Autor Thema: Magie in Science-Fiction Settings?  (Gelesen 4957 mal)

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Offline Buddy Fantomas

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #50 am: 15.04.2010 | 21:42 »
Die Möglichkeit der Unterteilung in Subkategorien steht außer Frage, hilft aber hier nicht unbedingt weiter. Denn auch Magie in einer Subkategorie der SF ist Magie in einem SF-Setting. ;)
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MadMalik

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #51 am: 16.04.2010 | 10:01 »
Vorstellen KANN ich mir das schon.
Aber das WILL ich nicht, weil ich diesen Ansatz für die meisten Settings (AUCH die mit Magierakademien) als unplausibel, in jedem Fall aber als langweilig/farblos empfinde.

Dann nutz ihn nicht, ich benspruche keine Definitionshoheit über alle FantasySysteme auf dem Markt; ich sehe nur nich das man in diesem Systemen die Magie immer als allgemein Gottgegeben auffassen muss sondern das es auch alternative Blickwinkel dazu gibt.

Zum Rest, nur weil die Magilisten nicht jeden kleinen Kackabdecken heisst es nicht, dass es nicht jeden kleinen Kack gibt. In den meisten Ausrüstungsliste sind auch keine Nagelpfeilen oder Rührlöffel, ich nehme tortzdem an, dass diese innerhalb der Welt existieren, nur halt für das Spielgeschehen unwichtig und belanglos sind.

Offline YY

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #52 am: 16.04.2010 | 15:35 »
Zum Rest, nur weil die Magilisten nicht jeden kleinen Kackabdecken heisst es nicht, dass es nicht jeden kleinen Kack gibt.

Mir begegnet der umgekehrte Fall öfter, nämlich dass man sich als Spieler mit den vorhandenen Zaubern/Magieregeln zurückhalten muss, weil da Anwendungen machbar oder zumindest denkbar sind, mit denen das Setting ganz anders aussehen könnte, was es aber nicht soll.


Und so unwichtig ist z.B. der Earthdawn´sche Kleinkram nicht - mit einem immerwarmen Mantel und einem magischen Kochtopf braucht man etwa kein Feuer zu machen, und das kann in manchen Situationen einen Riesenunterschied bedeuten.
Da halte ich es doch für einen großen Unterschied, ob es solchen Kram explizit gibt oder ob man das einfach annimmt, obwohl es von den vorhandenen Artefaktregeln nicht gestützt wird.
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Offline Ethelbeorn

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #53 am: 17.04.2010 | 15:39 »
Interessant ist ja auch, dass Technik und Magie in Rollenspielen exakt die gleiche Funktion ausfüllen:

Angenehm kategorisierte und skalierbare Taktikoptionen.

Heilung (Medikit-Heiltrank) Flächenangriffe (Granaten-Feuerball) Gegner ohne Nahrungsversorgung  (Golems-Roboter) Unsichtbarkeit, (Umhang-Stealthgürtel)  Transport, (Teleport-Warp) Aufklärung (Magie Entdecken,, Zauberkugeln-Röntgenscan und Satelitenfotos)
Die Liste geht endlos weiter...

All diese Dinge beschleunigen Spiel und Film, Machen Spektakuläre Action und außergewöhnliche Umgebungen möglich und halten die Helden am Leben.

Beide Optionen werden auch nie voll genutzt. In Magischen Settings gibt es Windmühlen und Hungersnöte, In SciFi schießen die Blaster schlechter als jede moderne Pulverwaffe.

Offline thestor

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #54 am: 17.04.2010 | 15:53 »
Um ein bisschen auf meien ursprüngliche Frage zurückzukommen:
Ich habe mir selber mal Gedanken darüber gemacht und bin zum folgenden Schluss gekommen:
Man kann Magie in futuristischen settings wissenschaftlich angehen, ähnlich den Hermetikern in Shadowrun, und den vielen Psionikern in anderen Settings. Bei letzteren finden sich natürlich viele Beispiele wo ins mystische abgeglitten wird, aber die finde ich aber durchweg schlecht gelungen, wenn schon würde ich es bevorzugen dem wissenschaftlichen Ansatz loyal zu bleiben. Eine gute bildliche Darstellung für diesen Typus sehe ich in diesem Bild http://tanelorn.net/galerie/albums/edit/preview_d7103472.jpg (Bild nicht von mir und ohne Genehmigung).
Alternativ kann man gleich vom mystischen ausgehen, wie die Zauberer in Warhammer 40k vor allem aber die Jedi in Star Wars. Hier wiederum finde ich es schlecht wenn man da dann wiederum mal auf einmal eine wissenschaftliche Erklärung reinbringt. Midichlorians? Mir war schon die Erklärung "alles durchdringendes Kraftfeld" zu viel! So ein Setting bietet sich auch an wenn man Magier mit Roben und bizarren kultistsichen Handlungen haben will.

Zusammend fassenf also ist meine Meinung, mystisch doer wissenschaftlich beides geht, aber bitte nciht mischen. Mystisch wenn man eine Art Space Fantasy will, wissenschaftlich wenn man gewisse Sachen haben möchte welche die Magie bietet aber doch den S-F Charakter im Vordergrund haben will.

Offline YY

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #55 am: 18.04.2010 | 14:46 »
Interessant ist ja auch, dass Technik und Magie in Rollenspielen exakt die gleiche Funktion ausfüllen:

Angenehm kategorisierte und skalierbare Taktikoptionen.
Und beides wird im Hintergrund verwurstet bzw. hat großflächige Auswirkungen - aber dann eben nur auf "höchster" Ebene.

Alles zwischen taktischem Einsatz duch (N)SCs und historisch bedeutsamen Entwicklungen wird meistens ziemlich ignoriert, das stimmt (s.u.).

Beide Optionen werden auch nie voll genutzt. In Magischen Settings gibt es Windmühlen und Hungersnöte, In SciFi schießen die Blaster schlechter als jede moderne Pulverwaffe.
Jein.
Ob die Blaster schlechter sind, hängt i.d.R. mehr vom Regelsystem ab - in den Systemen, in denen die Blaster schlecht sind, wäre eine konventionelle Feuerwaffe meistens auch schlecht, nur gibts die halt nicht mehr ;)
Es gibt durchaus SF-Systeme, in denen sowohl realistische als auch Space-Opera-mäßige Waffen, ob Blaster oder andere, höchst wirksam sind.

Aber gerade in Fantasy-Settings findet sich das angesprochene Phänomen recht oft - hab ich ja auch schon gesagt und deswegen muss ich dir da natürlich recht geben  :)


Man kann Magie in futuristischen settings wissenschaftlich angehen, ähnlich den Hermetikern in Shadowrun, und den vielen Psionikern in anderen Settings.
Randbemerkung:
Hermetische Magie ist bei SR nur eine Spielart und eine Betrachtungsweise unter vielen.
Es ist nicht so, dass die Hermetiker richtig liegen und alle anderen Spinner sind, die quasi zufällig Ergebnisse liefern (können).


Hier wiederum finde ich es schlecht wenn man da dann wiederum mal auf einmal eine wissenschaftliche Erklärung reinbringt. Midichlorians? Mir war schon die Erklärung "alles durchdringendes Kraftfeld" zu viel!
Das "Kraftfeld"-Gefasel insbesondere aus den echten ( ;)) Star-Wars-Filmen lässt sich mMn sehr gut manchen buddhistischen oder animistischen Ansätzen zuordnen.
Das würde ich schon noch als philosophischen/religiösen Hintergrund betrachten und nicht als den Versuch einer wissenschaftlichen Erklärung.

wissenschaftlich wenn man gewisse Sachen haben möchte welche die Magie bietet aber doch den S-F Charakter im Vordergrund haben will.
Da bietet es sich mMn an, die "Magie"/Psi dann auch weitestgehend auf Sachen zu beschränken, die man nicht durch Technik erreichen kann - gerade dann, wenn man so gut wie alles durch beide Ansätze (Magie vs. Technik) abdecken kann, kommt man mMn settingmäßig sehr leicht ins Schwimmen.
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Offline SeelenJägerTee

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #56 am: 18.04.2010 | 15:50 »
[...]
Beide Optionen werden auch nie voll genutzt. In Magischen Settings gibt es Windmühlen und Hungersnöte
[...]
Das kannst du je nach Setting sogar recht gut erklären.
Wenn ein Magier jedes mal wenn er zaubert eine Gewisse Chance hat ordentlich auf's Maul zu fallen. (Pasch bei WHFRPG oder einer oder mehrere 9er bei WH40K).
Wenn du ne 0,1-10% Chance hast in den Warpraum gesaugt zu werden benutzt du deine Zauberkraft nicht um mal eben ne Mühle anzutreiben.
Wenn du um ein magisches Artefakt zu erschaffen Jahrzente über Sternkarten, Mondzyklen und magischen Strömungen brütest und dann ein Ritual findest das ein Mal alle 253 1/3 Jahre funktioniert. Da investierst du deine Zeit nicht darin herauszufinden wie du wasserabweisende Mäntel erschaffst wenn jeder Bauer nen Umhang aus Loden hat und in Schuhe des Warmhaltens investierst du deine Zeit auch nicht.


Wenn es allerdings so wie bei DnD (keine Ahnung ob das immer noch so ist ich vermute aber stark) jeder Priester/Druide ab einer gewissen Stufe Wiederbeleben kann - dann fragt man sich schon wieso dort die Friedhöfe so voll sind. (BG1: Der Hauptmann der Wache wurde ermordet. "Hmmm und wieso hat keiner Wiederbeleben gezaubert?"

Offline Ethelbeorn

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #57 am: 19.04.2010 | 20:58 »
An den wenigen Wiederbelebungen ist die neo kapitalistische Gesellschaftsform der D&D Welten schuld  ;D es kosten 5000GM jemanden wiederzu beleben. 99% der Bevölkerung können sich sowas nicht leisten.

...übrigens: Klonen ist die SCIFI Version von Wiederbelebung :)

Interessant wäre doch mal ein Setting, in dem Technik knallhart gegen Magie kämpft das wären ausgeglichene Gegner!
(Gibt es aber sicher schon)

Offline SeelenJägerTee

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #58 am: 19.04.2010 | 21:05 »
[...]
...übrigens: Klonen ist die SCIFI Version von Wiederbelebung :)
[...]
Kommt drauf an.
Oft sind Klone einfach "blanks".
Tolle Wiederbelebung wenn zwar der Körper genau so aussieht aber alle Erinnerungen und alles was die Person geprägt hat verloren ist.  :d

Offline YY

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Re: Magie in Science-Fiction Settings?
« Antwort #59 am: 20.04.2010 | 00:18 »
Interessant wäre doch mal ein Setting, in dem Technik knallhart gegen Magie kämpft das wären ausgeglichene Gegner!
(Gibt es aber sicher schon)

Das kommt doch schwer auf den Techlevel und vor allem sowohl auf die generelle "Brauchbarkeit"/Mächtigkeit und Verbreitung von Magie sowie die zugehörige regelseitige Umsetzung an.

Einzelne Magie vs. Technik-Elemente haben viele Settings, und das sind mMn relativ oft Geschichten, die von den Regeln oder vom Rest des Settings in der postulierten Form eigentlich nicht getragen werden.


Da ist eigentlich vom bequemen Ausradieren aller Magiebegabten bis zur Frage "Warum wurde da jemals der Faustkeil erfunden?" alles drin...

Trennung.

Zeitgenössische SF bietet schon recht vielfältige "Wiederbelebungen".
Da ist Klonen aber nur ein Teilelement, und das nicht mal zwingend. 
 
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