Autor Thema: [DSA] und "Barbie"-Spiel  (Gelesen 28546 mal)

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Online Alhazred

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #25 am: 9.09.2011 | 19:57 »
Interessantes Thema und interessante Idee, die auch meine Erfahrungen mit dem DSA-Regelwerk widerspiegelt. DSA4 schafft es (wie auch immer) den Eindruck zu vermitteln, dass man seinen Charakter(hintergrund) durch das Verteilen von Talentpunkten ausgestalten kann und ihm somit Tiefe verleiht. Selbst wenn diese Werte im Spiel und in der Interaktion mit anderen nie zum Tragen kommen, so hat man doch das Gefühl man habe einen tiefgründigen, interessanten Charakter erschaffen.

Vielleicht ist das ein Aspekt den viele DSA-Spieler mögen. Mir ist allerdings aufgefallen, dass durch die Fokussierung auf diese "Hintergrund-Werte" der eigentliche Charakter doch ziemlich flach bleibt. Nur einer der Gründe warum wir in unserer Runde die Spielwelt behalten und das Regelwerk gewechselt haben  ;)

Offline Nocturama

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #26 am: 9.09.2011 | 20:11 »
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich das Barbie-Spiel richtig verstanden habe. Es geht also nicht allgemein um Beschäftigung mit dem Rollenspiel außerhalb der Spielrunde, richtig? Das kenne ich unter dem Begriff "Bluebooking" und umfasst eigentlich alles von Zusammenfassungen der letzten Sitzung, über Hausregelerstellen und Optimieren im Characterbuilder bis hin zum Designen der Charaktergarderobe alles.

Aber wenn ich es richtig verstanden habe, ist Barbiespiel nicht auf eine Verwendung in der Spielrunde ausgerichtet - ich gebe meinem Charakter Töpfern 8, weil er mit Dreizehn mal einen Töpferkurs gemacht hat, aber ich erwarte eigentlich nicht wirklich, dass mein Töpfern jemals im Spiel vorkommen wird. Deshalb gehört Optimieren auch nicht dazu, weil es direkt auf das aktive Spiel ausgerichtet ist. Eine schöne R-Map für Dramaspieler auch nicht, weil ich die ebenfalls im Spiel verwenden will.
Eine zehnseitig Hintergrundgeschichte ohne Plothooks wäre demnach auch Barbiespiel.
DSA wäre demnach gut für das Barbiespiel geeignet, weil ich Colour in Werte packen kann, die aber nicht besonders wichtig im Spiel sind.

Stimmt das so?
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ErikErikson

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #27 am: 9.09.2011 | 20:19 »
Zum baribespiel gehört mehr. Du kannst bei DSA Spaß damit haben, mehrere Charaktere hintereinander zu kreieren.

Zunächst überlegst du dir ein Konzept, z.B. aranischer Krieger.
Dann liest du dir erstmal die Aranien- und die Krieger Spielhilfe durch.
Daraus bastelst du dir deine Hintergrundgeschichte.
Und dann verteilst du deine Werte, so das die zum Hintergrund passen.
Dann fragst du deinen SL, ob der CHar so passt.
Der SL liest sich die Aranien-Spielhilfe durch, und ihm fällt ein, das du ja auch einen aranischen Schwerttänzer machen könntest, weil der viel Flair hat.
Dann baust du dir einen Schwerttänzer, und das Spiel geht von neuem los.

Und wen ndu damit fertig bist, dann bist du vielleicht noch nicht zufrieden, weil vielleicht brauchst du mal einen magier. Und weil du jetzt so viel über Aranien weisst, bausst du dir einen aranischen magier. Und das Spiel geht von vorne los.

Damit bist du wochenlang beschäftigt, ohne überhaupt nur einmal zu spielen. Du könntest natürlich auch ein Soloabenteuer einschieben, damit der Char schonmal ein bisschen erspielten Hintergrund hat.

Offline Archoangel

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #28 am: 9.09.2011 | 21:53 »
... und D&D ist ein He-Man Spiel!
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Offline KlickKlack

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #29 am: 9.09.2011 | 21:55 »
@Erik Da begibt man sich aber auf dünnes Eis. Das was Du beschreibst vermarkten doch diese ganzen Onlinerollenspiele perfekt.

Zitat
... und D&D ist ein He-Man Spiel!
Wenn das die Wahl ist Barbie oder He-Man, ist DSA Morgen endgültig tot :-)
Aber wo wir schon dabei sind. Definieren wir doch Mal He-Man Spiel. Ich wollte schon Playmobiel v. Lego anbringen. Lego ist kalter Sandkastern, Playmobiel Sandkasten mit großem Barbiefakter oder so ähnlich...
« Letzte Änderung: 9.09.2011 | 21:57 von KlickKlack »

ErikErikson

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #30 am: 9.09.2011 | 21:59 »
Geht so. Kein Online-Rollenspiel das ich kenne kommt an die Vielfalt an Talenten von DSA ran. Mit dem WoW Chargenerator z.B. kannst du dich nur so und so lange beschäftigen. Wen du mehr Optionen willst, musst du spielen (Pfui!) Aber es stimmt, sie bemühen sich, grade WoW hat einen Schwanz an metaplot und Hintergrundinfos, der DSA den Rang ablaufen könnte. Prima Rahmen, um eine 20-Seiten Hintergrundstory zu schreiben.

Offline Archoangel

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #31 am: 9.09.2011 | 22:07 »
Ach ... die Vielzahl an Talenten ist ein VORTEIL ???
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Offline KlickKlack

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #32 am: 9.09.2011 | 22:12 »
@Erik Schon alleine die Möglichkeit seinen Charakter optisch zu gestallten schlägt zig Talente. Vielleicht nicht beim häßlichlichen http://imageshack.us/f/444/wowscrnshot010208130948fc6.jpg/ aber z.B. beim hübschen http://media.curse.com/CommunityServer.Components.SiteFiles/127284/News/tier3_necro_armor.jpg.

Offline torath

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #33 am: 9.09.2011 | 22:58 »
Ach ... die Vielzahl an Talenten ist ein VORTEIL ???

Das ist doch der phantastische Realismus. Man kann eben nur bei DSA Töpfern haben. Also in echt! Darauf würfelt man wahrscheinlich nie, aber es könnte passieren. Man steckt echte(!) Generiungspunkte rein. 

Ein Krieger, der auch töpfern kann, ist kein 08/15 Fighter sondern der Krieger mit dem exklusiven Barbie-Töpfer Outfit. Man kann auch in anderen Systemen bei Charakterhintergrund notieren, dass der Charakter töpfern kann. Aber das wäre nicht das gleiche. Eben nicht wirklich durch Regeln erspielt. Und müsste auch erstmal durch die Pofession plausibel begründet sein. Einfach so ausdenken kann ja jeder!

Und weil sowas bei DSA berücksichtigt wird, ist DSA realistischer als alle anderen Systeme. Und das ist natürlich ein Vorteil. Logisch!

Im Ernst: DSA ist im Kern Attacke und Parade und ein (relativ) umfangreiches Talentsystem. DSA Ausbauspiel war auch schon so, ermunterte aber auch neue Talente einzuführen oder andere zu streichen.
Man muss da nur auf ein durch 5 teilbare Zahl kommen.Das könnte man ja ruhig lassen, wenn man 3 freie Talente hat, die man sich optional aus nem Buch mit tausend Berufstalenten abschreiben kann.
 

Offline Keuner

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #34 am: 9.09.2011 | 23:28 »
Also solch Dinge werden ja auch in anderen Systemen geboten. Vielleicht tauchen DSA-Spieler etwas tiefer in die Materie der PC-Gestaltung. Aber in GURPS bekommt man wenigstens genauso viele Möglichkeiten, seinem PC nette, unnütze Fähigkeiten zu geben. Mitsamt einer Erklärung wo es herkommt. In ORE sieht das ähnlich aus, auch wenn der Background da in zwei, drei Skills abgefrühstückt wird.
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Offline Xemides

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #35 am: 10.09.2011 | 02:46 »
@Keuner: Deshalb sind ja auch das die Systeme, die ich als DSA Ersatz nehmen könnte, genau wie Runequest.
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Offline Just_Flo

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #36 am: 11.09.2011 | 13:29 »
Also ich halte es wie Xemides:

ei mir gehört zum Rollenspiel nicht nur die reine Action, die reinen Abenteuer, sondern auch immer der FLugg dazwischen,. Das kennenlernen der Welt und ihrer NSC, das Ausspielen der jeweiligen Kultur, das Erleben des Alltags.

Das mag mich von den reinen Abenteuerspielern unterscheiden, aber ich spiele Rollenspiel wegen der Menge aus beiden.

Und Systeme, die mich dabei unterstützen, in dem die Charaktere auch durch Regeln in der Welt verwurzelt sind, helfen mir dabei.

Wie weit diese Regeln z.B. durch Talente gehen, ist dabei noch nicht gesagt, aber mit sind Systeme lieber, die auf Welten zugeschrieben sind, als generische Systeme.

Um es kurz zufassen, für mich ergiebt sich der Reiz daraus herauszufinden, wie mein Charakter (nein, nicht mein Spieler) in einer bestimmten Situation und oder Charakterkonstellation handelt. Bei einem anderen Charakter und einer anderen Charakterkonstellation kann die bespielte Handlung massiv davon abweichen.
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Offline KlickKlack

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #37 am: 11.09.2011 | 13:47 »
Dann ist dsa ja denkbar ungeeignet, denn regeln und spielweltdarstellung harmonieren ja nun überhaupt nicht.

Offline Just_Flo

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #38 am: 11.09.2011 | 13:51 »
Und wieder kommt es darauf an, nach welchem der vielen Regelpakete man spielt :)

95% der Probleme der Art meine Spieler machen Aventurien kaputt, weil ... bekommt man nicht, wenn man mit Zeiteinheiten spielt :)

Außerdem was haben die angeblich nicht zur Spielweltdarstellung passenden Regeln (welche sind das nochmal genau?) mit Charakterreaktionen zu tun? (Prinzipientreue und Moralkodex mal weggelassen)
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Offline KlickKlack

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #39 am: 11.09.2011 | 14:01 »
Weder die Mirakel- noch die Magieregeln finden in Abenteuern oder weltbeschreibung eine Entsprechung. Für jeden Spieler der einen Magier oder Geweihten spielt kann dies zu einem Problem werden. Mir ist aber noch nicht klar wo nun ausgerechnet dsa ein besonders intensives charakterspiel unterstützt. Die so detailliert ausgebaute Welt suggeriert ein Spiel in dem man vom Fürsten, über den Zuckerbrot bis zum Landstreicher alles spielen kann, aber weder das Fürstenspiel, noch das Zuckerbäckerspiel wird von Regeln unterstützt (z.b. Regeln zur Verwaltung einer Herrschaft, massenkampfregeln, echte sozialregeln bzw. Handels-, wirtschaftsregeln)

ErikErikson

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #40 am: 11.09.2011 | 14:06 »
Das hat er doch gesagt. Ihm macht es Spaß zu sehen, wei sein Charakter auf die Welt reagiert. Da bracuht man keine massenkampf oder Social-Combat regeln.

Und um einen Charakter zu definieren, hat DSA die Talente, die Vorteile, die Pakete, die Vorschriften für geweihte, Magier und sonstige, alles auf einem Niveau, das einem viel Anregung, aber auch viel Spielraum gibt.

Höchstens GURPS kommt noch auf eine derartige Anzahl von Archetypen, Talenten, Nachteilen nud sonstigen Char-definierenden Sachen, nud GURPS fehlt die Verzahnung zu einer Welt.
 

Offline carthinius

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #41 am: 11.09.2011 | 14:08 »
Und wieder kommt es darauf an, nach welchem der vielen Regelpakete man spielt :)
Was übrigens auch wieder so eine ziemlich verkorkste Eigenart DSAs ist - mir ist kein Spiel bekannt, bei dem gleichzeitig so viele "optionale" Regelinhalte existieren, die überhaupt nicht optional sind.

Außerdem was haben die angeblich nicht zur Spielweltdarstellung passenden Regeln (welche sind das nochmal genau?) mit Charakterreaktionen zu tun? (Prinzipientreue und Moralkodex mal weggelassen)
Mal ein Gegenbeispiel: Fädenweben in Zaubermatrizen ist eine Earthdawn-Eigenart, die eben nur bei Earthdawn vorkommt, aber auch gleichzeitig in der Spielwelt verankert ist. Man kann auch anders zaubern, aber diese Regelanwendung hat direkt spielweltliche Folgen (Dämonen werden durch das "magische Leuchtfeuer" der rohen Magienutzung angelockt).
Nenn mir sowas mal bei DSA. Und nein, 3w20 ist nichts, was spielweltlich irgendeine Relevanz oder gar Bedingung hat.
Bezüglich der "Charakterregeln": Da gäbe es einiges, was tauglicher wäre zur regelrelevanten Charakterabbildung als Talente. Die Keys aus The Shadow of Yesterday z.B. Auch ein vernünftiges Merkmalesystem könnte da einiges bewirken. Oder fest definierte Anbindungen des Charakters an den Hintergrund über klar definierte NSC-Anbindungen oder ähnliches. Da war Shadowrun mit seinen Connections schon Ende der 80er weiter als DSA mit seinem Sozialstatus heute.
Feedback gesucht für GNOME HUNTERS - das Rollenspiel für ganze (und halbe) Gnome auf dem Weg ins Abenteuer!

ErikErikson

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #42 am: 11.09.2011 | 14:15 »
Beispiel: Der Zauber Bannbaladin. Der hat eine Geschichte. Wenn man den gegenüber einem Elfen zaubert, dann muss man sich erstmal anhören, wie die menschen den Zauber verstümmelt haben. Oder der Elf freut sich, das du den Zauber kannst, und ihn auf elfisch damit begrüßt. Je nachdem, wenn du ein Gildenmagier bist, eher ersteres. Wenn du ein Druide bist, eher letzteres.

Offline KlickKlack

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #43 am: 11.09.2011 | 14:17 »
Zitat
Das hat er doch gesagt. Ihm macht es Spaß zu sehen, wei sein Charakter auf die Welt reagiert. Da bracuht man keine massenkampf oder Social-Combat regeln
Das hat mit dsa aber doch nun überhaupt nichts zu tun. Dafür brauche ich nicht einmal ein regelwerk.

Und bezüglich der Charakter Definition. Auch da sehe ich nichts, was nun dsa aus der masse heraushebt. Eher im Gegenteil, wie von Hawkeye schon geschrieben z.B. Der Sozialstatus.

Zitat
Beispiel: Der Zauber Bannbaladin. Der hat eine Geschichte. Wenn man den gegenüber einem Elfen zaubert, dann muss man sich erstmal anhören, wie die menschen den Zauber verstümmelt haben. Oder der Elf freut sich, das du den Zauber kannst, und ihn auf elfisch damit begrüßt. Je nachdem, wenn du ein Gildenmagier bist, eher ersteres. Wenn du ein Druide bist, eher letzteres
da sehe ich nun immernoch keinen Gewinn für das charakterspiel - gedeckt durchnregeln, dies ist doch dem Hintergrund geschuldet. Findet sich in jedem Rollenspiel mit Hintergrund. Eigentlich ist es ein Beispiel für eine große Schwaeche des Magiesystems, soviel Regeln, soviel Seiten und am Ende teilen alle Zauberer doch die selben Sprüche und unterschieden wird nur durch eine obskure Repräsentation. Hier fehlt mir die klare Unterscheidung zwischenen den charakterklassen. Aber seien wir ehrlich. Druiden und Hexen werden eh mit einem kümmerlichen und wenig ansprechendehintergrund alleine gelassen, während es für Magier nun gleich drei bände zu den Akademien gibt.
« Letzte Änderung: 11.09.2011 | 14:22 von KlickKlack »

ErikErikson

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #44 am: 11.09.2011 | 14:28 »
Das ist doch offensichtlich. DSA hat mehr Optionen zur Charakterdifferenzierung als alle anderen mir bekannten Spiele.

Mehr Talente
Mehr zauber
Mehr Vor/Nachteile
Mehr Archetypen
Mehr Gesellschaften, wo man Miglied sein kann
mehr Städte, wo man Bürger sein kann
mehr Landschaften, wo man herkommen kann
mehr magische Traditionen, wo man vertreten kann

Und das teilt sich dann noch weiter auf, es gibt verschiedene Magierakademien, verschiedene Götter, alle detailiert beschrieben.

SR kommt da ran, aber fällt noch deutlich zurück

Du bist nicht nur Magier, du bist nivesischstämmiger Magier aus Gerasim von der Akademie Donnerbach im range eines Adeptus Minor, mit abgebrochener Ausbildung als Hufschmied (wenns denn stimmig ist)

Allein schon rauszufinden, ob diese Kombination stimmig ist, kann Spaß machen.

habt ihr vergessen, um was es geht? Es geht um Aktivitäten ausserhalb des Spiels. Ihr argumentiert wieder mit Anwendungen innerhalb des Spiels, und damit im Rahmen dieses Threads eindeutig falsch.

Und alle Zauberer teilen dieselben Sprüche? Wie bitte? Es gibt über 200 Sprüche in einem Riesen-band, alle in den Hintergrund verwoben. Das einzige andere System, das mehr solche Sprüche hat, ist der Gigant D&D. Und bei D&D fehlt zu 90% die Verknüpfung der Zauber mit dem Hintergrund. Das ist nur bei manchen gegeben, etwa bei den Faerun typischen-Zaubern.
 
Es stimmt aber, das der Bereich noch besser sein könnte. Ich denke ein Band mit neuen Zaubern würde sich gut verkaufen.



« Letzte Änderung: 11.09.2011 | 14:33 von Erik Erikson »

Offline ChaosAmSpieltisch (CaS)

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #45 am: 11.09.2011 | 14:34 »
@Erik Erikson,

um mal Feuersänger aus einem alten DnD 3.5 Threat zu zitieren:

Gesamtzahl der in offiziellen Büchern (Core und WotC-Supplements) für 3.5 erschienenen
Grundklassen: 175 (inkl. Varianten)
Prestigeklassen: 782
Feats: 3304, in Worten: dreitausenddreihundertundvier.

Und Rassen zählen, wollen wir mal auch nicht.
Es ist unzweckmäßig ein Kugelfisch zu sein, denn die haben keine opponierbaren Daumen.

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Offline KlickKlack

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #46 am: 11.09.2011 | 14:36 »
@Erik
Und in einem freien Regelsystem, in dem es keine Pakete gibt, sondern einfach nur X Talente, Fertigkeiten etc. die man selbst zusammenstellen kann, wäre diese Freiheit nun beschnitten ? Ich verstehe deinen Punkt noch nicht, alles was Du beschreibst ergibt sich aus dem Hintergrund und das ist nun Mal nichts, was DSA zu einem besonderen Spiel macht. Es gibt doch um die Verbindung zwischen Regeln und Hintergrund.

Zitat
habt ihr vergessen, um was es geht? Es geht um Aktivitäten ausserhalb des Spiels. Ihr argumentiert wieder mit Anwendungen innerhalb des Spiels, und damit im Rahmen dieses Threads eindeutig falsch.
Überhaupt nicht. Es sei denn dein Punkt ist tatsächlich `Die DSA Charaktereschaffung dauert länger als jede andere Charaktererschaffung` (und ich glaube selbst das stimmt nicht.)
Man kann doch nicht ernsthaft behaupten, die Aktivität ausserhalb des Spiels müsse keine Entsprechung innerhalb des Spiels finden (Im sinne von Spielbarkeit) sonst wäre es wirklich ganz beliebig. Dann schlagen Rollenspiele mit starkem `erlebbarem Hintergrund` wie Song of Ice and Fire oder Star Wars das - Solo Kopfkino - sicher noch Mal um Längen.

Zitat
Und alle Zauberer teilen dieselben Sprüche? Wie bitte? Es gibt über 200 Sprüche in einem Riesen-band, alle in den Hintergrund verwoben. Das einzige andere System, das mehr solche Sprüche hat, ist der Gigant D&D. Und bei D&D fehlt zu 90% die Verknüpfung der Zauber mit dem Hintergrund. Das ist nur bei manchen gegeben, etwa bei den Faerun typischen-Zaubern.
 
Es stimmt aber, das der Bereich noch besser sein könnte. Ich denke ein Band mit neuen Zaubern würde sich gut verkaufen.
Über 200 Zauber die doch wieder sehr beliebig sind und eben im Grunde nicht dazu beitragen die Magie von z.B. Hexen, Elfen und Magiern zu unterscheiden. Obwohl soviel darüber geschrieben wird, verwischt dann durch die Zauber und die Regeln doch wieder viel. Um dieses Manko auszugleichen hat man dann ja (unter anderem) die Elfische Weltsicht eingeführt, aber geändert hat es nichts. Die Magie ist beliebig, von den Ritualen mal abgesehen, obwohl selbst die wieder irgendwie ´alle gleich´ sind.

@Chaos
Absolut. Ich denke sogar, dass DSA4 sich sehr bewußt am "Sammel und Optimiere" Charakter z.B. des D&D Spieles orientiert hat.
« Letzte Änderung: 11.09.2011 | 14:43 von KlickKlack »

ErikErikson

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #47 am: 11.09.2011 | 14:39 »
Sicher. Aber in DSA weiss ich, wo ein Zauber gelehrt wird, wer ihn entwickelt hat, wo er verboten ist, wer ein Meister dieses Zaubers ist, wie der Ruf des Zaubers ist, unhd wo er gerne eingesetzt wird.

Weiss ich das bei D&D auch?

Nein.

(zumindest meistens)

Und nein! Es geht nicht um die Verbindung-regeln Hintergrund! Es geht um die Möglichkeit, ausserhalb vom Spiel Spaß haben zu können! Es geht nicht um Freiheit! Es geht um eine abgestimmte Balance von Inspiration und Eingrenzung der Möglichkeiten! Es geht um ein Spiel im Spiel. Die Charaktererschaffung als SPiel mit eigenen Regeln, Hürden und Erfolgserlebnissen.

Sorry, aber das steht doch am Anfang. Ich hab schon wieder das Gefühl, ihr stelt euch dumm. Ich bin draussen.

Offline ChaosAmSpieltisch (CaS)

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #48 am: 11.09.2011 | 14:46 »
Das ist doch offensichtlich. DSA hat mehr Optionen zur Charakterdifferenzierung als alle anderen mir bekannten Spiele.

Mehr Talente
Mehr zauber
Mehr Vor/Nachteile
Mehr Archetypen
Mehr Gesellschaften, wo man Miglied sein kann
mehr Städte, wo man Bürger sein kann
mehr Landschaften, wo man herkommen kann
mehr magische Traditionen, wo man vertreten kann

@Erik,

es geht schlicht darum, dich darauf hinzuweisen, dass deine obige Erfahrung schlicht falsch ist. Sie kann daher als Annahme nichts taugen für eine weitere Diskussion.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
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Eulenspiegel

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Re: [DSA] und "Barbie"-Spiel
« Antwort #49 am: 11.09.2011 | 14:48 »
Ach ja, und bei Dnd weiß ich auch, was deine Annahme angeht, nur dass man es als SL oder Spieler selbst festlegt.
Also wenn der SL das festlegt, dann weiß ich das als Spieler eben nicht.

Darüberhinaus fehlt halt die Vergleichbarkeit mit anderen Gruppen. Ich kann bei DSA halt einen SC mit dem vollen Hintergrund erstellen und ihn in zig verschiedenen Gruppen einsetzen und in allen Gruppen ist der SC hintergrundkonform.

Bei D&D unterscheidet sich das halt von Gruppe zu Gruppe.