Autor Thema: DSA - Spielleiterhandbuch ?  (Gelesen 6094 mal)

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isyahadin

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #25 am: 19.02.2009 | 10:37 »
Offiiziell von DSA selbst wurde da bereits alles genannt - wobei ich sowohl qualität als auch quantität davon als mangelhaft bewerte. Meiner Meinung nach ist dir mit Doms "Spielleiten" sicher mehr geholfen.

gibts hier

Offline Der Nârr

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #26 am: 19.02.2009 | 10:39 »
Ja, es besteht doch eine gewisse Gefahr der Befangenheit: Muss ein DSA-Spielleiterfaden nicht so geschrieben sein, dass sich damit die Kaufabenteuer und ihre Gestaltung rechtfertigen lassen?

Aber es stimmt schon, das Spielleiten in DSA lernt man durch Kaufabenteuer. In der DSA4-Basisbox war ja auch ein Gruppenabenteuer enthalten, das so angelegt war, dass man es mit minimaler Vorbereitung spielen konnte und iirc wurden Regeln auch kurz im Abenteuer erklärt, ebenso waren dort iirc weitere SL-Tipps enthalten.

Ich würde vom neuen SL-Band erwarten, dass er neben allgemeinen Sachen á la Flag Framing, Conflict Webs, "Ja, aber" usw. Tipps und Hinweise gibt, wie man dies konkret in DSA umsetzen kann, z.B. Geweihtenschaft, Orden, Adel usw. Außerdem fände ich Hinweise wichtig, welche Spielstile generell man in Aventurien gut anschlagen kann. Wie man z.B. sinnvoll eine zusammengewürfelte typische Glücksritter/Abenteurer-Gruppe bildet und das "wir erledigen halt Abenteuer" mit den persönlichen Motivationen der Charaktere verknüpft.

Ich bin bzgl. Wege des Meisters jedenfalls gespannt, aber ehrlich gesagt erwarte ich, dass das Buch wieder vollgestopft wird mit den üblichen DSA-Tipps á la Helden klein halten, wie man Vorteile der Spielercharaktere negiert usw.
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #27 am: 19.02.2009 | 19:48 »

Was erwartet ihr?
Es ist eine Spielhilfe, die von der DSA-Redaktion unter dem Label DSA für das P&P-Rollenspiel DSA geschrieben wird  >;D  !
Natürlich wird es DSA-lastig und auf das Spiel in und um DSA zugeschnitten sein.

@Hamf
Zitat
Ich bin bzgl. Wege des Meisters jedenfalls gespannt, aber ehrlich gesagt erwarte ich, dass das Buch wieder vollgestopft wird mit den üblichen DSA-Tipps á la Helden klein halten, wie man Vorteile der Spielercharaktere negiert usw.

Helden klein halten... die Diskussion habe ich am Rande auch verfolgt. Was verstehst DU darunter?
Sollen sich die Charakter im Rahmen der Spielwelt langsam zu ...eben Helden entwickeln oder gleich von Anfang an auch den mächtigsten der Mächtigen plätten können? Auf der anderen Seite setzt man sich dadurch aber schnell dem Vorwurf des Powergaming aus.

Wo hört das eine auf, wo fängt das andere an?


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Offline Der Nârr

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #28 am: 19.02.2009 | 20:25 »
Helden klein halten, das drückt sich aus, wenn z.B. Vorteile negiert werden oder eigentlich erreichbare Dinge kaputt gemacht werden, das gezielte Abknöpfen von Ausrüstung, um es den Spielern mal zu zeigen usw., oder "ne, den Vorteil erlaube ich nicht, damit werden die Helden viel zu stark" usw., es den SPiELERN nicht unnötig schwer machen, wenn sie ihren Charakter verbessern wollen etc.

Ich finde, der "Machtzuwachs" sollte sich ganz natürlich entwickeln. Also durchaus das Regelsystem so weit nutzen, dass die Helden auch zu dem fähig sind, was es hergibt. Das bedeutet: Abenteurer sollen sich zu Helden entwickeln und nicht auf ewig und drei Tage die Ober-Nulpen bleiben oder als diese dargestellt werden.
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #29 am: 20.02.2009 | 14:14 »

Helden klein halten, das drückt sich aus, wenn z.B. Vorteile negiert werden oder eigentlich erreichbare Dinge kaputt gemacht werden, das gezielte Abknöpfen von Ausrüstung, um es den Spielern mal zu zeigen usw., oder "ne, den Vorteil erlaube ich nicht, damit werden die Helden viel zu stark" usw., es den SPiELERN nicht unnötig schwer machen, wenn sie ihren Charakter verbessern wollen etc.

Ich finde, der "Machtzuwachs" sollte sich ganz natürlich entwickeln. Also durchaus das Regelsystem so weit nutzen, dass die Helden auch zu dem fähig sind, was es hergibt. Das bedeutet: Abenteurer sollen sich zu Helden entwickeln und nicht auf ewig und drei Tage die Ober-Nulpen bleiben oder als diese dargestellt werden.


Yep. Dieser Aussage stimme ich Dir uneingeschränkt zu !

Nur sehe ich hier nicht das Problem bei DSA oder dem Regelwerk von DSA.
Dies scheint mehr ein Spielleiterproblem den ein Regelsystemproblem zu sein.  ^-^ Was für eine Wortschöpfung  ^-^ .

Wenn ein Spielleiter die Charaktere seiner Spieler klein halten will, bedient er sich oben genannter Möglichkeiten und derer noch viel mehr. Egal, inwieweit das im Regelsystem vorgesehen ist oder nicht.
Andererseits würde ich nicht einsehen, daß ein Spieler, der seinen Helden mit dem Einkauf von Nachteilen gepuscht hat, wenn es dann im Spiel heißt: "Du willst wohl meinen Helden klein halten, weil Du auf seine Nachteile zurückgreifst".

Aber wie gesagt. Bei obiger Schilderung sehe ich eher ein Spielleiterproblem.


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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #30 am: 20.02.2009 | 14:34 »
DSA hat dieses Verhalten aber stets in aufsatzartigen Traktaten innerhalb der Regelwerke propagiert. Besonders halt zu Kiesow-Zeiten (DSA2/3). Ich persönlich bin damit aufgewachsen, und ich war damals nicht erwachsen genug, mich davon zu lösen. Der Befreiungsschlag kam dann mit Shadowrun 2 irgendwann...
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #31 am: 20.02.2009 | 14:37 »
Die Kaufabenteuer unterstützen nur allzuhäufig die Idee das man Spieler kleinhalten muß (in dem im Abenteuer alle Schätze gesichert sind und ständig die Anweisungen dastehen was die SCs alles nicht können und durfen, egal wie klever sie sich anstellen). Gute abenteuer sehen halt anders aus (kenne Kaufabenteuer bei denen die Entscheidungen der SCs wirkliche bedeutung haben ohne das man angst haben muß das nun der Metaplot kaputt geht, aber bei DSA bleibt so etwas immer aus). Und da man vom Verlag immer so ein Dreck bekommt, kann man vermuten das die Spielleiterhinweise in einem eigenen Buch auch nur Dreck sein werden.
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #32 am: 20.02.2009 | 15:44 »
LL,

Im Basisbuch - wie schon gesagt wurde . sind ein paar Seiten drin. Als Tipp, das liegt bei der Drakensang DVD als PDF bei.

Ansonsten gibt es nur die Einsteigerabenteuer:
http://www.wiki-aventurica.de/index.php?title=Einstieg_in_DSA

Die neuen gefallen mir persönlich aber nicht wirklich gut, da die Erklärungen mir zu kurz kommen. Ich persönlich finde und fand "In den Höhlen des Seeogers" sehr gut.
http://www.wiki-aventurica.de/index.php?title=A44

Allerdings hat das nur - glaube ich - DSA2 Regeln, was für Einsteiger natürlich nicht dolle ist, da ja gerade die Regelfragen große Probleme aufwerfen. Die einleitenden Texte von Kiesow gefallen mir jedenfalls sehr gut, dass könnte ruhig neu aufgelegt werden.

MfG Raoul.

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #33 am: 20.02.2009 | 16:09 »

@Drudenfusz
 ^-^ Dreck  ^-^
Was für ein hartes Wort.
Warten wir ab, was wirklich drin steht. Ich schätze, es wird wie bei so vielem in unserem Hobby sein. Manches gefällt dem Einen, manches einem anderen, und manches kann nichts davon gebrauchen. Aber der muß sich's ja auch nicht kaufen  :D  .

@Berlin-Raoul
'In den Höhlen des Seeogers' ist auch in meinen Augen ein Top-Einsteigerabenteuer. Vor allem für einen Anfänger-Meister. Und ebenfalls für DSA3 voll geeignet. Habs selbst geleitet, fand es wirklich toll. Vor allem die Tips und Hinweise.

Ein weiteres gutes Einsteiger-Abenteuer für DSA3 ist 'Über den Greifenpaß'. Das konnte ich als Spieler erleben. Ich fands toll.

Eine Wiederauflage, von mir aus auch auf DSA4.1  überarbeitet, fände ich auch nicht schlecht.
Womit ich bei einem Text wäre, den ich in einem anderen Thread http://tanelorn.net/index.php/topic,45950.125.html#lastPost geschrieben habe.

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #34 am: 20.02.2009 | 16:15 »
Die SL Tips im DSA4 Basisbuch sind übrigens ganz gut, das gebe ich zu. Und mittlerweile gibt es ja wohl auch einige Abenteuer die ganz gut sind. Aber in den 90ern war DSA im Bezug auf Spilstil / SL-"Erziehung", *Dreck*, das kann man wirklich nicht anders sagen.
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #35 am: 20.02.2009 | 16:22 »

Die SL Tips im DSA4 Basisbuch sind übrigens ganz gut, das gebe ich zu. Und mittlerweile gibt es ja wohl auch einige Abenteuer die ganz gut sind. Aber in den 90ern war DSA im Bezug auf Spilstil / SL-"Erziehung", *Dreck*, das kann man wirklich nicht anders sagen.

Ja stimmt. Da hat man den SL ziemlich allein gelassen.
Vor allem für Einsteiger war so gut wie nichts geboten. Außer eben vielleicht etwas theoretisch/psychologisches blabla .
Offensichtlich mußten auch sie erst dazulernen  :)  .


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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #36 am: 20.02.2009 | 17:14 »
Außer eben vielleicht etwas theoretisch/psychologisches blabla .

...das in die völlig falsche Richtung ging.
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #37 am: 21.02.2009 | 18:03 »
Jo, zur Zeit kommen ja echt gute Abenteuer, wie "Von eigenen Gnaden" oder "Der Unersättliche" und die Autoren hören ja auch nicht auf zu schreiben (Quendan! Mal wieder was aus deiner Feder lesen lassen! ;) ), aloso es geht deutlich bergauf.

Und die wirklich als schlecht bezeichneten Autoren wie eine gewisse Lena F. haben sich ja nun mehr dem gewidmet was sie wirklich gut können - Romanen.

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #38 am: 21.02.2009 | 18:52 »
(Quendan! Mal wieder was aus deiner Feder lesen lassen! ;) )

Iiih, ein willenloser Fanboy! :pray:


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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #39 am: 21.02.2009 | 19:21 »

Quendan?

Verzeiht meine Unwissenheit.
Was z.B. stammt aus seiner Feder? Wenn man das denn zu fragen wagen darf  >;D  .

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #40 am: 22.02.2009 | 12:49 »
Jo, zur Zeit kommen ja echt gute Abenteuer, wie "Von eigenen Gnaden" oder "Der Unersättliche" und die Autoren hören ja auch nicht auf zu schreiben (Quendan! Mal wieder was aus deiner Feder lesen lassen! ;) ), aloso es geht deutlich bergauf.

Und die wirklich als schlecht bezeichneten Autoren wie eine gewisse Lena F. haben sich ja nun mehr dem gewidmet was sie wirklich gut können - Romanen.
Also der unersättliche hat mir nicht so gut gefallen (da wurde das Railroading großteils nur gut versteckt, aber das Ende ist die reine Verarsche)...
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #41 am: 22.02.2009 | 16:38 »
Drudi: Ich weiß nicht, wo du im Unersättlichen Railroading siehst. Im Übrigen ist Railroading immer eine Sache des SL – es gibt aber zugegebenermaßen Abenteuer, die RR vom SL verlangen oder sehr schwierig zu leiten werden, wenn der SL RR vermeidet. Dazu gehört der Unersättliche aber nicht, oder hab ich was überlesen?
Trailblazing, ja. Das ist im Unersättlichen drin.

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #42 am: 22.02.2009 | 16:52 »
Quendan?

Verzeiht meine Unwissenheit.
Was z.B. stammt aus seiner Feder? Wenn man das denn zu fragen wagen darf  >;D  .


http://www.wiki-aventurica.de/index.php?title=Uli_Lindner
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #43 am: 22.02.2009 | 21:58 »

Railroading.
Das krankt schon daran, daß jeder Railroading anders interpretiert  :'(  .

Je weniger von diesem sog.  ^-^ Railroading ^-^ vorkommt, umso mehr ist der SL gefordert.
Desweiteren ist meine Erfahrung, daß sich Spieler und Helden umso mehr verlassen fühlen  :(  .

@Mustafa
zu Quenadan: Yep, teilweise starker Stoff. Zumindest das, was ich kenne  ;D  .

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Offline Drudenfusz

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #44 am: 22.02.2009 | 22:56 »
Drudi: Ich weiß nicht, wo du im Unersättlichen Railroading siehst. Im Übrigen ist Railroading immer eine Sache des SL – es gibt aber zugegebenermaßen Abenteuer, die RR vom SL verlangen oder sehr schwierig zu leiten werden, wenn der SL RR vermeidet. Dazu gehört der Unersättliche aber nicht, oder hab ich was überlesen?
Trailblazing, ja. Das ist im Unersättlichen drin.
Egal wie schnell man den Mord aufklärt und den Verräter findet, der Abgriff erfolgt genau in dem Moment wenn man es raus hat (getriggerte Ereignisse, bei denen man sich abstrampelt und es letztlich egal ist, sind scheiß Railroading), wenn man beim Kampf am Ende total versagt und die ganze Gruppe kreppiert (gewinnen kann man ja ohnehin nur durch den Deus Ex Machina, da die unbesiegbare Legion ja... unbesigbar ist), werde einfach alle wiederbelebt und man hat gewonnen. Das Abenteuer hat viele Freiheiten, aber nur anstellen wo sie völlig egal sind, da die ersten 2/3 sowieso komplett nutzlos sind (da kann man genausogut auch gleich Lagerfeuerszenen spielen)...
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #45 am: 23.02.2009 | 08:58 »
Ach Drudi, du bist schon ne ganz schöne Zicke was? Da sind 2/3 des Abenteuers offenbar GUT und du weißt es nicht zu würdigen, zumal am Ende noch drinsteht, dass man machen kann, was man will... Die Diskussion um Metaplot und Freiheit der Kaufabenteuer starten wir dann aber bitte woanders, da können wir noch so richtig rumzoffen (mit all den Argumenten die nie zuvor da waren ;D )

Railroading kommt daher, dass es keine Handlungsalternativen gibt und die gibt es im UNersättlichen jederzeit, auch abseits von "Wir gehen wieder nach Hause". Und wenn du denkst, dass das mit dem Wunder und dem alten Mann der einzige Plot im Buch ist... naja.

@Quenli von Sidners Abenteuer:
Zwischen den Fronten: sehr schönes, lustiges Szenario
Wenn zwei sich streiten: so lange großer Mist bis er es endlich zu Ende oder mal von neuem geleitet hat
Eichhornschweif und Schmiedeschürze: Joaaaa netter Plot
Trommeln der See: kennschnet
Vergessenes Wissen: etwas zu groß für den Rahmen aber voll in Ordnung
Von eigenen Gnaden: gut bis sehr gut in einigen Teilen auch exzellent, sehr frei, sehr lecker
Das Blut der Götter: keine Ahnung

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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #46 am: 23.02.2009 | 11:29 »
Ach Drudi, du bist schon ne ganz schöne Zicke was? Da sind 2/3 des Abenteuers offenbar GUT und du weißt es nicht zu würdigen, zumal am Ende noch drinsteht, dass man machen kann, was man will... Die Diskussion um Metaplot und Freiheit der Kaufabenteuer starten wir dann aber bitte woanders, da können wir noch so richtig rumzoffen (mit all den Argumenten die nie zuvor da waren ;D )
Zicke rum soviel es mir gefällt! Fand 2/3 des Abenteuers einfach nur nutzlos und nicht gut, ein Abschluß Abenteuer für Xeran hätte man ganz anders aufziehen können, wesentlich mehr von ihm einbringen können (da war Galottas Abgang irgendwie besser), statt dessen gurkt man die ganze Zeit rum und macht dienge die weder thematisch noch stimmungsvoll sind.

Railroading kommt daher, dass es keine Handlungsalternativen gibt und die gibt es im UNersättlichen jederzeit, auch abseits von "Wir gehen wieder nach Hause". Und wenn du denkst, dass das mit dem Wunder und dem alten Mann der einzige Plot im Buch ist... naja.
Zum Beispiel der Einbruch in die Schatzkammer ist so ein Fall, man kann das machen wie man will, aber man muß die Vasse mitnehmen und darf sonst nichts anderes anfinger. Nur weil man freiheiten hat heißt es nicht das man das Abenteuer wirklich beeinflußt mit seinen Entscheidungen, und genau da begint Railroading schon...
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Re: DSA - Spielleiterhandbuch ?
« Antwort #47 am: 30.05.2009 | 00:59 »
Habe es komplett durchgelesen und kann es nur empfehlen.
Es ist zwar kein speziell für DSA geschriebenes Buch, aber
  • Spielleiten
von Dominik Wäsch beschreibt viele Tips und Tricks in leicht verständlicher Form zu diesem Thema.

Nicht alles mag für jeden uneingeschränkt nutzbar sein, ich jedoch habe angefangen, über verschiedene Mechanismen im Spiel nachzudenken. Auf der anderen Seite waren einige Aha-Effekte dabei, wo ich dachte, genauso läufts bei uns ab.
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