wo ich die Nachricht abgeliefert habe, noch mehr als sonst auf mich abgesehen hat.
Meine Schritte werden sicherer, mein Atem ruhiger. Ich genieße es, für den Moment allein zu sein.

Doch dann höre ich dumpfe Kampfgeräusche. Nur wenige eilige Schritte weiter macht der Gang eine Biegung und dahinter sehe ich, wie zwei Menschen und ein Krask auf eine große zusammengekrümmte Gestalt eintreten. Ich stürze auf sie zu und rufe: "Aufhören!"
Außer Atem und mit wutverzerrten Gesichtern blicken sie auf. "Was willst Du hier, Schattenliebchen?" fährt mich der eine an.
Ich gehe weiter auf sie zu und wiederhole nur: "Aufhören!" In ihren Augen ist ihr Abscheu mir gegenüber zu sehen, doch sie weichen zurück. Der eine Tritt noch einmal in den Leib des am Boden liegenden Trolls und meint: "Er hat's hundertmal verdient. Wegen seiner Sturheit haben wir alle Schläge kassiert." Und zu meiner Überraschung gehen sie dann tatsächlich.

Wieder muss ich mein rasendes Herz beruhigen. Dann hocke ich mich vor den Troll und lege ihm vorsichtig die Hand auf die Schulter. Er reagiert mit einem undefinierbaren Laut, der auf mich wirkt, als wäre er nicht ganz bei Bewusstsein. Bei genauerem Hinsehen ist das auch nicht allzu verwunderlich, da seine raue Haut von den tiefen, blutigen Striemen einer Peitsche durchfurcht ist und glüht wie im Fieber.
Eilig laufe ich zu den Teichen und hole einen Eimer Wasser und ein Tuch. Mit dem benässten Tuch beginne ich, seine Wunden auszuwaschen. Erst als er auf meine sanften Berührungen reagiert, indem er mir das Gesicht zuwendet und mich aus glasigen Augen ansieht, erkenne ich Faruk.
« Letzte Änderung: 23.10.2008 | 17:40 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #19 am: 24.10.2008 | 12:57 »
Während Du Faruk versorgst bemerkst Du, dass sich bei seiner Bestrafung jemand viel Mühe gegeben hat, auf seine natürliche Heilfähigkeit einzugehen, die noch deutlich stärker ausgeprägt ist als Deine. Auch seine roten Augen, die Du bei sonst noch keiner Rasse gesehen hast, außer den Morai, scheinen für Dich ein Zeichen zu sein, dass auch in ihm dämonishces Blut kocht.
Eine verwandte Seele?
Denn Du bemerkst, dass sich seine Wunden nicht schließen, wie sie es sonst bei seinen Verwundungen immer tun. Du untersuchst ihn genauer und stellst fest, dass auf seiner dunklen, fast schwarzen Haut an den Rändern einiger Wunden die Reste winziger Kristalle haften. Offensichtlich hat jemand die Peitsche, mit der er geschlagen wurde, vorher mit ienem Gift eingerieben, das auskristallisiert und erst im Kontakt mit Flüssigkeiten, zum Beispiel Blut, wieder seine Wirkung entfaltet. Du hast schon von verschiedenen Giften dieser Arte gehört, denn Du kennst Dich ein wenig mit Giften aus. Wobei diese speziellen, schwarzblauen Kristalle Dir nicht bekannt sind.
Morai nutzen solche Gifte gerne, denn sie haften gut auf Klingen, und können fast unbegrenzt lange darauf gelassen werden, im Gegensatz zu klebrigen oder gar flüssigen Waffengiften.  :ctlu:
Du läufst schnell und holst mehr Wasser, mit dem Du die Wunden gründlich ausspülst, und tatsächlich, die Wudnen, aus denen das Gift gut ausgewaschen wurde beginnen, zusehends zu heilen.
Je mehr der Wunden heilen, desto klarer wird auch Faruks Blick. Der mächtige Schädel mit den gebogenen Hörnern, ähnlich denen eines der Kampfstiere die Du in den Arenen gesehen hast, dreht sich zu Dir, und in den schwarzglänzenden Gescihtszügen und den roten Augen siehst Du misstrauen und Wut. Auch die Muskeln unter deinen Händen sind angespannt und steinhart. Die Pranken öffnen und schließen sich krampfhaft.
Faruk holt Luft, hustet keuchend, und presst dann unverständliche Knurrer aus seiner Kehle. Als Du zum Wassereimer greifst, um ihm beim Trinken zu helfen, zuckt seine Hand vor und schnappt den Eimer weg, bevor Du ihn erreichst. Er trinkt, und redebrechtet dann wenige Worte in der Sprache der Morai, wobei er den Mund voll Abscheu verzogen hat und seine langen, gelblichen Hauer zu sehen sind.:
"Warum? Was wollen?"
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #20 am: 24.10.2008 | 14:25 »
Ich weiche einen Schritt zurück, um ihm Raum zu geben. Dabei starre ich ihn mit weit aufgerissenen Augen an, um jedes Detail von ihm in mich aufzunehmen. Jemand wie ich? Kann das sein?
Ich hebe die offenen Hände, um zu zeigen, dass ich ihn nicht angreifen will und sage möglichst deutlich: "Ich bin...(ich zögere kurz)...Iluan. Ich habe deine Wunden gereinigt." Dabei deute ich auf das blutige Wasser, mit dem ich seine Wunden ausgewaschen habe.
Ich presse die Lippen zusammen, um nicht sofort mit all den Fragen, die mir auf dem Herzen brennen, herauszuplatzen, und warte mit angehaltenem Atem auf eine Reaktion von ihm.
« Letzte Änderung: 24.10.2008 | 14:27 von Iluan »

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #21 am: 25.10.2008 | 12:16 »
Der riesige Troll stemmt sich an der Wand hoch, und obwohl er in dem Gang etwas vornübergebeugt stehen muss, überragt er Dich bei weitem, von seiner enormen Masse gar nicht zu reden. Wieder einmal fragst Du Dich, wie es gelingen kann, so eine gewaltige Bestie frei herumlaufen zu lassen und sie doch zu kontrollieren.
Aber bei diesem Gedanken stiehlt sich Deine Hand zu dem silbernen Sklavenring um Deinen Hals. Auch Faruk trägt einen solchen, allerdings aus schwarzem Metall, und Du weißt, dass die Morai solche Fesseln mit Vorliebe verzaubern. Mit einem Wort, einer Geste, ja, einem Gedanken, kann Syroxor Dich über Dein Halsband kontrollieren. Er kann Dich lähmen oder Dir unerträgliche Schmerzen zufügen, und er kann Dich rufen, wo immer Du bist, was Du an einem Kribbeln an dem Skalvenring spürst.
Faruk schaut auf Dich herab, und er schaut sehr konzentriert und hat die Augen weit aufgerissen, als könne er Dich nciht richtig erkennen. Du schaust Dich kurz um und bemerkst, dass der nächste Leuchtstein ein Stück weg und um die nächste Biegung ist. Du hast immer wieder Schwierigkeiten Dich daran zu erinnern, dass die meißten Rassen nicht im Dunkeln sehen können. Selbst die Morai haben nur eine Beschränkte Dunkelsicht, gerade mal 50 Meter oder etwas weiter, und das nur in Schwarz- und Grautönen. Auf größere Entfernungen sind selbst sie im Dunkeln blind.
Für DIch sind Licht und Dunkelheit eher theoretische Konzepte. Zwar nimmst Du sie wahr, auf eine Art und Weise, die Du nicht erklären könntest, aber sie schränken Dich nicht ein, bedeuten nichts für Dich.
Während Dir diese Gedanken durch den Kopf schießen hat Faruk Dich stumm angestarrt. Er sieht misstrauisch aus, scheint zu überlegen, was Du von ihm willst, ob der Dir trauen kann. Er weist mit dem Kopf, (oder mit den Hörnern?) auf Dich und brummt:
"Du bin Xyra´is. Was Iluan? Warum..." er stockt, und weist dann mit einer fahrigen Bewegung auf den Eimer und den blutigen Lappen, mit dem Du seine Wunden ausgewaschen hast.

[wenn Du Fragen zum Geschehen hast, also zB ob Du irgendetwas spezielles beobachten oder entdecken kannst, oder ob ein Gegenstand anwesend istz, dann  kennzeichne das einfach in einer anderen Farbe direkt als Frage, ich antworte dann genauso. Ich habe überlegt irgendwie einen extra Thread dafür aufzumachen oder das per PM zu lösen, aber ich denke, das sollte besser auch hier drin stehen, weil es ja (auch für eventuelle Leser) zur Geschichte als Rollenspiel gehört.
OK?
Übrigens würde ich eh sagen,d ass Du einfach alles an Gegenständen oder so benutzen kannst, was an dem gegebenen Ort sein KÖNNTE, ohne dass Du unbedingt fragen musst.  :d ]
« Letzte Änderung: 25.10.2008 | 12:20 von Battlemönch »
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #22 am: 28.10.2008 | 09:53 »
Obwohl ich ohnehin nicht wirklich daran geglaubt habe, dass jemand sein könnte wie ich, erfüllt es mich doch mit bitterer Enttäuschung, dass Faruk im Dunkeln nicht sehen kann. Aber ich habe zugesehen, wie seine Wunden verheilt sind!
Ich versuche, all diese Gefühle aus meinem Gesicht fernzuhalten, als ich Faruk antworte. "Xyra'is ist mein Morai-Name. Aber ich bin kein Morai. Ich wollte Dir helfen." Den letzten Satz begleitet wieder die Geste zum Wassereimer.
Da fällt mir siedenheiß ein, dass ich zum Labor zurück muss. Syroxor hat mich zwar weggeschickt, um mich zu waschen, aber ich bin schon deutlich länger weg, als ich normalerweise dafür brauchen würde. Und doch fällt es mir schwer, mich loszureißen.
Ich sage: "Ich muss weg," bleibe aber noch stehen und warte auf seine Reaktion. Ich weiß selbst nicht genau, was ich mir wünsche, aber irgendwie scheint es, als wäre gerade eine Sehnsucht in mir erwacht, die schon lange in mir geschlummert hat und die ich nun nicht länger ignorieren kann.

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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #23 am: 28.10.2008 | 19:23 »
Faruk hat den Kopf schief gelegt und lauscht Dir angestreng. Offenscihtlich fällt es ihm sehr schwer, die Sprache der Morai zu verstehen. Vielleicht ist das acuh der Grund für seine Strafen und den Zorn der anderen Sklaven.
Als Du Deine Worte beendet hast und ihn abwartend anschaust, zögert er noch einen Moment, wartet, ob Du fortfährst. Dann überlegt er, nickt und spricht stockend in seinem schweren, tiefen Bass:
"Ja, Du Morai. Du helfen, ja. Warum?" Dann spricht er ein paar schnelle Worte in einer Sprache, die Du nicht verstehst, schaut fragend zu Dir herab und haut frustriert mit der Faust gegen die Wand.
"Faruk..." stößt er hervor und schlägt sich dann beide Fäuste vor die Stirn. Es ist erschreckend für Dich, einen so großen und kräftigen Troll so verzweifelt und hilflos zu sehen.
Du hebst deine Hand um ihm Trost zu spenden, doch er scheint die GEste misszuvertehen, denn er zuckt zurück  und bleckt seine riesigen Hauer. Erschreckt springst auch Du einen Schritt zurück.
In dem Moment ertönen schnelle Schritte im Gang. Der Krask, den Du eben noch verjagt hast, kommt um die Ecke, starrt einen Moment in den Gang, der auch für ihn sehr dunkel sein muss, und ruft dann etwas, das Du nciht verstehst, das aber das Wort "Faruk" enthält.
Der angesprochenen knurrt unwillig, schaut Dich nochmal kurz an und, fast wie gegen sein besseres Wissen, nickt er Dir zu und bleckt die Zähne. Ein Troll-Lächeln? Aber Du bist Dir nicht sicher. Mit wenigen langen Schritten ist er an dem Krask vorbei, der sich an die Wand drückt, und um die Ecke verschwunden.
Du wilslt Dich eben auch auf den Weg machen, denn sicher wartet Syroxor schon auf Dich, da bemerkst Du, wie der Krask Dich anstarrt. In seinem Echsengesicht, mit seiner für Dich vollkommen fremden Mimik, kannst Du keine Gefühle interpretieren, aber er scheint Dich aufmerksam und angespannt zu beobachten. Im ersten Moment glaubst Du, dass er auf eine Reaktion deinerseits wartet, weil Du ihn und seine Gefährten vorhin verjagt hast, aber sein körper ist eher entspannt.
Ihr schaut euch für ein paar Augenblicke an, und langsam fällt es Dir weniger schwer, in seinen Zügen zu lesen. Dir wird in der kurzen Zeit nach und nach klar, dass er erstaunt ist, fast ungläubig, als hätte er in Dir etwas erkannt, das er niemals erwartet hätte.
Auch Du wunderst Dich, wie leicht es Dir plötzlich fällt, zu erkennen, was ihn bewegt. Du hattest noch wenig mit Krask zu tun und Du kannst einfach weder glauben, noch wirklich akzeptieren, dass Du ein solch fremdes Gesicht so gut lesen können sollst. Du verstehst nicht, was hier vor sich geht.
Der Krask hebt die Hand, setzt an, mit Dir zu sprechen, Doch in dem Moment zuckst Du zusammen, als Dein Halsband leicht vibriert, das Zeichen, dass Dein Meister Dich ruft.
Erschrocken von der unerwarteten Empfindung wirbelst Du herum und rennst den Gang hinunter, fliehst vor einem vollkommen unerklärlichen Gefühl der Vertrautheit, das Dir Angst macht, weil es einfach nciht sein kann.

Immer noch mit den Gedanken bei dem, was Dir gerade passiert ist, huschst Du durch die Tür zu Syroxors Gemächern und, abgelenkt, direkt in eine Rückhand Deines Meisters hinein, die Dich herumreißt und gegen die Wand wirft.
INstinktiv rollst Du Dich zusammen, knurrst und machst Dich zum Gegenangriff bereit, als die Wut, die Du ab und zu in Dir spürst, aufheult und dir Kontrolle über Dich zu erlangen droht. Du reißt Dich zusammen, Denn Du willst gar nciht wissen, was Syroxor mit Dir machen würde, wenn Du es wagen würdest, Dich ihm zu widersetzen. Du blickst zu ihm hoch und er hat einen Moment gestockt und die Augen abschätzend zusammengekniffen.
Dann jedaoch schleudert er Dir den Korb entgegen, in dem Du die Pilze transportiert hast.
"Was...!" brüllt er, doch dann senkt scih sein Stimme zu einem gefährlichen Zischen: "Was soll das, Xyra´Is? Zermatschte Pilze? Wie beim Zorn der Vielarmigen soll cih damit arbeiten?"
Du blickst zu Boden und siehst, dass nur die oberste Schicht Pilze gut aussah, die darunter sind braun und zermatscht. Du weißt genau, dass das noch nciht so war, als Du sie gepflückt hast. Die Pilze waren in Ordnung.
"Erklär mir das, Xyra´is. Und bete, dass Deine Erklärung mich befriedigt."
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Re: Arcane Codex - Iluans Schicksal
« Antwort #24 am: 1.11.2008 | 20:36 »
Ich schaue betreten auf die Pilze und mein Kopf ist leer. Ich habe keine gute Erklärung. Von Xafir brauche ich ihm nichts zu erzählen. Doch etwas anderes fällt mir nicht ein: "Xafir hat mir die Pilze abgenommen, als er mir die Botschaft an Euch aufgetragen hat. Er muss die Pilze zerstört haben. Es tut mir leid, Meister. Soll ich sofort neue holen?"
Mir ist bewusst, wie wenig diese Antwort Syroxor befriedigen wird und ziehe schützend den Kopf zwischen die Schultern.