Autor Thema: Ist Fate eine Enttäuschung; war: Größte Rsp-Enttäuschungen 2014  (Gelesen 15796 mal)

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Offline Wisdom-of-Wombats

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1) Fate (Core et al)
Jaja, ist eigentlich schon älter, aber dennoch. Viel Heiße Luft um etwas, das (nach meinem Geschmack) gute Rollenspieler mit - oder besser trotz- jedem System am spieltisch athmosphärisch bringen. Für Leute, die mit einem schwer Import- oder Storylastigen Ansatz nichts anfangen können bringt es m. E. rein gar keinen Gewinn und ist auch kein Türöffner.
Fazit: Fate ist etwas für Leute, die Fate nicht nötig haben - Leute die Fate bräuchten, kommen mit Fate nicht klar.

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« Letzte Änderung: 29.12.2014 | 19:31 von Bad Horse »
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Offline Chiarina

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #1 am: 29.12.2014 | 16:59 »
Zitat von: HEXer
Fate ist etwas für Leute, die Fate nicht nötig haben - Leute die Fate bräuchten, kommen mit Fate nicht klar.

Das werden wir noch sehen!

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Offline HEXer

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #2 am: 29.12.2014 | 17:01 »
Das werden wir noch sehen!

Chiarina.

Inwiefern?
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Offline Chiarina

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #3 am: 29.12.2014 | 17:09 »
Ich werde es ausprobieren... mit einer Runde, die Fate braucht (naja, doofes Wort in dem Zusammenhang... sagen wir besser: für die Fate neu und ungewöhnlich sein dürfte).

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #4 am: 29.12.2014 | 17:11 »
Magst du deine Erfahrungen damit dann mal hier im Forum posten? Würde mich interessieren, wie andere das so empfinden.
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Offline Chiarina

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #5 am: 29.12.2014 | 17:15 »
Ja, ich werde berichten. Die Vorgeschichte findest du übrigens hier:

http://www.tanelorn.net/index.php/topic,90757.0.html

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #6 am: 29.12.2014 | 17:37 »
@HEXer:
Ich kann Deine Enttäuschung gegenüber FATE sehr gut verstehen. Allerdings liegt da ein Missverständnis vor (in meinen Augen ein generelles Missverständnis gegenüber dem System):
FATE ist kein System, um passive Spieler zu aktivieren, sondern ein Werkzeug für aktive Spieler, um ihre Kreativität noch besser miteinander zu verzahnen und zu aktivieren. Die Leute, die FATE gebrauchen können, sind also genau die Spieler, von denen Du ausgehst, dass sie das System nicht bräuchten.
Klar kann es auch ein Türöffner sein. Allerdings aus meiner Sicht nur für Spieler, die für diese Spielart prädestiniert sind.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #7 am: 29.12.2014 | 17:46 »
Klar kann es auch ein Türöffner sein. Allerdings aus meiner Sicht nur für Spieler, die für diese Spielart prädestiniert sind.

Ja, dann hat der Hexer aber trotzdem recht: proaktive Spieler werden in jedem Spielsystem ein Feuerwerk anzünden. Dazu braucht man kein Fate.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #8 am: 29.12.2014 | 17:47 »
Ja, dann hat der Hexer aber trotzdem recht: proaktive Spieler werden in jedem Spielsystem ein Feuerwerk anzünden. Dazu braucht man kein Fate.

What he said... :)
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #9 am: 29.12.2014 | 17:47 »
1) Fate (Core et al)
Jaja, ist eigentlich schon älter, aber dennoch. Viel Heiße Luft um etwas, das (nach meinem Geschmack) gute Rollenspieler mit - oder besser trotz- jedem System am spieltisch athmosphärisch bringen. Für Leute, die mit einem schwer Import- oder Storylastigen Ansatz nichts anfangen können bringt es m. E. rein gar keinen Gewinn und ist auch kein Türöffner.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #10 am: 29.12.2014 | 17:49 »
Ja, dann hat der Hexer aber trotzdem recht: proaktive Spieler werden in jedem Spielsystem ein Feuerwerk anzünden. Dazu braucht man kein Fate.
Nö, sehe ich z.B. nicht so.

Unsere langjährige Runde hat sehr vom Wechsel auf FATE profitiert. Diese Beteiligung an der Erschaffung der Story hätte in anderen Systemen so nicht funktioniert.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #11 am: 29.12.2014 | 17:53 »
Ja, dann hat der Hexer aber trotzdem recht: proaktive Spieler werden in jedem Spielsystem ein Feuerwerk anzünden. Dazu braucht man kein Fate.
Ja klar. Aber das Feuerwerk, dass sie mit FATE anzünden ist für die passenden Spieler stetig besser, als das Feuerwerk, dass sie mit anderen Systemen anzünden, bzw. überhaupt erst das Feuerwerk anzünden können, dass sie eigentlich anzünden wollen.

Also eine Verbesserung für proaktive Spieler.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #12 am: 29.12.2014 | 17:55 »
Ja klar. Aber das Feuerwerk, dass sie mit FATE anzünden ist für die passenden Spieler stetig besser, als das Feuerwerk, dass sie mit anderen Systemen anzünden, bzw. überhaupt erst das Feuerwerk anzünden können, dass sie eigentlich anzünden wollen.

Also eine Verbesserung für proaktive Spieler.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #13 am: 29.12.2014 | 18:00 »
Es gibt Spieler, die kommen auch ohne FATE gut klar, und es gibt Spieler, die kommen mit FATE nicht klar. Für die anderen Spieler gibt es FATE.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #14 am: 29.12.2014 | 18:03 »
Ja klar. Aber das Feuerwerk, dass sie mit FATE anzünden ist für die passenden Spieler stetig besser, als das Feuerwerk, dass sie mit anderen Systemen anzünden, bzw. überhaupt erst das Feuerwerk anzünden können, dass sie eigentlich anzünden wollen.

Also eine Verbesserung für proaktive Spieler.

Dumm nur, dass Fate einen sehr engen Korridor "passender Spieler" hat. An sich ist das Spiel nur für den Spielertyp Storyteller geeignet. Für den Powergamer gibt es zu wenig Regeln, für den Problemsolver ist das Problemlösen via selbst eingeführte Aspekte zu einfach, der Method Actor wird durch die Fate Punkte und das Meta-Gedöns ständig aus der Immersion gerissen, für den Tactician bietet das System nicht genug Tiefe (einfach so viele Invokes und Boosts aufeinanderstapeln und dann draufhauen), für den Casual Gamer sind erfahrungsgemäß die Regeln zu verwirrend, so dass ständig mit angezogener Handbremse im Rückwärtsgang gespielt wird, etc.

Damit ist die Zielgruppe überschaubar und wenn man keine Gruppe aus reinen Storytellern hat, das System ungeeignet.

Proaktive Spieler brauchen meiner Erfahrung nach keine Fate Punkte, Erzählrechte etc, denn sie finden mit ihren Einfällen und Ideen auch so Gehör beim SL.

(Aber das fällt an sich unter größte RSP-Enttäuschung 2013 für mich - also zurück zum Thema: 2014).
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Offline Crimson King

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #15 am: 29.12.2014 | 18:12 »
Speziell für Method Actors ist FATE gut geeignet, gibt es dem Spieler doch klare Richtlinien zum Ausspielen des Charakters an die Hand und belohnt ihn sogar noch dafür. Der Method Actor spielt seine Aspekte sowieso dauernd aus, da ist es eher an der Spielleitung, die FATE-Punkte rüber wandern zu lassen. Und Buttkicken kann man ohnehin mit so ziemlich jedem System. Das Problemlösen bleibt ebenfalls interessant, weil die zum Lösen eingesetzten Resourcen beschränkt sind und das Wiedererlangen oft direkt zu neuen Problemen führt.

Unsere FATE-Runden pendeln üblicherweise zwischen diesen Schwerpunkten und funktionieren dabei einwandfrei.

Das reicht dann auch für mich an OT.
« Letzte Änderung: 29.12.2014 | 18:14 von Crimson King »
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
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Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #16 am: 29.12.2014 | 18:17 »
Speziell für Method Actors ist FATE gut geeignet,

Komisch, sämtliche Method Actor, mit denen ich Fate gespielt habe, haben sich ohne Ende über das Meta-Gaming aufgeregt.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #17 am: 29.12.2014 | 18:25 »
@HEXer:
Ich kann Deine Enttäuschung gegenüber FATE sehr gut verstehen. Allerdings liegt da ein Missverständnis vor (in meinen Augen ein generelles Missverständnis gegenüber dem System):
FATE ist kein System, um passive Spieler zu aktivieren, sondern ein Werkzeug für aktive Spieler, um ihre Kreativität noch besser miteinander zu verzahnen und zu aktivieren. Die Leute, die FATE gebrauchen können, sind also genau die Spieler, von denen Du ausgehst, dass sie das System nicht bräuchten.
Klar kann es auch ein Türöffner sein. Allerdings aus meiner Sicht nur für Spieler, die für diese Spielart prädestiniert sind.

Naturally I disagree, sire.

Alles weitere wird von M-o-C schon gesagt. ist wie mit der Psychoanalyse nach Freud: sie ist die perfekte Behandlungsform mit 1005-iger Erfolgsquote. Leider ist sie nur für unter 48% der Zielgruppe (die ja schon satrk eingeschränkt ist - gegenüber der Population) geeignet und ob man zu diesen gehört stellt man frühestens nach 2-3 Jahren Behandlung fest.

Fate ist also ein System um eine bestimmte Sorte aktive Spieler, die mit den Mechanismen von Fate zumindest leben können, einen Teil ihrer Kreativität anders (nicht unbedingt besser) nutzen/umsetzen. Die Leute, die Fate gebrauchen (langfristig) sind mit Sicherheit genau die Gruppe von Menschen für die Fate geschrieben wurde. Sie sind jedoch nur ein (mMn sehr kleiner) Teil der Leute, die Fate auch gebrauchen/nutzen können (vom Vermögen her). Für einige wenige mag Fate daher ein Türöffner in eine neue Art des Spielens sein (der für nicht wenige andere himngegen nur ein "alter Hut" ist für den sie sicher nicht so etwas wie Fate benötigen).
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #18 am: 29.12.2014 | 18:26 »
Komisch, sämtliche Method Actor, mit denen ich Fate gespielt habe, haben sich ohne Ende über das Meta-Gaming aufgeregt.

Kann ich so bestätigen. :d
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber auf Tanelorn hindert das niemanden daran, es trotzdem zu tun.

Spielleitermotto: Ein Kaufabenteuer ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

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Offline La Cipolla

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #19 am: 29.12.2014 | 18:36 »
Fate auslagern?

Ich find ja, Fate ist so ein Mittelding zwischen allem. Gibt Leute, die es mit sehr viel Spaß crunchig spielen und den ganzen narrativen Kram trotzdem nett finden (hat sich mal jemand Mindjammer angeguckt? :D), und es gibt auch Leute, denen FAE noch zu crunchig ist, die es aber trotzdem gut finden. Wahrscheinlich also eine eierlegende Wollmilchsau, ähnlich wie D&D5: Leute mit sehr spezifischen Vorlieben werden woanders besser bedient, aber so als Mittelding für die breite Masse ist es ziemlich cool, trotz großer Lücken im Sieb. Der Erfolg gibt ihm da ja auch irgendwo recht, und die Systemdiskussionen, was denn nun Fate sei und was nicht (und der Umstand, dass sich da kaum ein Konsens finden lässt), erst recht. ^^''
« Letzte Änderung: 29.12.2014 | 18:37 von La Cipolla »

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #20 am: 29.12.2014 | 18:54 »
Ich habe befürchtet dass solche Reaktionen kommen werden.

@Murder-of-Crows:
Natürlich gilt das nur für einen Korridor an proaktiven Spielern (wie eng der ist, ist erstmal zweitrangig. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass er definitiv nicht "sehr eng" ist). Das habe ich ja auch nicht in Abrede gestellt. Ich habe ja explizit gesagt, dass ich diese Enttäuschung verstehen kann (Dont believe the Hype ;)). Nimm meine Erklärung einfach als genau das an: Als Erklärung für das Missverständnis. :)

@Archoangel:
Hey! Lass mal die suggestiven Andeutungen weg! Du legst mir damit Aussagen in den Mund, die ich nicht getätigt habe. Auf dieser Basis kann und will ich nicht mit Dir diskutieren.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #21 am: 29.12.2014 | 18:58 »
Wahrscheinlich also eine eierlegende Wollmilchsau, ..., aber so als Mittelding für die breite Masse ist es ziemlich cool, trotz großer Lücken im Sieb.

Ähm... genau nicht!? Siehe obige Diskussion. Fate ist weder ein Mittelding für die breite Masse, noch eine eierlegende Wollmilchsau. Fate bedient ein sehr dünnes Segment der Spielerschaft.

Der Erfolg gibt ihm da ja auch irgendwo recht...

Welcher Erfolg? Die tausenden Fate-Runden in Deutschland?  ~;D

Viele Leute haben sich Fate angeschaut, das ist richtig. Aber wird Fate auch tatsächlich viel und regelmäßig gespielt? Ich denke da überwiegen die unzähligen Pathfinder, DSA, D&D, Splittermond und Shadowrun Runden.

Klar hatte der Kickstarter über 10.000 Teilnehmer, aber ist auch kein Kunststück, weil man mit niedrigsten Einsätzen dabei war.
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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #22 am: 29.12.2014 | 19:17 »
Ich denke, Fate hat viel, was Nicht-Spieler und Selten-Spieler anspricht, beispielsweise den Bastel-Faktor, der auch schon Savage Worlds so einen dicken Schub verpasst hat. Ob ein Spiel häufig gespielt wird, ist ja bekanntlich nicht alles.

Deutschland dürfte da sowieso noch keine Rolle spielen, oder? Abgesehen von Malmsturm (was für sich auch schon wieder recht speziell ist), gab es hier ja noch keine Version, die es über die Foren hinaus geschafft hat. Fate2go war ja mehr "Privatprojekt" von der Reichweite her. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, ohne den Kickstarter-Boost der englischen Version. Auch wenn es am Ende, wie meistens in Deutschland, wohl wieder auf ein lahmes "Joah, läuft gut, im Rahmen der Möglichkeiten!" hinauslaufen wird.

Zitat
Ähm... genau nicht!? Siehe obige Diskussion. Fate ist weder ein Mittelding für die breite Masse, noch eine eierlegende Wollmilchsau. Fate bedient ein sehr dünnes Segment der Spielerschaft.

Ja, das hattest du aber auch schon gesagt. Dann wohl agree to disagree.

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Re: Re: Euere größten RSP-Enttäuschungen anno 2014
« Antwort #23 am: 29.12.2014 | 19:24 »
Ob ein Spiel häufig gespielt wird, ist ja bekanntlich nicht alles.

Äh, auch hier: doch, natürlich. Das ist der einzige Maßstab, der zählt, denn daraus leiten sich Bekanntheitsgrad, Akzeptanz und Umsatz ab.
Oder glaubst Du am Ende, DSA und Shadowrun verstauben hier in den Regalen?!?
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Interessanterweise ist es genau diese Diskussion hier, die mich endgültig motiviert, FATE genauer unter die Lupe zu nehmen und mal auszuprobieren. Sowohl negative als auch positive Bekundungen deuten mir an, daß ein Regeldiabetiker wie ich mit starken Handwedelambitionen und Dramarumbasteltendenzen damit glücklich werden könnte...

Nur ein subjektiver Eindruck bisher  :)
Theirs not to make reply,
Theirs not to reason why,
Theirs but to do and die:
Into the valley of Death
    Rode the six hundred.