Autor Thema: [2011 Diary] Was die Alten uns nicht sagten  (Gelesen 10189 mal)

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Offline Megan

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[2011 Diary] Was die Alten uns nicht sagten
« am: 16.04.2011 | 22:39 »
Things the Grandchildren should know*

Seit einigen Wochen seid ihr Gejagte. Zuerst war es nur das Aufschrecken in der Nacht und der vage Nachgeschmack von etwas Dunklem, später das Kribbeln im Nacken und das Wissen, dass etwas euch beobachtet. Ihr habt es ignoriert, habt alltägliche Gründe vorgeschoben: ein nahende Erkältung, der Vollmond, der Stress, …

Doch jetzt sieht die Sache anders aus. Jetzt steht ihr vor eurem zertrümmerten Heim. Jemand, den ihr liebt ist verschwunden und an der Wand findet sich nur eine rote (bitte lass es nur Farbe sein!) Spur. Etwas bricht sich nachts eine Schneise durchs Gehölz auf euch zu und ihr rennt – noch.

Feinde? Jemand, der euch etwas böses wollen würde? Ja klar, aber doch nicht so.
Und doch, irgendwo tief in eurem Inneren wisst ihr, dass das hier kein Missverständnis ist und eine Art Urwissen – nein, nicht der Instinkt! – sagt euch, dass ihr ganz tief drinhängt und …

… dass ihr es verdient habt!



Tjaaa, mal sehen. Dieses Abenteuer soll ganz eng an die Charaktere geknüpft sein, weswegen ich diese mitliefern möchte. Über das Genre und das Setting bin ich mir nicht so ganz klar. Es ist auf jeden Fall etwas mystisches, wird sich mit einer Legende beschäftigen und idealerweise dadurch die Charaktere und ihre Hintergründe beleuchten/  zerpflücken/ in Frage stellen. Zuerst hatte ich überlegt, es so „abstrakt“ zu formulieren, dass man es theoretisch in jedes Setting packen könnte, aber ich weiß noch nicht, ob ich das hinbekommen kann oder will. Das entscheidet sich wohl erst, wenn ich richtig loslege. Ich hoffe, ich finde die Zeit und den Elan.

*Der Titel ist ganz frech von einem Buch von Mark Oliver Everett geklaut, welches ich nie gelesen habe und welches in keinem Zusammenhang mit dem Abenteuer steht, außer, dass der Titel passt. Vielleicht ändere ich ihn aber noch.

Meine vorläufige Bildwahl ist (noch ohne Zuordnung):








« Letzte Änderung: 15.05.2011 | 16:41 von Megan »
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Re: [2011 Diary] Things, the Grandchildren should know*
« Antwort #1 am: 16.04.2011 | 23:47 »
Klingt nach schön irritierender Beklemmung und Suspense. Da ich weiß, dass du Changeling magst, frage ich mich, ob du in die Richtung von arcdiaartiger Nebenwelt und Kreaturen gehen willst. Sollen die Charaktere unterwegs Teile ihrer eigenen Vergangenheit aufdecken? So eine Art Detektivabenteuer in die eigene verdrängte oder vergessene Biographie? Auf jeden Fall gefällt mir der Teaser. Ich bin gespannt, was daraus wird. Viel Spaß beim Entwickeln  :)
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Re: [2011 Diary] Things, the Grandchildren should know*
« Antwort #2 am: 16.04.2011 | 23:50 »
Der Teaser weiß zu gefallen und die Idee mit den vorgefertigen Charakteren kam mir dazu auch, noch ehe ich das bei dir gelesen hatte.

Zitat
Zuerst hatte ich überlegt, es so „abstrakt“ zu formulieren, dass man es theoretisch in jedes Setting packen könnte, aber ich weiß noch nicht, ob ich das hinbekommen kann oder will.

Hier würde ich dann auf jeden Fall empfehlen, Tipps mitzuliefern, wie man es an bestimmte Genres anpassen kann. Locations wirklich generisch und dennoch stimmig zu beschreiben ist übrigens irrsinnig schwer.
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Re: [2011 Diary] Things, the Grandchildren should know*
« Antwort #3 am: 16.04.2011 | 23:52 »
Ich finde, das klingt sehr spannend, und ich will auch wissen, wie´s weitergeht.

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Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Offline Megan

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #4 am: 17.04.2011 | 00:06 »
aber das irritiert mich einfach total...  :-X[/spoiler]
Na das will doch keiner! -> Habs geändert.  :D

Da ich weiß, dass du Changeling magst, frage ich mich, ob du in die Richtung von arcdiaartiger Nebenwelt und Kreaturen gehen willst. Sollen die Charaktere unterwegs Teile ihrer eigenen Vergangenheit aufdecken? So eine Art Detektivabenteuer in die eigene verdrängte oder vergessene Biographie?
Jain. Definitiv kein Changeling (witzig, da bin ich selber noch gar nicht drauf gekommen), aber alptraumhafte Kreaturen, ja. Der übergreifende Plot betrifft die Familiengeschichte, die aufgedeckt werden soll, welche wiederum hoffentlich Parallelen zu den Charaktergeschichten zieht.

Zentrale Fragen:
Gibt es eine Erbschuld?
Ist der Plan einer Tat – bewusst oder unbewusst –  schon ein Verbrechen?
Kann man seine Persönlichkeit ändern?

Hier würde ich dann auf jeden Fall empfehlen, Tipps mitzuliefern, wie man es an bestimmte Genres anpassen kann.
Ja, da würde ich dann nicht drumrumkommen. Wäre aber auch irgendwie ganz reizvoll.

Locations wirklich generisch und dennoch stimmig zu beschreiben ist übrigens irrsinnig schwer.
Jepp. Das bereitet mir auch etwas Sorge. Na mal sehen. Nur nicht auf Kraft irgendwas verkünsteln...
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Offline Megan

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #5 am: 20.04.2011 | 17:58 »
So, Zeit für eine kleine Stoffsammlung. Es ist echt kniffelig.

Der Plot:
Vor vielen(?) Generationen gab es eine Gruppe von Leuten, die ein furchtbares Verbrechen begingen. Ein Verbrechen, das sie allein mit ihrem Leben nicht aufwiegen konnten und so wurden sie verflucht und ihre Kinder und Kindeskinder mit ihnen: Wann immer fragwürdige Wesenszüge an ihnen zu Tage träten, sollte ein Riese kommen und die Abkömmlinge richten. Doch die Erinnerung an die Geschehnisse ging verloren und so wissen die Urenkel  nicht, wie ihnen geschieht, als eines Tages eine alptraumhafte Kreatur die Jagd auf sie beginnt. Bei ihrer gemeinsamen Flucht kommen sie ihrer Familienschuld auf die Spur und müssen erkennen, auf welche Abwege sie selbst in ihrem Leben geraten sind.

Dinge, die zu klären sind:
1. Was war das Verbrechen der Vorfahren? Haben sie gemeinsam oder jeder für sich ein Verbrechen begangen? Kann man bis heute die Folgen dieser Tat spüren? Gibt es "Vertreter" der Opfer?

2. Wie sehen die Charaktere aus? Charakterzüge, zentrale Probleme, Lebensumstände und was haben sie getan, das den Riesen auf den Plan gerufen hat? Wie kann man die Charaktere verknüpfen? Reicht es, wenn sie über ihr Schicksal und die Konfrontation mit dem Riesen verbunden sind oder sollte es noch eine Relationmap geben?

3. Ablauf des Abenteuers? Was soll passieren? Was soll der Schwerpunkt der Geschichte sein? Wie stelle ich das Gleichgewicht her zwischen "übergeordneter" Story und Charakterplot? Soll es einen Plan geben, wie das ganze ausgehen könnte?

4. Soll das Abenteuer total allgemein gehalten, oder doch einem Genre zugeschrieben werden? Wie kann ich hier dem SL bei Szeneriebeschreibungen und ähnlichem überhaupt zuarbeiten?

...


Charaktere:
Hier hatte ich die Idee, zunächst von klassischen Fantasy-Archtypen auszugehen und diese verschiedenen Gruppierungen zuzuordnen. Davon ausgehend eine Stoffsammlung, was die Charaktere für Probleme haben könnten und wie sie ticken, wobei das nicht unbedingt zu allen zugeordneten Gruppen passt (muss noch weiter ergänzt werden):

Heiler / Arzt / Krankenpfleger / Psychologe / Priester
hilft den Menschen, weil er sich verpflichtet fühlt, nicht weil er sie mag. Ihm fehlt die wahre Zuneigung. Hat kaum sozialen Kontakte. Woher kommt sein Gefühl der Verpflichtung?
  • Hat einen Menschen im Stich gelassen, weil ihm das Gefühl der Verpflichtung fehlte
  • Hat einen Fehler gemacht, weil ihm die menschliche Seite entgangen ist
Hexia wurde in eine Familie der Heiler und Ärzte  geboren und so war es für ihn folgerichtig und eine Frage der Familienehre, selber diesen Beruf zu ergreifen, auch wenn er kein großer Menschenfreund ist. Fachlich nahezu perfekt, fehlt ihm das Einfühlungsvermögen, welches für einen guten Heiler ebenso wichtig wäre. Er verbietet sich den Gedanken, etwas anderes machen zu wollen und macht seinen Job umso schlechter.

Kämpfer / Polizist / Soldat / Boxer / Lehrer
ihm geht es um Anerkennung, die er aber trotzdem nie bekommt. Er hat vergessen, dass er kein Kämpfertyp ist. Er hat den Respekt vor sich selbst verloren und lässt diesen Frust an anderen aus.

  • Hatte kein Mitleid mit einem Schwächeren
  • Hat einem Schwachen Schaden zugefügt
  • Hat einen falschen Vorwand für sein Handeln genannt

Korbus wuchs mit drei älteren Brüdern und einem aggressiven Vater auf. Egal um was es ging – er musste darum kämpfen, und wurde trotzdem immer als der Schwächste betrachtet. Bei anderen genießt er nicht Respekt, sondern man hat Angst vor ihm. Er steht sich selbst im Weg, verwechselt charakterliche Stärke mit körperlicher Gewalt. Er will nicht Kämpfen, weiß aber nicht, wie er sonst bestehen soll.

Magier / Wissenschaftler / Forscher / Ingenieur / Schauspieler   
er wandert auf dem Pfad der Hybris. Er überschätzt sich selbst und er lässt andere ihn überschätzen. Er ist Meister im Verschleiern und weiß selber nicht mehr, wer oder was real ist und was nicht.

  • Will sich einem Fehler, den er gemacht hat nicht stellen
  • Schiebt jemand anderem die Schuld für etwas in die Schuhe
  • Verfolgt trotz Warnungen einen Plan, der nur schief gehen kann

Melinon und alle andere halten viel von ihm. Er ist gesellschaftlich anerkannt und in seinem Fach sehr erfolgreich. Moral stellt er zugunsten seiner Ziele hintenan. Er ist ein Visionär und hat die Macht, diese Visionen umzusetzen, doch die Objektivität ist ihm abhanden gekommen...

Barde / Musiker / Rocker
er verzweifelt an der Welt. Seine Enttäuschung verwandelt sich in Desinteresse und Oberflächlichkeit. Er verliert sich in Drogen und Zersträuung und verwandelt so seine Enttäuschung in Enttäuschung über ihn.

  • Zerstört sich selbst
  • Zerstört jemand anderen, der ihm helfen wollte

...

Dieb / Krimineller
die Welt hat ihm den Weg zu ehrlicher Arbeit verwehrt. Er steht zu seinen dunklen Taten und genießt die Rolle des Bad Guy. Er ignoriert, dass es Dinge gibt, die ihn verletzen könnten – Dinge, die ihn zum Helden machen würden.

  • Sieht bei etwas Schlimmem tatenlos zu
  • Bricht einen Verbrecherkodex für eine gute Tat?!

...


Das Verbrechen
"Wir zerstörten unsere Heimat": Öffnen eines Höllentors / Zerstörung einer Welt / Umweltkatastrophe
"Wir erhoben uns über andere": Unterdrückung / Versklavung / Auslöschung einer Bevölkerungsgruppe oder eines Volkes
"Wir erschütterten das System": Ermordung eines Propheten oder einer Führungspersönlichkeit / Terrorismus
"Wir wuchsen über uns hinaus": Zerstörerische Erfindung / Krieg

Ich denke allerdings, dass das Verbrechen "lokaler" angelegt sein sollte und nicht gleich Königreiche oder die Welt umspannen.
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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #6 am: 27.04.2011 | 16:58 »
Klingt auf jeden Fall spannend. Mehr schreib ich da gern zu, wenn ich etwas mehr Zeit habe.

Ich denke allerdings, dass das Verbrechen "lokaler" angelegt sein sollte und nicht gleich Königreiche oder die Welt umspannen.

Das glaube ich auch... Irgendwas kleineres und vor allen Dingen persönlicheres wäre da schön.

Offline Apollo

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #7 am: 27.04.2011 | 18:04 »
Mir gefällt die Idee und finde es schon spannend, den Threat zu lesen. Ich freue mich auf mehr
und drück Dir die Daumen!  :d

Offline Private Baldrick

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #8 am: 28.04.2011 | 14:05 »
Die Charaktere sind schonmal gut angelegt, jeder hat einen netten Twist. Mal zu den Dingen, die du als noch klärungswürdig ansiehst:

Zitat
1. Was war das Verbrechen der Vorfahren? Haben sie gemeinsam oder jeder für sich ein Verbrechen begangen? Kann man bis heute die Folgen dieser Tat spüren? Gibt es "Vertreter" der Opfer?

Ergänzen würde ich noch: Wie lange liegt das Verbrechen zurück? Sind in der erforschbaren Vergangenheit (lebende Vorfahren der Charaktere?) noch Spuren des Verbrechens zu finden? Opfervertreter finde ich interessant, diese können ja auch in Form von Visionen, Geistern etc. auftreten und nur passiv erfahrbar sein. Eine regelrechte Opferfraktion, mit der man interagieren kann, muss es imho nur geben, wenn diese nötig ist, um das Verbrechen zu tilgen. Kann das Verbrechen überhaupt getilgt und der Fluch gebrochen werden? Ein wirklich düsteres und tragisches Abenteuer (dazu hättest du mit deiner Story das Potential) muss ja nicht zwangsweise gut ausgehen. Gerade in One-Shots soll man imho auch spektakulär scheitern dürfen.

Zitat
2. Wie sehen die Charaktere aus? Charakterzüge, zentrale Probleme, Lebensumstände und was haben sie getan, das den Riesen auf den Plan gerufen hat? Wie kann man die Charaktere verknüpfen? Reicht es, wenn sie über ihr Schicksal und die Konfrontation mit dem Riesen verbunden sind oder sollte es noch eine Relationmap geben?

*Zu* genau würde ich die SCs nicht ausarbeiten - gib den Spielern Raum für Personalisierung und arbeite nur das aus, was zwingend nötig ist. Eventuell können auch spielrelevante Fakten erst während des Abenteuers festgelegt werden. Das gibt den Spielern etwas mehr das Gefühl, ihre eigene Figur zu haben und nicht einem Drehbuch zu folgen.

Zitat
3. Ablauf des Abenteuers? Was soll passieren? Was soll der Schwerpunkt der Geschichte sein? Wie stelle ich das Gleichgewicht her zwischen "übergeordneter" Story und Charakterplot? Soll es einen Plan geben, wie das ganze ausgehen könnte?

Das ist tatsächlich schwierig. Ich würde auf jeden Fall eine Zeitleiste ausarbeiten, an der sich der SL orientieren kann. Was für Locations soll es geben? Was für NSCs sollen eine Rolle spielen? Um diese herum ist es meist einfacher, einen Plot zu spannen.

Zitat
4. Soll das Abenteuer total allgemein gehalten, oder doch einem Genre zugeschrieben werden? Wie kann ich hier dem SL bei Szeneriebeschreibungen und ähnlichem überhaupt zuarbeiten?

Ein Genre erachte ich für extrem wichtig. Bei dir z.B. sehe ich im Moment viel Raum für persönlichen Horror oder Drama.

Zitat
"Wir zerstörten unsere Heimat": Öffnen eines Höllentors / Zerstörung einer Welt / Umweltkatastrophe
"Wir erhoben uns über andere": Unterdrückung / Versklavung / Auslöschung einer Bevölkerungsgruppe oder eines Volkes
"Wir erschütterten das System": Ermordung eines Propheten oder einer Führungspersönlichkeit / Terrorismus
"Wir wuchsen über uns hinaus": Zerstörerische Erfindung / Krieg

Ich denke allerdings, dass das Verbrechen "lokaler" angelegt sein sollte und nicht gleich Königreiche oder die Welt umspannen.

Lokaler ist ja durchaus möglich. Und was ein Verbrechen ist, liegt ja durchaus im Auge des Betrachters. Eine Tat, die lange in der Vergangenheit liegt, muss nach aktuellen Maßstäben gar nicht mehr verwerflich sein, was das Aufheben des Fluches im Zweifel nur noch kniffliger und reizvoller werden lässt.
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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #9 am: 28.04.2011 | 23:03 »
Danke für das ausführliche Feedback!  :)
Die Fragen, die du bzgl. des Verbrechens noch aufführst sind auf jeden Fall wichtig und vertiefen gewissermaßen meine ursprünglichen Fragen. Ich denke, es sollte Spuren geben, damit die Charaktere auch etwas entdecken können. So ist z.B. sicherlich festzustellen, dass in den Familien immer wieder Leute verschwunden sind (vom Riesen geholt).

Außerdem bin ich inzwischen relativ sicher, dass das Verbrechen das einer Gemeinde an Schutzsuchenden ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es Nachfahren der Opfer gibt - vielleicht auch nur eines, welches seine Familiengeschichte kennt. Dieser NSC könnte aber auch als eine Art Mentor in Erscheinung treten - als jemand, der es eigentlich gut mit den Charakteren meint und ihnen gewisse Hinweise geben kann. Visionen und Geister sind natürlich immer eine praktische Möglichkeit, Stoff zu vermitteln, ist aber irgendwie in meinem Empfinden schon recht "abgenutzt" - hab ich aber auch schon drüber nachgedacht. Vielleicht komme ich nicht drum rum...

Das mit der Tat, die möglicherweise heute gar kein Verbrechen mehr wäre, ist total interessant - momentan fällt mir dazu irgendwie nicht mehr ein, als Unzucht oder irgendwas nicht standesgemäßes, aber ich denke mal wieter drüber nach...

Bzgl. Genre: Ich bezog mich da jetzt eher auf ob Fantasy oder Urban Fantasy oder SF oder ähnliches. Kann ja alles persönlichen Horror und Drama enthalten.
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Offline Megan

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #10 am: 8.05.2011 | 10:06 »
So, nachdem gestern textlich nix mehr ging, habe ich halt gelayoutet und es ist was ganz hübsches dabei rausgekommen (momentan natürlich noch größtenteils mit Blindtext gefüllt) - nicht, dass das irgendeine Relevanz für die Bewertung durch die Jury hätte, da muss ich es ja sogar weglassen (also eigentlich war es wohl Prokrastinieren).

Dafür habe ich jetzt mal nen groben Eindruck, wieviel ich in etwa schreiben will und was mir eigentlich für eine Athmosphäre vorschwebt - momentan wird das, was ich mir überlegt habe dem Layout leider noch gar nicht gerecht. Ich sehe das jetzt einfach mal als Ansporn, textlich nachzulegen. Komisch, so habe ich mich noch nie selber motiviert. :D

Bezüglich der Geschichte hatte ich jetzt immerhin einen coolen Einfall und ich habe ein paar Sachen festgelegt. Hoffentlich kann ich davon noch weiter profitieren.



Hier ein erster Eindruck (da kommen natürlich noch ein paar mehr Seiten dazu):


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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #11 am: 8.05.2011 | 17:03 »
Wow. Wenn Prokrastination bei mir immer so toll aussehen würde  ::)
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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #12 am: 8.05.2011 | 21:57 »
Danke!  :)

So, heute war nochmal ein guter Tag. Ich stelle fest: Spazieren gehen hilft sehr! Nach 1,5h kam ich zurück und habe 8 Seiten (handschriftlich) produziert.

Es stehen die SC samt R-Map, der Storybogen, die Szenenvorschläge, ein gutes Bündel an Spielleitertipps, ich weiß in etwa, welche NSCs ich brauche und welche Locations, hab ein Konzept, wie ich das ganze möglichst universell halte und habe mein letztes Bild endlich plausibel eingebunden -> damit steht die Zuordnung so, wie sie der Pyromancer schon ganz richtig erraten hat.

Mir fehlen noch die Beschreibungen der Locations und NSCs, verschiedene Tagebucheinträge und überhaupt Athmosphäre-Texte, die SCs müssen noch etwas ergänzt werden und - naja - vielleicht noch ne Musikauswahl, aber ggf. spare ich mir das.

Jetzt gehts dann ernsthaft ans Tippen (*schauder*). Darauf ahbe ich ja so gar keinen Bock...

Achja, hat jemand eine Idee, was ein gutes Fantasy-Pendant zu einem Reporter wäre? Es könnte auch jemand sein, der sich in höfischen Kreisen bewegt - eigentlich soll er dem Adeligen/Politiker/Magier "auf die Pelle" rücken und in seinem dunklen Geheimnis stöbern. Könnte also auch irgend so ein "Bediensteter" sein, aber der müsste dann wohl Bediensteter einer hochrangigeren Person sein. Aber vielleicht hat ja noch jemand eine brilliante Eingabe?!
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Offline Erdgeist

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #13 am: 8.05.2011 | 22:33 »
Achja, hat jemand eine Idee, was ein gutes Fantasy-Pendant zu einem Reporter wäre? Es könnte auch jemand sein, der sich in höfischen Kreisen bewegt - eigentlich soll er dem Adeligen/Politiker/Magier "auf die Pelle" rücken und in seinem dunklen Geheimnis stöbern. Könnte also auch irgend so ein "Bediensteter" sein, aber der müsste dann wohl Bediensteter einer hochrangigeren Person sein. Aber vielleicht hat ja noch jemand eine brilliante Eingabe?!
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Offline Phistomefel

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #14 am: 8.05.2011 | 22:45 »
Eventuell jemand, der persönlich von dem Verbrechen des Adligen/Politikers/Magiers betroffen war ohne, dass dieser davon wusste. Er hat seinen Fehler in typischer Manier vertuscht, aber der Betroffene hatte einen Verdacht und versucht den Fall jetzt aufzudecken. Dabei stell ich ihn mir als jemanden vor, der auf einem schmalen Grat zwischen Gerechtigkeit und Selbstjustiz wandert und der Sache geradezu fanatisch nachgeht.
Mord ist auch eine Form der Kritik.

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #15 am: 8.05.2011 | 22:51 »
Eine neugierige Dienstmagd, allenthalben als Klatschbase bekannt? Alternativ möglicherweise auch ein Schmarotzer, der sich durch Erpressungen am Hof eine Position gesichert hat - vielleicht sogar der klassische Barde? Oder natürlich ein Spion, entweder im Auftrag eines höheren Adligen, oder einer fremden Macht, vielleicht aber auch gerade ohne Herren und deshalb auf der Suche nach einer Person, die ihn bezahlt oder ihm Rückhalt gibt.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #16 am: 9.05.2011 | 08:51 »
Auja, das sind gute Vorschläge! Danke! Die Idee von Phistomephel finde ich ja besonders chic, allerdings könnte das sehr viel Stoff zusätzlich geben. Hm. Na mal sehen...  theoretisch könnte man das ja auch dem SL überlassen...  :d
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Offline Bombshell

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #17 am: 9.05.2011 | 16:01 »
Hallo,

Achja, hat jemand eine Idee, was ein gutes Fantasy-Pendant zu einem Reporter wäre?

Wie wäre s mit einem Bankelsänger?

MfG

Stefan
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Offline Megan

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #18 am: 10.05.2011 | 09:00 »
Wie wäre s mit einem Bankelsänger?
Die Frage ist, ob der den Elan und die Position hat, im Hintergrund des Charakters zu graben, oder ob er sich dann evl. nicht lieber gleich was ausdenkt.

Zum Stand:
Gestern habe ich mich endlich ans Tippen gemacht und die ersten zwei "Kapitel" soweit durch:

1.   Übersicht
1.1.   Worum geht es?
1.2.   Was soll das Ganze?
1.3.   Überblick über die Charaktere

2.   Das Spiel spielen
2.1.   Das Setting wählen
2.2.   Ein paar Worte zur Atmosphäre (evl Musiktipps)
2.3.   Bevor ihr anfangt zu spielen

Heute kommen dann - falls ich es zeitlich einrichten kann - die ausführlichen Beschreibungen der Charaktere und NSCs.
Alles in allem fühlt es sich an, wie eine Schul- oder Studienarbeit, macht aber sehr viel Spaß. :D Ich habe gewisse Bedenken, fertig zu werden, aber wat mut dat mut.
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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #19 am: 12.05.2011 | 12:31 »
Puh... ich glaube, ich könnte doch in die Nähe der 40000 Worte Zeichen kommen - So um die 18000 hab ich schon und jetzt kommen noch die NSCs und die Szenen und Locations...

Aktueller Stand:

1.   Übersicht
1.1.   Worum geht es?
1.2.   Was soll das Ganze?
1.3.   Überblick über die Charaktere

2.   Das Spiel spielen
2.1.   Das Setting wählen
2.2.   Ein paar Worte zur Atmosphäre
2.3.   Bevor ihr anfangt zu spielen

3.   Die Protagonisten (Charaktere der Spieler)
        Beispiele, Ziele/ Konflikte, „Nach Außen“, „Hinter der Fassade“, Fähigkeiten und Schwerpunkte

3.1.   Der Magier
3.2.   Der Kämpfer
3.3.   Der Barde
3.4.   Der Dieb
« Letzte Änderung: 12.05.2011 | 13:09 von Megan »
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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #20 am: 15.05.2011 | 13:02 »
Heieiei...

So, die Texte sind getippt und ich bin momentan etwa 2700 Zeichen über dem Limit. Verdammt. Jetzt gehts an die Korrektur und Kürzungen  :'(.  Mal sehen. Eigentlich wollte ich ja noch ein paar Sachen mehr schreiben, aber dann komme ich erst recht in die Zwickmühle.

Ich habe mich jetzt übrigens entscheiden, den Titel ins deutsche zu übersetzen. Klingt zwar nicht mehr ganz so griffig, aber irgendwie erscheint es mir geschlossener, wenn Text und Titel in der selben Sprache sind.
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Offline Erdgeist

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #21 am: 15.05.2011 | 13:22 »
Direkt übersetzt klingt der Titel blöd*. Man kann es ja auch umformen in z.B. Die Verbrechen der Vorfahren, Die Sünden der Großväter oder ähnliches. Oder man verwendet wörtliche Rede, z.B. "Kinder, ihr solltet etwas wissen ...".

*Aber das ist nur meine Meinung.

Offline Aristagon

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #22 am: 15.05.2011 | 13:45 »
ICh weiß nicht, irgendwie mag ich englische Titel immer mehr als deutsche...

Offline Megan

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #23 am: 15.05.2011 | 13:47 »
Ich bin jetzt bei "Was die Enkel wissen sollten". Aber mal sehen, vielleicht fällt mir ja noch was anderes ein. Sollte halt nicht zuviel verraten.

@Aristragon: Ich ja auch, aber es kommt mir in diesem Fall plötzlich so reißerisch vor.
Now's the fucking time!

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Offline Alrik

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Re: [2011 Diary] Things the Grandchildren should know*
« Antwort #24 am: 15.05.2011 | 13:51 »
"Was ihr noch wissen solltet, meine Enkelchen"

Ich find deutsche Titel auch besser.
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