Autor Thema: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden  (Gelesen 26035 mal)

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Offline Timberwere

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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #150 am: 10.02.2021 | 20:31 »
74. Session, 3. Februar 2021

Sobald die Sodales nach ihrem Gespräch mit dem fremden Flambeau wieder unter sich sind, überlegen sie, was sie tun sollen. Was können sie überhaupt Sinnvolles tun, so abgeschnitten, wie sie hier in der Vergangenheit sind?

Eine Idee wäre es, vielleicht am nächsten Tag noch einmal in das andere Dorf zu reisen und dort mit der Hexe zu sprechen. Man könnte sie zum Beispiel fragen, ob an der Theorie mit der damaligen verflossenen Liebe des Barons etwas dran sei und falls ja, was damals genau geschehen ist. Aber das wäre möglicherweise vom Timing her schwierig – die Sodales müssten nach dem Trupp aufbrechen, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, aber vor ihnen ankommen. Und selbst wenn sie vorher ankämen, wäre vermutlich nicht viel Zeit, bevor die Reiter ankommen und anfangen, das Dorf dem Erdboden gleichzumachen. Außerdem hat Guri noch eine andere Sorge: Bisher, so scheint es, hat der Baron sein Hauptziel nicht erreicht – vielleicht, weil er zwar das Dorf niedermachen konnte, aber die außerhalb des Dorfes lebende Hexe nicht finden konnte. Was, wenn Sodales gesehen werden und den Baron dann zu der Hexe leiten, die er bisher von sich aus nicht finden konnte, und somit alles nur noch schlimmer machen?

Evelyn hat allerdings noch eine andere Idee. Wie wäre es, den Kreislauf des sich ewig wiederholenden Tages zu durchbrechen, indem das Falltor der Burg versperrt wird? Dann könnten die Reiter nicht aufbrechen und das andere Dorf nicht niederbrennen, und vielleicht würde das ja eine Veränderung auslösen. Diese Idee gefällt auch der Principa, und so überlegen die drei Sodales gemeinsam, wie sich das am Besten und Unauffälligsten anstellen ließe. Dass Gudrids Magie zum Einsatz kommen muss, wird sehr schnell klar, aber den ersten Gedanken, nämlich das Holz des Falltors im Boden festwurzeln zu lassen, verwerfen die Gefährten sehr schnell, weil hier sofort auffallen würde, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Besser also, Guri verengt die Öffnung im Torhaus, in die das Fallgitter hochgezogen wird, dann kann das Tor nämlich nicht mehr geöffnet werden. Kurz überlegt die Huldra, ob sie ihren Formelspruch „Supple Iron, Rigid Rope“ entsprechend anpassen kann, aber am Ende ist ein unabhängig davon improvisierter Muto Terram-Spruch sogar einfacher für sie.

In der Nacht sorgt Evelyn zunächst für eine Ablenkung, indem sie im Stall die Seile einiger dort angebundener Pferde derart ansägt, dass es so aussieht, als hätten die Tiere selbst die Seile angefressen, und es keines großen Aufwands bedarf, damit sie sich ‚von selbst‘ losreißen. Nach Sonnenaufgang geht Guri hinaus auf den  Hof, wobei sie zwar bemerkt wird, aber nicht groß auffällt, während sie in Richtung des Burgtors schlendert. Evelyn schleicht sich ebenfalls hinaus und schnappt sich ein Huhn, das sie dann in den Pferdestall wirft, weil sie hofft, dass sich die Pferde dadurch erschrecken und losreißen. Leider jedoch klappt das nicht so recht, weil das Huhn gar nicht so panisch herumflattert, wie Evelyn sich das gedacht hatte, sondern anfängt, seelenruhig im Stroh herumzuscharren und etwas aufzupicken, was die Pferde natürlich herzlich wenig stört.

Derweil ist Gudrid am Tor angekommen und wirkt erfolgreich ihren Zauber, mit dem sich die Öffnung oben in der Tordecke verzerrt. Die Magie der Merinita ist zwar sehr auffällig, weil immer Blumen zu sprießen beginnen, wenn sie zaubert, aber das scheint in dem Moment glücklicherweise niemand zu bemerken. Schnell kehren die beiden Igniculae zurück ihr Zimmer und tun so, als sei nichts gewesen. Ein wenig später bekommen sie bescheid, dass das Frühstück mmt derweil ans Tor, wirkt erfolgreich den Spruch und macht sich, indes die Blumen anfangen zu sprießen, auf und davon. Zurück ins Zimmer, so tun, als sei nichts gewesen, Bescheid, dass es Frühstück gibt, Reiter machen sich bereit, um gegen Mittag aufzubrechen.

Bauern wollen was anliefern, also Fluchen, weil das Tor nicht aufgeht; jemand schaut sich das Tor an, überprüfen den Mechanismus, finden keinen Fehler, Baron wird informiert. Baron kommt nach draußen geeilt, um sich das Desaster anzusehen, kann es aber auch nicht ändern, tut also das, was sich anbietet, er schickt nach Morus. Morus kommt an und versucht herauszufinden, was mit dem Tor los ist. Intellego Herbam – stellt fest, dass dem Holz nichts fehlt. Während bei Guri Blumen gesprossen sind, bricht bei ihm der Erdboden auf, und aus der Mauer brechen einige Splitter. Nicht genug, um sie zu zerstören, aber bemerkbar. Intellego Herbam hat den Magus erkennen lassen, dass dem Holz nichts fehlt, also versucht er es als nächstes mit Intellego Terram und macht sich kurz darauf in Begleitung eines der Männer des Barons auf in den Raum über dem Tor, wo sich der Mechanismus befindet. Evelyn schlägt vor, dass Guri ihm seine „Hilfe“ anbieten und ihn eventuell sogar in den Plan der Igniculi einweihen soll. Aber die Hilfe lehnt er ab, und Guri hat den ganz starken Eindruck, dass der Magus eine eigene Agenda hat und die rücksichtslos verfolgen wird, auch über Leichen gehen würde, wenn er auch nur den geringsten Eindruck hat, dass etwas dieser Agenda zuwider läuft.

Dummerweise sehen die drei nicht, wie sie den Magus aufhalten können, das heißt, er wird das Tor wieder zum Funktionieren bekommen, und es wird den Baron nicht am Aufbrechen hindern, weil das klemmende Tor schon morgens ganz früh entdeckt wurde. Aber während Morus mit dem Tor beschäftigt ist, geht Evelyn sein Zimmer durchsuchen. Gudrid legt sich währenddessen auf die Lauer, um den Magus im Notfall abzufangen und aufzuhalten, und auch Knut macht sich bereit, im Stall die Pferde aufzuscheuchen und auf diese Weise für Ablenkung zu sorgen.

Da Evelyn sich zum einen gut in solchen Dingen auskennt und sich zum anderen sehr gut in den fremden Flambeau hineinversetzen kann, kommt sie auf all seine Verstecke. Dabei findet sie viele Aufzeichnungen auf Latein, aber es sind zu viele Seiten, um sie sich alle zu merken oder sie alle lesen zu können. Aber – einerseits überraschend, andererseits vielleicht auch wieder gerade nicht – gut versteckt findet Evelyn auch eine Mantelspange im Hauszeichen der Diedne. (Das Flambeau-Hauszeichen, das die Igniculi offen getragen bei Morus gesehen hatten, hat der Magus als Kettenanhänger umhängen.) Persönliche Briefe oder Unterlagen findet Everlyn nicht. Die Kleidung im Raum ist ausnahmslos Reisekleidung, die schon bessere Zeiten gesehen hat und auch schon kräftig geflickt worden ist. Teilweise wurde sie sogar nicht nur gestopft, sondern mit anderem Stoff ausgebessert und neu darübergefärbt.

Während Evelyn drinnen noch sucht, wird draußen irgendwann mit sehr viel Schwung das Fallgitter krachend nach oben gezogen, und jemand schreit auf: „Ah, Vorsicht, nicht!!“. Dieses Maß an Gewalt war so also nicht geplant, aber dennoch kommt Morus einen Moment später sichtlich zufrieden mit sich wieder herunter und sagt ungehalten zu dem Mann, der ihm gefolgt war und der jetzt etwas unglücklich aussieht: „Was wollt Ihr denn, das Tor ist doch offen!“

Gudrid ist klar, dass noch nicht genug Zeit vergangen ist, als dass Evelyn ihre Suche drinnen schon beendet haben kann, also versucht sie, den Magus, der jetzt in seine Gemächer zurückkehren will, aufzuhalten und in ein Gespräch über die von ihm eingesetzte Magie zu verwenden. Morus sagt knapp, er habe ein einfaches Rego Herbam verwendet, sich aber vielleicht in der Dosierung vertan. Während dieser paar Worte hält er aber nicht inne, so dass Guri versucht, ihn Er hält während des Gespräches aber nicht inne, so dass Guri versucht, ihn damit aufzuhalten, dass sie ihm eine ‚bessere‘ magische Methode vorschlägt. Ihr schnell improvisiertes magisches Gerede, bei dem sie stark aus ihrer Erfahrung als Heckenmagierin schöpft, verfängt aber bei dem fremden Magus nicht; er winkt verächtlich ab und will schnellen Schrittes weiter ins Gebäude.

Knut, der für genau einen solchen Fall auf der Lauer gelegen hatte, erkennt die Situation als das vereinbarte Zeichen, ebenfalls für Ablenkung zu sorgen. Er geht in den Stall, und seine magische Aura versetzt die Pferde in Panik, die sich nun doch von den durch Evelyn vorbereiteten Stricken losreißen und aus dem Stall stürmen, eines davon auch auf Morus zu. Der fremde Magus reagiert instinktiv und wirkt blitzschnell eine Feuerwand vor sich, und es ist ihm offenbar völlig gleichgültig, dass das Pferd in die Flammen läuft und gleich darauf lichterloh in Flammen steht, und auch dass die Burgbewohner diese offenkundige Magie bemerken und schreiend in alle Richtungen davonlaufen, kümmert ihn nicht.

Gudrid reagiert ebenfalls geistesgegenwärtig – aber nicht mit Magie, sondern genau mit dem Gegenteil. Sie möchte vermeiden, dass der Fremde einen zu großen Einblick in ihre Fähigkeiten erhält, und springt deswegen nur zur Seite, statt selbst einen Zauber einzusetzen. Morus kümmert sich aber auch gar nicht groß um sie, sondern kehrt ungerührt in die Burg zurück, ohne ihr noch einen weiteren Blick zu gönnen – aber immerhin ist inzwischen genug Zeit vergangen, dass Evelyn ihre Suche beenden und das Zimmer des Magus unbemerkt verlassen konnte.

Die Aufregung im Burghof hat das Ausrücken des Rittertrupps nun doch verzögert, aber nicht genug, dass ein Aufbruch an diesem Tag gar nicht mehr möglich wäre. Aber es ist spät genug, dass die Reiter erst gegen Abend oder gar bereits nach Einbruch der Dunkelheit in dem anderen Dorf ankommen werden, nicht bereits am Nachmittag, wie es normalerweise an dem sich wiederholenden Tag immer der Fall ist.
Von der Reitergruppe scheint tatsächlich auch nur Baron Humphrey eine Ahnung davon zu haben, dass der Tag sich immer wiederholt. Seine Ritter waren am Vortag bei ihrer Rückkehr mitgenommen genug, dass ziemlich deutlich ist, dass das Abschlachten des Dorfes für sie etwas Neues und Einmaliges war. Dass der Baron ein Bewusstsein des wiederkehrenden Tages hat und somit auch weiß, dass er die Dorfbewohner jeden Tag aufs Neue tötet, dürfte auch für die Aura der Abstumpfung sorgen, die die Igniculi bei ihm festgestellt haben.

Wieder unter sich, tauschen die Sodales Informationen aus. Guris Eindruck von der Rücksichtslosigkeit und der Agenda, die Morus ihrer Ansicht nach verfolgt, passt ziemlich gut zu dem Diedne-Zeichen, das Evelyn gefunden hat, aber was genau hat das alles zu bedeuten? Morus ist also heimlich den Diedne loyal, soviel steht fest, aber ist er ein Diedne, der sich bei den Flambeaux eingeschlichen hat, oder war er tatsächlich von Anfang an ein Flambeau, der aber Sympathien für die Diedne entdeckt hat? Und welches Ziel verfolgt er hier in der Vergangenheit? Haben die Diedne ihn gezielt hierher geschickt, oder ist er doch eher zufällig hier gelandet und versucht nun hier, für die Diedne tätig zu werden, wenn er schon einmal hier ist?

Im Moment können sie nur spekulieren, ist den Sodales klar, aber Morus als Diedne enttarnt zu haben, ohne dass dieser weiß, dass er enttarnt ist, dürfte schon einmal einen ziemlichen Vorteil darstellen.
Zitat von: Dark_Tigger
Simultan Dolmetschen ist echt kein Job auf den ich Bock hätte. Ich glaube ich würde in der Kabine nen Herzkasper vom Stress bekommen.
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Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!

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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #151 am: 17.03.2021 | 20:21 »
75. Session, 25. Februar 2021

Nach der Aufregung um das Feuer im Hof überlegen die Igniculi, wie es jetzt weitergehen soll. Eine richtige Idee haben sie nicht, außer möglicherweise am nächsten Tag die Hexe in dem anderen Dorf aufzusuchen. Allerdings könnte das sehr riskant sein, mahnt Gudrid. Die Huldra will auf jeden Fall vermeiden, dass die Igniculi auf dem Weg vom Baron und seinen Leuten entdeckt werden und so den Trupp direkt zur Hexe hinführen, was ohne ihre Anwesenheit vielleicht nicht geschehen würde. Wenn sie die Hexe aufsuchen wollen, sollten sie auf jeden Fall früh aufbrechen, um vor dem Reitertrupp dort anzukommen.

Aber zunächst überlegen die Gefährten, ob sie heute noch etwas tun können. Und tatsächlich fällt ihnen etwas ein: Da der Baron und seine Reiter noch nicht zurück sind, wollen die Igniculi sich auf die Lauer legen und die Rückkehr des Trupps beobachten, weil sie abschätzen möchte, ob die Verzögerung beim Aufbruch irgendeinen Unterschied in deren Stimmung bei der Rückkehr macht, sprich ob sie auch mit Verzögerung das andere Dorf in Schutt und Asche gelegt haben.

Die drei Gefährten suchen sich jeweils unterschiedliche Verstecke im Burghof, um vielleicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln unterschiedliche Eindrücke sammeln zu können. Eine Weile später kommen die Reiter wieder, und bei der Gruppe lässt sich in ihrer Stimmung kein großer Unterschied zum Vortag feststellen. Zumindest die Soldaten sind wieder genauso geschockt wie beim Mal zuvor.

Nachdem im Burghof wieder Ruhe eingekehrt ist, ziehen Guri und Evelyn sich in ihr Gemach zurück, während Knut lieber draußen im Freien übernachten will, auch wenn er nicht gut in seine Baumform wechseln kann. Irgendwann, einige Zeit später, bemerkt Knut plötzlich aus dem Augenwinkel eine Bewegung und sieht, wie eine Gestalt eine Kellertreppe hinunter verschwindet.  Natürlich folgt die Nordmanntanne der eheimnisvollen Gestalt in den Keller. Dort hört er vom Ende eines Gangs einen Singsang, der auf Morus hindeutet, aber Knut macht zu viel Lärm und wird bemerkt – oder zumindest bemerkt der Diedne, dass da jemand ist, wenn er den magischen Baum schon nicht erkennt.

Schnell zieht Knut sich zurück und gibt den beiden Igniculae bescheid, woraufhin Evelyn, deren Talente ja ohnehin auf diesem Gebiet liegen, sich den Keller auch einmal ansehen geht. Tatsächlich bleibt sie unbemerkt und kann Morus dabei beobachten, wie er dort unter Vollführen eines Rituals etwas einzupflanzen scheint. Evelyn wartet, bis der Magus verschwunden ist und geht dann nachsehen, was genau er da eingepflanzt hat. In der frisch aufgebrochenen Erde findet sie Knochenstücke und geht daraufhin die anderen informieren. Guri stellt fest, dass es Stücke von Menschenknochen sind und dass diese Corpus Vis beinhalten.

Gemeinsam überlegen die Sodales, was es damit auf sich haben könnte, aber keiner von ihnen kommt auf eine zündende Idee. Ganz vage hat Guri den Gedanken, dass es da eine Legende geben könnte, aber was das für eine Legende genau ist oder was diese besagt, weiß sie nicht. Ihr Wissen um die Magie sagt ihr lediglich, dass Morus wohl bisher nur die Vorbereitungen für ein eigentliches Ritual getroffen hat, das wohl noch kommen soll. Also beschließen die Igniculi, den Magus genau zu beobachten und hoffentlich dann eingreifen zu können.
« Letzte Änderung: 2.04.2021 | 00:26 von Timberwere »
Zitat von: Dark_Tigger
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #152 am: 25.03.2021 | 17:42 »
Schön, dass es bei den Igniculi weitergeht! 

Ich lese weiter gerne mit - das inspiriert sehr.
"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #153 am: 2.04.2021 | 00:29 »
76. Session, 18. März 2021

Da Morus den nächsten Schritt seines Rituals – von dem die Sodales inzwischen mutmaßen, dass er sich da die Samen für eine Armee gesät hat oder etwas in der Art, und als nächstes dessen Wachstum anstoßen muss – da er also diesen Schritt vermutlich nicht am helllichten Tag vollführen wird, sondern hoffentlich frühestens in der nächsten Nacht, beschließen die Igniculi am nächsten Morgen nach einigen Stunden Schlaf, dass sie den Tag nutzen wollen, um wie geplant die Hexe in dem anderen Dorf noch einmal aufzusuchen. Niemand fragt sie nach ihren Plänen, und sie brechen auf, bevor gegen Mittag der Baron mit seinen Leuten loszieht, also hoffen sie, unbemerkt zu der Hütte der Hexe hinzukommen.


Unterwegs fällt Evelyn auf, dass ständig ein Falke über der kleinen Gruppe kreist. Schnell wird klar, dass es sich um kein gewöhnliches Tier handeln kann, denn als die Gefährten in einem Waldstück Deckung suchen, lässt der Falke sich auf einem Ast in der Nähe nieder und behält sie im Auge, und auch eine Maus, die Evelyn ihren Kater fangen lässt und dem Vogel dann hinwirft, lenkt diesen nicht von seiner Aufgabe ab. Jemand nutzt ganz offensichtlich den Falken, um die Igniculi zu beobachten – nur wer? Baron Humphrey? Morus? Die Großmutter? Wissen können sie es nicht, und Guri gelingt es nicht, in den Geist des Vogels zu schauen und so vielleicht dessen Kontrolleur zu aber die Wahrscheinlichkeit spricht für den Diedne. Die Gefährten wollen auf jeden Fall vermeiden, dass man ihnen zum Haus der Hexe folgt, aber so einfach ist es gar nicht, den Falken abzuschütteln. Nach einigem Überlegen gräbt Terram-Expertin Gudrid einen Tunnel, durch den sich die Gruppe absetzen kann. Als sie ein gutes Stück entfernt wieder an die Oberfläche kommen, ist von dem Vogel nichts mehr zu sehen, und er findet sie auch den Rest des Weges nicht mehr wieder.

Eine Weile später kommen die Igniculi bei dem Haus der Großmutter an. Die Hexe ist gerade mit einem Ritual beschäftigt, mit dem sie das Dorf schützen will, wie sie hinterher bestätigt, wendet sich dann aber ihren Besuchern zu.

Im nun folgenden Gespräch stellt sich heraus, dass die Hexe nicht die tragische Liebe aus der Jugend des Barons ist, wegen der er allen Frauen abgeschworen hat – sie kennt den Mann bis auf die Sache mit der Wette gar nicht.
Die Igniculi können ihr wiederum etwas bestätigen, was sie bislang nur geahnt hat, nämlich dass Baron Humphrey vor seinem Schicksal gewarnt wurde und dass sein Gast ein Magus ist.
Die Zeitschleife kann nur durchbrochen werden, sagt die Hexe, indem das eintritt, was hätte eintreten sollen, nämlich dass der Adlige und seine Leute bei der Wette versteinern. Aber dadurch, dass Humphrey gewarnt ist, tritt das eben nicht ein. Dass der Baron und seine Reiter an einen bestimmten Ort geritten kommen, das soll so sein, aber dann müsste er sich eben eigentlich auf die Wette einlassen und diese verlieren, und das tut er eben nicht, sondern ist bereits auf Kampf eingestellt und will die Hexe sofort töten. Beim ersten Mal entkam sie nur ganz knapp; inzwischen ist sie ebenfalls vorbereitet und geht nicht mehr zum Treffpunkt, sondern beobachtet nur.

Am besten wäre es, wenn der Baron vergessen würde, was Morus ihm gesagt hat. Aber mit Mentem kennt Gudrid sich so gar nicht aus; sie kann ihm also nicht einfach so die Informationen aus dem Kopf holen. Nach längerem Hin- und Herüberlegen hat Evelyn schließlich den Gedanken, dass man Baron Humphrey und seinen Gast eventuell gegeneinander ausspielen könnte. Wenn man dem Burgherrn die eingepflanzten Zahnreihen im Keller zeigen und ihm klar machen würde, dass Morus nur seine eigenen Ziele verfolgt, kann man ihm vielleicht auch glauben machen, dass die Warnung nicht im Guten geschehen ist, sondern eine Falle darstellt, und dann ignoriert er die Warnung vielleicht.

Noch ist dieser Gedanke nicht völlig ausgereift, aber es ist eine Idee und momentan der beste Plan, den die Sodales haben.
Zitat von: Dark_Tigger
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #154 am: 2.04.2021 | 00:29 »
@Sindar und @Thandbar: Das freut mich! :)
Zitat von: Dark_Tigger
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Zitat von: ErikErikson
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #155 am: 12.05.2021 | 20:09 »
77. & 78. Session, 14. & 28. April 2021

Als die Igniculi von ihrem Besuch bei der Hexe zurückkehren, ist das Tor der Burg bereits versperrt. Die kleine Gruppe wird noch eingelassen, aber Baron Humphrey hat sich bereits zur Nacht zurückgezogen. An diesem Abend ist der Burgherr also nicht mehr zu sprechen, es sei denn, die Sodales unternehmen irgendetwas Außergewöhnliches, um doch Zugang zu ihm zu erhalten.

Aber zunächst geht Evelyn in den Keller, um nachzuschauen, ob sich bei den im Keller vergrabenen Knochen irgendetwas getan hat. Unten bemerkt sie Licht im Raum mit den ausgesäten Knochensplittern und hört Geräusche. Vorsichtig schleicht sie sich näher heran und sieht, dass Morus um das auf den Boden gezeichnete Pentagramm, das die Igniculae am Vorabend gesehen hatten, noch einen weiteren Kreis gezogen hat; innerhalb dieses Kreises steht der Diedne und ist offensichtlich gerade am Zaubern.

Evelyn eilt zu Guri und beschreibt, was sie gesehen hat. Für die Halb-Huldra besteht kein Zweifel daran, dass dies keine weiteren Vorbereitungen seitens des fremden Magus sind, sondern das richtige Ritual, also müssen sie den Baron genau jetzt warnen. Evelyn, die in solchen Dingen gewandter ist, versucht ihr Glück bei dem Wachtposten vor den Gemächern des Burgherrn, aber es gelingt ihr nicht, den Wachmann von einer drohenden Gefahr zu überzeugen, weil dieser findet, der Baron sei ja gut beschützt.

Stattdessen sucht Evelyn nun die Magd auf, mit der sie sich zuvor schon unterhalten und getratscht hatte. Aufgeregt erzählt sie der Frau: "Wir müssen sofort zum hohen Herrn, der Gast macht etwas Unheimliches mit Knochen und brabbelt komische Sachen!!"

Dummerweise steht vor der Tür des Barons natürlich aber noch immer dieselbe Wache, die die beiden Frauen natürlich noch immer nicht durchlassen will. Daher versucht die junge Adelige versucht, an dem Mann vorbeizuhuschen, solange er auf die Magd konzentriert ist und auf diese einredet ("Skelette? Habt Ihr getrunken? Was soll der Unsinn?"). Tatsächlich gelingt ihr das auch, und sie gelangt in eine Art Vorzimmer, wo vor der Tür in die Schlafkammer seines Herrn ein Page schläft. Dieses Zimmer ist relativ kahl und ungemütlich eingerichtet, als wolle der Baron, dass alle Wartenden so schnell wie möglich wieder gingen.

Nachdem Evelyn den Pagen und dieser seinen Herrn geweckt hat, kann die Ignicula mit dem Baron sprechen. Allerdings riecht der Burgherr stark nach Alkohol und lallt auch betrunken. Offenbar kann Humphrey ohne dieses Hilfsmittel keinen Schlaf finden.

Evelyn berichtet von der Knochenarmee und dem Ritual, das Morus gerade durchführe, und dass der Magier den Baron hinters Licht führe: dass Morus selbst diese Wette mit der Hexe gewinnen und König werden wolle. Natürlich will Humphrey sofort wissen, wie seine Besucherin an diese Information käme, aber Evelyn lügt meisterhaft, sie habe den Diedne belauscht. Belauscht? Mit wem er denn geredet habe? Mit der Luft, improvisiert Evelyn schnell. Tatsächlich glaubt der Baron der jungen Adligen, holt Schwert und Schild und lässt sich von Evelyn an den Tatort führen.

Währenddessen ist Gudrid selbst in den Keller gegangen - sie ist zwar nicht so gut im Schleichen wie Evelyn, aber dafür kann die Nordländerin auf magischem Wege das Geräusch ihrer Schritte unterdrücken, was ausreicht, damit sie unbemerkt bleibt - und hat den fremden Magus nicht aus den Augen gelassen. Ganz genau kann sie die Worte des Rituals nicht verstehen, aber der Begriff "Creo Corpus" kommt immer wieder vor - die Theorie, dass der Diedne hier eine Armee heranzüchten will, wird also immer konkreter.

Als Evelyn und der Baron hinzukommen, fragt dieser sofort laut: "Was geht hier vor?!", aber Morus lässt sich nicht stören, lässt nicht einmal erkennen, dass er den Burgherrn überhaupt gehört hat. Humphrey will zu dem Magier hineinstürmen, prallt aber an der unsichtbaren Barriere aus verdichteter Luft, die der Diedne errichtet über dem Eingang zum Kellerraum errichtet hat, ab. Guri, die sich bislang nur sehr wenig mit Auram-Magie beschäftigt hat und deren Perdo-Magie ohnehin nicht von Dauer ist, sieht sich nicht in der Lage, direkt gegen das Hindernis vorzugehen... aber die Merinita ist nicht umsonst Terram-Spezialistin. Die Barriere selbst kann sie vielleicht nicht einreißen, aber die Wand direkt daneben mittels Rego Terram mit einer Öffnung zu versehen, stellt überhaupt kein Problem dar.

Kaum ist der Weg frei, stürmt Baron Humphrey hindurch und wiederholt seine barsche Frage. Morus bleibt allerdings völlig gelassen, ja überheblich, und verweigert jegliche Aussage mit Hinweis darauf, dass der Baron doch wisse, dass er hier seine Experimente betreiben wollte. Mit Blick auf den Boden, der aussieht, als sei hier umgepflügt worden, weist der Burgherr seine Männer an, die Erde nach Beweisen für die Vorgänge zu untersuchen. Dummerweise sind die Knochenstücke verschwunden (Guri fällt ein, dass diese Knochenstücke Corpus-Vis gewesen sein dürften, das im Zuge des Rituals verbraucht wurde und deshalb nicht mehr zu finden ist), aber wegen der seltsamen Umstände und der mangelnden Erklärungen seitens des Diedne kündigt der Burgherr seinem ehemaligen Verbündeten dennoch die Zusammenarbeit und - ab morgen früh - die Gastfreundschaft auf. Das kümmert Morus, der in aller Seelenruhe davonschlendert, herzlich wenig, aber die Igniculi sind es zufrieden, immerhin dies erreicht zu haben, und legen sich, weil sie heute ohnehin nichts mehr weiter erreichen können, zur Ruhe.

Am nächsten Morgen tritt tatsächlich eine merkbare Änderung zu den Vortagen ein. Als nach dem Frühstück der Baron seine Reiter im Burghof zusammenruft, wirkt er erwartungsfroh und voller Tatendrang, überhaupt nicht mehr so niedergeschlagen und abgestumpft wie zuvor, außerdem ist er nüchtern, und auch die Rede, die er hält, ist klar optimistisch: Seine Leute und er werden gemeinsam die Hexe aufsuchen, und er, Baron Humphrey, wird diese Wette gewinnen und dann König werden.

Die Igniculi sind erleichtert: Das klingt so, als erlebe der Burgherr diesen Tag jetzt wieder zum ersten Mal und als sei die Zeitschleife drauf und dran, gebrochen zu werden!
Als der Trupp aufbricht, folgen die Sodales in vorsichtiger Entfernung. So erreichen sie den Ort der Wette und beobachten aus der Deckung, wie Baron Humphrey mit der Hexe spricht, sich umdreht und zu seinen Leuten spricht, dann mehrere Schritte macht. In dem Moment erhebt sich ein Erdhügel, und der Baron und seine Leute werden zu Stein.

Zufrieden darüber, dass die korrekte Geschichte offenbar wiederhergestellt ist, überlegen die Igniculi, wie sie jetzt selbst in ihre eigene Zeit zurückkehren können. Sie beschließen, noch einmal mit der Großmutter zu sprechen, bevor sie - wie sie vermuten - im Dorf in dem Gasthaus übernachten müssen, um dadurch wieder in ihrem Jetzt zu landen.

Aber als sie an der Kate der Hexe ankommen, sieht diese aus, als sei sie seit langer Zeit verlassen - entweder auf dem Weg hierher oder vielleicht sogar direkt im Moment, als der Baron versteinerte, sind die Igniculi also offenbar wieder in ihrer eigenen Zeit gelandet. Als sie zur Burg zurückkehren, ist auch diese verfallen und nur noch eine Ruine. In dem Kellerraum, in dem das Ritual stattgefunden hat, finden sich zehn ungefähr menschengroße Löcher im Boden, also ist die 'Ernte' offenbar schon eingefahren worden. Mit einem Intellego Terram untersucht Guri die Erde, um festzustellen, wie lange diese Löcher schon existieren, also wie lange es her ist, dass die gezüchteten Leute herausgekommen sind, und kann den Zeitraum ziemlich genau festlegen: Das muss vor einem halben Jahr gewesen sein.

Da ansonsten hier keinerlei weitere Spuren mehr zu finden sind, machen die Sodales noch einen Abstecher über das Dorf, in dem sie in der Zeit verschoben wurden, und auch das Dorf ist erwartungsgemäß wieder in dem ausgestorbenen und verfallenen Zustand wie zuvor. Außerdem kehren sie noch einmal zum Steinkreis zurück, wo die Menhire tatsächlich die Visquelle darstellen, wegen derer die Gruppe überhaupt erst in diese Gegend gekommen ist. Überall im Umkreis liegen kleine Steinsplitter auf dem Boden, die Guri von den Grogs einsammeln lässt. Eine magische Untersuchung der Felsen ergibt, dass sie im jährlichen Wechsel sowohl Terram- als auch Corpus-Vis abgeben.

Zufrieden mit der Ausbeute kehren die Sodales nach Igniculus-in-Arden zurück, um bei einer ausführlichen Bundsitzung von ihren Erlebnissen zu berichten.
« Letzte Änderung: 16.06.2021 | 21:01 von Timberwere »
Zitat von: Dark_Tigger
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #156 am: 17.05.2021 | 11:22 »
Also hat das Murmeltier endlich aufgehoert, taeglich zu gruessen. ;D
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #157 am: 16.06.2021 | 21:00 »
79. & 80. Session, 26 Mai & 09. Juni 2021

Nach der Heimkehr der Reisenden halten die Igniculi eine ausgiebige Bundsitzung ab. Nachdem Principa Gudrid ausgiebig über die Ereignisse berichtet hat, kommt natürlich die Frage nach Morus auf? Wie genau sieht seine Beziehung zu den Diedne aus, und was kann er, magisch gesprochen? In Sachen Terram ist er mindestens so gut wie Guri, vielleicht sogar ein bisschen besser; das Ritual im Keller der Burg beweist, dass er auch Creo und Corpus sehr gut beherrschen muss, sonst wäre das gar nicht möglich gewesen, ähnliches gilt für Rego und Auram wegen der Barriere, die er gezogen hat. Er hat das Holz des Burgtores mit Intellego Herbam analysiert und mit Creo Eignem diese Feuerwand geworfen – andere Formen und Techniken beherrscht er möglicherweise auch, aber davon haben die drei Sodales, oder besser: hat Guri, nichts gesehen. Eine grundsätzliche Ausbildung darin dürfte er haben, wie alle Magi, aber andererseits ist die Breite der den Igniculi bekannten Spezialisierungen ja auch so schon ziemlich beeindruckend da braucht es vielleicht gar nicht so viel mehr… oder zumindest wäre zu hoffen, dass da gar nicht so viel mehr ist.

Eine magische Verbindung zu Morus wäre natürlich vorteilhaft, aber sie haben keinen Gegenstand von dem Diedne, der sich für eine solche Verbindung qualifizieren würde. Immerhin sind die Igniculi im Besitz der Alraunenwurzeln, die sie in den Erdlöchern im Burgkeller gefunden haben und die durchaus eine magische Verbindung zu den Geernteten darstellen würden. Aber leider ist keiner der Igniculi gut genug in Corpus-Magie, um die magische Verbindung entsprechend nutzen zu können. In Bezug auf Morus, die gezüchtete Armee und die weiteren Pläne der Diedne bleibt also wohl vermutlich bis auf Weiteres nichts, als abzuwarten und die Augen und Ohren nach Neuem offenzuhalten.

So vergeht der Frühling. Die drei Reisenden haben ja durch ihren Ausflug in die Vergangenheit im Frühling Abenteuer-Erfahrung gesammelt; die anderen Sodales lernen aus Büchern oder – im Falle von Cedric und Rosa Nocturna – voneinander: Die Tytala gibt dem Barden Unterricht in den Artes Liberales.

Als der Sommer kommt, steht wieder die Zeit an, um im nahegelegenen Kohlenmeiler das jährliche Ignem-Vis abholen zu gehen. (Das war in der Vergangenheit zwar auch schon erst im Herbst geschehen, aber auch im Sommer ist das grundsätzlich bereits möglich.) Auf diese Reise gehen Constantia, Knut und Cedric, da Gudrid sich über den Sommer im Labor vergraben will, um endlich an dem Schlüsselfindespruch weiterzukommen. Eigentlich hatte die Nordländerin gedacht, sie müsse noch lange an dem Spruch tüfteln, aber bei der Bundsitzung hat Crispinus Comis sich bereit erklärt, mit der Principa gemeinsam zu forschen, wenn diese das nicht nach außen an die große Glocke hänge (da gibt es ja immerhin dieses Stigma von ‚beim gemeinsamen Forschen muss sich ein Magus unterordnen‘, und das will ja niemand so gerne). Zu zweit dürfte die Sache deutlich einfacher vonstatten gehen, und so verspricht Gudrid dem Verditius gerne, ihre Zusammenarbeit gegenüber Bund-Außenstehenden als vertraulich zu behandeln. Auf dem Bundgelände gibt es ja noch ein inzwischen leerstehendes Labor, das nun feierlich für genau solche Zwecke zur Verfügung stehend allen Magi des Bundes zur Verfügung gestellt wird.

Der Kohlenmeiler, wo das Ignem-Vis eingesammelt wird, ist ein paar Wegstunden entfernt. Er liegt in der Nähe eines Dorfes, in dem die Igniculi wegen ihrer regelmäßigen Besuche durchaus bekannt sind und wo Barde Cedric auch schon häufiger aufgespielt hat. Ein echtes Gasthaus gibt es zwar nicht, aber ein Dorfbewohner namens Otto hat eine Scheune zu einer Taverne umgebaut. Auch ein Landadeliger, Ritter Philip, hat in der Nähe seine kleine Burg.

Als die Igniculi ankommen, bemerken sie, dass Trauer über dem Ort liegt, und sie erfahren auch schnell von Otto dem Gastwirt, dass jemand gestorben ist: Baldwin, der beim Ritter angestellte Sänger und Musiker. Baldwins Tochter Olivia sei verschwunden, und ein weiterer Musiker, ein fahrender Sänger namens Paul, sei ebenfalls gestorben. Paul allerdings  sei im Wald gefunden worden, während Baldwin in seinem Haus im Dorf gestorben sei. Eine Todesursache habe man nicht feststellen können, aber vor seinem Tod habe er all seine Instrumente zertrümmert.

Auch mit Mary, Baldwins Frau, sprechen die Sodales natürlich, um ihr das Beileid auszudrücken. Es ist noch vor der eigentlichen Beerdigung, deswegen bleibt im Moment nicht viel Zeit zum Reden. Aber Mary erzählt kurz, dass sie zu Besuch bei Verwandten im Nachbarort gewesen sei und dort schlecht geträumt habe: In ihrem Traum lag Baldwin tot im Musikzimmer, und alle Instrumente waren zerbrochen. Dann kam sie von ihrem  Dann kam sie vom Verwandtenbesuch nach Hause, und Baldwin war wirklich tot.

Die Sodales fragen, ob sie sich vielleicht das Zimmer bzw. das Haus einmal ansehen dürfen, und Mary erklärt, nach Trauerfeier dürften sie gerne vorbeikommen. Aber zunächst gilt es, dem Verstorbenen selbst die letzte Ehre zu erweisen.

Die Kirche, in der Baldwin aufgebahrt liegt, hat schon bessere Tage gesehen: Das gesamte Gebäude, Wände wie Fundament, sind aus Holz, wobei die dünneren Wände bereits etwas am Verrotten sind, das Fundament aber noch stabil aussieht. Bei dem Verstorbenen angekommen, zollen die Sodales ihm natürlich Respekt, aber sie sehen sich auch um, ob ihnen irgendetwas an dem Toten auffällt – Constantia tut dies mittels Intellego Vim, Cedric auf die mundane Art. Weil sie sich in einer Kirche und auf heiligem Boden befinden, ist das Wirken von Magie für Constantia schwieriger als sonst, aber Zauber der dritten Magnitüde oder höher würde sie spüren, wenn welche da wären (sind es aber nicht); Zauber der ersten oder zweiten Magnitüde wären zu schwach, als dass sie sie bemerken könnte, falls sie da wären; sie kann sich also nicht sicher sein, ob niederstufige Magie nicht vielleicht doch gewirkt wurde.

Cedric fällt auf, dass Baldwin zwar einen friedlichen Gesichtsausdruck hat, aber der Barde ist sich sicher, dass jemand dem Toten das Gesicht gerichtet hat, damit er nicht so aussieht, als hätte er ein angst- oder schreckensverzerrten Ausdruck. Und er bemerkt, dass an Baldwins Händen und Armen Kratzer und blaue Flecken hat. Welcher Art diese Kratzer genau sind bzw. wer oder was sie genau sie verursacht hat, kann Cedric allerdings nicht sagen.

Der Pastor der Kirche – Richard mit Namen – kommt hinzu und spricht die Igniculi an, was sie da wollten. Cedric erklärt, dass sie dem Toten die Ehre erweisen wollen und gibt sich offen als Mit-Musiker zu erkennen, auch wenn (oder vielleicht gerade weil) angesichts der Tatsache, dass die beiden anderen Toten ebenfalls Barden waren, ihn das vielleicht zur Zielscheibe werden lassen könnte. Constantia spendet eine kleine Summe ein bisschen was und fragt den Pastor nach den beiden Toten: Sie mache sich Sorgen, weil eben beide Musiker waren und ja auch Cedric dieser Zunft angehört. sie erfährt, dass dieser Paul ein fahrender Sänger und auf der Durchreise war – eigentlich sei er morgens bereits aufgebrochen, und man habe die arme Seele einige Zeit später im Wald gefunden. Cedric erkundigt sich nach Pauls Instrument und was damit passiert sei, woraufhin Pastor Richard antwortet, Baldwin habe es für richtig gehalten, die Laute mit ihm zu begraben. Cedric nickt zufrieden – das sei gut und richtig und wäre sonst auch sein Rat gewesen. Dabei kommt dem Barden aber ein Gedanke: Was, wenn das nicht stimmt und beispielsweise Baldwin Pauls Laute für sich behalten hat, und was, wenn das Ganze deswegen ausgelöst – und auch diese Laute zertrümmert – wurde? Der Gedanke kommt ihm zwar, aber der Pastor wirkte völlig aufrichtig*, also entweder ist die Theorie falsch, oder der Pastor weiß es schlicht nicht besser.

Als nächsten Schritte gehen die Igniculi Pauls Todesort untersuchen – wo das genau war, lässt sich recht leicht herausfinden. Gleich als erstes fällt auf, dass in der Umgebung des Ortes auch mehrere tote Tiere liegen, aber auch bei ihnen keine Todesursache sichtbar ist. Angesichts der Tierkadaver äußert Cedric die Theorie, dass es irgendetwas mit Musik zu tun gehabt haben könnte, eine tödliche Melodie oder dergleichen vielleicht. Constantia versucht, mittels Magie mehr herauszufinden, und kann spüren, dass hier irgendetwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – aber was genau es ist, kann sie nicht näher bestimmen. Der Ort wäre jedenfalls kein sonderlich guter Lagerplatz, und außerdem deutlich zu nah am Dorf, als dass Paul nach seiner Abreise bereits wieder Rast gemacht hätte. Aber Fußspuren sind zu sehen: Hier sind Leute herumgelaufen, und zwar vermutlich diejenigen, die Pauls Leichnam gefunden und dann ins Dorf gebracht haben.

Nachdem hier nichts weiter zu finden ist, kehren die Sodales zurück ins Dorf und statten Witwe Mary den angekündigten Besuch ab, sobald die Trauerfeier vorüber ist. Mary bestätigt noch einmal, dass sie Baldwin im Hauptraum ihres Hauses gefunden hat, als sie von dem Besuch bei ihren Verwandten wiederkam. Die Familie lebt in einem eigenen Haus im Dorf und nicht bei Ritter Philip auf dessen Burg. Im Hauptraum liegen noch etliche Holzsplitter herum, auch wenn sie auf einen Haufen zusammengefegt wurden – das sei seine Lieblingslaute gewesen, erklärt Mary. Cedric hebt mit bedauernden Bemerkungen ein Stück auf und gibt es dann an Constantia weiter, die es per Magie untersucht. Da dies weder unauffällig noch leise vonstatten geht, nimmt Cedric zum Ablenken die Witwe mit in das Zimmer der verschwundenen Tochter Olivia, aber trotz des lauten Sprechens und Gestikulierens klappt der Zauber nicht, und so folgt die Flambeau den anderen kurze Zeit später nach.

Olivias Zimmer ist typisch für ein junges Mädchen im heiratsfähigen Alter: ein Bett, eine Truhe, ein Schränkchen mit Waschkrug und Schüssel. Auf die Frage, Mary ihre Tochter zuletzt gesehen habe, antwortet sie, das sei gewesen, bevor sie zu ihren Verwandten aufgebrochen sei, vor ein paar Tagen also. Als sie wiederkam, war Olivia schon weg. Natürlich hat Mary herumgefragt; Olivia ist an Baldwins Todestag verschwunden. Dieser Todestag war höchstvermutlich gestern, zumindest ist  Mary gestern Nachmittag nachhause gekommen, und auch den Traum hatte sie in der Nacht von vorgestern auf gestern.

Olivias Zimmer hat ein Fenster, über das man das Haus leicht betreten oder verlassen könnte. Das Haus selbst liegt ist am Rand des Dorfes gelegen – dazu gehören einige Felder, und Baldwin war reich genug, um einige Arbeiter beschäftigen zu können, die diese Felder bestellen. Auch einige Wirtschaftsgebäude gibt e: eine Scheune sowie  Hütten für die Arbeiter. Mit denen hat Mary allerdings noch nicht näher geredet, auch noch gar nicht daran gedacht. Die Sodales bieten an, an ihrer Stelle die Arbeiter zu befragen, was die Witwe dankend annimmt.

Zurück im Hauptraum hat Cedric den Eindruck, dass hier ein Kampf stattgefunden habe. Die Instrumententrümmer wurden zwar bereits teilweise weggeräumt, aber es ist noch zu erkennen, dass sie über den ganzen Raum verteilt waren. Zerschlagen wurden mehrere Instrumente – Mary ist sich nicht ganz sicher, wieviele Baldwin insgesamt hatte, vielleicht sechs oder sieben. Sie alle wurden zerschlagen, aber darunter ist nur eine einzige Laute, von der Mary mit Sicherheit sagen kann, dass es sich dabei um ihres Mannes Lieblingslaute gehandelt habe. Damit geht Cedrics Theorie dahin, dass Baldwin die Laute des fahrenden Sängers Paul an sich genommen haben könnte.

Constantia erkundigt sich, ob Olivia vielleicht eine gute Freundin habe, bei der sie sein könne. Nicht direkt; sie habe zwar ab und zu mit den anderen Mädchen herum, aber so viele seien das gar nicht, das Dorf sei ja nicht groß. Auch an jungen Männern und einer Verlobung habe Olivia kein Interesse gezeigt, was Mary tatsächlich etwas Sorgen macht: Sie habe zwar viele Verehrer gehabt, sich selbst aber aus keinem so recht etwas gemacht zu haben und habe Immer gesagt, bis zum Heiraten sei doch noch viel Zeit. Es fällt der Name ‚Benedict der Schmied‘, wobei Baldwin über dessen Avancen nicht glücklich gewesen sei. Warum? Weil er schon älter sei und schon einmal verheiratet war; er habe eine kleine Tochter, für die er eine Ersatzmutter suche. Außerdem habe Baldwin ihn nicht leiden können, obgleich er grundsätzlich eine durchaus gute Partie sei. Auch Mary wirkt aufrichtig* bei diesem Gespräch.

Als nächstes suchen die Sodales Benedict auf. Der Schmied hat ein größeres Holzhaus mit einer Schmiede daneben, Steinfundament, Holzwände, Holzdach, solide gebaut. Der Mann selbst stand wohl gerade an der Esse, denn diese glüht noch, und Benedict ist gerade dabei, sich an einem Lappen die Hände abzuwischen. Er ist ein muskulöser Mann von etwa Mitte 20, kurz angebunden und brummig. Habe Olivia nicht gesehen und wisse auch gar nicht nicht, was die Sodales von ihm wollten. Auch eine vorsichtige Anspielung auf sein Interesse an Olivia lockt ihn nicht aus der Reserve. „Was weiß denn ich, was das Kin– äh, was Olivia wollte!“

Hinterher bemerkt Constantia: „Jetzt weiß ich, was Mary wegen ‚alt‘ meinte – er benimmt sich viel älter, als er ist!“

Zurück bei Baldwins Hof wollen die Sodales Leute dort befragen. Cedric sucht sich – natürlich – eine hübsche junge Magd heraus, während Constantia und Knut sich einen Feldarbeiter vornehmen. Nach kurzem Schmollen, weil Cedric die junge Dame mit „Maisie, richtig?“ anredet, wo sie doch Elizabeth heißt, und einer Entschuldigung seitens des Barden erzählt sie, viele junge Männer hätten an Olivia Interesse gezeigt, nicht nur Benedict, der grobe Klotz, sondern auch junge Männer aus dem anderen Dorf, wo Mary gerade zu Besuch war. Ob sie vielleicht entführt wurde? Andererseits hat Elizabeth einmal gehört, wie Olivia zu ihrer Mutter sagte, sie wolle lieber die Welt sehen als ans Heiraten denken – vielleicht ist sie ja doch davongelaufen, statt entführt worden zu sein?. Mehr hat die Magd erst einmal nicht zu erzählen, aber Cedric lädt sie auf jeden Fall auf einen Met bei Otto ein.

Währenddessen spricht Constantia mit einer ganzen Gruppe von Arbeitern, die durchaus dankbar dafür sind, eine Pause einlegen zu können. Einer von ihnen war tatsächlich derjenige, der Paul im Wald entdeckt hat. Er war draußen im Wald und ist dort über die Leiche gestolpert. Als Constantia fragt, wie es kam, dass er dort war, klingt die Erklärung des Mannes, er habe dort – hust, räusperte – Pilze gesucht, sehr unglaubwürdig. Sei er denn alleine gewesen, fragt Constantia mit einem wissenden Zwinkern weiter. Das ja, sagt er, aber es wirkt immer noch so, als verberge er etwas. Alleine mag er vielleicht im Wald gewesen sein, aber Pilze hat er sicherlich nicht gesucht.

Sei an der Stelle, wo er Paul gefunden habe, ein Lagerfeuer gewesen, will Constantia wissen, habe es Kampfspuren gegeben? War sein Instrument noch intakt? Kampfspuren und Lagerfeuer gab es nicht, an ein Instrument konnte er sich nicht erinnern, aber Pauls Kopf habe ganz seltsam gehangen – beim Hochheben sei der Kopf erst ganz seltsam nach hinten weggekippt, dann nach vorne.

Der Themenwechsel auf den Namen Olivia führt bei dem Knecht tatsächlich zu Interesse: Sie sei ein hübsches Mädchen im heiratsfähigen Alter und eine gute Partie. Gesehen hat er sie gestern zuletzt.  Neben dem Namen Benedict erwähnt der Arbeiter auch einen gewissen Bartholomew als einen der Männer, die Interesse an Olivia geszeigt hätten. Der sei wohl verliebt in sie. Dieser Bartholomew wohnt bei Otto in der Scheune, und er war auch mit Baldwin befreundet, zumindest hat er den Musiker des Öfteren zum Abendessen besucht, und er habe einmal gehört, wie die beiden sich über Musik unterhalten hätten.

Nach kurzem Nachfragen, warum die Sodales das alles wissen wollten und entsprechender Erklärung seitens Constantia fällt dem Arbeiter noch etwas ein, das ihm seltsam vorgekommen sei. Er weiß nicht, ob es mit Olivias Verschwinden zu tun habe, aber am Abend zuvor sei ganz seltsame und etwas unheimliche Musik aus Baldwins Haus gekommen. Er habe sich noch überlegt, was Baldwin denn da heute für Musik mache, die sei irgendwie anders und unheimlich gewesen. Vielleicht sei Olivia ja von Feen entführt worden?

Mehr weiß er allerdings nicht zu sagen, also bedankt sich Constantia und sieht den jungen Männern lieber noch eine Weile bewundernd beim Arbeiten und Schwitzen zu.

 

* Dabei ist zu sagen, dass während der Runde insgesamt 5x ein Patzer mit dem Wurf 10+4 vorkam – und zwar immer bei der Frage „War das aufrichtig?“
« Letzte Änderung: 16.06.2021 | 21:06 von Timberwere »
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #158 am: 9.07.2021 | 16:40 »
81. Session: 16. Juni 2021

Allmählich neigt der Tag sich dem Ende entgegen. Die Menschen im Dorf beenden ihr Tagewerk, und auch die Igniculi machen sich auf in Richtung Ottos Scheune. Zum einen ist das die einzige Unterkunftsmöglichkeit im Ort, und zum anderen hoffen die Sodales, dort auf diesen Bartholomew zu treffen. Der Teilzeit-Gastwirt, der sich ansonsten auch als Arbeiter auf den Feldern verdingt, wohnt mit seiner Familie in einem kleinen Haus nebenan, aber in der Scheune hat er hölzerne Trennwände eingezogen, Pritschen mit Wolldecken in die so geschaffenen ‚Boxen‘ gestellt und auf diese Weise einige Schlafkabinen geschaffen. Außerdem dient die Scheune auch als Taverne, wo man unter anderem Ottos selbstgebrautes Bier trinken kann. Bessere Leute, denen die Scheune zu primitiv ist, lädt er auch durchaus schon einmal in sein Haus ein, und im Falle von größeren Gruppen übernachtet er samt Frau und Familie auch schon einmal selbst in der Scheune und überlässt das Haus ganz seinen Gästen.

Otto freut sich sichtlich über Cedrics Besuch, weil das für den Wirt bedeutet, dass er mehr Bier absetzen kann, wenn der Barde bei ihm aufspielt. Das sagt Cedric ihm auch gerne zu, bevor das Gespräch ganz von selbst auf die Vorfälle kommt. Otto ist sich nicht sicher, ob Lord Philip überhaupt schon weiß, dass Baldwin tot ist, aber falls nicht, wird er es wohl spätestens in ein paar Tagen erfahren haben; Baldwin war ja immerhin sein Musiker. In bezug auf Baldwins Tochter erzählt der Wirt, dass im Dorf das Gerücht umgehe, Olivia könnte etwas mit dem Tod ihres Vaters zu tun haben – die beiden hätten sich des öfteren gestritten, weil Olivia die Welt habe sehen wollen: Baldwin sei als Vater einfach zu weich gewesen. Ottos Töchter würden verheiratet, sobald sie alt genug dafür wären, erklärt der Wirt. Das sei so anstrengend mit Töchtern, ständig müsse man auf sie aufpassen, zum Glück habe er auch noch Söhne. Die Töchter sind alle noch längst nicht im heiratsfähigen Alter, aber dennoch ermahnt der Wirt Cedric streng, er werde ihn im Auge behalten. Der Barde ist empört. „Du kennst mich doch!“ . „Ja, eben!“, schießt Otto zurück. Cedric versichert, er sei ein Ehrenmann, und bekommt die Antwort: „Ich verlasse mich darauf!“

Nachdem auch die Maga – mit ihrem bürgerlichen Namen Briar Pugh, nicht als Constantia ex Flambeau – und Knut als Nordländer vorgestellt sind, bekommen die Igniculi die Auswahl, ob sie in Ottos Haus oder in der Scheune übernachten wollen. Da sie ja mit diesem Bartholomew reden wollen und der in der Scheune schläft, wählen auch die drei Sodales die etwas schlechtere Unterkunft, die sie kostenlos mit Logis gegen Cedrics Auffspielen an den Abenden erhalten. Bartholomew sei seit einigen Wochen da, erzählt der Wirt; er sei ein Freund von Baldwin, die sich wohl in Baggington bei Lord Philip kennengelernt und ihr gemeinsames Interesse an der Musik entdeckt haben, woraufhin Baldwin dann Bartholomew einlud. Baggington ist das Dorf, in dem auch Baldwins Witwe Mary zu Besuch war. Es ist etwa genausoweit entfernt wie Igniculus-in-Arden, wobei der Weg zunächst derselbe ist, man dann aber etwas auf halber Strecke abbiegen muss.

Die Sodales suchen sich ein Plätzchen in der Scheune. Nur Bartholomew hat eine ‚Box‘ besetzt, die anderen fünf – insgesamt sind es drei auf jeder Seite eines Ganges, wie bei einem Pferdestall – sind frei; sonst schläft niemand hier. Über dieser Ebene befindet sich ein Heuschober, der mittels einer Leiter erreicht werden kann. Weiter vorne hat Otto zwei Fässer und ein Brett als Theke für den Ausschank hingestellt. Weitere Fässer stehen als „Tische“ herum, während solide gebaute, nicht unbedingt hübsche, Hocker und Schemel als Sitzgelegenheiten dienen. Echte Tische und Stühle gibt es nicht.

Als die Sodales hereinkommen, ist die Scheune ist leer; Bartholomew ist gerade nicht da. Seine Box, die letzte in der hinteren Ecke, ist halb offen, so dass man hineinschauen kann: Da liegt achtlos hingeworfen ein Reisebündel.
Während Constantia und Knut im Gang zur Ablenkung ausgiebig und laut diskutieren, welche Boxen sie am besten belegen sollen, huscht Cedric in Bartholomews Unterkunft, um kurz dessen Habseligkeiten zu durchsuchen. Außer dem Reisebündel finden sich da einige unachtsam hingeworfene Kleidungsstücke, und in der Tasche selbst einige haltbare Lebensmittel sowie einen Satz besserer Kleidung, die auch für den Besuch bei einem Lord angemessen wäre, aber ziemlich bunt gehalten ist und zu einem Spielmann passen würde.

Nach dieser kurzen Untersuchung wählen die drei Sodales sich je eine Box (Knut gegenüber Bartholomew, Constantia neben Knut und Cedric neben Bartholomew, also gegenüber Constantia) und sind gerade mit dem ‚Einrichten‘, sprich dem Ablegen ihrer Sachen, fertig, da betritt ein Fremder die Scheune. Es ist ein junger Mann von etwa Mitte Zwanzig, mit dunklen Haaren und grünen Augen und durchaus gutaussehend, der robuste Reisekleidung trägt und wohl Bartholomew sein muss.

Im Gespräch gibt der junge Mann sich als Bekannter und Kollege Baldwins zu erkennen. Ah, also auch ein Musiker? Ja, tatsächlich, gibt Bartholomew zu, er sei Spielmann. Er war nicht direkt mit Baldwin befreundet: Sie hätten sich kennengelernt und viel über Musik unterhalten – Baldwin sei ein sehr interessanter Mann gewesen, der viel über Musik gewusst habe, auch Dinge, die Bartholomew noch gar nicht kannte. Cedric erkundigt sich, was genau das für neue Dinge gewesen seien, was zu einer angeregten Unterhaltung über Musiktheorie führt. Weil Cedric selbst sehr gut in seinem Fach ist, weiß er, wovon Bartholomew redet, und kann einschätzen, dass dieser ein überaus kompetenter Gesprächspartner ist – es handelt sich um ein durchaus komplexes und anspruchsvolles Thema, das nichts für Feld-Wald-Wiesenspielleute ist, die sich lediglich mit ihrer Laute ein paar Kupferstücke verdienen. Cedric erkundigt sich etwas genauer, unter anderem auch, ob Baldwin in letzter Zeit neue und andere Musik gemacht hätte als früher (sprich, nach der unheimlichen Musik, die der Feldarbeiter erwähnt hat), aber davon weiß Bartholomew nichts. Tatsächlich fällt Cedric auf, dass der andere Barde während des Gesprächs etwas abgelenkt wirkt, als habe er einen Gedanken, den er verfolge und der die ganze Zeit im Hintergrund mitlaufe.

Constantia steigt mit der Frage nach Baldwins Tochter in das Gespräch ein, und ob Bartholomew sie kenne. Ja, dem ist so, und der Spielmann weiß auch, dass Olivia verschwunden ist. Er habe den ganzen Tag lang nach ihr gesucht, sie aber nicht finden können – deswegen sei er auch nicht auf der Beerdigung gewesen. Cedric kommt der Verdacht, das könnte vielleicht eine Ausrede sein, damit Bartholomew die Kirche nicht habe betreten müssen, aber das kann er nicht einschätzen*. Es klingt jedenfalls ein wenig so, als habe Bartholomew sich Sorgen um Olivia gemacht. Ob er allerdings in das Mädchen verliebt ist, lässt sich nur schwer sagen – vielleicht hat er ein gewisses Interesse an ihr, vielleicht auch nicht, oder vielleicht hatte Baldwin versucht, seine Tochter bei Bartholomew unter die Haube zu bringen?

Getarnt als das normale Interesse eines Musiker-Kollegen, erkundigt Cedric sich nach Bartholomews Instrument und erfährt, dass der Spielmann, wie Cedric ja sicherlich schon gehört hätte, eine Leier besaß, die er aber bei Baldwin gelassen habe und die jetzt zerbrochen sei.

Im Gegenzug fragt Bartholomew nach den Igniculi und dem Grund ihrers Hierseins. Cedric sagt etwas von wegen ‚Besuch beim Köhler‘, erklärt sich aber vor allem mit der Begründung, er sei ebenfalls Spielmann und spiele gelegentlich hier, und heute eben auch wieder einmal. Beim diesem Thema fragt Constantia auch nach Paul, dem toten Spielman aus dem Wald. Bartholomew kannte ihn, sagt er, hielt ihn aber für einen Aufschneider: Paul habe erzählt, er sei im Heiligen Land gewesen und mit Königen gereist – wenn dem so war, warum sei er dann hier gewesen? Ob er denn ein guter Musiker gewesen sei, will Cedric wissen. Schon recht solide, erwidert Bartholomew, aber über die Toten solle man ja nichts Böses sagen.*

Als die Maga nach Pauls Laute fragt, bestätigt Bartholomew, die sei mit ihm begraben worden. „Wirklich?“, versichert sich Constantia, und der Spielmann nickt. Ja, und er hätte das nicht. Es war ein gutes Instrument, zwar kein Meisterstück, aber schon sehr solide, und er hätte es eher verkauft, um die Beerdigung zu bezahlen. Aber Baldwin habe darauf bestanden – er sei das Sprachrohr des Ritters hier im Ort gewesen, auch wenn Bartholomew nicht glaubt, dass Ritter Philip Paul überhaupt kannte, er also auch nicht glaubt, dass es die Idee des Ritters war, die Laute zu begraben, sondern dass das von Baldwin selbst gekommen sein muss. Baldwin sei ein sehr anständiger Mensch gewesen – vielleicht habe er nicht gewollt, dass die Leute denken würden, er habe sich an der Laute bereichern wollen.
Irgendetwas an der Erklärung weckt in Cedric einen Verdacht, den er aber in Bartholomews Gegenwart noch nicht mit den beiden anderen Igniculi teilt, sondern den Gedanken für später aufspart: Wenn Baldwin so darauf bestanden hat, die Laute zu vergraben, hatte er dann vielleicht andere Gründe als nur die reine Redlichkeit? War die Laute vielleicht verflucht oder dergleichen? Vielleicht sollten die Igniculi das Instrument ausgraben und untersuchen. Aber das ist eben eine Idee, die der Barde zunächst nur denkt und noch nicht ausspricht.

Mit der Erklärung, dass die Igniculi Olivias Mutter Mary versprochen hätten, nach dem Mädchen zu suchen und es keinen Sinn hat, wenn sie dieselben Stellen ablaufen wie Bartholomew, fragt Constantia den Spielmann, wo er schon alles gesucht habe. Er sei den Weg entlanggegangen bis zur großen Straße, die am Wald entlang führe, habe auch immer mal wieder abseits des Weges im Wald geschaut. Er habe ein wenig die Befürchtung, dass, was auch immer Paul zugestoßen sei, auch Olivia widerfahren sein könne – es sei zwar beruhigend gewesen, keine Leiche zu finden, aber dennoch. Auf die Frage, wie lange er noch im Ort bleiben wolle, erwidert Bartholomew, er wolle noch etwas weiter nach Olivia suchen, er fühle sich irgendwie verpflichtet.

„Olivia hat keine Musik gemacht, oder?“, will Constantia wissen.
„Nicht, dass ich wüsste“, antwortet Bartholomew. „Warum?“
„Nun ja, bisher sind zwei Musiker umgekommen.“
„Ohweh, daran habe ich ja noch gar nicht gedacht!“

Auch Legenden spricht die Flambeau an, ob die beiden Barden da etwas wüssten? Nun, geben tut es viele, aber so ganz direkt fällt weder Cedric noch Bartholomew eine ein, die auf diese spezielle Situation hier passen könnte. „Feen vielleicht?“, schlägt Bartholomew vor, aber das klingt nicht sonderlich überzeugt, sondern mehr, weil man Feen ja gerne mal für alle möglichen Dinge die Schuld gibt.

Zu guter Letzt laden die Igniculi Bartholomew auf ein Bier ein, um Smalltalk betreiben und den Mann unauffällig im Auge behalten zu können. Langsam füllt sich die Scheune mit Gästen, und Cedric beginnt aufzuspielen. Dabei bemerkt er, dass Bartholomew ihn und sein Spiel sehr aufmerksam beobachtet. Die meisten Gäste lassen sich von der Musik berieseln und finden sie zwar schön, aber sie bleibt eher im Hintergrund. Bartholomew hingegen taxiert Cedric regelrecht, als wolle er eifersüchtig abschätzen, ob der Barde genauso gut sei wie er selbst – oder vielleicht gar besser? Auch die Magd Elizabeth, mit der Cedric sich ja für den Abend verabredet hatte, ist tatsächlich in die Scheune gekommen und zeigt sich sehr begeistert von Cedrics Spiel, und so geht der Barde, nachdem er die Spielpausen jeweils mit der jungen Frau verbracht hat, anders als seine beiden Sodales nicht alleine ins Bett.


* wieder mal je ein "Ist er aufrichtig?" 10+4-Patzer. Memo an Cedric: Die Frage nächstes Mal anders formulieren!!
« Letzte Änderung: 9.07.2021 | 16:42 von Timberwere »
Zitat von: Dark_Tigger
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #159 am: 13.08.2021 | 16:15 »
82. Session: 28. Juli 2021

Nachdem er die Nacht mit der Magd Elizabeth verbracht hat, schläft Cedric lange oben auf dem Heuboden. Als er sich mit den anderen Sodales zum Frühstück trifft, hat Bartholomew die Scheune bereits wieder verlassen. Otto stellt der Gruppe das Essen hin, dann will er seiner Arbeit nachgehen. Vorher jedoch stellen die Igniculi dem Wirt noch einige Fragen nach seinem anderen Gast.

Bartholomew sei immer schon früh auf, sagt Otto. Vermutlich werde er jetzt bald weiterziehen, wo sein Freund Baldwin ums Leben gekommen ist, aber momentan sucht er ja noch nach Olivia. Schade, dass es jetzt keinen ansässigen Spielmann mehr hier im Ort gibt, wirft Constantia ein, aber Otto antwortet, Baldwin sei ja selbst auch nur immer einige wenige Monate im Jahr hier gewesen; den Rest der Zeit habe er auf Lord Philips Burg verbracht. Baldwins Frau Mary habe sich aber mit der Abwesenheit ihres Mannes arrangiert, er habe ja recht gut verdient.

Apropos Lord Philip: Es wurde ein Bote losgeschickt, um den Herrn zu informieren, dass sein Spielmann tot sei, sagt Otto, aber der werde wohl nicht eigens vorbeikommen, denn er habe sicherlich Wichtigeres zu tun.

Nach dem Gespräch mit Otto hat Constantia zwei Gedanken: War Mary wirklich die ganze Zeit alleine, und wovon wird sie jetzt leben, nun da ihr Mann tot ist?
Die Igniculi beschließen, die Witwe einfach noch einmal aufzusuchen. Ihr Hilfe anzubieten, ist ja eine gute Ausrede, und von da aus kann das Thema dann ganz unverfänglich weitergesponnen werden.
Als die Sodales auf dem Anwesen ankommen, sind die Arbeiter schon auf den Feldern; Mary selbst ist bei ihrem Haus mit Aufräumen beschäftigt. Sie hat die Splitter und Trümmer von Baldwins Ausbruch beseitigt: Seine Instrumente sind größtenteils auf dem Holzstapel für den Winter gelandet, weil sie zertrümmert und nicht zu retten waren.

Beim Gespräch mit Mary gesteht die Witwe, dass es ihr nicht sonderlich gut geht – aber klar, natürlich tut es das nicht. Die Igniculi bieten ihre Hilfe an und fragen, ob sie etwas tun können. Sie könnten Olivia suchen, bittet Mary, woraufhin Constantia erklärt, dass sie damit bereits angefangen hätten. Die Sodales erwähnen auch Bartholomew und dessen Suche und fragen, ob dieser ein Interesse an dem Mädchen habe oder ob Baldwin ihn vielleicht als Ehemann für seine Tochter habe gewinnen wollen. Möglicherweise, antwortet die Witwe: immerhin wolle Olivia ja auf keinen Fall heiraten, sondern diese Spielleute hätten ihr diesen Floh ins Ohr gesetzt, dass es dort draußen in der Welt so viel schöner sei und es dort so viel zu erleben gebe. Mit ‚diesen Spielleuten‘ meint sie den toten Paul, aber auch andere, die im Lauf der Zeit so durch den Ort kamen. Sie hält allerdings gar nichts von der Abenteuerlust ihrer Tochter: Die Welt sei viel zu gefährlich – sogar Männern passierten schlimme Dinge, wie sei das für eine Frau erst!

Constantia fühlt sich von dieser Aussage persönlich angegriffen und reagiert heftig, dass sie die Dinge anders kenne und sie dort draußen in der Welt noch keine Morde erlebt hätte. Daraufhin schaut Mary vielsagend zu dem bewaffneten Grog und zu dem kräftigen Knut, aber sie sagt nichts dazu, sondern setzt einen „Ich will mich nicht streiten“-Blick auf. Constantia setzt nach: „Wir Frauen können viel mehr, als man uns zutraut.“ Daraufhin wirft die Witwe wieder einen Blick auf die Männer, bevor sie ein unverbindliches „Wahrscheinlich“ von sich gibt.

Als nächstes wollen die Sodales wissen, ob Mary den Hof wird halten können. Das werde schwierig, ist die Antwort  einige Jahre wird es schon gehen mit dem, was auf der hohen Kante liegt, aber schon nächstes Jahr wird sie wohl die Zahl der Arbeiter reduzieren müssen, damit die Ersparnisse länger reichen. Sie spricht ganz pragmatisch über die Notwendigkeit, eine neue Ehe einzugehen, und sie wirkt aufrichtig dabei. Bisher scheint sie keinen anderen Mann gehabt zu haben – vielleicht war die Verbindung mit Baldwin ja auch eine Zweckehe.

Auch Mary fragen die Sodales dann nach der gruseligen Musik, die aus dem Haus gekommen sein soll. Solcherart Musik hat die Witwe nicht gehört, und ihr ist nicht bekannt, dass Baldwin andere oder neue Musik gemacht hätte. Auch Olivia nicht, die sei nicht sonderlich musikalisch, und Mary selbst ebenfalls nicht. Aber sie war ja auch gar nicht im Dorf – wenn also neuartige, gruselige Musik aus dem Haus kam, dann geschah das vielleicht in der Zeit, in der Mary zu Besuch weg war, und sie hatte gar keine Chance, die Musik zu hören.

Wieder unter sich, überlegen die Sodales, wie es jetzt weitergehen soll. Pauls Laute auszugraben, könnte etwas schwierig werden, weil der Spielmann ja auf dem Kirchhof begraben liegt. Eventuell nachts, schlägt Cedric vor, und vielleicht mit Hilfe von Magie? Constantia verzieht das Gesicht: Magie wird nicht funktionieren – jedenfalls nicht bei Nacht und vor allem nicht bei einer Kirche, weil das heiliger Boden ist. Und auch die Suche nach Olivia könnte sich schwierig gestalten, weil keiner der drei Freunde Spuren lesen kann. Schade, dass Principa Gudrid nicht hier sei, befindet Knut, das wäre doch genau das Richtige für sie. Die könne doch auch mit den Bäumen reden und so. Aber gut, Guri ist gerade nicht da, also muss es ohne die waldkundige Merinita gehen.

Die Sodales denken noch einmal zurück an Baldwins Leiche, die ja ein angstverzerrtes (wenn auch im Nachhinein geglättetes) Gesicht sowie Kratzer und blaue Flecken an seinen Armen und Händen hatte. Letzteres könnte vielleicht davon herrühren, dass Baldwin seine Instrumente zerschlagen hat, das würde ungefähr hinkommen. Aber hat er sie planvoll zerstört oder vielleicht auch ungezielt und in Panik um sich geschlagen vielleicht? Hat ihn vielleicht etwas, das aus den Instrumenten kam, so erschreckt?

Da sich das hier und jetzt nicht überprüfen lässt, wollen Constantia und Knut ums Dorf gehen, um zu schauen, ob sich Olivia vielleicht irgendwo versteckt hält. Cedric hingegen geht Pauls Laute nicht aus dem Kopf, und er will zum Friedhof gehen, um die Örtlichkeiten etwas auszukundschaften. Aber nicht alleine, darauf besteht Constantia: Die Flambeau gibt ihm den Grog mit, weil sie sich Sorgen um den Barden macht.

Bei ihrer Suche um das Dorf herum haben Constantia und Knut keinen Erfolg. Sie suchen nach Spuren und befragen die Bauern der außerhalb des Ortes gelegenen Katen, aber niemand hat Olivia gesehen. Mit ihrer Suche verbringen, um nicht zu sagen verschwenden, sie den größten Teil des Tages und kommen gegen Abend recht enttäuscht wieder zurück.

Cedric indessen hat ein interessantes Erlebnis. Als er auf seinem Weg zum Friedhof an der Kirche vorbeikommt,   hört er von drinnen eine laute Stimme, die erregt sagt: „Es waren beides Spielleute, da hätten wir doch bei der Beerdigung Musik machen können, das hätte sich gehört!“ Die Antwort kann der Barde nicht verstehen, aber dann wieder die heftige Erwiderung des ersten Sprechers: „Ja, ich weiß, dass wir das schon diskutiert haben! Aber das ist nicht in Ordnung! Wie gesagt: Es waren beides Spielleute!“

Dann kommt ein Mann aus der Kirche gestapft und stürmt an Cedric vorbei ins Dorf. Der Barde folgt ihm zu einem der Häuser, in dem der Mann verschwindet und wutentbrannt die Tür hinter sich zuwirft.

Cedric fragt einen Umstehenden, was das denn gewesen sei. Ach, das sei Horace, bekommt er zur Antwort, der werde leicht mal laut. Horace und Pastor Richard lägen miteinander im Streit: Horace sei der Psalmist der Kirche, und er habe andere Vorstellungen von Musik als Richard. Horace wolle gerne die Psalmen mit Musik begleiten, Pastor Richard hingegen finde, das gehöre sich nicht.

Cedric wartet eine Weile, dann klopft er bei dem Haus an. Es öffnet eine Frau, die dem Barden auf seine Frage mitteilt, es sei gerade kein guter Zeitpunkt, um mit ihrem Mann zu sprechen, und er solle doch lieber später wiederkommen.
Also begibt Cedric sich zunächst zum Friedhof, wie er das ja eigentlich ohnehin geplant hatte. Dieser wird von einer niedrigen, gerade einmal kniehohen Mauer umgeben, und wie erhofft befinden sich die neuesten Gräber nicht mehr ganz nahe bei der Kirche. Die meisten Gräber hier haben schlichte Holzkreuze, so auch Baldwins, wobei das des Spielmanns so aussieht, als sei es nur für eine Übergangszeit aufgestellt worden, bis es durch einen echten Grabstein ersetzt wird. Auch andere Grabstätten haben Steine, aber diese sind eher selten. Zwischen den Gräbern wächst Gras, und auch wenn das so aussieht, als werde es regelmäßig gemäht, wirkt es doch eher zweckmäßig, damit es den Ort nicht überwuchert, und nicht wie sorgfältig gepflegter Rasen. Es gibt einige Fliedersträuche und alte Bäume hier, und die nächsten Häuser des Dorfes sind ein gutes Stück entfernt. Das Haus des Pastors ist ein Anbau an der Kirche, und zwar zur Erleichterung des Barden vom Friedhof aus gesehen auf der anderen Seite der Kirche. Auch die Kirchentür zeigt nicht direkt zum Friedhof, sondern befindet sich seitlich. Und da Paul ja auch erst vor wenigen Tagen beerdigt wurde, sollte es Cedrics Ansicht nach möglich sein, das Grab öffnen zu können, ohne dass es auffällt, dass jemand sich daran zu schaffen gemacht hat.

Nach dem Auskundschaften des Friedhofs begibt Cedric sich zurück zu Horace, und diesmal wird er eingelassen. Der Psalmist hat sich beruhigt und stellt sich nun als durchaus sympathischer, wenn auch leicht in Wallung zu bringender Gesprächspartner heraus. Der Barde und der Psalmist haben ein interessantes Gespräch über Musik, das Cedric natürlich auch auf den Streit mit Pastor Richard lenkt. So bekommt er noch einmal aus Horaces eigenem Mund zu hören, worüber die beiden so häufig streiten: Der Geistliche ist extrem konservativ in seiner Einstellung zur Musik – so sehr, dass er Horace beim Bischof in Warwick angeschwärzt habe, als der Psalmist vor einer Weile vorschlug, eine andere, neue Melodie für die Kirchengesänge zu versuchen. Daraufhin sei Horace nach Warwick vor den Bischof zitiert worden und habe sich dort verantworten und Buße ablegen müssen. Überhaupt scheint der Pastor Musik nur in sehr engen Grenzen zu tolerieren – es braucht nicht viel, damit er sie für Teufelszeug hält.

Auch Baldwin sei in seiner Musik eher konservativ gewesen, berichtet Horace: nicht ganz so sehr wie Pastor Richard vielleicht, denn einige leichte Neuerungen habe er sich durchaus vorstellen können, aber auf keinen Fall revolutionäre Umwälzungen. Horace kann sich nicht vorstellen, dass Baldwin neuartige und gruselige Musik gemacht haben könnte, dazu war er dann wohl doch zu konservativ. Und auch seine Tochter Olivia nicht, die war – IST! – nicht sonderlich musikalisch, befindet der Psalmist.

Die beiden Musiker unterhalten sich noch eine Weile weiter angeregt, bevor Cedric in Ottos Scheune zurückkehrt und, nachdem Knut und Constantia ebenfalls von ihrer Suche wiedergekommen sind, erzählt, was er erfahren hat. Und das, was er da erfahren hat, gibt natürlich Anlass zu neuen Spekulationen. Was, wenn Pastor Richard hinter all dem steckt? Er scheint ja etwas gegen Musik zu haben – was, wenn sich diese Abneigung auch auf Spielleute erstreckt und er, weil er denkt, er handele wider den Teufel, die Todesfälle zu verantworten hat?
Zitat von: Dark_Tigger
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #160 am: 12.09.2021 | 22:44 »
83. Session: 04. August 2021

Solange es Tag ist, unternehmen die Igniculi nicht mehr viel; der Nachmittag ist ja bereits vorangeschritten. Nachts jedoch wollen sie wie geplant den Friedhof aufsuchen und Pauls Laute überprüfen – was aber der andere Übernachtungsgast in Ottos Scheune möglichst nicht mitbekommen soll. Nachdem Cedric also am Abend wieder aufgespielt hat und die Dorfbewohner nach Hause gegangen sind, warten die Gefährten darauf, dass Bartholomew   einschlägt. Das dauert aber eine ganze Weile: Nachdem der Spielmann sich in seine Box zurückgezogen hat, kann Cedric hören, dass er dort drinnen noch irgendetwas treibt.

Unter dem Vorwand, dass er etwas verloren habe und suche, betritt er Bartholomews Verschlag.  Der Musiker sitzt auf seiner Pritsche und betrachtet eine Flöte, die er in der Hand hält. Das Instrument ist alt, schon etwas abgewetzt, und es fehlt ihr das Mundstück. Cedric tut so, als hätte er nichts Verdächtiges erwartet und als würde er die Flöte eben erst bemerken. Als er Bartholomew auf das ‚interessante Stück‘ anspricht, gibt Musiker sich ganz normal. So interessant sei es doch gar nicht, eine alte Flöte eben, und nicht mal spielbar. Ob er kein neues Mundstück dafür wolle?, erkundigt sich Cedric, worauf Bartholomew relativ gleichgültig erwidert, vielleicht in Warwick. Alles in allem hat Cedric zwar den Eindruck, die Flöte bedeute dem anderen Spielmann viel, aber nicht auf eine unlautere Weise. Während er noch redet, steckt Bartholomew das Instrument weg, aber nicht, als sei er bei etwas Verbotenem ertappt worden, sondern ganz nebenbei, auch nicht besonders ehrfürchtig. Es sieht aus wie eine seit langem eingeübte, vertraute Bewegung, als sei es ein Ritual, das Bartholomew jeden Abend vor dem Schlafengehen ausübt.

„Ein Erbstück?“, fragt Cedric.
„Nicht direkt“, antwortet Bartholomew, „aber wir haben zusammen sehr viel durchgemacht.“
„Oho“, macht der Barde, „das klingt interessant. Die Geschichte würde ich irgendwann gerne hören.“
„Irgendwann vielleicht“, wimmelt Bartholomew ihn ab“, „nicht jetzt.“

Sobald Cedric sich daraufhin mit einem „In Ordnung, gerne irgendwann dann“ und einem „Gute Nacht“ verabschiedet hat, wird es dann auch irgendwann ruhig in Bartholomews Verschlag.
Die Igniculi warten noch etwas ab, dann verlassen sie die Scheune und gehen zum Friedhof. Im Dorf ist es still, alle Häuser sind dunkel, und unter dem wolkenverhangenen Himmel ist es stockfinster. Aus diesem Grund will Constantia eigentlich den Zauber „Eyes of the Cat“ wirken, damit sie und ihre Gefährten im Dunkeln sehen können, aber das gelingt ihr überhaupt nicht, und die unkontrolliert austretende magische Energie verstärkt sogar eine bereits leicht vorhandene magische Korruption bei ihr. Einen Stein für jeden mit einem einfachen Lichtzauber zu versehen, funktioniert jedenfalls deutlich besser.

Da Cedric tagsüber den Friedhof ausgekundschaftet hat, ist es jetzt kein Problem, die Stelle, an der Paul liegt, wieder ausfindig zu machen. Knut öffnet das Grab, während Cedric und Constantia pro Forma mithelfen bzw. aufpassen, dass niemand kommt. Der kräftige Nordländer arbeitet nicht nur schnell und kraftvoll, sondern vor allem leise, so dass niemand etwas hört, und es dauert auch gar nicht lange, bis die Schaufel auf Holz schabt und sie den Sarg freigelegt haben.

Darin liegt tatsächlich Pauls Leichnam, die Hände des Spielmanns über dem Hals seiner Laute gefaltet. Das Instrument ist kein Meisterwerk, aber gut und fachmännisch gefertigt, stellt Cedric fest, der mit hinunterklettert, um sich die Laute genau anzusehen. Mit seinem geschulten Auge bemerkt er, dass das Instrument zwar keine Inschriften oder sonstige Markierungen enthält, dass aber das Holz viele kleine Mikrorisse aufweist, die sich zwar nicht auf den ersten Blick erkennen, aber mit den Fingern erspüren lassen – ganz so, als sei die Laute starken Vibrationen ausgesetzt gewesen, und zwar anderen Vibrationen als denen, für die sie ausgelegt ist. Leise schlägt der Barde einige Töne an, ohne die Laute aus Pauls Armen zu entfernen, und stellt dabei sofort fest, dass das Instrument komplett verstimmt ist, und zwar deutlich stärker als normal, also richtiggehend verzogen; deutlich mehr verzogen, als drei Tage in einem Grab eigentlich hätten bewirken dürfen. Vielleicht ist die Laute feucht geworden und dann wieder getrocknet? Oder war vielleicht noch etwas anderes im Spiel?

Mehr werden die Igniculi hier wohl nicht herausfinden, also macht sich Knut ebenso schnell und geschickt wie zuvor daran, das Grab wieder zu schließen, während Cedric wieder hilft und Constantia weiter aufpasst. Inzwischen ist Wind aufgekommen, und für einen Moment glaubt die Maga, eine ganz seltsame Musik zu hören. Nur für einen Herzschlag weht der Wind die Töne zu ihr, und ganz kurz stellen sich ihre Nackenhaare auf, und es fühlt sich an wie ein Schlag in die Magengrube, als etwas ihren magischen Schutzschirm, die Parma Magica, durchdringt.

Während diesen magischen Schlag in die Magengrube nur Constantia spürt, hören auch die beiden Männer, dass in einiger Entfernung im selben Moment jemand zu schreien beginnt. Die unartikulierten Schreie einer männlichen Stimme nähern sich, bewegen sich auf die Kirche zu. Constantia und Knut eilen direkt darauf zu, während Cedric einen kleinen Schlenker macht, damit es nicht so aussehen soll, als käme er direkt vom Friedhof. Im Dorf werden in mehreren Häusern Lichter entzündet, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Bewohner herauskommen werden.

Ein Schatten rennt taumelnd und völlig von Sinnen auf die Kirche zu, wo er mit voller Wucht gegen die nach oben ins Gebäude führende Treppe prallt. Ein trockenes Knacken ist zu hören, dann bricht die Gestalt zusammen und rührt sich nicht mehr. Die Gefährten verziehen sich schleunigst, aber nicht, ohne im Vorbeigehen einen Blick auf den Toten zu werfen. Es ist Horace, also beeilen die Igniculi sich noch mehr, denn man hat im Dorf ja gesehen, dass Cedric am Tag den Psalmisten besucht hat. An einem Haus, dessen Bewohner es bereits verlassen hat, halten sie an, um die Erde von ihrer Kleidung zu entfernen. Während sie sich reinigen, erzählt Constantia den beiden Männern, was sie gespürt hat: „Das war Magie. Da war diese seltsame Melodie, dann kam was durch meinen magischen Schutz, das wehgetan hat.“ „Dieselbe seltsame Melodie wie bei Baldwin?“, will Cedric wissen, aber das kann die Flambeau nicht beantworten, weil sie die Melodie, die aus Baldwins Haus kam, ja nicht gehört hat. Dann mischen die Gefährten sich unauffällig unter die Menge bei der Kirche, als seien sie auch ebenfalls erst aufgewacht und aus dem Dort gekommen, frei nach dem Motto: „Nanu, was ist geschehen?“

Die Menge umsteht den Toten; auch Pater Richard ist anwesend. Die Stimmen der Dörfler gehen wild durcheinander: „Horace ist tot!“ „Er liegt da bei der Kirche!“ „Hat Pater Richard ihn jetzt doch erschlagen nach all den Auseinandersetzungen, die sie hatten?“ „Das kann ich mir nicht vorstellen.“

Die Igniculi sehen sich an der Kirche um, aber es gibt hier nicht viel zu entdecken. Horace kam alleine angerannt, niemand sonst war in der Nähe. Der Tote hat einen ebenso entsetzten Gesichtsausdruck, wie Baldwin ihn gehabt haben muss, bevor der Pater seine Züge glättete, aber er hat keine blauen Flecken und Kratzer an Händen und Armen, also hat er wohl nicht sein Instrument zertrümmert. Als die Igniculi sich unauffällig zurückziehen, um sich bei Horaces Haus umzusehen, stellen sie fest, dass der Psalmist wohl nach Dunkelwerden noch einmal weggegangen sein muss. Spuren führen zu einem Geräteschuppen am Rand des Kirchenareals; dort muss Horace wohl hingegangen sein und länger dort gewartet haben, denn die Erde an dem Schuppen weist Anzeichen auf, dass dort jemand wohl länger erst gestanden hat und dann auf- und abgelaufen ist. Außerdem führen die Spuren sehr großer Schritte in Richtung Kirche weg, woraus die Igniculi schließen können, dass es wohl hier war, wo der Psalmist von der Magie getroffen wurde. Und tatsächlich finden sich hinter dem Schuppen weitere Spuren, die die Gefährten aber nicht zuordnen können. Diese Spuren befinden sich auch nur hinter dem Schuppen, während Horaces nur vor dem Schuppen zu finden sind, also sind der Psalmist und sein Mörder sich offenbar nicht begegnet.

Da die Leute sich gerade bei der Kirche und der Leiche versammeln, kann Constantia am Schuppen ungehindert zaubern. Mit einem Intellego Vim versucht sie die magische Energie in der Umgebung zu analysieren, aber ihr Zauber reicht nur aus, um festzustellen, dass gerade keine Magie aktiv ist. Ob in der Vergangenheit hier welche gewirkt wurde, bzw. welche es genau war, kann sie nicht ermitteln. Währenddessen schaut sich Cedric in dem Geräteschuppen um, aber hier finden sich nur die Gerätschaften des Friedhofswärters: Schaufeln, eine Schubkarre und dergleichen und sonst nichts Auffälliges.

Zurück an der Kirche mischen die Gefährten sich noch einmal unter die Menge, damit es nicht auffällt, dass sie eine Weile nicht da waren, und werden natürlich von den Leuten ins Gespräch verwickelt. Während Cedric dies nutzt, um unauffällig weitere Fragen zu stellen und Dinge in Erfahrung zu bringen, zum Beispiel, wann der Pastor eigentlich genau in der Menge angekommen ist, zündet Constantia geschickt mehrere Nebelkerzen, um der Gruppe ein Alibi zu verschaffen und sie unverdächtig dastehen zu lassen. Und tatsächlich gelingt es der Flambeau, jeden Verdacht, der überhaupt vielleicht nur gegen die Igniculi aufkommen könnte, bereits im Keim zu zerstreuen. Cedric findet indessen heraus, dass der Pastor bereits vor Ort war, als der erste Schaulustige aus dem Dorf ankam. Nun gut, der Kirchenmann wohnt direkt vor Ort, aber dennoch. Die reine Tatsache ist etwas, das der Barde im Hinterkopf behält.

Andererseits verhält der Geistliche sich bei näherem Hinsehen vielleicht doch nicht so verdächtig. Während er dafür sorgt, dass der Leichnam in der Kirche aufgebahrt wird, ist Pater Richard merklich erschüttert. Zwar spricht er den Leuten Trost und Mut zu und versichert ihnen, dass alles gut werden werde und sie Ruhe bewahren sollen, aber man merkt ihm an, dass das alles nur Fassade ist, dass es ihn eben doch sehr trifft, dass noch eines seiner Schäflein den Tod gefunden hat, ganz gleich, ob er und Horace Streit miteinander hatten oder nicht.

Auch mit Bartholomew spricht Cedric. Der fahrende Spielmann kannte Horace ja nicht, er ist also nicht so entsetzt wie Pater Richard, sondern seine Betroffenheit über den Toten als ortsfremder Außenseiter eher grundsätzlicher Natur, vielleicht ähnlich wie bei Cedric selbst. Von einem Unterton, als versuche der Spielmann einen Blackout zu verbergen oder als befürchte er, dass seine Flöte etwas Böses angerichtet haben könnte, ist ebenfalls nichts zu hören: Bartholomew scheint wohl doch auch nichts mit der Sache zu tun zu haben.

Als zweites vor Ort war Benedict, erfährt Cedric. Im Gespräch mit dem Schmied spürt er bei diesem eine gewisse Einstellung des „geschieht ihm recht“. Überhaupt hat der Mann eine recht kurze Lunte, erzählt man dem Barden, und das haben die Igniculi ja selbst auch schon gemerkt. Er lege sich mit vielen Leuten an und sei nicht beliebt im Ort. Bei einem Gespräch, das Cedric mit zwei Dorfbewohnern gleichzeitig führt, kann er das merken:
„Ausgerechnet Benedict behauptet, Richard war als erster hier. Kann man dem überhaupt vertrauen?“
„Naja, es wäre doch seltsam, wenn Richard nicht der erste gewesen wäre, er wohnt ja hier…“
„Aber komisch ist es schon…“
Constantia kommt nun der Verdacht, Benedict könnte vielleicht Baldwins Tochter Olivia festhalten – immerhin hatte er sie gewollt, und er scheint ja offenbar jemand zu sein, der sich nimmt, was er will.

Irgendwann zerstreut sich die Menge, kehrt zurück in ihre Häuser, und auch die Igniculi machen sich auf den Weg. Vorher allerdings verschließen sie auf dem Friedhof erst Pauls Grab wieder vollständig.
Anschließend überlegen die Gefährten noch ein wenig hin und her, bevor sie sich schlafen legen.
Constantia hat den tödlichen Ton nur kurz gehört, deswegen wirkte er für sie nur wie ein kurzer Schlag in die Magengrube und hatte keinen lang anhaltenden Effekt. Der Wind, und mit ihm die magische Melodie, kam von dem Schuppen, bei dem die Sodales vorhin nichts gefunden hatten. Aber am nächsten Tag wenn es hell ist, wollen sie sich die Stelle nochmal ansehen – vielleicht klappt es mit dem Zaubern für die Flambeau bei Tag ja besser, und die Stelle, wo der Magier stand, haben sie sich ja gemerkt.
„Könnte das eigentlich Flötenmusik gewesen sein?“, fragt Cedric, der den Ton selbst ja nicht gehört hat, was Constantia zwar nicht direkt bestätigen kann, aber nicht für unmöglich hält.

Am nächsten Morgen ist der Tod von Horace das Gespräch im ganzen Dorf. Es gibt die wildesten Gerüchte, wobei manche Bewohner Pater Richard verdächtigen, den Psalmisten erschlagen zu haben, aber Schmied Benedict nicht im Verdacht zu stehen scheint. Und zum Glück erwähnt auch niemand seltsame Vorgänge am Friedhof oder offene Gräber.
Wie geplant, gehen die Igniculi noch einmal zu dem Schuppen an die Stelle, wo gestern nacht der Magiewirker stand. Wieder versucht Constantia es mit einer Anwendung von Intellego Vim, aber wieder kann die Flambeau nichts erkennen. Offenbar ist die Kirche mit ihrer magietötenden geistlichen Aura einfach zu nah.

Nun gut, dann eben ein anderer Plan: Vielleicht sollten die Sodales noch einmal Benedict auf den Zahn fühlen? Die Schmiede durchsuchen, ob vielleicht Olivia dort gefangen gehalten wird? Und welchen Grund hatte Horace überhaupt, nachts dort bei diesem Schuppen auf- und abzutigern?
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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #161 am: 6.10.2021 | 20:28 »
84. Session: 11. August 2021

Die Igniculi sind noch immer mit der Frage beschäftigt, warum sich Horace des Nachts an diesem Schuppen aufgehalten hat. Ob er vielleicht selbst Pauls Grab öffnen wollte? Diese Möglichkeit wird zumindest von Constantia in den Raum geworfen, während Cedric eher an ein mögliches Stelldichein denkt.
Andererseits war der Psalmist verheiratet und hatte Frau und Kind, was zwar nicht zwingend ein Ausschlusskriterium darstellt, die Theorie aber vielleicht doch eher unwahrscheinlich erscheinen lässt.
Überprüfen können sie es jetzt nicht, aber es gab da ja noch die andere Idee, Benedicts Schmiede etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Es stellt sich nur die Frage, wann – die Sodales sind ja keine offiziell bestellten Büttel. Während der Beerdigung vielleicht? Wobei das vermutlich auffallen würde, wenn die fremden Gäste dort nicht anwesend sind. Aber die Freunde schmieden einen Plan: Knut und Cedric halten bei der Beerdigung die Stellung, während Constantia sich mit ‚weiblichem Unwohlsein‘ herausredet und sich währenddessen die Schmiede bzw. das Haus des Schmieds ansehen geht. Weil Bartholomew als einziger anderer Gast sonst vielleicht bemerken würde, dass Constantia gar nicht mit Unwohlsein in der Scheune liegt, soll sie in Ottos Scheune warten, bis der Spielmann aufgebrochen ist und sich dann erst auf den Weg machen.

Bei der Beerdigung findet zunächst die Trauerfeier in der Kirche statt – eine sehr stille Feier, weil ja kein Kantor mehr da ist, also werden keine Psalmen gesungen. Nach der Predigt des Paters folgt eine Prozession zum Friedhof. Der Sarg wird von vier Personen getragen; einer davon ist Benedict. Die kleine Tochter des Schmieds ist ebenfalls anwesend, also dürfte der Weg für Constantia frei sein.
Im Verlauf der Prozession und der Beerdigung sieht Knut sich sorgfältig um, ob sich irgendjemand besonders für Cedric interessiert; dies scheint aber nicht der Fall zu sein.

Währenddessen hat Constantia die Scheune verlassen und sieht sich bei Benedict um. Die Schmiede ist offen und leicht einzusehen, aber es brennt kein Feuer. Die Maga klopft am daneben liegenden Wohnhaus, aber es antwortet niemand. Da aber die Tür nicht verschlossen ist, betritt sie das Haus kurzerhand, als hätte jemand geantwortet.
Das Haus ist rustikal eingerichtet: Ein großer Raum dient als Küche und Essraum; in einem kleineren Zimmer stehen ein Bett und Kleidertruhen. Vom Essraum aus führt eine Leiter unters Dach, wo ein Zimmer eingerichtet ist, in dem vermutlich die kleine Tochter schläft, wenn man man von dem Bett und dem Spielzeug ausgeht, das hier herumliegt. Weder unter dem Dach noch im Keller ist ein Geheimraum zu finden: oben passen alle Wandabmessungen, und die Falltür m Wohnraum liegt zwar unter einem Teppich, ist aber nicht weiter schwer zu finden. Die Falltür ist auch nicht verschlossen, nicht einmal von einem einfachen Riegel. Eine Leiter führt nach unten, und in dem Keller finden sich lediglich Fässer sowie Krüge in einem Regal an der Wand. Hier riecht es nach Essig und etwas modrig; es ist sehr deutlich ein Vorratsraum für Dinge, die etwas kühler aufbewahrt werden müssen.

Nachdem Constantia im Haus sonst nichts weiter finden kann, nimmt sie die Schmiede genauer unter die Lupe. Auf den ersten Anschein ist auch hier nichts zu finden, also überprüft die Flambeau mittels Intellego Terram und absichtlich übertriebenen Gesten, die ihr das Zaubern erleichtern, ob sie unter sich irgendwelche Hohlräume spüren kann. Die Erde in der Schmiede ist größtenteils fest gestampft – in einer Ecke steht die Esse und daneben der schwere Amboss, und unter der freiliegenden Erde ist nichts zu spüren. Gut, aber damit hat Constantia diese Möglichkeit immerhin ausgeschlossen.

Währenddessen beobachtet Cedric auf der Beerdigung die anderen Anwesenden und hört aufmerksam auf ihre Gespräche: versucht einzuschätzen, ob sich jemand auffällig benimmt oder ob ihm jemand verdächtig vorkommt.
Das per se zwar nicht, aber dem Barden fällt auf, dass alle wild spekulieren, was wohl mit Horace passiert sein mag, und dass die Dorfbewohner grob in zwei Lager geteilt sind.

Die einen betonen, dass Horace sich ja ständig mit Pater Richard gestritten habe und dass der Tod des Psalmisten bestimmt eine Strafe des Himmels sei, eben weil er den Streit mit Richard gesucht habe und weil er die Liturgie habe ändern wollen – Änderungen sind eben nicht gut.
Das andere Lager hingegen steht auf dem Standpunkt, Horace sei ein guter Psalmist gewesen, und vielleicht seien auch seine Ideen gar nicht so dumm: Wenn der Herr nicht gewollt hätte, dass die Menschen Musik machen, dann hätte er ihnen das Verständnis für Musik auch nicht gegeben.
Alle zerreißen sich das Maul über Horace, achten aber sehr darauf, dass dessen Frau das nicht hört. Von manchen wird er in seiner Streitlustigkeit mit Benedict verglichen, der ja auch sehr aggressiv sein könne, aber mit dem Unterschied, dass Horace dabei eigentlich nett gewesen sei. Er habe versucht, die ‚Festung‘ Pater Richard einzunehmen, was ihm aber nicht gelang, weil der Geistliche zu gefestigt in seinem Glauben gewesen sei. Benedict hingegen sei sehr überheblich und habe eine gewalttätige Ader. Horace habe zwar auch laut werden können – er hatte ja auch die Stimme dazu, heißt es – aber ihn habe man nicht aus irgendwelchen Prügeleien ziehen müssen, Benedikt hingegen durchaus.

Bei der Beerdigung ist Horaces Frau sehr still; seine Kinder weinen. Auch Bartholomew ist anwesend, aber als ortsfremder Außenseiter hält er sich zurück und beteiligt sich nicht an den Gesprächen der Dörfler.
Irgendwann ist der Moment gekommen, an dem alle der Witwe ihr Beileid aussprechen. Als er an der Reihe ist, verwickelt Cedric die Witwe in ein mitfühlendes Gespräch und versucht bei dieser Gelegenheit – unauffällig eingebettet in den Rest der Unterhaltung – herauszufinden, ob Horace in letzter Zeit irgendwie anders war. Die Frau erzählt, Horace habe sich Gedanken über Baldwins Tod gemacht. An dem Abend, als sie gerade schon auf dem Weg ins Bett war, sei er noch einmal fort, habe gesagt, er hätte noch etwas zu erledigen. Er habe auch erwähnt, dass er bald wissen werde, was mit Baldwin geschehen sei, und dass er kurz zur Kirche wolle, um einer Spur nachzugehen – aber Näheres habe er nicht gesagt, weil er auch gemeint habe, es könne sein, dass er sich irre.

Nach der Beerdigung kehren die beiden Igniculi zurück zu ihrer Gefährtin. Zurück in der Scheune halten sie die ‚Unwohlsein‘-Scharade noch etwas aufrecht: Die Männer bringen Tee und halten Händchen, was Constantia sichtlich genießt und gnadenlos ausnutzt. Als sie sich dann sicher sein können, dass sie nicht beobachtet werden, teilen die Sodales ihre jeweiligen Beobachtungen miteinander.
Zunächst überlegen die Männer, ob die Flambeau vielleicht Horaces Geist mit Magie rufen könnte. Aber das wird wohl eher nicht gehen, gibt Constantia zu, weil diese Art von Magie nicht zu ihren Kernkompetenzen gehöre, und so nah bei einer Kirche schon gar nicht. Aber dann kommt Cedric auf die Idee, ob seine besondere Art von zauberischer Musik vielleicht etwas ausrichten könnte, also spielt der Barde an Horaces Grab einen Psalm mit neuer Melodie, um vielleicht dessen Geist zu rufen. Horaces Geist erscheint nicht, aber sowohl Cedric als auch Knut (Cedric sei in Gefahr und dürfe nirgendwo alleine hingehen, hatte die Maga bestimmt) verspüren ein Gefühl der Beruhigung.
Während die beiden Männer zum Friedhof unterwegs sind, spricht Constantia mit Otto. Dabei spielt sie weiter die Leidende, erkundigt sich nach der Beerdigung und verwickelt den Wirt in ein Gespräch. Otto  glaubt, für die vielen Todesfälle in so kurzer Zeit sei ein Fluch verantwortlich.

Am nächsten Morgen schläft Cedric wieder bis in die Puppen, weil er am Abend zuvor erneut aufgespielt und dann die Nacht mit der Magd Elizabeth auf dem Heuschober verbracht hat. Die anderen sind deutlich früher auf den Beinen, weil Constantia wissen möchte, was Bartholomew so macht, und ihn im Auge behalten will. Der Spielmann steht nicht ganz so spät auf wie Cedric, greift seine Sachen und will sich auf die Suche nach Baldwins Tochter machen. Vorher jedoch spricht die Flambeau ihn noch an: „Sollte jemand Olivia gegen ihren Willen festhalten, wo könnte das sein?“ „Das ist schwer zu sagen“, erwidert Bartholomew. „Es gibt einige abgelegenere Höfe, und es gibt den Wald.“ Der Mann kenne sich im Wald nicht sonderlich gut aus, sagt er, aber es gebe einige Hütten im Wald, wo Leute lebten. Da seien sie schon gewesen, erwidert Constantia, aber dort hätten sie nichts rausfinden können. Im Gespräch erzählt Bartholomew, dass es in der Gegend einen seltsamen Kauz gebe, der mit den Leuten nichts zu tun haben wolle. Außerdem gibt er zu, dass er sich große Sorgen mache – wenn er sich nicht Olivias Vater verpflichtet fühlte und sie noch suchen wollte, hätte er das Dorf längst verlassen.

Constantia: „Ich glaube nicht, dass Horace alleine war, als er starb – jemand muss ihm doch etwas angetan haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einfach tot umgefallen ist.“
Bartholomew: „Aber er hatte doch diese Wunde am Kopf, als sei er gestürzt.“
Constantia: „Das hätte ich eigentlich ich auch gesagt – wenn er nicht der dritte Musiker wäre, der innerhalb weniger Tage hier verstorben ist.“
Bartholomew: „Jetzt macht Ihr mir wirklich Angst.“
Constantia: „Und ich aber Angst um Cedric – er ist ebenfalls Musiker.“

Bartholomew wiederholt, dass er eigentlich wirklich lieber den Ort verlassen würde, aber versprochen habe, Olivia zu finden. „Habt Ihr schon einmal dran gedacht, dass sie vielleichtgegen ihren Willen festgehalten werden könnte?“, fragt die Maga. Nein, er habe gedacht, sie sei vielleicht weggelaufen. Was, wenn dem wirklich so sei und Olivia längst in Warwick?
Das könne natürlich sein, erwidert Constantia und fragt, ob das Mädchen wirklich nicht musikalisch begabt gewesen sei. Sie habe schön getanzt, antwortet Bartholomew, aber kein Instrument gespielt. Dann überlegt er laut, dass die eine Sache, die ihn an einem Weglaufen zweifeln lasse, die Tatsache sei, dass Olivia ihren Eltern keine Nachricht hinterlassen habe. Das Lesen und Schreiben beherrsche sie wohl; immerhin sei ihr Vater ein gebildeter Mann, Musikant des Lords, und habe ihr das beibringen können.
Zuletzt einigen die beiden sich darauf, einander zu informieren, sobald sie was Neues erfahren sollten, dann macht Bartholomew sich auf in Richtung Wald.

Kurz vor Mittag – Cedric schläft immer noch – betreten drei Männer den Schankraum, die den Igniculi bislang fremd sind. Sie alle scheinen Soldaten zu sein, wobei einer von ihnen etwas besser ausgerüstet ist: Während die anderen beiden Lederrüstung und Kampfstäbe aufweisen, ist der dritte in ein Kettenhemd gekleidet und trägt ein Kurzschwert sowie einen kleinen Schild bei sich.
Als der Gerüstete in den Raum fragt, ob Otto nicht da sei, antwortet ihm Constantia, und bald entspinnt sich ein Gespräch zwischen ihr und den Neuankömmlingen.
Auf Nachfragen der Maga erfährt diese, dass die drei aus Baggington – dem Dorf, in dem auch Baldwins Witwe Mary zu Besuch war kommen, und antwortet im Gegenzug, dass sie selbst aus Warwick käme. Denn eigentlich hatte der Gerüstet erwartet, dass man wissen könne, wer er sei: Gustav, der für den Lord arbeite, nämlich.

Der kleine Trupp sei wegen der zwei Toten hier, erklärt Gustav: erst einer, und kurz darauf noch einer. „Und noch einer“, ergänzt die Maga. „Was?!? Wie das?!“
Constantia erzählt, dass Horace, der Dritte, gestürzt sei, deutet aber an, dass etwas daran faul sein könnte. „Ach, gestürzt worden, meint Ihr?“ „Das weiß ich nicht, aber er wollte in Bezug auf Baldwins Tod nachforschen.“ „Und wie ist Baldwin gestorben? Ich muss für den Lord herausfinden, was hier passiert ist!“
Die Flambeau erwidert, dass sie es selbst nicht genau wisse, woraufhin der Soldat fragt, ob sie denn zu dessen Todeszeitpunkt schon vor Ort gewesen sei. Constantias „Nein“ quittiert er mit einem enttäuschten „Mpf.“
„Als wir ankamen, war gerade Baldwins Beerdigung“, führt die Maga näher aus, „und vorher war auch schon Paul gestorben. Im Wald, ohne offensichtliche Fremdeinwirkung, nur ein angstverzerrtes Gesicht und tot.“ „Ach, hat er sich etwa zu Tode erschreckt, oder wie?!“

Als Constantia im Gespräch den Namen ‚Knut‘ erwähnt, stutzt der Soldat. „Knut? Wer ist das?“ „Mein Leibwächter.“ „Ach, Ihr könnt Euch einen Leibwächter leisten?“ „Ich kann mir auch einen Barden leisten.“ Dieses Wort lässt Gustav noch mehr aufhorchen. „Ein Barde?!? Wo ist der?“ „Oben“, erwidert die Flambeau trocken und mit entsprechende Handbewegung gen Heuschober. „Was macht er da?“ „Er ist… beschäftigt.“ „Mit was ist er bitte schön beschäftigt?!“ „Mit… Dingen“. Daraufhin wird  der Soldat so laut und brüllt etwas von wegen „KERL!“, dass Cedric jetzt endlich wach wird. Von oben gibt es einen kurzen und genervt-launigen Wortwechsel mit Gustav, bevor der Soldat einen seiner Männer losschickt, um Otto zu suchen und ihm mitzuteilen, dass er weitere Gäste habe. Gustav selbst will derweil zu Horaces Witwe und verlässt kurzerhand die Scheune, während Cedric sich kurz mit dem verbleibenden Mann unterhält, aber zunächst auch nur erfährt, dass der Lord den kleinen Trupp geschickt hat und Gustav ein recht aufbrausender Mensch sei.
Zitat von: Dark_Tigger
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Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!

Offline Timberwere

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Re: [Ars Magica] Igniculus-in-Arden
« Antwort #162 am: 13.10.2021 | 20:40 »
85. Session: 6. Oktober 2021

Nachdem den Igniculi ein wenig die Spuren ausgegangen sind, wissen sie erst einmal nicht so recht weiter. Den Schuppen in der Nähe der Kirche und dessen Umgebung haben sie abgesucht, den Wald und die Schmiede ebenso. Sie haben ja Benedict unter einem gewissen Verdacht, aber wie den Schmied in die Enge treiben? Da hat Cedric eine Idee: Wenn sich Ottos Scheune abends wieder füllt, will er seine zauberische Musik anwenden, um den Schuldigen, ob es nun Benedict sein mag oder doch jemand anderes, zu einem Geständnis zu beeinflussen. Es ist zwar nicht das ganze Dorf anwesend, auch nicht Pater Richard, aber doch einige Leute, die für diese Aktion durchaus interessant sein könnten. Und so baut Cedric in seinen Auftritt eine Ballade ein, mit der er, als allegorisches Märchen verbrämt, seine Zuhörer subtil-magisch dazu auffordert, mit der Sprache herauszurücken.

Die magische Musik entfaltet nicht unmittelbar ihre Wirkung: Die Leute fangen nicht an, sofort all ihre Sünden zu beichten, aber es wird eifrig getrunken, und das alte Sprichwort, dass im Wein die Wahrheit liege, ist an diesem Abend und nach Cedrics Spiel noch etwas wörtlicher zu nehmen als sonst. Die Gäste in der Scheune fühlen sich enthemmter und sind bereit, Dinge zu erzählen, die sie normalerweise vielleicht nicht erwähnt hätten.

Während Cedric noch spielt - ein nicht-magisches Lied diesmal, nutzt Constantia die Gunst der Stunde und beginnt ein Gespräch mit Otto. Der Wirt gesteht, er wünsche sich manchmal, er hätte Cedrics Freiheit: Im Land herumziehen, immer neue Orte und neue Dinge sehen, aber leider könne er nicht singen, und außerdem habe seine Frau es ihm verboten. Aber er wäre gerne Barde geworden, sagt er, und er gibt zu, dass er auch manchmal auf Cedric eifersüchtig sei. "Aber sag ihm das nicht - nicht, dass er das falsch versteht." Ob er auch auf die anderen Barden eifersüchtig gewesen sei, will Constantia wissen - sie hätten ja dieselbe Freiheit wie Cedric gehabt, also vielleicht schon ein bisschen, oder? Wobei, mittlerweile ja nicht mehr, setzt die Flambeau vorsichtig hinterher. Ja, das sei tragisch, erwidert Otto, und Constantia kann trotz eines prüfenden Blicks nicht einschätzen, wie genau er das meint. Es wäre gleichermaßen möglich, dass der Wirt das ernst meint oder dass er das nur sagt, weil man das eben so sagt.

In seiner Spielpause spricht Cedric mit Benedict. Im Verlauf der Unterhaltung stellt sich heraus, dass der Schmied sich durchaus öfter für seine Schmiedearbeiten mit einem Stelldichein hat bezahlen lassen, unter anderem auch von Ottos Frau. Auch bei anderen Frauen war das der Fall - aber bei Olivia nicht, die sei schrecklich spröde! Cedrics Nachfrage, dass Benedict um Olivias Hand angehalten habe, bestätigt der Schmied, und warum auch nicht, sie sei ja ein hübsches Ding, und seine Tochter brauche eine Mutter. Wie Olivias Eltern reagiert hätten, fragt Cedric, woraufhin Benedict zugibt, die Mutter sei nicht begeistert gewesen und der Vater völlig dagegen, weil er Benedict für zu alt gehalten habe. Er, zu alt?? Sie hätten sich gestritten, "und dann habe ich Baldwin einen mitgegeben, das glaubst du aber!" Dieses letzte sagt er laut, und da Cedric ja gerade nicht spielt, hört es die ganze Scheune. Alle starren Benedict an, auch Gustav, der Soldat des Lords. Cedric bohrt noch ein wenig weiter in dieselbe Richtung - "Aber dass du ihn geschlagen hast, heißt ja nicht, dass du ihn umgebracht hast" - und beobachtet den Mann dabei genau. Benedict wirkt ehrlich entsetzt und fällt aus allen Wolken, dass das überhaupt jemand von ihm denken könnte. Nachdem der Barde jetzt überzeugt ist, dass Benedict die Wahrheit sagt, beruhigt er den Schmied wieder: genau, und das hätten jetzt ja alle gehört und wüssten damit auch alle, dass er mit Baldwins Tod nichts zu tun habe.

Etwas später spricht Constantia mit Bartholomew, der wieder ganz verzweifelt sagt, er wisse nicht, wo er Olivia noch suchen solle, und dass er befüchte, sie könne vielleicht schon längst in Warwick sein. Kurz hat die Flambeau den Verdacht, ob der fahrende Sänger nicht vielleicht über Olivias Verbleib informiert sei und nur so tue, als wisse er nichts, aber auch er wirkt aufrichtig. Er müsse Olivia unbedingt finden, wiederholt Bartholomew, er sei ja schon überall gewesen - vielleicht sei sie ja schon längst weggelaufen, aber er müsse sie einfach suchen.

Cedric, der sein Gespräch mit Benedict inzwischen beendet hat, hört Bartholomew reden, und das, was er da hört, macht ihn stutzig, weil der Mann fast in exakt denselben Worten genau dasselbe wiederholt wie am Vortag. Ob vielleicht ein Zauber oder ein Geas oder dergleichen auf ihm liegt? Der Barde setzt sich zu den beiden und beglückwünscht Bartholomew dazu, ein derart pflichtbewusster, guter Mensch zu sein, der viel mehr tue, als er müsse. Mit dieser Bemerkung überrascht er Bartholomew, der sagt, das hätte er so noch gar nicht bedacht. Aber jetzt, wo er so darüber nachdenke, ja, vielleicht? "Seltsam", grübelt der Spielmann, "warum bin ich eigentlich so sehr versessen darauf? Ob ich mich vielleicht in etwas verrenne?" Cedric hakt nach, ob Bartholomew in Bezug auf Olivia vielleicht etwas versprochen oder geschworen hätte? Nein, erwidert Bartholomew, eigentlich habe er mit Baldwin nur ein Gespräch unter Barden geführt, und Bartholomew habe gesagt, er könne und wolle sich ein bisschen um Olivia kümmern - vor allem, da dieser Benedict ja um sie werbe und der ja nun rein gar nichts für sie sei.
"Ja, das hat Olivia wohl genauso gesehen", bestätigt Cedric, woraufhin Bartholomew erwidert: "Das zeigt, dass sie einen guten Geschmack hat".
Bei dieser Bemerkung versucht Constantia, den Spielmann einzuschätzen, ob dessen Bemerkung eher auf ein väterlich-brüderliches Verhältnis mit Olivia hindeutet, oder ob er eher eifersüchtig auf Benedict sei, und sie glaubt durchaus, ein gewisses romantisches Interesse an Baldwins Tochter zu erkennen.

Cedric überlegt, ob im Gespräch der beiden Musiker vielleicht auch Magie oder Enchanting Music geflossen sei, aber Enchanting Music war wohl eher nicht im Spiel, da die beiden Männer sich nur unterhalten haben, ohne gemeinsam zu musizieren. Bartholomew setzt noch hinzu, dass er sich vielleicht gar nicht so sehr in die Suche nach Olivia hineingehängt hätte, wenn ihr Vater nicht gestorben wäre. Ob Cedric finde, dass er aufhören solle? Schwer zu sagen, erwidert der Barde, woraufhin Bartholomew zugibt, dass er das Gefühl habe, vielleicht zu wenig zu tun, bzw. die Angst, dass er sich Vorwürfe machen würde, wenn er jetzt aufhöre zu suchen und Olivia doch gefunden würde, und es wäre ihr was passiert. Alles in allem ist es für Cedric extrem schwer einzuschätzen, ob nun eine magische Beeinflussung auf dem Mann liegt oder nicht.

Sobald die Igniculi unter sich sind und ihre Erkenntnisse ausgetauscht haben, stellt Constantia die Frage in den Raum, warum sie das eigentlich tun; die Sodales kennen Olivia ja immerhin noch weniger als Bartholomew das tut.  Ob vielleicht ein magischer Einfluss auf ihnen liege? Hm, vielleicht, aber andererseits haben sie ja Baldwins Witwe versprochen, dass sie nach ihrer Tochter suchen wollten - und vor allem macht Cedric das alles gar nciht so sehr nicht wegen Olivia, sondern weil hier verdammt nochmal Barden ums Leben kommen.

"Hat denn jetzt die Aktion irgendetwas gebracht?", fragt Constantia. Nun ja, erwidert Cedric, immerhin hätte sich Benedict als ehrlich herausgestellt, damit hätten sie einen Verdächtigen ausgeschlossen. Einerseits sei das natürlich nicht so gut, weil sie jetzt keinen Hauptverdächtiger mehr hätten, aber andererseits hätten sie ihn jetzt als Verdächtigen ausgeschlossen. Das Gespräch kommt auf die Tatsache, dass Benedict sich häufig in weiblichen Zuwendungen hat bezahlen lassen, woraufhin Constantia wissen möchte, ob Barden das generell so machen; das könnte ja immerhin ein Mordmotiv darstellen. Das komme sehr auf die Person an, sagt Cedric - es gebe sicherlich den einen oder anderen, bei dem das so sei, aber es ist keine grundsätzliche Bardentradition. Für ihn selbst sei das nichts, sagt Cedric, das sei billig. Es gebe aber sicherlich Frauen, die auch ganz ohne Geld gerne mit einem Barden das Bett teilten, aber auch in der Reaktion auf solche Avancen gebe es solche und solche. Cedric selbst sei ja nun der letzte, der eine hübsche Frau abweise (bei dieser Bemerkung lacht Constantia sich halb tot), aber auch unter den Barden, die sich nicht in Naturalien bezahlen ließen, gebe es sowohl die treuen als auch die asketischen. Baldwin beispielsweise war eher der treue Typ, obwohl er seine Frau drei Viertel des Jahres über nicht sah; ihm sei es wohl gleich gewesen, dass sein Bett so lange kalt geblieben sei. So, wie Cedric sich an ihn erinnert, hatte der Musikant des Lords einen eher trockenen, spröden Charme, mit dem er Frauen höflich-freundlich, aber bestimmt abweisen konnte, ohne sie vor den Kopf zu stoßen.

Zu guter Letzt spricht Cedric noch mit Gustav - der Mann ist Soldat des Lords und soll hier den Fall aufklären. Er fragt Cedric aus, wann die Sodales angekommen seien und warum sie hier seien; er gibt sich ganz als der professionelle Ermittler. Cedric berichtet wahrheitsgemäß, sie seien am Tag von Baldwins Beerdigung angekommen - er selbst als Barde, seine Gefährten, um mit dem örtlichen Köhler Geschäfte zu machen. Woher kämen sie denn, will Gustav wissen. Ach, aus Warwick? Den ganzen weiten Weg, nur wegen des Köhlers? Ja, hier gebe es die beste Kohle, redet Cedric sich heraus.
Am Ende des Gesprächs fragt Gustav, ob Cedric ein bestimmtes Lied von einem fahrenden Soldaten kenne und bittet darum, dass Cedric es spiele und er mitsingen dürfe. Vielleicht hat der Mann einen Hintergedanken dabei, vielleicht aber auch nicht, das kann der Barde nicht mit Sicherheit sagen. So oder so willigt Cedric ein, und der Bewaffnete hat sogar eine ziemlich gute Stimme, einen kräftigen Bariton. Schon bei den ersten Takten verdreht Bartholomew die Augen und zieht sich in seinen Verschlag zurück, während Cedric hinterher noch einige Worte mit Gustav wechselt: Dass der Mann doch vielleicht Barde hätte werden sollen, seine Stimme gebe es immerhin her! Gustav aber erwidert, es sei ihm ganz recht so, wie es sei: gelegentlich mal ein Lied schmettern bei einem Bier, aber dann sei es auch schon wieder gut. Cedric lässt eine Bemerkung fallen, dass es ja manche gebe, die die Freiheit der Barden beneideten, aber Gustav gehöre da nicht zu, sagt der Soldat. Eine Frage nach Baldwin und dessen Leben beim Lord ergibt, dass der Musiker wirklich spröde und treu gewesen sei ("langweilig!", nennt es Gustav), während er zu Baldwins Witwe Mary nichts sagen kann. Aber vielleicht wisse ja seine Liebste hier im Ort etwas; er werde Joanna mal fragen.

An dem Abend machen Gustav und seine Männer machen sich sehr breit in der Scheune. Sie zechen, grölen und würfeln, aber das hindert die Igniculi nicht größer am Einschlafen. Als die Sodales am nächsten Morgen aufwachen, sind alle anderen Gäste schon für den Tag aufgebrochen - auch Bartholomews Habseligkeiten sind noch da, und er hat sich offenbar wieder auf die Suche nach Olivia gemacht, statt abzureisen.
Zitat von: Dark_Tigger
Simultan Dolmetschen ist echt kein Job auf den ich Bock hätte. Ich glaube ich würde in der Kabine nen Herzkasper vom Stress bekommen.
Zitat von: ErikErikson
Meine Rede.
Zitat von: Shield Warden
Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!