Autor Thema: [DSA5 Entwurf] Ideensammlung  (Gelesen 24542 mal)

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Offline Yehodan ben Dracon

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[DSA5 Entwurf] Ideensammlung
« am: 29.03.2011 | 13:12 »
Hallo, werte Freunde Aventuriens!

(Ja, einige dürfen sich jetzt auch nicht angesprochen fühlen und diese müssen hier ja auch nicht unbedingt schreiben. Wer sich hier in konstruktiver Weise beteiligen möchte, ist natürlich gerne gesehen. Eine gewisse Verbundenheit mit Aventurien und/oder DSA darf ich jedoch voraussetzen.)

Es gibt verschiedentliche Diskussionen um eine mögliche, ja geradezu eine erhoffte neue Regeledition bei DSA.
Leider sind diese Diskussionen verstreut über viele Fäden und werden teilweise sogar ernsthaft im Blubberfaden geführt. Selbst für jemanden der hier viel liest, wie mich, ist das schwer zu überschauen.

Aus diesem Grund möchte ich mit diesem Faden ein Forum bieten, die bisherigen Meinungsströme zusammenzufassen und konstruktiv an einer Überarbeitung der DSA-Regeln zu tüfteln. Dabei soll es um die Schaffung eines Systems gehen, dass sowohl in der Lage ist, Aventurien abzubilden, als auch mehrere Spielstile zu bedienen. Es geht hier nicht darum, herauszufinden, welches andere Regelsystem am besten geeignet ist, nach Aventurien konvertiert zu werden.

Es gibt bereits eine Umfrage, die besagt, dass das Talentsystem zumindest ohne 3W20 auskommen sollte. Was an die Stelle treten soll, wurde bisher nur verschiedentlich angerissen. Die meisten Verfechter hat bisher der Vorschlag, das Würfelsystem dem Kampfsystem anzupassen und mit einem W20 einen Talentwert zu unterwürfeln. Wie der Talentwert ermittelt wird und wie die Attribute im Talentsystem Einfluss finden, ist noch nicht geklärt.

Außerdem scheint breite Zustimmung für eine Reduzierung der verfügbaren Talente, ggf. auch Zauber, zu bestehen.

Es gibt auch vereinzelt Ansätze, gleich an den bisher festen Größen der Lebensenergie und der Ausdauer und/oder den Astralpunkten etwas zu ändern und statt dessen so etwas wie Wundstufen einzuführen.

Ich erhoffe mir hier konstruktive Vorschläge, aus der weitere Umfragen resultieren können, auf die man Anregungen für eine neue Regeledition stützen kann. Gerade die Beiträge von Lachender Mann und Pharyon sind mir als umfangreich und konstruktiv aufgefallen und ich würde mich freuen, wenn dies Basis der Diskussion werden kann.

Was den Tanelornis am Herzen liegt, wird dann in einen eigenen Diskussionsfaden passend zur KAtegorie (Talentprobe, Sonderfertigkeiten, Magie) ausgelagert werden.

P.S. Sollte sich der Nutzer, der als "Der Satyr" in DSA Kreisen bekannt ist, hier tummeln, würde ich mich ebenfalls über seine Beteiligung freuen.

Frohes Diskutieren.
« Letzte Änderung: 29.03.2011 | 15:55 von Opa Hoppenstedt »
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Offline Yehodan ben Dracon

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« Letzte Änderung: 8.09.2011 | 10:38 von Hertha »
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Offline Sphärenwanderer

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #2 am: 29.03.2011 | 13:27 »
Grundsätzlich sehe ich folgende Möglichkeiten für die 1W20-Probe:

1. Basiswert+TaW
Vorteil: Mehrere Eigenschaften werden berücksichtigt. Deckungsgleich mit dem Kampfsystem.
Nachteil: Neuberechnung bei jeder Eigenschaftsänderung notwendig.

2. Eigenschaft+TaW
Vorteil: Schnelle Abwicklung, flexible Gewichtung von Eigenschaften möglich.
Nachteil: Man kommt schnell zu unglaublich hohen Werten -> Neue Höhenbegrenzung von Eigenschaften & Talenten nötig.

3. Ausschließlich TaW, TaW-Steigerung wird durch Eigenschaften begrenzt.
Vorteil: Schnellste & einfachste Methode
Nachteil: Eigenschaften begrenzen nur den Höchstwert, Proben im niedrigen TaW-Bereich schwer zu schaffen.


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Offline Voronesh

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #3 am: 29.03.2011 | 13:27 »
Von Ophidiane wurde vorgeschlagen,

Einerseits die Mehrfachattribute bei Fertigkeiten zu behalten, dies kann je nach Fertigkeit auf 1-5 verschiedene ausgeweitet werden.
Es wird jedoch immer nur auf ein Attribut gewürfelt, je nachdem ob welches der SL nun für wichtig erachtet.
Fehlt es nun an Komplexität kann der SL auch einfach mehrere Einzelwürfe auf verschiedene Attribute verlange.

Zusätzlich würde durch dieses System der Fertigkeitswert etwas gesenkt, zB. 1-10 wär doch schön?


Es wurde auch einmal vorgeschlagen immer mehrere Würfe zu verlangen, dies jedoch mit einer Erfolgsskala zu kombinieren. Sprich bei 3W20 würde pro geschaffter Probe 1 Erfolg erreicht. An sich nicht schlecht, aber eben kein 1W20 System, und es müsste ein komplett neues System aufgebaut werden, wo 0-3 Erfolge die entsprechenden Bedeutungen haben.


Etwas vorrausgegriffen das Wundsystem:

Im Bezug zu Wundstufen möchte ich gerne mal SR in den Ring werfen.

Die Kombination von LP und Wundstufen, durch feste Wundgrenzen bei denen man mit entsprechenden Mali belegt wird. Ich könnnte mir zB vorstellen, dass:

LP wie aktuell im Rahmen vom 25-40 (stimmt das ungefähr?) vergeben werden.
Jedoch alle 5-10 LPverlust man +1 auf jeden Wurf bekommt.

Wer nun 15-19 LP Schaden hääte würde langsam Probleme bekommen im Kampf zu treffen. Oder irgendetwas anderes zu tun. Da er nun zusätzlich zu einer möglichen Erschwerung durch den SL auch noch die 4 unterbringen muss.

Was manchmal nervt ist, das die Leute realistische Sachen fordern, aber viel unrealistischere Sachen, an die sie sich gewöhnt haben, völlig ignorieren. Wie wenn der Drache im Kino hockt und schreit "Voll unrealistisch, es gibt keine Orks."

Chrischie

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #4 am: 29.03.2011 | 13:45 »
Meine Vorschläge:

  • 3w20 wird abgeschafft: w20+Eingenschaft+TaW! Wichtig hierbei, das jedem Talent nur eine Eigenschaft zugeordnet wird. Bitte nicht den Durchschnittswert für drei Attribute bilden. Diese Regelung gilt auch für Zauber und Geweihte
  • Ein Regelkern ist durchgänig einzuhalten!
  • Talente werden entschlackt. Beispiel: Um eine Axt oder einen Morgenstern zu führen braucht man eine Fertigkeit. Gleiches gilt für Klingenwaffen und Stangenwaffen. Fluff-Fertigkeiten wie Töpfern etc fliegen raus. Verschwendung von Platz und Geld.
  • Attacke und Parade bleiben erhalten.
  • Das ganze Herkunftsgedöns wird eingestampft. Ein Mensch ist ein Mensch, egal ob er aus dem Mittelreich oder Thorwal kommt.
  • Berufe (Professionen) werden ausgemistet. Kein Menschbraucht so ein Kram wie Zuckerbäcker. Wenn ein SC sowas im Hintergrund haben möchte, dann schreibt man es da rein und verschwendet nicht Spielressourcen nur um ein "guter" Rollenspieler zu sein.
  • Ein Buch sie zu knechten. Ein Regelbuch von maximal 400 Seiten. Damit muss alles spielbar sein! Es darf genre dann noch das Modul "Magiewirker geben, welches neue Optionen (Zauber etc) bietet aber nicht den Regelkern des Grundbuches aushebelt. Sprich Nice to have aber kein Must to have.

So keine Zeit mehr, aber das sind meine wichtigsten Anmerkungen.

Offline Sphärenwanderer

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #5 am: 29.03.2011 | 13:48 »
Zitat
Das ganze Herkunftsgedöns wird eingestampft. Ein Mensch ist ein Mensch, egal ob er aus dem Mittelreich oder Thorwal kommt
In DSA gibt es durchaus verschiedene Menschenrassen, die sich auch auf unterschiedlichen Teilen der Welt entwickelt haben.
« Letzte Änderung: 29.03.2011 | 13:55 von Sphärenwanderer »
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Eulenspiegel

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #6 am: 29.03.2011 | 13:49 »
Sollte der Wunsch nach DSA mit einem einzelnen W20 bestehen, kann ich den folgenden Artikel sehr empfehlen:
D20 Aventurien als externen Link bzw. D20 Aventurien hier bei Tanelorn.

Der Artikel beschreibt sehr genau, wie ich mir ein DSA5 mit nur einem W20 vorstellen könnte.

Chrischie

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #7 am: 29.03.2011 | 13:53 »
In DSA gibt es durchaus verschiedene Menschenrassen, die sich auch auf unterschiedlichen Teilen entwickelt haben.

Egal das ist Fluff der dann regelseitig verfestigt wird und die Charaktererschaffunf verkompliziert sowie Platz im Buch wegnimmt. Raus damit! Und ja ich bin radikal in dem Bezug. DSA ist der bärtige, 250 kilo schwere Mann unter den Rollenspielsystemen und so sexy ist er auch im Spiel.

~Edit~

Und was noch schlimmer ist. Es fördert Sterotypen. Ich sehe keinerlei Spielerischen Mehrwert.
« Letzte Änderung: 29.03.2011 | 13:59 von Chrischie »

Offline zaboron

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #8 am: 29.03.2011 | 13:56 »
Grad bei den Professionen stimme ich zu. Wozu braucht man Gardist, Soldat, und Söldner, jeweils nochmal mit zehn Unterprofessionen (kein Witz!)? Am Spieltisch fallen die wertetechnischen Unterschiede eh nicht auf. 3 Klassen an Kämpfer: die einfachen Soldaten/Gardisten/Söldner, die ausgebildeten Krieger/Ritter/SG/Fähnriche, und dann halt noch die wilden Barbaren. 3 Pakete, das reicht.

Chrischie

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #9 am: 29.03.2011 | 14:00 »
Grad bei den Professionen stimme ich zu. Wozu braucht man Gardist, Soldat, und Söldner, jeweils nochmal mit zehn Unterprofessionen (kein Witz!)? Am Spieltisch fallen die wertetechnischen Unterschiede eh nicht auf. 3 Klassen an Kämpfer: die einfachen Soldaten/Gardisten/Söldner, die ausgebildeten Krieger/Ritter/SG/Fähnriche, und dann halt noch die wilden Barbaren. 3 Pakete, das reicht.

eben der rest ist Fluff, den man in den Hintergrund schreibt. So jetzt wirklich weg.  ;)

Eulenspiegel

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #10 am: 29.03.2011 | 14:01 »
Bezüglich Rassen und Klassen:
Ich bin sowieso ein Fan von rassen- und klassenloses Systemen.

Wenn jemand einen Kämpfer spielen will, dann soll er eben seine AP und GP in kampfrelevante Sachen stecken. Kein Grund, eine extra Kampfklasse zu basteln.

Und wenn jemand gerne einen kleinen bärtigen, trinkfesten, rauflustigen Mann mit einer Axt spielen will, soll er das auch tun. Ob das dann ein kleiner Menschenmann oder ein kleiner Zwergenmann ist, macht regeltechnisch keinen Unterschied und ist Fluff. - Natürlich sehr bedeutender und wichtiger Fluff.

Offline Voronesh

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #11 am: 29.03.2011 | 14:05 »
Da wage ich zu widersprechen. Bei Klassenlos stimme ich dir gerne zu, Rasse nicht so ganz.

Dafür benötigt es einfach so etwas wie Richtlinien an die sich gehalten wird, Menschen steigern Stärke im Schnitt nur so und so weit.

Und manches ist einfach unabbildbar. Die Echse zB. Nene mir als Spieler ist die Kälte noch nicht genug für Winterschlaf. Abstruse Rassen wie Feen (naja Flügel haste, aber fliegen ist nicht) sind auch nicht möglich.

In Aventurien klappt das sicher noch halbwegs, wenn ich da jetzt aber an Myranor denke (selbes DSA Regelkorsett) halte ich das eher für unpraktisch.

Und meist reicht ja 1 Mensch/1Zwerg/1Elf und das GRW hat sich an Rassen schon komplett ergötzt.
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Offline Kriegsklinge

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #12 am: 29.03.2011 | 14:06 »
*Das Wichtigste in einem Buch.
*Die Kernregeln müssen auf eine Seite passen.
*Kein fuckin´ Kaufsystem bei der Charaktererschaffung und -entwicklung.
*Ausmisten bei Charakteroptionen, wenige Berufe, Lebenswege, Kenntnisse; Vieles auslagern in "Hintergründe", die ein paar Boni oder Mail geben.
*Nicht die ganze gewachsene Komplexität von Aventurien in Regeln ausdrücken; lieber nur Charakteroption "Zwerg" und alles andere als tollen Fluff fürs Spiel oder wieder als Hintergrund in Zusatzbänden ("Angehörige des Tunnelgräber-Zweigs der Bartscherer-Sippe kriegt nochmal +2 auf "Zuckerbäckerei" und eine Axt aus Marzipan)
*Modulare Charaktererschaffung: Einen einfachen Tschar bauen darf auch für Anfänger nicht länger dauern als 20 Minuten; dann noch allerlei Zusatzoptionen für Experten.
*Charaktere, die was reißen und auf nicht erstmal 5 Stufen lang jeden Klettern-Probe verkacken. Gilt insbesondere auch für Magier.
* Bei sämtlichen Proben unterwürfelt man mit 1W20 einen Wert. Einen.  

Eulenspiegel

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #13 am: 29.03.2011 | 14:13 »
@ Voronesh
Schau dir mal Gurps:Aventurien an.
Gurps ist ja bekannt als vollkommen klassen- und rassenloses System. Und trotzdem funktioniert das wunderbar.

Du kaufst dir zum Beispiel den Vorteil "Flugfähigkeit". Regeltechnisch bedeutet dies, dass du fliegen kannst. Und für die Fluff-Umsetzung gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Du hast Flügel, mit denen du fliegen kannst (z.B. Feen, Drachen, Vogelmenschen etc.)
- Du hast ein permanentes Artefakt, das dir fliegen ermöglicht. (Und das Artefakt ist so angebracht, dass man es dir nicht klauen kann.)
- Du bist Viertelmagier und hast als intuitiven Zauber "Fliegen".
- Du bist Vollmagier und hast ein Ritual entwickelt, mit dem du fliegen kannst.

Oder nehme den Kälteschlaf:
Dieser Nachteil kann von Echsen genommen werden, aber er kann zum Beispiel auch von bärenähnlichen SCs genommen werden, die plötzlich ihren Winterschlaf beginnen sobald es kalt wird.
Ebenso ist es möglich, eine Echse ohne diesen Nachteil zu spielen: Sie besitzt halt ein magisches Ritual, das ihr ermöglicht, ihr Blut künstlich zu erwärmen.

Offline Darius der Duellant

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #14 am: 29.03.2011 | 14:16 »
Egal das ist Fluff der dann regelseitig verfestigt wird und die Charaktererschaffunf verkompliziert sowie Platz im Buch wegnimmt. Raus damit! Und ja ich bin radikal in dem Bezug. DSA ist der bärtige, 250 kilo schwere Mann unter den Rollenspielsystemen und so sexy ist er auch im Spiel.

~Edit~

Und was noch schlimmer ist. Es fördert Sterotypen. Ich sehe keinerlei Spielerischen Mehrwert.


Vereinfachung schön und gut, aber ob eine 180 Grad Wende zum 38 Kilo Bulemifräulein so viel besser ist....

Das Regelwerk sollte Hintergrundsetzungen schon abbilden können, sonst wird es beliebig. Dazu gehört bei DSA aber eben auch eine deutliche Rassendifferenzierung, die sich mMn auch in irgendeiner Weise im Regelwerk niederschlagen sollte.
Ob das nun über Eigenschaftsboni oder zugeteilte Mindestwerte wie in früheren Editionen passiert, ist letztlich eine Geschmacksfrage.

Bezüglich der Regeln steht eine verschlankung für mich an einer der hinteren Plätze, DSA 1 + Ausbaubox und Schwertmeister erfüllen diese Niesche schon ganz gut.

Wichtiger wäre mir ein echt modulares System, bei dem man Teile weglassen kann, ohne gleich die Balance über den Haufen zu schmeissen.
Des weiteren klarere Regeln ohne zig Widersprüche und problematischere Unklarheiten sowie eine stärkere Trennung zwischen Fluffbeschreibungen und harten Regeln.
Ein Generierungssystem welches min-maxing nicht ganz so extrem belohnt wie das aktuelle wäre ebenfalls fein.
Die Karmagenerierung bei SR oder Sumaros AP Generierung machen es bedeutend besser.
Dadurch würde dann gleichzeitig eine überflüssige Ressource (GP) eliminiert.
Ein  Kaufsystem sollte aber bitte beibehalten werden. Würfeln um zu steigern ist absoluter Mist.
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Belchion

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #15 am: 29.03.2011 | 14:18 »
Man könnte auch die 3W20 beibehalten und trotzdem die seltsame Erfolgsberechnung mit dem TaW umgehen, indem man einfach jedem Talent drei TaW (einen für jedes Attribut) gibt. In die Probe fließen der Attributswert − 10 und der Talentwert ein.

Nehmen wir als Beispiel einmal Tierkunde (MU, KL, IN). Der TaW in Tierkunde betrage 7, die Attribute seien MU 14, KL 12 und IN 12. Gewürfelt werden müsste also: ≦ 11, ≦ 9, ≦9.

Ein unterwürfelter Wert zählt einen Erfolg, eine gewürfelt 1 zählt zwei Erfolge, eine gewürfelte 20 frisst zwei Erfolge. Man kann also mit jeder Probe zwischen +6 (meisterliches Gelingen) und −6 (schrecklicher Patzer) Erfolge haben.

Für normale Proben ist lediglich ein Erfolg erforderlich, jeder weitere Erfolg verbessert die Qualität der Probe. Für besondere Manöver und extrem schwierige Handlungen können auch zwei oder drei Erfolge notwendig sein, aber das sollten Ausnahmen bleiben. (Das ließe sich übrigens auch im Kampf einsetzen, dann wären für besonders tolle Manöver halt mehrere Erfolge nötig).

OK, so ganz durchdacht ist das von der Wahrscheinlichkeitsverteilung noch nicht, bei hohen Attributen und positivem TaW würde man automatisch bestehen. Die Wertebereiche müssten also sinnvoll angepasst werden. Aber grundsätzlich könnte man die 3W20 so beibehalten, die TaP-Berechnung rauswerfen und hätte noch eine einfache Möglichkeit, die Qualität einer Probe zu bestimmen.

Offline Voronesh

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #16 am: 29.03.2011 | 14:22 »
Halb OT weil Rassenlosigkeit:

An sich hast du ja schon Recht, ich sehe das irgendwie etwas wie Darius einerseits und andererseits, denke ich mir auch, dass:

Wenn einer Waldelfen nimmt, dann muss da schon der Nachteil Weltfremd (auf einer wie auch immer gearteten niedrieg oder hohen Stufe) her. Denn ohne wärs einfach keine Waldelfe mehr. Dann würd ich nämlich in Aventurien rumwurschteln, und das fänd ich Schade. Selbes für die Echsen, der muss ja schon fast zwangsweise den Kälteschlaf nehmen.

Nur in dem Moment wo ich das festschreibe habe ich kein Rassenloses System mehr.
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Offline Spencer

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #17 am: 29.03.2011 | 14:24 »
- Professionslos: für mich klar. Wenn ich nen Bogenschützen spielen will, dann bastel ich mir den am Anfang so zusammen. Dazu brauche ich nicht die Klasse "Bogenschütze". Das ist einfach überflüssig, kompliziert und nimmt viel Platz weg (außerdem Buganfällig - Stichwort: Paketkosten).
Rassen (Elfen, Zwerge) hingegen sollten beibehalten werden.  
- Ein Hauptziel sollte die Einsteigerfreundlichkeit sein. Nach meinem Wunsch muss DSA 5 Einsteiger ansprechen die keinen Kontakt zu erfahrenen DSA Spielern haben. DSA 4 ist leider das Gegenteil.
- Streamlinen: Bei DSA 5 z.B. aus Hammerschlag und Todesstoß bitte keine zwei Manöver machen, sondern ein Einziges. Genau das ist es was DSA 4 in der Masse zum Kotzen macht.
- Goblins, Orks, Achaz, usw. als Spielercharakter bitte aus dem Grundregelwerk verbannen. Nimmt nur Platz weg und bringt Einsteigern ein falsches Aventurienbild. Für Freaks kann man das dann schön in einem Sonderband veröffentlichen.
- Kampfregeln extrem überarbeiten. So wie die momentan sind, sind sie fast unspielbar. Man muss quasi drei Ressourcen verwalten (Lebensenergie, Ausdauer, Wunden), dazu variable Initiative. Das ist krank. Hier unbedingt gucken wie anderen Rollenspiel das richtig machen.
- Spieltesten bis ins Grab: DSA 4 kommt größtenteils ungetestet rüber.
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alexandro

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #18 am: 29.03.2011 | 14:32 »
-Modulare Charaktererschaffung über Rasse, Kultur, Stand und Profession(en), evtll. noch Heldenlaufbahn (=fertig geschnürte Pakete, statt freies Punkteverteilen) --> verkürzt die Charaktererschaffung und schafft eine stärkere Bindung an den Aventurischen Hintergrund
-Verbesserung der Fertigkeiten durch Anwendung (wie bei DSA3)
-Eliminierung der Attribute (machen in Kombination mit den TaWs kaum einen Unterschied und schränken die Vorstellung des Charakters ein), Proben laufen komplett über Fertigkeiten (extreme Attribute werden durch entsprechende Vor- und Nachteile abgebildet)
-Schlechte Eigenschaften über ein zeitgemäßes System (wie z.B. bei TSOY) abwickeln, statt über Spielergängelung
-mehr Abwechslung in den Kampfregeln; i.e. Manöver sollten tatsächlich einen Vorteil (gegenüber Standardangriffen) bringen - evtll. Limitierung über Ausdauer, damit Spieler nicht ständig ihr Über-Mega-Manöver durchführen
« Letzte Änderung: 29.03.2011 | 14:45 von alexandro »

Offline carthinius

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #19 am: 29.03.2011 | 14:39 »
...
Und die Rechnerei soll einfacher sein?!  :o

Bezüglich 3w20/Talentprobe:
Mein Vorschlag war ja, dass man zwar die Attributszuteilungen beibehält, aber immer nur auf den schlechtesten Attributwert würfelt und dabei mit TaP ausgleichen kann. Spezialisierungen könnten dann zum Beispiel dazu führen, dass man auf den mittleren Attributwert oder gar auf den höchsten würfeln kann (oder wenn man DSA heroisch spielen will, das gleich so macht).
Feedback gesucht für GNOME HUNTERS - das Rollenspiel für ganze (und halbe) Gnome auf dem Weg ins Abenteuer!

Offline torath

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #20 am: 29.03.2011 | 15:07 »
-mehr Abwechslung in den Kampfregeln; i.e. Manöver sollten tatsächlich einen Vorteil (gegenüber Standardangriffen) bringen - evtll. Limitierung über Ausdauer, damit Spieler nicht ständig ihr Über-Mega-Manöver durchführen

Gab es das nicht sogar schon? Ausdauer zusätzlich zu verwalten hat jedenfalls nie jemand gemacht, weils einfach viel zu aufwändig ist.
Das müsste man vorher erstmal entschlacken.



Offline Yehodan ben Dracon

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #21 am: 29.03.2011 | 15:12 »
Ich freue mich über so viel hervorbrechende Kreativität, aber leider ist das noch sehr disziplinlos.
Wir müssen uns erst mal auf einen Teilbereich beschränken, sonst antwortet jeder immer noch auf einen anderen Teil eines Posts. Das will nachher keiner mehr lesen. Die gemachten Anregungen gehen aber nicht verloren, sollten aber später
diskutiert werden.

* Edit: Feuer frei fürs Brainstorming! Ideen und Anregungen werden aufgenommen und in andere Fäden ausgelagert.*

Und bitte: 3W20 ist (für Tanelorn) tot! Das hat die Umfrage eindeutig ergeben, also arbeiten wir damit. Jeder hatte eine Stimme und diejenigen, die gerne drei W20 rollen sind in der Unterzahl. Dabei ist es völlig egal, ob man 1W20 rollte und dann je nach Gusto das bis zu drei mal...

Also: 1W20 Talentprobe.
Es kam der Vorschlag auf, dies mit unterschiedlichen Attributen zu koppeln, je nach Fall. Die Idee finde ich gut, weil es eine breite Anwendungsmöglichkeit von Talenten erlaubt und es per se keine blöden Attribut+Talentkombis mehr gibt, sondern immer die, die gerade Sinn machen.

Ich würde übrigens Talentproben zukünftig als durch den Talentwert ausgleichbare Attributsprobe gestalten:
1W20 auf Geschicklichkeit mit Ausgleich Talentwert Schleichen um das ungesehene Verfolgen eines Verdächtigen zu erproben.
Diesem steht dann z.B. eine Probe auf Intuition und Sinnenschärfe zu, um das zu bemerken.

Weniger gelungen finde ich die Idee, einen Pool aus Attributswert+Talentwert+W20 Ergebnis zu bilden. Das ist dann ein ganz anderer Mechanismus als bisher, führt zu riesigen Erfolgswerten, in denen der W20 selbst wenig einfließt und...ist das nicht D&D3?
« Letzte Änderung: 29.03.2011 | 15:49 von Opa Hoppenstedt »
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Offline Voronesh

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #22 am: 29.03.2011 | 15:15 »
Mist jetzt an sich wieder OT:

Wäre wieder einmal ein "weniger ist mehr" Argument.

Ausdauer entspricht KK, es gibt 2-5 Manöver das wars.
Die eine Hälfte will möglichst viel Gewandheit (Finte etc.) die andere will viel KK (Wuchtschlag oder so).
Kosten 1-5 Ausdauer, je nach Wirkungsgrad, die Manöver selbst könnten ja 3 unterschiedliche Wirkungsgrade haben, je nachdem wie sehr sich der Krieger jetzt ins Manöver legt.
Audauer regeneriert nur außerhalb des Kampfes und zwar mit KK/4 pro Stunde.

An den einzelnen Stellschrauben kann ja noch gedreht werden


Zu den Talenten, am besten find ich die Variante, Attribut wird unterwürfelt. Denn das ist ja auch immerhin DSA, und das ist jetzt auch nicht schlechter als (Attribut+Talent). Mathematisch kein Unterschied vorhanden, aber ist doch ein gewisser Nostalgiehappen und wieso denn grundlos wegwerfen wenn er erhalten werden kann.
« Letzte Änderung: 29.03.2011 | 15:18 von Voronesh »
Was manchmal nervt ist, das die Leute realistische Sachen fordern, aber viel unrealistischere Sachen, an die sie sich gewöhnt haben, völlig ignorieren. Wie wenn der Drache im Kino hockt und schreit "Voll unrealistisch, es gibt keine Orks."

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #23 am: 29.03.2011 | 15:20 »
Rassen-, Kultur- und Klassenloses DSA? Da läuft mir ja noch mehr der Schauer über den Rücken als beim Wegfall von 3d20!
Am ehesten klingt von den Würfelvorschlägen für michFür mich war bisher DSA gerade: Dass niemand gleich war, dass es eben zählt, wer, was und von wo man ist.):
Zitat
Die Attributszuteilungen beibehalten, aber immer nur auf den schlechtesten Attributwert würfeln und dabei mit TaP ausgleichen. Spezialisierungen könnten dann zum Beispiel dazu führen, dass man auf den mittleren Attributwert oder gar auf den höchsten würfeln kann (oder wenn man DSA heroisch spielen will, das gleich so macht).
Als von den den 3d20 und 1d20 Fraktionen am ehesten annehmbaren Kompromiss, da dies die Vorteile beider Systeme mit verwendet.
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Offline Voronesh

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Re: DSA5 nach Wunsch der Tanelornis
« Antwort #24 am: 29.03.2011 | 15:23 »
Nee da bin ich dagegen, weil dann Alrik Einheitsbrei der beste Char wird.

Warum ein Attribut auf 16 haben wenn das andere noch bei 9 steht. Und das wär unschön. Man muss unterschiedliche Attribute schon anspielen.
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