Autor Thema: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot  (Gelesen 62395 mal)

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Offline KlickKlack

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Diskussionen DSA-Redax
« Antwort #50 am: 26.04.2011 | 16:46 »
Davon ab hätte sicher Mark auch niemals von der Verlagsleitung verlangt, dass sie die von irgendeiner Kommission erarbeiteten Pläne umsetzen müsse. Das wäre auch arg realitätsfern.
Exakt das was ich schrieb. Eine Autorengruppe die sich nun gezielt darum kümmert den Metaplot zu ordnen und langfristig zu konzipieren, engvernetzt mit den freien Autoren die dann die Geschichten/Abenteuer anhand dieser Konzepte schreiben und entscheidende Teilabschnitte von der Redaktion absegnen lässt,  wäre sicher eine sinnvolle Option gewesen. Eigentlich doch eine offensichtliche Parallele zur allgemeinen Verlagsarbeit.
Irgendwelche Nebenschauplätze mag es geben haben, aber die sollten doch nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
All das:
Zitat
Aber ich denke es wäre zu großen Problemen gekommen, sobald die Kernredaktion (die ja nun mal auch eine Entscheidungsinstanz des Verlags war/ist) solche Pläne verworfen hätte. Denn es wurde nun mal explizit gesagt, dass die Metaplotgruppe Entscheidungsbefugnisse bezüglich der betreuten Metaplots haben müsse. Entscheidungsbefugnisse die wie schon gesagt nun mal nur bei Verlagsvertretern liegen können (und da sich die Verlagsleitung nun mal nicht mit aventurischen Metaplots auskennt oder auskennen muss heißt das hier: festangestellte Redakteure).
Liest sich für mich wie ein massives Kommunikations- Problem, oder besser, wie ein Mangel an Vertrauen. Natürlich ist eine wie oben beschriebene Arbeitsweise nur dann möglich, wenn eine Vertrauensbasis entsteht.
Ob Quendan lügt oder nicht... keine Ahnung, meines Erachtens hat er keinen Grund zu lügen, unterstellt habe ich es ihm auch nicht. Aber offenbar widersprechen sich doch die Aussagen von Quendan und Mark, ob nun einer lügt oder nicht, oder ob es sich nur um grobe Missverständnisse handelt.. ebenfalls keine Ahnung.
Was aber bleibt ist doch die berechtigte Kritik am Metaplot wiewowannwas... eigentlich wäre es schön, könnte man darauf eingehen, schade, dass auch hier gleich auf Nebenschauplätze ausgewichen wird...
« Letzte Änderung: 26.04.2011 | 16:48 von KlickKlack »

Offline Teylen

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Diskussionen DSA-Redax
« Antwort #51 am: 26.04.2011 | 17:06 »
Nu und wenn der Metaplot nunmal kein Hauptschauplatz, als den ihn jene welche Hoffnung diesbezueglich hatten oder die ihn schon immer nicht abkonnten, war?
Was nuetzt es dann so zu tun als waere die Redaktion deswegen entlassen wurde?
All zumal die freiwillig veroeffentlichten Sachen jetzt ja auch scheinbar keinen Anlass zu sanboxigsten Jubelschreien geben,..
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Offline KlickKlack

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Diskussionen DSA-Redax
« Antwort #52 am: 26.04.2011 | 17:44 »
Wer wann was gesagt hat sollte doch inzwischen egal sein. Was bleibt ist die Kritik am Umgang mit dem metaplot. Darauf hätte man eingehen können, man hätte die eigenen Vorstellungen (bezüglich der arbeitsweise, nicht der Inhalte), die konzepte erläutern können. Statt dessen wird darauf verwiesen, dass Mark und Co. Auch keine Lösung hatten. Das ist schade.

Offline Magiermogul

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Diskussionen DSA-Redax
« Antwort #53 am: 27.04.2011 | 04:03 »
Hallo zusammen,

für alle, die an meiner Sichtweise interessiert sind:

Zitat von: Just_Flo
Mark ist ja seiner Aussage (wenigstens habe ich es so verstanden) nach dafür eingetreten, dass eine feste, kleine Gruppe statt der großen Masse den Metaplot und bestimmte Dinge steuert. Er hat damals ja dem bei Ulisseus in dem Bereich Verantwortlichem (am Rest der KErnredaktion vorbei) ein Konzept erleutert und nahegelegt.

Nein, das ist so recht verdreht. Ich bin einige Jahre lang dafür eingetreten, dass die Redaktion als Ganzes sich der Metaplots annimmt und habe dazu Vorschläge gemacht (z.B. Reduzierung auf wenige Plots und Strukturierung der Arbeiten in konkrete Ploträume), ebenso auch ein von mehreren damaligen Redakteuren (wir reden hier so von 2006/2007) gewünschtes und von der Chefredaktion dann bei mir beauftragtes Konzeptpapier für ein damals "Exposé-Redaktion" genanntes Gremium ausgearbeitet. All das versandete stets, weil niemand in der Redaktion sich an dieser Arbeit faktisch beteiligen wollte oder konnte.

Als dann 2009 die Kernredaktion eingesetzt wurde, brachte ich erneut den Vorschlag eines Metaplot-Gremiums auf den Tisch, um die Verlagsarbeiter konkret mit Redaktionsarbeit, die einige wenige von uns bereit waren zu machen (bitte nie vergessen: viel Arbeit für wenig Ruhm und keinerlei Entlohnung), zu unterstützen, um das lebendige Aventurien geplant weiterführen zu können. Dies wurde von den damaligen Mitgliedern der Kernredaktion größtenteils ebenso gesehen. Man wollte sich darum kümmern, eine Metaplot-Redaktion beim Verlag durchzusetzen. Auf dieser Konferenz bekannte man sich auch plötzlich mehrheitlich zu den auf 3 Stück reduzierten Metaplot-Strängen.

Nachdem aber dann wieder viele Monate nichts geschah, haben Tyll und Katharina das Thema bei mir nochmal angebracht, und wir haben nochmal einen neuen Versuch unternommen, Kernredaktion und Verlag für ein Metaplotteam zu motivieren. Das daraus entstehende Konzept wurde zunächst Patric Götz vorgelegt, da dieser die Schnittschnelle zwischen Kernredaktion und Verlag war. Er befand das Konzept für sehr gut, sicherte uns auch zu, dass es auch im Kernteam auf Zustimmung stoßen würde, und wir hofften, dass er es vor allem dem Verlagsleiter nahebringen würde (denn ohne Verlagszustimmung hätten weder das Kernteam geschweige denn wir so ein Gremium realisieren können).

Wieder geschah mehrere Monate nichts. Bei einem zufälligen Telefonat mit dem Verlagsleiter (er hatte angerufen! :)) habe ich ihn einfach mal direkt gefragt, was er überhaupt davon hielte. Er hörte sich alles geduldig an, wollte das Papier auch zugesandt haben - eine Woche später warf er mich dann raus.

Zitat von: Quendan von Silas
Wobei eine stärkere Bündelung und Betreuung des Metaplots nicht Marks genuine Idee war, das war ein in der gesamten Redaktion gewünschter Punkt. Dazu gehörte auch die Reduzierung der parallel laufenden und betreuten Metaplots. Mark war dafür. Aber nicht nur er. Ich beispielsweise auch.

Richtig ist, dass viele Redakteure gern "irgendwie" die Metaplots in den Griff bekommen hätten oder sich bei konkreten Plots über mangelnde Mithilfe ihrer Kollegen beklagten. Konzeptuelle Vorschläge gab es dazu aber nie. Ich bin seit 2006 in der Redaktion komplett allein gewesen mit dem Ausarbeiten und Unterbreiten solcher Vorschläge. Ab 2009 hat man sich dann mehr und mehr für diese "genuinen" :) Vorschläge erwärmen können. Mehr als Absichtserklärungen kamen dabei - aus meiner Sicht - aber auch nie herum. Erst nach meinem Rauswurf hat man plötzlich genau die Vorgehensweisen öffentlich gepredigt.

Ich will Dir und allen anderen nicht absprechen, nicht gern auch gute organisierte Planungen gewollt zu haben. Erst aus diesem gemeinschaftlichen Zustimmen zu Metaplotarbeit haben wir ja überhaupt nochmal eine Chance gesehen, Verlag und Kernredaktion für ein Metaplotteam erwärmen zu können. Leider blieb es stets bei einem Input von stets nur einer Seite.

Zitat
Was allerdings dann problematisch war, war der Wunsch dieser Gruppe direkte Entscheidungsbefugnis zu geben. Diese konnte und kann aber immer nur bei den Angestellten des Verlages liegen, anders kann das ganze nicht funktionieren.

Das ist gelinde gesagt Blödsinn, Uli (auch wenn mir klar ist, dass sich solche Deutungen nicht haben ausräumen lassen und es auch wohl nie hätten). Nicht nur wäre im Metaplotteam sowieso ein Verlagsvertreter mit dabei gewesen - es ging immer um eine Entscheidungsbefugnis _nach unten_, nicht nach oben gegenüber dem Verlag. Unser Konzeptpapier war sehr eindeutig, wo sich das Metaplotteam in die Verlagshierarchie eingliedert - dass es Wünsche des Verlags (auch nach konkreten Produkten) annimmt und dazu Inhalte ausarbeitet (wenn es Metaplot-Produkte sind), ebenso, wie es _Vorschläge_ an den Verlag macht. Dass man im Alltagsgeschäft ein Konzept zu einem Plot gemeinsam absegnet, war selbstverständlich. Wie hätte denn sonst vertrauensvolle Arbeit funktionieren sollen?

Zitat
Es können Vorschläge erarbeitet werden, aber die Angestellten des Verlages müssen die Zügel schon in der Hand behalten. Alles andere wäre für ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen sehr schlecht. Konzepte können Externe erarbeiten. Aber ob sie dann umgesetzt werden muss der Verlag entscheiden.

Wenn ich original zitieren darf: "Das Metaplot-Team arbeitet nicht nur weisend, sondern auch und insbesondere empfangend: Es stößt selbst Entwicklungen an, nimmt aber auch Verlags- und Redax-Wünsche auf. [... Es] gleicht sich inhaltlich sowohl mit dem Verlagsteam ab (z. B. bezüglich Publikationen), als auch mit der Gesamt-DSA-Redaktion (z. B. bezüglich des gewünschten Tons oder Designs neuer Metaplots oder des Schicksals wichtiger NSCs). [... Es] hat inhaltliche Qualitäts- und Entscheidungskompetenz innerhalb von Prämissen, die durch redaktionelle Vorabdiskussionen oder Verlagswünsche gesetzt wurden."

Zitat von: KlickKlack
Ich kann mir nicht vorstellen, das Mark oder irgendein anderer der ex Autoren dies verlangte. Offenbar ging es um eine Gruppe die den Metaplot konzipiert und koordiniert. Wie ich schon schrieb, wenn man dann eine echte Redaktion hat, die bereit ist Entscheidungen zu treffen - und angemessen zu delegieren, bleiben die Rechte des Verlages, ebenso wie sein berechtigter Anspruch auf bindende Entscheidungsbefugnis unangetastet. [...] Als ob man keine angemessene Lösung hätte finden können... Das der Verlag das letzte Wort hat stand doch wahrscheinlich nie zur Debatte.

Exakt.

Zitat von: Quendan von Silas
Davon ab hätte sicher Mark auch niemals von der Verlagsleitung verlangt, dass sie die von irgendeiner Kommission erarbeitete Pläne umsetzen müsse. Das wäre auch arg realitätsfern. Aber ich denke es wäre zu großen Problemen gekommen, sobald die Kernredaktion (die ja nun mal auch eine Entscheidungsinstanz des Verlags war/ist) solche Pläne verworfen hätte. Denn es wurde nun mal explizit gesagt, dass die Metaplotgruppe Entscheidungsbefugnisse bezüglich der betreuten Metaplots haben müsse. Entscheidungsbefugnisse die wie schon gesagt nun mal nur bei Verlagsvertretern liegen können (und da sich die Verlagsleitung nun mal nicht mit aventurischen Metaplots auskennt oder auskennen muss heißt das hier: festangestellte Redakteure).

Ja, Entscheidungsbefugnisse gegenüber Autoren und anderen Einzelprojekten, die sich in einen größeren Metaplot einklinken möchten. Entscheidungsbefugnis innerhalb vom Verlag verogegebener Parameter. Steht alles so im Papier. Es ging ja gerade darum, endlich nicht mehr "irgendwelche Konzepte" auszuarbeiten, von denen man gar nicht weiß, wie der Verlag und seine Angestellten dazu überhaupt zu stehen, sondern _gemeinsam_ Ziele für die Zukunft festzulegen, und dann aber auch ein Gremium zu haben, dass es als seine Aufgabe versteht, sich darum zu kümmern und dafür auch Zeit und Energie aufbringen will, sich dazu also auch _verpflichtet_.

Oft hatte ich den Eindruck, dass Metaplot-Arbeit vor allem als Spaßarbeit wahrgenommen wurde, die einige wenige an sich reißen wollten ...

Zitat von: KlickKlack
Liest sich für mich wie ein massives Kommunikations- Problem, oder besser, wie ein Mangel an Vertrauen.

Zumindest so habe ich es auch immer empfunden, ja. Und an einem kompletten Desinteresses des Verlags (nicht des Kernteams) an Metaplots bei DSA.

viele Grüße, Mark

P.S.: Deinen anderen Analysen, Uli, was den aktuellen und zukünftigen Umgang mit dieser ganzen Thematik betrifft, kann ich mit meinem bescheidenen Einblick dagegen weitestgehend zustimmen.

Humpty Dumpty

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Diskussionen DSA-Redax
« Antwort #54 am: 27.04.2011 | 07:55 »
Das ist sehr erhellend, danke!

Mein Eindruck: es gab diverse Signale, dass Dein Engagement in Sachen Metaplot in dieser Form unerwünscht war/ist, die Du mehr oder weniger gewaltsam übergangen bist. Durch Dein Insistieren wurde die Situation zunehmend eskaliert und der Verlag zu einer Entscheidung gedrängt. Die ist dann gegen Deine Beteiligung ausgefallen. Dass das niemandem leicht gefallen ist: klar. Deshalb wurde das Thema auch so lange totgeschwiegen und verdrängt. Im Ergebnis verfestigt sich mein Eindruck, dass das Florettfechten auf der inhaltlichen Ebene der Metaplotorganisation schlicht eine Verkennung der eigentlichen Problemlage ist.

oliof

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Diskussionen DSA-Redax
« Antwort #55 am: 27.04.2011 | 08:15 »
Spannend, so ein Einblick. Danke, und: schade dass es im Blubberthread versteckt ist.

Offline Just_Flo

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« Antwort #56 am: 27.04.2011 | 11:06 »
Hm, das war jetzt sachlich und informativ. Sowas ist dazu geneigt, den Beißreflex zu hemmen. Weiter so.
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Offline Boba Fett

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« Antwort #57 am: 27.04.2011 | 12:08 »
Was allerdings dann problematisch war, war der Wunsch dieser Gruppe direkte Entscheidungsbefugnis zu geben.
Diese konnte und kann aber immer nur bei den Angestellten des Verlages liegen, anders kann das ganze nicht funktionieren.

Weshalb ?

Weil ein Verlag keine bindende Entscheidungsbefugnis zu seinen eigenen Produkten an Externe geben kann und will.

Sorry, aber das halte ich persönlich für gequirrlten Unsinn.
Zum einen kann ein Verlag jmd. stellen, die in einem solchen Team mitwirkt oder dieser als Ansprechperson für Entscheidungen zur Seite steht, um ggf. Entscheidungen zu "kontrollieren".

Zum anderen - und das ist viel wichtiger - müssen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten auch immer (IMMER!) mit Entscheidungskompetenzen zusammen vergeben werden.
Geschieht das nicht, entsteht automatisch Unzufriedenheit und meistens auch eine Überforderung des zentralen Entscheiders (der zwar alles entscheiden möchte, aber ab einem gewissen Komplexitätsgrad nicht mehr den notwendigen Überblick besitzt, um konstruktiv entscheiden zu können).
"Teile und Herrsche" ist ein uraltes Prinzip, das in Unternehmensstrategien und auch in der Softwareentwicklung immer noch Anwendung findet. Und zwar mit Recht!
"Teilen" impliziert aber nicht nur die Aufgabenverteilung, sondern auch die Kompetenzverteilung.
Entscheidungen müssen stets dicht an der Materie getroffen werden.
Ansonsten entsteht ein uneffektiver Wasserkopf, der alles steuern und regeln möchte, dies aber nicht mehr effektiv kann, weil zu viel Kommunikation verloren geht, zu viele Entscheidungen vertagt werden müssen und schnell der Überblick verloren geht.

Und diejenigen, die nichts mitentscheiden dürfen, aber die gesamte Arbeit leisten, sind schnell frustriert und zwar auch zu Recht!
Solche eine Betriebsform kann ich betreiben, wenn ich Leute beschäftige, die am Band Dinge zusammenschrauben. Kreatives Teamwork kann ich so jedenfalls nicht lange betreiben.

Aber genau das ist ein Problem, das viele Teams haben, die einen gewissen Komplexitäts- oder Größengrad erreichen. Eigentlich müsste es in einzelne Kompetenzteams aufgeteilt werden, um weiter effektiv arbeiten zu können.
Das wird aber um jeden Preis vermieden, um eben die Entscheidungsgewalt zentral zu binden.
Die meisten Teams, die so starr organisiert bleiben, gehen aber irgendwann über Kopf oder werden zumindestens sehr unproduktiv. Meistens verbunden mit einer großen Quote an Mitgliederfluktuation.

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Davon einmal abgesehen ist es nicht korrekt zu behaupten, dass ein Verlag (grundsätzlich) keine bindende Entscheidungsbefugnis zu seinen eigenen Produkten an Externe geben kann und will.
Denn das stimmt so nicht. Es gibt genügend kreative Teams die autark arbeiten können und dabei sehr erfolgreich sind.
Verteilte Entscheidungsbefugnis ist ein Zeichen von Vertrauen - und sowas motiviert. Einbehaltene Entscheidungsbefugnis ist auch ein Zeichen - von mangelnden Vertrauen - und auch das beeinflusst die Motivation! Und Motivation ist entscheidend in kreativen Prozessen!
« Letzte Änderung: 27.04.2011 | 12:12 von Boba Fett [away] »
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Offline carthinius

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« Antwort #58 am: 27.04.2011 | 12:12 »
Wenn ich einen Chauffeur einstelle, kann ich ihm sagen, wo die Fahrt hingehen soll.
Über die Art, wie er fährt, wo er langfährt und dergleichen sollte ich ihn aber nicht ständig belehren oder kontrollieren. Denn ein guter Chauffeure ist dann irgendwann weg - und mir bleiben dann irgendwann nur, einen schlechten einzustellen.
Du würdest deinem Chauffeur auch einen husten, wenn er dir sagt, was für ein Auto du kaufen sollst.
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Offline Boba Fett

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« Antwort #59 am: 27.04.2011 | 12:13 »
Du würdest deinem Chauffeur auch einen husten, wenn er dir sagt, was für ein Auto du kaufen sollst.
Nein, ich würde ihn fragen warum er dieser Meinung ist und seine Meinung ernst nehmen.
Immerin ist das sein tägliches Werkzeug, mit dem ich ihn arbeiten lasse.
Und die Argumente wären abzuwägen und nach meinen finanziellen Möglichkeiten wäre zu entscheiden.

Beispiel dazu: Mein Techsupportteam hat mir geraten den :T: Server von 1und1 auf Hetzner umzustellen.
Ich war mit 1und1 nicht unzufrieden, aber die Jungs haben von Servertechnik viel mehr Ahnung als ich.
Also wurde nach kurzer Debatte umgezogen, obwohl das natürlich Arbeitsaufwand nach sich zog.

Ich wäre schön blöd, wenn ich Leute "beschäftige" und dann deren Kompetenz - für die ich sie ins Team geholt habe - dann ignoriere.
« Letzte Änderung: 27.04.2011 | 12:20 von Boba Fett [away] »
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Offline korknadel

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« Antwort #60 am: 27.04.2011 | 12:20 »
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Aber ein Chauffeur, der dich statt ins Hilton ins Kempinski fährt und bei jeder Fahrt erst mal einen Umweg zum Wasserturm fährt, weil er meint, den müsse man unbedingt gesehen haben, würdest du auch schnell rauswerfen.

Natürlich sollte man Entscheidungsgewalt so abgeben, wie Du das schilderst. Aber nur, wenn man Vertrauen in denjenigen hat, dem man sie abgibt. Wenn ich als "Chef" das Gefühl habe, dass jemand Entscheidungen treffen wird, die so gar nicht mit meinen Vorstellungen übersinstimmen, oder dass jemand sich unter "Herrsche und Teile" etwas ganz anderes versteht als ich selbst, dann kann ich doch auch eine Trennung herbeiführen. Ist dann sogar die elegantere Lösung.
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Offline KlickKlack

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« Antwort #61 am: 27.04.2011 | 12:27 »
Idealer Weise entlastet mich ein topchauffeuer sogar, indem er solch banale Entscheidungen wie 'wo Tanke ich? Welchen Mechaniker lass ich an mein Auto etc. ' selbst trifft... Entscheidend ist eben das Vertrauensverhältnis.
 Danke an magiermogul und boba.

@korknadel wie ich schon früher schrieb, dann stimmt grundsätzliches nicht und wenn es sich um einen Mitarbeiter handelt der seit Jahren führ mich arbeitet und dem, wenn ich ihn dann gefeuert habe zig Mitarbeiter folgen, muss ich mich fragen, ob der Fehler wirklich einseitig bei diesem Mitarbeiter lag. Es wurde immer wieder auf das banale 'Mark hat eben genervt' editiert. Selbst wenn es stimmt, das Problem liegt beim Arbeitgeber, der offenbar jahrelang nicht dazu in der Lage war seinen Mitarbeiter einzuschätzen, ihn sogar noch befördert hat.

Offline Boba Fett

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« Antwort #62 am: 27.04.2011 | 12:29 »
Aber ein Chauffeur, der dich statt ins Hilton ins Kempinski fährt und bei jeder Fahrt erst mal einen Umweg zum Wasserturm fährt, weil er meint, den müsse man unbedingt gesehen haben, würdest du auch schnell rauswerfen.

Anhand dessen was oben geschildert wurde, kann ich da keine Ähnlichkeiten zum DSA Redax Thema sehen. Denn das Team kam ja nicht mal zu stande.

Aber OT zu Deiner Frage:
Ja, wahrscheinlich.
Ist mir in ähnlicher Form auch schon in unserem :T: Team passiert.

Aber Vertauen sollte man als Vorschuß zunächst einmal in einen Mitarbeiter investieren und nicht mit der Einstellung "Vertrauen will verdient werden" herangehen. Denn dann trainiert man den Mitarbeiter dazu, keine Eigeninitiative zu entwickeln. Und demotiviert ihn schon von Anfang an. Das lässt sich durch später zugestandenes Vertrauen kaum wieder auffangen. Die so entstandenen Verluste sind immer größer, als jemanden zunächst Vertrauen entgegenzubringen und ihm das auch zu beweisen und dann ggf. auch mal ein Eigentor zu kassieren. Fehler werden sowieso gemacht - aber der motivierte ist auch daran interessiert, diese wieder auszubügeln.

Natürlich sollte man Entscheidungsgewalt so abgeben, wie Du das schilderst. Aber nur, wenn man Vertrauen in denjenigen hat, dem man sie abgibt.
Wenn ich als "Chef" das Gefühl habe, dass jemand Entscheidungen treffen wird, die so gar nicht mit meinen Vorstellungen übersinstimmen, oder dass jemand sich unter "Herrsche und Teile" etwas ganz anderes versteht als ich selbst, dann kann ich doch auch eine Trennung herbeiführen. Ist dann sogar die elegantere Lösung.

Wenn ich als Chef oder Teamleiter das Vertrauen in einzelne Teammitglieder nicht habe, würde ich letztendlich (also nach Otimierungsversuchen) für Fluktuation sorgen.
Eigentlich hätte ich denjenigen dann aber auch gar nicht erst einstellen sollen. Aber: Wenn er das entgegengebrachte Vertrauen nicht mehr rechtfertigt, muss ich ihn aus dem Team entlassen.
Allerdings müsste ich auch reflektieren, inwiefern ich selbst nicht derjenige bin, der da ggf. im Unrecht ist, bzw. Fehler gemacht hat.
Und je mehr Fluktuation in einem Team entsteht, desto mehr drängt sich diese Frage auf.
Wenn ich ein ganzes Team austausche, habe ich irgendwo als Chef versagt. Entweder in meiner Kompetenz, als es galt, das Team aufzubauen und die Eignung festzustellen, oder darin, das Team zu leiten (leiten, nicht fernsteuern) und die Leute zu motivieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ganze Team versagt hat, ist sehr unwahrscheinlich.

Das Problem ist, Alphatiere müssen von sich überzeugt sein, sonst sind sie keine.
Die meisten Alphatiere sind nur sehr schwer in der Lage, Leuten eigene Kompetenzen zu gestehen, weil sie fest davon überzeugt sind, sie würden es selbst besser machen können.
Das gleiche gilt für "Selbstreflektion" - geschieht bei Alphatieren zu selten, auch da, weil Alphatiere eben so gepolt sind, dass sie tendenziell eigene Fehler eher für abwegig halten, oder wenn unvermeidbar möglichst schnell beiseitefegen. "Schwamm drüber!"
Und in Motivation ist es oft auch nicht groß, weil die Tatsache, dass die anderen für und mit so einen tollen Teamleader arbeiten, sollte als Motivation schon reichen...
Ein Problem, an dem schon ganze Firmen zu Grunde gegangen sind...
Disclaimer: Kein Problem, das ich Ulisses unterstellen möchte!!! Dazu kenne ich den Verlag nicht genug!!!
« Letzte Änderung: 27.04.2011 | 12:44 von Boba Fett [away] »
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« Antwort #63 am: 27.04.2011 | 12:35 »
Aber zurück zum Thema: DSA ist ja so doof... Vor allem der Geschmack der neuen Eßpapierboxen...! ~;D
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« Antwort #64 am: 27.04.2011 | 12:49 »
... Wenn ich als "Chef" das Gefühl habe, dass jemand Entscheidungen treffen wird, die so gar nicht mit meinen Vorstellungen übersinstimmen, oder dass jemand sich unter "Herrsche und Teile" etwas ganz anderes versteht als ich selbst, dann kann ich doch auch eine Trennung herbeiführen. Ist dann sogar die elegantere Lösung.
Klar, allerdings solltest Du dann auch Deine eigene Personalpolitik und das Auswahlverfahren für diese Mitarbeiter dringend überprüfen. Weiterhin wäre zu prüfen, ob Du Deine eigenen Vorstellungen dem Mitarbeiter genügend vermittelt hast.
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« Antwort #65 am: 27.04.2011 | 13:04 »
Klar, allerdings solltest Du dann auch Deine eigene Personalpolitik und das Auswahlverfahren für diese Mitarbeiter dringend überprüfen. Weiterhin wäre zu prüfen, ob Du Deine eigenen Vorstellungen dem Mitarbeiter genügend vermittelt hast.

Ja, so wie ich das beobachtet habe, waren diejenigen, die den Wachholz "gefeuert" haben, ja auch nicht mehr diejenigen, die ihn in grauer Vorzeit einmal "eingestellt" hatten. Wenn "ich" natürlich der einzige Chef im Laden war, bin und bleibe, ist das alles richtig, wobei man auch nicht als perfekter Chef geboren vom Himmel fällt, sondern vielleicht auch in der Personalführung sicher den ein oder anderen Fehltritt macht, bevor man vor den meisten Pannen gefeit ist. Im Falle der DSA-Redax wäre es jedenfalls schwer gefallen, bzw. hätte nix gebracht, das Auswahlverfahren zu überprüfen, da sich die Umstände seither drastisch geändert hatten. Das sollte man vielleicht auch noch mal zu Bedenken geben.
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« Antwort #66 am: 27.04.2011 | 13:10 »
Das stimmt natürlich. Da hat(te) sich in der Zwischenzeit ja vieles getan!
Das hier
...
Weiterhin wäre zu prüfen, ob Du Deine eigenen Vorstellungen dem Mitarbeiter genügend vermittelt hast.
gilt aber relativ unabhängig davon, und die Posts von Quendan und Magiermogul bestärken meinen persönlichen Eindruck, das die Kommunikation aller Beteiligten sagenwirmal "Verbesserungspotential" gehabt hätte...  ::)
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« Antwort #67 am: 27.04.2011 | 13:40 »
Das hiergilt aber relativ unabhängig davon, und die Posts von Quendan und Magiermogul bestärken meinen persönlichen Eindruck, das die Kommunikation aller Beteiligten sagenwirmal "Verbesserungspotential" gehabt hätte...  ::)

Nur was den Unterhaltungswert angeht, gibt es nix zu meckern  ~;D.
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Offline Quendan

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« Antwort #68 am: 27.04.2011 | 14:51 »
Das ist gelinde gesagt Blödsinn, Uli (auch wenn mir klar ist, dass sich solche Deutungen nicht haben ausräumen lassen und es auch wohl nie hätten).

Naja, ich würde es nicht unbedingt Blödsinn nennen, wenn dieser Eindruck unabhängig bei mehreren Personen auch nach einigen klärenden Gesprächen entstanden ist. Es gab damals sicher auch einige Kommunikationsprobleme, da hatten wir ja schon mal drüber geredet. Aber eben auf allen Seiten.

Viel Erfolg übrigens mit dem Film! :)

Humpty Dumpty

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« Antwort #69 am: 27.04.2011 | 16:30 »
A propos Film. Folgender Satz hat mir ausgezeichnet gefallen:

Zitat
Das Schwarze Auge“ (DSA) ist das größte deutschsprachige Fantasy-Franchise und neben „Star Wars“, „Star Trek“ und „Perry Rhodan“ eines der umfangreichsten fiktiven Universen weltweit.

Yeah, DSA endlich in einem Atemzug mit Star Wars. Wurde aber auch Zeit!!! Mehr hier.

Offline Herr der Nacht

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« Antwort #70 am: 27.04.2011 | 17:11 »
Aber ein Chauffeur, der dich statt ins Hilton ins Kempinski fährt und bei jeder Fahrt erst mal einen Umweg zum Wasserturm fährt, weil er meint, den müsse man unbedingt gesehen haben, würdest du auch schnell rauswerfen.

Natürlich sollte man Entscheidungsgewalt so abgeben, wie Du das schilderst. Aber nur, wenn man Vertrauen in denjenigen hat, dem man sie abgibt. Wenn ich als "Chef" das Gefühl habe, dass jemand Entscheidungen treffen wird, die so gar nicht mit meinen Vorstellungen übersinstimmen, oder dass jemand sich unter "Herrsche und Teile" etwas ganz anderes versteht als ich selbst, dann kann ich doch auch eine Trennung herbeiführen. Ist dann sogar die elegantere Lösung.


Das Beispiel passt doch hinten und vorne nicht in Bezug auf die Strukturen von Ulisses.

Der Entscheidungsträger hier ist Mario Truant der über die gesamte Palette an Rollenspielen des Verlages den Überblick wahren muss. Details wie den unübersichtlichen und extrem umfangreichen Metaplot von DSA kann er gar nicht bewerten. Solche Entscheidungen MUSS man abgeben und dazu benötigt es selbstverständlich Vertrauen.

Aber Zweifel gegenüber dieser Aufteilung wären zu dem damaligen Zeitpunkt eigentlich gar nicht notwendig gewesen. Das Kernredax-Team hätte sich federführend um die Organisation der Publikationen kümmern können derweil das Metaplot-Team hier sozusagen den wissenschaftlichen Dienst geleistet , schwierige Sachverhalte für alle Autoren zusammengefasst und Empfehlungen zu Planungen ausgegeben hätte.

Die tatsächliche Entscheidungsgewalt für Produkte wäre immer noch Verlagsleiter Mario Truant -> Kernredax -> mit Publikationen beauftrage Autoren -> Metaplot-Team gewesen.

Eine kreativitätseinschränkende, hemmende Diktatur der Metaplotfetischistenabteilung die gerne letztes Jahr herbeigeredet wurde, sieht für mich anders aus.

Aber mal ehrlich, trotz Ulis und Marks Beitrag sind das keine Neuheiten, diese Infos sind letztes Jahr in diesem und vielen DSA-Foren oft genug und sehr geduldig erläutert worden. Leider gab es mehr Interesse an irgendwelchen (unnötigen) Grabenkämpfen bei denen man unbedingt eine Dafür und eine Dagegenseite erzeugen wollte.

Letztendlich ist es einer von vielen kommunikativen und planerischen Patzern in der Historie DSA gewesen, so wie auch die jetztigen Umstrukturierungen oder das Chaos bei der Drachenchronik und anderen Bänden (wo sich Autoren mal wieder äußerten dass ihnen die Plots der anderen Abenteuer überhaupt nicht vollständig vorlagen und so nicht miteinander kommuniziert wurde  mit der Folge fehlender Verknüpfungen).

Ich finde es immer noch schade wie es gelaufen ist da jeder der gegangenen Autoren mMn einen tollen Beitrag für DSA geleistet hat, jeder auf seine Art und Weise. Und das sage ich der sehr kritisch mit vielen der geschriebenen Werke umgegangen ist.

Aber wer weiß, vielleicht müssen manchmal solche Dinge erst passieren um den Leuten einen neuen Kreativitätsschub zu verpassen, im Fall von Mark sieht das ja gar nicht mal schlecht aus  ;)

Offline Xemides

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« Antwort #71 am: 27.04.2011 | 17:21 »
Jetzt mal Gelaber von mir (überraschung !):

Ich erwarte, das sich indem Film genau an die Regeln gehalten wird  ~;D
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« Antwort #72 am: 27.04.2011 | 17:26 »
Jetzt mal Gelaber von mir (überraschung !):

Ich erwarte, das sich indem Film genau an die Regeln gehalten wird  ~;D

Ich hoffe du erwartest keine regelkonformen DSA-Kämpfe  ;D

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« Antwort #73 am: 27.04.2011 | 17:31 »
Natürlich erwarte ich das. Nur mit den SF und Manövern  ;D
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« Antwort #74 am: 27.04.2011 | 17:33 »