Autor Thema: [Shadowrun] Smalltalk  (Gelesen 56968 mal)

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Online Medizinmann

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #750 am: 8.08.2019 | 09:48 »
Zitat
Meinungen?

1 Streamlinen ist immer gut . für Beides entweder Psychosen oder keine, aber nicht nure für eins von beiden
( und neue Nachteile für Magier können auch interessant sein....)
2 ist das nicht ein bischen Hartwurstig ? (kann uzumindest so werden) lass es weg , es verlangsamt nur das Spiel.
(als Aufhänger/Plothook evtl. aber nicht regelmässig und mit Würfeln,etc)

Zitat
Aber wenn ich mir anschaue, was für ein Aufwand es ist, mittlere bis schwere Verletzungen ohne größere Spätfolgen wieder hinzukriegen, muss ich sagen: Im Leben nicht.

 ;D ;)

Zitat
Was mir davon ab in Sachen Setting immer wieder negativ auffällt, ist die Grundeinstellung, dass Cyberware per se auffällig und ungewöhnlich ist und man damit auffällt wie ein bunter Hund.

Mööööp
das stimmt So nicht ( zumindest nicht seit der 4ten Ed ;)
Cyberware ist NICHT per Se auffällig ( dafür gibts Offensichtliche Cyberarme( Vs synthetische)  ,Offensichtliche Cyberaugen( Vs unauffällige ) ,etc. auch Kompositknochen sind nicht sichtbar .
und vieles läst sich auch mit Kleidung überdecken . Und ungewöhnlich ist die nicht mehr ( die gibts Ingame seit 35-50 Jahren, jenachdem wann du spielst ,selbst in deinem Black Mohawk, das mitte der 2050er spielt gibts 'waree schon seit Jahren/Dekaden ! )
 
Es ist eher so, das Cyberware als Altertümlich/primitiv angesehen wird .
in der Oberschicht ist (noch unauffälligere) Bioware angesagt . Cyberware ist was fürs einfache Volk/die Plebejer , nicht für den Adel ;)
Das ist jedenfalls der Hintergrund von/ab SR4(A) also SR Ende der 2060er

der mit bunten Hunden tanzt
Medizinmann

Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #751 am: 8.08.2019 | 10:07 »
Mir geht es bei der Cyberware vor Allem um die Haltung eines großen Teils der Spieler dazu, die dann nach und nach in die offizielle Linie eingesickert ist.

Verdeckte Cyberware ist da genau das richtige Stichwort: Das ist im Grunde auf taktische Überlegungen zu begrenzen (und da ist es auch eher wacklig*).
In sozialer Hinsicht sollte verdeckte Cyberware sogar verpönt sein - Cyberware ist im Setting etwas Positives und nichts Anrüchiges oder Anstößiges, die will man zeigen.
Da geht man auf Spielerseite viel zu sehr mit zeitgenössischen Perspektiven ran und dann kommt mittelfristig eben dabei raus, dass man mit egal welcher erkennbaren Cyberware automatisch auf dem Radar der Sicherheitskräfte auftaucht.

Das ist mMn genau verkehrt herum. Wer nicht erwacht ist und keine Cyberware hat, ist quasi schon ein Neo-Luddit und allemal seltsamer/sozial auffälliger als jemand mit Cyberware.
Für irgendwelche sozialen Anlässe mit entsprechenden Kontrollen würde gerade ein auf Unauffälligkeit bedachter Sam also die offensichtliche Cyberhand aufsetzen und nicht die getarnte...


*Ich hatte überlegt, ob ich für Black Mohawk überhaupt verdeckte/nicht offensichtliche Cybergliedmaßen anbiete und komme immer mehr zu dem Schluss, dass das überflüssig ist.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #752 am: 8.08.2019 | 10:31 »
Zitat
*Ich hatte überlegt, ob ich für Black Mohawk überhaupt verdeckte/nicht offensichtliche Cybergliedmaßen anbiete und komme immer mehr zu dem Schluss, dass das überflüssig ist.


Doch, biete sie an .
Es wird immer Spieler geben , die eher auf der paranoiden Seite oder Heimlichkeitsseite stehen .
mach sie Teurer oder gib ihnen einen anderen Malus ( -w für soziale Aktionen, wenn man sie doch entdeckt)
aber lass den Spielern die Wahl !!
Und ob Cyberware überflüssig ist....sollten das nicht auch die Spieler für Ihren Char entscheiden ?
Ein Teil der Faszination von Cyberpunk 20230 ist auch die überflüssige Cyberware

Zitat
Wer nicht erwacht ist und keine Cyberware hat, ist quasi schon ein Neo-Luddit und allemal seltsamer/sozial auffälliger als jemand mit Cyberware.
hmmm, ich weiß nicht , woran erkennt denn der NSC ob der Char Erwacht ist oder einfach nur keine Cyberware hat ?
Ich würde keine 'ware auch nicht mit einem sozialen Malus belegen ( oder ist sie so spottbillig, das man sie sich auch in der Unterschicht leisten kenn ? )
in SR3 und SR5 (und SR6) ist 'ware jedenfalls so teuer, das man sie sich kaum leisten kann, wenn man nicht MINDESTENS in der Mittelschicht(wenn nicht sogar Oberschicht) lebt .
Wenn man dann den Klassen/Sozialkampf-Aspekt mit reinbringt (der ImO in jede Dystopie reingehört)
dann hassen die Armen die Reichen nicht nur wegen dem Geld,sondern auch,weil die sich die coole 'ware leisten können (weshalb die Reichen eher auf unauffällige Bioware stehen, die ihnen Vorteile gibt, ohne dass sie der Neidische Gegenüber bemerkt)


mit Wahltanz
Medizinmann

Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #753 am: 8.08.2019 | 10:36 »
Es wird immer Spieler geben , die eher auf der paranoiden Seite oder Heimlichkeitsseite stehen .

Genau darum gehts mir: Solche Überlegungen führen zu verdeckter Cyberware, weil man von falschen Voraussetzungen ausgeht. 
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #754 am: 8.08.2019 | 10:41 »
Genau darum gehts mir: Solche Überlegungen führen zu verdeckter Cyberware, weil man von falschen Voraussetzungen ausgeht.
Oder vielleicht, weil Paranoia mit zu SR gehört ?

Es kann aber auch am Charackterkonzept liegen , nicht jeder will einen offensichtlich vercyberten Char spielen
und wenn man dann nur noch als Alternative einen Erwachten Char hat, ist das Suboptimal .
Mein Tip : Nimm den Spielern nicht die Möglichkeit, aber rede mit Ihnen am anfang, damit sie keine falschen Voraussetzungen entwickeln .

HokaHey
Medizinmann

Offline AlucartDante

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #755 am: 8.08.2019 | 15:52 »
Verdeckte Cyberware ist da genau das richtige Stichwort: Das ist im Grunde auf taktische Überlegungen zu begrenzen (und da ist es auch eher wacklig*).
In sozialer Hinsicht sollte verdeckte Cyberware sogar verpönt sein - Cyberware ist im Setting etwas Positives und nichts Anrüchiges oder Anstößiges, die will man zeigen.
Da geht man auf Spielerseite viel zu sehr mit zeitgenössischen Perspektiven ran und dann kommt mittelfristig eben dabei raus, dass man mit egal welcher erkennbaren Cyberware automatisch auf dem Radar der Sicherheitskräfte auftaucht.

Ich glaube das kann man nicht so verallgemeinern. Ästethik richtet sich nach der Natur, entsprechend gelten Laptops, Smartphones, Kommlink und Cyberware als schön, wenn sie natürlich aussieht und sich einfügt. Allerdings soll sie auch schön sein und man soll sehen, wenn sie teuer war, entsprechend sollen Laptops, Smartphones, Kommlink und Cyberware auch auffällig sein, wenn sie teuer waren. Teure Ware die aber offensichtlich nicht Consumer oder Buisness ist, sondern militärisch können je nach Modell auffahren. Bestimmmte militärische Laptops in der Kantine von Google aufbauen, würde bestimmt  der Sicherheit auffallen, obwohl Google jetzt nciht grundsätzlich eine rückständige analoge Firma ist.

Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #756 am: 8.08.2019 | 16:07 »
Genau diese Unterscheidung macht SR nicht.
Es gibt ja grundsätzlich keine verschiedenen Cyberware-Modelle mit gleichem Zweck; aber klar, wenn es ein Cyberarmmodell gibt, das serienmäßig bewaffnet ist - das erkennt gutes Sicherheitspersonal und das sollte man wohl eher meiden. Fällt dann aber unter allgemeines Auftreten passend zur Legende.

Der Knackpunkt ist: Waffen in Cyberware ergeben genau wie illegale Cyberware fürs Spiel nur dann Sinn, wenn da in den allermeisten Fällen keiner zu genau hinschaut/hinschauen kann und in den Fällen, wo ganz genau kontrolliert wird, auch noch andere Sicherheitsmaßnahmen greifen, die das weitgehend irrelevant bzw. nur zu einem Aspekt von vielen machen.

Wenn man mit einem Stockdegen und einer Vielzahl von nichtmetallischen Wurfmessern irgendwo reinkommt, aber selbst legale Cyberware ein großes Problem ist bzw. einen enorm verdächtig macht, dann hängt was schief - und ja, das habe ich genau so schon erlebt.
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Offline AlucartDante

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #757 am: 8.08.2019 | 16:28 »
Shadowrun macht diese Unterscheidung über Angaben zur Legalität und Verfügbarkeit. Wenn aber in deinen Runden die Securities kein Problem mit Waffen haben, aber mit Cyberware erscheint mir das eher ein spezifisches Problem bei euch?

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #758 am: 8.08.2019 | 16:33 »
Ich denke man sollte was Ware angeht, eh mal etwas mit der Zeitgehen.

Wenn Bioware für bestimmte dinge einfach besser is als Cyberware, sollte die entsprechende CYberware einfach vom Markt verschwingen.

Auch was die ganzen grade angeht sollte man mal aufräumen. Standard und Alphaware (eventuell soar Betaware) müsste eingendlich schon hoffnungslos veraltet und vom Markt verschwunden sein.
Ich denke zwei Grade and ware wären ausreichend.
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Offline AlucartDante

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #759 am: 8.08.2019 | 16:54 »
Naja, die Idee von Shadowrun ist ja schon, dass auch ständig was neues kommt und man den Druck hat, mit der Zeit zu gehen. meine Augen waren früher super teuer (Alpha) sind heute aber nicht mehr Standard.
Als ich mir meinen 486 DX11 gekauft habe, gab es auch schon den Pentium90 als Alphaware. Klar inzwischen hoffnugslos veraltet und vom Markt verschwunden. Das hießt ja aber nicht, dass es nicht immer noch auf dem Markt ältere Computer, Standart und geiler neuer Scheiß da ist. Ich finde es sollte eigentlich schon die Kategorien veraltet, aktuell und futuristiisch/Alpha/Testreihe geben. Dazu noch mal in der Variante gebraucht, neu und individuell abgestimmt. Aber regeltechnisch kann man das vielleicht auf drei Sachen vereinfachen.

Offline YY

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #760 am: 8.08.2019 | 17:44 »
Shadowrun macht diese Unterscheidung über Angaben zur Legalität und Verfügbarkeit. Wenn aber in deinen Runden die Securities kein Problem mit Waffen haben, aber mit Cyberware erscheint mir das eher ein spezifisches Problem bei euch?

Shadowrun kennt keine militärischen und zivilen Varianten des selben Stücks Cyberware, darum gehts.
Und wo habe ich geschrieben, dass kein Problem mit Waffen besteht? Die wurden da "nur" pauschal nicht entdeckt, während mit Argusaugen auf völlig normale Cyberware geguckt wurde - übrigens ganz sicher nicht in meinem Spiel, sondern in Runden anderer SLs. Über mein eigenes Spiel würde ich mich ja wohl nicht beschweren, sondern was ändern ;)

Bevor wir uns hier verzetteln: Die Kernkritik war die an der heutigen Perspektive, dass es nicht normal bis verwerflich ist, sich funktionierende Organe entfernen zu lassen, um sie durch Cyberware zu ersetzen.
Dabei sind es doch gerade die Grundprämissen des Settings, dass das normal ist, u.A. weil Cyberware ohne Nebenwirkungen funktioniert und besser ist als externe Geräte.

Und damit sind wir bei der Entwicklung im Setting:
Ich denke man sollte was Ware angeht, eh mal etwas mit der Zeit gehen.

Wenn Bioware für bestimmte dinge einfach besser is als Cyberware, sollte die entsprechende CYberware einfach vom Markt verschwingen.

Genau das ist ab SR4 passiert.
Da gab es zum ersten Mal externe Geräte, die genau so gut waren wie Cyberware mit gleicher Anwendung und Bioware, die genau so gut war wie die äquivalente Cyberware ohne deren mittlerweile aufgekommene Auffälligkeit und dafür der neue geile Scheiß waren und obendrauf nicht hackbar war.
Natürlich läuft dann keine Sau mehr mit Cyberware rum, weil man im Vorbeigehen die zugehörigen Settingprämissen entkernt hat - wenn einem das egal ist oder man das sogar will, ist alles ok.
Wenn man das nicht will, muss man aber auf die Ursachen schauen und kann nicht einfach sagen: Leute, nehmt doch mal wieder mehr Cyberware.

Aber regeltechnisch kann man das vielleicht auf drei Sachen vereinfachen.

Mir ist es wesentlich lieber, wenn man das auf den Fluff begrenzt.
Powercreep ist so schon nervig genug, aber wenn das auch noch editionsübergreifend im Setting verankert passiert...

Theoretisch könnte man das cool hinbekommen, aber wenn das so konfus und ohne Gesamtperspektive sozusagen im Sichtflug erfolgt, taugt mir das nicht.
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Offline schneeland

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #761 am: 8.08.2019 | 22:53 »
So, mit etwas mehr Zeit jetzt auch noch ein paar Kommentare nachgeliefert:

Da kann man sich großteils an der Cyberware orientieren. So richtig greifbar und massiv ist das erst mal nicht; beginnt z.B. mit sozialen Einschränkungen und geht dann zu immer schlimmerem Realitätsverlust und Größenwahn über. 

Ja, wenn ich mich richtig entsinne, lebte es sich ja auch mit 0.3 Essenz noch ganz gut, insofern wäre ja auch für Magier kein krasser Effekt zu erwarten. Ich würde das vor allem auf der Fluff-Seite als schön empfinden, wenn auch der Magier sich ein Stück weit fragen muss, wie menschlich er eigentlich noch ist.

Da gehts mir erstmal spezifisch um den Gedanken, dass Bioware leichter wiederherzustellen ist oder sich gar selbst wiederherstellt und das ein signifikanter Vorteil gegenüber Cyberware sein soll.
Aber wenn ich mir anschaue, was für ein Aufwand es ist, mittlere bis schwere Verletzungen ohne größere Spätfolgen wieder hinzukriegen, muss ich sagen: Im Leben nicht. Oder jedenfalls so lange nicht, wie wir von halbwegs bodenständiger Near Future statt von Superkräften mit Bioware-Anstrich reden.

Freilich ist in der Hinsicht bei SR auch Cyberware phantastisch, weil man sich da z.B. nach offizieller Lesart mal eben in der Mittagspause Neuralschnittstellen in die Rübe hauen lassen kann.
Aber das ist es ja gerade: Wenn schon, dann beides leicht überhöht. Der Cyberware gedanklich alle möglichen Nachteile zuzuordnen und Bioware als Quasi-Magie anzusehen, finde ich wenig zielführend.

Ja, das Problem ist hier m.E. das Bioware (zumindest wenn mich meine Erinnerung nicht trügt) eher eine Art bessere Cyberware (i.S.v. gleicher Effekt bei niedrigeren Essenzkosten) ist. Und ja, die schnelle Wiederherstellung von biologischem Gewebe nach Verletzungen halte ich für ziemlich unwahrscheinlich (sagt allein schon mein eigenes zerstörtes Gewebe :)).

Wobei mich die Sache mit der Nachmittags-OP für neue Ware weniger beschäftigt als die Frage der Energieversorgung - hier habe ich bisher noch kein Modell gefunden, dass meine Suspension of Disbelief nicht massiv strapaziert.


Auch etwas weiter von diesem einen Gedanken weg kommt mir Cyberware deutlich zu schlecht weg, weil viele inhärente Vorteile sich nicht oder jedenfalls nicht ausreichend in Spielmechanik niederschlagen. Das fängt speziell für Cybergliedmaßen bei Schmerzempfinden und Widerstandsfähigkeit an und geht bis rüber zu Aspekten wie Wiederholgenauigkeit, Präzision, Geschwindigkeit, Kraft im Zusammenspiel mit Bewegungsamplitude, genereller Beweglichkeit und Ermüdung. Gilt aber ähnlich auch für manch anderen Cyberkram.

Man muss zwar ein bisschen aufpassen, dass man es hier nicht mit zu vielen Einflussfaktoren übertreibt, aber die entscheidende Frage ist ja (zunächst mal wieder abseits der Spielmechanik): warum sollte ich mir so Chrom-Dings einbauen lassen, wenn ich noch natürliche Gliedmaßen habe? Je nachdem, wie groß bzw. klein der Gewinn ausfällt, stellt sich ja die Frage nur für diejenigen, die durch Unfälle o.ä. ihre Gliedmaßen verloren haben. Das ist aber m.E. gerade nicht das, was man in einem Cyberpunk-Szenario haben möchte. Zumindest mein Empfinden sagt: ordentliche Verchromung gehört da fest mit dazu. Vor allem Neuralschnittstellen, Cyberaugen und Cyberarme empfinde ich als so kanonisch, dass ohne sie etwas fehlt.

Was mir davon ab in Sachen Setting immer wieder negativ auffällt, ist die Grundeinstellung, dass Cyberware per se auffällig und ungewöhnlich ist und man damit auffällt wie ein bunter Hund.
Die Settingsetzung ist (oder war mal...) das genaue Gegenteil und nur so ergeben Dinge wie Waffen in Cybergliedmaßen überhaupt Sinn: weil man damit weniger auffällt als mit normalen verdeckt geführten Waffen. Das funktioniert aber nur, wenn Cyberware völlig alltäglich ist und sich nicht jede Sicherheitsmaßnahme auf die Cyberware fokussiert wie die Geier auf ein Stück Aas und darüber hinaus auch noch hoch effektiv ist. Wer Cyberware komplett durchleuchten kann, findet doch auch alles andere...und dann sind wir wieder bei Adepten und giftspuckenden Bio-Samurai. Kann auch mal Spaß machen, aber eben nur als Spielerei und nicht als überlebensnotwendige gedankliche Grundlage.

Ja, hier beißen sich m.E. der Wunsch, einerseits immer abgefahrenere Möglichkeiten zur Heimlichkeit bieten zu wollen und die grundsätzliche Setzung, dass in einem Cyberpunk-Setting eben Cyberware ein wichtiger Teil ist. Ich würde persönlich hier auch stärker dem zweiten Strang zuneigen und davon ausgehen, dass Cyberware schlichtweg normal ist und es maximal besonders auffällige Ausgestaltungen gibt (vielleicht die Modelle von der Resterampe), aber ansonsten zumindest auf der Straße und für einfache Konzernangestellte kein sozialer Druck besteht, Cyberware nicht zu zeigen.

Wobei das ja nicht die einzige Merkwürdigkeit im Shadowrun-Setting ist. Allein die Ausgestaltung der ADL ist ja schon eher fragwürdig: überall auf der Welt erleben naturmystische Religionen ein Comeback (ein Aspekt, den ich übrigens sehr mag bei SR), nur in Deutschland tummelt sich ein Haufen Nazis und christliche Fanatiker (vielleicht ist hier meine Erinnerung aber auch zu negativ eingefärbt).

Angeregt durch die SR6-Diskussionen und Black Mohawk stelle ich mir ohnehin die Frage, ob man nicht auch das Setting ein bisschen aufräumen müsste (und dann erreicht man vielleicht sogar langsam den Bereich, wo das Ganze anfängt, was Eigenes zu sein und nicht mehr "nur" in Shadowrun-Hack).
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #762 am: 9.08.2019 | 00:17 »
Wobei mich die Sache mit der Nachmittags-OP für neue Ware weniger beschäftigt als die Frage der Energieversorgung - hier habe ich bisher noch kein Modell gefunden, dass meine Suspension of Disbelief nicht massiv strapaziert.

Fortschrittliche Superkondensatoren und in der Downtime immer brav an die Steckdose (oder im Auto an die Lichtmaschine) ;D

warum sollte ich mir so Chrom-Dings einbauen lassen, wenn ich noch natürliche Gliedmaßen habe? Je nachdem, wie groß bzw. klein der Gewinn ausfällt, stellt sich ja die Frage nur für diejenigen, die durch Unfälle o.ä. ihre Gliedmaßen verloren haben. Das ist aber m.E. gerade nicht das, was man in einem Cyberpunk-Szenario haben möchte. Zumindest mein Empfinden sagt: ordentliche Verchromung gehört da fest mit dazu.

Genau; es muss ingame sinnvoll sein, sonst macht es keiner. Daher die o.g. Setzungen als Grundvoraussetzung.

Allein die Ausgestaltung der ADL ist ja schon eher fragwürdig

Mit der ADL komme ich gar nicht klar...Cyberpunk-Dystopie bringe ich im Kopf nicht mit Deutschland zusammen.

Angeregt durch die SR6-Diskussionen und Black Mohawk stelle ich mir ohnehin die Frage, ob man nicht auch das Setting ein bisschen aufräumen müsste

Joah...mir ist schon gut gedient, wenn man die Uhr auf meinen subjektiven Nostalgie-Sweet-Spot zurückdreht.
Ich habe aber sicher mehr oder weniger unbewusst genug Zeug angesammelt, womit ich die Lücken gefüllt habe und das ich jetzt als Selbstverständlichkeit ansehe wie z.B. die Dreiteilung in Weiße, Graue und Schwarze SIN. Das ist nur nirgends auf einem Fleck aufgeschrieben...da müsste ich mich u.A. hier mal durchs SR-Board fräsen.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #763 am: 9.08.2019 | 00:54 »
Mit der ADL komme ich gar nicht klar...Cyberpunk-Dystopie bringe ich im Kopf nicht mit Deutschland zusammen.

Ja, das ist etwas trickreich. Andererseits mag ich das runtergewirtschaftete, anarchistische Berlin (ein bisschen so wie heute  >;D) und auch ein "sprawliges" Hamburg hat seinen Charme. Beim Rest wird es tatsächlich schwierig. Entsprechend ist in meiner aktuellen Sprawl-Kampagne das Ruhrgebiet auch nicht der Rhein-Ruhr-Megaplex, sondern - zumindest teilweise - ein islamisches Kalifat. Auch dystopisch, aber zugegebenermaßen schon nicht mehr sehr typisch für Cyberpunk.
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Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #764 am: 9.08.2019 | 05:48 »
Und damit sind wir bei der Entwicklung im Setting:
Genau das ist ab SR4 passiert.
Da gab es zum ersten Mal externe Geräte, die genau so gut waren wie Cyberware mit gleicher Anwendung und Bioware, die genau so gut war wie die äquivalente Cyberware ohne deren mittlerweile aufgekommene Auffälligkeit und dafür der neue geile Scheiß waren und obendrauf nicht hackbar war.
Natürlich läuft dann keine Sau mehr mit Cyberware rum, weil man im Vorbeigehen die zugehörigen Settingprämissen entkernt hat - wenn einem das egal ist oder man das sogar will, ist alles ok.
Wenn man das nicht will, muss man aber auf die Ursachen schauen und kann nicht einfach sagen: Leute, nehmt doch mal wieder mehr Cyberware.
Nur sollte man dann mal eben konsequent sei und und die alternativen Optionen zusammen streichen (und an einigen Stellen die Cyberware so überarbeiten das sie Konkurrenzfähig ist, insbesondere bei den Cybergliedmaßen).
Und auch die 4te Edition hatte noch 4 Grade an Cyberware und iirc sogar auch an Bioware. Ich denke 2 Grade sollten eigentlich reichen.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #765 am: 9.08.2019 | 07:29 »
Da ist Shadowrun ein bisschen wie unsere Gesetzgebung:
Was einmal da ist, wird man so schnell nicht wieder los  :P :)
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #766 am: 14.08.2019 | 13:47 »
Mal wieder einen (SR3) Eegelfrage:

Kann man eigentlich mehrere niedrigstufige Foki vom selben Typ gleich zeitig nutzen, anstelle von einem Hochstufigen? Also z.b. im Extremfall 6 Karftfoci Stufe 1 anstelle von einen Kraftfokus der Stufe 6?
Oder kann man einen Hochstufigen Fokus runtergestuft nutzen, also z.B. von einem Kraftfokus Stufe 6 nur 3 Fokuspunkte einsetzen, um noch nebenher einen Zauberspeicher Stufe 3 nutzen zu können (mal unter der Annahme das man Intelligenz 6 hat und daher nur insgesamt 6 Fokuspunkte gleichzeitig aktiviert haben kann).
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #767 am: 14.08.2019 | 15:45 »
Zunächst: Das Intelligenzattribut gibt an, wie viele Fokuspunkte man in einer Runde aktivieren kann.
Insgesamt aktiv haben kann man beliebig viele, muss aber ab der doppelten Magiestufe rundenweise Magieverlustproben würfeln (s. Fokusabhängigkeit, Schattenzauber 3.01d). Wäre Intelligenz eine harte Obergrenze, würde sich diese Frage so gut wie nie stellen.


Davon abgesehen habe ich jetzt auf die Schnelle weder im GRW noch im Schattenzauber eine Aussage zu einer der beiden Fragen gefunden.

Von daher kann ich dir nur meine Perspektive anbieten:
Es zählt immer nur der höchste Fokus eines Typs - sonst gibt es keinen relevanten Anreiz, "dicke" Foki anzuschaffen, manche Nachteile starker Foki greifen nicht (astrale Tarnbarkeit) und der Magier kann immer schön billig schrittweise die Gesamtfokusstufe erhöhen.

Bei der abgestuften Nutzung sehe ich keine großen Nachteile; man verliert dabei natürlich den Aspekt des vorausschauenden Ressourcenmanagements - die "unbequeme" Entscheidung zwischen starkem Kraftfokus und Zauberspeicher innerhalb einer Runde fände ich spielerisch interessanter, aber dem Magierspieler wäre mehr Flexibilität natürlich lieber, weil das Problem dann nicht auftaucht.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #768 am: 14.08.2019 | 18:25 »
Zunächst: Das Intelligenzattribut gibt an, wie viele Fokuspunkte man in einer Runde aktivieren kann.
OK gut zu wissen, so hätte ich den Text im GRW nicht interpretiert.

Es wäre dann allerdings ohne sowas wie eine Abgestufte Aktivierung immer hin i soweit ein Limit das man keinen Fokus aktivieren kann der Stufe höher ist als der Intelligenzwert.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #769 am: 14.08.2019 | 18:37 »
Ich hab jetzt noch mal in das Englische SR3 GRW geguckt, nachdem entspricht die maximale Zahl der Foki die man gleichzeitig aktiviert haben kann der Intelligenz, völlig unabhängig von der Stufe der Foki.

Ich hab noch mal in Errata und FAQs geguckt aber da hab ich auch nichts gefunden.
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« Antwort #770 am: 14.08.2019 | 19:29 »
Ich habe nur noch das deutsche GRW - aber das ist ja schon eine deutliche Änderung von der Zahl der Foki zu den Kraftpunkten, inklusive der angesprochenen impliziten Beschränkung der Kraftstufe, die man aktivieren kann :o
Letzteres könnte man über eine abgestufte Aktivierung wieder einfangen: Dann braucht jemand mit Intelligenz 4 eben zwei Ini-Durchgänge*, um einen starken Fokus zu aktivieren, das wäre ja auch ok.


*nicht Runden wie oben von mir geschrieben...im Regelwerk ist nur die Rede von "gleichzeitig". Das kann natürlich auch nur eine missverständliche Formulierung sein hinsichtlich der Unterscheidung von aktivieren und aktiv haben, aber spätestens mit dem Schattenzauber ist das eh wieder eingefangen und das "zweisprachige" Limit ist die doppelte Magiestufe und die dann nicht absolut, sondern nur in Sachen Fokusabhängigkeit.
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #771 am: 19.08.2019 | 14:26 »
Gibt es irgendeine brauchbare Eigenbräu-Version von Shadowrun, die weniger friemlig, kleinteilig und - meine Meinung! - doof ist als 5E und 6E (da habe ich nur den Schnellstarter gelesen)? Ich finde das Setting wunderbar und würde gerne einen oder zwei Eimer W6 dazu auf dem Tisch auskippen, aber bei dem Gedanken, die genannten Editionen leiten zu müssen, bekomme ich Schweißausbrüche :-[
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #772 am: 19.08.2019 | 14:30 »
Schon mal in Anarchy reingeguckt?
Wenn man den narrativen Fiasco-ähnlichen Müll (der zu Shadowrun imho einfach Null passt) rauswirft, bekommt man ein sehr (sehr) schlankes System.

Man sollte dann aber nicht mehr mit Gear- und Gunporn rechnen. ;)
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #773 am: 19.08.2019 | 14:54 »
Gibt es irgendeine brauchbare Eigenbräu-Version von Shadowrun, die weniger friemlig, kleinteilig und - meine Meinung! - doof ist als 5E und 6E (da habe ich nur den Schnellstarter gelesen)? Ich finde das Setting wunderbar und würde gerne einen oder zwei Eimer W6 dazu auf dem Tisch auskippen, aber bei dem Gedanken, die genannten Editionen leiten zu müssen, bekomme ich Schweißausbrüche :-[

Es gibt hier im Board die Beta-Version von Black Mohawk (versteckt unter dem ursprünglichen Arbeitstitel "Shadowrun: Reboot"); das ist ein SR1/2-Hybrid, der mit den gröbsten Schnitzern aufräumen soll.
Setzt allerdings Kenntnis von SR1 oder 2, idealerweise beiden, voraus und ist auf deren Settingstand (~ anno 2055) ausgerichtet.

Ansonsten findet man viele mehr oder weniger gelungene Konversionen aus allen möglichen Ecken, aber die laufen dann eben auf anderen Regelsystemen und haben weder W6-Pools noch einige andere recht ikonische Regelelemente (die aber seit SR4 ohnehin mehr und mehr verschwinden).
Wer ein taugliches "richtiges" SR will, ist mMn auch abseits von Black Mohawk gut beraten, SR2 auf seine Bedürfnisse anzupassen.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Re: [Shadowrun] Smalltalk
« Antwort #774 am: 19.08.2019 | 20:21 »
Gibt es irgendeine brauchbare Eigenbräu-Version von Shadowrun, die weniger friemlig, kleinteilig und - meine Meinung! - doof ist als 5E und 6E (da habe ich nur den Schnellstarter gelesen)? Ich finde das Setting wunderbar und würde gerne einen oder zwei Eimer W6 dazu auf dem Tisch auskippen, aber bei dem Gedanken, die genannten Editionen leiten zu müssen, bekomme ich Schweißausbrüche :-[

SR Anarchy ? .... !

Zitat
Man sollte dann aber nicht mehr mit Gear- und Gunporn rechnen
Den kann man sich doch aus allen Büchern,Editionen und sogar anderen RPGs holen und konvertieren !

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