Autor Thema: [Microscope] Star Wars Prequels in neu (und besser?)  (Gelesen 1111 mal)

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Online Uebelator

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Morgen zusammen!

Am Wochenende hab ich zusammen mit einem Kumpel zum ersten Mal das Microscope-Buch aufgeschlagen und wir haben uns an einer ersten (realtiv kurzen) Testrunde versucht.
Wir haben uns dafür entschieden, die Star Wars Prequels neu zu schreiben, was auf der einen Seite den Vorteil hatte, dass wir beide eine recht gute Vorstellung von der Welt hatten, auf der anderen Seite aber etwas festgefahren waren in Bezug auf das Ziel, wo die Reise eben hingehen soll. (Episode 4-6 sollten unangetastet bleiben) Inhalte aus Büchern und Comics und dergleichem wollten wir weitestgehend ignorieren.

Wir habens jedenfalls probiert und ich werde mal versuchen unser Ergebnis einigermaßen verständlich aufzuschreiben.

Unsere erste Epoche war "Die alte Republik auf dem Höhepunkt ihrer Macht", die wir zeitlich nicht genauer eingrenzen wollten. (hunderte oder tausende Jahre vor Episode 4?). In dieser Zeit tauchten aus nicht näher beschriebenen Gründen die ersten Machtnutzer auf und sorgten im großen und ganzen für Chaos und Zerstörung, was dazu führte, dass der Senat die Nutzung der Macht ächtete und die Völker der Republik Machtnutzer verfolgten und zur Strecke brachten.
In der nächsten Epoche "Die Yuuzhan Vong Kriege" versuchte eine machthungrige Spezies die alleinige Herrschaft in der Galaxis an sich zu reissen und erklärte der Republik den Krieg. Dank einer unbekannten Stör-Technologie fanden die Torpedos und Raketen der Republik in den Schlachten gegen die Schiffe der Vong nie ins Ziel und so mussten die geeinten Völker herbe Verluste hinnehmen. In einer erbitterten Schlacht um Tatooine griffen jedoch einzelne Machtnutzer, die sich dort versteckt hielten, in die Schlacht mit ein und übermittelten den Schützen der Republik die nötigen Zielkoordinaten und die Flotte der Vong konnte geschlagen werden. In zukünftigen Schlachten wurden immer mehr Machtnutzer, die eine Herrschaft der Vong noch mehr fürchteten als die Verfolgung durch die Republik, auf den Schlachtschiffen der Republik gesehen und der Krieg konnte nach etlichen Jahren erbitterter Schlachten gewonnen werden.
In der nächste Epoche "Der Aufstieg des Jedi-Ordens" beschloss der Senat, dass man nach den Heldentaten der Machtnutzer während der Kriege, diese nicht mehr länger verfolgen könne und suchte nach einer anderen Lösung. Kun Luma, ein Veteran aus den Vong-Kriegen, wandte sich in Friedenszeiten der Archäologie zu und studierte alte Lehren über etwas, was er "die Macht" nannte in den Ruinen auf Yavin IV. Der Senat wandte sich an ihn als Experten und beauftragten ihn damit, Möglichkeiten zu finden, wie man Machtnutzer ausbilden und im Sinne der Republik formen könne.
Jahre später gründete Kun Luma im Auftrag des Senats ein Institut, in dem er jungen Machtnutzern mithilfe von Meditation und Ausgeglichenheit die Kontrolle der Macht beibrachte. Da Kun Luma ein ehemaliger Soldat und der Republik treu ergeben war, nutze der Senat seine mächtigen neuen Verbündeten und jeder Senator, der etwas auf sich hielt, hatte bald einen machtsensetiven Leibwächter.
Aber Kun Luma starb eines Tages und sein Meisterschüler Yoda übernahm die Führung des Institutes, das mittlerweile fast wie eine religiöse Sekte geführt wurde. Unter Yoda entglitt dem Senat immer mehr die Kontrolle über den Jedi-Orden - wie Yoda das Institut mittlerweile nannte, aber aus Angst vor den Jedi unternahm er keine weiteren Schritte gegen den Orden.
Einige Jahre später unternahmen Mitglieder des Jedi-Ordens unter Führung des aufstrebenden Wissenschaftlers Joruun Sith ein planetenweites Experiment auf Coruscant und konnten so die Macht physikalisch nachweisen. Mit diesem neuen Wissen forschten sie an alternativen Wegen, um die Macht nutzen zu können.
In der nächsten Epoche "Der Aufstieg der Sith-Gemenschaft", spalteten sich die Anhänger von Joruun Sith, allesamt Wissenschaftler und Gelehrte, langsam vom Jedi-Orden ab, der ihre Forschungen und Experimente mit strikten Regelungen immer stärker einschränken wollte. So trafen sich die Sith im Verborgenen und diskutierten, experimentierten und forschten ohne die Beschränkungen der Jedi. Unter ihnen war ein Mann namens Palpatine, der sich dank seiner zahlreichen Verbindungen zum Senat einen festen Platz in dessen Kammer gesichert hatte. Von hier aus manipulierte er etliche Senatsmitgleider und förderte so, die Unterstützung für die Sith-Gemeinschaft, wenngleiche diese nicht gleich offen zur Schau gestellt wurde. Er überzeugte den Senat, dass er die Forschungen der Sith brauchte um die Machtposition in der Galaxis zu stärken. Gleichzeitig unternahm Palpatine den Versuch, den Jedi-Orden zu unterwandern und fand bei dem jungen Jedi Anakin Skywalker fruchtbaren Boden.
Die nächste Epoche "Die Jedi-Sith-Kriege" läutete schließlich das Ende des Jedi-Ordens ein. Mit Unterstützung des Senates und dessen Truppen und seinem Spion Skywalker führte Palpatine den ersten Streich gegen den Jedi-Orden und liess wichtige Mitgleider des Jedi-Rates töten. Der Rest lieferte sich erbitterte Schlachten auf den Straßen von Coruscant und nur wenigen gelang schließlich die Flucht vor den Sith.  
Die nächste Epoche war dann "Das Ende der alten Republik". Nachdem die Jedi in alle Winde verstreut waren, übernahm Palpatine die Macht über den Senat und wandelte ihn Schritt für Schritt zu einem Imperium. Seine rechte Hand dabei war sein treuer Verbündeter Skywalker, der fortan den Titel Darth Vader trug. Vader und Palpatine waren die einzigen, offen bekannten Sith, doch im Verborgenen gab es noch zahlreiche andere, die ihre Forschungen über die Macht weiter fortführen und mit den gewonnen Erkenntnissen den Bau einer ultimativen Waffe ermöglichen...



Insgesamt hat uns Microscope großen Spaß gemacht. War gar nicht so einfach, die Geschichte immer weiter zu ergänzen, ohne bereits bestehenden Fakten zu widersprechen. Unsere Geschichte der Prequels war noch lange nicht komplett, denn Luke und Leia fehlen ja noch und die sind ja schließlich nicht ganz unwichtig in den weiteren Episoden. Aber da ging uns dann irgendwann die Zeit aus.
Für mich fällt Microscope auf jeden Fall eher in die Kategorie "Erzählspiel", denn ein Rollenspiel isses nicht so richtig.
« Letzte Änderung: 25.09.2012 | 11:04 von Uebelator »