Autor Thema: [Myranor] Taugen Optimaten als SC?  (Gelesen 8390 mal)

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Offline Lichtschwerttänzer

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Re: [Myranor] Taugen Optimaten als SC?
« Antwort #25 am: 3.08.2013 | 10:39 »
@Zwart

Unterschied zu anderen Charakteren?

ich sehe da da keinen wirklichen Unterschied zu anderen Chars, die nicht zur kiesowschen Held ohne ... for hire entsprechen.
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
“Crap.”

Offline Tindrana

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Re: [Myranor] Taugen Optimaten als SC?
« Antwort #26 am: 21.09.2015 | 11:37 »
Dieser Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich möchte trotzdem noch meinen Beitrag leisten, weil ich denke, dass es immer noch aktuell ist.

Ich habe letztens eine Myranor Runde geleitet und es war ein angehender Optimat mit dabei, der Spieler startete im Rang eines Studioso Maior, der seine theoretische Prüfung gerade bestanden hatte. Dies ist der Rang mit dem alle neu generierten Optimaten ihr Spiel beginnen. In der Gesellschaft stehen sie dann mit einem Honorat gleich, was schon ziemlich hoch ist. Normale Myraner müssen ihr ganzes Leben lang in einer Myriade dienen, um diesen Rang zu erreichen - wenn es wirklich sehr gut läuft, ansonsten sind sie normale Bürger.

Kurz: magiebegabte Myraner, die Mitglied einer Kammer bzw. Haus sind bekommen Rang des Honoraten direkt nach Eintritt verliehen. Wenn sie dann die praktische Abschlussprüfung bestanden haben, dann werden sie zum Optimaten. Der Siegelring verbleibt erstmal beim Meister, aber dass ist eine andere Geschichte.

Da es sich nur um eine Oneshot handelte haben wir nach dem Spiel darüber diskutiert und als wir uns alle tief in die Augen geschaut haben, mussten wir zugeben, dass es keine leichte Aufgabe ist diesen Helden zu integrieren. Es ist halt unter der Würde eines Optimaten sich mit Abschaum abzugeben.

Gruß

Avon
« Letzte Änderung: 15.08.2016 | 10:26 von Avon »

Offline Moneras

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Re: [Myranor] Taugen Optimaten als SC?
« Antwort #27 am: Gestern um 15:19 »
Hey, mir ist bewusst, dass wahrscheinlich niemand der ursprünglichen Diskussionsteilnehmer noch für die Frage interessiert. Da ich aber bei der Suche nach Inspirationen via Google über den Thread gestolpert bin, kann ich mir vorstellen dass das anderen auch passiert und möchte deswegen meine Einschätzung abgeben.

Vorab: Ich beziehe mich auf die Myranor Äquivalente zu DSA 4.1, vor allem auf "Myranische Magie" aus 2014.

In dieser stark zwischen den "Optimatikern", also allen Magiekundigen deren Magie sich auf die von den Archäern im ersten Imperium eingeführte ableitet und "Optimaten", die gleichzeitig eine magische Profession, aber auch ein gesellschaftlicher Stand ist. Ich geh davon aus, dass hierbei darum geht, einen Optimaten zu spielen. Ich gehe davon aus, dass es nicht um Haus Icema geht, da die sowohl regeltechnisch als auch innerhalb der Spielwelt doch recht weit vom Optimaten abweichen.

Ich widerspreche grundsätzlich, dass es sehr schwer ist. Es gibt in meinen Augen mehrere Möglichkeiten, einen Optimaten umzusetzen. Das Spiel gibt da auch definitiv Hinweise zu. Man muss sich nur Gedanken machen.

Das sind in meinen Augen die sinnvollsten Möglichkeiten, einen Optimaten zu integrieren:

1.: Runenmeister
Zwar nicht in allen Sinnen eine 1:1 Entsprechung der myranischen Optimaten, sind sie doch sehr nahe dran. Sie sind was die Hjaldinger (Wikinger, mehr oder weniger) nachdem sie vom Imperium erobert wurden draus gemacht haben. Wer also ne Mischung aus Magierfürst und Barbar spielen will, hat hier die Möglichkeit. In manchen Bereichen sind sie was eigenes, kommen aber der Funktion eines Optimaten nahe genug, um eine deutlich leichter zu integrierende Alternative zu sein. Sie werden von Mitgliedern des entsprechenden Hauses als unbedeutende Mitglieder ihrer Gemeinschaft angesehen - aber als Mitglied ihrer Gemeinschaft, keine Außenseiter.
Hier die Vor - und Nachteile in meinen Augen:
+Haben zwar auch Verantwortung und Einfluss, sind aber nicht so stark in die Strukturen eingebunden wie "normale" Optimaten
+Die eigene Identität kann spannend sein
+Müssen keine Main Character sein
-Haben nicht Zugriff auf alle Häuser und ihre Auswahl welche magischen Beruf sie ergreifen ist deutlich eingeschränkter
-Gibt weniger Informationen über sie als über klassische Optimatenhäuser, Ausarbeitung zwischen Spieler und Meister ist erforderlich

2.: Nicht jedes Haus ist gleich
Wie leicht ein Optimat als SC umzusetzen ist, unterscheidet sich stark von Haus zu Haus. Vor allem bei den kleinen Häusern, finden sich welche, die spielerisch nicht so fordernd sind. Vor allem genannt seien  Aldangara, die mehr oder weniger Zivilisation verachtende Individualisten und Darwinisten sind, oder die demokratisch (!) veranlagten Ennandu. Beide machen sich wenig aus der Politik des Imperiums. Auch ein Beispiel sind Onachos, die im Auftreten was mehr klassische Magierfürsten sind als oben genannte Eigenbrötler und Anarchisten, aber zu sehr Nerds sind denen man misstraut als dass sie eine große politische Rolle spielen. Von den großen Häusern kommen imo vor allem die Kouramnion infrage, ernste, beim Volk beliebte magische Krieger, die sich über ihre Ablehnung zu Politik und Intrigen definieren. Als wirklich schwierig empfinde ich Adirphanos, Partholon, Phraisopos und Tharamnos, wobei ich bei den beiden eltzteren glaube, dass man das mit dem in 3 bschriebenen kompensieren kann.

3.: Nicht jeder Optimat ist ein Optimat
Okay, klingt weird. Folgendes ist der Punkt: Man braucht einen gewissen Rang als Optimat, um Schüler auszubilden dürfen. Dafür muss man sich an der Politik innerhalb des Hauses beteiligen. Vor allem Magier, die sich auf Forschung spezialisieren können / wollen das nicht, haben aber dennoch Bedarf für Schüler, die sie bei ihren Forschungen unterstützen.

Das ist nicht legal, aber wird geduldet. Dafür wird niemand verfolgt oder verstoßen, bedeutet nur, dass die Schüler nicht den rechtlichen Status eines Optimaten, sondern in den meisten Fällen den - idr für hochrangige nichtmagische Bürger vorgesehenen - Status des Honoraten besitzen. Das Spiel deutet extra auf diese Sonderfälle als Option für SCs hin. Zumal sie sich teilweise auch noch gut mit manchen Häusern verbinden lassen, die sich eh schon besser eignen als andere. Aber in meinen Augen erlauben sie auch das Spielen eines Tharamnios oder Phraisopos, da beide Häuser einen gewissen Forschungsschwerpunkt haben. Durch herausragende Dienste für das Haus doch den gesellschaftlichen Stand eines Optimaten zu erreichen ist möglich und kann ein gutes Lebensziel für einen SC sein.

tl;dr:
Es gibt genug Möglichkeiten, einen laubwürdigen Optimaten zu spielen, der mit einer Abenteurergruppe reist und nicht 24/7 den Ton angibt. Die meisten Spieler werden eher durch das sperrige Magiesystem als durch die spielerische Darstellung davon abgehalten, einen Optimaten zu spielen. Und wenn man eh mit Savage Worlds spielt, schert einem das nicht so prächtige Magiesystem eh nicht. Wichtig ist halt, dass man sich vorher überlegt, was der Charakter erreichen will und warum er wie auftritt. Dann ist das kein Hexenwerk.

Offline Waldviech

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Re: [Myranor] Taugen Optimaten als SC?
« Antwort #28 am: Gestern um 22:17 »
Was natürlich auch zu bedenken ist, ist dass der Status eines Optimaten, je nachdem wo man ist und in welchen Kreisen man sich bewegt, auch bedeutungslos oder gar eine ganz massive Einschränkung sein kann. Mitten auf der Ochobischen Seenplatte, zwischen Bibern, Bäumen und Barbaren ist so ein Optimatenrang mitunter viel weniger wert als ein guter Draht zu den Kameraden. Und bewegt man sich (aus Gründen) durch die urbane Unterwelt, ist es vielleicht besser, dies inkognito zu tun. Entweder, weil die niederen Circel-Mitglieder, mit denen man reden möchte, sonst vor lauter "in den Staub werfen" den Mund nicht aufbekommen, oder weil es gesellschaftlich nachteilig sein kann, offen in der falschen Spelunke gesehen zu werden.
Da gibts durchaus Möglichkeiten. Was eventuell auch hilfreich ist, wäre sich anzuschauen wie zum Beispiel in einschlägigen Abenteuerromanen irgendwelche herum-abenteuernden viktorianischen Lords agieren. Sicher - so ein Lord David Lindsay hat Kohle wie Heu und steht gesellschaftlich weit über irgend so einem Hadji Halef. ABER seine Reichtümer sind weit weg im Heimatland. Sein gesellschaftlicher Rang ist, da er Räuber und Gesocks anlockt, zuweilen eher Hindernis. Und er hat genügend Intelligenz und Sozialkompetenz, zu wissen, dass es nicht immer hilft, sofort überall mit einer Ich-bin-der-Chef-Attitüde aufzutreten.
Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden (oder sowas Ähnliches)!

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