Umfrage

Würdest du für eine zukünftige DSA-Version die 3W20-Probe für Talente beibehalten wollen?

Ja, die ist toll, so wie sie ist!
44 (25.6%)
Ja, aber ich würde Folgendes daran verändern...
10 (5.8%)
Nein, ich würde 1W20 vorziehen.
83 (48.3%)
Nein, ich würde das so regeln wie in...
16 (9.3%)
Nein, ich würde die Proben folgendermaßen regeln...
12 (7%)
Ich weiß nicht/ bin noch unschlüssig.
7 (4.1%)

Stimmen insgesamt: 147

Autor Thema: 3W20 - ja oder nein?  (Gelesen 37232 mal)

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Offline Ayas

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #450 am: 24.05.2011 | 20:28 »
@ Thot:

zu 1:  Wie Merlin Emrys es schon sagt, kann der TaW zZ da eingesetzt werden, wo er gerade gebraucht wird. Das sorgt u.a. dafür, dass man bereits mit einem TaW von 15 schon wirklich gut ist. Darüber hinaus spielt er eine sehr starke Rolle bei den Erschwernissen, denn eine Erschwernis wird im derzeitigen System auf alle 3 Würfe aufgeschlagen. Bildlich kann man sagen, dass der TaW im derzeitigen System im Vergleich zu deinem Vorschlag, den dreifachen Wert ausgleicht, statt nur den einfachen.

zu 2: Granular ist nicht das Gegenteil von feinen Abstufungen, sondern es meint genau diese. Der Kritikpunkt ist eben, dass es viel zu fein ist um damit arbeiten zu können. Man braucht es am Spieltisch einfach nicht so fein.

zu 3: Ich sprach nicht von 1W20, ich sprach davon, das man mit deutlich weniger Erfolgskategorien auch deutlich besser zurecht kommt. Wer unbedingt addierte Würfel will um seine Glockenkurve zu bekommen, nehme doch kleinere Würfel als W20. ;)
...DSA 4: viele Regeln für wenig Effekt

Offline Adanos

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #451 am: 25.05.2011 | 14:18 »
Ich halte aus den oben angeführten Gründen, insb. weil ich nicht wirklich 3W20 addieren möchte, für Talentproben Ayas' System für besser. In der Tat erscheint es mir als ausreichend, wenn Talentproben anhand von 4 Qualitätsstufen beurteilt werden, jedenfalls bessser als das arg zufällige TaP*-Vergleich-System. Für eine Addition halte ich auf 3W6 für ideal. Was auch noch denkbar wäre ist Roll and Keep mit W20.

Aber ich favorisiere das 3W20-Pool-Talentsystem.

Einzige Einwände habe ich letztlich doch bei der Verwendung für den Kampf. Das kann dazu führen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Zum einen hätten wir bei einem Angriff die Qualitätsstufen, welche Boni bringen könnten, ebenso könnte man aber mit einer Ansage die Targetnumber senken (entspricht ja den normalen Regeln bezüglich der Ansage). Beides zusammen könnte wohl übertrieben sein. Beispielsweise bei einer AT von 18, Wuchtschlag +4, Würfelergebnis 12,14,18 macht also zwei Erfolge und damit wird also ein Bonus freigeschaltet. Das heisst wir hätten +4 Schaden und ggf einen weiteren Effekt?

Ich will es noch nicht vollständig verwerfen, da mit Pool-3W20 der Schadenswurf auch ganz anders laufen könnte als das übliche xW+y. Aber ich weise darauf hin, dass man da ggf. streamlinen müsste zwecks Einheitlichkeit. 

Online zaboron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #452 am: 25.05.2011 | 14:46 »
Ich habe beim 3W20 mit Wahl des mittleren Würfels die Ergebnisse gezählt und in nen Graphen gemalt. Sieht so aus:
http://imm.io/5TKs

Offline Ayas

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #453 am: 25.05.2011 | 14:51 »
Naja ich wollte ja nur die Grundidee für den Würfelmechanismus vorstellen. Die explizite Ausgestaltung der Boni ist dann in der Tat echte Fleißarbeit, wo man einiges an Arbeit investieren müsste und wovon es am Ende ja auch abhängt, ob die Umsetzung gelungen ist oder nicht.

Aber es würde wohl den Thread hier deutlich sprengen.
...DSA 4: viele Regeln für wenig Effekt

Offline Adanos

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #454 am: 25.05.2011 | 15:10 »
Ist klar.  :D

Ich finde es wie gesagt gut, um den widerstreitenden Einsatz von Talent gegen Talent zu simulieren. Das würde dann quasi Erfolg gegen Erfolg lauten. Beispiel: 2 Erfolge Lügen gegen 1 Erfolg Menschenkenntnis, bedeutet dann knapp gelungen. Der Belogene hat möglicherweise Zweifel, oder er merkt schnell, dass er belogen wurde, aber er ist geneigt nach dem Willen des Helden zu handeln. Bleiben zwei Erfolge übrig (etwa weil die Menschenkenntnisprobe misslingt) gelingt alles wie geplant. Bei drei Erfolgen gibts einen Bonus und bei vier kommt der Belogene wohl von selber nicht dahinter, dass er belogen worden ist. Sowas in der Richtung ist an sich ganz gut, erfordert an bestimmten Stellen aber in der Tat Ausarbeitung.

Im Kampf würde ich aber beim alten System 1W20 mit Ansage bleiben und mit der Ansage bei Manövern arbeiten. Gegebenenfalls kann man den Angriff mit 3W20 werfen. Kritische Treffer und Patzer sind nicht so zwingend, bzw. es wäre mir es wert darauf zu verzichten, wenn man stattdessen kein arg zufälliges 1W20 System hat.

Offline Thot

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #455 am: 25.05.2011 | 15:17 »
Oh Gott, das gefällt mir dann wiederum gar nicht.

Offline Adanos

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #456 am: 27.05.2011 | 15:16 »
Ich denke je länger man darüber nachdenkt bleiben wohl nur drei Möglichkeiten übrig:

- 3W20 Poolsystem: Es kommt auf Erfolge an. Entspricht dem, was Ayas gesagt hat.
- 1W20 Eigenschaft + Talentwert Rollover: wie DnD im Prinzip. Kann man mit 3W20 werfen und der mittlere zählt.
- 1W20 Eigenschaft, Talentwert Rollunder: 3W20 und der mittlere zählt.

Eine Addition von 3W20 + TaW halte ich wegen der hohen Zahlenwerte für zu anstrengend. 3W20 wie gehabt ist aber wie gesagt die schlechteste Alternative.

Offline Sephiron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #457 am: 29.05.2011 | 23:14 »
Kurzer Einwurf zum Thema 3W20 sei "simulationistisch":
Der Großteil simulationistischer Spielweisen wird dadurch nicht abgedeckt. Bitte geht vorsichtiger mit Forge-Begriffen um.

Gemeint ist "realistisch". Ist es aber auch nicht. Jedenfalls hat das 3W20-System keinerlei Ähnlichkeit mit meiner Wahrnehmung der Realität.
Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.

Offline Thot

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #458 am: 30.05.2011 | 05:43 »
Kurzer Einwurf zum Thema 3W20 sei "simulationistisch":
Der Großteil simulationistischer Spielweisen wird dadurch nicht abgedeckt. Bitte geht vorsichtiger mit Forge-Begriffen um.
[...]

Bitte nutzt den Begriff überhaupt nicht in seiner Forge-Definition, die ist zum Beschreiben von Regelsystemen schliesslich  grober Dünnsinn und trifft auf jeden Regelmechanismus zu; dafür war sie auch nie gedacht.