Autor Thema: Splittermond: Die Welt  (Gelesen 19778 mal)

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #75 am: 23.03.2014 | 18:35 »
Gern: Ich konnte den Inhalt deiner Aussage.
A Was Splittermond aus macht, was seine Stärken/Schwächen für welchen Spielstil etc etc kann ich aus der Rezi nicht entnehmen.

B Thomas Römer hat mal die bei Das Braucht Errata mit den Fehlern anderer RPGs schöngeredet.
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #76 am: 23.03.2014 | 18:46 »
Mach doch ne eigene Rezi  >;D
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Offline Luxferre

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #77 am: 23.03.2014 | 18:50 »
Nee, er wird sich auch nichts davon kaufen. Dann wäre das ewige Genörgel doch irgendwie langweilig  >;D

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #78 am: 23.03.2014 | 19:01 »
A Was Splittermond aus macht, was seine Stärken/Schwächen für welchen Spielstil etc etc kann ich aus der Rezi nicht entnehmen.

B Thomas Römer hat mal die bei Das Braucht Errata mit den Fehlern anderer RPGs schöngeredet.

A Vielleicht gehörst Du einfach nicht zu der Zielgruppe, für die die Rezi geschrieben wurde. Falls Du fragst, welche Zielgruppe das ist: Ich vermute: die Leute, die sich ernsthaft für das Setting und das System interessieren.

B Thomas Römer geht auch ab und zu aufs Klo. So, what?
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #79 am: 23.03.2014 | 19:12 »
Ich vermute: die Leute, die sich ernsthaft für das Settingund das System interessieren.
das tue ich
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #80 am: 23.03.2014 | 19:19 »
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« Letzte Änderung: 23.03.2014 | 19:25 von Boba Fett »
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Offline Xemides

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #81 am: 24.03.2014 | 08:28 »
das tue ich

Erstaunlich !

Die SpliMo Redakteute haben doch von Anfang an gesagt, was vom Setting zu erwarten ist und was nicht. Und daran kann man sie messen, nicht mehr und nicht weniger.

Etwas komplett neues zu erwarten, wenn sie das nicht angekündigt haben, ist nun eine ziemliche Frechheit.

Ebenso ihnen vorzuwerfen, das sie das was sie angekündigt und geliefert haben nicht deinen Erwartungen entspricht.

Das sie das Rad nicht neu erfinden wollen, war schon seit Monaten bekannt.
« Letzte Änderung: 24.03.2014 | 09:28 von Xemides »
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Offline JS

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #82 am: 24.03.2014 | 08:45 »
Dem pflichte ich bei, denn nach meiner Kenntnis wurde stets eine EZO-Fantasywelt nach "klassischem" Standard angekündigt, und das dann nicht so oberflächlich wie ABC (hier erspare ich mir potentielle Glaubenskriege), aber auch nicht so allumfassend wie DSA.
Diesem Anspruch werden die Autoren bisher weitgehend gerecht. (Es bleibt dabei zu hoffen, daß sie nicht in Quellenbüchern noch dsa-iger werden...)
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 00:25 von JS »
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #83 am: 24.03.2014 | 23:05 »
Dem pflichte ich bei, denn nach meiner Kenntnis wurde stets eine EZO-Fantasywelt nach "klassischem" Standard angekündigt,
und die können und sollten trotzdem ihre uniqen Eigenheiten haben.
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #84 am: 24.03.2014 | 23:43 »
... müssen sie meiner Meinung nach nicht.
... haben ohnehin nur die wenigsten Welten, je nachdem, wie man Standard festlegt. Sicher, Splittermond zaubert dem kenntnisreichen Veteranen keinen Rock'n Roll aus den Seiten.
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 00:28 von JS »
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #85 am: 25.03.2014 | 07:40 »
und die können und sollten trotzdem ihre uniqen Eigenheiten haben.

Hat Splittermond doch. Wo ist Dein Punkt?  8]
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #86 am: 25.03.2014 | 08:05 »
Also angenommen, Entwickler kündigen ein Scheiß-Setting an und es kommt ein Scheiß-Setting, dann müsste man es hochgradig loben, weil es ja genau das ist, was die Entwickler angekündigt haben? ~;D

Natürlich darf man ein Setting nach weiteren Kriterien bewerten als nur danach, ob das Entwicklungsziel erfüllt wurde. Mich interessiert z.B., wie es sich zur Konkurrenz verhält und warum man zu Splittermond greifen sollte und eben nicht zu Aventurien, Midgard, Kreijor, Iron Kingdoms, Westeros, Mittelerde, Malmsturm und und und. Wichtig finde ich auch eine Bewertung dessen, wie sich die Designziele in der Praxis auswirken. Es kann ja sein, dass auf dem Reißbrett etwas ganz toll klingt, in der Praxis aber eher mau statt wow ist.

Mich würde interessieren, wie die nicht westlich angelehnten Länder beschrieben werden. Sind das die üblichen eurozentristischen Klischeedarstellungen? Der Osten ganz mystisch und mit weisheitlichem Kram überladen, dafür aber weniger Wissenschaft? Wird gar die Welt insgesamt eher aus einer westlichen (hier wohl Dragorea) Perspektive beschrieben und die anderen Länder tendentiell als exotischer oder werden diese Länder genauso neutral und auf die gleiche Weise beschrieben? Dazu gehört für mich z.B. auch, dass "östliche Länderimitate" genauso differenziert dargestellt werden wie die "westlichen". Den Informationen auf der Website zufolge scheint nur Dragorea differenziert dargestellt zu sein.
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Offline Luxferre

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #87 am: 25.03.2014 | 08:08 »
Ein einfaches Setting hat einen riesen Vorteil: es ist einfach.
Jeder kann sich schnell einfinden, identifizieren, findet verwandte und bekannte Elemente ... also ist ein schneller Einstieg (auch für Neulinge *pling* ) garantiert.

Malmsturm zB ist großartig. Eine der besten Welten, die ich je las. Aber es ist kompliziert, sehr vielschichtig, undurchsichtig. Eher nicht für absolute Neulinge geeignet.
Das finde ich einen großen Pluspunkt für Splittermond.
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #88 am: 25.03.2014 | 08:23 »
Narr: Das sehe ich anders. Wird Schrott angekündigt und geliefert, kann ich ihn für Schrott halten, aber mich wohl wenig beklagen, es sei ja nur ein solcher. Ähnlich verhält es sich mit einer typischen EZO-Hochmagiewelt nach allseits bekannten Standards (die immer noch schwammig sind, denn wer legt diese fest)?

Ich fand bisher bei Splimo nichts Neues, aber die Melange dieses Bekannten und die niveauvolle Darstellungsform sind für mich die springenden Punkte. Ich kann auch nicht sagen, daß einige Länder und Regionen weniger Aufmerksamkeit oder mehr Exotik erfahren als andere; es wirkt auf mich recht homogon in der Beschreibung. Im Gegenteil: Stellenweise hätte ich mir sogar mal etwas mehr exotischen Hauch und weniger DSA-Solidität gewünscht, z.B. bei der Darstellung der Untotenstadt. (Es ist bisher übrigens mein zentraler Kritikpunkt, daß mir die Lektüre doch stellenweise etwas zu dsa-ig ist. Ich mag DSA und seinen Darstellungsstil/-anspruch bekanntlich nicht so gerne.)

Fazit: Splimo bietet in seinen Einzelteilen nur Altbekanntes, aber die Mischung dieser Teile gibt etwas Schönes für viele Spielinteressen her. Was es nun von anderen Welten groß unterscheidet und wie gewichtig das ist, unterliegt dem individuellen Geschmack. Ich z.B. würde keinen Fuß nach Aventurien oder Midgard setzen und schon gar nicht nach Kreijor; ein Spiel in Lorakis dagegen reizt mich sehr.
:)
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 08:46 von JS »
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Offline La Cipolla

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #89 am: 25.03.2014 | 08:44 »
Um auch mal auf die Frage zu antworten: Die Sache mit nicht-westlichen Kulturen, Exotismus etc. ist SEHR interessant in Splittermond, interessant insofern, dass man viel dazu zu sagen gibt.

- Die Welt ist erheblich ausgeglichener, was die Kulturverteilung angeht als so ziemlich ALLE anderen Standard-Fantasy-Welten, die ich kenne; und die, die rankommen, fangen für gewöhnlich nicht so umfassend an. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass das Weltenbuch eine "faire" Verteilung der Beschreibungen anstrebt, und es gelingt ihm auch wirklich ganz ordentlich. Besonders gut erkennt man das daran, wenn man sich den Geschichtspart anguckt, der da ja sonst meistens recht einseitig ausfällt, und hier wild durchgemischt ist. Der Witz: Eigentlich hätte Splittermond mit den Drachlingen praktisch die perfekte ingame-Begründung für Eurozentrismus. Wird aber nicht "missbraucht" in dem Sinne. Die Gemeinsprache ist Gnomisch.

- Die Beschreibung der Welt ist natürlich insofern eurozentrisch, dass es überall "Beschreibungsnamen" (Riesengrab etc) auf Deutsch gibt. Find ich okay, kann man aber auch anders sehen. Doppelte Namen ("die Blabla nennen es Blabla") gibt es auch immer mal. Sonst hast du die dragoreische Perspektive gern mal in den Ländern, die sich bewusst am Kolonialismus orientieren. Da werden also die "Besatzer" vor den Ureinwohnern und auch mal ausführlicher beschrieben, solche Sachen eben. Kann man sich bestimmt auch drüber streiten (der Fokus dieser Länder soll offensichtlich auf dem Kolonialaspekt liegen), aber definitiv kein Totalausfall, zumal es auch "nicht-westliche" Kolonialmächte gibt. "Kleinere" Kulturen werden zwar gelegentlich zusammengelegt, aber dann oft auch mit dem Hinweis, dass sie keine homogene Gruppe sind.

- Dieser subtile Borderline-Rassismus, den du bei Fantasy eigentlich immer hast (speziell Exotismus!), ist definitiv vorhanden und streckenweise, so mein Eindruck, auch gewollt, einfach weil es so ein krass konventionelles Element der üblichen Fantasy-Welten ist. Wirklich problematisch fand ich es aber nur bei einer knappen Hand voll Regionen (Mahaluu, die "Jaguarmenschen" anyone?), was bei einer Anzahl von, äh, 70? schon klar geht. Ich behaupte aber auch mal, für den Großteil der Welt ist es immer noch tendenziell weniger krass als bei der Konkurrenz, weil die Rechercheleistung allermeistens überdeutlich wird.


Ach ja: Ich finde es sehr interessant, zu gucken, welche Kulturen es nicht ins Buch geschafft haben. Kann man durchaus Mutmaßungen zur Zukunft anstellen. ^^ Ich könnte aber auch sehr gut damit leben, wenn es letztlich bei Lorakis bleibt.
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 09:03 von La Cipolla »

Offline Boba Fett (away)

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #90 am: 25.03.2014 | 09:15 »
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 :btt:
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 09:57 von Boba Fett »
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Offline Quendan

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #91 am: 25.03.2014 | 11:30 »
Was den Eurozentrismus angeht: Ich kann den nicht für alle Stellen im Buch ausschließen, aber Prämisse für alle Autoren war: Es gibt kein "Standardgebiet" für Abenteurer, jedes Land (mit Ausnahme der klassischen reinen Abenteuerschauplätze wie die Verheerten Lande) ist potenzielles Heimatland der Abenteurer. Entsprechend haben auch alle Regionen grob gleich viel Platz erhalten - ein mitteleuropäisches Ritter-Setting wie Midstad hat nicht mehr Platz als eine altmesopotamisch-phönizisch angehauchte Region wie Pashtar. Und beide sind auch vom Fokus her nicht unterschiedlich beschrieben. Wo doch mal tief in die Klischeekiste gegriffen wurde (Mahaluu wurde ja schon genannt), wurde das ganz bewusst getan, um gewisse klassische Fantasy-Stereotypen aufzugreifen oder bestimmte gewünschte Settings zu unterstützen (im Falle Mahaluus: übertriebene Südseeromantik meets Cthulhu).
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 11:32 von Quendan »

Offline Waldviech

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #92 am: 25.03.2014 | 11:47 »
Zitat
Ich kann den nicht für alle Stellen im Buch ausschließen,
Ich glaube auch, ein gewisser "Rest-Eurozentrismus" dürfte verzeihlich sein. Natürlich wird man merken, dass das Teil vorwiegend von Europäern geschrieben und für eine europäische Zielgruppe konzipiert ist. Ingame würde ich übrigens nicht den "europäischen" Part von Lorakis für den kulturell-militärisch übermächtigen 600-Pfund-Gorilla auf der Landkarte halten, sondern das "Perserreich" Farukan.
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #93 am: 25.03.2014 | 11:55 »
Ingame würde ich übrigens nicht den "europäischen" Part von Lorakis für den kulturell-militärisch übermächtigen 600-Pfund-Gorilla auf der Landkarte halten, sondern das "Perserreich" Farukan.

Wenn der Padishah irgendwann mehr als eine rein zeremonielle Rolle hat, die Shahire alle an einem Strang ziehen und es außerdem irgendwo sinnvoll Ruhm und Ehre zu gewinnen gibt - dann vielleicht. Viele "wenn". ;) Rein praktisch sehe ich momentan Farukan nur als militärische Bedrohung, wenn jemand blöd genug ist, um es selbst anzugreifen. Dann dürften die Shahirate nämlich tatsächlich beieinander stehen. Aber bis dahin haben die Shahire wohl genug Eigeninteressen und der Padishah zu wenig reale Macht, um wirklich die 600 Pfund auch auf die Waage zu bringen.

Und selbst Farukan wird seit über 100 Jahren mit den Keshubim mit ihrem Guerilla-Krieg nicht fertig.  ;D

Was mächtige "nicht-europäische" Reiche angeht möchte ich noch die Kintai ins Spiel bringen. Die könnten vermutlich mit all ihren Nachbarn (sowohl dem geteilten Zhoujiang als auch den schwachen Fürstentümern von Sadu) den Boden aufwischen, wenn die Göttin auf dem Thron das wollte. Nur wie beschrieben ist, will sie das ja scheinbar aus irgendwelchen Gründen nicht ...

Aber ja, dein Grundpunkt stimmt natürlich: Es ist sicher nicht eines der dragoreischen Reiche "das mächtigste" in Lorakis. Selenia ist sicher eines der größeren und mächtigeren Reiche, aber auch das macht sie erstmal nur zur stärksten Macht auf ihrem Heimat-Subkontinent.

Offline Waldviech

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #94 am: 25.03.2014 | 12:12 »
Zitat
Rein praktisch sehe ich momentan Farukan nur als militärische Bedrohung, wenn jemand blöd genug ist, um es selbst anzugreifen. Dann dürften die Shahirate nämlich tatsächlich beieinander stehen. Aber bis dahin haben die Shahire wohl genug Eigeninteressen und der Padishah zu wenig reale Macht, um wirklich die 600 Pfund auch auf die Waage zu bringen.
Gäbe ihnen das nicht allein schon die 600 Pfund? Klar haben die Shahirate einen ganzen Sack voller Eigeninteressen, aber ein einzelnes Shahirat ist praktisch "unantastbar", wenn man sich nicht gleich mit dem ganzen Imperium anlegen will. Die Farukani könnten in der Praxis sicherlich mehr aus ihrer Machtposition machen - ich könnte mir auch vorstellen, dass im Restlorakis einiges an Respekt vor Farukan herrscht. Momentan "schlafen" die Farukani und sind mit sich selbst beschäftigt, aber es ist altbekannt, was mit Anreihnerstaaten passiert, wenn sie mal einen Moment lang aktiv werden.

Zitat
Was mächtige "nicht-europäische" Reiche angeht möchte ich noch die Kintai ins Spiel bringen. Die könnten vermutlich mit all ihren Nachbarn (sowohl dem geteilten Zhoujiang als auch den schwachen Fürstentümern von Sadu) den Boden aufwischen, wenn die Göttin auf dem Thron das wollte. Nur wie beschrieben ist, will sie das ja scheinbar aus irgendwelchen Gründen nicht ...
Stimmt - und denen könnte man gegebenenfalls sogar noch Rassismus oder besser Speziezismus vorwerfen  ;D. Was mich zu der Frage führt, ob zwischen Kintai und Kungaitan nicht so eine Art kalter Krieg herrschen müsste. Immerhin ist Kungaitan zum großen Teil von Flüchtlingen aus Kintai dominiert, die der Göttin und der Albenoberschicht nicht grade positiv gegenüberstehen dürften.
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #95 am: 10.04.2014 | 12:43 »
Ich habe jetzt den ersten Überblick im Weltband (also alles vor den eigentlichen Regionalbeschreibungen) durch und finde das Meiste wirklich sehr gelungen. Auch ich habe den Eindruck, dass hier vieles gar nicht so abgegessen ist, wie es auf den ersten Blick daherkommt: (Wikingerzwerge sind schon mal eine sehr schöne Variation des Altbekannten). Dass mit den Termark eine Art Wildwest-Region am Start zu sein scheint, gefällt mir, ebenso, dass "Pseudoropa" nur einen relativ kleinen Teil von Lorakis ausmacht. Auf den östlichen Subkontinenten bekomme ich vom ersten Überblick noch nicht ganz die Zuordnung zu irdischen Vorbildkulturen hin, hoffe aber, dass neben den offenbar persisch, chinesisch und japanisch inspirierten Regionen auch etwas sumerisch/assyrisch angehauchtese dabei sein wird.

Ein Thema, dass mich ja bei Fantasy-Settings immer wieder umtreibt:

- Dieser subtile Borderline-Rassismus, den du bei Fantasy eigentlich immer hast (speziell Exotismus!), ist definitiv vorhanden und streckenweise, so mein Eindruck, auch gewollt, einfach weil es so ein krass konventionelles Element der üblichen Fantasy-Welten ist. Wirklich problematisch fand ich es aber nur bei einer knappen Hand voll Regionen (Mahaluu, die "Jaguarmenschen" anyone?), was bei einer Anzahl von, äh, 70? schon klar geht. Ich behaupte aber auch mal, für den Großteil der Welt ist es immer noch tendenziell weniger krass als bei der Konkurrenz, weil die Rechercheleistung allermeistens überdeutlich wird.

Da muss ich sagen, dass der Splittermond-Weltenband einen Weg geht, den ich erträglich finde, aber doch nicht so richtig glücklich. "Orks sind böse/von Hass auf die Welt erfüllt" ist wunderbar, weil eine so krasse Schwarzweißmalerei einfach so weit weg ist von der Art, auf die Rassismus in der Wirklichkeit auftritt, dass es irgendwie schon wieder harmlos wirkt.
Aber wenn man über die Rattlinge liest, dass sie zwar an sich nicht böse, aber eine Landplage sind, löst das bei mir viel mehr ungute Assoziationen an rassistische Stereotype aus. Auch und gerade, wenn (wie bei den Rassenbeschreibungen) immer wieder betont wird, dass natürlich eigentlich die Sozialisation entscheidend sei, aber es doch gewisse verbindende Eigenschaften gäbe ... genau solche "gemäßigten" Formen sind ja die, in denen einem Rassismus in der wirklichen Welt zumeist begegnet.
Da ist es mir tatsächlich lieber, wenn Fantasy-Settings einfach setzen: "Zwerge sind in der Regel so" (Ausnahmen natürlich immer vorbehalten, insbesondere für SC), anstatt dann noch ein langes Geeiere darum zu veranstalten, dass das alles irgendwie auch eigentlich sozialisationsbedingt sei, aber dann doch wieder vielleicht ein paar Sachen qua Geburt ...

Insgesamt betrifft das aber weniger die Gestaltung der Welt, sondern eher die Feinheiten der Darstellung im Text. Da will ich jetzt auch gar nicht überpingelig sein, ich finde es eher ein interessantes Thema, wie so ein bisschen verschämt um den Fantasy-Rassismus herumgeiert wird, anstatt einfach an einigen Punkten im Text offen darzulegen, dass das hier ein Fantasy-Spiel ist, das Stereotypen braucht, um zu funktionieren, und dass man diese Stereotypen nicht mit der Wirklichkeite verwechseln darf. Sollte mal wer einen Artikel drüber schreiben.
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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #96 am: 10.04.2014 | 12:51 »
Jo, das ist auch das, was ich hier im fünften Unterpunkt (und am Ende bei den Orks) meinte. Ich denke zwar, dass SpliMo einen vergleichsweise recht angenehmen Weg geht, aber ich bin mir auch absolut sicher, dass es noch besser gegangen wäre, ohne dass groß was verloren geht. Da das aber so praktisch ... KEINE Fantasy-Welt macht, sollte man es dem Spiel nicht sonderlich übel nehmen.

Ich teile wie geschrieben auch deine Einschätzung, dass das Setting auf den zweiten Blick weniger abgegriffen ist, als man erwartet. Vor allem in den Regionalbeschreibungen finden sich viele nette Details.

Offline Feyamius

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #97 am: 10.04.2014 | 13:01 »
ich bin mir auch absolut sicher, dass es noch besser gegangen wäre, ohne dass groß was verloren geht.

Und wie, wenn man a) sowohl komplett integrierte Stadtvarge haben will, die eigentlich fast nur "Menschen mit Fell" sind und b) gleichzeitig aber wilde Varge haben will, die eine vollkommen eigene Art zu leben haben? Was wenn nicht die Sozialisation sollte man da als Grund anführen?

Offline La Cipolla

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #98 am: 10.04.2014 | 13:08 »
Damit hatte ich persönlich gar kein Problem. Ich würde nicht versuchen, die Angelegenheit auf einem prinzipiellen Level zu lösen (sowas überlasse ich den Akademikern - wobei man sich streiten kann, ob da dann nicht wirklich was verloren geht), sondern im jeweiligen Einzelfall. Macht das Ganze natürlich zu einer arg persönlichen Angelegenheit, aber da würde ich auch nichts anderes behaupten. Nicht zuletzt deshalb finde ich es auch wichtig, als Leser zu sagen, was genau einen stört.

Offline Feyamius

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Re: Splittermond: Die Welt
« Antwort #99 am: 10.04.2014 | 13:10 »
Weiß nicht, ich kann mit dem ganzen "Problem" nichts anfangen bzw. finde nicht, dass es eins gibt. Wenn ich so etwas lese:

Insgesamt betrifft das aber weniger die Gestaltung der Welt, sondern eher die Feinheiten der Darstellung im Text. Da will ich jetzt auch gar nicht überpingelig sein, ich finde es eher ein interessantes Thema, wie so ein bisschen verschämt um den Fantasy-Rassismus herumgeiert wird, anstatt einfach an einigen Punkten im Text offen darzulegen, dass das hier ein Fantasy-Spiel ist, das Stereotypen braucht, um zu funktionieren, und dass man diese Stereotypen nicht mit der Wirklichkeite verwechseln darf.

... erinnert mich das sehr an die Warnhinweise in Magiehandbüchern, dass man das nicht mit Okkultismus und Satanismus der Wirklichkeit verwechseln darf.