Autor Thema: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr  (Gelesen 366 mal)

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Offline pharyon

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[Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« am: 25.02.2019 | 12:53 »
Hallo,

nachdem wir auf dem Wintertreffen '19 eine sehr schöne Runde hatten, möchte ich das Erlebte für uns und interessierte Leser hier festhalten. Vielleicht ergibt sich bei einem nächsten Treffen ja noch ein Slot für eine Fortführung? (*blinzel*)

Vielen Dank zunächst mal an die grandiosen Mitspieler und einen tollen SL für eine legendäre Runde.  :D

Die Regeln

1of3 hat die pbta-Regeln modifiziert und auf magische Akademie-Settings feinjustiert. Der Speilabend diente daher auch dem Ausprobieren, wie gut die Regeln das Erlebnis dieses bewusst offen gehaltenen Settings einfangen.

Die Setting-Erschaffung/-Festlegung

Zunächst haben wir angeleitet durch unseren SL (1of3) einige Eckpunkte des Settings entwickelt.

In unserer Welt ist Magie etwas sehr Alltägliches. Jeder beherrscht sie ein klein wenig, aber einige werden besonders darin ausgebildet. Ausbildungsorte sind meist kleine Dörfer, die wie ein Campus verschiedene Gebäude für den magischen Unterricht nutzen. schüler sind in kleinen Häusschen untergebracht, bei unserer Gruppe war es ein 6er-Häuschen (3 Jungs, 3 Mädchen). Aber auch Einzelausbildung bei einem Magier in dessen Turm wäre möglich gewesen. Die Lehrer sind überwiegend Menschen, es gibt aber auch Ausnahmen.

Als Basis-Magie haben wir definiert: Cantrips (Zaubersprüche), Illuisionen, Spellforms (Magietheorie), Verzaubern und Zaubertränke. Wahlfächer sind Arcanomechanics, Biokinese, Combat Magic und Nekromantie. Fortgeschrittene Magie ist entweder Mentalismus oder Shifting (Gestaltwandeln). Als verlorene Magie haben wir Gating, Wahrsagerei und Glaube festgelegt, wobei Glaube neben roher Magie als verbotene Magie gehandelt wird. Die Setting-Erschaffung ging gut von der Hand, wir Spieler haben da sehr schnell gemeinsame Nenner gefunden. Fand ich toll.

Die Charaktere

Meiner Meinung nach hätte J.K. Rowling die Charaktere nicht besser hinbekommen. Ein Traum - vor allem haben alle Charaktere von Beginn an wunderbar zusammengewirkt und sich ergänzt. Hach ja...

The Scion

Mandragor Ativo (gespielt von Bad Horse), 15 Jahre, ist ein Sprössling der Ativo-Familie, die seit mindestens 8 Generationen einen hervorragenden Ruf für ihre arcanomechanischen Konstruktionen genießt. Diese Familie gehört szusagen zum Magier-Adel. Entsprechend sind die Erwartungen an die Sprösslinge immens, wenn nicht noch höher. Mandragor gehört zu den eher stillen Vertretern seiner Familie, (für einen 15-jährigen) sehr ernst und erwachsen, zugleich aber mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Mandragor besitzt ein Familienerbstück, ein Amulett (als Artefakt, dem eine verlorene Zauberei innewohnt), das unter bestimmten Umständen Portale an einen anderen Ort öffnet. Da er sehr erfinderisch ist und sich dahingehend gut mit Phoebe versteht, ist Mandragor oft ein impulsgebendes Mitglied unserer Gruppe, der sich für seine Freunde auch mal gegen andere Familienmitglieder in der Schule einsetzt. Die Mitspieler hatten als Bild einen jungen Tom Hiddleston im Kopf, für mich gab es eine große Ähnlichkeit zum Gotham-Bruce Wayne. Auf jeden Fall herrlich gespielt, sehr rührend und unterhaltsam.

The Crazy One

Julianus Gordon (gespielt von Barbara), 15 Jahre, ist auch ein ruhiger und zurückhaltender Magierschüler. Er hat immer Ringe unter den Augen und taucht überraschend an Orten auf. Er versteht es sehr gut, unauffällig zu bleiben - wenn er nicht gerade irgendjemanden beherrscht, etwas für ihn zu tun. Mentalismus, und damit Geistesbeeinflussung, scheint Julianus bereits grundlegend zu beherrschen. Zumal er sich sehr gut mit Drachen versteht. Seinen Drachen Antonia hat er auf jeden Fall sorgsam gehegt und gepflegt. Julianus ergibt ein mystisches Geheimnis, das er sehr hütet. Seine Freunde Mandragor, Mattis und Phoebe kennen es, außerhalb seiner Familie aber eigentlich (!) sonst niemand. Nur so viel sei verraten: Man sollte Julianus niemals in die Enge treiben. Das wäre ... ungünstig. Sehr angenehm und nuanciert gespielt stellte sich Julianus als pragmatischster Charakter heraus, der auch die Zwischentöne der anderen Charaktere am schnellsten erfasste.

The Alien

Mattis Kalsfartyr (gespielt von Brian), 16 Jahre, ist ein Austauschschüler, der aus einem wikingeresken Volk stammt. Dort beherrscht und nutzt man noch die rohe Magie, was hier an der Schule natürlich strengstens verboten ist. Aufgrund eines Vertrages oder einer Verpflichtung muss Mattis hier seine Ausbildung durchlaufen. Obwohl ihm einige Lehrer Steine in den Weg legen und so mancher verhindern will, dass Mattis das Jahr erfolgreich abschließt, sind wir als Gruppe mehr als motiviert, ihm unter die Arme zu greifen. Dabei ist Mattis nicht unfähig, ganz im Gegenteil. Aber er versucht auch, möglichs wenig Angriffsfläche zu bilden. Er sieht sich als großer Bruder, insbesondere gegenüber Phoebe, der auf seine Mitschüler gut aufpasst. Etwas größer und kräftiger als die meisten Mitschüler (nicht nur unserer Klassenstufe) ist Mattis sehr fürsorglich und hilfsbereit. Stoisch und ausgeglichen gespielt, mit einer spürbar inneren Ruhe war Mattis so etwas wie der Fels in der Brandung unserer Gruppe.

The Studious

Phoebe Phoenxfeather (gespielt von mir), 14 Jahre, ist das Küken der Gruppe. Als Kind hat sie allerdings früh lesen gelernt und dank der Liebe ihrer Familie und der großen Bibliothek ihres Onkels wuchs in ihr ein unglaublicher Wissensdrang und Neugierde. Dies wird von ihrem fast ebenso großen Herz ergänzt. Phoebe ist eine Frohnatur und ungetrübter Sonnenschein. Durch ihren Lerndrang fällt es ihr natürlich leicht, die Unterrichtsfächer zu meistern. Ihr Vater ist so etwas wie ein magischer Tier- und Kreaturenarzt. Sie hilft ihren Freunden, wo auch immer sie kann. Durch ihre Neugier und ihren Tatendrang gerät sie jedoch auch schnell genug in Ärger. Besonders mit den 3 Jungs im gemeinsamen Häuschen fühlt sie sich sehr verbunden, insbesondere mit Mandragor, mit dem sie sich im spielerischen Wettstreit bezogen auf die schulischen Leistungen befindet. So wie es scheint, entwickelt sie sich auch zu einer Schönheit und hat ein halbes Dutzend Verehrer. Davon habe ich aber noch nichts gemerkt.

Die Mitschüler

In unserem Häuschen wohnen auch die Zwillinge Sam(antha) und Saphira Summer, 15 Jahre, die ein besonderes Faible für Zaubertränke haben. Die beiden sind sich so ähnlich, dass wir sie meistens nicht auseinander halten können.

Hastur Ativo ist ein Vetter Mandragors und zugleich ein sehr unangenehmer Zeitgenosse. Eine Klassenstufe über uns, sorgt Hastur immer wieder mit seinen Handlangern Thomas und Bill für Ärger und Ungemach. Obwohl er einen schlechteren Notenschnitt hat als Mandragor, scheint Hastur immer noch ausreichend Unterstützung in der Familie zu genießen, um seinen Lebenswandel unbehelligt weiterführen zu können. Unter Umständen hilft ihm seine Position als Castleing - Kapitän der Schulmannschaft.

Ein weiterer Grund für Hasturs Bestehen könnte seine kleine Schwester Iphigenie sein. Sie geht nun gerade erst in die 2. Klassenstufe, verbindet aber den Einfallsreichtum Mandragors mit der Durchtriebenheit Hasturs. Sie hat inzwischen sehr gut verstanden, wie der Schulalltag funktioniert, und nutzt dieses Wissen gnadenlos aus. Und irgendwie hat sie von Julianus Geheimnis erfahren.

Jennifer ist eine Klassenkameradin Hasturs. Mit ihr versteht sich Mattis ausreichend gut.

Thomas und Bill sind die Gefolgsleute Hasturs. Über Bill lässt sich soviel verraten, dass er im Vergleich zu Thomas leichter zu beeinflussen ist.

Die Lehrer

Mr. Wigley ist der neue Lehrer für Zaubersprüche. In der ersten Unterrichtsstunde brachte er uns etwas über sympathetisches Zaubern bei. Und - wie immer - musste Julianus am Ende der 1. Stunde Nachsitzen und Nachhilfe bzgl. Magieethik erdulden.

Mrs. Reynolds ist unsere Lehrerin für Magietheorie und eine ernste Vertreterin ihrer Zunft.

Mr. Rudolphson ist - wenn ich mich recht erinnere - der Quartiermeister, Hausmeister und Verwalter des Dorfs. Bei ihm musste Mattis seine heimatlichen gegenstände, die er auf dem Schulgelände nicht tragen oder benutzen darf, abgeben, vor allem darunter seine Kriegsaxt.

Sheriff Ranette ist die Rechtshüterin im Kollegium und für die Sicherheit im Dorf zuständig. Zudem unterrichtet sie im Wahlfach Kampfmagie (Combat Magic), welches wir dieses Mal erstmalig genießen. Sie hat schon Einiges gesehen und lässt sich durch (fast) nichts überraschen. Durch opportune Schüler schon mal gar nicht.

Mr. Melonius ist ein weiterer Lehrer unserer Schule sein Fachgebiet ist die Biokinese.

Das 1. Kapitel

Nachdem die Sommerferien vorüber waren, reisten alle Schüler wieder ins Dorf an. Während Mattis traditionell mit Schiff im dörflichen Hafen eintraf, landete Mandragor it einem in den Sommerferien selbst konstruierten Flugapparat - einem Stuhl mit Gurt, Haupt- und Seitenrotoren, der sehr schnell unter dem Arbeitsnahmen "Flubbikopter" (wegen der 'flubb'-Geräusche) benannt wurde, zum Leidwesen und gegen den anfänglichen Widerstand Mandragors. Julianus traf mit seinem Drachen Antonia ein, fast zeitgleich mit Phoebe auf einem geliehenen Greifen namens "Möhrchen". Wir hatten kaum Zeit uns zu begrüßen und nach den Sommerferien zu erkundigen, da wurde unsere Aufmerksamkeit auf dem Dorfplatz, genauer gesagt vor unserem Häuschen benötigt: Vor aller Augen lösten sich die Taschen und Kleidung von Samantha und Saphira auf. Auch Phoebes Versuch, magisch eine Decke über beide zu legen, endete in einem auflgelösten Stück Stoff. Die Zwillinge eilten daher schnell ins Häuschen und ins Mädchenzimmer. Phoebe eilte natürlich hinterher und es gelang ihr den Effekt zu beenden, jedoch nicht bevor ihre Kleidung sich auch auflöste. Nun standen die Mädchen nackt und ohne Bekleidung im Mädchenzimmer. Mandragor wurde von Phoebe gebeten, ihren Rucksack mit Kleidern vor die Tür zu stellen, was er auch anstandshalber machte. Während Phoebe sich anzog und den Zwillingen auch Kleidung lieh, näherte sich Mrs. Reynolds, die den Vorfall nicht direkt mitbekommen hatte, nun aber darauf aufmerksam gemacht worden war, unserem Häuschen. Zunächst kurz durch Julianus aufgehalten, versuchte Mandragor sie so lange hinzuhalten, bis die Mädchen angezogen waren. Es gelang ihm und als Mrs. Reynolds im Raum stand, waren alle Schülerinnen angezogen und konnten den Vorfall erfolgreich verleugnen bzw. herunterspielen. Danach konnten wir erstmal verschnaufen und uns überlegen, wem wir diese Aufregung zu verdanken hatten. Mattis kam derweil von Mr. Rudolphson zurück, bei dem er uneralubte Gegenstäde abgegeben hatte.

Am nächsten Tag hatten wir unsere erste Schulstunde bei unserem neuen Zaubersprüche-Lehrer Mr. Wrigley, der uns fragte, was ihm schwerer gefallen sei: Bücher hinter sich her schweben und an die Schüler aufteilen zu lassen oder ein zerknülltes Stück Papier in den Papiereimer fliegen zu lassen. Mandragor konnt eihm die Frage korrekt beantworten. Daraufhin lektorierte Mr. Wrigley ein wenig über sympathetische Magie und gab uns die Aufgabe, einen Obstsalat nach Rezept aus den an uns verteilten Büchern zu machen, ohne dabei das Obst und die Utensilien zu berühren. Während Phoebe sich mit Elan ans Werk machte, mühte sich Mattis mit der Aufgabe ab und Mandragor baute einen Salatomaten, der dann die Zubereitung des Obstsalats erledigen sollte. Julianus entschloss sich, die Aufgabe wort- aber nicht unbedingt sinngetreu zu erfüllen, und beeinflusste ein vorbeikommendes Mädchen (einer anderen Klasse?) magisch, so dass sie den Obstsalt für ihn herrichtete. Mr. Wrigley war von letzterem Vorgehen etwas überrumpelt und wenig angetan, so dass Julianus nach der Stunde nachsitzen musste - wie in bereits jedem Schuljahr.

In der Zwischenzeit, aus früherer "Erfahrung" hatten wir Hastur sehr schnell in Verdacht, erkundigte sich Mattis bei Jennifer danach, wo wir Bill denn mal alleine vorfinden könnten, da wir ihn bzgl. Hasturs Streich ausfragen wollten. Nachdem Julianus vom Nachsitzen zu uns stieß, konnten wir uns auf den Weg machen um Bill abzufangen.

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An dieser Stelle unterbreche ich mal, da ich mich noch ein paar anderen Dingen widmen muss. Mehr hierzu gibt es später. Falls sich aus meiner Erinnerung Fehler eingeschlichen haben oder ich noch etwas Wichtiges vergessen habe, könnt ihr mich gerne darauf hinweisen.  :D

p^^
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Re: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« Antwort #1 am: 4.03.2019 | 10:12 »
Fortsetzung:

Von Bill konnten wir in Erfahrung bringen, dass Hastur in der Tat eine Ampulle mit einer magischen Flüssigkeit gefunden und diese als Spray zu Übungszwecken an unseren Mitbewohnerinnen ausprobiert hatte. Mit dem eingangs beschriebenen Erfolg.

Nun gut, nach dem Mittagessen ging es zum ersten Wahlfach - Kampfmagie.

Die erste Lektion von Sheriff Ranette war, dass am meisten Erfolg verspricht, einen Kampf zu überstehen, zu Laufen. Daher wurden wir, d.h. auch Mandragor, Julianus, Mattis und Phoebe, aufgefordert, 5 Runden zu laufen. Mandragor war dazu nicht so besonders motiviert und wollte einen Lähmzauber ausprobieren, den er von einem Tutor in den Sommerferien gelernt hatte. Sheriff Ranette war aber vorbereitet, so dass der Spruch reflektiert wurde und Mandragor erst einmal gelähmt und beschämt am Boden lag. Nachdem die Lähmung aufgehoben war, konnte Mandragor an der nächsten Übung - Sandhaufenschießen mit Blaststöcken, nur beschämt teilnehmen. Zum Ausgleich nahm er sich vor, möglichst viele Sandhaufen mit seinem Stab zu treffen, noch bevor die anderen Schüler Treffer landen konnten. Da auch ein erschöpfter Julianus nicht so weit gekommen war, war das insgesamt kein so großer Erfolg in der 1. Stunde. Diese endete dann auch noch damit, dass Mandragor mit einem Blaststock beinahe Phoebe abgeschossen hätte, da er sich nach der Blamage beim Sandhaufenabschießen verausgaben wollte.

Nach dem Abendessen ging es dann früh ins Bett, da alle schon sehr erschöpft waren. Es wurde nur bereits vorüberlegt, wie man Hastur auf die Schliche kommen wollte, um herauszufinden, woher er die Ampulle hatte und ob noch mehr Unfug zu befürchten war.

Der nächste Tag begann dann direkt mit einer Hiobsbotschaft für unsere Schüler: Man erklärte uns, dass Mr. Meloius, unser Biokinese-Lehrer, erkrankt sei und daher die Unterrichtsstunde ausfallen müsse. Für uns war der Fall klar: das war ein Test! Schließlich konnten wir uns nicht vorstellen, dass der Biokinese-Leher, pardon: ausgerechnet der BIOKINESE-Lehrer (Biokinese beschäftigt sich ja schließlich auch mit Heilung und Gesundheit), zufällig einfach so krank werden konnte bzw. würde. Bei seinem Haus angekommen, zeigte sich, dass Heilkundige, erkennbar an den hellgrünen Kutten, das Haus bereits unter Quarantäne gestellt hatten. Durch die Ablenkung von Phoebe, Julianus und Hastur konnte Mattis in das Haus schleichen und sah im Schlafzimmer ein grünes Leuchten. Dieses stellte sich als wuchernde Pflanze heraus, die aus Mr. Melonius wuchs und ihn schon weit umschlungen hatte. Davon doch sehr erschrocken (und der Tatsache, dass sich eine Ranke ziemlich zügig in seine Richtung bewegte), floh Mattis aus dem Haus, verlor dabei aber ohne es zu merken den Salatomaten, den er für den erschöpften Mandragor im Rucksack verstaut hatte. Nun war guter Rat erst einmal teuer.

Nach dem Mittagessen lauerte Mandragor seinem Vettern erst einmal auf, mit Julianus in sicherem Abstand. Aus Hastur bekam er heraus, dass dieser die Ampulle aus einer Kiste, die an Mr. Melonius geliefert worden war, eine Ampulle stibitzt hatte und diese im Feldeinsatz an den Summer-Zwillingen ausprobieren wollte. Weitere Ampullen habe er keine schnappen können. Zufrieden mit der Auskunft, provozierte Mandragor Hastur erfolgreich, ihn zu schlagen, da Mandragor sich persönlich vorgenommen hatte, Hasturs schulischen Erfolg ein wenig auszubremsen, damit dieser sitzen bliebe und so weiter dem Casteling-Team als Kapitän zur Verfügung stünde, eine Aufgabe, für die sich Mandragor nur unzureichend geeignet sah. Hastur schlug Mandragor nieder, wurde dabei aber von Mrs. Reynolds erwischt. Hastur hatte den Ärger, Mandragor wurde zur Krankenhütte gebracht, wo ihm die Pflegerin einen ersten Trick für biokinetische Selbstheilung beibringen konnte. Mit der Nebenwirkung, dass seine Blutgefäße ein komisches Muster im Gesicht annahmen.
Währenddessen übten Mattis und Phoebe ein wenig für das erste Castleing-Training. Als Mandragor und Julianus auftauchten, zogen wir uns zur Besprechung erst einmal in unsere Hütte zurück. Die vorliegenden Fakten deuteten darauf hin, dass ein Experiment unseres Lehrers vielleicht schiefgegangen ist. Mehr wollten wir nach dem Abendessen erfahren, wenn unterrichtsfrei, aber noch nicht Schlafenszeit ist.

Gesagt, getan. Ziemlich leise und unauffällig drangen wir in das inzwischen nicht mehr bewohnte Lehrerhäuschen ein. Nach einigem Suchen fand Phoebe ein Notizbuch von Herrn Melonius und Mattis eine weitere Ampulle. Da ansonsten nichts mehr zu finden war und wir auch nicht vorhatten uns erwischen zu lassen, schlüpften wir wieder aus dem Häuschen und stolperten unvermittelt über Iphigenie. Nach einigem Hin und Her teilte sie uns zumindest mit, dass wir die dritte Gruppe (eine weitere Gruppe waren Schüler einer höheren Klassenstufe) waren, die bei Herrn Melonius eingestiegen war. Sie ließ uns für das Versprechen ziehen, dass wir ihr etwas schulden und machte eine Bemerkung, die insbesondere Julianus aufhorchen ließ: scheinbar wusste sie etwas über den Drachen, der in Julianus Brust wohnt. Ein Umstand, der für später auf jeden Fall vorgemerkt war.

Einiges Notizendurchblättern und Analysieren später kamen wir dann vor allem durch die sinnige Kombination Julianus über die Drachengesänge auf eine vage Idee. Mit der Ampulle war es vermutlich möglich, die Pflanze zu beeinflussen und z.B. aufzulösen. Julianus unternahm direkt den Feldversuch und fügte einen Tropfen seines eigenen Blutes dem Elixir hinzu, dass daraufhin seine Farbe und Opazität änderte. Nun mussten wir nur noch herausfinden, wo Herr Melonius untergebracht worden war. Hier konnte glücklicherweise Mandragor weiterhelfen, der einen Onkel beim Ministerium erreichte und ohne besondere Hemmnisse oder Nebenwirkungen den Unterbringungsort des Lehrers in Erfahrung bringen konnte. Herr Melonius war in einem Sanatorium auf einer Insel mitten in einem See untergebracht. Nur wie dahinkommen?

Nachdem Mattis vorschlug ein Schiff zu nutzen, konnte ihm sehr schnell verständlich gemacht werden, dass das keine Option war, es sei denn er hätte ein Schiff, dass auch über Land schwerben könnte. Dies war nicht der Fall, also entschlossen wir uns für Plan B: Während Julianus und Mattis auf Antonia fliegen würden, nutzten Mandragor und Phoebe den Flubbikopter. Phoebe war davon natürlich sehr begeistert, konnte ihr Madragor dabei natürlich während des Fluges etwas über die Steuerung und Funktionsweise des Gerätes beibringen. Mandragor war auch sehr angetan … aus anderen Gründen. Da der Flubbikopter bis dahin nur als Einsitzer konzipiert war, wurde es natürlich sehr kuschelig. Während Phoebe zwar interessiert war und viele Fragen stellte, genoss Mandragor die Nähe zu ihr und ließ sich … ablenken. Dadurch kam der Flubbikopter zunächst gefährlich nahe an Antonia heran. Bevor Mandragor mit den Rotoren jedoch Schaden anrichten konnte verriss er die Steuerung und wir machten eine spektakuläre Bruchlandung am Sandstrand der Insel. Mandragor und Phoebe waren (bis auf seinen Stolz) unverletzt, den Flubbikopter würden wir auf dem Rückweg aber nicht mehr benutzen können.

Erst einmal machten wir uns auf den Weg zu Herrn Melonius. Das Eindringen in das Sanatorium gelang auch erfreulich leicht. In einem unbewachten Moment konnten wir einen Blick in das Belegungsbuch werfen und das Zimmer unseres Lehrers ausfindig machen. Auf dem Weg nach oben mussten wir uns zwischenzeitlich verstecken, da ein Wachgorilla (in dem Fall wirklich ein Gorilla in der gleichen hellgrünen Bekleidung wie die Pflegekräfte hier) gerade auf Patrouille war. An ihm kamen wir aber unbemerkt vorbei und gelangten ungesehen in das Krankenzimmer mit Herrn Melonius. Dieser war in einem Glaskasten isoliert und lag komatös auf einem Krankenbett. Die beiden stärksten in der Gruppe, Mattis und Phoebe, hoben den Glasdeckel an, während Mandragor nach weiteren Patrouillen ausschau hielt und Julianus das Elixir auf die Pflanze träufelte. Die Methode wirkte auch, davon abgesehen, dass Herrn Melonius Haare sich grün färbten. Er wachte dann auch auf und fragte uns, was wir hier machten und wie wir hier her gekommen wären. Nach einem klärenden Gespräch, unter anderem erfuhren wir, dass Herr Melonius noch etwa 5-6 weitere Ampullen erhalten hatte, die sich jedoch nun nicht mehr in seinem Haus befinden, vereinbarten wir gegenseitig Schweigen über die Angelegenheit zu bewahren.

Der Rückweg verlief dann weniger spektakulär. Zunächst flog Antonia Mandragor und Phoebe zurück ins Dorf, anschließend Mattis und Julianus. Während des zweiten Fluges fragte Mandragor, der über die Sommerferien gemerkt hatte, dass er romantische Gefühle für Phoebe entwickelt hatte (in der Familienbibliothek war jedoch leider kein Buch zu so einem Schund wie Liebe oder Beziehungen zu finden), diese, ob sie ihn auf den anstehenden Ball begleiten würde, und teilte ihr mit, dass er sie mag. Phoebe freute sich über die schöne Aussage, verkannte aber die dahinter gelegene Emotion. Daher sagte sie freudig zu und antwortete ihm fröhlich, dass sie ihn auch mag. Das kann ja noch heiter werden. Mandragor hatte sich dahingehend eine … etwas andere Antwort erhofft, und war nun ein wenig mit gemischten Gefühlen beschäftigt.

Nachdem die anderen beiden auch noch sicher im Dorf angelangt waren, ging es nach einem aufregenden Start ins neue Schuljahr erst einmal noch ins Bett. Einen passenden Namen für den Flubbikopter haben wir vor dem Zubettgehen noch gefunden: A.E.R.O. - aeronautisch emergenter rotierender Optimat. Der Arbeitstitel Flubbikopter bleibt nichtsdestotrotz inoffiziell erhalten.

Ein Rätsel war gelöst, und der Biokinese-Unterricht gerettet, einige weitere waren noch offen: Wer hatte die anderen Ampullen und was hat es mit ihnen auf sich? Woher weiß Iphigenie von Julianus Geheimnis und was genau weiß sie darüber? Wird Mattis auch wieder gegen alle Widerstände dieses Schuljahr bestehen? Steckt hinter Herrn Melonius Unfall mehr dahinter? Und werden Mandragor und Phoebe zueinander finden, oder wird es eine Reihe klischeehaft jugendromantische Verwicklungen geben?

Bleiben Sie dran, lieber Leser. Weitere Geschichten folgen bestimmt.  ;D

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Online 1of3

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Re: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« Antwort #2 am: 4.03.2019 | 10:19 »
Danke nochmal für die tolle Runde und die Beschreibung.

Offline pharyon

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Re: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« Antwort #3 am: 18.08.2019 | 21:26 »
Update nach dem Sommertreffen 2019

Nachdem sich die erste Aufregung um den spannenden Schuljahresstart gelegt hatte, überschlugen sich nun wieder die Ereignisse.

Zunächst die gute Nachricht: Wir haben eine neue Mitschülerin in unserem Wohnhäuschen - Annabelle Culpepper (the Normal). Sie stammt wohl aus einer Familie mit einem Faible für Nekromantie. Der Platz war freigeworden, weil die Summers-Zwillinge von der Schule abberufen wurden.

Nunja, ein weiteres Mädchen, dass Phoebe dabei helfen kann, den Jungs im Haus auf die Sprünge zu helfen. Mandragor hatte sich nicht nur in den Schulstoff, sondern auch in neue Projekte vertieft, nachdem er beim A.E.R.O. 2.0 inzwischen viele Macken des Vorgängers beseitigt hatte. Mattis war da eher gering motiviert und Julianus kümmerte sich vor allem auch um Antonia, seine Flugdrachin.

Bei Mrs. Reynolds hatten wir im Magietheori-Unterricht dann nicht nur eine Geschichtsstunde über Prinz Tschaunach des Königreichs Keta - in dem sich unsere Schule befindet. Immerhin hatte der Prinz die einfallenden Varngar (aus diesem Volk stammt Mattis) mit Hilfe von Wards, also begrenzender Magie und Magiesicherungen, Einhalt gebieten können. Daher waren diese im Unterricht nun auch Thema. Interessanterweise nahm Iphigenie Ativo auch am Unterricht teil. Sie hatte sich einen Fehltritt erlaubt, der ein Lehrhaus bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar sein ließ. Daher war es ihr verboten, mit ihrer Klasse zum Vulkanfischfangen mitzureisen. Aufgrund der letzten Begegnung waren wir daher sehr gespannt, was sie nun anstellen würde. Dabei saß sie direkt hinter Julianus und versuchte ihm über Zettel Botschaften und Fragen zukommen zu lassen. Mandragor und Phoebe versuchten, sie ein wenig im Blick zu behalten, ohne den Unterrichtsstoff zu verpassen. Mandragor nutzte eine Spionagespinne, die letztlich aber entdeckt wurde. Mattis hatte derweil Probleme mit dem Abzeichnen der Ward-Grundlagen und ritzte die Zeichnungen stattdessen in die Tischplatte ein. Mrs Reynolds war darüber nicht begeistert und zur Strafe musste er eine neue Tischplatte beschaffen.

Dies unternahm er dann mit durchschlagendem Erfolg. Mattis fällte einen Baum und war gerade dabei, aus dem Holz eine Tischplatte zu zaubern. Der Haken: der Baum gehörte zu einem Schutzwald, der am Rande des Dorfes angepflanzt wurde. Und gerade dieser Baum war ein wichtiger Schutzposten. Um ihn vor weiterem Ärger zu bewahren halfen wir alle, den Baum wieder zu heilen und wiederherzustellen. Das klappte auch soweit gut, dass der Baum wieder so stand wie vorher - naja, fast wie vorher...

Am nächsten Tag fanden wir unser Unterrichtshaus den Flammen zum Opfer gefallen vor. Nachdem nur noch Asche aufstieg, durchsuchten Mandragor und Phoebe das Haus nach Verlertzten oder Versehrten und Spuren, Julianus tat dies in der Umgebung des Hauses und Annabelle versuchte mit den Geistern zu sprechen. Julianus fand letzten Endes Spuren die in den Schutzwald führten - Spuren von Feuerpferden. Nachdem Phoebe mit hilfe eines verzauberten Papierfliegers den Lehrern eine Nachricht zusandte, machten sich die fünf Schüler also auf den Weg in den Schutzwald.

Die Reise durch den Wald zog sich schon hin. Antonia konnten wir nicht mitnehmen, da sie den Wald noch mehr beschädigen würde, als wir es bereits unabsichtlich schon hatten. Allerdings verschwand die Verbindung zu ihr irgendwann, was Julianus sehr besorgte. In der Zwischenzeit überlegten wir fast schon umzukehren. Allerdings hatte zunächst Annabelle eine Stimme, die wie Julianus klang, und sie nach ihrem wichtigsten Geheimnis befragte. Daraufhin sprach sie ihn an, Julianus erklärte ihr aber, dass er nicht in ihre Gedanken eingedrungen sei. Ähnliches spielte sich dann auch bei Phoebe ab. Hier wurde sie gefragt, wer ihr in der Gruppe denn sehr am Herzen liegt. Dadurch war sie sehr abgelenkt, so dass sie ein kindskopfgroßes katzenartiges Auge nicht bemerkte, dass hinter ihr auftauchte. Mandragor reagierte jedoch blitzschnell und vertrieb das Auge mit einem Kampfzauber. Über Phoebes Geistesabwesenheit verwundert fragten die anderen sie, was mit ihr los sei. Phoebe erzählte noch wahrheitsgemäß, dass auch sie eine Stimme im Kopf gehört habe, die sie befragt hatte. Über den Inhalt log sie dann aber aus Angst. Statt die Frage und ihre Antwort (Mandragor) wiederzugeben, flunkerte sie etwas zu ihrer Einstellung zur Farbe Grün.Die anderen gaben sich damit zufrieden, allerdings hatte Phoebe umgehend ein riesigschlechtes Gewissen.

Auf einer Lichtung begegneten wir einem Geist, den Annabelle nun gerufen hatte, um Licht ins Dunkel zu bringen. Es begegnete uns der Geist Leutnant Grabas, einem zu Pferde ziehenden Ritters, der ausgesandt war die Gegend zu erkunden, da sein trupp gegen die Geister ziehen würde, die die Varngar hier beschworen hätten. Nachdem wir zumindest ein paar Antworten auf einige Fragen hatten, zog er weiter, wobei wir zu sehen bekamen, dass er - von einem Pfeil töslich getroffen - zu Boden ging. Dann verblasste der Geist.

Julianus rief dann nach einem Drachen, da das Erlebte alles nur noch mysteriöser erscheinen ließ. Der Drache Garbosch - ein Feuerdrache von etwa 5m Länge - erschien und beantwortete ihm Fragen. Mattis und Annabelle hatten sich bereits hinter einen Baum zurückgezogen, Mandragor und Phoebe zumindest hinter Julianus. Garbosch erklärte, dass die merkwürdigen Ereignisse mit dem Waldkönig zu tun hätten. Dabei verwies er in eine Richtung aus der Leutnant Graba erschienen war und sein Truppenlager zu haben schien. Nachdem Garbosch das Spiel um Fragen und Antworten langweilig wurde, zog er sich zurück - und wir in Richtung des Waldkönigs.

Daort, auf einer großen Waldlichtung mit einigen umgestürzten Bäumen, befand sich ein fantastisch anzuschauender Baum im Zentrum der Lichtung: Es sah fast aus wie ein humanoider Baum (wie ein Ent), der auf einem hölzernen Thron saß. Die Versuche friedlich Kontakt aufzunehmen schlugen schnell fehl. Julianus erkannte, dass in dem Baum eine Seele gefangen war, wurde jedoch von Baumranken weggezogen. Alles ging sehr schnell, Angriffe von Insektenschwärmen und Pflanzenpollen und Baumranken zwangen uns in die Defensive. Jede und Jeder musste sich um eigene Probleme kümmern. Während Phoebe noch versuchte, zu begreifen, was vor sich ging, trugen Mandragor, Julianus, Annabelle und Mattis ihren Teil dazu bei die verdammte Seele aus dem Baum zu lösen, und somit den Bann endlich zu brechen. Dadurch hörten die Angriffe auch schlagartig auf.

Erfreut über diesen Erfolg und die Tatsache, dass sich niemand ernsthaft verletzt hatte, wanderten wir nun also zur Schule zurück. Als wird dann jedoch an die Waldgrenze kamen, erlebten wir eine uns umberrumpelnde Überraschung...


Mehr dazu im Laufe der Tage. Falls ich etwas vergessen oder irgendwie falsch aufgeschnappt habe, dürft ihr mich gerne korrigieren.

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Re: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« Antwort #4 am: 20.08.2019 | 21:24 »
Fortsetzung des Updates

Da waren wir also, erschöpft und dennoch zufrieden am Rande des Weinbergs... Weinberg?!? Den Wald den wir betreten hatten, gab es nicht mehr. Dies machten uns auch Mrs. Reynolds und Sheriff Ranette klar. Sie schauten uns verwirrt an, als wir ihnen von dem Wald berichteten, den wir ja betreten hatten, um versehentlich angerichteten Schaden wiedergutzumachen. Beide erzählten uns, dass es seit weit über 200 Jahren an dieser Stelle keinen Wald mehr gibt.

Wir waren verwirrt.

Die Verwirrung wuchs, als wir erfuhren, dass Mrs. Reynolds uns nicht mehr in Magietheorie unterrichtete, sondern in Seelenkunde, einer der reinsten Formen der Magie - die bislang verboten war und nur von den Varngar praktiziert wurde. Apropos Varngar: das einst stolze und unabhängige Volk, war nun ein Vorzeigevasallenstaat, nachdem das Imperium Keta es vor Jahrhunderten bezwungen hatte. Selbstverständlich beunruhigte das Mattis schwer. Für uns andere waren die Unterschiede subtiler. Wir hatten zwar nun ein altes Lern- und Pflichtfach weniger, dafür ein neues - und das auf dem Stand des 4. Schuljahres! Für Mandragor und Phoebe bedeutete dies Überstunden. Phoebe wurde zudem wegen des "durchschlagenden" Papierfliegers kurz beiseite genommen (Mrs. Reynolds bat darum, dies künftig zu unterlassen), Mr. Wrigley wollte derweil ob der unbekannten Magieform Nachhilfe bei ihr nehmen.

Bei all dem hatte Phoebe das dringende Bedürfnis, sich bei ihren Freunden für die Flunkerei im Wald zu entschuldigen. Julianus hatte so etwas eh schon geahnt und die Entschuldigung großzügig angenommen. Annabelle reagierte ähnlich und tröstete Phoebe darüber hinaus. Mattis dagegen hatte eine eher verwirrende Antwort: er sei froh, dass Phoebe endlich auch ihre schlechte Seite gezeigt hatte, da seiner Ansicht nach niemand so rein und naiv sein könnte, wie er sie vorher wahrgenommen hatte. Das verunsicherte sie natürlich sehr. Mandragor ließ sich nachts auch vom Lernen abbringen und ließ sie in die Studierstube, hörte ihr aber zunächst nicht zu. Das erschütterte Phoebe zunächst, die mit allem anderen gerechnet hatte. Nachdem Mandragor dessen jedoch bewusst wurde, widmete er doch seine Aufmerksamkeit und tröstete Phoebe. Gerade in seiner Familie war er es gewohnt, dass man "gewisse Dinge" lieber für sich behält. Allen gemein war, dass sie Phoebe nicht wirklich zu der wahren Frage und ihrer Antwort ausquetschten.

Während Phoebe also mit ihren Gefühlen, Stoff nachholen (der Unterschied zwischen Ka und Ba war das Thema der nächsten Unterrichtsstunde) und Annabelle etwas damit auf die Sprünge helfen, untersuchten Mattis und Julianus weitere Folgen dieser veränderten Welt (z.B. gab es auch seit Jahrhunderten keine wild lebenden Drachen mehr). Es gab keine magietheoretische Entwicklung in dieser Welt, daher zum Beispiel auch keine Schutz- und Begrenzungszauber. Das äußerte sich in vielerlei Hinsicht, wie wir später erfuhren. Immerhin: die Schulhäuser standen, wobei eines vollständig in Bergkristall eingeschlossen war. Hierzu befragten Julianus, Mandragor und Mattis erneut Iphigenie, die letztlich zugab, für Bill, einen der Compagnons von Hastur gelogen zu haben, im Gegenzug für das gemeinsame Ausgehen beim anstehenden Schulball. Es zeigte sich, dass Bill bei emotionalen Ausbrüchen seine Umgebung in Bergkristall einschloss. Die Vermutung lag nahe: Bill musste eine der ominösen Phiolen abbekommen haben, die Anfang des Schuljahres schon für Ärger gesorgt hatten. Nun war guter Rat teuer.

Annabelle und Phoebe arbeiteten mit Hilfe des in Mr. Melonius Haus erbeuteten Buchs an einer Gegenformel, die Jungs versuchten herauszufinden, wo sich Bill befand. Das Ergebnis: Bill begleitete die Klasse Iphigenies bei dem Ausflug an den Vulkan als älterer Betreuungsschüler. Die fünf magischen Freunde machten sich also auf den Weg dorthin, nachdem Phoebe zwei Phiolen mit dem Gegenmittel angefertigt hatte und eine an Annabelle weitergegeben hatte. Julianus, Mattis und Annabelle flogen auf Antonia gen Vulkan, Mandragor und Phoebe nutzten den AERO 2.0. Das stellte sich dieses Mal auch als sehr gute Idee heraus, da der FlubbikopterAERO keine Ambitionen hatte im Lavasee zu baden, im Gegensatz zu Antonia. Julianus gelang es allerdings gerade noch so Antonia vorher die Passagiere absteigen zu lassen, auf Kosten der Unauffälligkeit. Da das Überraschungsmoment im wahrsten Sinne also baden gegangen war, näherten sich auch Phoebe und Mandragor. Phoebe beschäftigte die Lehrer und lenkte sie ab. Währenddessen übernahm Mattis die Betreuung der Schüler für Bill, so dass Mandragor in Ruhe mit ihm reden konnte. Letztlich überzeugte Mandragor ihn, das Gegenmittel zu trinken, was nicht so einfach war, da ohne Schutzzauber alle Lehrer und Schüler Atemmasken brauchten, damit sie von den Magmadämpfen nicht bewusstlos wurden. In einem gesicherten Zelt trank Bill schließlich das Gegenmittel. Seine Wirkung zeigte sich, als Mandragor - oder war es Julianus? - Bill emotional sehr in Bedrängnis brachte. Hier kristallisierte diesmal nichts, allenfalls die Beziehung Bills zu unserer Gruppe gefror noch ein wenig mehr.

Nachdem Antonia sich im Lavasee erfrischt hatte, konnten wir also den Rückflug antreten. Nun war guter Rat gefragt, wie wir die "Verwicklungen" dieser Zeit- oder Realitätsebene rückgängig machen oder zumindest minimieren konnten. Ideen dafür hatten wir schon - z.B. einen Zeitsprung oder Mandragors Portalmedaillon, dass uns bereits im 2. Schuljahr geholfen hatte.

Allerdings steht erst noch aus, ob dieses Unterfangen so gelingen wird wie geplant...

p^^

Vorerst Ende - aber keine Sorge, bald geht es schon ans der magischen Mittelschule weiter...

 +O)
"Natürlich werden sie ihn foltern - es sind PRAIOS-Geweihte!" (vielen Dank, Kristin ^^)

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Re: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« Antwort #5 am: 20.08.2019 | 21:44 »
Nochmal vielen Dank. Ich fand es genial, wie ihr meine Vorlagen aufgenommen habt.

Highlights
- Ms Culpepper versucht vor dem Drachen ganz cool zu tun, versteckt sich aber doch lieber hinter Mattis.
- Phoebe sorgt für Aufsehen als sie mit einem nicht mehr gekannten Ward die Bibliothek staubfrei macht. Was wir gesagt Herrn Wrigley ganz kleinlaut werden lässt.
- Julianus verhindert gerade noch, dass Antonia sich nach dem Bad in der Lava trocken schüttelt.
- Mandragor macht Bill die Hölle heiß, auf jeden Fall mit Iphi zum Winterball zu gehen.
- Die Klasse am Lavasee muss nur deshalb Gasmasken tragen, weil die ja keine Wards mehr haben.

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Re: [Apocalypse High] Auftakt fürs 4. Schuljahr
« Antwort #6 am: 5.09.2019 | 21:41 »
So. Gestern Fortsetzung online.

Die Gruppe entschließt sich in die originale Zeitlinie wiederherzustellen. Vorher wollen sie aber die Bibliothek, um diejenigen Bücher erleichtern, die es drüben nicht gibt. Julianus lenkt die Bibliothekarin mit einer Suche nach fliegenden Pflanzen ab, während die anderen den Aero und Antonia  beladen.

Am Überrest des Waldherzens angekommen, benutzt Mandragor nach kurzem Nachdenken seine Uhr und versetzt alle und Antonia in der Zeit zurück. Die Gruppe kommt dort an, wo ihre Alten Egos gerade das Waldherz befreien. Hier gab es leichte Kommunikationsprobleme. Nicht allen war klar, zu welcher Szene gebaut sie zurück gekehrt waren. Da hätte ich besser erklären sollen.

Jedenfalls schlägt der Baum als um sich und Mandragor versucht erfolgreich die Aufmerksamkeit von Phoebe weh auf sich zu ziehen. Das klappt schon gut, nur sein Knöchel muss dran glauben. Julianus rät die Originale erstmal machen zu lassen.

Als die weg sind kommt Annabelles Auftritt. Trotz der "Mithilfe" von Phoebe (Nein, das Waldherz mit Blättern zu bewerfen macht es nicht schwächer) kann Annabelle die Seele zunächst mit Nekromantie verlangsamen, dann mit Appell an ihr Pflichtgefühl überreden, wieder in den Baum zurückzukehren. Sie will auch mindestens einmal die Woche to besuch kommen, damit es nicht so einsam wird.

Phoebe versucht mit viel Herz Mandragors Fuß zu verartzen. Linderung ist was anderes.

Julianus fliegt derweil auf Antonia über die Wipfel, um zu sehen, ob die Landschaft wieder richtig aussieht. Tut sie. Nur wird er direkt von einer zweiten Antonia begrüßt.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Das gibt ein bisschen Probleme mit der Koordination und einen beinahe Absturz. Letztendlich kann man aber doch hinter der Hütte landen.

Julianus füttert die Drachen, Mandragor versucht seinen Knochen selbst zu heilen und die übrigen verstauen die erbeuteten und total verbotenen Bücher in ihren Schränken. Zwei von drei Dingen klappen gut, Mandragors Knochenwachstumszauber sogar so gut, dass ihm ein Knochendorn aus dem Fuß wächst. Den kann Annabelle aber mit einem genialen Ritual und unter Kopfschütteln von Phoebe entfernen. Jetzt ist's nur nich ein Budget Zaun und Mandragors sieht so Schatten. Good times.

Zuletzt kommen noch Nachrichten wegen der verpassten Stunde Illusions Magie und Georgina vorbei. Georgina ist Annabelles beste Freundin und einer sie, dass sich des Abends die Nekromantie-AG trifft.

Danach mussten wir aus technischen Gründen Schluss machen, aber bleibt dran, denn was wird bei den Nekrowannabees schief gehen? Wie wird Julianus den doppelten Drachen erklären? Und was ist eigentlich mit diesem Herbstball, von dem alle reden?