Umfrage

Würdest du für eine zukünftige DSA-Version die 3W20-Probe für Talente beibehalten wollen?

Ja, die ist toll, so wie sie ist!
44 (25.6%)
Ja, aber ich würde Folgendes daran verändern...
10 (5.8%)
Nein, ich würde 1W20 vorziehen.
83 (48.3%)
Nein, ich würde das so regeln wie in...
16 (9.3%)
Nein, ich würde die Proben folgendermaßen regeln...
12 (7%)
Ich weiß nicht/ bin noch unschlüssig.
7 (4.1%)

Stimmen insgesamt: 146

Autor Thema: 3W20 - ja oder nein?  (Gelesen 40635 mal)

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Offline KlickKlack

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #125 am: 22.03.2011 | 22:36 »
Tja... was soll ich sagen Eulenspiegel ? Das:
Zitat
Aber er ist genau so schlecht darin, seine Chancen einzuschätzen, wie jeder x beliebige Amateur
ist Quatsch.

Eulenspiegel

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #126 am: 22.03.2011 | 22:38 »
Und hast du auch ein Argument dafür, dass es quatsch ist? Oder ist das nur ein Bauchgefühl?

Offline 1of3

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #127 am: 22.03.2011 | 22:45 »

Just_Flo

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #128 am: 22.03.2011 | 22:45 »
:Ironie: Ich bin für die Einführung eines Metatalents das sich griffig ( :) ) aus dem Talentwert in Einschätzen, einer entsprechenden Eigenschaft und dem Talentwert in dem Bereich den man einschätzen will zusammensetzt.
Z. B.: Klugheit, Einschätzen und halber oder viertelter TAW aus dem einzuschätzenden Bereich.

Dann kann man schön proben ob und wie der SL oder man selber die Schwierigkeit einschätzt :)

Scherz beiseite. Sehr viele Menschen schätzen Dinge falsch ein. Ein leichter Mechanismus für den Meister benötigt auch noch einen Mechanismus der die Einschätzung des SC abbildet.  

Offline KlickKlack

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #129 am: 22.03.2011 | 22:47 »
Es ist so offensichtlich, dass ich beinahe einwenig erschrocken bin. Gibt es überhaupt nichts was Du gut kannst ? Irgend einen Sport vielleicht, irgendetwas, was Du über einen längeren Zeitraum trainiert hast, im besten Fall mit einem Trainer ? Es geht ja grade darum durch Training die Chancen einschätzen zu können und zu erhöhen um Herausforderungen zu meistern. Beim Fußball kommt der erste Aspekt, Chancen einschätzen zu können vor allem in der Fähigkeit ein Spiellesen zu können zum Ausdruck. Kann nicht jeder, würde ich aber unter Talent Fußball einordnen. Vielleicht denkst Du in weiter aufgefächerten Talenten ? Ein Spieler der sich in der Mannschaft vor allem durch Physis und eine gute Kopfballtechnik hervortut wird im Chanceneinschätzen von Pässen eventuell wirklich nicht so gut sein, der geht halt einfach immer hoch wenn der Ball fliegt - aber das ist ja Spielerei. Ich bin mir sicher im Grunde weißt Du sehr genau auf was ich hinaus will.

@Just_Flo Ja, das wäre was, hatten wir weiter oben ja bereits.

Offline KlickKlack

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #130 am: 22.03.2011 | 22:50 »
@1of3
Auf jeden Fall eine interessante Idee, gefällt mir gut.

Offline Merlin Emrys

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #131 am: 22.03.2011 | 22:51 »
ja ja... ich bin zu doof...
Wie kommst Du darauf? Das habe ich jedenfalls nirgends von Dir oder sonstwem behauptet. Du könntest genausogut Deine eigenen Aussagen zu Eulenspiegel in "der ist zu doof, weil er ja nichts einschätzen kann" umschreiben - was ebenso unfreundlich wäre und deshalb hier ausdrücklich nochmal als "das ist nicht meine Meinung!" gekennzeichnet sei.

Offline KlickKlack

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #132 am: 22.03.2011 | 23:03 »
Na dann habe ich:
Zitat
Die Möglichkeit bieten 3W20 aber mit minimal höherem Aufwand als bei 1W100 auch. Der höhere Aufwand heißt schon: man muß sich darauf einlassen. Ich habe es getan...
Wenn Du also keine Möglichkeit siehst, 3W20 einzuschätzen, ist das unter Umständen nicht ausschließlich ein Fehler der 3W20 und in keinem Fall darauf zurückzuführen, daß es nicht möglich wäre...
wahrscheinlich missverstanden. Du wolltest sagen, man muss sich drauf einlassen. Ich schrieb einen Beitrag drüber, man muss Erfahrung mit dem System sammeln. Da liegt ein Unterschied zwischen 3W20 und 1W100...

Offline zaboron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #133 am: 22.03.2011 | 23:17 »
Hier kritisiere ich also, dass es keine vernünftigen Tabellen gibt.Ich sehe also durchaus einen Fehler darin, dass der SL Probenerschwernisse schlecht abschätzen kann. Ich sehe den Fehler aber nicht in der unübersichtlichen Wahrscheinlichkeitsverteilung sondern in den fehlenden Tabellen.
Die fehlenden Tabellen sind aber ein Resultat der unübersichtlichen Wahrscheinlichkeitsverteilung. Selbst wenn du nur eine gröbste Einteilung vornimmest, brauchst du zig Tabellen: Für Proben auf miese Eigenschaftswerte, auf durchschnittliche Eigenschaftswerte, auf gemischt mies/gute Eigenschaftswerte, auf hohe Eigenschaftswerte, und für jeden dieser Fälle nochmal ca. 8 verschiedene Talentbereiche. Und selbst damit kannst du im Zweifelsfall noch sehr weit entfernt sein von den tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten im Spiel.

Just_Flo

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #134 am: 22.03.2011 | 23:38 »
Wenn man nur eine grobe Übersicht braucht, dann dürfte eine Tabelle reichen.
In diese kommt

oben der durchschnittliche Eigenschftswert hinein. Links der effektive TAW und in die Zellen die Erfolgswahrschinlichkeit.
Dazu bräuchte man halt bei den meisten Talenten noch eine Tabelle die die Erschwernis typischer Aktionen vorgibt oder einen Mechanismus aus dem man sich dies klar und schnell errechnen kann.

Beispiel für die von mir Beschriebene Tabelle:

     
       11     12     13     14     15
1     10%   14%  18%   24%  30%
2     11%
3     13%
4
5
6
7
8

Die hier verwendeten Zahlen sind nicht korrekt. Dies korrekt zuerstellen dürfte mit einem der gängigen Heldenanalysetool (Meistergeister, ...) oder ein bisschen Stochastik eine Sachen von 1 bis maximal 2 Stunden sein. (Wenn man beim per Handrechnen kein Exelformular zurhilfe nimmt.

Offline zaboron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #135 am: 22.03.2011 | 23:41 »
Durchschnittliche Eigenschaftswerte reichen aber nicht aus. Es macht sehr wohl einen großen Unterschied ob man auf 18/18/9 oder auf 15/15/15 wirft.

Eulenspiegel

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #136 am: 22.03.2011 | 23:49 »
Es ist so offensichtlich, dass ich beinahe einwenig erschrocken bin. Gibt es überhaupt nichts was Du gut kannst ?
Es gibt einige Sachen, die ich gut kann:
- Mathematik
- Florettfechten
- Programmieren

Bei all diesen Sachen kann ich sagen, dass ich gut bin. Aber wenn es darum geht, intuitiv die Erfolgswahrscheinlichkeit für eine Sache einschätzen zu können, dann sieht es kein bisschen besser aus, als zu Anfang des Trainings.

Zu Beginn des Trainings hätte ich vielleicht gesagt: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%-25% gelingt mir die Riposte mit anschließender Finte.

Und heutzutage sage ich: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70%-95% gelingt mir das gleiche Manöver gegen einen etwa gleichstarken Gegner.

Meine Erfolgswahrscheinlichkeiten sind gestiegen. Aber die Schätzung der exakten Wahrscheinlichkeit ist genau so schlecht wie vorher. (Etwa ein Bereich von 25%, auf den meine Schätzung fällt.)

Und wenn man mich jetzt fragt, inwiefern Alkohol meine Fähigkeiten trübt, würde ich sagen:
Ein Glas Bier senkt meine Erfolgswahrscheinlichkeit für dieses Manöver wahrscheinlich um 1% - 10%
Bei Zwei Glas Bier würde ich auf 2%-20% tippen.
Und bei zwei Glas Sekt hätte ich keine Ahnung: Von 5% - 50% Malus wäre alles drin.

Das heißt, im nüchternen Zustand gelingt mir das Manöver gegen einen mittelstarken Gegner in 70% - 95% aller Fälle. Nach zwei Glas Sekt würde mir das nur noch in 20% - 90% aller Fälle gelingen. 20% - 90% genauer kann ich dir die Erfolgswahrscheinlichkeit nach Alkoholkonsum beim besten Willen nicht sagen, obwohl ich beim Fechten recht gut bin.

Zitat
Es geht ja grade darum durch Training die Chancen einschätzen zu können und zu erhöhen um Herausforderungen zu meistern.
Hier vermischst du zwei Sachen:
Ja, das Training hat tatsächlich diese zwei Aufgaben. Aber die Art und Weise wie sich "Chancen einschätzen" und "Chancen erhöhen" beim Spieler verbessern sind zwei vollkommen andere.

- "Chancen erhöhen"
Das ist das, was man sich unter klassischem Training vorstellt und was bei DSA durch den TaW ausgedrückt wird. Du machst klassisches Training und dadurch erhöht sich dein TaW.
Dies ist sehr zeitintensiv und benötigt mehrere Jahre.

- "Chancen besser einschätzen"
Das läuft im Prinzip wie folgt ab: Du führst ein und die gleiche Aktion unter der gleichen Bedingung 10 mal hintereinander aus und siehst, wie gut du sie meisterst. Danach kannst du diese spezielle Aktion relativ gut einschätzen.
Das machst du jetzt 5 mal mit jeweils unterschiedlichen Bedingungen. (Also insgesamt 50 mal die selbe Aktion.) Danach hast du also 5 Situationen, in denen du die Erfolgswahrscheinlichkeit halbwegs gut einschätzen kannst.
Sobald du jetzt außerhalb des Trainings in eine Situation gerätst, musst du erstmal abschätzen, mit welchen Trainingssituationen es verwandt ist und interpolierst dann diese Situationen. Damit bekommst du dann eine grobe Abschätzung, wie hoch deine Erfolgswahrscbheinlichkeit in dieser speziellen Situation ist.

Das heißt, du kannst zwar dank deines Trainings diese Situation etwas besser einschätzen. Aber nicht, weil du irgendwie "von außen" die Erfolgswahrscheinlichkeit berechnest sondern weil du diese Situation mit anderen Situationen vergleichst, die du bereits hattest und dir überlegst, wie häufig du in vergleichbaren Situationen Erfolg hattest.

Und genau das gleiche ermöglicht auch DSA: Du stehst vor einer glitschigen Felswand. Du standest bisher noch nie vor einer glitschigen Felswand. Aber du weißt, dass du beim letzten Spielabend bei strömenden Regen in eine Burg geklettert bist. Du musstest zu vier verschiedenen Gelegenheiten klettern. Das macht 4 Proben von denen du 3 geschafft hast. Du schätzt, die Schwierigkeit hier ähnlich hoch ein.

Das heißt, das "Chancen einschätzen" verläuft bei DSA genau so wie in der Realität: Du vergleichst die konkrete Situation mit vergangenen Situationen, die ähnlich waren und überlegst dir, wie häufig du diese gemeistert hast.

Zitat
Beim Fußball kommt der erste Aspekt, Chancen einschätzen zu können vor allem in der Fähigkeit ein Spiellesen zu können zum Ausdruck. Kann nicht jeder, würde ich aber unter Talent Fußball einordnen.
Ich bin mir nicht sicher, was du meinst.
Ich würde ein Fußballspiel bei DSA zum Beispiel wie folgt regeln:
  • Torschuss: Probe auf "Fußball" erschwert um die Anzahl der gegnerischen Spieler, die zwischen mir und dem Tor stehen sowie um jeweils 1 Punkt pro 5 angefangene Meter erschwert. Erleichterung, wenn ich mir beim Freistoß oder Elfmeter Zeit lassen kann.
  • Passen: Ich muss eine Probe auf "Fußball" machen, die genau wie die Torschuss-Probe erschwert oder erleichtert ist. Wenn mir die Probe mit TaP* gelingt, gilt: Der Spieler, zu dem ich passe, muss eine vergleichende Probe mit dem Gegenspieler, der ihn deckt, ablegen. Die Probe des eigenen Spielers ist dabei um TaP*/2 erleichtert, während die Probe des gegnerischen deckenden Spielers um TaP*/2 erschwert ist. Wenn mir die Probe misslingt genau andersrum: Dann ist die Probe des eigenen Spielers um TaP*/2 erschwert und die Probe des gegnerischen Spielers um TaP*/2 erschwert.
Klingt kompliziert und ich kann dir auch nicht intuitiv die Wahrscheinlichkeiten ausrechnen. Trotzdem würde ich dir nach 2-3 solcherart simulierten Fußballspielens schnell und intuitiv sagen können, ob jetzt passen oder Torschuss die bessere Alternative ist.

Und die Methode ist im Prinzip die gleiche, die auch professionelle Fußballspieler benutzen: Sie vergleichen einfach den Prozentteil der erfolgreichen Versuche bei vergleichbaren Situationen.

Disclaimer:
Für ein richtiges Fußballspiel braucht man länger als 2.-3 Spiele. Da sind 20-30 Spiele wohl realistischer. Aber das liegt daran, dass wir beim simulierten Spiel nur zwei Freiheitsgrade haben: Die Entfernung und die Anzahl der gegnerischen Spieler, zwischen mir und dem Ziel. Beim realen Fußball gibt es noch wesentlich mehr Freiheitsgrade.

Aber das Prinzip, wie ich die Chancen einschätze, ist in beiden Fällen die gleiche.
« Letzte Änderung: 22.03.2011 | 23:52 von Eulenspiegel »

Offline gunware

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #137 am: 22.03.2011 | 23:53 »
Durchschnittliche Eigenschaftswerte reichen aber nicht aus. Es macht sehr wohl einen großen Unterschied ob man auf 18/18/9 oder auf 15/15/15 wirft.
Aber was haben die Werte der Attribute mit der Schwierigkeit zu tun? Der Felsen hat eine Schwierigkeit ihm zu bezwingen mit z.B. +5, egal ob dort ein Superheld mit Attributen über 20 und Talent im Klettern über 25 oder ein Junge mit Attributen fast unter 10 und ohne Klettern. An der Schwierigkeit der Felsenwand ändert sich doch nichts.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Eulenspiegel

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #138 am: 22.03.2011 | 23:58 »
Durchschnittliche Eigenschaftswerte reichen aber nicht aus. Es macht sehr wohl einen großen Unterschied ob man auf 18/18/9 oder auf 15/15/15 wirft.
Wie gunware schon andeutet: Beim simulativen Spiel muss der SL nicht die Erfolgswahrscheinlichkeit der SCs kennen sondern nur die Schwierigkeit des Hindernisses vernünftig einschätzen können.

Das heißt, der SL muss wissen: "Diese Felswand ist für einen Anfänger ein unüberwindbares Hindernis, während der Profi mit ein bisschen Vorbereitung sicher rüberkommt. Das macht eine Schwierigkeit von +x."
Wie schwierig das jetzt für die SCs wird, muss der SL im simulativen Spiel nicht wissen.

Offline zaboron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #139 am: 23.03.2011 | 00:01 »
Eine solche Liste gibt es doch schon lange. Die hilft im Spiel aber auch nicht wirklich weiter.

Just_Flo

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #140 am: 23.03.2011 | 00:01 »
Willst du es genau wissen? Dann befrage dein Excelformular. Willst du es ungefähr wissen, dann befrage eine Tabelle.
Das Nachzurechnen für positive effektive Taws wäre interessant.

18/18/9 hat bei einem effektiven TAW von 0 folgende Wahrscheinlichkeit: 0,9*0,9*0,45=36,45 %
15/15/15 hat bei einem effektiven TAW von 0 folgende Wahrscheinlichkeit:0,75*0,75*0,75= 42,1875%

Damit hast du auf den ersten Blick recht. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass bei denTalenten auf die überwiegend geprobt wird die Eigenschaftswerte doch recht nahe beieinanderliegen. Somit würde diese Tabelle für einen ersten Überblick reichen.

Eine wohl genauere Alternative wäre eine griffige Formel mit der man den Einfluss des effektiven Taws zum unmodifizierten Test herausbekommt.
Soll heißen überschlagsartig rechnet der Spieler: bei 18/18/9 90*90=81*45 ungefähr 37-38% (knapp unter der Hälfte von 81) dann erhöht er dies mit dem Ergebnis der Formel die den Einfluss des effektiven TAW beschreibt.

Bei 15/15/15 sieht das dann so aus: 3/4*3/4*3/4=3*3*3/(4*4*4)= 27/(16*4)=27/64 ungefähr 41-42% dann kommt der Modifikator des effektiven Taw dazu.

Klingt nach ziemlichen Aufwand? Machen wir es besser. Der Spieler überschlägt die Probenwahrschinlichkeit für den unmodifizierten Fall und schaut in der Tabelle nach, umwieviel ein effektiver Taw von 1, 2, 3, 4, ... 24 dies verändert.

Damit bleibt eine Tabelle die nur die effektiven Taws und die Wahrscheinlichkeitsverschiebungen beinhaltet.

Eulenspiegel

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #141 am: 23.03.2011 | 00:04 »
Eine solche Liste gibt es doch schon lange. Die hilft im Spiel aber auch nicht wirklich weiter.
Meinst du die offizielle Liste? Die ist Mist.

Meinst du eine inoffizielle Liste? Da muss man aufpassen: Es kursieren sehr gute und sehr schlechte Listen im Netz. Aber zumindest die guten Listen helfen mir als SL weiter.

Offline zaboron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #142 am: 23.03.2011 | 00:08 »
Okay, und jetzt sage mir, wie lange der SC-Schmied braucht, um das Schwert des Kriegers fertigzuschmieden, wenn er jeden Tag eine Probe hat und 15 TaP* ansammeln muss... gibt es dafür auch eine Tabelle?  Bei der 3W20 Probe ist leider nicht nur geschafft/nicht geschafft ausschlaggebend, oft haben die erreichten TaP* sehr große Bedeutung. Und das lässt sich definitiv nich so einfach in eine Tabelle packen.
Meinst du die offizielle Liste? Die ist Mist.
Und weißt du warum? Weil die 3W20 Probe offensichtlich sogar für die Redaktion zu kompliziert ist. :) Oder glaubst du, die Autoren hätten ähnliche Schwierigkeiten gehabt, für eine 1W20 Probe passende Erschwernisse anzugeben? :)

Offline KlickKlack

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #143 am: 23.03.2011 | 00:18 »
Zitat
Aber was haben die Werte der Attribute mit der Schwierigkeit zu tun? Der Felsen hat eine Schwierigkeit ihm zu bezwingen mit z.B. +5, egal ob dort ein Superheld mit Attributen über 20 und Talent im Klettern über 25 oder ein Junge mit Attributen fast unter 10 und ohne Klettern. An der Schwierigkeit der Felsenwand ändert sich doch nichts.
Aber ich muss diese Schwierigkeit 5 ja in einen Kontext setzen und dafür brauche ich eine Möglichkeit all die Werte die Spieler haben könnten darzustellen, ich muss ja alle möglichen Werte berücksichtigen um dann ein Schwierigkeitsgradsystem zu erstellen das meinem Anspruch ans Spiel gerecht wird. Sonst habe ich ein klassischen DSA Problem, kennt bestimmt jeder der mal in unterschiedlichen Runden gespielt hat - in vielen Runden unterscheiden sich die Schwierigkeitsgrade.

Ich glaube ich weiß jetzt wo unser Problem liegt Eulenspiegel. Du differenzierst zwischen den beiden Aspekten die ich beschrieben habe. Erfolgswahrscheinlichkeit abschätzen und Aktion ausführen. Für mich ist es eins. Bleiben wir beim Fechten. Du bist, sagen wir ein brillanter Fechter (um mal im DSA Terminus zu bleiben), aus ´irdischer´ Perspektive berechnest Du in einem Kampf andauernd Chancen, ständig, mit jeder Bewegung, denn genau das ist es was einen guten Kämpfer ausmacht. Es geht nicht um die eine Attacke (oder um noch mal zum Fußball zu kommen um den einen Pass) es geht um Spiel/Kampfsituationen.
Deine wahrscheinlich verdammt gute Reaktionszeit geht Hand in Hand mit der Fähigkeit den beste Moment für eine Attacke einzuschätzen und diese dann gekonnt zu setzen oder eben die zig Momente in denen man nicht sticht, weil es nicht der richtige Augenblick ist. Das verbessert sich durch Training und das ist eben die Fähigkeit Chancen besser einschätzen zu können.

Können wir uns darauf einigen ?

Ein Regelsystem abstrahiert nun zwangsläufig. Der Talentwert beinhaltet all das was ich oben schrieb, für den Charakter. Aber bei DSA beinhaltet der Wurf dies eben, meines Erachtens nicht für den Spieler. Vor allem nicht für jemanden dem das System neu ist. Vielleicht können wir uns auch darauf einigen.

Im Gegensatz zu einem % System muss man mit dem DSA System erst einmal Erfahrung sammeln und die Chancen des Charakters angemessen einschätzen zu können ?

___
Zaboron
Diese Zeit Geschichte ist ja in vielen Systemen ein Featur. Bei DSA braucht der schlechte Schmied eben doppelt so lange... Doof und an der Realität vorbei..

Just_Flo

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #144 am: 23.03.2011 | 00:22 »
Diese Art der Tabelle ist wohl deutlich schwieriger zumachen. Da du das aber ja eh entweder überschlagen oder auswürfeln wirst kann man um die Tabelle um durchschnittlich übrige Tap* erweitern.
Übrigens ist mir kein System bekannt, wo ich deine Forderung in einer Tabelle nachschauen kann.

Wenn du es aber wirklich so schnell willst gibt es aber auch eine Möglichkeit:
Ohne die Tabellenerweiterung würde ich mir anschauen, ab welchem effektiven Taw die Probe zu 80-90 Prozent gelingt. Dann würde diesen effektiven Taw vom Taw des SC abziehen und dies als die durchschnittlich übrigen Tap* pro Probe nehmen. Daraus kannst du dann ableiten wieviele Proben der SC wohl machen muss.

Eulenspiegel

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #145 am: 23.03.2011 | 00:22 »
Man benötigt drei Tabellen:
- Eine in der die Erfolgswahrscheinlichkeit steht.
- Eine in der die medianen TaP* stehen.
- Und eine, in der die durchschnittlichen TaP* stehen.

Wenn du jetzt beim Schmied wissen willst, wie lange er braucht, schaust du einfach in der dritten Tabelle nach, wieviele TaP* er pro Probe durchschnittlich ansammelt.

Nehmen wir einen durchschnittlichen Gesellen mit effektiv TaW 10 (TaW7 als Fertigkeit + TaW3 durch geeignete Werkzeuge und Werkstatt)
Dann braucht er durchschnittlich 7 Tage für das Schwert.

Ein durchschnittlicher Meister mit effektiven TaW 13 benötigt 4-5 Tage für das gleiche Schwert.

Und um es nochmal zu sagen: Diese Tabellen sind für den SL gedacht, damit dieser einschätzen kann, wie hoch er den Schwierigkeitsgrad setzt bzw. wieviele TaP* er ansammeln lassen will.
Diese Tabellen sind nicht dafür gedacht, die konkreten Wahrscheinlichkeiten für einen konkreten SC zu berechnen.

Und weißt du warum? Weil die 3W20 Probe offensichtlich sogar für die Redaktion zu kompliziert ist. :) Oder glaubst du, die Autoren hätten ähnliche Schwierigkeiten gehabt, für eine 1W20 Probe passende Erschwernisse anzugeben? :)
Nein, eine 1W20 Tabelle ist leichter zu erstellen. Aber das ist mir egal. Wenn ich Geld für ein Produkt ausgebe, dann darf ich wohl erwarten, dass die Autoren auch Fleiß und Mühe in dieses Produkt investiert haben und sich nicht für den leichtesten Weg entscheiden. Ich als Spieler möchte es möglichst einfach haben. Aber die Autoren, die das Spiel entwickeln, sollen es ruhig schwer haben.

Warum die Autoren keine vernünftige Tabelle herausgebracht haben:
1) Keiner von ihnen ist Mathematiker
2) Sie hatten nie einen Mathematiker eingestellt, der sich ihre Sachen nochmal anschaut.
3) Sie waren der Meinung, das ein System eh unnütz ist und mehr Last ist. Sie schreiben lieber Romane und ABs als sich mit Regelkram zu beschäftigen.
4) Sie hatten kein vernünftiges Play-testing betrieben.

Offline zaboron

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #146 am: 23.03.2011 | 00:25 »
Ich als Spieler möchte es möglichst einfach haben.
Ja, ich auch. Deswegen: 1W20 Probe. :)

Offline gunware

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #147 am: 23.03.2011 | 00:26 »
Okay, und jetzt sage mir, wie lange der SC-Schmied braucht, um das Schwert des Kriegers fertigzuschmieden, wenn er jeden Tag eine Probe hat und 15 TaP* ansammeln muss... gibt es dafür auch eine Tabelle? 
wtf?
Wie willst Du eine Tabelle für etwas haben, was ausgewürfelt werden soll? Man kann doch nicht vorher wissen, wie die Würfel fallen werden und wie lange der Schmied dafür brauchen wird. Man kann doch erst wissen, wenn die 15 TaP* angesammelt sind, wie lange er gebraucht hat.

Aber ich muss diese Schwierigkeit 5 ja in einen Kontext setzen und dafür brauche ich eine Möglichkeit all die Werte die Spieler haben könnten darzustellen, ich muss ja alle möglichen Werte berücksichtigen um dann ein Schwierigkeitsgradsystem zu erstellen das meinem Anspruch ans Spiel gerecht wird. Sonst habe ich ein klassischen DSA Problem, kennt bestimmt jeder der mal in unterschiedlichen Runden gespielt hat - in vielen Runden unterscheiden sich die Schwierigkeitsgrade.
Aber die Werte der Charas haben doch damit nichts zu tun, wie die Schwierigkeiten sind. Die Felsenwand wird doch nicht schwieriger, nur weil bessere Charas vor ihr stehen. Die gleiche Felsenwand ist immer gleich. Die Schwierigkeit ändert sich nicht.
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Just_Flo

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #148 am: 23.03.2011 | 00:28 »
Eben weil jeder die Schwierigkeiten der Proben an seinen SC ausrichtet und es eben nicht allgemeingültige Schwierigkeiten für jede Aktion gibt varieeren doch die Schwierigkeiten in jeder Gruppe.

Wenn glitschiger Felsen +5
Gegenwind +2
Orkan +9
bei Klettern steht, dann ist der SC mit seinem Taw, seinen Eigenschaften und Hilfsmitteln egal.

Die Schwierigkeit ein und der selben Sache sollte unabhängig von den Helden sein.

Wenn sich ein Held/ Spieler wirklich die Mühe gibt Einzuschätzen ob er etwas schafft, dann kann man immer noch die Eigenschaften überschlagen und den Taw-Modifikator dazuzählen.

Offline gunware

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Re: 3W20 - ja oder nein?
« Antwort #149 am: 23.03.2011 | 00:30 »
Die Schwierigkeit ein und der selben Sache sollte unabhängig von den Helden sein.
Genau so ist es.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"