Autor Thema: [WoD] Grenzenloser Smalltalk  (Gelesen 505452 mal)

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Offline Teylen

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6450 am: 18.10.2021 | 12:22 »
In Bezug auf meine Aussagen, die habe ich auf dem basiert, was Martyna mit Justin in einem Interview bespricht:
World of Darkness News - Updates zu Werwolf 5th bei 2 Minuten 29
) Verzögert weil man Werwolf auf aktuelle Gefühle anpassen mag
-> 2 native Americans als Consultants engagiert (1 mit PhD in Erziehung, 1 Tribal Elder und egmaliges Tribal Council Mitglied der Ojibwe)
) Stämme sind nicht mehr an spezifische Orte bzw. spezifische RL Kulturen gebunden
-> Man passt konzeptionell zum Stamm, und nicht unbedingt vom Hintergrund
-> Beispiel: Native American Silent Strider -> cool, geht, Black Fury aus Nord-Afrika, check geht auch
--> Für die Inklusivität
--> Hat Auswirkungen auf die allgemeine Organisation der Werwölfe

) Stämme bleiben, 11 spielbare Stämme im GRW
-> Alle 13 Stämme existieren noch, aber einige ihrer Ansichten / Perspektiven haben sich geändert
--> 1 Stamm hat die Schnauze voll mit den Garou zusammen zu arbeiten, und sucht anderensweitig nach Lösungen
--> 1 Stamm hat jetzt keine so helle Zukunft dahingehend

) Viele junge Werwölfe, die nicht mehr daran glauben das man kämpft um die Apocalypse aufzuhalten oder einzudämmen, es ist fast post-apokalyptisch
-> Kein Mad Max
-> Mehr so auf den aktuellen Stand der Welt
-> Viele Caerns sind hinüber

) Die Umbra ist ein grässlicher/furchterregender Ort
-> Werwölfe werden quasi aktiv abstossen

) Stärkere Betonung auf Konflike unter Werwölfen
-> BSD sehr aktiv
-> Man kann argumentieren das 1 anderer Stamm (der 13?) dem Wyrm verfassen ist

) Der neue quasi-Wyrm Stamm ist Ausdruck eines neuen Konzept: Hoglosk(sp?) vielleicht Hochlust(?)
-> Gegen-Konzept zu Harano [Gefühl der Verzweiflung, Depression]
-> Hoglost mehr so: Handle um jeden Preis!
--> Wenn du nicht mit machst, bist zu Teil des Wyrm
--> Ein hysterische Fanatismus der einen Werwolf ergreifen kann
-> Der Stamm der dem verfallen ist, ist das primäre Beispiel für das Konzept

) Fokus, ähnlich zu Menschlichkeit, ist für Werwölfe Renown (Ruf)
-> Streben zur Legende zu werden, nach/im Tod eine Apotheosis durchzumachen um den Ruf quasi so gottähnlich zu machen
-> Ins System eingebunden
--> Gifts (Gaben) von der Beziehung mit Spirits und in dem Kontext mit dem Ruf den man hat, weil die Spirits den Renown respektieren

) Metis als Konzept fliegen raus
-> Justin will nicht das man sich auf die Umstände der Geburt einen weniger wert (lesser) macht
-> Justin will auch nicht, dass die Reinheit des eigenen Breed relevant ist

) In der Litany wird gestrichen das Werwölfe nicht mit Werwölfen Sex haben dürfen
-> Garou haben andere Probleme als "Wer mit Wem schläft" bspw. die Post-Apokalypse, der Kampf und so

) Aufgrund der Sensitivity Probleme etc. wurde dieses Jahr entschieden, dass man mehr Zeit braucht
-> Man ist noch dabei dran rum zu backen

World of Darkness News - Updates zu Hunter 5th bei 10 Minuten 25

) Man will WoD Fans eine neue Erfahrung bringen, aber Werwolf ist noch nicht hinreichend fertig -> Ergo Hunter

) Junge Jäger die einen Coterie-Style Ansatz haben, Strassenlevel,
-> Man ist sowas von nicht in der Second Inquisition (Justin listet ein halbes Dutzend SI Fraktionen auf)
-> Weil die SI Gruppen ihre eigenen Agenden haben, welche man als Individum oder in seiner "Cell" (Hunter Coterie) nicht teilt

) SI Gruppen kämpfen im Gegensatz zu Huntern gegen Übernatürliches um ihre eigene soziale Struktur durchzusetzen
-> SAD als Teil des FBIs wollen den Status Quo bewahren
-> Spieler sind in der WoD immer die Agenten der Veränderung
--> SI ist ein Antagonist für Hunter, auch wenn sie Freelance Verträge mit Huntern aufsetzen

) Die SI werden Hunter wie Kanarien Vögel in der Kohlemine einsetzen
-> Sie schicken sie mal so dahin: "Hey, da sind Vampire, schaut euch das mal an! [dann fressen/killen die Vampire - oder was da ist - die chancenlosen Hunter und die SI sammelt Infos]"

) Es gibt primäre Monster und sekundäre Antagonisten

) Hunter gehen immer gegen den [aktuellen] Status Quo

) Anfangsszenario des Spiel, man weiß von nichts
-> Man muß erstmal lernen, und nicht direkt angreifen
--> Dinge wie "Ist es überhaupt ein Vampir? Was macht der Vampir so? Trinkt es Blut? Entführt es Leute?
-> Wenn man direkt angreift wird es nicht sehr erfolgreich sein
-> Es geht um das entdecken
-> Nicht designed als High-Action Setting, sondern mehr als Thriller

) Das Buch hat ein Schematic
-> Zeit Lernen vs Zeit die Handlung aufzubauen vs. die Strategie umsetzen
-> Die Strategie umsetzen ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Part
--> Man greift einen Ghoul direkt an
--> Man greift einen Vampir Monate später an

) Fokus Moralische Kosten
-> Direkt den Vampir angreifen versus die Menschen die er in der Zeit annukelt / die Untaten die er verbringt
-> Konkurrenz zu SI Gruppen, gibt es ein 3-Seiten Standoff etc

) Die Idee der Imbued fliegt raus

) Es gibt Creeds kombiniert mit Outlooks
-> Kann auf dem Glauben basieren, darauf Waffen besorgen zu können, Szenenkenntniss etc

) Es gibt Edges von alten Editionen
-> Nicht notwendiger weise übernatürlich
-> Dinge zu denen man aufgrund seines Creeds Zugang hat
-> Dinge die ein klein wenig über dem menschlichen (Standard) Kompetenzlevel liegen
--> Zugriff auf ein Arsenal
--> Zugriff auf Wahren Glauben
--> Nicht-Weltliche Investitionen
--> Zugriff auf SI Gruppen (bsp. Datenbanken)

) Für Hunter ist der Drive / Reason / Passion wichtig
-> Nicht nur ne normale Person mit einer Schrottflinte

) Mehr mechanische Aspekte werden bald mit der Community geteilt
+ Ich denke im Rahmen des Month of Darkness.
=> Es gibt diesen Monat noch Artworks

) Man ist bereit, in einer Woche oder so, das Manuskript ...
-> ... zur Art Direction (Thomas Afert) zu geben
-> ... bald zum Editing zu geben
--> ... danach zum Diversitätsleser:in
-> Das Buch hat schon etwas Layout
=> Dann wird es an Renegade zwecks Publishing geschickt

Ansonsten gibt es bei Vampire mehr neue Spieler, als alte Spieler

Ich habe gerade gesehen, dass Ghost Hunters veröffentlicht worden ist. Oh man. Das wird ja alles noch unübersichtlicher.
Ghost Hunters gehört zu Wraith 20th, ist also für die Edition hinter der aktuellen.
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6451 am: 18.10.2021 | 20:26 »
Zitat
2 native Americans als Consultants engagiert

Impliziert das jetzt, dass sie mehrere Editionen und dutzende Quellenbücher dieses Spiels OHNE Natives gemacht haben ... und dass sie selbst die neue Edition anno 2021 ohne machen wollten ...? 눈_눈 ...
NEIN STOP FOKUS AUF DAS POSITIVE!


Ich hoffe inständig, dass sie mit diesem Schritt nicht nur ein Minimum an damage control über ihre alten Ideen jagen, sondern endlich mal das ganze Potenzial auskosten, das in den kulturellen Quellen steckt. Gut gemacht könnte das dann die erste Edition von Werwolf werden (einschließlich nWoD), die mich irgendwie abholt.

Das neue Hunter dagegen ... Hunter the Vigil ist halt leider ein ziemlich fucking perfektes Spiel. *shrug*

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6452 am: 18.10.2021 | 21:55 »
Impliziert das jetzt, dass sie mehrere Editionen und dutzende Quellenbücher dieses Spiels OHNE Natives gemacht haben ... und dass sie selbst die neue Edition anno 2021 ohne machen wollten ...? 눈_눈 ...
NEIN STOP FOKUS AUF DAS POSITIVE!
Eher umgekehrt. Das Spiel wurde in den Editionen 1 bis W20 nicht mit Natives gemacht, was man auch stark merkt.
Onyx Path hat meine ich später Diversity Reader eingebunden.

Die aktuelle 5. Edition wird 2 Native Americans als Sensitivity Reader haben, was ua. der Grund für die Verzögerung ist.

Zitat
Ich hoffe inständig, dass sie mit diesem Schritt nicht nur ein Minimum an damage control über ihre alten Ideen jagen, sondern endlich mal das ganze Potenzial auskosten, das in den kulturellen Quellen steckt. Gut gemacht könnte das dann die erste Edition von Werwolf werden (einschließlich nWoD), die mich irgendwie abholt.
Metis weg, Blutreinheit weg, Anbindgung der Stämme an Länder weg.
Sieht soweit gut aus :)
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6453 am: 18.10.2021 | 22:01 »
Das neue Hunter dagegen ... Hunter the Vigil ist halt leider ein ziemlich fucking perfektes Spiel. *shrug*

Wiesoweshalbwarum?
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6454 am: 18.10.2021 | 22:26 »
Du stellst Fragen ... xD
- Ich finde, es bindet einfach so ziemlich alle Facetten von "Menschen, die Monster jagen" hervorragend gut ab, mit ziemlich passenden und simplen Zusatzregeln und genau der richtigen Menge an Setting-/Metaplot-Material (über die Conspiracies), das man benutzen kann, aber nicht muss.
- Selbst die Regeln und Settingelemente sind angenehm modular; wenn man bspw. keine Hunter mit Superkräften will, lässt man die entsprechenden Conspiracies weg.
- Das Ganze in einem vollständigen GRW, das keine Erweiterungen benötigt. (Die "Splatbooks" sind tatsächlich auch etwas strange in ihrer Konzeption. Slasher dagegen ist Wahnsinn und Compacts & Conspiracies genau der Level an Erweiterung, den ich für sowas möchte!)
- Es ist auch eins der wirklich unterhaltsam geschriebenen WoD-Bücher!
- Und es hat mit dem "Hunter Recognition Guide" ein Prosa-Produkt, das einen wunderbaren Mittelweg zwischen Unterhaltung und Verwendbarkeit im Spiel geht. Ich hoffe immer noch darauf, einfach mal eine Kampagne auf dieser Basis zu bauen: "Baut euch Charaktere, die irgendwie an den Hunter Recognition Guide gekommen sind. Und jetzt sagt mir, was ihr damit macht." :D

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6455 am: 18.10.2021 | 23:38 »
Das Development von Hunter ist seit letzter Nacht abgeschlossen:
https://twitter.com/jachilli/status/1450084831967199239

Wiesoweshalbwarum?
Meine Sichtweise ist, da ich Hunter: The Vigil auch eher mehr mag:
) Verschiedene Fraktionen mit unterschiedlichen Powerleveln
Kein rumfuchteln auf ausschließlich Strassenniveau
) Optionen für "übernatürliche" Hunter
) Ergänzungsbände wie Block by Bloody Block und 2 Arsenal Bücher und so
« Letzte Änderung: 18.10.2021 | 23:41 von Teylen »
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6456 am: 19.10.2021 | 00:58 »
Ich hoffe inständig, dass sie mit diesem Schritt nicht nur ein Minimum an damage control über ihre alten Ideen jagen, sondern endlich mal das ganze Potenzial auskosten, das in den kulturellen Quellen steckt. Gut gemacht könnte das dann die erste Edition von Werwolf werden (einschließlich nWoD), die mich irgendwie abholt.

Mich hat "Werwolf" immer schon abgeholt – das Spiel war immer schon das "tagesaktuellste" und "groundedste" der drei großen WoD-Systeme und hat interessante, gesellschaftspoltische Fragen gestellt (und dann die Fragesteller im Drei-Meter-Fell-Klauen-Wutmodus in Stücke gerissen, zugegeben).

Tatsächlich kann ich mir übrigens nicht vorstellen, dass das damalige "Croatan Song"-Quellenbuch völlig ohne Input von Leuten aus den Native American Communities entstanden ist. Aber überprüfen kann ich das nicht – hab das Buch vor Jahren verkauft.

Zitat
Metis weg...


Also ich verstehe, warum die Metis rausgeflogen sind – obwohl ich dem Interview nicht entnehmen kann:
...ob das Konzept Metis völlig verschwindet (es also keine mehr gibt)
...ODER es Metis gibt und die keine Mutationen mehr haben
...ODER es Metis gibt, sie Mutationen haben, sie aber nicht mehr diskriminiert werden.

Weiß da jemand mehr? Je nach Ausgangslage bedeutet das fürs Setting nämlich ganz unterschiedliche Dinge. Ich würde Variante 1 favorisieren, weil ich niemals ein riesiger Fan der Metis-Problematik war... der Litaneiregel "Garou does not mate with Garou" hingegen schon, weil das im Grunde in jeder Werwolfrunde für Drama gesorgt hat und einen gewissen Puritanismus ins Setting gebracht hat, der u.U. sehr spanned zu bespielen war. All die ganzen Werwölfe, die spitz wie Nachbars Lumpi aufeinander waren, aber halt nicht durften, wegen is' nich'.

Zitat
Blutreinheit weg
Du meinst "Reinrassigkeit"/"Pure Breed"...  :P
Ja, war als Konzept damals schon schwierig, will ich zugeben. Da kann man, indem man auf so etwas wie "Prophecy" oder "Spirit Guardian" ausweicht, thematisch auch so Auserwählten-Geschichten erzählen, wenn man unbedingt möchte, und das ohne sich auf diese eugenetische Ebene zu begeben. Ich hoffe allerdings, es gibt weiterhin so etwas wie den Ancestor-Background. Der hat immer Spaß gemacht.

Zitat
, Anbindgung der Stämme an Länder weg.
Woooooobei... das wird jetzt natürlich alles so dargestellt, als wären die Stämme immer an Kulturkreise gebunden, was natürlich schon damals nicht der Fall war. Es wurde damals schon immer wieder klargestellt, dass so gut wie alle Stämme – außer vielleicht die krass zurückgezogenen wie die Siberakh - ethnisch durchaus durchmischt sind. Wenn das Totem des Stammes dich akzeptiert hat, dann durftest du dabei sein, so einfach. Hatte dein Charakter natürlich Vorgeschichte mit einem Stamm, haben den die Geister und die anderen Garou natürlich schon subtil (oder weniger subtil) in eine Richtung gedrängt, aber tabu war eigentlich nicht wirklich was. Heck, bei Stämmen wie den Knochenbeißern, Glaswandlern, Kindern Gaias oder Roten Klauen ist nicht mal wirklich klar, wo deren kulturelle Wurzeln jetzt liegen und sie haben nicht diese klare Ikonographie in eine Richtung, wie etwa die Nachfahren des Fenris.

Speaking of which: Bei dieser Änderung bin ich tatsächlich etwas, naja, vorsichtiger beim Optimismus.

Wenngleich ich es gut und wichtig finde, dass jeder Stamm unabhängig der genauen Herkunft eines Anwärters zugänglich ist und es mehr eine Frage der Philosophie ist, können die Stämme auch dadurch stark verlieren, wenn man ihre historisch-kulturelle Ikonographie vollkommen wegfallen lässt. Das Wikinger-Zeugs bei den Fenrir, das Kelten-Gedöns bei den Fianna, der Anubis-Bezug bei den Silent Stridern, das Tibetianische bei den Stargazern... das ist halt alles schon irgendwie auch eben sehr ikonisch und macht schon einen Teil der Einzigartigkeit eines Stammes aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Stämme kulturell exklusiv sein sollen und oder Leute ausschließen sollen. Oder dass es nicht in andere Kulturkontexte versetzte Neuinterpretationen dieser Ikonographien geben kann (da gibt es mit den "Hakken" als japanischer "Shadow Lord"-Variante ja im alten Werwolf schon ein Beispiel für).

Ich fände es schon schade, fiele die Ikonographie und Mythologie der Stämme komplett unter den Tisch. Klar, kann ein schwarzer Haitianer ein "Nachfahre des Fenris" werden... aber er ist dann eben halt ein Schwarzer Haitianer mit 'nem dicken Wikingerhammer auf dem Rücken und Futhark-Runen in der Tasche. Im Grunde ganz genau so, wie es Onyx Path bei der neuen "Scion"-Edition auch gemacht hat. Sonst ginge mir schon zu viel verloren, denn wenn sich die Stämme nur in obskuren, weltanschaulichen Details unterscheiden, ist man sehr schnell bei den Traditionen von "Mage" – und die fand ich immer wahnsinnig verkopft und teils schwer auseinander zu halten. Das wünsche ich mir für die Werwölfe nicht unbedingt.

Andere Sache: Ich will mal über die Ankündigung spekulieren, dass von den 13 Stämmen einer quasi in eine Art Handlungsdruck-Wahnsinn gefallen ist und ein anderer sich von der Garou-Nation komplett entfremdet hat.

Meine Theorie ist: Bei dem ersten Stamm handelt es sich um die "Get of Fenris". Die waren immer schon bekannt dafür, vorzupreschen, kamen nicht unbedingt gut mit den anderen Stämmen aus. Und: Sie waren auch von allen Stämmen (neben den Roten Klauen oder den Wendigo) immer ganz oben auf der Liste der Kandidaten für eine Wyrmkorruption. Das würde ganz gut passen. Abgesehen davon, dass natürlich die ganze Mythologie um den Fenriswolf, der bei Ragnarök die Welt auffrisst, auch ein passendes Motiv liefert, warum die Fenrir ihre Rolle anders bewerten könnten, als die anderen Stämme.

Der von der Garou-Nation entfremdete Stamm könnte natürlich weiterhin der Stamm der "Stargazers" sein, aber das wäre wohl kaum so groß angekündigt worden. Am passendsten, in my book, wären entweder die "Red Talons", die als reiner Wolfsgeborenen-Stamm sowieso immer Anschlussschwierigkeiten hatten und voll auf ihre Impergium-Schiene schwenken könnten. Die andere Möglichkeit wären für mich die Glaswandler, die tatsächlich vollständig die Werwolf-FDP werden und vehement die Linie fahren, dass man Gaia ja am Besten durch Technologie retten könne – und weil keiner dabei helfen will, machen die 'nen Schuh. Wär aber wahrscheinlich zu einfach.

Andere Theorien?
Ich könnte mir eigentlich auch denken, dass die "Shadowlords" oder die "Silver Fangs" sich von den anderen Garou entfremden.

« Letzte Änderung: 19.10.2021 | 01:09 von Jiba »
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6457 am: 21.10.2021 | 20:34 »
Gibt es schon Informationen, ob im "Sabbat - The Black Hand" Ergänzungsband auch Mexiko-Stadt beschrieben wird?

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6458 am: 21.10.2021 | 22:16 »
Gibt es schon Informationen, ob im "Sabbat - The Black Hand" Ergänzungsband auch Mexiko-Stadt beschrieben wird?
Nein, zumal Mexiko-Stadt keine Sabbat Stadt mehr ist.
Ich meine das dort die Camarilla mit Ventrue wie Fiorenza Savona aktiv sind.
« Letzte Änderung: 21.10.2021 | 22:19 von Teylen »
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6459 am: 22.10.2021 | 14:59 »
Welche Stadt / welches Land ist denn jetzt Sabbat Hochburg?

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6460 am: 22.10.2021 | 15:09 »
Welche Stadt / welches Land ist denn jetzt Sabbat Hochburg?

Keine, der Sabbat operiert nur noch in Terrorzellen
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6461 am: 22.10.2021 | 19:56 »
Welche Stadt / welches Land ist denn jetzt Sabbat Hochburg?
Unter anderen hält wohl Lucita wohl noch Madrid, allerdings nur mit einem Klüngel von so ~100 Mitgliedern.
Daneben heißt es, der Sabbat hätte Alamut eingenommen, und die Tür hinter sich zugemacht.
Ansonsten trifft allerdings idR. zu was Teddy schreibt.
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6462 am: 29.10.2021 | 08:20 »
In welchen Zeitraum 2022 kann man eigentlich mit Hunter und Werewolf rechnen? (zumal es ja auch noch "Apocalyptic Record" für 2023 geplant ist, welches den W20 Metaplot aktualisert)

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6463 am: 29.10.2021 | 08:54 »
In welchen Zeitraum 2022 kann man eigentlich mit Hunter und Werewolf rechnen? (zumal es ja auch noch "Apocalyptic Record" für 2023 geplant ist, welches den W20 Metaplot aktualisert)
Hunter könnte es noch gegen Dezember 2021 schaffen, zumal es eine kleine Preview gab:
https://www.worldofdarkness.com/news/first-look-at-the-new-edition-of-hunter-the-reckoning

Werwolf wird wohl irgendwann 2022 kommen, ich schätze entweder zur GenCon oder im Q4.
"Apocalyptic Record" hat keinen Bezug zur W5 sondern ist einzig und allein ein Onyx Path Ding (weshalb ich es nicht unterstützt habe).
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6464 am: 29.10.2021 | 18:59 »
Hunter könnte es noch gegen Dezember 2021 schaffen, zumal es eine kleine Preview gab:
https://www.worldofdarkness.com/news/first-look-at-the-new-edition-of-hunter-the-reckoning

Hunter 2e vor "Second Inquisition" ? Finde ich gut  :)

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6465 am: 29.10.2021 | 23:35 »
Gehört Hunter regeltechnisch zu V5 oder zu den alten Sachen oder ist was eigenes?
So weit auseinander ist das ja alles nicht, würde mich nur mal interessieren.
Streite dich nie mit Idioten. Erst ziehen sie dich auf ihr Niveau herab und dann schlagen sie dich durch Erfahrung.

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6466 am: 30.10.2021 | 10:43 »
Gehört Hunter regeltechnisch zu V5 oder zu den alten Sachen oder ist was eigenes?
So weit auseinander ist das ja alles nicht, würde mich nur mal interessieren.
Es ist eine neue Edition im Rahmen der V5, allerdings als H5 ein eigenständiges Regelwerk.
Zumal es auch gar keine H20 gibt ... das ist nur ein Wassermolekül oder Horrorfilm XD ^^;
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6467 am: 30.10.2021 | 12:25 »
Gibt es schon Informationen, welches System nach Werewolf kommt? Mage, Changeling, Wraith oder gar Kindred of the East?

Offline Supersöldner

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6468 am: 30.10.2021 | 14:10 »
wird sich das tatsächlich vom V20 Gejagdte Jäger  so weit unterscheiden das es sich lohnt es zu Kaufen ? Nur weil es als eignendes System beworben wird ist es ja noch lange nicht Gut oder neu oder besser.
Spielt doch mal die Bösen.

Offline Teylen

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6469 am: 30.10.2021 | 14:48 »
Es ist halt kein Ergänzungsband für Vampire oder Wraith oder Werwolf, sondern ein eigenes Regelwerk.
Welches auf dem vorangegangenen Spiel "Jäger: Die Vergeltung" respektive "Hunter: The Reckoning" anschließt.
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6470 am: 30.10.2021 | 14:51 »
Das Second Inquisition Preview sagt mal so gar nichts aus... Außer dass die Hunter vom Cover wenig später von Kollegen geköpft wurde...

Offline Karnage

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6471 am: 30.10.2021 | 15:09 »
Es ist halt kein Ergänzungsband für Vampire oder Wraith oder Werwolf, sondern ein eigenes Regelwerk.
Welches auf dem vorangegangenen Spiel "Jäger: Die Vergeltung" respektive "Hunter: The Reckoning" anschließt.

Wobei die Hunter auch nicht nur Vampire jagen werden, wenn ich das richtig sehe...

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6472 am: 30.10.2021 | 18:13 »
Wobei die Hunter auch nicht nur Vampire jagen werden, wenn ich das richtig sehe...
Das stimmt. Die gehen alle Übernatürliche, von denen sie sich angemacht fühlen
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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6473 am: 30.10.2021 | 18:22 »
Ich stelle mir Risen oder auch Demons (the Fallen) als Gegnertypen interessant vor.

Online schneeland

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Re: [WoD] Grenzenloser Smalltalk
« Antwort #6474 am: 30.10.2021 | 18:26 »
Das Second Inquisition Preview sagt mal so gar nichts aus... Außer dass die Hunter vom Cover wenig später von Kollegen geköpft wurde...

Gut, dann spare ich mir den Blick :)
Wie ist denn die generelle Informationslage diesbezüglich? Vor dem Hunter-Teaser ging ich davon aus, dass da vielleicht Querbezüge bestehen. Aber so ist mein mentales Modell gerade: SI ist Hunter, nur in gut organisiert und besser bewaffnet.
"Hello, my friend! Pay a while, and listen!"
BlizzCon 2018